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EP 0 624 438 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.01.1998 Patentblatt 1998/05 |
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Anmeldetag: 09.05.1994 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Schneiden der Deckfolie eines laminierten Folienmaterials
Method and apparatus for cutting the covering sheet in a laminated sheet material
Méthode et dispositif pour couper la feuille supérieure d'un produit laminé en feuilles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE DK FR IT LI NL |
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Priorität: |
10.05.1993 DE 4315539
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.11.1994 Patentblatt 1994/46 |
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Patentinhaber: Bechmann, Peter |
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D-82487 Oberammergau (DE) |
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Erfinder: |
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- Bechmann, Peter, Ing.
D-82487 Oberammergau (DE)
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| (74) |
Vertreter: Gauger, Hans-Peter, Dipl.-Ing. |
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Müller, Schupfner & Gauger,
Maximilianstrasse 6 80539 München 80539 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-85/00445 US-A- 5 136 817
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US-A- 4 624 169
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Bemerkungen: |
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Die Akte enthält technische Angaben, die nach dem Eingang der Anmeldung eingereicht
wurden und die nicht in dieser Patentschrift enthalten sind. |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Schneiden der
Deckfolie eines laminierten Folienmaterials.
[0002] Das Schneiden nur der Deckfolie eines laminierten Folienmaterials wird bspw. bei
der Herstellung von sog. Folienschriften ausgeübt, wo ein Schneidwerkzeug mittels
eines Schneidplotters relativ zu dem Folienmaterial bewegt wird. Die Schneidkante
des Schneidwerkzeuges wird dabei auf eine Eindringtiefe eingestellt, die wenigstens
bis zu der Trennebene der Deckfolie gegen eine Trägerfolie des Folienmaterials reicht,
sodaß damit auch in der Kombination mit einer generell tangentialen Ausrichtung der
Schneidkante des Schneidwerkzeuges zu dem über eine Steuereinrichtung des Schneidplotters
vorgegebenen Verlauf der Schnittlinie sichergestellt wird, daß die mit dieser Schnittlinie
erhaltene Folienschrift sich sauber von der Deckfolie abtrennen läßt, wenn die Deckfolie
von der Trägerfolie entfernt wird und dabei also die Folienschrift zunächst noch auf
der Trägerfolie verbleibt und von dieser erst zu einem späteren Zeitpunkt entfernt
wird.
[0003] Bei diesem sog. Entstrippen der Deckfolie eines laminierten Folienmaterials ergeben
sich andererseits immer dann Schwierigkeiten, wenn die Einschnitte der Deckfolie,
mit der also bspw. eine vorbestimmte Folienschrift erhalten wird, nicht regelmäßig
ausgefallen sind. Unregelmäßigkeiten der Einschnitte können bspw. dadurch hervorgerufen
werden, daß sich die Materialdicke der Deckfolie entlang des Verlaufs der Schnittlinie
herstellungsbedingt verändert und damit die Eindringtiefe der Schneidkante auf einen
Wert verringert wird, der nicht mehr das Erreichen der Trennebene der Deckfolie gegen
die Trägerfolie sicherstellt. Auch die Festigkeitseigenschaften der Deckfolie könnten
sich herstellungsbedingt längs des Verlaufs einer Schnittlinie verändern und damit
ebenfalls die ursprüngliche Eingriffstellung der Schneidkante stören, wobei diese
nachteilige Einflußnahme auch durch Unebenheiten bei der Auflage des Folienmaterials
ausgelöst werden kann.
[0004] Um im Hinblick auf solche störenden Einflüsse die Schneidqualität zu verbessern,
ist bspw. aus der DE 37 29 208 C1 eine Schneidvorrichtung bekannt, bei welcher auf
das bei einem Rollenschneidplotter an einem verschwenkbaren Arm angeordnete Schneidwerkzeug
mit einer Blattfeder eingewirkt wird, deren auf die Schneidkante übersetzte Federkraft
eine von der Eindringtiefe abhängige Veränderung erfährt. Durch eine solche variable
Federkraft können jedoch nicht alle Parameter von Anfang an berücksichtigt werden,
die bei der Verwendung von laminierten Folienmaterialien unterschiedlicher Hersteller
die Einschnitte der Deckfolie kritisch beeinflussen können. Außerdem ist davon auszugehen,
daß auch die Materialeigenschaften der Blattfeder eine für die Eingriffsverhältnisse
der Schneidkante des Schneidwerkzeuges veränderliche Einflußgröße ergeben, wobei vorzeitige
Ermüdungserscheinungen der Blattfeder, die einen Austausch rechtfertigen würden, nicht
immer sofort entdeckt werden.
[0005] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Schneiden der Deckfolie eines laminierten
Folienmaterials bereitzustellen, mit welchen eine größere Garantie für die Erzielbarkeit
von regelmäßigen Einschnitten in der Deckfolie bei der Herstellung einer im wesentlichen
allein auf die Deckfolie begrenzten Schnittlinie gegeben werden kann, sodaß bei dem
Entstrippen der Deckfolie eine saubere und entsprechend problemlose Abtrennung bspw.
einer Folienschrift zum Verbleib auf der Trägerfolie des Folienmaterials erhalten
wird, die mit solchen Einschnitten in der Deckfolie ausgebildet wurde.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren nach Anspruch 1 bzw. eine
Vorrichtung nach Anspruch 8 gelöst.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird damit die Erkenntnis angewendet, daß durch
den Schneideingriff der Schneidkante in die Deckfolie eines im vorliegenden Zusammenhang
interessierenden laminierten Folienmaterials Schallschwingungen als Folge einer räumlichen
und zeitlichen Änderung der Massendichte erzeugt werden und diese Schallschwingungen
wegen einer abweichenden Massendichte der Trägerfolie notwendig eine andere Frequenz
ergeben müssen als die Schallschwingungen der Trägerfolie. Da es technisch keine Schwierigkeiten
bereitet, diese unterschiedlichen Schallschwingungen abzutasten und gegeneinander
zu differenzieren, kann damit eine einfache Vorkehrung getroffen werden, um sicherzustellen,
daß die Schneidkante des Schneidwerkzeuges immer nur auf die Eindringtiefe eingestellt
bleibt oder auf diese neu eingestellt wird, in welcher ein vollständiges Durchschneiden
der Deckfolie stattfindet, weil es nur erforderlich ist, bei einem anfänglichen Vergleich
der beiden Schallwerte eine präzise Abstimmung des Grenzwertes vorzunehmen, von dem
aus ein Eintauchen in das Schallfeld der Trägerfolie verlassen wird.
[0008] Das Abstimmen eines solchen Grenzwertes wird bei den mittels Schneidplottern herkömmlich
verarbeiteten Folienmaterialien offensichtlich damit begünstigt, daß hierbei die Deckfolie
über eine Kleberschicht mit der Trägerfolie verbunden ist und die Trägerfolie meistens
aus einem mit einer Wachsschicht beschichteten Trägerpapier besteht. Weil die Kleberschicht
der Deckfolie einerseits und die Wachsschicht des Trägerpapiers andererseits völlig
unterschiedliche Massendichten aufweisen, lassen sich damit auch zwei entsprechend
sehr unterschiedliche Schallfelder bestimmen, wobei es im Rahmen des erfindungsgemäßen
Verfahrens für zweckmäßig angesehen wird, einerseits die Eindringtiefe der Schneidkante
des Schneidwerkzeuges bis maximal auf die Trennebene der Kleberschicht gegen die Trägerfolie
einzustellen, sodaß das erste Schallfeld mit den durch die Deckfolie und die Kleberschicht
beeinflußten Schallschwingungen abgetastet wird, während andererseits das zweite Schallfeld
dabei allein mit den durch die Wachsschicht beeinflußten Schallschwingungen abgetastet
werden kann.
[0009] Bei der Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird es in aller Regel zweckmäßig
sein, daß das während der Herstellung einer Schittlinie jeweils vorhandene Schallfeld
mittels eines Schallempfängers kontinuierlich abgetastet wird, sodaß auf eine dabei
festgestellte Abweichung dann sofort mit einer Neueinstellung der Eindringtiefe der
Schneidkante des Schneidwerkzeuges reagiert werden kann. Sofern für das Folienmaterial
eine weitgehend gleichbleibende Qualität vorausgesetzt werden kann, kann es alternativ
jedoch für ausreichend angesehen werden, daß das vorhandene Schallfeld während der
Herstellung einer Schnittlinie nur periodisch in vorbestimmten Zeitintervallen oder
auch nur an vorbestimmten Meßpunkten der Bewegungsbahn des Schneidwerkzeuges abgetastet
wird.
[0010] Die unter Verwendung eines Schallempfängers vorgenommene Abtastung des jeweils vorhandenen
Schallfeldes wird zweckmäßig für eine Umwandlung der dabei vorhandenen Schallschwingungen
in elektrische Schwingungen genutzt, die durch ein elektrisches Filter analysiert
werden können, sodaß aus einer festgestellten Abweichung eines abgestimmten Grenzwertes
der Schallschwingungen des ersten und des zweiten Schallfeldes ein Steuersignal bereitgestellt
werden kann, mit welchem die Eindringtiefe der Schneidkante neu eingestellt wird.
Das Steuersignal kann dabei vorrichtungsmäßig einem Servomotor zugeführt werden, der
bei einem Schneidplotter das Absenken und Anheben des Schneidwerkzeuges beeinflußt,
woraus abgeleitet werden kann, daß das erfindungsgemäße verfahren ohne größeren Mehraufwand
in herkömmliche Schneidplotter integriert werden kann.
[0011] Für die Ausbildung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Schneiden der Deckfolie
eines laminierten Folienmaterials ist daher vor allem ein Schallempfänger, wie bspw.
ein Mikrophon, mit einer bevorzugten Anordnung an dem Schneidwerkzeug vorgesehen,
der für eine Schallanalyse ggf. unter Zwischenschaltung eines Verstärkers mit einem
elektrischen Filter verbunden ist, welcher ausschließlich das Steuersignal liefert,
mit dem bspw. der bei einem Schneidplotter für ein Bewegen des Schneidwerkzeuges vorhandene
Servomotor für eine Rückstellung der Eindringtiefe der Schneidkante gesteuert wird.
Dieses Steuersignal könnte alternativ auch dafür genutzt werden, eine Druckkraft zu
regeln, mit der die Eindringtiefe der Schneidkante des Schneidwerkzeuges vorbestimmt
wird.
[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher erläutert. Es zeigt
- Fig. 1
- eine Schemadarstellung der Vorrichtung zur näheren Erläuterung des Verfahrens und
- Fig. 2
- verschiedene Schalldruck-Frequenz-Diagramme, die bei dem Verfahren von Bedeutung sind.
[0013] In Fig. 1 ist ein Folienmaterial bruchstückhaft gezeigt, das aus einer Deckfolie
1 und einem Trägerpapier 2 besteht, wobei die Deckfolie 1 über eine Kleberschicht
3 mit einer Wachsschicht 4 des Trägerpapiers verklebt ist. Ein solches Folienmaterial
wird bspw. bei der Herstellung von Folienschriften unter Verwendung von Schneidplottern
verwendet, bei denen ein Schneidwerkzeug relativ zu dem Folienmaterial bewegt wird
und dabei mit seiner Schneidkante 5 in die Deckfolie 1 bis in eine Trennebene X-X
eindringt, die maximal mit der Grenzfläche zwischen der Kleberschicht 3 und der Wachsschicht
4 ausgebildet ist. Die mit der Schneidkante 5 des Schneidwerkzeuges 6 hergestellte
Schnittlinie in der Deckfolie 1 ergibt in Übereinstimmung mit einer Vorgabe, die durch
eine Steuervorrichtung des Schneidplotters übersetzt wird, bspw. eine Folienschrift,
die mit einem sog. Entgittern der Deckfolie 1 auf der Wachsschicht 4 der Trägerfolie
2 verbleibt und von dieser zu einem späteren Zeitpunkt abgenommen werden kann, um
dann mittels der Kleberschicht 3 bspw. an einer Werbefläche selbstklebend angebracht
zu werden.
[0014] An dem Schneidwerkzeug 6 ist ein Schallempfänger 7 angeordnet, mit welchem die Schallschwingungen
abgetastet werden können, die durch den Schneideingriff der Schneidkante 5 mit dem
Folienmaterial erzeugt werden. Diese Schallschwingungen ergeben bei der Deckfolie
1 bspw. den sinusförmigen Verlauf der Schalldruck-Frequenz-Kurve A des oberen Diagramms
der Fig. 2, wobei diese Kurve präziser mit einer Eindringtiefe der Schneidkante 5
des Schneidwerkzeuges 6 erhalten wird, die bis zu der Trennebene X-X an der Wachsschicht
4 der Trägerfolie 2 reicht. Wenn andererseits die Schneidkante des Schneidwerkzeuges
auf eine bis in die Wachsschicht 4 der Trägerfolie 2 reichende Eindringtiefe eingestellt
wird, dann werden damit wegen der unterschiedlichen Massendichte der Wachsschicht
4 Schallschwingungen erhalten, deren Schalldruck-Frequenz-Verlauf der Kurve B entspricht,
die in dem mittleren Diagramm der Fig. 2 dargestellt ist.
[0015] Wenn nun während der Herstellung einer Schnittlinie in der Deckfolie 1 die Eindringtiefe
der Schneidkante 5 des Schneidwerkzeuges 6 auf die Trennebene X-X eingestellt ist,
dann wird durch den Schallempfänger 7 ein Schallfeld abgetastet, welches durch einen
über einen zwischengeschalteten Verstärker 8 angeschlossenen elektrischen Filter 9
als das Schallfeld analysiert werden kann, das in Übereinstimmung mit der Schalldruck-Frequenz-Kurve
A des oberen Diagramms der Fig. 2 sicherstellt, daß in der Deckfolie 1 vollständige
Einschnitte ausgeführt werden, die ein späteres sauberes Entgittern der Deckfolie
ermöglichen. In diesem Fall unterbleibt somit die Lieferung eines Steuersignals über
den Ausgang des Filters 9, mit welchem sonst bspw. ein Servomotor 10 gesteuert werden
kann, mit welchem die Schneidkante 5 des Schneidwerkzeuges 6 zum Beginn der Herstellung
einer Schnittlinie auf die Trennebene X-X eingestellt wird.
[0016] Sollte nun während der Herstellung der Schnittlinie die Schneidkante 5 in die Wachsschicht
4 der Trägerfolie 2 eindringen, dann würde durch den Schallempfänger 7 ein Schallfeld
abgetastet werden, dessen Schallschwingungen dem Verlauf der Schalldruck-Frequenz-Kurve
B des mittleren Diagramms in Fig. 2 entsprechen. Es ergibt sich somit eine Abweichung
gegenüber dem ersten Schallfeld, was in dem unteren Diagramm der Fig. 2 mit den Schalldruck-Frequenz-Bereichen
C angedeutet ist, und mit dieser Abweichung wird somit dann ein Steuersignal durch
den Filter 9 geliefert, mit welchem der Servomotor 10 für eine Wiederherstellung der
anfänglichen Eindringtiefe der Schneidkante 5 an der Trennebene X-X betätigt werden
kann. Die hierbei durch die Wachsschicht 4 beeinflußte Abweichung des ersten Schallfeldes,
das mit den Schallschwingungen der Schalldruck-Frequenz-Kurve A erhalten wird, wird
in äquivalenter Weise auch dann erreicht, wenn sich bei der Deckfolie 1 die Materialdicke
oder auch die Festigkeitseigenschaften verändern sollten, weil dann die Schneidkante
5 eine Trennung von der Trennebene X-X erfährt, wodurch dann ebenfalls durch den Filter
9 ein entsprechendes Steuersignal bereitgestellt wird, um den Servomotor 10 für eine
neue Einstellung der Schneidkante des Schneidwerkzeuges zu betätigen.
1. Verfahren zum Schneiden der Deckfolie (1) eines laminierten Folienmaterials, bei welchem
ein Schneidwerkzeug (6) eine Schnittlinie in der Deckfolie (1) herstellt, wobei eine
Einstellung der Schneidkante (5) auf eine im wesentlichen bis zu der Trennebene (X-X)
der Deckfolie (1) gegen eine Trägerfolie (2) des Folienmaterials reichende Eindringtiefe
erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß
- ein erstes Schallfeld (A) ermittelt wird, das mit einem wenigstens bis zu der Trennebene
der Deckfolie (1) gegen die Trägerfolie (2) reichenden Schneideingriff der Schneidkante
(5) des Schneidwerkzeuges (6) erhalten wird;
- ein zweites Schallfeld (B) ermittelt wird, das während der Herstellung einer Schnittlinie
durch den Schneideingriff der Schneidkante (5) des Schneidwerkzeuges (6) mit dem Folienmaterial
abgetastet und gegen das erste Schallfeld (A) differenziert wird; und
- jede bei dieser Differenzierung ermittelte Abweichung (C) von dem ersten Schallfeld
(A) für eine neue Einstellung der Schneidkante (5) des Schneidwerkzeuges (6) auf die
mit dem ersten Schallfeld (A) vorbestimmte Eindringtiefe ausgewertet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Deckfolie (1) über eine Kleberschicht (3)
mit der Trägerfolie (2) verbunden ist und die Eindringtiefe der Schneidkante (5) des
Schneidwerkzeuges (6) bis maximal auf die Trennebene (X-X) dieser Kleberschicht (3)
gegen die Trägerfolie (2) eingestellt wird, wobei das erste Schallfeld (A) mit den
durch die Deckfolie (1) und die Kleberschicht (3) beeinflußten Schallschwingungen
abgetastet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem die Trägerfolie (2) mit einem durch
eine Wachsschicht (4) beschichteten Trägerpapier gebildet ist und das zweite Schallfeld
mit den durch die Wachsschicht (4) beeinflußten Schallschwingungen abgetastet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei welchem das während der Herstellung
der Schnittlinie vorhandene Schallfeld kontinuierlich abgetastet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei welchem das während der Herstellung
der Schnittlinie vorhandene Schallfeld periodisch in vorbestimmten Zeitintervallen
abgetastet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und 5, bei welchem das während der Herstellung
der Schnittlinie vorhandene Schallfeld an vorbestimmten Meßpunkten entlang der Bewegungsbahn
des Schneidwerkzeuges (6) abgetastet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei welchem das während der Herstellung
der Schnittlinie vorhandene Schallfeld durch einen Schallempfänger (7) abgetastet
wird und die dabei vorhandenen Schallschwingungen in elektrische Schwingungen umgewandelt
und durch einen elektrischen Filter (9) analysiert werden, um bei Feststellung einer
Abweichung gegenüber den Schallschwingungen des ersten Schallfeldes ein Steuersignal
zu erzeugen, mit welchem die Eindringtiefe der Schneidkante (5) auf die Trennebene
(X-X) der Deckfolie (1) gegen die Trägerfolie (2) des Folienmaterials rückgestellt
wird.
8. Vorrichtung zum Schneiden der Deckfolie (1) eines laminierten Folienmaterials, bei
welchem ein Schneidwerkzeug (6) der Vorrichtung eine Schnittlinie in der Deckfolie
(1) herstellt, wobei eine Einstellung der Schneidkante (5) auf eine im wesentlichen
bis zu der Trennebene (X-X) der Deckfolie (1) gegen eine Trägerfolie (2) des Folienmaterials
reichende Eindringtiefe erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schneidwerkzeug
(6) ein Schallempfanger (7) angeordnet ist, der das während der Herstellung der Schnittlinie
an dem Schneideingriff der Schneidkante (5) vorhandene Schallfeld abtastet und mit
einem elektrischen Filter (9) verbunden ist, welcher die von dem Schallempfänger (7)
gelieferten, den Schallschwingungen des abgetasteten Schallfeldes entsprechenden elektrischen
Schwingungen analysiert und bei einer festgestellten Abweichung gegenüber den Schallschwingungen
des Schallfeldes, welches die wenigstens bis zu der Trennebene (X-X) der Deckfolie
(1) gegen die Trägerfolie (2) des Folienmaterials reichende Eindringtiefe der Schneidkante
vorbestimmt, ein Steuersignal liefert, mit welchem die Schneidkante (5) des Schneidwerkzeuges
(6) auf die vorbestimmte Eindringtiefe rückstellbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, bei welchem der Schallempfänger (7) über einen Verstärker
(8) mit dem elektrischen Filter (9) verbunden ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, bei welchem das von dem elektrischen Filter (9)
gelieferte Steuersignal einen Servomotor (10) betätigt, welcher bei einem Schneidplotter
das Schneidwerkzeug (6) absenkt und anhebt.
1. A process for cutting the cover foil (1) of a laminated foil material, wherein a cutting
tool (6) prepares an incision in the cover foil (1) , whereby an adjustment of the
cutting edge (5) for reaching a depth of penetration takes place as far as substantially
to a plane (X-X) separating the cover foil (1) from a carrier foil (2) of the foil
material,
characterised in that
- a first sound field (A) is detected which is obtained by a cutting contact of the
cutting edge (5) of the cutting tool (8) at least as far as to the plane separating
the cover foil (1) from the carrier foil (2);
- a second sound field (B) is detected which is scanned during the preparation of
the incision by the cutting contact of the cutting edge (5) of the cutting tool (6)
with the foil material and differentiated from the first sound field (A); and
- any deviation (C) from the first sound field (A) as detected with such differentiation
is evaluated for a new adjustment of the cutting edge (5) of the cutting tool (6)
to a depth of penetration as predetermined by the first sound field (A).
2. Process according to claim 1, wherein the cover foil (1) is connected to the carrier
foil (2) via an adhesive layer (3), and the depth of penetration of the cutting edge
(5) of the cutting tool (6) is adjusted at maximum to the plane (X-X) separating this
adhesive layer (3) from the carrier foil (2), whereby the first sound field (A) is
scanned with the sound vibrations influenced by the cover foil (1) and by the adhesive
layer (3).
3. Process according to claim 1 or 2, wherein the carrier foil (2) is formed with a carrier
paper coated with a wax layer (4), and the second sound field is scanned with the
sound vibrations influenced by the wax layer (4).
4. Process according to any of the claims 1 to 3, wherein the sound field present during
the preparation of the incision is continuously scanned.
5. Process according to any of the claims 1 to 3, wherein the sound field present during
the preparation of the incision is scanned preiodically at predetermined time intervals.
6. Process according to any of the claims 1 to 3 and 5, wherein the sound field present
during the preparation of the incision is scanned at predetermined measurement points
along the path of movement of the cutting tool (6).
7. Process according to any of the claims 1 to 6, wherein the sound field present during
the preparation of the incision is scanned by a sound pickup (7), and the sound vibrations
present are converted into electrical vibrations and are analysed by an electrical
filter (9) in order to generate a control signal when a deviation from the sound vibrations
of the first sound field is detected, and with which control signal the depth of penetration
of the cutting edge (5) is reset to the plane (X-X) separating the cover foil (1)
from the carrier foil (2) of the foil material.
8. A device for cutting the cover foil (1) of a laminated foil material, wherein a cutting
tool (6) of the device prepares an incision in the cover foil (1), whereby an adjustment
of the cutting edge (5) takes place as far as substantially to a plane (X-X) separating
the cover foil (1) from the carrier foil (2) of the foil material for reaching a depth
of penetration,
characterised in that a sound pickup (7) is arranged on the cutting tool (6) which
during the preparation of the incision scans the sound field present at the cutting
contact of the cutting edge (5), and is connected to an electrical filter (9) which
analyzes the electrical vibrations which are supplied by the sound pickup (7) and
correspond to the sound vibrations of the sound field scanned, and which supplies
a control signal when a deviation over the sound vibrations of the sound field is
detected which predetermines teh depth of penetration of the cutting edge reaching
at least as far as to the plane (X-X) separating the cover foil (1) from the carrier
foil (2) of the foil material, and with which control signal the cutting edge (5)
of the cutting tool (6) may be reset to the predetermined depth of penetration.
9. Device according to claim 8, wherein the sound pickup (7) is connected to the electrical
filter (9) via an amplifier (8).
10. Device according to claim 8 or 9, wherein the control signal supplied by the electrical
filter (9) actuates a servo motor (10) which lowers and raises the cutting tool (6)
of a cutting plotter.
1. Procédé à couper la feuille extérieure (1) d'une matière en feuille stratifiée, dans
lequel un outil coupant (6) produit une lire de coupe dans la feuille extérieure,
l'arête coupante (5) étant ajustée à une profondeur de pénétration qui s'étend essentiellement
jusqu'à un plan de séparation (X-X) de ladite feuille extérieure (1) vers une feuille
de base (2) de la matière en feuille,
caractérisé en ce
- qu'un premier champs sonore (A) est déterminé, qui est établi par un progrès coupant
de ladite arête coupante (5) dudit outil coupant (6) au moins jusqu'au plan de séparation
de la feuille extérieure (1) vers ladite feuille de base (2);
- qu'un deuxième champs sonore (B) est déterminé, qui est exploré, au cours de la
production d'une ligne de coupe par le progrès coupant de ladite arête coupante (5)
dudit outil coupant (6), dans la matière en feuille, en étant différencié relativement
audit premier champs sonore (A); et
- que chaque divergence (C) dudit premier champs sonore (A), qui est établie au cours
de cette différenciation, est analysée pour un ré-ajustage de ladite arête coupante
(5) dudit outil coupant (6) à la profondeur de pénétration déterminée moyennant ledit
premier champs sonore (A).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel ladite feuille extérieure (1) est reliée
à ladite feuille de base (2) par une couche adhésive (3) et la profondeur de pénétration
de ladite arête coupante (5) dudit outil coupant (6) est ajustée, au maximum, au plan
de séparation (X-X) de cette couche adhésive (3) vers ladite feuille de base (2),
ledit premier champs sonore (A) étant exploré moyennant les vibrations acoustiques
qui sont influées par ladite feuille extérieure (1) et ladite couche adhésive (3).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans lequel ladite feuille de base (2) est
formée moyennant un papier de base recouvert par une couche en cire (4), et ledit
deuxième champs sonore est exploré moyennant les vibrations acoustiques, qui sont
influées par ladite couche en cire (4).
4. Procédé selon une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel le champs sonore,
qui est présent au cours de la production de la ligne de coupe, est exploré en continu.
5. Procédé selon une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel le champs sonore,
qui est présent au cours de la production de la ligne de coupe, est exploré périodiquement
aux intervalles de temps déterminés.
6. Procédé selon une quelconque des revendications 1 à 3 et 5, dans lequel le champs
sonore, qui est présent au cours de la production de la ligne de coupe, est exploré
aux points de mesure déterminés le long de la voie de mouvement dudit outil de coupe
(6).
7. Procédé selon une quelconque des revendications 1 à 6, dans lequel le champs sonore,
qui est présent au cours de la production de la ligne de coupe, est exploré moyennant
un capteur phonographique (7), et les vibrations acoustiques y présentes sont converties
en oscillations électriques et analysées moyennant un filtre électrique (9) afin d'engendrer,
quand une divergence est établie relativement aux vibrations acoustiques dudit premier
champs sonore, un signal de commande qui sert à remettre la profondeur de pénétration
de ladite arête coupante (5) au plan de séparation (X-X) de ladite feuille extérieure
(1) vers ladite feuille de base (2) de la matière en feuille.
8. Dispositif à couper la feuille extérieure (1) d'une matière en feuille stratifiée,
dans lequel un outil de coupe (6) du dispositif produit une ligne de coupe dans ladite
feuille extérieure (1), l'ajustage de l'arête coupante (5) se usant à une profondeur
de pénétration qui s'étend essentiellement jusqu'à un plan de séparation (X-X) de
ladite feuille extérieure (1) vers une feuille de base (2) de la matière en feuille,
caractérisé en ce qu'un capteur phonographique (7) est disposé audit outil coupant (6), qui explore
de champs sonore, qui est présent au cours de la production de la ligne de coupe au
point de prise de ladite arête coupante (5), et qui est relié à un filtre électrique
(9) qui analyse les oscillations électriques, qui sont fournies par ledit capteur
phonographiques (7) et correspondent aux vibrations acoustiques du champs sonore exploré,
et qui, à l'établissement d'une divergence relativement aux vibrations acoustiques
du champs sonore, qui détermine la profondeur de pénétration de l'arête coupante,
qui s'étend au moins jusqu'au plan de séparation (X-X) de ladite feuille extérieure
(1) vers ladite feuille de base (2) de la matière en feuille, fournit uns signal de
commande approprié à remettre ladite arête coupante (5) dudit outil coupant (6) à
une profondeur de pénétration déterminée.
9. Dispositif selon la revendication 8, dans lequel ledit capteur phonographique (7)
est relié audit filtre électrique (9) via un amplificateur (8).
10. Dispositif selon la revendication 8 ou 9, dans lequel ledit signal de commande, qui
est fourni par ledit filtre électrique (9), opère un servomoteur (10) qui abaisse
et soulève l'outil coupant (6) à un traceur coupant.

