[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum elektrochemischen (galvanischen) Aufbringen
einer Oberflächenbeschichtung gemäß der deutschen Anmeldung mit dem Aktenzeichen DE
42 11 881.6-24.
[0002] Solche Oberflächenstrukturen werden durch chemische Ätzprozesse im Anschluß an die
Beschichtung oder durch mechanische Bearbeitungsverfahren wie etwa Schleifen oder
Sandstrahlen mehr oder weniger gut erreicht. Auf die so geschaffene Oberflächenstruktur
wird dann eine Hartchromschicht aufgebracht. Diese verschiedenen, zur Erstellung notwendigen
Arbeitsschritte sind aufwendig und erfordern eine komplizierte Verfahrenstechnik.
Die Kosten werden im Wesentlichen durch die mechanischen oder chemischen Bearbeitungsschritte
zur Strukturerzeugung bestimmt.
[0003] Im Bereich der Strukturierung von Metallschichten werden auch aufwendige und nur
sehr schwer beherrschbare Dispersionsabscheideverfahren eingesetzt, bei denen eine
spezifische Oberflächenstruktur durch organische oder anorganische Fremdsubstanzen
erzielt wird, die zum Beispiel in einer Chromschicht eingebaut werden und/oder das
Wachstum der Chromschicht während des Abscheidevorganges blockieren, so daß rauhe
Oberflächen entstehen. Die Fremdsubstanzen liegen als Dispergat im Elektrolyt vor.
[0004] Die DE 33 07 748 betrifft ein Verfahren zur elektrochemischen Beschichtung, bei dem
zur Keimbildung ein pulsförmiger Strom verwendet wird. Wenn eine geeignete Stromdichte
verwendet wird, bilden die entstehenden Keime eine dendritische Struktur. Damit lassen
sich in einem Arbeitsgang rauhe, dendritisch strukturierte Oberflächen erzeugen. Unter
der Stromdichte wird die mittlere Stromdichte an der Kathodenoberfläche verstanden.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zum elektrochemischen
Aufbringen von Strukturmetallschichten, das auf mechanische oder chemische Nachbehandlungen
verzichtet und mit dem vielfältige Strukturmetallschichten erzeugbar sind, sowie eine
Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens zu schaffen.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gemäß den Merkmalen der Kennzeichen der Patentansprüche
gelöst.
[0007] Die Strukturschicht wird direkt galvanisch auf das zu beschichtende Objekt aufgetragen.
Dieses muß dazu eine elektrisch leitfähige Oberfläche aufweisen, die in der Regel
geschliffen ist um eine glatte Basis für die Strukturschicht zu bieten. Vor dem Beschichtungsprozeß
wird das Objekt nach üblichen galvanotechnischen Regeln gereinigt und entfettet. Es
ist als Kathode in ein galvanisches Bad eingetaucht, in dem sich auch eine Anode befindet.
Der Abstand zwischen Anode und Kathode wird meist im Bereich zwischen 1 und 40 cm
gewählt. Als Elektrolyt werden bevorzugt Chromelektrolyte, insbesondere Schwefelsaure
Chromelektrolyte, Mischsaure Chromelektrolyte oder Legierungselektrolyte verwendet.
[0008] Zwischen Anode und Kathode kann eine Prozeßspannung angelegt werden und der fließende
Strom bewirkt einen Materialauftrag an dem als Kathode benutzten, zu beschichtenden
Objekt. Die Erfindung schlägt vor, zur Bildung von Keimen positive Stromsprünge anzulegen.
Der Prozeß der Strukturerzeugung besteht aus einer Keimbildungsphase und einer Keimwachstumsphase.
Zunächst werden in der Keimbildungsphase Prozeßspannung und Prozeßstrom in mehreren
Stufen mit jeweils einer vorbestimmbaren Änderung der Stromdichte von 1 bis 6 mA/cm
2 pro Stufe von einem Anfangswert auf eine Strukturstromdichte erhöht. Der Anfangswert
beträgt 0 mA/cm
2, der kann jedoch auch höher sein, wenn die Keimbildungsphase direkt auf eine vorhergehende
galvanische Prozeßphase folgt und der Strom dazwischen nicht auf Null abgesenkt wird.
Die Zeit zwischen zwei Stromdichte-Erhöhungen beträgt 0,1 bis 30 Sekunden. am häufigsten
werden Stufenabstände von etwa 7 Sekunden verwendet. Mit jedem Stromsprung werden
neue Keime gebildet. Im Gegensatz zum Pulsstrom-Beschichten geht hier der Prozeßstrom
nicht nach jedem positiven Sprung wieder auf Null zurück sondern er wird mit jedem
Stromsprung weiter erhöht. Damit können insbesondere runder und gleichmäßiger geformte
Keime, bzw. Körper auf dem Objekt abgeschieden werden, als dies mit den bekannten
Pulsstrom-Verfahren möglich ist. Die Stromstufen werden in einer solchen Anzahl an
das Bad gelegt, bis eine Strukturschicht bestehend aus einem Niederschlag aus einzelnen
oder aneinandergelagerten, etwa kugelförmigen oder dendritischen Körpern auf der Oberfläche
des Objekts erreicht ist.
[0009] Vorzugsweise wird mit der Keimbildungsphase eine Strukturschichtdicke von 4 µm bis
10 µm angestrebt. Dazu sind in der Regel zwischen 10 und 240 Stromstufen notwendig,
besonders gute Ergebnisse werden mit 50 bis 60 Stufen erreicht.
[0010] Die nach Abschluß der letzten Stromstufe erreichte Stromdichte ist die Strukturstromdichte.
Mit dem Erreichen dieser Strukturstromdichte ist die Keimbildungsphase, die eigentliche
Bildung der Struktur, weitgehend abgeschlossen. Der Aufbau der entstehenden Struktur
ist von vielen Parametern, vor allem von der gewählten Strukturstromdichte, von der
Anzahl, der Höhe und dem zeitlichen Abstand der Stromstufen, von der Badtemperatur
und von dem verwendeten Elektrolyten abhängig. Die Änderung der Stromdichte pro Stufe
wie auch die Zeit zwischen zwei Stromdichte-Erhöhungen kann während der Keimbildungsphase
verändert werden. Je nach Charakter der Stromfunktion können unterschiedliche Oberflächenstrukturen
erzeugt werden, die in der Hauptsache durch unterschiedliche Rauhtiefen gekennzeichnet
sind. Die idealen Verfahrensparameter können einfach empirisch festgestellt werden.
In der Regel läßt sich sagen, daß bei höherer Badtemperatur und höherem Säuregehalt
des Elektrolyten auch eine größere Strukturstromdichte verwendet wird.
[0011] Diese Strukturstromdichte beträgt in der Regel das Zwei- bis Dreifache der bei normalem
Gleichstrombeschichten verwendeten Stromdichte. Beim Gleichstrombeschichten wird mit
Stromdichten im Bereich von 15 bis 60 mA/cm
2 gearbeitet. Der Wert der Stromdichte ist dabei vom Elektrolyt und der Badtemperatur
abhängig. Beim Strukturbeschichten sind Stromdichten im Bereich von 30 bis 180 mA/cm
2 möglich.
[0012] Danach folgt die Keimwachstumsphase. Dabei wird während einer vorbestimmbaren Rampenarbeitszeit
ein Prozeßstrom mit einer Stromdichte im Bereich von 80% bis 120% der Strukturstromdichte
angelegt. Während der Rampenarbeitszeit fließt ein etwa gleichmäßiger Strom, dies
führt zum Wachstum der auf dem Objekt erzeugten Struktur. Je nach Dauer der Rampenarbeitszeit
kann diese Strukturschicht mehr oder weniger stark ausgeprägt werden. Das Wachstum
vollzieht sich dabei an den höchsten Punkten der Strukturschicht schneller als an
den Tiefpunkten zwischen den in der Keimbildungsphase auftragenden Körpern. Dadurch
ergibt sich zunächst eine weitere Zunahme der Rauheit während der Keimwachstumsphase.
Die Rampenarbeitszeit liegt meist in einem Bereich von 1 bis 600 Sekunden, vorzugsweise
bei etwa 30 Sekunden.
[0013] Nach Ablauf der Rampenarbeitszeit wird der Prozeßstrom auf einen Endwert, häufig
auf Null, abgesenkt. Dieses Absenken des Prozeßstroms auf den Endwert kann sprungartig
geschehen, es ist jedoch auch ein rampenförmiges Absenken möglich. Auch hier wurden
mit stufenweiser Änderung des Prozeßstroms gute Resultate erzielt. Die Stromstufen
liegen dabei vorzugsweise in einem Bereich von -1 bis -8 mA/cm
2 pro Stufe und die Zeit zwischen zwei Stromstufen wird vorzugsweise im Bereich von
0,1 bis 1 Sekunde gewählt.
[0014] Vorstehend wurden drei Verfahrensschritte beschrieben: Das stufenweise Erhöhen des
Prozeßstroms während der Keimbildungsphase bis zum Erreichen der Strukturstromdichte,
das Halten des Prozeßstroms im Bereich der Strukturstromdichte während der Rampenarbeitszeit
(Keimwachstumsphase) und das anschließende Absenken des Prozeßstroms auf einen Endwert.
Diese Verfahrensschritte stellen einen Strukturerzeugungs-Zyklus dar. Sie können zyklisch
wiederholt werden. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn eine stärkere Strukturierung
der Oberfläche gewünscht ist. Dabei entspricht jeweils der Endwert des vorhergehenden
Zyklus dem Anfangswert des folgenden Zyklus. Die Anzahl der Wiederholungen ist von
der gewünschten Oberflächenstruktur und Schichtdicke abhängig. Gute Resultate wurden
mit Wiederholungen zwischen zweimal und zwanzigmal erreicht. Die Endwerte der einzelnen
Zyklen können unterschiedlich hoch sein.
[0015] Mit Vorteil wird das zu beschichtende Objekt bereits einige Zeit, vorzugsweise eine
Minute vor Prozeßbeginn in das Bad eingetaucht. Diese Wartezeit dient vor allem der
Temperaturangleichung, das heißt, der Grundwerkstoff nimmt etwa die Temperatur des
Elektrolyten an.
[0016] Gute Resultate werden erreicht, wenn vor dem Auftragen der Strukturschicht unter
beim Normalverchromen üblichen Bedingungen eine Gleichstrom-Grundschicht aufgetragen
wird. Dies wird dadurch erreicht, daß zu Beginn der Beschichtung ein Grundimpuls (Spannungs-
bzw. Stromimpuls) angelegt wird. Dabei wird eine Stromdichte von 15 bis 60 mA/cm
2 verwendet, was den beim Normalverchromen üblichen Stromwerten entspricht. Dieser
Grundimpuls hat eine Dauer von etwa 600 Sekunden. Um Konzentrationsänderungen durch
die vorgeschaltete Gleichstrombehandlung in der Phasengrenzschicht vor der Strukturerzeugung
zu eliminieren ist es vorteilhaft, wenn nach dem Grundimpuls und vor Beginn der Strukturerzeugung
eine stromfreie Zwischenzeit von etwa 60 Sekunden eingefügt wird.
[0017] Dieses Verfahren wird in vielen Bereichen der Technik für Bauteile mit speziellen
Oberflächeneigenschaften benötigt. Es ist bekannt, Oberflächenbeschichtungen auf Bauteilen
mittels galvanischer Prozesse aufzubringen. Häufig werden bestimmte Anforderungen
an die Oberflächenstruktur des beschichteten Werkstücks gestellt. Zum Beispiel sollen
Zylinderlaufflächen definierte Schmierstoffdepots zur Aufnahme von Schmiermitteln
aufweisen und medizinische oder optische Geräte sollen Oberflächen mit niedrigem Reflexionsgrad
aufweisen. Definierte Reflexionsgrade sind auch für funktionelle und dekorative Anwendungen
in der Möbel- und Sanitär-Armaturen-Industrie gefordert. In der graphischen Industrie
werden für Druckmaschinen Feuchtreibzylinder mit einer speziellen, "rauhen" Oberfläche
benötigt. In der Umformtechnik können strukturverchromte Werkzeuge verwendet werden
um dem Werkstück eine strukturierte Oberfläche zu geben. Zum Beispiel kann die Oberfläche
von Blech durch Walzen mit strukturverchromten Rollen strukturiert werden.
[0018] Die Vorrichtung zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens besteht aus einem galvanischen
Bad, das eine eine Metallkonzentration enthaltende elektrolytische Badlösung enthält.
Als Elektrolyt werden Chromelektrolyte bevorzugt, insbesondere Schwefelsaure Chromelektrolyte,
Mischsaure Chromelektrolyte oder Legierungselektrolyte. Ein bevorzugter Elektrolyt
weist eine Konzentration von 180 bis 300 Gramm Chromsäure CrO
3 pro Liter auf. Dazu können Fremdzusätze wie z. B. Schwefelsäure H
2SO
4, Fluorwasserstoffsäure H
2F
2, Kieselfluorwasserstoffsäure H
2SiF
6 und deren Mischungen zugefügt werden. Ein bevorzugter Elektrolyt enthält 1 bis 3.5
Gramm Schwefelsäure H
2SO
4 pro Liter. Das galvanische Bad wird in der Regel beheizt, die Temperatur des Elektrolyts
beträgt vorzugsweise 30 bis 55 Grad Celsius.
[0019] In die elektrolytische Badlösung sind eine Anode und eine Kathode eingetaucht, wobei
das zu beschichtende Objekt die Kathode bildet oder zumindest Teil der Kathode ist.
Bei Verwendung eines Chromelektrolyten werden bevorzugt platiniertes Platin oder PbSn7
als Anodenmaterial verwendet. Anode und Kathode sind mit einer Einrichtung zum Einspeisen
eines Prozeßstroms verbunden. Der Prozeßstrom ist in mehreren Stufen mit jeweils einer
vorbestimmbaren Änderung der Stromdichte von 1 bis 6mA/cm
2 pro Stufe von dem Anfangswert auf die Strukturstromdichte erhöhbar. Die zeitlichen
Abstände zwischen zwei Stromerhöhungen sind zwischen 0,1 und 30 Sekunden einstellbar.
Nach Erreichen der Strukturstromdichte ist für eine vorbestimmbare Rampen-Arbeitszeit
ein Prozeßstrom mit einer Stromdichte im Bereich von 80% bis 120% der Strukturstromdichte
anlegbar. Um eine gleichmäßige Beschichtung zu erreichen, kann die Vorrichtung mit
einem Rotationsantrieb zum kontinuierlichen Drehen des Objekts ausgestattet sein.
Der Abstand zwischen der Anode und dem zu beschichtenden Objekt wird im Bereich von
1 bis 40 cm, vorzugsweise bei 25 cm gewählt.
[0020] Die Erfindung ist in den folgenden Ausführungsbeispielen anhand von Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Schematische Darstellung einer Vorrichtung zum galvanischen Aufbringen von Strukturschichten,
- Fig. 2
- Grafische Darstellung eines zeitlichen Stromdichteverlaufs beim Erzeugen einer Strukturschicht,
- Fig. 3
- Fotografische Abbildung im Maßstab 200:1 der Oberflächenstruktur eines Objekts, beschichtet
nach dem zu Fig. 2 beschriebenen Verfahrensverlauf,
- Fig. 4
- Fotografische Abbildung im Maßstab 500:1 der in Fig. 3 gezeigten Oberflächenstruktur
und
- Fig. 5
- Grafische Darstellung eines zeitlichen Stromdichteverlaufs beim Erzeugen einer Strukturschicht,
- Fig. 6
- Grafische Darstellung eines zeitlichen Stromdichteverlaufs beim Erzeugen einer Strukturschicht
und
- Fig. 7
- Grafische Darstellung eines zeitlichen Stromdichteverlaufs beim Erzeugen einer Strukturschicht.
[0021] Fig. 1 zeigt die schematische Darstellung einer Vorrichtung zum galvanischen Aufbringen
von Strukturschichten. Ein mit elektrolytischer Flüssigkeit 1 gefüllter Behälter bildet
das galvanische Bad. In das galvanische Bad ist ein zu beschichtendes Objekt 2 und
eine Anode 3 eingetaucht. Das zu beschichtende Objekt bildet die Kathode 2. Anode
und Kathode sind mit einer gesteuerten elektrischen Energiequelle 4 verbunden. Bei
der Energiequelle kann es sich um eine Strom- oder um eine Spannungsquelle handeln.
Da, was die elektrischen Einflüsse betrifft, der Strom, bzw. die Stromdichte an der
Kathode für die Beschichtung maßgebend ist, läßt sich der Prozeß mit einer Stromquelle
genauer kontrollieren. Der Einsatz einer Spannungsquelle hat demgegenüber den Vorteil
eines geringeren elektrischen Schaltungsaufwands. Solange sich andere Parameter, wie
z. B. die Badtemperatur und die Konzentration des Elektrolyts nicht maßgeblich ändern,
läßt sich der Prozeß auch mit einer Spannungsquelle gut kontrollieren.
[0022] Die elektrische Energiequelle 4 wird von einer programmierbaren Steuereinheit 5 angesteuert.
Mit der Steuereinheit lassen sich beliebige zeitliche Spannungs-, bzw. Stromverläufe
vorgeben, die dann automatisch über Energiequelle 4 an die Elektroden gelegt werden.
[0023] Fig. 2 zeigt die grafische Darstellung des zeitlichen Verlaufs der Prozeßstromdichte
beim Erzeugen einer Strukturschicht. Die horizontale Achse von Fig. 2 ist die Zeitachse,
auf der vertikalen Achse y ist die Stromdichte dargestellt. Dabei handelt es sich
um ein Ausführungsbeispiel für einen möglichen Verfahrensablauf, das im Folgenden
genauer beschrieben ist. Die Figuren 3 und 4 zeigen fotografische Darstellungen der
mit diesem Verfahren erzeugten Strukturschicht.
[0024] Als galvanisches Bad wird ein schwefelsaurer Chromelektrolyt mit 200 Gramm Chromsäure
CrO
3 und 2 Gramm Schwefelsäure H
2SO
4 verwendet. Bei dem zu beschichtenden Werkstück handelt es sich um ein rotationssymmetrisches
Bauteil, einen Feuchtreibzylinder für die Druckindustrie. Um eine für die Strukturverchromung
geeignete Ausgangsfläche zu schaffen, wird der aus St52 bestehende Zylinder zunächst
feingeschliffen, mit einer Rauhtiefe von Rz < 3 µm. Anschließend wird nach in der
Galvanotechnik üblichen Bedingungen eine 30 µm dicke Nickelschicht und darauf eine
10 µm dicke, rißarme Chromschicht aufgetragen. Das so vorbereitete Werkstück wird
zur Strukturverchromung im galvanischen Bad rotiert, um eine möglichst gleichmäßige
Beschichtung zu erreichen. Das Werkstück bildet die Kathode, als Anode wird platiniertes
Titan oder PbSn7 verwendet. Der Elektrodenabstand Anode/Kathode wird auf 25 cm eingestellt.
[0025] Während einer ersten Prozeßphase 7 bleibt der Prozeßstrom abgeschaltet. Diese Phase
dient dem Akklimatisieren des Werkstücks an das galvanische Bad. Dabei nimmt das Werkstück
die Temperatur des Elektrolyten an. Nach etwa einer Minute wird ein Gleichstrom zwischen
Anode und Kathode eingeschaltet. Dieser bleibt während der Phase 8 die etwa 600 Sekunden
lang dauert, eingeschaltet. Dabei wird eine Chrom-GLeichstromgrundschicht auf das
Werkstück aufgetragen. Die verwendete Stromdichte ist auch beim Normalverchromen üblich,
hier 20 mA/cm
2. Nach dem Auftrag der Gleichstrom-Grundschicht folgt eine zweite Phase 9 ohne Strom.
[0026] Danach beginnt das eigentliche Erzeugen der Struktur. Während der Phasen 10 und 11
wird die Stromdichte in Stufen auf die Strukturstromdichte 14 erhöht. Die Kenndaten
der Stufen (Höhe der Stromstufen und Zeitabstand zwischen zwei Stromschritten) werden
dabei während dem Anstieg variiert. In der ersten Phase 10 wird der Strom in 16 Stufen
auf 40 mA/cm
2 erhöht. Das entspricht einer Änderung der Stromdichte von 2,5 mA/cm
2 pro Stufe. Die Zeit 28 zwischen zwei Stromstufen beträgt 5 Sekunden. Danach wird
die Stromdichte während der Phase 11 in 62 weiteren Schritten auf die Strukturstromdichte
von 100 mA/cm
2 erhöht, die Zeit zwischen zwei Stromstufen beträgt 6 Sekunden (der im Graph von Fig.
2 dargestellte Stromdichteverlauf ist nicht maßstabgetreu, dasselbe gilt für die in
den Fig. 5 und 6 gezeigten Graphen).
[0027] Nachdem die Strukturstromdichte erreicht ist, wird diese Stromdichte während der
Rampenarbeitszeit 12 gehalten. Der dabei fließende Gleichstrom führt zum Wachstum
der in den Phasen 10 und 11 erzeugten Strukturschicht. Die Dauer der Rampenarbeitszeit
beträgt 60 Sekunden. Danach wird die Stromdichte wiederum stufenweise, in 22 Schritten,
auf den Endwert von 0 mA/cm
2 abgesenkt. Die Zeit zwischen zwei Stromschritten beträgt dabei 4 Sekunden.
[0028] Aus anwendungstechnischen Gründen wird im Falle des Feuchtreibzylinders anschließend
auf die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Chrom-Strukturschicht noch
eine 4 bis 8 µm dicke mikrorissige Chromschicht aufgetragen. Dies geschieht unter
den in der Galvanotechnik üblichen Gleichstrombedingungen und wird hier nicht näher
erläutert.
[0029] Die Fig. 3 und 4 zeigen mikroskopische Aufnahmen der Chrom-Strukturschicht, die nach
dem zu Figur 2 beschriebenen Verfahren erzeugt wurde. Die Strukturschicht besteht
vorwiegend aus etwa kugelförmigen, einzelnen und teilweise auch aneinanderliegenden
Körpern. Die gezeigte Strukturschicht weist eine Oberflächenrauheit von Rz=8 µm bei
einem Traganteil von 25% auf. Der "Traganteil" ist auch als "Materialanteil" gemäß
DIN 4762 definiert.
[0030] Fig. 5 zeigt den zeitlichen Stromdichteverlauf eines weiteren Verfahrensablaufs zur
Strukturbeschichtung. Die Prozeßphasen 7, 8 und 9 wurden bereits in den Ausführungen
zu Fig. 2 erörtert. In der darauf folgenden Phase 15 wird die Stromdichte in 110 gleichen
Schritten auf die Strukturstromdichte von 100 mA/cm
2 erhöht. Die Zeit zwischen zwei Stromschritten beträgt 10 Sekunden. Nach der Rampenarbeitszeit
16 von 60 Sekunden wird die Stromdichte, diesmal in 22 gleichen Schritten, bis auf
den Endwert von O mA/cm
2 abgesenkt. Die Zeit zwischen zwei Stromschritten beträgt 4 Sekunden. Im Anschluß
daran wird nach einem kurzen stromfreien Moment, der Prozeßzyklus bestehend aus den
Phasen 15, 16 und 17 wiederholt.
[0031] Fig. 6 zeigt den zeitlichen Stromdichteverlauf eines weiteren Verfahrensverlaufs.
Nach der Wartephase 7 zum Akklimatisieren des Werkstücks an das galvanische Bad folgt
ein Gleichstromimpuls 18, der in seiner Art dem Gleichstromimpuls 8 in Fig. 2 entspricht.
Im Anschluß daran folgt direkt eine Keimbildungsphase 19, in der die Stromdichte stufenweise
auf die Strukturstromdichte 24 erhöht wird. Die Stromdichte wird dann während der
Rampenarbeitszeit 20 auf der Strukturstromdichte gehalten und anschließend, während
der Phase 21 rampenförmig auf einen Endwert 26 abgesenkt. Nach einer kurzen Wartezeit
22 folgt erneut eine Keimbildungsphase 23 mit stufenweiser Erhöhung der Stromdichte
bis auf die neue Strukturstromdichte 25. Dabei ist die Anfangsstromdichte der Keimbildungsphase
23 gleich dem Endwert 26, auf den die Stromdichte am Ende des vorhergehenden Strukturerzeugungszyklus
abgesenkt wurde. Die Stromdichte wird dann während der Rampenarbeitszeit 27 auf der
Strukturstromdichte 25 gehalten und im Anschluß daran sprungartig auf den neuen Endwert
von 0 mA/cm
2 abgesenkt.
[0032] Fig. 7 zeigt den zeitlichen Stromdichteverlauf einer weiteren Variante des Verfahrensablaufs.
Die Verfahrensabschnitte 7 bis 9 wurden bereits zu Fig. 2 besprochen. Der Prozeßstrom
wird dann während Phase 29 stufenweise auf die Strukturstromdichte 30 erhöht. Danach
wird während der Rampenarbeitszeit 32 ein Prozeßstrom mit einem Stromdichtewert von
80% der Strukturstromdichte 30 angelegt. Dazwischen liegt eine stromfreie Ruhezeit
31. Nach Ablauf der Rampenarbeitszeit 32 wird der Prozeßstrom während Phase 33 auf
einen Endwert abgesenkt. Dieser Endwert dient als Anfangswert für einen zweiten Strukturerzeugungszyklus,
beginnend mit dem stufenweisen Stromanstieg in Phase 35. Nach erreichen der neuen
Strukturstromdichte 36 wird während der Rampenarbeitszeit 38 ein Prozeßstrom mit einem
Stromdichtewert von 120% der Strukturstomdichte 36 angelegt. Dazwischen liegt wiederum
eine stromfreie Ruhezeit 37.
1. Verfahren zum elektrochemischen (galvanischen) Aufbringen einer
Oberflächenbeschichtung auf ein Maschinenbauteil, mittels eines Gleichstrom-Auftragsverfahrens,
wobei mittels mindestens eines Anfangsimpulses der elektrischen Spannung und/oder
des elektrischen Stromes auf der zu beschichtenden Fläche Keimbildungen des Abscheidematerials
erreicht werden und daß anschließend mittels mindestens eines Folgeimpulses ein Wachstum
der Abscheidematerialkeime durch Anlagerung von weiterem Abscheidematerial herbeigeführt
wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß während der Keimbildungsphase die Erhöhung der elektrischen Spannung und/oder
des elektrischen Stromes in mehreren Stufen erfolgt, die Zeit zwischen den Erhöhungen
zwischen 0,1 und 30 Sekunden liegt, wobei Stromdichteänderungen in Stufen von 1 bis
6 mA/cm2 erfolgen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stufen mit jeweils einer vorbestimmbaren Änderung der Stromdichte von 1 bis
6 mA/cm2 pro Stufe von einem Anfangswert auf eine Strukturstromdichte (14, 24, 25) erhöht
werden, es sich bei den Erhöhungen um Stromdichteerhöhungen handelt und die Stufen
in einer solchen Anzahl an das Bad gelegt werden, bis eine Strukturschicht, bestehend
aus einem Niederschlag aus einzelnen aneinander gelagerten, etwa kugelförmigen oder
dendritischen Körpern, auf der Oberfläche des Objektes erreicht ist, und danach in
einer Keimwachstumsphase während einer vorbestimmbaren Rampenarbeitszeit (12, 16)
ein Prozeßstrom mit einer Stromdichte im Bereich von 80% bis 120% der Strukturstromdichte
gelegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dauer der einzelnen Stufen etwa 7 Sek. beträgt.
4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stromdichte in 10 bis 240 Stufen erhöht wird.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Strukturstromdichte (14, 24, 25) im Bereich von 30 mA/cm2 bis 180 mA/cm2 liegt.
6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rampenarbeitszeit (12, 16) 1 bis 600 Sek., vorzugsweise etwa. 30 Sek. beträgt.
7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Prozeßstrom nach Ablauf der Rampen-Arbeitszeit auf einen Endwert (26) abgesenkt
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Prozeßstrom nach Ablauf der Rampen-Arbeitszeit stufenweise mit jeweils einer
vorbestimmten Änderung von -1 bis -8 mA/cm2 pro Stufe auf den Endwert abgesenkt wird.
9. Verfahren zum Auftragen einer Oberflächenbeschichtung auf die elektrisch leitfähige
Oberfläche eines Objekts,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verfahren gemäß einem der Ansprüche 7 oder 8 zyklisch zwei bis zwanzig mal
wiederholt wird, wobei jeweils der Endwert des vorhergehenden Zyklus dem Anfangswert
des folgenden Zyklus entspricht.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Endwerte (26) unterschiedlich hoch sind.
11. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor der Strukturerzeugung ein Gleichstrom-Impuls (8, 18) mit einer Stromdichte
von 15 bis 60 mA/cm2 zum Aufbau einer Gleichstrom-Grundschicht angelegt wird.
12. Verwendung des Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß es angewendet wird
- zur Strukturerzeugung von Zylinderoberflächen für Schmierstoffdepots zur Aufnahme
von Schmiermitteln,
- zur Einstellung von definierten Reflexionsgraden von Oberflächen in optischen, medizinischen
Geräten und für funktionale und dekorative Anwendungen in der Möbel- und Sanitärindustrie,
- zur Erzeugung von Oberflächen mit definierter Rauhigkeit in Produkten der graphischen
Industrie,
- zur Erzeugung von strukturierten Oberflächen bei Werkzeugen.
1. Process for the electrochemical (galvanic) application of a surface coating to a machine
component, by means of a direct current application process, the formation of nuclei
of the deposition material on the area to be coated being achieved by means of at
least one starting pulse of the electrical voltage and/or the electrical current,
and subsequently a growth of the deposition material nuclei being brought about by
means of at least one following pulse, as a result of the addition of further deposition
material, characterized in that, during the nucleus formation phase, the increase
in the electrical voltage and/or the electrical current is carried out in a plurality
of stages, the time between the increases lying between 0.1 and 30 seconds, current
density changes being carried out in stages of 1 to 6 mA/cm2.
2. Process according to Claim 1, characterized in that the stages are increased with
in each case a predefinable change of the current density of 1 to 6 mA/cm2 per stage, from a starting value to a structuring current density (14, 24, 25), the
increases are increases in current density, and the stages are applied to the bath
in a sufficient number until a structure layer, consisting of a deposit of individually
superimposed, approximately spherical or dendritic bodies, is achieved on the surface
of the object, and thereafter in a nucleus growth phase, during a predeterminable
ramp working time (12, 16), a process current having a current density in the range
from 80% to 120% of the structuring current density is applied.
3. Process according to Claim 1 or 2, characterized in that the duration of the individual
stages is about 7 seconds.
4. Process according to at least one of Claims 1 to 3, characterized in that the current
density is increased in 10 to 240 stages.
5. Process according to at least one of Claims 1 to 4, characterized in that the structuring
current density (14, 24, 25) lies in the range from 30 mA/cm2 to 180 mA/cm2.
6. Process according to at least one of Claims 1 to 5, characterized in that the ramp
working time (12, 16) is 1 to 600 seconds, preferably about 30 seconds.
7. Process according to at least one of Claims 1 to 6, characterized in that the process
current is reduced to a final value (26) after the ramp working time has elapsed.
8. Process according to Claim 7, characterized in that the process current, after the
ramp working time has elapsed, is lowered to the final value in stages with in each
case a predefined change of -1 to -8 mA/cm2 per stage.
9. Process for the application of'a surface coating to the electrically conductive surface
of an object, characterized in that the process according to one of Claims 7 or 8
is repeated cyclically two to twenty times, in each case the final value of the preceding
cycle corresponding to the starting value of the following cycle.
10. Process according to Claim 9, characterized in that the final values (26) have different
levels.
11. Process according to at least one of Claims 1 to 10, characterized in that, before
the generation of the structure, a direct current pulse (8, 18) having a current density
of 15 to 60 mA/cm2 is applied in order to build up a direct current base layer.
12. Use of the process according to at least one of Claims 1 to 11, characterized in that
it is applied
- in order to generate structure on cylinder surfaces for lubricant stores for the
accommodation of lubricants,
- in order to set defined degrees of reflectance of surfaces in optical and medical
instruments and for functional and decorative applications in the furniture and sanitary
fittings industry,
- in order to generate surfaces with defined roughness in products in the graphics
industry,
- in order to generate structured surfaces on tools.
1. Procédé électrochimique d'application (par galvanoplastie) d'un revêtement de surface
sur un élément d'agencement de machines, par mise en oeuvre d'un procédé de courant
continu, dans lequel grâce à une impulsion de tension électrique et/ou de courant
électrique de départ au moins, on obtient une formation de germes du matériau à déposer
sur la surface à revêtir et que, à l'aide au moins d'une impulsion ultérieure, on
provoque par la suite une croissance des germes du matériau à déposer par une fixation
complémentaire d'un matériau à déposer, caractérisé en ce que :
pendant la phase de formation des germes l'accroissement de la tension électrique
et/ou du courant électrique se produit en plusieurs étapes, le temps séparant les
accroissements est compris entre 0,1 et 30 secondes, ce qui procure des changements
par étapes de la densité de courant de 1 à 6 mA/ cm2.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que :
les étapes se produisent avec à chaque fois un accroissement de la densité de courant
d'une valeur prédéterminée allant de 1 jusqu'à 6 mA/ cm2 par étape, depuis une valeur de départ jusqu'à une densité de courant de structure
(14, 24, 25), il s'agit par les accroissements d'augmenter la densité du courant et
les étapes sont appliquées au bain en nombre tel que l'on obtient une couche de structure,
se composant d'un dépôt de corps de forme pratiquement de sphérique ou dendritique,
isolés disposés les uns près des autres à la surface de l'objet, et ensuite, dans
une phase de croissance des germes, pendant un temps de travail d'une rampe (12, 16)
prédéterminé, on applique un courant de processus ayant une densité de courant de
80% à 120% de la densité de courant de structure.
3. Procédé selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que :
la durée des étapes individuelles s'élève à 7 secondes environ.
4. Procédé selon l'une au moins des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que,
on augmente la densité de courant en 10 à 240 étapes.
5. Procédé selon l'une au moins des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que :
la densité du courant de structure (14, 24, 25) se situe dans un domaine allant
de 30 mA/ cm2 à 18 mA/ cm2.
6. Procédé selon l'une au moins des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que :
le temps de travail de la rampe (12, 16) est de 1 à 600 secondes, de préférence
de 30 secondes environ.
7. Procédé selon l'une au moins des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que :
après la fin du temps de travail de la rampe le courant de processus est diminué
jusqu'à une valeur finale (26).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que :
après la fin du temps de travail de la rampe le courant de processus est diminué
par étapes jusqu'à la valeur finale avec chaque fois un changement prédéterminé de
-1 à -8 mA/ cm2 par étape.
9. Procédé pour mettre en oeuvre un revêtement de surface sur la surface externe d'un
objet, ladite surface étant conductrice de l'électricité, caractérisé en ce que :
le procédé selon l'une des revendications 7 ou 8 est répété de manière cyclique
de deux à vingt fois, et à chaque fois la valeur finale du cycle qui précède correspond
à la valeur de départ du cycle qui suit.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que :
les valeurs finales sont élevées de manière différente.
11. Procédé selon l'une au moins des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que :
avant de faire naître la structure une impulsion de courant continu (8, 18) ayant
une densité de courant de 15 à 60 mA/ cm2 est appliquée pour la mise en oeuvre d'une couche de base par une technique de courant
continu.
12. Mise en oeuvre d'un procédé conforme à l'une au moins des revendications 1 à 11, caractérisé
en ce que :
il est mis en oeuvre :
- pour engendrer une structure de surfaces externes de cylindres pour des dépôts de
lubrifiant pour l'accueil de lubrifiants,
- pour déterminer des pouvoirs réflecteurs définis pour des surfaces externes d'appareillages
optiques, médicaux, et pour des applications décoratives et fonctionnelles dans l'industrie
de l'ameublement et l'industrie sanitaire,
- pour fournir des surfaces externes ayant une rugosité définie, dans des produits
de l'industrie graphique,
- pour fournir des surfaces externes structurées pour des outils.