[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einlage, insbesondere eine elastische Fixiereinlage,
umfassend einen Träger und eine darauf aufsitzende Schicht aus einer Klebemasse, bevorzugt
einer Schmelzklebermasse.
[0002] Derartige Einlagen werden seit vielen Jahren in der Bekleidungsindustrie, vor allem
zur Verstärkung des Vorderteils von Bekleidungsstücken eingesetzt. Diese Einlagen
bestehen aus einem Träger, der als Gewebe, Gewirke oder auch als Vlies ausgebildet
sein kann, und aus einer üblicherweise thermoplastischen Klebemasse, die in der Form
eines Rasters aufgebracht ist, wobei diese Klebemasse eine Verklebung mit dem Oberstoff
der Bekleidungsstücke ermöglicht.
[0003] Solche Einlagen haben die Aufgabe, das Kleidungsstück formgerecht zu gestalten und
zu stabilisieren. Da sie mit dem Oberstoff verklebt werden, beeinflussen sie den Charakter
des fertigen Kleidungsstücks in entscheidender Weise. Die Optik, Formstabilität, Weichheit,
der Tragekomfort sowie die Pflegeeigenschaften bei der Reinigung und der Wäsche hängen
entscheidend von der Art und dem Aufbau der verwendeten Einlage ab. Besonders wichtige
Eigenschaften der Bekleidungsstücke sind hierbei die Optik, der Griff und das Pflegeverhalten
des fertigen Bekleidungsstücks.
[0004] Die Kleidungsstücke müssen zudem den wechselnden Modetrends entsprechen. Deshalb
werden verschiedenste und unterschiedliche Oberstoffe eingesetzt. Dementsprechend
werden in der Regel auch verschiedene Arten von Einlagen zur Verstärkung dieser unterschiedlichen
Oberstoffe yerwendet.
[0005] Für herkömmliche Einlagen auf Gewebebasis werden üblicherweise Stapelfasergarne aus
Viskose (CV), Baumwolle (CO), Polyester (PES), Polyacrylnitril (PAN) und deren Mischungen
verwendet. Die Feinheiten der eingesetzten Garne liegen in der Regel zwischen 10 und
200 Nm. Das Gewicht dieser Einlagen liegt üblicherweise in dem Bereich von 35 bis
140 g/m
2. Die so erzeugten Gewebe werden entweder durch Cellulosevernetzer vernetzt oder thermisch
krumpfstabilisiert. Durch Rauhen oder Schmirgeln einer Warenseite wird ein möglichst
dichter Faserflor an der Oberfläche der Einlage erzeugt und somit eine hohe Weichheit
und Volumen sowie Geschlossenheit der Einlage erzielt. Dies ist für den Griff des
Fertigteils von entscheidender Bedeutung. Die nicht gerauhte Gewebeseite wird dann
nach bekannten Verfahren mit eine Klebemasse, bevorzugt Schmelzklebern, beschichtet.
Beim Verkleben der Einlage mit dem Oberstoff verhindert der Faserflor auf der Rückseite
zudem ein Durchdringen der Schmelzklebermasse durch die Einlage hindurch in Richtung
zur Seite des Futterstoffs.
[0006] Ähnliche Einlagen sind auch als Gewirke bekannt. Im Schuß werden die bereits oben
erwähnten Stapelfasergarne aus CV, CO, PES, PAN und deren Mischungen eingesetzt. Die
Kette wird in der Regel aus feinen Filamentgarnen gebildet, die bevorzugt aus PES
oder Polyamid (PA) bestehen und eine Feinheit in dem Bereich von 25 dtex bis 78 dtex
haben. Auch hier wird die nicht mit Schmelzkleber beschichtete Seite wieder aufgerauht,
um einen weichen Griff und ein hohes Volumen zu erzielen und den Rückschlag der Beschichtung
durch die Einlage hindurch zu verhindern.
[0007] Als Trägermaterialien für Einlagen werden auch Vliese eingesetzt. Das Gewicht solcher
Einlagen, die für die Frontfixierung von Bekleidungsstücken verwendet werden, liegt
üblicherweise zwischen 30 und 80 g/m
2. Die Verfestigung erfolgt in der Regel thermisch durch rasterförmig gravierte Kalanderwalzen.
Oft sind die Vliese auch durch Kett- und/oder Schußfäden verstärkt, die eingewirkt
werden können. Diese Fäden bestehen ebenfalls aus den oben genannten feinen Filamentgarnen
oder auch aus texurierten Polyesterfilamenten. Diese Vliese können mit Schmelzklebern
beschichtet werden. Durch den Vliescharakter ist die Gefahr des Rückschlags der Beschichtung
durch den Oberstoff hindurch normalerweise gering. Nachteilig ist jedoch in jedem
Fall, daß diese Art von Einlagen nicht das Volumen und der Weichgriff der oben aufgeführten,
gerauhten Einlagen erhalten werden.
[0008] Allen oben beschriebenen Einlagen ist jedoch gemeinsam, daß sie gegenüber Zugbeanspruchungen
in Längs- und Querrichtung weitgehend starr und wenig elastisch sind. Eine geringe
Dehnbarkeit der Einlage ist bei hoher mechanischer Beanspruchung möglich. Diese Dehnung
bildet sich jedoch nach der Belastung nur unvollständig zurück. Diese mangelnde Elastitizät
der bekannten Einlagen stellt einen gravierenden Nachteil dar.
[0009] Wird eine solche bekannte Einlage mit einem Oberstoff verbunden, so ist die Einlage
nicht in der Lage, der Dimensionsänderung des Oberstoffs durch Wärme, beim Waschen,
durch Lösungsmittel beim Reinigen oder durch Außenkräfte zu folgen, was am fertigen
Bekleidungsstück zu Faltenbildungen, einer teilweisen Ablösung der Einlage oder auch
zu welligen Verformungen und Beulen führen kann. Hierdurch wird der Gebrauchswert
des Bekleidungsstücks stark beeinträchtigt.
[0010] Wird nun versucht, die Ablösungen zu vermeiden und durch eine erhöhte Auftragsmenge
der Klebemasse die Haftkraft zu steigern, so kann der Klebstoff beim Fixieren der
Einlage mit dem Oberstoff durch die Einlage und/oder den Oberstoff dringen. Dadurch
wird nicht nur die Fixierpresse beim Konfektionär verschmutzt und der reibungslose
Ablauf des Fixierens durch aneinanderhaftende Zuschnitteile gestört, sondern es wird
ebenfalls der Griff und somit der Warenwert dieser Bekleidungsstücke stark beeinträchtigt.
[0011] Da aus diesem Grund die Auftragsmenge der Klebemasse nicht gesteigert werden kann,
wurde versucht, die Einlage im Hinblick auf ihr Schrumpfverhalten an den jeweiligen
Oberstoff anzupassen. Dies ist jedoch in der Praxis der Bekleidungsindustrie nahezu
unmöglich, da sehr viele verschiedene Oberstoffe mit den unterschiedlichsten Eigenschaften
verarbeitet werden, die Bekeidungsindustrie aber aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen
ist, mit möglichst wenig verschiedenen Einlagetypen die gesamte Oberstoffpalette abzudecken.
Außerdem kann mit dieser Art von starren Einlagen auf elastischen Oberstoffen kein
befriedigendes Fixierergebnis erreicht werden, da die Eigenschaften von Einlage und
Oberstoff zu unterschiedlich sind.
[0012] Um diese Nachteile zu vermeiden, wurde in den letzten Jahren eine andere Art von
Fixiereinlagen entwickelt. Diese sind gekennzeichnet durch den Einsatz von texturierten
Polyesterfilamentgarnen mit einer Feinheit von 20 bis 400 dtex als Schußfäden. Die
Kette kann ähnlich aufgebaut sein, wie es bereits oben bei den bekannten, starren
Einlagen angegeben ist, sie kann aber auch aus texturierten Polyestergarnen mit einer
Feinheit zwischen 25 und etwa 167 dtex hergestellt sein. Der gewebte oder gewirkte
Träger wird wiederum mit Schmelzklebern, nach bekannten Verfahren beschichtet. Das
Gewicht dieser Einlagen liegt üblicherweise zwischen 35 und 120 g/m
2.
[0013] Die Eigenschaften der Fixiereinlagen werden in entscheidendem Maße von den Eigenschaften
der texturierten Polyesterfilamentgarne geprägt. Diese texturierten Polyesterfilamentgarne
sind in hohem Maße elastisch, weil sie sich sehr leicht bei Zugbelastungen in Kett-
und in Schußrichtung ebenso wie im Schrägzug dehnen. Nach dem Ende der Zugbelastung
kehren diese Garne nahezu in den ursprünglichen Zustand zurück. Die Elastizität in
Schußrichtung beträgt üblicherweise 20-25%, kann jedoch auf bis zu 40% betragen. In
Kettrichtung ist die Elastizität im Idealfall 6-8%. Es sind auch Elastizitätswerte
bis zu 15% bekannt, jedoch ist für das Erzielen dieses hohen Elastizitätswerts bei
der Verarbeitung in der Bekleidungsindustrie ein erhöhter Aufwand notwendig.
[0014] Durch die Elastizität dieser Einlage ist diese in der Lage, der Dimensionsänderung
des Oberstoffs durch Wärme, beim Waschen, durch Lösungsmittel beim Reinigen oder durch
Außenkräfte genau zu folgen. Die oben angeführten Nachteile der starren, gerauhten
Einlage werden also vermieden. Diese Art von Einlagen ist daher, vor allem wenn sie
in Kette und Schuß aus texturierten Polyestergarnen bestehen, auf vielen verschiedenen
Oberstoffen nahezu universell einsetzbar.
[0015] Durch die Kräuselung der texurierten Polyestergarne ergibt sich auch ein hohes Volumen,
das verhindert, daß die Schmelzklebemasse beim Fixieren mit dem Oberstoff durch die
Einlage in Richtung Futterstoffseite zurückschlägt.
[0016] Nachteilig bei dieser Art von Einlagen ist jedoch, daß die texturierten Polyesterfilamentgarne
nicht aufgerauht werden können, ohne daß die Filamente zerstört werden.
[0017] Daher kann der Griffausfall der Einlage nicht den weichen Griff und die Eleganz einer
starren, gerauhten Einlage erreichen.
[0018] Graduelle Verbesserungen wurden durch den Einsatz von texturierten Mikrofasergarnen
erreicht, die durch die Feinheit des einzelnen Filaments einen weicheren Griff ermöglichen
sollen. Auch sind aufwendige Konstruktionen z.B. aus EP-A-0 289 378 bekannt, die zusätzlich
zu Kette und Schuß, die jeweils aus texturierten Polyestergarnen bestehen, ein drittes
Fadensystem einführen, das aus rauhbaren, nichtelastischen Garnen, wie sie auch in
klassischen, gerauhten Einlagen verwendet werden, besteht. Hierdurch wird aber nicht
das Warenbild einer starren, gerauhten Einlage erzielt, da ja das Grundproblem weiter
besteht, daß nämlich die elastischen Fadensysteme nach wie vor nicht gerauht werden
können.
[0019] Aus diesem Grund wird der Griffausfall dieser elastischen Fixiereinlagen und des
fertigen Bekleidungsstücks vor allem für den hochwertigen Modebereich im Vergleich
zu klassischen gerauhten Einlagen als zu synthetisch, trocken und künstlich beurteilt.
[0020] Der vorliegenden Erfindung liegt daher das technische Problem zugrunde, eine Einlage
der eingangs genannten Art zu entwickeln, die die Nachteile der bisher bekannten Einlagetypen
vermeidet, die also den vorteilhaften Griffausfall und die Eleganz einer starren,
gerauhten Einlage besitzt und gleichzeitig aber elastisch, flexibel und nahezu universell
einsetzbar ist.
[0021] Dieses Problem konnte überraschenderweise durch Verwendung von Mehrkomponentenfasern,
insbesondere Bikomponentenfasern, als Material für den Träger der Einlage gelöst werden.
Die Mehrkomponentenfasern sind aus mindestens zwei verschiedenen Polymeren aufgebaut.
Durch Verwendung dieser Mehrkomponentenfasern ist es möglich, eine elastische Einlage
herzustellen, die aber gleichzeitig auch sehr gut aufzurauhen ist.
[0022] Bevorzugt werden als Mehrkomponentenfasern Bikomponentenfasern eingesetzt, die aus
zwei verschiedenen Polymeren bestehen. Als Polymere der Mehrkomponentenfasern können
solche auf PolyesterPolyamid- oder Polyacrylnitril-Basis verwendet werden. Der unterschiedliche
Aufbau der verschiedenen Polymerkomponenten führt zu einer dreidimensionalen Kräuselung
der Faser, die sich grundsätzlich von der mechanischen Kräuselung durch Texturieren
unterscheidet. Die Merkmale der Kräuselung können beinflußt werden, in dem man das
thermische Schrumpfvermögen der beiden Komponenten und/oder das mengenmäßige Verhältnis
der verwendeten Polymerkomponenten für die Herstellung der Mehrkomponentenfaser ändert.
Besonders bevorzugt wird erfindungsgemaß eine Bikomponentenfaser auf Polyesterbasis
eingesetzt, wobei die Polyesterpolymere auf Basis zweier verschiedener Diole aufgebaut
sind. Diese Bikomponentenfasern besitzen eine bilaterale Struktur, wobei die Komponenten
Seite an Seite im Verhältnis 50:50 angeordnet sind. Solche Fasern sind z.B. unter
der Handelsmarke TERGAL X 403 (Hersteller Rhône-Poulenc Textile) erhältlich.
[0023] Bevorzugt haben die Mehrkomponentenfasern eine Faserlänge von 15 bis 400 mm, bevorzugt
35 bis 200 mm. Die Feinheit der eingesetzten Einzelfasertiter liegt zwischen 0,5 und
12 dtex, vorzugsweise jedoch bei etwa, bei 6 bis 8 dtex. Ein insbesondere bevorzugter
Wert für die Feinheit liegt bei 6,7 dtex. Die Feinheiten der erfindungsgemäßen Stapelfasergarne,
die aus diesen Mehrkomponentenfasern bestehen, liegen im Bereich von 6 bis 200 Nm,
mehr bevorzugt jedoch in dem Bereich von 16 bis 32 Nm.
[0024] Durch die Verwendung von Stapelfasergarnen aus Mehrkomponentenfasern werden deutlich
bessere Kräuselwerte erzielt als es bei Verwendung von texturierten Filamentgarnen
aus Standardpolyester der Fall war. Die besseren Kräuselwerte werden nachfolgend durch
den Vergleich zwischen einer Bikomponentenfaser auf Polyesterbasis und einer texturierten
Polyesterfaser aufgezeigt:
| |
Bikomponentenfaser Tergal X 403 |
Standard Polyester |
| Einkräuselung |
35% - 37% |
24% - 25% |
| Restkräuselung |
28% - 30% |
16% - 18% |
| Kräuselbeständigkeit |
80% |
60% |
[0025] Aus Kostengründen können diese Mehrkomponentenfasern bei der Garnerzeugung mit anderen
Fasern vermischt werden. Bevorzugt werden hierfür Wolle-, Viskose- oder Baumwollfäden
eingesetzt. Es ist auch möglich, eine Mischung der Mehrkomponentenfasern z.B. mit
Polyester, Polyamid, Polyacrylnitril ggf. zusammen mit den oben erwähnten Fäden aus
Viskose, Wolle oder Baumwolle zu verwenden. Der Mischungsanteil der Mehrkomponentenfasern
liegt in diesem Fall vorzugsweise bei mindestens 50%, wenn Dehnungswerte im fertigen
Produkt von mehr als 15% erzielt werden sollen.
[0026] Der Träger der erfindungsgemäßen elastischen Einlage kann so hergestellt sein, daß
die Kett- und Schußfäden aus den Mehrkomponentenfasern, ggf. in Zumischung mit den
oben angegebenen Fasern aus Polyester, Polyamid, Polyacrylnitril, Viskose, Wolle und
Baumwolle, bestehen, es ist aber auch möglich, zusätzlich zu diesen Mehrkomponentenfasern
texturierte oder auch nicht texturierte stapelfasergarne zu verwenden. In diesem Fall
ist es möglich, für die Schußfäden die Mehrkomponentenfasern, ggf. in Zumischung mit
den oben angegebenen Materialien, und für die Kettfäden texturierte oder auch nicht
texturierte Fäden z.B. auf Polyester- oder Polyamidbasis zu verwenden.
[0027] Durch die Verwendung der Mehrkomponentenfasern können Gewebe oder Gewirke oder auch
Vliese hergestellt werden, die monooder bielastisch sind.
[0028] Die so gewonnenen Einlagen können nun nach den gängigen Verfahren auf einer Seite
gerauht werden. Auf die andere Seite dieser Einlage wird ein Schmelzkleber ebenfalls
nach den üblichen Verfahren bevorzugt in Form eines Punktrasters aufgebracht. Durch
die erfindungsgemäße Einlage ist es möglich, den Griffausfall einer gerauhten Einlage
und die vorteilhaften Stretcheigenschaften von elastischen Einlagen in einem einzigen
Produkt zu vereinen. Somit ist es möglich, die erfindungsgemäße Einlage zum Fixieren
verschiedenster Arten von Oberstoffen zu verwenden, wobei diese Einlage in der Lage
ist, jeglichen Dimensionsänderungen des Oberstoffs zu folgen. Es kommt hierdurch nicht
mehr zu Verformungen oder Beulen oder gar zu einer Ablösung der Einlage.
[0029] Wenn eine gewirkte Einlage hergestellt wird, ist es auch möglich, ein weiteres Fadensystem
als Steherfäden einzubringen. Die hieraus resultierende Einlage ist ebenfalls sehr
elastisch, weil die Mehrkomponentenfasern gemäß dieser Erfindung verwendet werden.
[0030] Selbstverständlich ist es auch möglich, daß im Schuß Fäden aus Bikomponentenfasern
und herkömmliche Fäden im Wechsel auftreten. Durch die Verwendung der Bikomponentenfasern
wird die resultierende Einlage sehr elastisch.
[0031] Ebenso ist es möglich, in den Träger, der die Mehrkomponentenfasern enthält, ein
Vlies einzuwirken. Hierdurch können die eingangs genannten Vorteile des Vlieses mit
den elastischen Eigenschaften durch die Verwendung von Mehrkomponentenfasern vereint
werden.
[0032] Nachfolgend werden zur näheren Erläuterung dieser Erfindung beispielhaft besonders
bevorzugte Ausführungsformen aufgeführt:
Beispiel 1: Double-Stretch-Einlage (Gewebe):
[0033]
- Kette:
- 1600 Fäden, 60% PES-Bikomponentenfaser/ 40% Viskose Nm 32/1
- Schuß:
- 60% PES Bikomponentenfaser/40% Viskose 32/1 Nm
- Schußdichte:
- 120
- Rauhen:
- 8 Passagen
- Beschichtung:
- 12 g/m2 Polyamid-Schmelzkleber
- Fertiggewicht:
- ca. 95 g/m2
[0034] Durch die Verwendung von PES-Bikomponentengarnen in der Kette und von PES-Bikomponentengarnen
im Schuß ist der erhaltene Artikel elastisch in Kett- und Schußrichtung, wobei sowohl
Kette als auch Schuß gerauht werden. Hierdurch wird ein Optimum an Weichgriff erzielt.
Beispiel 2: Double-Stretch-Einlage (Gewebe):
[0035]
- Kette:
- 4008 Fäden, PES-Filament, texturiert, dtex 78/1 f32
- Schuß:
- 60% PES-Bikomponentenfaser/40% Viskose Nm 32/1
- Schußdichte:
- 120
- Rauhen:
- 8 Passagen
- Beschichtung:
- 12 g/m2 Polyamid-Schmelzkleber
- Fertiggewicht:
- ca. 84 g/m2
[0036] Durch die Verwendung von texturierten PES-Filamentgarnen in der Kette und von PES-Bikomponentengarnen
im Schuß ist der erhaltene Artikel elastisch in Kett und Schußrichtung, wobei der
Schuß gerauht wird. Dieser Artikel stellt einen Kompromiß zwischen Weichgriff und
günstigem Preis dar.
Beispiel 3: Mono-Stretch-Einlage (Gewebe),schußelastisch:
[0037]
- Kette:
- 5420 Fäden, PES glatt Normaltyp/Viskose 50%/50% Nm 60/1
- Schuß:
- 60% PES-Bikomponentenfaser/40% Viskose Nm 32/1
- Schußdichte:
- 105
- Rauhen:
- 8 Passagen
- Beschichtung:
- 12 g/m2 Polyamid-Schmelzkleber
- Fertiggewicht:
- ca. 88 g/m2
[0038] Durch die Verwendung von herkömmlichen, starren PES/CV-Garnen in der Kette und von
PES-Bikomponentengarnen im Schuß ist der erhaltene Artikel elastisch in Schußrichtung,
wobei Kette und Schuß gerauht werden. Dieser Artikel ermöglicht einen sehr weichen
Griff und ist monoelastisch.
Beispiel 4: Mono-Stretch-Einlage (Gewirke), schußelastisch:
[0039]
- Kette:
- 2008 Fäden, Polyamid-Filament, glatt, dtex 44f13
- Maschinenfeinheit:
- E24
- Schuß:
- 60% PES Bikomponentenfaser/40% Viskose Nm 32/1
- Schußdichte:
- 120
- Rauhen:
- 8 Passagen
- Beschichtung:
- 12 g/m2 Polyamid-Schmelzkleber
- Fertiggewicht:
- ca. 89 g/m2
[0040] Durch die Verwendung von herkömmlichen, starren PA-Garnen in der Kette und von PES-Bikomponentengarnen
im Schuß ist der erhaltene Artikel in Schußrichtung elastisch, wobei der Schuß gerauht
wird. Durch das feine Kettgarn und das grobe Schußgarn dominiert jedoch der Griffeindruck
des gerauhten Schußgarns. Dieser Artikel ermöglicht einen weichen Griff und ist monoelastisch.
1. Elastische Einlage, insbesondere elastische Fixiereinlage, umfassend einen Träger
und eine darauf aufsitzende Schicht aus einer Klebemasse,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger Mehrkomponentenfasern enthält, die aus mindestens zwei verschiedenen Polymeren
aufgebaut sind.
2. Elastische Einlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Mehrkomponentenfasern Bikomponentenfasern sind, die aus zwei verschiedenen Polymeren
auf Polyester-, Polyamidoder Polyacrylnitril-Basis oder Mischungen davon aufgebaut
sind.
3. Elastische Einlage nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Mehrkomponentenfasern eine Faserlänge zwischen 15 und 400 mm haben.
4. Elastische Einlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Titer der Einzelfasern der Mehrkomponentenfasern in dem Bereich von 0,5 bis 12
dtex liegt.
5. Elastische Einlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekehnzeichnet, daß
die Mehrkomponentenfasern in Mischung mit Fasern aus Polyester, Polyamid, Polyacrylnitril,
Viskose, Baumwolle oder Wolle vorliegen.
6. Elastische Einlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger zusätzlich texturierte oder nicht texturierte Stapelfasergarne aus Polyester,
Polyacrylnitril, Polyamid, Viskose, Baumwolle oder Wolle oder Mischungen davon enthält.
7. Elastische Einlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger ein Gewebe, Gewirke oder ein Vlies ist.
8. Elastische Einlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger ein Gewebe ist, dessen Kett- und Schußfäden aus Mehrkomponentenfasern auf
Polyesterbasis ggf. in Mischung mit Polyester, Polyamid, Polyacrylnitril, Viskose,
Wolle oder Baumwolle bestehen.
9. Elastische Einlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger ein Gewebe ist, dessen Kettfäden aus texturierten oder nicht texturierten
Polyestergarnen und dessen Schußfäden aus Mehrkomponentenfasern auf Polyesterbasis,
ggf. in Mischung mit Polyester, Polyamid, Polyacrylnitril, Viskose, Wolle oder Baumwolle,
bestehen.
10. Elastische Einlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger ein Gewirke ist, dessen Kettfäden aus Polyamidfilamenten oder Polyesterfilamenten
bestehen, die texturiert oder nicht texturiert sind und dessen Schußfäden aus Mehrkomponentenfasern
auf Polyesterbasis, ggf. in Mischung mit Polyester, Polyamid, Polyacrylnitril, Viskose,
Wolle oder Baumwolle, bestehen.
11. Elastische Einlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
im Schuß Fäden aus Mehrkomponentenfasern und herkömmliche Fäden im Wechsel auftreten.
12. Verwendung der elastischen Einlage gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 als Fixiereinlage
zur Verstärkung von Oberstoffen.
13. Verwendung nach Anspruch 11 zur Verstärkung des Vorderteils von Bekleidungsstücken.