[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Snowboardhose für eine Snowboardbindung gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Auf der ISPO in München wurde am 24.02.1994 öffentlich eine Bindung ausgestellt,
die einen fest mit dem Snowboard verbundenen Frontbügel hatte, der den Vorderteil
der Stiefelsohle übergriff und damit fixierte. Durch den fersenseitigen Teil der Stiefelsohle
war ein quer zur Stiefellängsachse verlaufender Bolzen eingesteckt, der beidseitig
um etwa 5 bis 10 mm aus der Stiefelsohle herausragte. Ein fest mit dem Snowboard zu
verschraubendes Fersenelement bestand aus zwei parallel zueinander verlaufenden und
senkrecht von der Snowboardoberfläche abstehenden Seitenwangen, die ein senkrecht
verlaufendes Langloch aufwiesen, in das der seitlich aus dem Schuh herausstehende
Teil des Bolzens eingeführt werden konnte. Eine Rastvorrichtung an den Seitenwangen
hatte die Form eines Hakens, der beim Einführen der Bolzen in die Langlöcher zurückgedrückt
wurde und diese damit öffnete, während er bei vollständig in den Langlöchern aufgenommenen
Bolzenteilen durch Federkraft in eine Verriegelungsstellung schnappte und damit die
Bolzen arretierte. Zum Öffnen der Bindung mußte ein Hebel an einer der Seitenwangen
betätigt werden, wodurch die Bügel in die Öffnungsstellung gebracht wurden und der
Fersenteil des Schuhs aus der Bindung entnommen werden konnte. Diese auf der ISPO
ausgestellte Bindung ist auch in der nachveröffentlichten DE 43 11 630 A1 beschrieben.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Snowboardhose für eine Snowboardbindung, bei der
ein Teil der Bindung am Snowboardstiefel angeordnet ist, zu schaffen, durch die sich
der Benutzungskomfort der Bindung verbessern läßt.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0005] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausfühungsbeispiels im Zusammenhang
mit der Fig. 1 erläutert:
[0006] Fig. 1 zeigt eine Snowboardhose 73 gemäß der Erfindung. Hierbei ist ein Zugorgan
12 zum Öffnen der Bindung noch weiter verlängert ist und teilweise auch in die Kleidung,
d. h. in die Snowboardhose 73 des Fahrers integriert ist. Das Zugorgan kann damit
in beliebige Höhe geführt werden, wie es für den Fahrer am bequemsten ist. Zweckmäßig
hat sich erwiesen, wenn das Zugorgan etwa bis zur Höhe des Oberschenkels geführt ist,
wo es von der Hand des Fahrers ohne irgendein Bücken ergriffen werden kann. Hierzu
ist eine am freien Ende des Zugorganes 12 angebrachte Schlaufe 13 über einen Karabiner-Haken
71 oder eine sonstige, leicht zu betätigende Einhängevorrichtung mit einem Verlängerungsgurt
72 verbunden, wobei dieser Gurt 72 vorzugsweise im Inneren der Snowboard-Hose geführt
ist und erst an einer Öffnung 76 nach außen tritt. Dort hat der Verlängerungsgurt
72 eine weitere Schlaufe 77, die von der Hand ergriffen werden kann. Diese Schlaufe
77 ist durch ein Gummiband 78, das beispielsweise am Gürtel der Hose oder an einer
an der Hose angenähten Schlaufe befestigt ist, in seiner Position gehalten.
[0007] Die meisten heutigen Snowboard-Hosen haben eine die Oberseite eines Stiefels 1 teilweise
übergreifende Manschette 74, die in Höhe des Schienbeines längs einer Naht 75 angenäht
ist. Der Verlängerungsgurt 72 ist in diesem Bereich zwischen der Hose 73 und der Manschette
74 geführt. Wenn der Fahrer den Stiefel 1 anzieht, so muß er lediglich einmal den
Verlängerungsgurt 72 über den Karabiner-Haken 71 mit der Schlaufe 14 des Zugorganes
12 verbinden und hat dann für den gesamten Tag den hohen Komfort bei der Bedienung
der Bindung.
1. Snowboardhose für eine Snowboardbindung, die ein mit dem Snwoboard fest zu verbindendes
erstes Bindungselement (2) und ein mit einem Snowboardstiefel (1) fest zu verbindendes
zweites Bindungselement (6) aufweist, das mit dem ersten Bindungselement (2) formschlüssig
verriegelbar ist und eine Entriegelungseinrichtung (12, 29, 34, 38, 40, 52) zum Lösen
der Verbindung zwischen den beiden Bindungselementen (2, 6) aufweist, die ständig
am oder im Snowboardstiefel (1) angeordnet und durch ein ebenfalls an oder im Snowboardstiefel
(1) angeordnetes Betätigungsorgan (12, 14) von Hand betätigbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsorgan (12, 14, 72) bis zur Höhe des Oberschenkels des Fahrers verlängert
ist und daß ein Teil (72) des Betätigungsorganes (12, 14, 72) in die Snowboardhose
(73) integriert ist.
2. Snowboardhose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsorgan (12, 14, 72) in Höhe des Stiefelschafts ein Verbindungsorgan
(71) aufweist, das ein beim Aussteigen aus dem Snowboardstiefel (1) ein an der Snowboardhose
(73) verbleibendes Teil (72) des Betätigungsorgans (12, 14, 72) mit einem am Snowboardstiefel
(1) verbleibenden Teil (12, 14) des Betätigungsorgans (12, 14, 72) verbindet.
3. Snowboardhose nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das in die Snowboardhose (73) integrierte Teil (72) des Betätigungsorgans (12,
14, 72) im Inneren der Snowboardhose (73) angeordnet ist.
4. Snowboardhose nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungsorgan (71) ein Karabinerhaken ist.
5. Snowboardhose nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das an der Snowboardhose (73) verbleibende Teil (72) des Betätigungsorgans (12,
14, 72) ein Gurt ist.
6. Snowboardhose nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Snowboardhose (73) im Bereich des Oberschenkels des Fahrers eine Öffnung (76)
aufweist, durch die das Betätigungsorgan (12, 14, 72) aus dem Innern der Snowboardhose
(73) austritt.
7. Snowboardhose nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsorgan (12, 14, 72) im Bereich des Oberschenkels des Fahrers eine
Schlaufe (77) zum Greifen des Betätigungsorgan (12, 14, 72) aufweist.
8. Snowboardhose nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein oberschenkelseitiges Ende des Betätigungsorgans (12, 14, 72) durch ein Gummiband
(78) in seiner Position gehalten wird, wobei das Gummiband (78) an der Snowboardhose
(73) oder an einem Gürtel der Snowboardhose (73) befestigt ist.
9. Snowboardhose nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Snowboardhose (73) in Höhe des Schienbeines eine die Oberseite des Snwoboardstiefels
(1) teilweise übergreifende Manschette (74) angenäht ist, wobei das Betätigungsorgan
(12, 14, 72) in diesem Bereich zwischen der Snowboardhose (73) und der Manschette
(74) geführt ist.