| (19) |
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(11) |
EP 0 680 529 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.06.1998 Patentblatt 1998/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.12.1993 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9303/718 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9417/231 (04.08.1994 Gazette 1994/18) |
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| (54) |
VERFAHREN UND EINRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG TEXTILER NETZARTIGER FLÄCHENGEBILDE
PROCESS AND INSTALLATION FOR PRODUCING TEXTILE NET-LIKE FABRICS
PROCEDE ET DISPOSITIF PERMETTANT DE REALISER DES CONFIGURATIONS TEXTILES DU TYPE FILET
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR GB IT LI |
| (30) |
Priorität: |
19.01.1993 DE 4301231
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.11.1995 Patentblatt 1995/45 |
| (73) |
Patentinhaber: Textilma AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- DIESTEL, Olaf
D-01069 Dresden (DE)
- FRANZKE, Gerd
D-01069 Dresden (DE)
- OFFERMANN, Peter
D-01069 Dresden (DE)
- SCHINKOREIT, Wolfram
D-01069 Dresden (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schmauder, Klaus Dieter et al |
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Schmauder & Wann
Patentanwaltsbüro
Zwängiweg 7 8038 Zürich 8038 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DD-A- 269 298 DE-C- 66 995 US-A- 4 433 493
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DE-A- 2 706 930 DE-C- 122 402
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung textiler netzartiger Flächengebilde
gemäss Oberbegriff des Anspruches 1 sowie eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens
gemäss Oberbegriff des Anspruches 12.
[0002] In der Textilindustrie werden Netze üblicherweise mit bekannten Netzknüpf- bzw. -knotmaschinen
mittels Knüpfhaken oder mit bekannten Ketten- bzw. Nähwirkmaschinen mittels Zungen-
bzw. Schiebernadeln gefertigt. Nachteilig dabei ist, daß die Produktbreite durch die
Arbeitsbreite und die Netzöffnungsstruktur determiniert, die Strukturvariabilität
stark durch die Verfahren eingegrenzt oder nur mit hohem Aufwand zu verwirklichen
ist.
[0003] Die Herstellung von kettengewirkten Netzen mit in und quer zur Verarbeitungsrichtung
durchgehenden Fäden ist unüblich. Bekannt ist eine modifizierte Kettenwirkmaschine
zur Verarbeitung von Kunststoffgarnen (DE 2706930) mit Parallelschußeintrag, wobei
die Verbindung der Fäden mittels Schweißschwertern realisiert wird. Dabei entspricht
die erzeugbare Produktbreite nur der Arbeitsbreite der Maschine. Die Netzmaschengeometrie
ist durch die festgelegte Arbeitsbreite und die Anordnung der verbindenden Elemente,
der Schweißschwerter, determiniert. Desweiteren ist durch das gewählte Verfestigungsverfahren
nur die Verarbeitung thermoplastischen Materials möglich, so daß das Produkt in seinen
Anwendungsmöglichkeiten eingeschränkt ist.
[0004] Es sind auch Nähwirkmaschinen bekannt, auf denen Quadratmaschennetze mit in quer
zur Verarbeitungsrichtung durchgehendem Schußfaden gefertigt werden können (DD 269298).
Dabei werden quer zur Verarbeitungsrichtung parallelliegende Schußfäden zugeführt
und in der Arbeitsstelle in bestimmten Abständen quer zur Verarbeitungsrichtung von
Maschenstäbchenabschnitte bildenden Arbeitsorganen durchstochen und mittels kettfadenumschlingender
Nähfäden angebunden bzw. eingebunden.
[0005] Nachteilig ist dabei, daß die durch den Abstand zwischen den zugeführten Schußfäden
bzw. den Abstand der maschenstäbchenbildenden Arbeitsorgane untereinander bestimmte
Größe der Netzöffnungen nicht änderbar ist. Desweiteren ist die maximale Produktbreite
gleich der Arbeitsbreite und die Festigkeit der Produkte ist bedingt durch die Tatsache,
daß auch nicht an der Maschenbildung beteiligte Spitzennadeln die Schußfadenvorlage
anstechen, gering.
[0006] Auch die DE-A-1 236 116 beschreibt die Herstellung eines netzartigen Flächengebildes
in Form einer Filetware, wobei Kettmaschenstäbchen ausschliesslich mittels Funktionsfäden
in Form von Musterfäden miteinander verbunden sind. Dabei sind die Musterfäden so
geführt, gelegt und eingebunden, dass benachbarte Kettmaschenstäbchen abschnittweise
nicht miteinander verbunden sind und so netzartige Durchbrechungen im Flächengebilde
gegeben sind. Nachteilig ist es auch bei diesem Verfahren, dass die Breite des Flächengebildes
durch die Arbeitsbreite der Textilmaschine bestimmt ist und der Abstand benachbarter
Kettmaschenstäbchen nicht veränderbar ist. Dreidimensionale Flächengebilde sind nicht
herstellbar.
[0007] Die EP-A-0 276 890 beschreibt die Herstellung einer Schlingenware, das heisst eines
festen, nicht netzartigen Grundgewirks, aus Kettfadenstäbchen, die mittels eingebundener,
über die ganze Breite durchgehende Schussfäden fest miteinander verbunden sind. Zusätzlich
enthält das Grundgewirk noch einzeln zwischen den Kettfadenstäbchen angeordnete Funktionsfäden,
die zunächst zu Schlingen ausgezogen und dann an den Schlingenköpfen durchschmolzen
werden. Das Grundgewirk bestimmt das Flächengebilde, welches nicht netzartig ist und
dessen Breite durch die Breite der herstellenden Wirkmaschine bestimmt ist, also nicht
darüber hinausgehen kann. Ferner ist die Herstellung dreidimensionaler Flächengebilde
nicht möglich.
[0008] Auch in den Zeitschriften-Abhandlungen:
Looking at the position of warp knitting at the technical textile market, Hans Lehner,
Knitting International February 1991, Seiten 38 - 39; sowie
Sondervarianten für Nähwirkmaschinen, Peter Zeisberg, Melliand Textilberichte, Dezember
1991, Seiten 1008-1011,
[0009] sind die verschiedensten Kettengewirke und Nähgewirke und deren Herstellung beschrieben,
so unter anderem auch die Herstellung netzartiger Gewirke mit rechteckigen Maschen.
Allerdings werden die Schussfäden stets gestreckt, das heisst ohne Fadenreserven eingetragen,
wodurch die Breite des Flächengebildes auf die Arbeitsbreite der Herstellungsmaschine
beschränkt ist und dreidimensionale Flächengebilde nicht herstellbar sind.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens und eine Einrichtung zur
Durchführung des Verfahrens nach verschiedenen Verfestigungsverfahren, primär dem
Ketten- oder Nähwirkverfahren, zur Herstellung textiler, netzartiger Flächengebilde
mit in und quer zur Verarbeitungsrichtung durchgehenden, die Netzmaschenschenkel bildenden
Fäden, mit großer Netzöffnungsweite, hoher Strukturvariabilität und über die Arbeitsbreiten
hinausgehenden Produktbreiten.
[0011] Die Aufgabe wird gelöst:
a) beim Verfahren der eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1; und
b) bei der Einrichtung der eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 12.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen des Herstellungsverfahrens sind in den Ansprüchen 2
bis 11 und der Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens in den Ansprüchen 13 bis
20 angegeben.
[0013] Vorteilhafte Ausführungsbeispiele werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
beschrieben, dabei zeigen:
- Fig. 1
- Schematische Darstellung der Verfahrensschritte: Legen des Funktionsfadens einschließlich
Funktionsfadenreservebildung
- Fig. 2
- Schematische Darstellung des Verfahrensschrittes: Rastlage
- Fig. 3
- Schematische Darstellung des Verfahrensschrittes: Ein- bzw. Anbindung des Funktionsfadens
an die Netzschenkelfadengruppen
- Fig. 4
- Schematische Darstellung des Verfahrensschrittes: Beginn des Legens des Funktionsfadens
- Fig. 5 a-h
- Produktbeispiele in Herstellungs- und Gebrauchslage
- Fig. 6
- Kettenwirkarbeitsstelle Seitenansicht
- Fig. 7
- Kettenwirkarbeitsstelle Vorderansicht
[0014] Die Figuren 1-4 zeigen in einer schematischen Darstellung die erfindungsgemäßen Verfahrensschritte.
Die schematische Darstellung in Fig. 1 zeigt, daß der Funktionsfaden 11 bereits in
die nebeneinanderliegenden, die Netzmaschenschenkel in Verarbeitungsrichtung, das
heisst in Laufrichtung des herzustellenden Flächengebildes bildenden Netzschenkelfadengruppen
14 eingebunden ist. Die Netzschenkelfadengruppen werden dabei aus Kettfäden 4 gebildet.
Der nächste Funktionsfaden wird von einer Längsseite des zu erzeugenden Flächengebildes
zur Bildung der anderen, quer zur Verarbeitungsrichtung liegenden Netzmaschenschenkel
zur gegenüberliegenden Längsseite geführt. Dabei wird der Funktionsfaden an mehreren
Stellen temporär fixiert und zwischen den Fixierstellen zur Bildung einer Funktionsfadenreserve
zu einer Schleife kuliert.
[0015] In Fig. 2 ist die Rastlage, in der der beschriebene Vorgang abgeschlossen ist, dargestellt.
[0016] Die schematische Darstellung in Fig. 3 zeigt, daß der kulierte Funktionsfaden 11
gleichzeitig zu den Netzschenkelfadengruppen geführt und mittels der Kettfäden an-
bzw. eingebunden wird. Nach der An- bzw. Einbindung wird die temporäre Fixierung aufgehoben.
Bei diesem Verfahrensschritt ist nach einer ersten Variante eine Zuführung des Funktionsfadens
über die gesamte Breite und die Ein- bzw. Anbindung in einem Arbeitsspiel möglich.
Nach einer zweiten Variante wird die Zuführung des Funktionsfadens und die Ein- bzw.
Anbindung auf mehrere Arbeitsspiele verteilt, so daB in der Herstellungslage während
des Arbeitsprozesses ein gestufter, zeitweiliger Arbeitsrand entsteht.
[0017] Als Funktionsfadenreserve wird eine während der Entstehung eines textilen Netzes
im Prozeß der Maschenbildung aufgebaute und durch die Überführung des textilen Produktes
aus seiner Herstellungslage in die Gebrauchslage (Spreizen) aufhebbare, schlaufenförmige
Fadenreserve im Funktionsfadensystem verstanden.
[0018] In Fig. 4 ist dargestellt, wie der Funktionsfaden entsprechend des in Fig. 1 dargestellten
Verfahrensschrittes zur Bildung des nächsten Netzmaschenschenkels zur Ausgangslängsseite
geführt wird.
[0019] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, ein- oder mehrere Funktionsfäden
zu legen und zu kulieren und danach den oder diese Funktionsfäden gleichzeitig in
einem oder in mehreren Arbeitsspielen an- bzw. einzubinden. Desweiteren ist es möglich,
den Funktionsfaden zwischen den Fixierstellen nicht oder um gleiche oder um unterschiedliche
Beträge auszulenken, wobei der in Verarbeitungsrichtung nächste Funktionsfaden auch
zum vorhergehenden Funktionsfaden nicht oder um gleiche oder unterschiedliche Beträge
ausgelenkt werden kann.
[0020] Die Bildung der Netzschenkelfadengruppen und die Ein- bzw. Anbindung erfolgt wie
in Fig. 1 bis 4 dargestellt nach dem Kettenwirkverfahren aus mindestens einen Kettfaden,
wobei es auch möglich ist, die Netzschenkelfadengruppen nach dem Kettenwirkverfahren
aus einem Kettfaden und einem Stehschußfaden zu bilden. Die Bildung der Netzschenkelfadengruppen
und die Ein- bzw. Anbindung kann auch nach dem bekannten Nähwirkverfahren aus mindestens
einem Nähfaden oder aus mindestens einem Nähfaden und mindestens einem Stehschußfaden
erfolgen. Desweiteren ist es möglich, die Netzschenkelfadengruppen und das Ein- bzw.
Anbinden nach dem bekannten Häkelgalonverfahren aus mindestens einem Kettfaden oder
mindestens einem Kettfaden und mindestens einem Stehschußfaden zu bilden. Letztendlich
kann die Netzschenkelfadengruppe und das Ein- bzw. Anbinden nach dem bekannten Netzknüpfverfahren
aus mindestens einem Kettfaden gebildet werden. Das Ein- und Anbinden kann auch auf
thermischem Wege oder auf chemischem Wege erfolgen. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
kann ein endloser Funktionsfaden, wie in Fig. 1 bis 4 dargestellt, oder ein endlicher
Funktionsfaden, welcher an jeder Längsseite von der Funktionsfadenvorratsspule 12
getrennt wird, verwendet werden. Dazu ist es notwendig, daß das lose Ende temporär
an der Längsseite fixiert wird.
[0021] Die Fig. 5a-h zeigen Produktbeispiele jeweils in Herstellungslage und in Gebrauchslage.
Fig. 5a zeigt ein Produktbeispiel, bei dem der letzte Funktionsfaden quer zur Verarbeitungsrichtung
zuerst nicht, dann um einen kleinen Betrag und zuletzt um einen größeren, zum vorhergehenden
Betrag unterschiedlichen Betrag ausgelenkt wurde. Die nachfolgenden Funktionsfäden
werden quer zur Verarbeitungsrichtung und auch gegenüber dem in Verarbeitungsrichtung
vorhergehenden Funktionsfaden um unterschiedliche Beträge, wobei der Betrag auch Null
sein kann, ausgelenkt. Es ist erkennbar, daß durch die unterschiedlichen Auslenkungen
quer und in Verarbeitungsrichtung jede denkbare Netzstruktur erreichbar ist. Es ist
auch erkennbar, daß eine Netzbreite, die über der Arbeitsbreite liegt, erzielbar ist.
[0022] In Fig. 6 ist eine Einrichtung zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens in der
Seitenansicht dargestellt, wobei die Verbindung der Netzschenkelfadengruppe und des
Funktionsfadens mittels einer Kettenwirkarbeitsstelle geschieht. Die Kettenwirkarbeitsstelle
besteht dabei aus mehreren auf einer Nadelbarre zusammengefaßten, gemeinsam beweglichen
Schiebernadeln 1, denen jeweils ein Schließdraht 2 zugeordnet ist, aus ein oder mehreren
als Legeschiene ausgebildeten Fadenführern, mit meist als Lochnadeln 3 ausgebildeten
Fadenführungselementen für die Kettfäden 4, aus einem zwischen den Schiebernadeln
1 angeordneten Fräsblech 5 sowie dem Stechkamm 6. Erfindungsgemäß ist der Kettenwirkarbeitsstelle
ein über mindestens zwei quer zur Verarbeitungsrichtung nebeneinanderliegende Schiebernadeln
1 wirkendes Funktionsfadeneinlegesystem zugeordnet. In der dargestellten Ausführung
besteht es aus mehreren, in einer Reihe fest auf einer, quer zur Verarbeitungsrichtung
über die gesamte Arbeitsbreite der Maschine reichenden, um ihre Längsachse drehbaren
und senkrecht zu ihrer Längsachse horizontal beweglichen Barre 7 befestigten, als
Platinen 8 ausgebildeten Elementen zur Aufnahme des Funktionsfadens und zur Fixierung
der Funktionsfadenreserve und einem sich quer zur Verarbeitungsrichtung über die gesamte
Breite der Barre 7 translatorisch mit Rast hin und her bewegenden Funktionsfadenreservebildungssystem
9, während dessen Bewegung der Funktionsfaden 11 von der mittig zur Arbeitsstelle
angeordneten Funktionsfadenvorratsspule 12 abgezogen und in die Platinen 8 eingelegt
wird. Dem Funktionsfadenreservebildungssystem 9 ist dabei ein drehbar angebrachter
Funktionsfadenführer 10 zugeordnet, der jeweils in Bewegungsrichtung des Funktionsfadenreservebildungssystem
9 gedreht wird. Während des Abzugs des Funktionsfadens 11 von der Funktionsfadenvorratsspule
12 und dem Einlegen desselben in die Platinen 8 wird während der Bewegungsrast durch
Absenken des Elementes zur Funktionsfadenreservebildung 13 die Funktionsfadenreserve
gebildet. Im Funktionsfadenreservebildungssystem ist dem Element zur Funktionsfadenreservebildung
13 ein als Getriebe ausgebildeter Antrieb und diesem eine Mustersteuerung zugeordnet,
wobei die Mustersteuerung mit den Steuerungen der anderen Elemente und Systeme der
Einrichtung korelliert.
[0023] Erfolgt die Zuführung des Funktionsfadens und die Ein- bzw. Anbindung nicht in einem
Arbeitszyklus gleichzeitig, sondern auf mehrere Arbeitszyklen verteilt, sind mehrere
Funktionsfadenreservebildungssysteme 9 unter einem Winkel gegenüber der Querarbeitungsrichtung
angeordnet. Mit dieser Einrichtung ist dann eine quasi kontinuierliche Arbeitsweise
möglich.
[0024] An Kettenwirk-/Nähwirkarbeitsstellen mit zwei Nadelsystemen bzw. mit als Zungen-
oder Spitzennadeln ausgebildeten Wirknadeln ist die Erfindung gleichermaßen anwendbar.
[0025] Fig. 7 zeigt in der Vorderansicht das Funktionsfadeneinlegesystem mit dem Funktionsfadenreservebildungssystem
9 zum Zeitpunkt der Fadenreservebildung zwischen zwei Platinen 8.
[0026] Auf die detailierte Darstellung der anderen bekannten Verfahren (Nähwirken, Häkelgalon,
Netzknüpfverfahren) zur Herstellung einer Netzschenkelfadengruppe und die An- bzw.
Einbindung des erfindungsgemäß verarbeiteten Funktionsfadens 11 wird verzichtet, da
der Vorgang der Bildung der Netzschenkelfadengruppe und die An- bzw. Einbindung allgemein
bekannt ist.
[0027] Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtungen wird nachfolgend anhand der
Fig. 1 bis 4 beschrieben. In den Fig. 1 bis 4 ist die Arbeitsstelle schematisch in
der Draufsicht dargestellt. Fig. 1 zeigt das Funktionsfadenreservebildungssystem 9
beim Legen des Funktionsfadens 11 mittels Funktionsfadenführer 10 in die Platinen
8 des Funktionsfadenseinlegesystems, die temporäre Fixierung des Funktionsfadens 11
in den Platinen 8 und die dabei stattfindende Funktionsfadenreservebildung (Fig. 1
entspricht Fig. 7 in der Draufsicht). Die Schiebernadeln 1 befinden sich dabei im
hinteren Totpunkt, so daß die Nadelköpfe unter der Oberkante des Fräsblechs 5 stehen.
[0028] In Fig. 2 ist der Vorgang des Legens des Funktionsfadens 11 und der dabei stattfindenden
Funktionsfadenreservebildung abgeschlossen. Das Funktionsfadenreservebildungssystem
9 steht außerhalb des Arbeitsstellenbereiches in Warteposition und der Funktionsfadenführer
10 ist bereits um 180° in die anschließende Bewegungsrichtung geschwenkt.
[0029] Fig. 3 stellt die Arbeitsstelle im Moment des Einlegens des Funktionsfadens 11 dar.
Dazu bewegt sich der Stechkamm 6 horizontal nach hinten aus der Arbeitsstelle heraus
und die Barre 7, mit den Platinen 8, die den Funktionsfaden 11 mit den Funktionsfadenreserven
temporär fixiert haben, bewegt sich horizontal in die Arbeitsstelle hinein. Dabei
werden durch eine Drehbewegung der Barre 7 um ihre Längsachse nach oben die Funktionsfadenreserven
über die Oberkante des Fräsbleches 5 gehoben und durch Zurückschwenken der Barre 7
auf die Rückseite des Fräsbleches 5 gebracht. Nach dem anschließenden Einstreichen
befindet sich der Funktionsfaden 11 mit Funktionsfadenreserve zwischen Schiebernadelrücken
und Kettfaden 4. Während des Einstreichens übernehmen die Platinen 8 die Aufgabe des
Stechkammes 6. Anschließend fährt die Barre 7 horizontal aus der Arbeitsstelle heraus,
der Stechkamm 6 wieder horizontal hinein, die Kettfäden 4 werden zur Franse gelegt
und es wird abgeschlagen. Damit ist der Funktionsfaden 11 angebunden.
[0030] Wie in Fig. 4 dargestellt, bewegt sich nun das Funktionsfadenreservebildungssystem
9 zurück. Dabei wird der Funktionsfaden 11 wieder in die Platinen 8 der Barre 7 eingelegt
und erfindungsgemäß zu mustergemäßen Funktionsfadenreserven ausgeformt. Gleichzeitig
wird in der Arbeitsstelle gemäß der Netzgeometrie ein weiteres Stück der Netzmaschenschenkel
in Verarbeitungsrichtung hergestellt.
[0031] Auf die Darstellung der Schließdrähte 2, der Funktionsfadenvorratsspule 12 und der
Mustersteuerung des Funktionsfadenreservebidlungssystems 9 wurde in den Fig. 1 bis
4 aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet.
Bezugszeichenaufstellung
[0032]
1 Schiebernadel
2 Schließdraht
3 Lochnadel
4 Kettfaden
5 Fräsblech
6 Stechkamm
7 Barre
8 Platine (Fixierstelle)
9 Funktionsfadenreservebildungssystem
10 Funktionsfadenführer
11 Funktionsfaden
12 Funktionsfadenvorratsspule
13 Element zur Funktionsfadenreservebildung
14 Netzschenkelfadengruppe
1. Verfahren zur Herstellung textiler netzartiger Flächengebilde aus Fäden, wobei mehrere
in Laufrichtung des herzustellenden Flächengebildes nebeneinanderliegende Netzschenkelfadengruppen
(14) erzeugt werden, welche ausschliesslich durch von einer Längsseite des herzustellenden
Flächengebildes zu dessen anderer Längsseite verlaufenden Funktionsfäden (11) miteinander
verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, dass man den Funktionsfaden (11) an mindestens
zwei quer zur Laufrichtung angeordneten Fixierstellen (8) quer zur Laufrichtung temporär
in seiner Lage fixiert und dabei den Funktionsfaden zur Bildung einer Funktionsfadenreserve
zwischen den Fixierstellen zu einer Schleife kuliert und man weiter den mit der Funktionsfadenreserve
versehenen und quer zur Laufrichtung temporär fixierten Funktionsfaden (11) gleichzeitig
an mindestens zwei nebeneinanderliegenden Netzschenkelfadengruppen (14) befestigt
und die temporäre Fixierung des Funktionsfadens (11) aufhebt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man mehrere Funktionsfäden
(11) über die Arbeitsbreite anordnet, temporär fixiert und dabei mit mindestens einer
Funktionsfadenreserve versieht, an mindestens zwei nebeneinanderliegenden Netzschenkelfadengruppen
(14) befestigt und die temporäre Fixierung aufhebt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Netzschenkelfadengruppe
nach dem Nähwirkverfahren aus mindestens einem Nähfaden bildet.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Netzschenkelfadengruppe
nach dem Nähwirkverfahren aus mindestens einem Stehschussfaden und mindestens einem
Nähfaden bildet.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Netzschenkelfadengruppe
(14) nach dem Häkelgalonverfahren aus mindestens einem Kettfaden (4) bildet.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verbindung zwischen
Netzschenkelfadengruppe (14) und Funktionsfaden (4) durch chemisches oder thermisches
Fixieren bewirkt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Netzschenkelfadengruppe
(14) nach dem Netzknüpfverfahren aus mindestens einem Kettfaden (11) bildet.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Funktionsfäden (11)
zwischen den quer zur Laufrichtung nebeneinanderliegenden Netzschenkelfadengruppen
(14) um gleiche oder unterschiedliche Beträge zu mindestens einer Funktionsfadenreserve
kuliert.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die in Laufrichtung in
Bezug auf die vorangehenden Funktionsfäden (11) folgenden Funktionsfäden (11) um gleiche
oder um unterschiedliche Beträge zu mindestens einer Funktionsfadenreserve kuliert.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Funktionsfäden (11)
mit mindestens zwei nebeneinanderliegenden Netzschenkelfadengruppen (14) quer zur
Laufrichtung rechtwinklig verbindet.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Funktionsfaden (4)
nach dem Verbinden mit mindestens zwei Netzschenkelfadengruppen (14) von der Funktionsfadenvorratsspule
(12) getrennt und vor dem nachfolgenden Einlegen an seinem Ende temporär fixiert.
12. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11, mit
mindestens einer Fadenzuführung für mindestens einen der folgenden Fäden: Nähfaden,
Kettfaden oder Stehschussfaden und mehreren nebeneinanderliegenden Verfestigungseinrichtungen
zur Bildung von in Laufrichtung ausgerichteten Netzschenkelfadengruppen für Netzmaschenschenkel
und mindestens einer Funktionsfadenzuführung zur Zuführung eines von einer Längsseite
des herzustellenden Flächengebildes zu dessen anderer Längsseite verlaufenden Funktionsfadens
zur Bildung von quer zur Laufrichtung ausgerichteten Netzmaschenschenkeln, wobei der
Abstand zweier nebeneinanderliegender Verfestigungseinrichtungen der Länge eines quer
zur Laufrichtung liegenden gestreckten Funktionsfadenabschnittes entspricht, dadurch
gekennzeichnet, dass den Verfestigungseinrichtungen (1, 2, 5, 6) mindestens ein, den
Abstand zwischen den nebeneinanderliegenden Verfestigungseinrichtungen überbrückendes,
den Funktionsfaden (11) temporär fixierendes und einlegendes Funktionsfadeneinlegesystem
(8, 9, 13), welches aus Fixierstellen (8) und einem mindestens zwischen zwei nebeneinanderliegenden
Fixierstellen (8), auf den Funktionsfaden (11) einwirkenden, mit Elementen zur Funktionsfadenreservebildung
(13) versehenen, steuerbaren Funktionsfadenreservebildungssystem (9) besteht, zugeordnet
ist.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Seiten des Funktionsfadeneinlegesystems
(8, 9, 13) eine Schneid- und Fixiereinrichtung angeordnet ist.
14. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den
Verfestigungseinrichtungen und dem Funktionsfadeneinlegesystem (8, 9, 13) mit zugeordnetem
Funktionsfadenreservebildungssystem (9) variabel ist.
15. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Hub des Funktionsfadeneinlegesystems
(8, 9, 13) in Richtung der Verfestigungseinrichtungen variabel ist.
16. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfestigungseinrichtung
eine Nähwirkarbeitsstelle ist.
17. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfestigungseinrichtung
eine Kettenwirkarbeitsstelle ist.
18. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfestigungseinrichtung
eine Häkelgalonarbeitsstelle ist.
19. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfestigungseinrichtung
eine Netzknüpfarbeitsstelle ist.
20. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionsfadenreservebildungssytem
(9) einen mit einer Veränderungssteuerung, einer Mustersteuerung und mit den Steuerungen
der Einrichtung korellierenden Antrieb enthält.
1. Process for producing textile net-like fabrics from threads, the process comprising
producing a plurality of groups (14) of mesh side threads located next to one another
in the travel direction of the fabric being produced, exclusively using function threads
(11) for connecting the groups of mesh side threads, wherein the function threads
extend from a longitudinal side of the fabric being produced to the other longitudinal
side of the fabric being produced, characterized in that it comprises temporarily
setting the function thread (11) in its position transversely of the travel direction
at least at two setting points (8) arranged with respect to each other transversely
of the working direction, forming the function thread into a loop between the setting
points for forming a function thread reserve, simultaneously fastening the function
thread (11), which is temporarily set transversely of the travel direction and is
provided with the function thread reserve, to at least two groups (14) of mesh side
threads located next to one another, and cancelling the temporary setting of the function
thread (11).
2. Process according to claim 1, characterized in that it comprises arranging a plurality
of function threads (11) over the working width, temporarily setting the function
threads and providing the function threads with at least one function thread reserve,
fastening the function threads to at least two groups (14) of mesh side threads located
next to one another and cancelling the temporary setting.
3. Process according to claim 1, characterized in that it comprises forming the group
of mesh side threads from at least one stitching thread by a stitch bonding process.
4. Process according to claim 1, characterized in that it comprises forming the group
of mesh side threads by a stitch bonding process from at least one stationary weft
thread and at least one stitching thread.
5. Process according to claim 1, characterized in that it comprises forming the group
(14) of mesh side threads by a crochet galloon process from at least one warp thread
(4).
6. Process according to claim 1, characterized in that it comprises effecting the connection
between the group (14) of mesh side threads and the function thread (4) by chemical
or thermal setting.
7. Process according to claim 1, characterized in that it comprises forming the group
of mesh side threads (14) by a warp knitting process from at least one warp thread
(11).
8. Process according to claim 1, characterized in that it comprises looping the function
threads (11) located between the groups (14) of mesh side threads arranged next to
one another transversely of the travel direction by equal or by different amounts
to form at least one function thread reserve.
9. Process according to claim 1, characterized in that it comprises looping the function
threads (11) following in the travel direction with respect to the preceding function
threads (11) by equal or by different amounts to form at least one function thread
reserve.
10. Process according to claim 1, characterized in that it comprises connecting the function
threads (11) transversely to the travel direction at a right angle to at least two
groups (14) of mesh side threads located next to one another.
11. Process according to claim 1, characterized in that it comprises, after connecting
the function thread (4) to at least two groups (14) of mesh side threads, severing
the function thread from the function thread supply coil (12) and temporarily setting
the function thread prior to the next following laying in at its end.
12. Installation for performing the process according to one of claims 1 to 11, the device
comprising at least one thread feed for at least one of the following threads: stitching
thread, warp thread or stationary weft thread, and a plurality of bonding devices
arranged next to one another for forming mesh side thread groups for net mesh sides
aligned in the travel direction, and at least one function thread feeding means for
supplying a function thread for forming net mesh sides extending transversely of the
travel direction, wherein the function thread extends from a longitudinal side of
the fabric to the other longitudinal side of the fabric, and wherein the distance
between two adjacently located bonding devices corresponds to the length of a stretched
function thread portion extending transversely of the travel direction, characterized
in that at least one function thread laying system (8, 9, 13) is associated with the
bonding devices (1, 2, 5, 6), the function thread laying system bridging the distance
between the adjacently located bonding devices and temporarily setting and laying
the function thread (11) and the function thread laying system comprising setting
points (8) and a controllable function thread reserve forming system (9) for acting
on the function thread (11) at least between two adjacent setting points (8) and comprising
elements (13) for forming the function thread reserve.
13. Installation according to claim 12, characterized in that a cutting and setting device
is arranged at both sides of the function thread laying system (8, 9, 13).
14. Installation according to claim 12, characterized in that the distance between the
bonding devices and the function thread laying system (8, 9, 13) including the associated
system (9) for forming the function thread reserve is variable.
15. Installation according to claim 12, characterized in that the lift of the function
thread laying system (8, 9, 13) is variable in the direction of the bonding devices.
16. Installation according to claim 12, characterized in that the bonding device is a
stitch bonding work location.
17. Installation according to claim 12, characterized in that the bonding device is a
warp knitting work location.
18. Installation according to claim 12, characterized in that the bonding device is a
crochet galloon work location.
19. Installation according to claim 12, characterized in that the bonding device is a
net knotting work location.
20. Installation according to claim 12, characterized in that the function thread reserve
forming system (9) comprises a drive correlated to a variation control, a patterning
control and the controls of the device.
1. Procédé de réalisation de configurations textiles du type filet à partir de fils,
en réalisant plusieurs groupes de fils des branches de mailles (14) juxtaposés dans
la direction de circulation de la configuration à réaliser, ces groupes étant reliés
exclusivement par des fils fonctionnels (11) allant d'un grand côté de la configuration
à réaliser vers son autre grand côté,
caractérisé en ce qu'
on fixe les fils fonctionnels (11) en au moins deux points de fixation (8) disposés
transversalement à la direction de circulation, transversalement, de manière temporaire
dans sa position, et on coule une boucle entre les points de fixation pour former
une réserve de fil fonctionnel puis on attache le fil fonctionnel (11) muni de la
réserve de fil fonctionnel et qui est fixé temporairement transversalement à la direction
de circulation, en l'attachant simultanément à au moins deux groupes juxtaposés de
fils des branches de filet (14) et on supprime la fixation temporaire du fil fonctionnel
(11).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on dispose plusieurs fils fonctionnels (11) suivant la largeur de travail, on les
fixe temporairement, et on les munit d'au moins une réserve de fil fonctionnel, on
attache à au moins deux groupes de fils des branches de filet (14) juxtaposées et
on supprime la fixation temporaire.
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on forme le groupe des fils des mailles de filet selon le procédé de tricot couture
à partir d'au moins un fil de couture.
4. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on forme le groupe des fils des branches de mailles selon le procédé de tricot couture
à partir d'au moins un fil de chaîne debout et d'au moins un fil de couture.
5. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on forme le groupe des fils des branches de mailles (14) selon le procédé de crochetage
de galon à partir d'au moins un fil de chaîne (4).
6. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on réalise la liaison entre le groupe des fils des branches de mailles (14) et les
fils fonctionnels (4) par fixation chimique ou thermique.
7. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on forme le groupe des fils des branches de mailles (14) selon le procédé de nouage
de filet à partir d'au moins un fil de chaîne (11).
8. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on coule les fils fonctionnels (11) entre les groupes de fils des branches de mailles
(14), juxtaposés transversalement à la direction de circulation, d'une valeur identique
ou différente pour former au moins une réserve de fil fonctionnel.
9. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on coule les fils fonctionnels (11) à la suite des fils fonctionnels précédents dans
la direction de circulation, d'une valeur égale ou différente, pour former au moins
une réserve de fil fonctionnel.
10. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on relie les fils fonctionnels (11) à au moins deux groupes de fils et branches de
mailles (14), juxtaposés, en les reliant à l'équerre, transversalement à la direction
de circulation.
11. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
après avoir relié à au moins deux groupes de fils des branches de mailles (14), on
coupe les fils fonctionnels (4) de la bobine de réserve de fil fonctionnel (12) et
on fixe temporairement l'extrémité avant de réaliser la jetée suivante.
12. Installation pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 1 à
11, comprenant au moins un guidage de fil pour au moins l'un des fils suivants : fil
de couture, fil de chaîne ou fil de trame debout et plusieurs installations de renforcement,
juxtaposées, pour former des groupes de fils des branches de mailles alignés dans
la direction de circulation pour les branches des mailles du filet et au moins un
guidage de fil fonctionnel pour fournir un fil fonctionnel allant d'un grand côté
de la configuration à réaliser vers son autre grand côté, pour former des branches
de mailles de filet alignées transversalement à la direction de circulation, la distance
de deux installations de renforcement, juxtaposées, correspondant à la longueur d'un
segment de fil fonctionnel étiré transversalement à la direction de circulation,
caractérisée en ce qu'
aux installations de renforcement (1, 2, 5, 6) est associé au moins un système de
jetée de fil fonctionnel (8, 9, 13) qui enjambe la distance entre les installations
de renforcement, juxtaposées, fixant temporairement et jetant le fil fonctionnel (11),
ce système se composant de points de fixation (8) et d'un système formant une réserve
de fil fonctionnel (11) commandé, agissant au moins entre deux points de fixation
juxtaposés (8) sur le fil fonctionnel (11) avec des éléments pour former une réserve
de fil fonctionnel (13).
13. Installation selon la revendication 12,
caractérisée par
une installation de coupe et de fixation prévue des deux côtés du système de jetée
de fil fonctionnel (8, 9, 13).
14. Installation selon la revendication 12,
caractérisée en ce que
la distance entre les installations de renforcement et le système de jetée de fil
fonctionnel (8, 9, 13), avec le système formant la réserve de fil fonctionnel (9),
est variable.
15. Installation selon la revendication 12,
caractérisée en ce que
la course du système de jetée de fil fonctionnel (8, 9, 13) dans la direction des
installations de renforcement est variable.
16. Installation selon la revendication 12,
caractérisée en ce que
l'installation de renforcement est un poste de tricot-couture.
17. Installation selon la revendication 12,
caractérisée en ce que
l'installation de renforcement est un poste de tricot chaîne.
18. Installation selon la revendication 12,
caractérisée en ce que
l'installation de renforcement est un poste de crochetage de galon.
19. Installation selon la revendication 12,
caractérisée en ce que
l'installation de renforcement est un poste de nouage de filet.
20. Installation selon la revendication 12,
caractérisée en ce que
le système formant la réserve de fil fonctionnel (9) comporte un entraînement coopérant
avec une commande variable, une commande de modèle et les commandes de l'installation.