[0001] Die Erfindung betrifft eine Presse für eine Kaltverformung von Metallwerkstücken,
die durch eine prägende, tiefziehende, fließpressende, kalibrierende, einsenkende
oder feinschneidende Bearbeitung in eine eng tolerierte Form bringbar sein sollen,
insbesondere eine Münz- oder Medaillenprägepresse zum Prägen von Münzen oder Medaillen
mit hoher Oberflächenqualität und mit den weiteren, im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 aufgeführten, gattungsbestimmenden Merkmalen.
[0002] Derartige Pressen, die einen hydraulischen Leistungsantrieb haben, in der Regel einen
doppeltwirkenden linearen Hydrozylinder, der Verformungskräfte zwischen 10
6 und 10
8 N entfalten kann, sind allgemein bekannt und z.B. in dem technisch-wissenschaftlichen
Lehrbuch "Stauchen und Pressen" von Billigmann/Feldmann, Karl Hanser Verlag München
1973, 2. Auflage, S. 352 ff eingehend erläutert.
[0003] In der üblichen Gestaltung solcher Pressen ist sowohl aus konstruktiven als auch
aus ergonomischen Gründen - Anordnung des Arbeitsbereiches etwa in Brusthöhe einer
Bedienungsperson - der Antriebszylinder, mit dessen Kolben das Oberwerkzeug der Presse,
z.B. ein Prägestempel, lösbar fest über seine Werkzeugaufnahme verbunden ist, oberhalb
des Arbeitsbereiches angeordnet, während das als Widerlager für das zu bearbeitende
Werkstück dienende Unterwerkzeug an einer den Arbeitsbereich an seiner Unterseite
begrenzenden Werkzeugaufnahme angeordnet ist, die das Widerlager für das der Kaltverformung
zu unterwerfende Werkstück bildet.
[0004] Das Pressengestell, das die im Verformungsbetrieb der Presse auftretenden Reaktionskräfte
unter möglichst geringer Eigenverformung aufnehmen muß, ist üblicherweise als in sich
geschlossener, der Grundform nach rechteckiger Rahmen ausgebildet, der ein antriebsseitiges
Joch, ein widerlagerseitiges Joch und diese beiden Joche miteinander verbindende seitliche
Wangen umfaßt, wobei der Antriebszylinder an der rahmeninneren Unterseite des antriebseitigen
Joches montiert ist und die Werkzeugaufnahme für das Unterwerkzeug an dem unteren,
widerlagerseitigen Joch des Pressengestells axial abgestützt ist.
[0005] Nachteilig an der insoweit erläuterten - bekannten - Bauart hydraulisch angetriebener
Pressen ist die relativ große laterale - rechtwinklig zur zentralen Längsachse des
Antriebs-Hydrozylinders gemessene Ausdehnung des Pressengestells, dessen Wangen, seitlich
an dem Antriebs-Hydrozylinder-Gehäuse vorbeitretend einen relativ großen Abstand voneinander
haben müssen, mit der Folge, daß sowohl im Bereich der antriebs- und widerlagerseitigen
Joche des Pressengestells als auch in dessen die beiden Joche miteinander verbindenden
Wangen erhebliche Biegemomente auftreten, die nur durch entsprechende Querschnittsvergrößerungen
der Joche aufgefangen werden können. Es kommt hinzu, daß die Wangen unter dem Einfluß
der Pressenkräfte auch erhebliche - elastische - Längungen erfahren, die im Ergebnis
zu einem zusätzlichen Energieverbrauch führen, da ein erheblicher Anteil der installierten
Leistung dazu benötigt wird, das Pressengestell gleichsam vorzuspannen, damit die
Pressenkräfte auf das Werkstück übertragen werden können.
[0006] Soweit Pressen der bekannten Bauart zum Prägen von Münzen eingesetzt werden, die
eine konstante Dicke haben sollen, wird dies durch eine Anschlagbegrenzung mit Hilfe
beidseits des Prägebereichs angeordneter Festanschläge, die genau justiert werden
müssen, erreicht, wobei durch solche Anschläge jedoch zusätzlicher lateraler Bauraum
benötigt wird, der zu einer entsprechenden Verbreiterung des Pressengestells und zu
einer entsprechenden Verstärkung desselben zwingt.
[0007] Für die Justierung der Anschläge auf eine vorgegebene Dicke von Münzen, deren Prägung
auch eine definierte Mindestkraft erfordert, sind zeitaufwendige Justierarbeiten und
Prägeversuche erforderlich, bevor mit einem kontinuierlichen Prägebetrieb begonnen
werden kann.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Presse der eingangs genannten Art dahingehend
zu verbessern, daß, eine Auslegung der Presse auf eine bestimmte maximale Pressenkraft
vorausgesetzt, das Pressengestell bei gleichwohl leichterem und räumlich weniger ausladendem
Aufbau im Betrieb der Presse geringeren axialen und lateralen Verformungen ausgesetzt
ist und daß sie zusätzlich zu einem druckkontrollierten Betrieb ohne Erfordernis von
Festanschlägen auch einen exakt wegkontrollierten Betrieb in einem weiten Bereich
ausnutzbarer Pressenkräfte ermöglicht.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale (d) bis (g)
des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0010] Durch die hiernach vorgesehene bauliche Integration des Antriebs-Hydrozylinder in
das Pressengestell, derart, daß das der Grundform nach kreiszylindrische Zylindergehäuse
sowohl das antriebseitige Joch des Pressengestells als auch mit denjenigen Umfangsbereichen
seines Mantels Abschnitte der Wangen des Pressengestells bildet, über die das antriebseitige
Joch mit dem widerlagerseitigen Joch zugfest verbunden ist, wird insgesamt eine wesentlich
schlankere und auch in axialer Richtung weniger ausgedehnte Bauweise des Pressengestells
erzielt, wobei sich bei vergleichbaren Querschnitten der Wangen des Pressengestells
gegenüber einer Presse konventioneller Bauart Rahmenlängungen ergeben, die weniger
als 50 % der bei konventioneller Bauart hinzunehmenden Rahmenlängungen betragen. Die
schon allein hierdurch erreichbare Reduzierung der für den Betrieb des Druckversorgungsaggregates
der Presse zu installierenden elektrischen Leistung ist erheblich.
[0011] Auch durch die Gestaltung des Antriebszylinders mit einer kleinflächigen "Eilgang"-Stufe
und einer großflächigen, bedarfsweise zuschaltbaren "Last-Kolbenstufe" des Antriebskolbens
in Kombination mit dessen Bewegungssteuerung mittels eines mit elektrisch impulsgesteuerter
inkrementaler Positions-Sollwertvorgabe und mechanischer Positions-Istwert-Rückmeldung
arbeitenden Nachlaufregelventils ist eine bedarfsgerechte weggesteuerte Veränderung
der Pressenkraft und insoweit besonders rationelle Nutzung der installierten Antriebsleistung
möglich. Durch die Kombination der nachlaufgeregelten Bewegungssteuerung des Antriebszylinderkolbens
mit der Antriebsdruck-Überwachung mittels eines elektronischen Drucksensors ist z.B.
ein Prägen von Münzen mit gleichmäßiger Oberflächenqualität auch dann möglich, wenn
die Dicke der Rohlinge in einem relativ weiten Bereich streut, da z.B. aus einer differenzierenden
Verarbeitung des Ausgangssignals des Drucksensors erkennbar ist, ab welcher Kolbenposition
der Oberstempel der Presse auf den Rohling auftrifft und sodann diese Position als
Referenzposition für den weiteren Prägevorgang benutzbar ist, der dann entsprechend
der zu erzielenden Profiltiefe inkremental exakt weggesteuert durchführbar ist.
[0012] Verglichen mit der gemäß Anspruch 2 vorgesehenen, einstückigen Gestaltung des Pressengestells,
die eine optimale Festigkeit desselben ergibt, hat die gemäß den Ansprüchen 3 und
4 vorgesehene zweiteilige Gestaltung des Pressengestells den Vorzug der einfacheren
Herstellbarkeit bei gleichwohl guter mechanischer Stabilität.
[0013] Mit den durch die Merkmale der Ansprüche 5 bis 7 angegebenen Gestaltungen und Auslegungen
des Antriebszylinderkolbens, in Kombination mit der durch die Merkmale der Ansprüche
8 bis 10 angegebenen Auslegung des Druckversorgungsaggregats auf ein niedriges Ausgangsdruckniveau
und ein hohes Ausgangsdruckniveau lassen sich für den Betrieb der Presse günstige
Abstufungen der Pressenkräfte erzielen.
[0014] Durch die Merkmale der Ansprüche 11 bis 15 sind bevorzugte Gestaltungen eines auf
zwei verschiedenen Ausgangsdruckniveaus benutzbaren Druckversorgungsaggregats angegeben,
das mit einer eine besonders gute Ausnutzung der installierten Leistung ermöglichenden
Speicher-Ladetechnik arbeitet.
[0015] Durch die Merkmale der Ansprüche 16 bis 23 sind konstruktiv einfache und funktionell
günstige Gestaltungen hydraulischer Schaltungs- und Funktionselemente der Presse angegeben,
die eine rasche Umschaltung zwischen Eilstufen- und Laststufenbetrieb des Antriebszylinders
ermöglichen, die eine Führung von Öl-Ausgleichsströmen auf kurzen und widerstandsarmen
Strömungspfaden ergeben, ein ruckfreies und weitgehend geräuschloses Umschalten von
Eilvorschub auf Lastvorschub sowie von Lastvorschub auf Rückzugsbetrieb des Antriebszylinders
ergeben und einen zuverlässigen Betrieb der Presse über längere Zeit hinweg gewährleisten.
[0016] Mittels eines gemäß den Merkmalen der Ansprüche 24 bis 28 gestalteten Auswerfers
ist ein - gleichsam synchroner - Betrieb der Presse dahingehend möglich, daß eine
fertig geprägte Medaille zwischen Oberstempel und Unterstempel noch eingespannt aus
dem Prägering ausgehoben und im freien Arbeitsbereich der Presse von einem Greifer
erfaßt werden kann, bevor sie durch weiteres Anheben des Oberstempels und Absenken
des Unterstempels freigegeben wird.
[0017] Die erfindungsgemäße Presse ist in einer Auslegung auf eine maximale Preßkraft von
beispielsweise 4x10
6 N mit einem Eigengewicht von nur etwa 1 % dieser Kraft realisierbar und, verglichen
mit einer konventionellen Presse, mit einer elektrischen installierten Antriebsleistung
betreibbar, die nur etwa 30 % derjenigen des Leistungsbedarfs einer konventionellen
Presse entspricht.
[0018] Der Bewegungsablauf des Pressenwerkzeuges und gegebenenfalls auch des Auswerfers
ist frei programmierbar, wobei im Prinzip eine beliebige Folge von Preßzyklen erzielbar
ist, innerhalb derer die Pressenkraft nach einer anfänglichen Steigerung wieder abgesenkt,
danach wieder erhöht und wieder abgesenkt wird usw. und die Spitzenwerte der Pressenkraft
innerhalb der jeweiligen Zyklen vorgebbar sind. Hierbei kann die Drucküberwachung
gleichsam als Referenz für den durch die Ansteuerung des Schrittmotors des Nachlaufregelventils
über den Weg gesteuerten Ablauf der Pressenzyklen ausgenutzt werden. In einem solchen
programmiert-gesteuerten Betrieb der Presse lassen sich wegen der rationellen Umschaltbarkeit
von Eil- und Lastvorschubbetrieb mit vergrößerter Antriebsfläche des Antriebszylinders
vergleichsweise hohe Taktzahlen erreichen. Die Presse ist aber auch einem selbsttätig
druckgesteuerten Betrieb dahingehend zugänglich, daß ab einem Auftreffen des Pressenwerkzeugs
auf den Rohling, was mittels der Druckübrwachung aus einem Anstieb des Antriebsdruckes
erkennbar ist, die Auslösung eines Vorschubschrittimpulses jeweils dann erfolgt, wenn
sich nach Ausführung eines inkrementalen Vorschubschrittes der mittels des Drucksensors
erfaßbare Antriebsdruck nicht mehr, zumindest nicht nennenswert mehr ändert, wobei
sich in einem solchen Betriebsmodus die Zeitspanne, die zwischen der Abgabe aufeinanderfolgender
Ansteuerimpulse verstreicht, ständig vergrößert, und der "fertig" geprägte Zustand,
z.B. einer Münze daran erkennbar ist, daß die Zunahme des Antriebsdruckes von Vorschubschritt
zu Vorschubschritt konstant oder nahezu konstant bleibt, was ebenfalls anhand einer
Auswertung des Drucksensor-Ausgangssignals erkennbar ist.
[0019] Diese Art der Steuerung eines Prägevorgangs ist insbesondere für die Durchführung
einer "Muster"-Prägung geeignet, anhand derer Erkenntnisse für eine optimierte Programmierung
seriell durchgeführter Prägevorgänge gewonnen werden sollen.
[0020] Es versteht sich, daß die Presse in sinngemäßer Anpassung an den jeweiligen Verwendungszweck
auch für ein Prägen von Münzen oder Medaillen im sogenannten freien Gesenk, d.h. ohne
Prägering sowie auch zum Tiefziehen, Fließpressen, Kalibrieren, Einsenken und Feinschneiden
verwendbar ist.
[0021] Weitere Einzelheiten der erfindungsgemäßen Presse ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines speziellen Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Gesamtansicht einer als Münzen- und Medaillenprägepresse ausgebildeten erfindungsgemäßen
Presse mit hydraulischem Antriebszylinder und hydraulisch angetriebenem Auswerfer,
teilweise im Schnitt längs einer die zentrale Längsachse der Presse enthaltenden Radialebene
derselben;
- Fig. 2
- ein Hydraulikschaltbild der elektrohydraulischen Steuerung der Presse gemäß Fig. 1
sowie des Druckversorgungsaggregats;
- Fig. 3
- einen Schnitt längs der Linie III-III der Fig. 1;
- Fig. 4
- eine halbschematische Schnittdarstellung eines im Rahmen der Pressensteuerung gemäß
Fig. 2 vorgesehenen Nachlaufregelventils und
- Fig. 5a und b
- je ein Diagramm zur Erläuterung der Funktion der Presse gemäß Fig. 1.
[0022] Die in den Fig. 1 und 2 jeweils insgesamt mit 10 bezeichnete Presse sei zum Zweck
der Erläuterung als eine zum Prägen von Münzen oder Medaillen hoher Oberflächenqualität
geeignete Prägepresse vorausgesetzt, in der z.B. flach-kreisscheibenförmige Rohlinge
11, innerhalb eines Münzringes 12 angeordnet, der die radiale Begrenzung der Prägeform
bildet, zwischen einem feststehenden Unterstempel 13 und einem beweglichen, mittels
eines Antriebs-Hydrozylinders 14 vertikal verfahrbaren Oberstempel 16 einer prägenden
Kaltverformung unterwerfbar sind, die zu der flach-reliefförmigen Profilierung der
Vorder- und Rückseite der Münze bzw. Medaille und auch zu deren Randprofilierung führt,
die durch die jeweils komplementäre Gestaltung des Unterstempels 13 des Oberstempels
16 und des Münzringes 12 vorgegeben sind.
[0023] Die Presse 10 ist als vertikale Presse mit senkrecht verlaufender zentraler Längsachse
17 ausgebildet, entlang derer die auf den Rohling 11 zu und von diesem wieder weggerichteten
Eil- und Arbeitsvorschubbewegungen sowie die Rückzugsbewegungen des Oberstempels 16
erfolgen.
[0024] In einer typischen Auslegung der Presse 10 ist diese auf eine auf die Rohlinge 11
ausübbare Prägekraft von maximal 4x10
6 N ausgelegt.
[0025] Die Presse 10 umfaßt ein insgesamt mit 18 bezeichnetes Pressengestell, das als in
sich geschlossener Rahmen ausgebildet ist, der ein antriebsseitiges - oberes - Joch
19, an dem der Antriebs-Hydrozylinder 14 axial abgestützt ist, ein widerlagerseitiges
Joch 21, an dem der Unterstempel 13 mit seiner Stempelaufnahme 22 - während des Prägevorganges
- axial abgestützt ist, sowie das antriebsseitige Joch 19 mit dem widerlagerseitigen
Joch 21 zugfest miteinander verbindende Wangen 23,24 umfaßt und die beim Prägevorgang
auftretenden Reaktionskräfte aufnimmt.
[0026] Das Pressengestell 18 umfaßt ein oberes, der Grundform nach zylindrisch-topfförmig
gestaltetes Gestellteil, in das der Antriebs-Hydrozylinder 19 integriert ist, derart,
daß dieses Gestellteil 26 das Gehäuse des Antriebszylinders 14 bildet sowie ein unteres,
der Grundform nach zylindrisch-blockförmiges Gehäuseteil 27, von dessen Oberseite
zwei im Querschnitt kreissegmentförmige Säulen 23',24' gleicher Höhe abfragen, welche
untere Abschnitte der das antriebseitige Joch 19 und das widerlagerseitige Joch 21
miteinander verbindenen Wangen 23,24 bilden. Die beiden Säulen 23',24' bilden mit
ihren inneren, aufeinander zuweisenden, parallel zueinander verlaufenden, ebenen Begrenzungsflächen
28,29 die seitlichen Begrenzungen des fensterförmigen Arbeitsbereichs 31 der Presse
10, innerhalb dessen gut zugänglich die den Oberstempel 16 tragende, obere Stempelaufnahme
32, der Münzring 12 und der diesen tragende, massive Stützring 33 sowie der Unterstempel
13 und die diesen tragende untere Stempelaufnahme 22 angeordnet sind. Das untere Gestellteil
27 ist einschließlich seiner Säulen 23',24' symmetrisch bezüglich der zwischen den
beiden inneren, ebenen Begrenzungsflächen 28,29 verlaufenden, die zentrale Achse 17
enthaltenden vertikalen Längsmittelebene 34 des Pressengestells 18 ausgebildet.
[0027] Dasselbe gilt, abgesehen von einer zur Sicherung des Kolbens 36 des Antriebszylinders
14 gegen ein Verdrehen in seinem Gehäuse vorgesehen, lediglich schematisch angedeuteten
Geradführung 37, die ein mit einer Längsnut des Kolbens 36 in gleitfähig formschlüssigem
Eingriff stehendes, gehäusefest angeordnetes Führungsstück umfaßt, auch für das das
Gehäuse des Antriebszylinders 14 und das Joch 19 des Pressengestells 18 bildende obere
Gestellteil 26.
[0028] Das obere Gestellteil 26, das denselben Außendurchmesser (D + 2d) wie das untere
Gestellteil 27 hat, sitzt mit der ringförmigen, ebenen Endstirnfläche 38 seines ringzylindrischen
Mantels 39 auf den ebenen, rechtwinklig zur zentralen Längsachse 17 des Pressengestells
verlaufenden kreissegmentförmigen Endstirnflächen 41,42 der beiden aufragenden Säulen
23',24' des unteren Gestellteils 27 auf und ist mit diesem durch insgesamt vier vorgespannte
Zuganker 43 fest verbunden, wobei die Gesamtvorspannung dieser Zuganker 43 etwa dem
doppelten Wert der maximal mittels des Antriebszylinders 14 entfaltbaren Prägekraft
entspricht, die von dem Pressengestell 18 bei möglichst geringer Verformung desselben
auffangbar sein muß, und gleichmäßig über die vier Zuganker 43 verteilt ist. Bei dem
zur Erläuterung gewählten Auslegungsbeispiel, bei dem die Presse 10 eine maximale
Prägekraft von 4x10
6 N entfaltet, ist somit jeder der Zuganker 43 mit 2x10
6 N vorgespannt.
[0029] Die Zuganker 43 sind, wie der Darstellung der Fig. 1 entnehmbar, als langgestreckte
Zugstäbe ausgebildet, die durch innerhalb des Querschnittsbereiches der Säulen 23',24'
des unteren Gehäuseteils 27 verlaufende Durchgangsbohrungen 44 des unteren Gehäuseteils
27 hindurchtreten und über Gewinde-Endabschnitte 46 in Ankergewinden des oberen Gestellteils
26 verankert sind, die in von der freien Stirnseite des Gehäusemantels 39 her eingebrachte
Sackbohrungen 47 eingeschnitten sind. Die Vorspannung der Zuganker 43 wird durch Spannmuttern
48 gehalten, die mit zum Spannen der Zuganker 43 vorgesehenen, an der Unterseite des
unteren Gestellteils 27 herausragenden Gewindeabschnitten 49 der Zuganker 43 in kämmendem
Eingriff stehen und sich an der unteren Begrenzungsfläche 51 des unteren Gestellteils
27 abstützen.
[0030] Die zentralen Achsen 52 der durchgehenden Bohrungen 44 des unteren Gestellteils 27
und der diesen entsprechendem Gewinde-Sackbohrungen 47 des oberen Gestellteils 26
liegen, wie der Fig. 3 entnehmbar, auf einem Bohrungskreis 53, dessen Radius r den
Wert

hat, wobei mit D der lichte Abstand der Säulen 23',24' voneinander, mit d deren größte
radiale Dicke und mit d' die Dicke des Mantels 39 des oberen, zylindrisch-topfförmigen
Gestellteils 26 bezeichnet sind.
[0031] Die Anordnung der Durchgangsbohrungen 44 des unteren Gestellteils 27 ist symmetrisch
bezüglich der rechtwinklig zu den ebenen Begrenzungsflächen 28,29 der Säulen 23',24'
verlaufenden vertikalen Quermittelebene des unteren Gestellteils 27.
[0032] Der in praxi höchstmögliche wählbare azimutale Abstand α
d, den die zentralen Achsen 52 der Durchgangsbohrungen 44 von der vertikalen Quermittelebene
54 aus gemessen haben können, ist durch diejenige Anordnung der Bohrungen 44 bestimmt,
in welcher der rechtwinklig zur jeweiligen ebenen Begrenzungsfläche 28 bzw. 29 der
Säulen 23' bzw. 24' gemessene Abstand (a
s) der jeweils zentralen Bohrungsachse 52 von dieser ebenen Begrenzungsfläche 28 bzw.
29 gleich dem radialen Abstand (a
r) der jeweiligen zentralen Achse 52 von der äußeren, zylindrischen Mantelfläche 56
bzw. 57 der jeweiligen Säule 23' bzw. 24' ist. Hierbei ist natürlich vorausgesetzt,
daß der Durchmesser der Zuganker 43 und der von diesen durchsetzten Bohrungen 44 etwa
gleich dem Wert der genannten Abstände a
s und a
r ist, damit zwischen den Bohrungen 54 und den jeweiligen Begrenzungsflächen 28,29
bzw. 56,57 genügend Material vorhanden ist. Je nach dem Wert des Verhältnisses d/D
in dem mit d die entlang der vertikalen Quermittelebene 54 gemessene größte Dicke
der Säulen 23',24' bezeichnet ist, lassen sich Werte des azimutalen Abstandes α
d der zentralen Bohrungsachsen 52 von der Quermittelebene 54 zwischen 20° und knapp
40° erreichen, was für eine gute Verteilung der im Pressengestell 18 wirksamen Vorspannkräfte
ausreichend ist.
[0033] In den Jochbereich 21 des unteren Gestellteils 27 ist ein insgesamt mit 58 bezeichneter
Auswerfer integriert, der seinerseits als doppeltwirkender linearer Hydrozylinder
ausgebildet ist, dessen insgesamt mit 59 bezeichneter Kolben an der unteren Stempelaufnahme
22 angreift und soweit nach oben verfahrbar ist, daß die geprägte Münze oder Medaille
außer Eingriff mit dem Münzring 12 gebracht werden kann.
[0034] Zur Erläuterung des Antriebskonzepts der Presse 10 und deren funktioneller Eigenschaften
sei nunmehr wieder auf das Hydraulikschaltbild der Fig. 2 Bezug genommen, in der anhand
der Fig. 1 und 3 hinsichtlich ihrer baulichen Gestaltung schon erläuterte Bau- und
Funktionselemente mit denselben Bezugszeichen belegt sind wie in den Fig. 1 und 3,
was auch den Verweis auf deren Beschreibung anhand dieser Fig. beinhalten soll.
[0035] Der Kolben 36 des als Leistungsantrieb vorgesehenen Hydrozylinders 14 hat zwei durch
eine Kolbenstange 61 fest miteinander verbundene Kolbenflansche 62,63 der unterschiedlichen
Durchmesser D
1 und D
2, die in Bohrungsstufen 64,66 entsprechend verschiedenen Durchmessers druckdicht verschiebbar
geführt sind, wobei die Kolbenstange 61 durch eine die beiden Bohrungsstufen 64,66
miteinander verbindende zentrale Durchgangsbohrung 67 druckdicht verschiebbar hindurchtritt.
[0036] Innerhalb der gemäß der Darstellung der Fig. 1 und 2 von oben her in das zylindrisch-topfförmige
Gestellteil 26 eingebrachten, dem Durchmesser nach kleineren Bohrungsstufe 64, die
mittels eines Gehäusedeckels 68 druckdicht abgeschlossen ist, ist durch den dem Durchmesser
D
1 nach kleineren Kolbenflansch 62 ein oberer Antriebsdruckraum 69 gegen einen unteren,
von der Kolbenstange 61 axial durchsetzten, ringförmigen Antriebsdruckraum 71 druckdicht
beweglich abgegrenzt, in den permanent der momentan anstehende Ausgangsdruck des insgesamt
mit 72 bezeichneten Druckversorgungsaggregats eingekoppelt ist, das auf einen Betrieb
mit verschiedenen Werten des maximalen Ausgangsdruckes ausgelegt ist.
[0037] Durch eine zentrale Bohrung 73 des Gehäusedeckels 68 ist, in dieser druckdicht verschiebbar,
eine schlanke Kolbenstange 74 des Antriebskolbens 36 des Antriebszylinders 14 herausgeführt,
deren freies Ende 76 als Zahnstange ausgebildet ist, durch deren im Betrieb der Presse
10 erfolgende Ab- und Aufbewegungen ein Zahnrad 77 in alternativen Drehrichtungen
antreibbar ist, mit dem drehfest eine Gewindespindel 78 verbunden ist, welche ihrerseits
Funktionselement einer mechanischen Rückmelde-Einrichtung eines zur Bewegungssteuerung
des Oberstempels 16 der Presse 10 vorgesehenen Nachlauf-Regelventils 79 ist, das mit
elektrisch steuerbarer Vorgabe des Sollwertes der Position des Antriebszylinderkolbens
36 bzw. des Oberstempels 16 und mechanischer Rückmeldung des Positions-Istwertes über
den Zahnstangentrieb 76,77 arbeitet.
[0038] Über dieses Nachlaufregelventil 79, das nachfolgend anhand seiner Funktion noch eingehender
erläutert werden wird, ist der obere, durch den kleineren Kolbenflansch 62 axial beweglich
begrenzte Antriebsdruckraum 69 mit Druck beaufschlagbar, alternativ dazu druck-entlastbar.
[0039] Der Betrag A
1 der Ringfläche 81, auf der der kleinere Kolbenflansch 62 einem in den oberen Antriebsdruckraum
69 eingekoppelten Druck ausgesetzt ist, um den Faktor 2 größer als der Betrag A
2 der Ringfläche 82 der kleineren Kolbenstufe 62, auf der diese dem in dem unteren
ringförmigen Antriebsdruckraum 71, der ebenfalls durch die kleinere Kolbenstufe 62
axial beweglich begrenzt ist, herrschenden Ausgangsdruck des Druckversorgungsaggregats
72 ausgesetzt ist.
[0040] Durch den in der größeren Bohrungsstufe 66 des oberen Gestellteils 26 druckdicht
verschiebbaren größeren Kolbenflansch 63 des Antriebszylinder-Kolbens 36 ist ein weiterer,
von der die beiden Kolbenflansche 62 und 63 miteinander verbindenden Kolbenstange
61 axial durchsetzter, ringförmiger Antriebsdruckraum 83 axial beweglich begrenzt,
in den ebenfalls über das Nachlauf-Regelventil 79 und ein diesem nachgeschaltetes
Flächen-Zuschaltventil 84 Druck einkoppelbar ist, mit dem der größere Kolbenflansch
36 auf einer Ringfläche 86 beaufschlagbar ist, deren Betrag A3 wesentlich größer ist
als der Betrag A1 der oberen Ringfläche 81 der kleineren Kolbenstufe 62, wobei in
einer typischen Auslegung der Presse 10 das Verhältnis A1/A3 etwa den Wert 1/8 hat.
[0041] Durch den größeren Kolbenflansch 63 ist weiter gegen den ringförmigen Antriebsdruckraum
83 ein druckloser Ringraum 87 druckdicht beweglich abgegrenzt, der mit Hydrauliköl
verfüllt ist und mit einem symbolisch als "Vorrats"-Behälter 88 dargestellten Nachlaufraum
in ständig-kommunizierender Verbindung gehalten ist, der konstruktiv oberhalb des
größeren Antriebsdruckraumes 83 angeordnet ist und über ein Nachströmventil 89, das
in der Lage ist, einen großen Strömungsquerschnitt freizugeben, mit dem großflächig
begrenzten Antriebsdruckraum 83 verbindbar ist.
[0042] Der Nachlaufraum steht über eine Überlaufleitung 91 mit dem Vorratsbehälter 92 des
Druckversorgungsaggregats 72 in Verbindung und hat eine Aufnahmekapazität, die mindestens
der Summe der maximalen Ölvolumina entspricht, die von dem oberen Antriebsdruckraum
69, der durch den Gehäusedeckel 68 abgeschlossen ist und dem großflächig begrenzten,
von der Kolbenstange 61 axial durchsetzten Antriebsdruckraum 83 aufgenommen werden
können, durch deren Druckbeaufschlagung auf das Werkstück 11 zu - abwärts - gerichtete
Eil-Vorschub- und Last-Vorschubbewegungen des Kolbens 36 des Antriebs-Hydrozylinders
14 steuerbar sind.
[0043] Die gehäusefeste axiale Begrenzung des drucklosen Ringraumes 87 ist, wie am besten
aus der Fig. 1 ersichtlich, durch die obere Ringstirnfläche 93 einer in die Bohrungsstufe
66 des großen Durchmessers D
2 druckdicht und verschiebefest eingesetzten Gleithülse 94 gebildet, in der der Antriebskolben
36 mit einer die Gleithülse 94 axial durchsetzenden Kolbenstange 96 druckdicht verschiebbar
geführt ist, wobei der Durchmesser dieser Kolbenstange 96, die auch in der obersten
Endposition des Antriebskolbens 36 noch mit einem kurzen Endabschnitt 36' in den Arbeitsraum
31 der Presse 10 hineinragt, nur geringfügig kleiner ist als der seitliche Abstand
D der aufragenden Säulen 23',24' des unteren Gestellteils 27, der wiederum etwas kleiner
ist als der dem Außendurchmesser der Gleithülse 94 entsprechende Durchmesser D
2 der größeren Bohrungsstufe 66, so daß die Hülse mit kreisabschnittsförmigen Randbereichen
ihrer unteren Ringstirnfläche 97 auf den ebenen Endstirnflächen 41,42 der Säulen 23',24'
vertikal abgestützt ist.
[0044] Das Volumen der Hydraulikölmenge, die aus dem drucklosen Ringraum 87 verdrängt wird,
der über eine Abströmleitung 98 direkt mit dem Nachlaufraum 88 verbunden ist, entspricht
etwa 1/3 bis 1/2 des Volumens derjenigen Hydraulikölmenge, die in den großflächig
begrenzten ringförmigen Antriebsdruckraum 83 eintritt, wenn der Kolben 36 seinen auf
den Rohling 11 zugerichteten Eil-Vorschub- und/oder Last-Vorschub-Hub ausführt.
[0045] Bevor im weiteren auf die Steuerung von Preß- und Prägevorgängen mittels des Nachlaufregelventils
79, des Flächenzuschaltventils 84 und des Nachströmventils 89 sowie eines weiteren
Nachlaufregelventils 99 eingegangen wird, das zur Steuerung des Auswerfers 58 vorgesehen
ist, sei zunächst noch auf Einzelheiten der Gestaltung und Auslegung des Druckversorgungsaggregates
72 eingegangen, das eine Druckversorgung der Presse 10 auf zwei verschiedenen Ausgangsdruckniveaus
von z.B. 70 bar und z.B. 280 bar vermittelt und dementsprechend einen Niederdruck-Versorgungsausgang
101 und einen Hochdruck-Versorgungsausgang 102 hat, an dem jedoch auch der niedere
Ausgangsdruck von 60 bar bereitstellbar ist.
[0046] Das Druckversorgungsaggregat 72 umfaßt einen Niederdruckspeicher 103 und einen Hochdruckspeicher
104, die mittels je einer Hydraulikpumpe 106 bzw. 107 und über je ein als Rückschlagventil
dargestelltes Speicher-Ladeventil 108 bzw. 109, das durch höheren Druck am Druckausgang
der zugeordneten Pumpe 106 bzw. 107 als am Versorgungsanschluß 111 bzw. 112 des Niederdruckspeichers
103 bzw. des Hochdruckspeichers 104 in seine Offenstellung gelangt und sonst sperrend
ist, aufladbar sind.
[0047] Das Druckniveau, auf das der jeweilige Druckspeicher 103 bzw. 104 aufladbar ist,
ist durch je ein Druckbegrenzungsventil 113 bzw. 114 mit einstellbarem Druckgrenzwert
bestimmt. Die beiden Hydraulikpumpen 106,107 haben einen gemeinsamen elektromotorischen
Antrieb 116, der jeweils dann eingeschaltet wird, wenn das Ausgangsdruckniveau mindestens
eines der beiden Druckspeicher 103,104 auf einen Wert abgefallen ist, der z.B. 5 %
niedriger ist als der durch das jeweilige Druckbegrenzungsventil 113 bzw. 114 festgelegte
Druck-Grenzwert und wieder ausgeschaltet wird, sobald dieser überschritten wird.
[0048] Die diesbezügliche Art der selbsttätigen Ansteuerung des Pumpenantriebs 116 ist durch
zwei Druckschalter 117,118 mit einstellbarer Hysterese veranschaulicht.
[0049] Der Ausgang 110 des das Ausgangsdruckniveau des Hochdruckspeichers 104 bestimmenden
Druckbegrenzungsventils 114 ist mit dem an den Druckausgang der Niederdruckpumpe 106
angeschlossenen Eingang 115 des das Ausgangsdruckniveau des Niederdruckspeichers 103
bestimmenden Druckbegrenzungsventils 113 verbunden, das daher mit dem Druckbegrenzungsventil
114 des Hochdruckspeichers 104 hydraulisch in Reihe geschaltet ist.
[0050] Durch diese hydraulische Serienschaltung der beiden Druckbegrenzungsventile 113,114
wird erreicht, daß im Zuge von Auflade-Phasen des Niederdruckspeichers 103, wahrend
derer der Hochdruckspeicher 104 einer Aufladung nicht bedarf, die diesem zugeordnete
Hydraulikpumpe 107 auch zur Aufladung des Niederdruckspeichers 103 mitwirkt.
[0051] Zwischen den Versorgungsanschluß 111 des Niederdruckspeichers 103 und den Niederdruckversorgungsausgang
101 des Druckversorgungsaggregats 72 ist ein - erstes - Druckversorgungssteuerventil
119 geschaltet, das als 2/2-Wege-Magnetventil ausgebildet ist, das eine federzentrierte
- sperrende - Grundstellung 0 hat und bei Ansteuerung seines Steuermagneten 121 mit
einem Ausgangssignal einer zur Betriebssteuerung der Presse 10 vorgesehenen elektronischen
Steuereinheit 120 in eine Durchflußstellung I umschaltbar ist, in welcher der Versorgungsanschluß
111 des Niederdruckspeichers 103 unmittelbar mit dem Niederdruckversorgungsausgang
101 des Druckversorgungsaggregats 72 verbunden ist und daher der Ausgangsdruck des
Niederdruckspeichers 103 an diesem Niederdruckversorgungsausgang 101 bereitgestellt
ist.
[0052] Zu dem als 2/2-Wege-Magnetventil ausgebildeten ersten Druckversorgungssteuerventil
119 ist ein als druckkompensierte Drossel ausgebildeter Strommengenregler 122 parallelgeschaltet,
über den auch dann, wenn sich das Druckversorgungs-Steuerventil 119 in seiner sperrenden
Grundstellung 0 befindet, ein dem Betrage nach geringer Hydrauliköl-Strom zum einen
zu dem Niederdruckausgang 101 des Druckversorgungsaggregates und zum anderen über
ein Rückschlagventil 123 auch zum Hochdruckausgang 102 des Druckversorgungsaggregats
72 strömen kann, wobei dieses Rückschlagventil durch relativ höheren Druck am Niederdruckausgang
101 als am Hochdruckausgang 102 in seine Offen-Stellung gesteuert und sonst sperrend
ist.
[0053] Das Druckversorgungsaggregat 72 umfaßt weiter ein zweites als 2/2-Wege-Magnetventil
ausgebildetes (Hoch-) Druckversorgungssteuerventil 124, das zwischen den Versorgungsanschluß
112 des Hochdruckspeichers 104 und den Hochdruckausgang 102 des DruckversorgungsaggregatS
72 geschaltet ist.
[0054] Die - federzentrierte - Grundstellung 0 dieses zweiten DruckversorgungssteuerventilS
124 ist seine Sperrstellung, die bei Erregung seines Steuermagneten 126 mit einem
Ausgangssignal der elektronischen Steuereinheit 120 eingenommene erregte Stellung
I seine Durchfluß-Stellung, in welcher der Versorgungsanschluß 112 des Hochdruckspeichers
104 mit dem Hochdruckausgang 102 des Druckversorgungsaggregats 72 verbunden, dieser
jedoch - wegen der Sperrwirkung des Rückschlagventils 123 gegen das Niederdruck-Versorgungssteuerventil
119 und den Strommengenregler 122 abgesperrt ist.
[0055] Solange beide Druckversorgungssteuerventile 119 und 124 ihre sperrende Grundstellung
0 einnehmen, steht an beiden Druckausgängen 101 und 102 des Druckversorgungsaggregats
72 der Ausgangsdruck des Niederdruckspeichers 103 an und kann wegen des durch den
Strommengenregler 122 begrenzten Ölstroms für einen "langsamen", von Hand gesteuerten
Notbetrieb der Presse genutzt werden. Im betriebsbereiten Zustand der Presse 10 und
ihres Druckversorgungsaggregats 72 ist bei geöffnetem Niederdruck-Versorgungssteuerventil
121 und gesperrtem Hochdruck-Versorgungssteuerventil 124 an beiden Druckausgängen
101,102 des Druckversorgungsaggregats 72 der Ausgangsdruck des Niederdruckspeichers
103 mit hoher hydraulischer Leistung nutzbar, da der Strommengenregler 122 durch das
Versorgungssteuerventil 119 überbrückt ist.
[0056] Ist gleichzeitig auch das zweite Versorgungssteuerventil 124 des Druckversorgungsaggregats
72 in seine Durchflußstellung I umgeschaltet, so ist am Hochdruckausgang 102 des Druckversorgungsaggregats
72 der Ausgangsdruck des Hochdruckspeichers 104 bereitgestellt, während am Niederdruckausgang
101 weiterhin der Ausgangsdruck des Niederdruckspeichers 103 ansteht.
[0057] Im Unterschied zu dem Antriebszylinder 14 der Presse 10, dessen Druckversorgung über
den Hochdruckausgang 102 des Druckversorgungsaggregats 72 erfolgt, so daß der Antriebszylinder
14 wahlweise auf dem niedrigen Ausgangsdruckniveau des Niederdruckspeichers 103 oder
dem hohen Ausgangsdruckniveau des Hochdruckspeichers 104 versorgbar ist, ist der Auswerfer
58 ausschließlich über den Niederdruckausgang 101 des Druckversorgungsaggregates 72
druckversorgt.
[0058] Bei der insoweit geschilderten Auslegung des Druckversorgungsaggregats 72 und Gestaltung
des Antriebszylinders 14 der Presse 10 kann diese in vier verschiedenen Werten F
max1 bis F
max4 der maximal erreichbaren Prägekraft entsprechenden Betriebsarten benutzt werden,
nämlich:
1. Einstellung des Druckversorgungsaggregats 72 auf niedrigen Ausgangsdruckpegel am
Druckversorgungsausgang 102 und Steuerung der Preß- bzw. Prägekraft der Presse 10
allein durch Einkopplung von Druck mittels des Nachlaufregelventils 79 in den oberen,
durch die kleinere Kolbenstufe 62 des Kolbens 36 des Antriebszylinders 14 begrenzten
Antriebsdruckraum 69, während der durch die größere Kolbenstufe 63 begrenzte ringförmige
Antriebsdruckraum 83 drucklos bleibt und in diesem Antriebsdruckraum 83 über das in
seine Durchfluß-Stellung I umgeschaltete Nachströmventil 89 Hydrauliköl aus dem Nachlaufraum
88 nachströmen kann. Da der durch den kleineren Kolbenflansch 62 axial beweglich begrenzte
Ringraum 71 permanent an den Druckversorgungsausgang 102 des Druckversorgungsaggregats
72 angeschlossen ist, an dem wahlweise der niedrige Ausgangsdruck pN oder der hohe Ausgangsdruck pH bereitgestellt wird, ist in dieser Betriebsart der Presse die von dieser maximal
entfaltbare Prägekraft Fmax1 durch die Beziehung

gegeben.
2. Die Betriebsart ist hinsichtlich der ausschließlichen Nutzung des kleineren Kolbenflansches
62 zur Antriebssteuerung der Presse 10 dieselbe wie unter 1. erläutert, jedoch wird
das Druckversorgungsaggregat 72 auf dem höheren Ausgangsdruckniveau pH am Druckversorgungsausgang 102 betrieben, so daß sich für den Maximalwert Fmax2 der entfaltbaren Prägekraft die Beziehung

ergibt.
3. Das Druckversorgungsaggregat 72 ist auf den Betrieb mit niedrigem Ausgangsdruckniveau
pN am Druckversorgungsausgang 102 eingestellt, jedoch wird nunmehr die Entfaltung der
Pressenkraft sowohl durch Druckeinkopplung in den oberen, durch den kleineren Kolbenflansch
62 beweglich begrenzten Antriebsdruckraum 69 als auch in den durch den größeren Kolbenflansch
63 des Kolbens 36 des Antriebszylinders 14 beweglich begrenzten, von der seine beiden
Kolbenflansche 62 und 63 miteinander verbindenden Kolbenstange 61 axial durchsetzten
Antriebsdruckraum 83 gesteuert, wobei in dieser Betriebsart der Presse 10 der Maximalwert
Fmax3 der erreichbaren Prägekraft durch die Beziehung

gegeben ist.
In dieser Betriebsart ist in derjenigen Phase derselben, in der Druck in den großflächig
begrenzten Antriebsdruckraum 83 angekoppelt wird, das Flächenzuschaltventil 84 aus
seiner sperrenden Grundstellung 0 in seine Durchflußstellung I umgeschaltet, in welcher
der Steueranschluß 127 des Nachlaufregelventils 79 der permanent an den Versorgungsanschluß
128 des oberen, durch den kleineren Kolbenflansch 62 beweglich begrenzten Antriebsdruckraumes
69 des Antriebszylinders 14 angeschlossen ist, auch mit dem Versorgungsanschluß 130
des durch den größeren Kolbenflansch 63 axial beweglich begrenzten ringförmigen Antriebsdruckraumes
83 verbunden ist, während in dieser Druckaufbau-Betriebsphase das Nachströmventil
89 in seine sperrende Grundstellung 0 zurückgeschaltet ist und dadurch der Versorgungsanschluß
128 des größerflächig begrenzten Antriebsdruckraumes 83 gegen den Nachlaufraum 88
abgesperrt ist.
4. Steuerung der Prägekraft-Entfaltung wie unter 3. erläutert, jedoch unter Ausnutzung
des hohen Ausgangsdruckniveaus pH am Druckversorgungsausgang 102 des Druckversorgungsaggregats 72.
[0059] Der Maximalwert F
max4 ist in dieser Betriebsart der Presse 10 durch die Beziehung

gegeben.
[0060] Zur Erläuterung einer speziellen und bevorzugten Auslegung der Presse 10 sei angenommen,
daß das Druckversorgungsaggregat 72 auf dem niedrigen Ausgangsdruckniveau p
N von 70 bar und dem hohen Ausgangsdruckniveau p
H von 280 bar benutzbar ist. Für die wirksame Fläche A
1 des kleineren Kolbenflansches 62, durch die der obere Antriebsdruckraum 69 beweglich
begrenzt ist, sei ein Wert von 200 cm
2 angenommen und für die ringförmige "Gegen"-Fläche A
2 ein Wert von 100 cm
2, während für die Fläche A
3 des größeren Kolbenflansches 63, mit der dieser den Antriebsdruckraum 83 beweglich
begrenzt ein Wert von 1500 cm
3 gewählt ist. Bei dieser - angenommenen - Auslegung der Presse 10 ergeben sich für
deren in den verschiedenen Betriebsarten erreichbaren Maximalwerte F
max1 bis F
max4 der Pressenkräfte unter Vernachlässigung von Reibungskräften die Werte 70 kN, 280
kN, 1120 kN sowie 4480 kN, die in dem Verhältnis 1/4/4
2/4
3 stehen.
[0061] Eine derartige exponentielle Stufung der Maximalwerte F
max1 bis F
max4 läßt sich für den Fall, daß ein bestimmtes Verhältnis

der wirksamen Kolbenflanschflächen des Kolbens 36 des Antriebszylinders 14 vorgegeben
ist, im allgemeinen Fall dadurch erreichen, daß für das Verhältnis

der nutzbaren Ausgangsdrücke des Druckversorgungsaggregates 72 der Wert

eingestellt wird, z.B. durch entsprechende Einstellung der Grenzwerte der Druckbegrenzungsventile
113 und 114 und, für den Fall, daß das Verhältnis

der nutzbaren Ausgangsdrücke des Druckversorgungsaggregates 72 vorgegeben ist, das
Flächenverhältnis

der genannten "Antriebs"-Flächen 81 (A
1), 82 (A
2) und 86 (A
3) auf den Wert

ausgelegt wird.
[0062] Das zur Steuerung der Eil- und Last-Vorschubbewegungen des Antriebszylinderkolbens
36 bzw. des Oberstempels 16 der Presse 10 vorgesehene Nachlaufregelventil 79, das
seinem Aufbau nach als bekannt vorausgesetzt werden kann, so daß eine ins Detail gehende
bauliche Erläuterung dieses Ventils einschließlich der Art seiner elektrischen Ansteuerung
mittels eines elektrischen Schrittmotors oder eines AC-Motors 129 zur Vorgabe von
Positions-Sollwerten des Antriebszylinderkolbens 36 sowie der Positions-Istwert-Rückmeldung
über den Zahnstangentrieb 76,77 und die Rückmeldespindel 78 nicht erforderlich ercheint,
ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel als 3/3-Wege-Proportionalventil ausgebildet,
das durch Ansteuerung des Sollwertvorgabe-Motors 129 in alternativen Drehrichtungen
in alternative Funktionsstellungen I und II steuerbar ist, die den alternativen Bewegungsrichtungen
"abwärts" und "aufwärts" des Antriebszylinderkolbens 36 des Antriebszylinders 14 der
Presse 10 zugeordnet sind.
[0063] In der dargestellten Grundstellung 0 des Nachlaufregelventils 79 sind dessen mit
dem sowohl auf hohem wie auch auf niedrigem Ausgangsdruckniveau p
H und p
N permanent verbundener P-Versorgungsanschluß 131, der über eine Rücklaufleitung 132
mit dem Nachlaufraum 88 verbundene T-Versorgungsanschluß 133 und der permanent mit
dem Versorgungsanschluß 128 des oberen Antriebsdruckraumes 69 des Antriebszylinders
14 permanent verbundene Steueranschluß 127 über eine Eingangsdrossel 134 und eine
Ausgangsdrossel 136 jeweils hohen Strömungswiderstandes miteinander verbunden, so
daß diese Grundstellung 0 des Nachlaufregelventils 79 gleichsam als Sperrstellung
wirkt, in welcher der Steuerausgang 127 des Nachlaufregelventils 79 sowohl gegen dessen
P-Versorgungsanschluß 131 als auch gegen dessen T-Versorgungsanschluß 133 abgesperrt
ist, gleichwohl jedoch Regelvorgänge, die nur kleine Volumenströme erfordern, noch
möglich sind.
[0064] Für das Nachlaufregelventil 79 ist - innerhalb bekannter Varianten - eine Auslegung
und Gestaltung vorausgesetzt, zu deren Erläuterung nunmehr auch auf die halbschematische
Darstellung der Fig. 4 Bezug genommen sei. Hierbei ist das Nachlauf-Regelventil als
Schieberventil vorausgesetzt, dessen Ventilkörper durch das 3/3-Wegeventilsymbol präsentiert
ist. Innerhalb des im wesentlichen durch den P-Versorgungsanschluß 131 den T-Versorgungsanschluß
133 und den Steueranschluß 127 des Ventils 79 repräsentierten Gehäuses desselben,
das feststehend angeordnet ist und beim dargestellten Ausführungsbeispiel auf das
antriebsseitige Joch 19 des Pressengestells 18 montiert ist, ist der Ventilkörper
des Nachlaufregelventils 79 parallel zur gemeinsamen zentralen Längsachse 137 der
Abtriebswelle 138 des Schrittmotors 129 einer durch diesen antreibbaren Hohlwelle
139 und der an einem feststehenden Gehäuseelement 141 des Gehäuses des Nachlaufregelventils
79 drehbar, axial jedoch unverschiebbar gelagerten Gewindespindel 78 hin- und herverschiebbar
angeordnet, wodurch das Nachlaufregelventil 79 in seine alternativen Durchflußstellungen
I und II steuerbar ist.
[0065] Die Hohlwelle 139 hat an ihrem Schrittmotor-seitigen Ende eine innere Geradverzahnung
141, über die sie mit einer komplementären äußeren Geradverzahnung 142 der Abtriebswelle
138 in spielfrei kämmendem, jedoch axial gleitfähigem Eingriff steht, wodurch die
Hohlwelle 139 rotatorisch antreibbar und relativ zu der Abtriebswelle 138 des Schrittmotors
129 axial hin- und herverschiebbar ist.
[0066] An ihrem der Abtriebswelle 138 des Schrittmotors 129 abgewandten Ende ist die Hohlwelle
mit einem zu dem Gewinde der Gewindespindel 78 komplementären Innengewinde 143 versehen,
über das sie in spielfrei kämmendem, als nicht selbsthemmend vorausgesetzten Eingriff
mit der Gewindespindel 78 steht, deren Gewinde eine große Steigung von z.B. 10 mm/U
hat, so daß die Hohlwelle 139, wenn sie relativ zu der Gewindespindel 78 eine Umdrehung
ausführt, gegenüber dieser auch eine axiale Verschiebung von 10 mm erfährt, je nach
Drehrichtung des Schrittmotors in Richtung des Pfeils 144 oder in Richtung des Pfeils
146 der Fig. 4.
[0067] Zur Übertragung der axialen Hin- und Herbewegungen der Hohlwelle 139 auf den Ventilkörper
des Nachlaufregelventils 79 sind an dessen einander gegenüberliegenden Stirnseiten
formschlüssig angreifende Betätigungselemente 147 und 148 vorgesehen, die mittels
je eines Kugellagers 149 bzw. 151 mit der Hohlwelle 139 verschiebefest verbunden,
gegenüber deren Rotationsbewegungen jedoch entkoppelt sind und durch ihren formschlüssigen
Eingriff mit dem Ventilkörper des Nachlaufregelventils 79 gegen ein Verdrehen gesichert
sind.
[0068] Das Nachlaufregelventil 79 ist so ausgebildet, daß sein Ventilkörper, wenn der Schrittmotor
129, gesehen in Richtung des Pfeils 152 der Fig. 4, zu einer Drehung seiner Abtriebswelle
138 in Richtung des Pfeils 153 angesteuert ist, d.h. zu einer Drehung im Uhrzeigersinn,
Stillstand der Gewindespindel 78 vorausgesetzt, eine Verschiebung in Richtung des
Pfeils 144 der Fig. 4, d.h. gemäß dieser Darstellung nach rechts erfährt, wodurch
das Nachlaufregelventil in seine Funktionsstellung I gelangt, in welcher der T-Anschluß
133 des Nachlaufregelventils 79 gegen den Nachlaufraum 88 abgesperrt ist und der Steueranschluß
127 des Nachlaufregelventils 79 über einen in dieser Funktionsstellung I freigegebenen
Durchflußpfad 154 des Nachlaufregelventils 79, dessen Querschnitt mit zunehmender
Auslenkung des Ventilkörpers in Richtung des Pfeils 144 der Fig. 4, zu dieser proportional
zunimmt, mit dem Druckversorgungsanschluß 102 des Druckversorgungsaggregats 72 verbunden
ist, an dem, je nach Ansteuerung der Druckversorgungssteuerventile 119 und 124 des
Druckversorgungsaggregats 72 der niedrige oder der hohe Ausgangsdruck p
N oder p
H ansteht, der für den Betrieb der Presse 10 genutzt werden soll.
[0069] Durch die hieraus resultierende Druckbeaufschlagung mindestens des oberen Antriebsdruckraumes
69, der durch den kleineren Kolbenflansch 62 des Antriebszylinderkolbens 36 axial
beweglich begrenzt ist, erfolgt eine Verschiebung des Antriebszylinderkolbens 36 in
Richtung des Pfeils 156 der Fig. 1, die auf den zu prägenden Rohling 11 zu gerichtet
ist und zu einer in Richtung des Pfeils 156' erfolgenden Verschiebung der mit dem
Antriebszylinderkolben 36 fest verbundenen Zahnstange 76 führt, aus der, gesehen in
Richtung des Pfeils 157 der Fig. 4 ein rotatorischer Antrieb des Zahnrades 77 des
Zahnstangentriebes 76,77 resultiert, durch den die Gewindespindel 78 zu einer Rotation
in Richtung des Pfeils 158 der Fig. 4 angetrieben wird, d.h. im Gegenuhrzeigersinn,
wodurch die Hohlwelle 139 nunmehr eine in Richtung des Pfeils 159 der Fig. 4 gerichtete
Verschiebung erfährt, durch die der Ventilkörper des Nachlaufregelventils 79 wieder
im Sinne der Rückkehr in seine - "sperrende" - Grundstellung 0 bewegt wird, mit der
der Stillstand des Antriebskolbens 36 des Antriebs-Hydorzylinders 14 verknüpft ist.
[0070] Die Geschwindigkeit, mit der sich der Antriebskolben 36 in Richtung des Pfeils 156'
auf den Rohling 11 zubewegt, ist, solange über das Nachlaufregelventil 79 Hydrauliköl
hinreichend rasch nachströmen kann, durch die Frequenz der Ansteuerimpulse bestimmt,
mit denen der Schrittmotor 129 angesteuert wird, wobei mit jedem Impuls eine inkrementale
Drehung des Rotors des Schrittmotors 129 um jeweils denselben Winkelbetrag erfolgt.
[0071] Durch die Anzahl der ab Beginn der Bewegung des Antriebszylinderkolbens 36 dem Schrittmotor
129 zugeführten Ansteuerimpulse ist somit ein Momentanwert der Sollposition des Antriebszylinderkolbens
36 vorgegeben, dem seine Ist-Position um einen Nachlaufweg nacheilt, der dem durch
das Übersetzungsverhältnis des Zahnstangentriebes 76,77 dividierten Betrag der Auslenkung
des Ventilkörpers des Nachlaufregelventils 79 aus seiner Grundstellung 0 entspricht.
[0072] Wird die Ausgabe von Positions-Sollwertimpulsen, mit denen der Schrittmotor 129 angesteuert
wird, beendet, so bewirkt die den Zahnstangentrieb 76,77 und die Rückmeldespindel
78 umfassende - mechanische - Rückmeldeeinrichtung des Nachlaufregelventils 79, daß
dieses in seine Grundstellung 0 zurückgestellt wird, wobei der Antriebskolben 36 mit
exponentiell abnehmender Geschwindigkeit sich der mit dem letzten Ansteuerimpuls des
Schrittmotors vorgegebenen Soll-Position nähert. Dies gilt jedenfalls so lange, wie
der Oberstempel 16 der Presse 10 noch nicht auf den Rohling 11 aufgelaufen ist.
[0073] Läuft der Oberstempel 16 im Verlauf einer insoweit geschilderten Vorschub-Bewegung
des Antriebskolbens 36 des Antriebszylinders 14 auf den Rohling auf, wodurch dessen
kalt verformende Bearbeitung einsetzt, so führt dies, da der Rohling 11 der Vorschubbewegung
des Antriebskolbens 36 einen erhöhten Widerstand entgegensetzt, zu einer Vergrößerung
des Nachlaufweges und zu einer Druckerhöhung im oberen Antriebsdruckraum 69 des Antriebs-Hydrozylinders,
da der Antriebskolben 36 nicht mehr rasch genug der Positions-Sollwert-Vorgabe folgen
kann.
[0074] Zur Überwachung des im Vorschubbetrieb des Hydrozylinders 14 in dessen oberem Antriebsdruckraum
69 herrschenden Druckes p
V ist ein Drucksensor 161 vorgesehen, der ein der elektronischen Steuereinheit 120
zugeleitetes elektrisches Ausgangssignal erzeugt, das nach Pegel und/oder Frequenz
ein eindeutiges Maß für den in dem oberen Antriebsdruckraum 69 herrschenden Druck
p
V ist und von der elektronischen Steuereinheit 120 als solches auswertbar ist.
[0075] Das Nachströmventil 89 ist als über ein elektrisch ansteuerbares Vorsteuerventil
162 hydraulisch in seine Schaltstellung I - seine Durchflußstellung - schaltbares
2/2-Wege-Ventil mit federzentrierter Sperrstellung 0 als Grundstellung ausgebildet,
wobei die Vorspannung seiner Ventilfeder 163, durch die das Nachströmventil 69 in
seine Grundstellung 0 gedrängt wird, klein gegen die Schaltkraft ist, die das Nachströmventil
89 in dessen Schaltstellung I - seine Durchflußstellung - drängt, wenn seine eine
Steuerkammer 164 über das Vorsteuerventil 162 mit Steuerdruck beaufschlagt ist und
gleichzeitig seine andere Steuerkammer 166 drucklos ist, die in permanent kommunizierender
Verbindung mit dem durch den größeren Kolbenflansch 63 des Antriebszylinderkolbens
36 axial beweglich begrenzten Antriebsdruckraum 83 des Antriebszylinders 14 steht
und durch eine dem Betrage nach größere Steuerfläche axial beweglich begrenzt ist
als die über das Vorsteuerventil 162 hydraulisch ansteuerbare Steuerkammer 164, wobei
das diesbezügliche Flächenverhältnis etwa 6/1 beträgt.
[0076] Das Vorsteuerventil 162 ist als 3/2-Wege-Magnetventil ausgebildet, in dessen federzentrierter
Grundstellung 0 die kleinerflächig begrenzte, eine Steuerkammer 164 des Nachströmventils
89 mit dem T-Anschluß 133 des Nachlaufregelventils 79 oder direkt mit dem Vorratsbehälter
92 des Druckversorgungsaggregats verbunden ist und der Niederdruckausgang 101 des
Druckversorgungsaggregats 72 gegen die genannte Steuerkammer 164 des Nachströmventils
89 abgesperrt ist. Durch Erregung seines Steuermagneten 167 mit einem Ausgangssignal
der elektronischen Steuereinheit 120 ist das Vorsteuerventil in eine Schaltstellung
I umschaltbar, in welcher die kleinerflächig begrenzte Steuerkammer 164 des Nachströmventils
89 mit dem am Niederdruck-Ausgang 101 des Druckversorgungsaggregats 72 anstehenden
Ausgangsdruck beaufschlagt ist und diese Steuerkammer 164 gegen den T-Anschluß 133
des Nachlaufregelventils 79 bzw. den Vorratsbehälter 92 des Druckversorgungsaggregats
72 abgesperrt ist.
[0077] Das Flächen-Zuschaltventil 84 ist als elektrisch ansteuerbares 2/2-Wege-Magnetventil
mit federzentrierter - sperrender - Grundstellung 0 ausgebildet, das durch Erregung
seines Steuermagneten 168 mit einem Ausgangssignal der elektronischen Steuereinheit
120 in seine als Schaltstellung I vorgesehene Durchflußstellung steuerbar ist, in
welcher der Steueranschluß 127 des Nachlaufregelventils auch mit dem großflächig begrenzten
Antriebsdruckraum 83 des Antriebs-Hydrozylinders 14 kommunizierend verbunden ist.
[0078] Zu dem Flächen-Zuschaltventil 84 ist ein Rückströmventil 169 parallelgeschaltet,
das beim dargestellten, speziellen Ausführungsbeispiel als Rückschlagventil ausgebildet
ist, das durch relativ höheren Druck in dem größerflächig begrenzten Antriebsdruckraum
83 des Antriebs-Hydrozylinders 14 als in seinem oberen, kleinerflächig begrenzten
Antriebsdruckraum 69 in seine Offen-Stellung gesteuert und sonst sperrend ist. Über
dieses Rückströmventil 169 kann in Aufwärtsbewegungsphasen des Antriebszylinderkolbens
36, durch die z.B. lediglich der auf die Münze 11 ausgeübte Druck verringert werden
soll, Hydrauliköl aus dem großflächig begrenzten Antriebsdruckraum 83 des Antriebszylinders
14 und über das in einer solchen Phase in seiner Funktionsstellung II befindliche
Nachlaufregelventil zum Nachlaufraum 88 hin abströmen, auch wenn das Nachströmventil
89 sich in seiner sperrenden Grundstellung 0 befindet und das Flächen-Zuschaltventil
84 ebenfalls seine sperrende Grundstellung 0 einnimmt.
[0079] In einer typischen Auslegung des zur Antriebssteuerung des Antriebs-Hydrozylinders
14 vorgesehenen Nachlaufregelventils 129 ist dessen Schrittmotor durch eine Folge
von 4000 Ansteuerimpulsen zur Ausführung einer vollständigen 360°-Umdrehung seiner
Abtriebswelle 138 ansteuerbar, d.h. pro Ansteuerimpuls zur Ausführung einer inkrementalen
Drehung von 0,09 Grad. Bei einem ebenfalls typischen Umfang des Zahnrades 77 des Zahnstangentriebes
76,77 der mechanischen Positions-IstwertRückmeldeeinrichtung 76,77,78,139 des Nachlaufregelventils
79 von 40 mm entspricht dies einer Genauigkeit der Positions-Sollwertvorgabe sowie
auch deren Rückmeldung und damit auch der Einstellbarkeit des Hubes des Antriebskolbens
36 des Antriebs-Hydrozylinders 14 von 1/100 mm. Bezogen auf eine Profiltiefe der zu
prägenden Münze oder Medaille von 0,5 mm auf der Vorder- und der Rückseite der Medaille
bedeutet dies, daß der Hub des Antriebszylinderkolbens 36, der zur Erzielung der erwünschten
Prägung erforderlich ist, auf 1 % genau kontrollierbar ist, wenn
(a) bekannt ist, bei welchem Betrag der von der Presse 10 entfaltbaren Prägekraft
die zu prägende Münze oder Medaille als geprägt anzusehen ist und
(b) diese Prägekraft mit hinreichender Genauigkeit einstellbar ist.
[0080] Die Bedingung (a) ist auf einfache Weise durch Versuch oder Rechnung ermittelbar.
Die Bedingung (b) ist - ebenfalls auf einfache Weise - durch die Auslegung des Nachlaufregelventils
79 erfüllbar.
[0081] Die Presse 10 ist daher innerhalb eines weiten Dimensionsbereiches zu prägender Münzen
oder Medaillen auf optimale Werte ihres Hubes und/oder der Prägekraft einstellbar
und mit hoher Genauigkeit steuerbar.
[0082] Das Prägen einer Münze oder einer Medaille ist mit der Presse 10 manuell oder automatisch
gesteuert z.B. wie folgt durchführbar:
[0083] Davon ausgehend, daß der Rohling 11 in seiner für die prägende Bearbeitung geeigneten
Position innerhalb des Münzringes 12 und auf dem Unterstempel 13 aufliegend angeordnet
ist und der Antriebszylinderkolben 36 und mit diesem der Oberstempel 16 sich in seiner
oberen Endstellung befindet, in der der lichte Abstand zwischen dem Rohling 11 und
dem Unterstempel z.B. 6 cm beträgt, wird für die einleitende Phase eines Prägezyklus
zunächst die unter 1. erläuterte Betriebsart gewählt, in der an beiden Druckversorgungsausgängen
101 und 102 des Druckversorgungsaggregates 72 dessen niedriger Ausgangsdruck p
N bereitgestellt ist. Das Vorsteuerventil 162 wird, angesteuert durch ein Ausgangssignal
der elektronischen Steuereinheit 120 in seine Funktionsstellung I umgeschaltet, wodurch
das Abströmventil 89 in seine Durchflußstellung I geschaltet wird, in welcher der
Nachlaufraum 88 mit dem großflächig begrenzten Antriebsdruckraum 83 des Antriebszylinders
14 verbunden ist, so daß aus diesem, sobald der Antriebskolben 36 eine auf den Rohling
11 zugerichtete Verschiebung erfährt, Hydrauliköl in den Nachlaufraum 88 abströmen
kann. Die Presse ist jetzt auf einen mittels des Nachlaufregelventils 79 steuerbaren
Betrieb in der unter Ziff. 1 erläuterten Betriebsart vorbereitet. Das Nachlauf-Regelsystem
ist aktiviert, wobei jedoch, so lange der Schrittmotor 129 nicht mit Positions-Sollwert-Vorgabeimpulsen
angesteuert ist, der Antriebskolben 14 in seiner oberen Endstellung stehen bleibt,
die eine geregelte Position ist, in welcher der im oberen, durch den kleineren Kolbenflansch
62 begrenzten Antriebsdruckraum 69 des Antriebszylinders 14 herrschende Druck, Eigengewicht
des Antriebszylinderkolbens 36 und Reibungsverluste nicht gerechnet, aufgrund des
Flächenverhältnisses A
1/A
2 dem halben Wert des in dem durch den kleineren Kolbenflansch 62 beweglich begrenzten
Ringraum 71 herrschenden Druckes - des am Druckversorgungsausgang 102 des Druckversorgungsaggregates
72 bereitgestellten Ausgangsdruckes -, entspricht.
[0084] Wird nunmehr der Schrittmotor 129 mit "Vorwärts"-Steuerimpulsen angesteuert, wodurch
das Nachlaufregelventil in seine Funktionsstellung I gelangt, wird der Druck im oberen
Antriebsdruckraum 69 um einen Betrag Δp
N - geringfügig - erhöht, wodurch die auf den Rohling 11 zu gerichtete Vorschubbewegung
des Antriebskolbens 36 einsetzt. Die Geschwindigkeit, mit der sich der Antriebskolben
36 abwärts bewegt, ist durch die Frequenz bestimmbar, mit der die elektrischen Ansteuerimpulse
für den Schrittmotor 129 erzeugt werden. Sie wird, um in einem automatisch gesteuerten
Prägebetrieb möglichst kurze Prägezyklus-Zeiten zu erreichen, zweckmäßigerweise so
hoch gewählt, daß der am Druckversorgungsausgang 102 des Druckversorgungsaggregates
72 bereitstellbare Volumenstrom weitestgehend ausgenutzt wird, um eine möglichst hohe
Kolbengeschwindigkeit in dieser Phase des Eil-Vorschubes zu erreichen.
[0085] In diesem Eil-Vorschub-Betrieb der Presse 10 wird mindestens ein überwiegender Teil
der Distanz durchlaufen, die der Oberstempel 16 in der Ausgangsstellung von dem zu
bearbeitenden Rohling 11 hatte.
[0086] Soll ein möglichst sanftes Einsetzen des Prägevorganges erzielt werden, z.B. um einen
geräuscharmen Betrieb der Presse 10 zu erzielen, so wird, bevor der Oberstempel 16
auf den Rohling 11 auftrifft, die Ausgabefrequenz der Schrittmotor-Ansteuerimpulse
erniedrigt oder kurzzeitig unterbrochen und danach mit niedriger Frequenz fortgesetzt,
so daß der Oberstempel 16 entsprechend langsam auf den Rohling 11 auftrifft.
[0087] Sobald dies der Fall ist, tritt in dem oberen Antriebsdruckraum 69 des Antriebszylinders
14 ein Druckanstieg ein, wobei der mittels des Drucksensors 161 erfaßbare Absolutbetrag
dieses Druckes ein direktes Maß für die auf den Rohling 11 wirkende Präge-Kraft ist.
[0088] Das Ausgangssignal des Drucksensors 161 kann daher zur Beendigung der Ausgabe von
Ansteuerimpulsen für den Schrittmotor 129 ausgenutzt werden, wenn ein vorgeschriebener
Wert des Prägedruckes bzw. der Prägekraft erreicht ist, der für den herzustellenden
Münzentyp zuvor als optimal ermittelt worden war.
[0089] Mit Hilfe des Drucksensors 161 ist ein besonders rascher Ablauf eines Prägevorgangs
in der Weise steuerbar, daß der Eilvorschub-Betrieb des Antriebszylinders bis zum
Auftreffen des Oberstempels 16 auf den Rohling 11 und auch darüber hinaus noch fortgesetzt
wird, bis das Ausgangssignal des Drucksensors 161 einen einstellbar-vorgebbaren Schwellenwert
überschreitet und dadurch die Reduzierung der Frequenz ausgelöst wird, mit der Ansteuerimpulse
für den Schrittmotor 129 abgegeben werden und hiernach, wenn der für das Prägen des
jeweiligen Münzentyps günstigste Wert der Prägekraft erreicht ist, die Ausgabe von
"Vorwärts"-Ansteuerimpulsen für den Schrittmotor 129 beendet wird.
[0090] Durch diese - druckgesteuerte - Reduzierung der Ausgabefrequenz von Ansteuerimpulsen
für den Schrittmotor und deren Beendigung wird im Ergebnis erreicht, daß, unabhängig
von einer Toleranzen unterworfenen Dicke der Rohlinge die Qualität der durch die selbsttätig
gesteuerten Prägevorgänge erzielten Münzen oder Medaillen gleich bleibt.
[0091] Sowohl bei einer ausschließlich über die Anzahl der an den Schrittmotor 129 abgegebenen
Ansteuerimpulse als auch bei einer unter Ausnutzung der Ausgangssignale des Drucksensors
161 gesteuerten Prägung erfolgt die Abzählung der Ansteuerimpulse, deren Summe beim
erläuterten Ausführungsbeispiel in Schrittweiten von 1/100 mm, abgesehen von dem jeweiligen
Nachlaufweg des Antriebszylinderkolbens 36, ein Maß für dessen Momentanposition ist,
von dem Moment an, zu dem der Antriebszylinderkolben, nachdem seine Abwärtsbewegung
eingesetzt hat, eine obere Referenzposition passiert, die z.B. mittels eines elektronischen
Positionsgebers 171 oder -schalters erfaßbar ist, mittels dessen z.B. die Position
des oberen, freien Endes der Zahnstange 76 des zur Positions-Istwert-Rückmeldung auf
das Nachlaufregelventil 79 vorgesehenen Zahnstangentriebes 76,77 genau erfaßbar ist.
[0092] Die von der elektronischen Steuereinheit 120 anhand der ausgegebenen Ansteuerimpulse
erfaßte Position des Antriebskolbens 36 bzw. des Oberstempels 16 der Presse 10 ist
dann immer auf diese mittels des elektronischen Positionsgebers 171 erfaßte Referenzposition
bezogen.
[0093] Zur Erläuterung für die Presse 10 spezifischer funkioneller Eigenschaften, die sich
aus der insoweit erläuterten Art der Bewegungssteuerung des Antriebskolbens 36 nach
dem Nachlauf-Regelprinzip in Kombination mit einer fortlaufenden Messung des Druckes
im oberen Antriebsdruckraum 69 des Antriebs-Hydrozylinders 14 ergehen, mit dem, falls
dieser auch mit Druckbeaufschlagung seines größerflächig begrenzten Antriebsdruckraumes
83 betrieben wird, der in diesem herrschende Druck identisch ist und mittels desselben
Drucksensors 161 erfaßbar ist, sei nunmehr auf das schematisch stark vereinfachte
Diagramm 175 der Fig. 5a Bezug genommen, in dem die zeitliche Entwicklung des als
Ordinate aufgetragenen, mittels des Drucksensors 161 erfaßbaren, im oberen Antriebsdruckraum
69 und/oder in dem größerflächig begrenzten Antriebsdruckraum 89 des Antriebshydrozylinders
14 herrschenden Druckes dargestellt ist, der sich - qualitativ - ergibt, nachdem der
Oberstempel 16 auf den Rohling 11 aufgetroffen ist, was im Zeitpunkt t
1 des Diagramms, in dem die Zeit als Abszisse aufgetragen ist, der Fall gewesen sein
möge. Desweiteren sei angenommen, daß ab diesem Zeitpunkt t
1, den die elektronische Steuereinheit 120 aus seiner differenzierenden Verarbeitung
des Ausgangssignals des Drucksensors 161 daran erkennt, daß eine plötzliche Drucksteigerung
eintritt, die Ausgabefrequenz der Ansteuerimpulse für den Schrittmotor 129 soweit
erniedrigt wird, daß die Zeitspanne t, die verstreicht, bis im Zeitpunkt t
2 der nächste Ansteuerimpuls abgegeben wird, durch den der Schrittmotor 129 in "Vorwärtsrichtung"
angesteuert wird, hinreichend langdauernd bemessen ist, das nach Ablauf der Zeitspanne
t das Nachlauf-Regelventil 79, nachdem es im Zeitpunkt t
1 mit einem durch die Positions-Sollwert-Vorgabe bestimmten Öffnungshub in seine Funktionsstellung
I gesteuert worden war, seine sperrende Grundstellung im Zeitpunkt t
2 wieder erreicht oder nahezu erreicht hat, was die elektronische Steuereinheit daran
erkennt, daß der in die Antriebskammer(n) 69 und/oder 83 eingesteuerte Antriebsdruck
sich nicht mehr ändert, was gleichbedeutend damit ist, daß das Nachlaufregelventil
79 seine Grundstellung 0 wieder erreicht hat und auch gleichbedeutend damit, daß die
Prägung mit einer Tiefe eingesetzt hat, die der mit einem Ansteuerimpuls verknüpften
Schrittweite des Vorschubweges des Antriebszylinderkolbens 36 entspricht.
[0094] Die mit dem ersten "Präge"impuls verknüpfte Druckerhöhung p
1 ist relativ niedrig, da das in dem durch den Unterstempel 13, den Prägering 12 und
den Oberstempel 16 begrenzten Raum eingeschlossene Material des Rohlings noch relativ
viel Raum hat, in den es ausweichen kann, der jedoch mit jedem Vorschub-Schritt des
Oberstempels 16 abnimmt. Demgemäß sind die mit jedem der weiteren Prägeschritte, die
in den Zeitpunkten t
2, t
3, usw. ausgelöst werden, verknüpften Druckänderungen p
2, p
3, usw. dem Betrage nach zunehmend größer, bis schließlich die einer gleichmäßigen
räumlichen Verfüllung des durch die Prägewerkzeuge begrenzten Raumes durch das Material
des Rohlings entsprechende Konfiguration der herzustellenden Münze oder Medaille erreicht
ist und damit eine weitere Formänderung derselben praktisch nicht mehr möglich ist.
[0095] Davon ausgehend, daß diese Situation durch den letzten, vor dem Zeitpunkt t
n an den Schrittmotor 129 abgegebenen "Vorwärts"-Steuerimpuls erreicht worden sei,
ergeben sich für die Druckerhöhungen Δp
n und Δp
n+1, die als Folge zu den Zeitpunkten t
n und t
n+1 ausgelöster weiterer Vorwärts-Ansteuerimpulse für den Schrittmotor 129 auftreten,
dieselben oder annähernd dieselben Werte, die etwa derjenigen Druckerhöhung entsprechen,
die auf den letzten Ansteuerimpuls folgte, der noch zu einer prägenden Verformung
des Rohlings 11 geführt hatte.
[0096] Die Konstanz der auf schrittweise Ansteuerungen des Schrittmotors 129 folgenden Druckänderungen
Δp
n und Δp
n+1, usw. ergibt sich daraus, daß, nachdem die Münze geprägt ist, der Antriebszylinder
14 nur noch eine elastische Aufweitung des Pressengestells 18 bewirken kann, die zu
einer zu dieser Aufweitung proportionalen Reaktionskraft und damit zu konstanten Werten
des Druckanstieges pro Vorschubschritt führt.
[0097] Aus einer Überwachung der Druckanstiege Δp
i (i = 1,2, ...,n, n+1) ist es daher möglich, den Prägezustand des zu bearbeitenden
Rohlings zu erkennen und auch festzustellen, welcher Druck erforderlich ist, um eine
Münze oder Medaille vorgegebener Größe und Profiltiefe mit der Presse 10 prägen zu
können.
[0098] Der anhand der Fig. 5a geschilderte Prägevorgang kann in der Weise selbsttätig gesteuert
werden, daß ein Ansteuerimpuls für den Schrittmotor jeweils - erst - dann ausgelöst
wird, nachdem ein durch einen vorausgegangenen Ansteuerimpuls ausgelöster Vorschub-Bewegungsschritt
des Antriebskolbens 36 zum Stillstand gekommen ist.
[0099] Dieser Stillstand kann durch zeitliche Differentiation des Ausgangssignals des Drucksensors
161 festgestellt werden oder durch eine zeitliche Differentiation des Ausgangssignals
des Positionsgebers 171, falls dieser für eine kontinuierliche Erfassung der Position
des Antriebszylinderkolbens 36 ausgelegt ist, oder auch durch das Ausgangssignal eines
- nicht dargestellten - Positionssensors, mit dem Auslenkungen des Ventilkörpers des
Nachlaufregelventils 79 aus seiner Grundstellung erfaßbar sind.
[0100] Der Prägevorgang einer Medaille mit hoher Oberflächenqualität, die eine Prägekraft
des Betrages F
max erfordert, die z.B. durch einen Prägeprozeß ermittelt worden ist, wie anhand der
Fig. 5a dem Grundgedanken nach erläutert, kann mit der Presse 10 auch wie durch das
Diagramm 176 der Fig. 5b veranschaulicht, in der Weise gesteuert werden, daß der Prägeprozeß
über mehrere Prägezyklen verteilt wird, in denen der Rohling unterschiedlichen Maximalwerten
der Prägekraft ausgesetzt wird.
[0101] Bei dem durch das Diagramm 176 der Fig. 5b, in der als Ordinate die Prägekraft und
als Ordinate die Zeit aufgetragen ist, veranschaulichten Prägeprozeß wird in einem
ersten Zyklus die Prägekraft bis auf etwa 50 % des Maximalwertes F
max gesteigert und hiernach für eine Zeitspanne t
1 konstant gehalten. Danach wird die Prägekraft auf einen niedrigen Wert von z.B. 10
bis 15 % der maximalen Prägekraft zurückgenommen und für eine Entlastungszeitspanne
der Dauer t
2 auf dem niedrigen Wert gehalten. Hierauf wird die Prägekraft entsprechend den zweiten
ansteigenden Ast 172 des F/t-Diagramms 176 wieder gesteigert, bis ein gegenüber dem
ersten konstant gehaltenen Wert der Prägekraft höherer Wert derselben von beispielsweise
80 % der maximalen Prägekraft F
max erreicht ist. Die Prägekraft wird wiederum für eine Prägezeitspanne t
3 konstant gehalten und anschließend auf einen Wert abgesenkt, der niedriger ist als
der im ersten Prägezyklus erreichte Wert der Prägekraft, jedoch höher als derjenige
Wert, bis auf den die Prägekraft im ersten Prägezyklus abgesenkt worden war. Beim
dargestellten Durchführungsbeispiel wird die Prägekraft bis auf etwa 40 % der maximalen
Prägekraft F
max abgesenkt und wiederum für eine Entlastungszeitspanne der Dauer t
4 auf dem niedrigen Wert konstant gehalten. Nach Ablauf dieser Entlastungszeitspanne
wird die Prägekraft bis auf deren Maximalwert F
max erhöht und für die Dauer der Prägezeitspanne t
5 konstant gehalten, wie durch den dritten ansteigenden Ast 173 des F/t-Diagramms 176
und den zur Abszisse parallelen Abschnitt 177 der F/t-Verlaufskurve, auf dem Niveau
der maximalen Prägekraft F
max verlaufend, repräsentiert. Nach Ablauf der dritten Prägezeitspanne t
5 wird die Prägekraft wieder abgesenkt und für eine dritte Entlastungszeitspanne t
6 auf etwa demselben niedrigen Wert gehalten, von dem aus der dritte Prägezyklus gestartet
worden war. Auf diesen dritten Prägezyklus folgt mindestens ein weiterer, in dem die
Prägekraft, wie durch den vierten ansteigenden Ast 174 des Diagramms 176 repräsentiert,
wieder auf deren Maximalwert F
max angehoben und für eine Prägezeitspanne der Dauer t
7 gehalten wird.
[0102] Zur Beendigung des Prägeprozesses, der nach diesem vierten Prägezyklus, gegebenenfalls
auch nach weiteren Prägezyklen der geschilderten Art erfolgen kann, wird die mittels
des Antriebszylinders 14 auf die nunmehr fertig geprägte Medaille ausgeübte Kraft
gemäß dem letzten abfallenden Ast 178 des F/t-Diagramms 176 auf einen Minimalwert
F
min erniedrigt, der kleiner ist als die mittels des Auswerfers 58 entfaltbare, nach oben
gerichtete Kraft, die aufgebracht werden muß, um die fertige Medaille aus dem Prägering
12 heraus in den Arbeitsbereich 31 der Presse 10 zu bringen, wo erst die Medaille
zu ihrer mittels eines nicht dargestellten Greifers erfolgenden Entnahme aus der Presse
freigegeben wird.
[0103] Der als doppeltwirkender Differentialzylinder ausgebildete Auswerfer 58, dessen Auswurfhübe
und Rückzugshübe mittels des Nachlaufregelventils 99 steuerbar sind, muß in der Lage
sein, eine Auswerf- bzw. Ausschubkraft von mindestens 10 kN zu entfalten, die für
den Fall erforderlich ist, daß nach dem Abschluß eines Prägeprozesses der Oberstempel
16 schon von der geprägten Münze oder Medaille abgehoben ist und diese lediglich noch
aus dem Prägering 12 ausgeschoben werden muß, um mittels des Greifers der Presse 10
entnommen werden zu können.
[0104] Zweckmäßigerweise ist der Auswerfer 58 jedoch auf einen deutlich höheren Betrag der
maximalen Ausschubkraft ausgelegt, der gleich demjenigen ist, der im Prägebetrieb
der Presse entfaltbar ist, wenn diese in ihrer unter 1. erläuterten Betriebsart arbeitet,
d.h. bei dem zur Erläuterung gewählten Auslegungsbeispiel eine Ausschubkraft von 70
kN entfalten kann, die erforderlichenfalls ausreicht, um den Antriebskolben 36 des
Antriebszylinders 14 der Presse, während die geprägte Münze oder Medaille noch zwischen
dem Unterstempel 13 und dem Oberstempel 16 angeordnet ist, gegen eine durch Druckbeaufschlagung
des oberen Antriebsdruckraumes 69 des Antriebszylinders 14 mit relativ niedriger Druck
erzeugte, abwärts gerichtete Kraft, zurückzuschieben.
[0105] Demgemäß ist der Antriebskolben 59 des Auswerfers 58 als Stufenkolben ausgebildet,
der eine dem Durchmesser nach größere Kolbenstufe 181 und eine dem Durchmesser nach
kleinere Kolbenstufe 182 umfaßt, mit denen der Antriebskolben 59 in Bohrungsstufen
183 und 184 entsprechend verschiedenen Durchmessers D
1 und D
3, die, über eine radiale Schulter 186 gegeneinander abgesetzt, von unten her in den
das widerlagerseitige Joch 21 des Pressengestells 18 bildenden Teil desselben eingebracht
sind, druckdicht verschiebbar geführt ist, wobei der Durchmesser D
3 der dem Durchmesser nach kleineren Kolbenstufe 182 bzw. der diese aufnehmenden Bohrung
184 dem Durchmesser der zentralen Durchgangsbohrung 67 entspricht, durch die die Kolbenstange
61 hindurchtritt, die den dem Durchmesser nach kleineren Kolbenflansch 62 des Antriebskolbens
36 des Antriebs-Hydrozylinders 14 mit dessen größerem Kolbenflansch 63 verbindet.
[0106] Der von der kleineren Kolbenstufe 182 axial durchsetzte axial beweglich durch die
größere Kolbenstufe 181 begrenzte und gegenüber dem unterhalb dieser angeordneten,
größeren Antriebsdruckraum 187 abgegrenzte, ringförmige Antriebsdruckraum 188 ist
über eine Versorgungsleitung 189 permanent an den Niederdruckversorgungsausgang 101
des Druckversorgungsaggregats 72 angeschlossen.
[0107] Der über das Nachlaufregelventil 99 mit Druck beaufschlagbare oder entlastbare größerflächig
begrenzte Antriebsdruckraum 187, der gehäusefest durch einen Gehäusedeckel 191 abgeschlossen
ist, ist mittels des Nachlaufregelventils 99 mit Antriebsdruck beauf schlagbar oder
zum Vorratsbehälter 92 des Druckversorgungsaggregats 72 hin druckentlastbar, wobei
das Nachlaufregelventil 99 hinsichtlich seiner Ausbildung als 3/3-Wegeventil, seiner
Ansteuerung mittels eines Schrittmotors 192 zur Ansteuerung des Positions-Sollwertes
des Kolbens 59 des Auswerfers und der Ausbildung seiner Positions-Istwert-Rückmeldeeinrichtung
mit einem eine Rückmeldespindel 193 antreibenden Zahnrad 194, mit dem eine Zahnstange
196 in Eingriff steht, die als Endabschnitt einer mit dem Kolben 59 des Auswerfers
58 fest verbundenen Kolbenstange 197 ausgebildet ist, welche druckdicht verschiebbar
durch den Gehäusedeckel 191 hindurchtritt, mit dem zur Steuerung der Vorschub- und
Rückzugshübe des Antriebskolbens 36 des Antriebszylinders 14 vorgesehenen Nachlaufregelventil
79 völlig analog ist und insoweit auf die anhand der Fig. 4 gegebene Beschreibung
dieses Nachlaufregelventils 79 verwiesen werden kann.
[0108] Der Druck-(p)Versorgungsanschluß 198 des Nachlaufregelventils 99 des Auswerfers 58
ist ebenfalls über die Versorgungsleitung 189 mit dem Niederdruckausgang 101 des Druckversorgungsaggregats
72 permanent verbunden. Der Entlastungs-(T)Anschluß 199 des Nachlaufregelventils 99
des Auswerfers 58 ist über eine Rücklaufleitung direkt mit dem Vorratsbehälter 92
des Druckversorgungsaggregats 72 verbunden. Auch bei dem für den Auswerfer 58 vorgesehenen
Nachlaufregelventil 99 ist in dessen - im Ergebnis sperrender - Grundstellung 0 der
Steuerausgang 201 des Nachlaufregelventils 99 mit dessen p-Versorgungsanschluß 198
über eine Eingangsdrossel 202 und mit dem T-Entlastungsanschluß 199 über eine Ausgangsdrossel
203 verbunden.
[0109] Zur Überwachung des in den unteren - größer flächig begrenzten - Antriebsdruckraum
187 des Auswerfers 58 eingekoppelten Druckes ist ein elektromechanischer oder elektronischer
Drucksensor 204 vorgesehen, dessen elektrisches Ausgangssignal ein eindeutiges Maß
für den in dem unteren Antriebsdruckraum 187 des Auswerfers 58 herrschenden Druck
ist und als Informations-Eingabe der elektronischen Steuereinheit 120 zugeleitet ist.
[0110] Durch die Bewegungssteuerung des Auswerfers 58 mittels des Nachlaufregelventils 99
ist es möglich, die fertig geprägte Münze oder Medaille während des Ausrückens aus
dem Prägering 12 zwischen dem Oberstempel 16 der Presse und deren Unterstempel 13
gleichsam eingespannt zu halten und diese in eine definierte Position zu bringen,
in der sie mittels des Greifers erfaßt und sicher fixiert werden kann, bevor der Antriebszylinder
14 und der Auswerfer 58 zu einer Aufwärtsbewegung einerseits und zu einer Abwärtsbewegung
andererseits angesteuert werden, die zur Freigabe der Münze bzw. Medaille zu deren
Entnahme aus dem Arbeitsraum 31 der Presse führt.
1. Presse für eine Kalt-Verformung von Metall-Werkstücken, die durch eine prägende, tiefziehende,
fließpressende, kalibrierende, einsenkende oder feinschneidende Bearbeitung in eine
eng tolerierte Form bringbar sein sollen, insbesondere Münz- oder Medaillen-Präge-Presse
mit
a) einem doppelt wirkenden linearen Hydrozylinder (14) als Leistungs-Antrieb, der
bei einem maximalen Betriebsdruck um 300 bar auf die Entfaltung von zur Verformung
des Werkstückes nutzbaren Kräften zwischen 106 N und 108 N, je nach Dimensionierung der Querschnitte seines Kolbens (36) und Gehäuses (26),
ausgelegt ist,
b) einem die im Betrieb der Presse auftretenden Reaktionskräfte aufnehmenden, als
in sich geschlossener Rahmen ausgebildeten Pressengestell (18), das ein antriebsseitiges
Joch (19), an dessen rahmeninnerer Seite der Antriebszylinder axial abgestützt ist
und ein wiederlagerseitiges Joch (21), an dessen rahmeninnerer Seite das zur Bearbeitung
vorgesehene Werkstück (11) axial abstützbar ist und diese beiden Joche zugfest miteinander
verbindende Wangen umfaßt, die bezüglich der zentralen Längsachse der Presse einander
diametral gegenüberliegend angeordnet sind und mit
c) einer durch programmgesteuert oder manuell auslösbare Ausgangssignale einer elektronischen
Steuereinheit (120) betätigbaren Steuerventilanordnung für die Bewegungssteuerung
des Antriebszylinderkolbens (36), gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
d) das Gehäuse (26) des Antriebszylinders (14) bildet sowohl das antriebsseitige Joch
(19) des Pressengestells (18), als auch mit Teilbereichen seines Mantels Abschnitte
der Wangen (23,24) des Pressengestells, wobei der lichte seitliche Abstand D der Wangen
nur geringfügig größer ist als der Durchmesser der das Oberwerkzeug (16) der Presse
(10) tragenden Kolbenstange (96) des Antriebszylinders (14);
e) der Kolben (36) des Antriebszylinders (14) hat eine einen Antriebsdruckraum (71)
beweglich begrenzende Kolbenfläche (82) des Betrages A2, die im Betrieb der Presse (10) permanent dem Ausgangsdruck des Druckversorgungsaggregats
(72) ausgesetzt ist, wodurch auf den Kolben (36) eine diesen vom Werkstück (11) weg
drängende Kraft

resultiert, des weiteren eine dem Betrage nach größere Kolbenfläche (81) des Betrages
A1, durch deren Druckbeaufschlagung und -entlastung auf das Werkstück (11) zu gerichtete
Eilund Last-Vorschubbewegungen sowie Rückzugsbewegungen des Kolbens (36) steuerbar
sind, und eine weitere, größerflächige Antriebsfläche (86) des Betrages A3, durch deren zusätzliche Druckbeaufschlagung Last-Vorschubbewegungen des Kolbens
(36) des Antriebszylinders (14) steuerbar sind;
f) zur Steuerung der Vorschub- und Rückzugshübe des Kolbens (36) des Antriebszylinders
(14) ist ein Nachlaufregelventil (79) vorgesehen, das mit elektrisch, z.B. durch Impulsansteuerung
eines Schrittmotors, steuerbarer inkrementaler Vorgabe der Positions-Sollwerte des
Antriebs-Zylinderkolbens (36) und mechanischer Rückmeldung (76,77) des Positions-Ist-Wertes
des Antriebszylinderkolbens (36) arbeitet, wobei über dieses Nachlaufregelventil (79)
die Druckbeaufschlagung und - entlastung beider für den Vorschubbetrieb nutzbarer
Kolbenflächen (81 und 86) erfolgt;
g) es ist ein elektromechanischer oder elektronischer Drucksensor (161) vorgesehen,
der ein für den am Steuerausgang (127) des Nachlauf-Regelventils (79) herrschenden
Druck charakteristisches Ausgangssignal abgibt, das als Druck-Ist-Wert-Signal der
die Positions-Sollwert-Vorgabe steuernden elektronischen Steuereinheit (120) zugeleitet
ist.
2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das, das Gehäuse des Antriebszylinders (14) als Joch (19), die seitlichen Wangen
(23,24) und das widerlagerseitige Joch (21) umfassende Pressengestell (18) einstückig
ausgeführt ist.
3. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Pressengestell (18) zweiteilig ausgebildet ist, mit zwei der Grundform nach
topfförmigen Gehäuseteilen (26,27), die durch mindestens zwei und vorzugsweise vier
durch Bohrungen der Wangenabschnitte (23',24') hindurchtretende, vorgespannte Zuganker
(43) zusammengehalten sind, deren Vorspannung insgesamt zwischen dem 1,6-fachen und
dem 2,5-fachen, vorzugsweise dem doppelten der maximalen Kraft Fmax entspricht, die mittels des Antriebszylinders (14) der Presse (10) entfaltbar ist.
4. Presse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennebene (41) der beiden Gehäuseteil (26,27) zwischen dem kreisringförmigen
Rand des Mantelbereichs (39) des das Gehäuse des Antriebszylinders (14) bildenden
- oberen - Gehäuseteils (26) der Presse und den Stirnflächen vom unteren Gestellteil
(27) aufragender Wangenabschnitte (23',24') derselben verläuft.
5. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (36) des Antriebszylinders (14) zwei durch eine Kolbenstange (61)
lösbar fest miteinander verbundene in koaxialen Bohrungsstufen (64,66) unterschiedlichen
Durchmessers (D1 bzw. D2) druckdicht verschiebbar geführte Kolbenflansche (62,63) entsprechend verschiedenen
Durchmessers hat, wobei die Kolbenstange (61) gegen eine die beiden Bohrungsstufen
(64,66) miteinander verbindende Gehäusebohrung (67) abgedichtet ist, wobei weiter
innerhalb der dem Durchmesser (D1) nach kleineren Bohrungsstufe (64) durch den gegen diese abgedichteten Kolbenflansch
(62) ein oberer Antriebsdruckraum (69), innerhalb dessen der kleinere Kolbenflansch
auf im wesentlichen seiner gesamten Stirnfläche (81) des Betrages (A1) mit Druck beaufschlagbar ist, gegen einen von der Kolbenstange (61) axial durchsetzten
ringzylindrischen Antriebsdruckraum (71) abgegrenzt ist, innerhalb dessen der Kolbenflansch
(62) auf der Ringfläche (82) des Betrages (A2) mit Druck beaufschlagbar ist, und wobei durch den dem Durchmesser (D2) nach größeren Kolbenflansch (63) des Antriebskolbens (36) ein weiterer von der Kolbenstange
(61) axial durchsetzter ringzylindrischer Antriebsdruckraum (83) axial beweglich begrenzt
ist, innerhalb dessen der Antriebskolben (36) auf seiner größten Antriebsfläche (86),
die den Betrag (A3) hat, mit Druck beaufschlagbar ist.
6. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis (A1/A2) der größeren Fläche (81) zu der kleineren Fläche (82) des kleineren Kolbenflansches
(62) des Antriebszylinderkolbens (36) einen Wert zwischen 4 und 1,4, vorzugsweise
einen Wert um 2 hat.
7. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis (A1/A3) der Beträge der größeren Fläche (81) des kleineren Kolbenflansches (62) zu der Antriebsfläche
(86) des größeren Kolbenflansches (63) des Antriebskolbens (36) einen Wert zwischen
1/6 und 1/12, vorzugsweise einen Wert um 1/8 hat.
8. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckversorgungsaggregat (72) der Presse (10) auf zwei verschiedenen Ausgangsdruckniveaus
(pN und pH) betreibbar ist.
9. Presse nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis (p
H/p
N) des höheren Ausgangsdrucknivaus (p
H) zu dem niedrigen Ausgangsdruckniveau (p
N) mindestens annähernd und vorzugsweise dem Wert

entspricht.
10. Presse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis pH/pN einen Wert um 4 hat.
11. Presse nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckversorgungsaggregat (72) einen Niederdruckspeicher (103) und einen Hochdruckspeicher
(104) umfaßt, die mittels je einer Pumpe (106 bzw. 107), die vorzugsweise einen gemeinsamen
elektromotorischen Antrieb (116) haben, auf ihre durch Druckbegrenzungsventile (113,114)
definiert einstellbare Ausgangsdruckniveaus (pN und pH) aufladbar sind und mittels zweier durch Ausgangssignale der elektronischen Steuereinheit
(120) ansteuerbare Druckversorgungssteuerventile (118 bzw. 124) alternativ an mindestens
einen Druckversorgungsausgang (102) anschließbar sind.
12. Presse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang (110) des das Ausgangsdruckniveau des Hochdruckspeichers (104) bestimmenden
Druckbegrenzungsventils (114) mit dem Druckausgang der Niederdruckpumpe (106) bzw.
der Eingangsseite des Speicherladeventils (108) des Niederdruckspeichers (103) verbunden
ist.
13. Presse nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckversorgungsaggregat (72) einen Druckversorgungsanschluß (101) hat, an
dem lediglich der niedrigere Versorgungsdruck (pN) des Druckversorgungsaggregats (72) bereitstellbar ist.
14. Presse nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Druckversorgungsanschluß (102), an dem sowohl der hohe Ausgangsdruck
(pH) als auch der niedrige Ausgangsdruck (pN) des Druckversorgungsaggregats (72) über je ein Druckversorgungssteuerventil (124
bzw. 119) bereitstellbar ist, und den Druckversorgungsanschluß (101), an dem lediglich
der niedrigere Ausgangsdruck (pN) des Druckversorgungsaggregats (72) über das Versorgungssteuerventil (119), das an
den Niederdruckspeicher (103) angeschlossen ist, bereitstellbar ist, ein Rückschlagventil
(123) geschaltet ist, das durch relativ höheren Druck am Hochdruckausgang (102) als
am Niederdruck-Ausgang (101) des Druckversorgungsaggregats (72) in seinen sperrenden
Zustand und durch relativ höheren Druck am Niederdruck-Versorgungsanschluß (101) als
am Hochdruck-Versorgungsanschluß (102) in seine Offenstellung gesteuert ist.
15. Presse nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem Druckversorgungssteuerventil (119), über das der Niederdruckspeicher (103)
an die beiden Druckausgänge (101 und 102) des Druckversorgungsaggregats (72) anschließbar
ist, ein Strommengenregler (122) parallel geschaltet ist.
16. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß ein als elektrisch ansteuerbares, vorzugsweise als 2/2-Wege-Magnetventil ausgebildetes
Flächen-Umschaltventil (84) vorgesehen ist, das eine sperrende Grundstellung (0) hat
und durch Ansteuerung mit einem Ausgangssignal der elektronischen Steuereinheit (120)
in seine Durchflußstellung (I) umschaltbar ist, in welcher der Steueranschluß (127)
des Nachlaufregelventils (79) mit dem Versorgungsanschluß (130) des großflächig begrenzten
Antriebsdruckraums (83) des Antriebshydozylinders (14) - zusätzlich - verbunden ist.
17. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des durch den größeren Kolbenflansch (63) des Antriebszylinders (14)
begrenzen Antriebsdruckraumes (83) ein drucklos gehaltener Hydrauliköl-Nachlaufraum
(88) angeordnet ist, der eine mindestens der Summe der Hubvolumina des größeren und
des kleineren Kolbenflansches (62,63) des Antriebszylinderkolbens (36) entsprechende
Hydraulikölmenge enthält und über ein steuerbares Nachströmventil (89), das eine sperrende
Grundstellung (0) und als Schaltstellung I eine Durchflußstellung hat, mit dem durch
den größeren Kolbenflansch (63) begrenzten Antriebsdruckraum (83) des Antriebszylinders
(14) verbindbar ist, und daß dieser Hydrauliköl-Nachlaufraum über eine Überlaufleitung
(91) mit dem Vorratsbehälter (92) des Druckversorgungsaggregats (72) verbunden ist.
18. Presse nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Nachströmventil (89) ein elektrisch vorsteuerbares, druckgesteuertes, vorzugsweise
als 2/2-Wegeventil mit federzentrierter - sperrender - Grundstellung (0) und offener
Schaltstellung (I) ausgebildetes Umschaltventil ist, das durch Einkopplung des niedrigen
Ausgangsdruckes (pN) in eine erste Steuerkammer (164), die über ein elektrisch ansteuerbares Vorsteuerventil
(162) erfolgt, in seine Offenstellung (I) steuerbar ist.
19. Presse nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Nachströmventil (89) eine zweite Steuerkammer (166) hat, aus deren Druckbeaufschlagung
eine das Nachströmventil (89) in dessen Grundstellung (0) drängende Kraft resultiert,
und daß in diese zweite Steuerkammer (166) permanent der im großflächig begrenzten
Antriebsdruckraum (83) des Antriebshydrozylinders (14) herrschende Druck eingekoppelt
ist.
20. Presse nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die die erste Steuerkammer (164) des Nachströmventils (89) axial beweglich begrenzende
Steuerfläche (f1), aus deren ventilgesteuerter Niederdruckbeaufschlagung die das Nachströmventil (89)
in dessen Durchflußstellung (I) drängende Steuerkraft resultiert, deutlich kleiner
ist als die die zweite Steuerkammer (166) axial beweglich begrenzende Steuerfläche
(f2), aus deren Beaufschlagung mit dem in dem großen Antriebsdruckraum (83) des Antriebszylinders
(14) herrschenden Druck die das Nachströmventil (89) in dessen sperrende Grundstellung
(0) zurückdrängende Gegenkraft resultiert, wobei das Verhältnis (f1/f2) dieser Steuerflächen (f1,f2) einen Wert zwischen 1/3 und 1/9, vorzugsweise einen Wert um 1/6 hat.
21. Presse nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß der (T-)Rücklaufanschluß (133) des Nachlaufregelventils (79) an eine zu dem Nachlaufraum
(88) führende Rücklaufleitung angeschlossen ist, und daß zu dem Flächenumschaltventil
(84) ein Rückschlagventil (169) als Rückströmventil hydraulisch parallel geschaltet
ist, das durch relativ höheren Druck im großflächig begrenzten Antriebsdruckraum (83)
des Antriebs-Hydrozylinders (14) als am Steueranschluß (127) des Nachlaufregelventils
(79) in seine Offenstellung gesteuert und sonst sperrend ist.
22. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des großflächig begrenzten Antriebsdruckraumes (83) des Antriebshydrozylinders
(14) ein relativ kleinvolumiger, von der das Oberwerkzeug tragenden Kolbenstange (96)
des Antriebszylinderkolbens (36) axial durchsetzter Ringraum (87) angeordnet ist,
der drucklos gehalten mit Hydrauliköl verfüllt ist und mit dem oberhalb des großflächig
begrenzten Antriebsdruckraumes (83) angeordneten Nachlaufraum (88) in ständig kommunizierender
Verbindung steht.
23. Presse nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß der drucklose Ringraum (87) axial gehäusefest durch die obere Stirnseite einer
von unten in die Bohrungsstufe (66) des großen Durchmessers (D2) eingesetzten Gleithülse (94) gebildet ist.
24. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß ein zum Ausheben des durch die Kaltverformung mittels der Presse (10) erzielten
Teils (11) vorgesehener Auswerfer (58) als Antrieb einen doppeltwirkenden, als Differentialzylinder
ausgebildeten Hydrozylinder umfaßt, der mittels eines weiteren Nachlaufregelventils
(99) steuerbar ist.
25. Presse nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswerferzylinder (58) einen oberen ringförmigen Antriebsdruckraum (188)
hat, in den im Betrieb permanent der niedrige Ausgangsdruck (pN) oder der hohe Ausgangsdruck (pH) des Druckversorgungsaggregats (72) eingekoppelt ist und einen größerflächig begrenzten,
unteren Antriebsdruckraum (187), in dem der Druck mittels des Nachlaufregelventils
(99) steuerbar ist, dessen P-Versorgungsanschluß (198) ebenfalls an denjenigen Druckausgang
(101 oder 102) des Druckversorgungsaggregats (72) angeschlossen ist, an den auch der
ringförmige Antriebsdruckraum (188) des Auswerferzylinders (58) angeschlossen ist.
26. Presse nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die größere Kolbenstufe (181) des Auswerferzylinders (58) gebildeten
Antriebsflächen, durch die die beiden Antriebsdruckräume (188,187) axial beweglich
begrenzt sind, dieselbe Dimensionierung haben wie die durch den kleineren Kolbenflansch
(62) des Antriebszylinderkolbens (36) gebildeten Antriebsflächen (81 bzw. 82).
27. Presse nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswerferzylinder (58) auf eine Auswerfkraft bis 30% der vom Antriebszylinder
(14) entfaltbaren Pressenkraft ausgelegt ist.
28. Presse nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß zur Überwachung des im größeren Antriebsdruckraum (187) des Auswerferzylinders
(58) herrschenden Druckes ein elektromechanischer oder elektronischer Drucksensor
(204) vorgesehen ist, dessen elektrisches Ausgangssignal der elektronischen Steuereinheit
(120) als Druck-Istwert-Informationssignal zugeleitet ist.
1. Press for the cold working of metal workpieces intended to be given a shape with close
tolerances by embossing, deep-drawing, extruding, calibrating, hobbing or precision-blanking
machining operations, in particular a coin or medal embossing press, with
a) a double-acting linear hydraulic cylinder (14) as the actuator which, having a
maximum operating pressure of approximately 300 bar, is designed to develop forces
between 106 N and 108 N, depending on the dimensioning of the cross sections of its piston (36) and housing
(26), which can be used for working the workpiece,
b) a press frame (18) which takes up the reaction forces occurring during operation
of the press, is formed as a self-contained frame and comprises a yoke (19), on the
drive side, at whose side within the frame the drive cylinder is axially supported,
a yoke (21), on the abutment side, at whose side within the frame the workpiece (11)
provided for machining can be axially supported, and cheeks which connect these two
yokes together in a tension-resistant manner and are located diametrically opposite
one another with respect to the central longitudinal axis of the press, and with
c) a control valve arrangement which can be actuated by output signals, which can
be triggered under program control or manually, from an electronic control unit (120)
for controlling the movement of the drive cylinder piston (36), characterised by the
following features:
d) the housing (26) of the drive cylinder (14) forms both the yoke (19) of the press
frame (18) on the drive side and, with partial regions of its jacket, portions of
the cheeks (23, 24) of the press frame, wherein the clear lateral spacing D of the
cheeks is only slightly greater than the diameter of the piston rod (96), which bears
the upper tool (16) of the press (10), of the drive cylinder (14);
e) the piston (36) of the drive cylinder (14) has a piston area (82) of a magnitude
A2 which delimits a drive pressure chamber (71) in a mobile manner and which is permanently
exposed to the output pressure of the pressure supply unit (72) during operation of
the press (10), resulting in a force

on the piston (36) which urges the latter away from the workpiece (11), as well as
a piston area (81) which is of a greater magnitude A1 and through whose exposure to and relief from pressure rapid and load feed movements
directed towards the workpiece (11) and return movements of the piston (36) can be
controlled, and a further, larger drive area (86) of a magnitude A3, through whose additional exposure to pressure load feed movements of the piston
(36) of the drive cylinder (14) can be controlled;
f) an follow-up control valve (79) is provided to control the feed and return strokes
of the piston (36) of the drive cylinder (14), which valve operates with an electrically,
e.g. by pulse triggering of a stepping motor, controllable incremental presetting
of the desired position values of the drive cylinder piston (36) and mechanical feedback
(76, 77) of the actual position value of the drive cylinder piston (36), wherein the
two piston areas (81 and 86) usable for the feed operation are exposed to and relieved
of pressure via this overtravel control valve (79);
g) an electromechanical or electronic pressure sensor (161) is provided which delivers
an output signal which is characteristic of the pressure prevailing at the control
output (127) of the follow-up control valve (79) and which is supplied as an actual
pressure value signal to the electronic control unit (120) controlling the desired
position value presetting.
2. Press according to claim 1, characterised in that the press frame (18) comprising
the housing of the drive cylinder (14) as a yoke (19), the lateral cheeks (23, 24)
and the yoke (21) on the abutment side is made in one piece.
3. Press according to claim 1, characterised in that the press frame (18) is formed in
two parts, with two parts (26, 27) whose basic shape is that of a pot and which are
held together by at least two, preferably four, pretensioned tie rods (43) which pass
through bores in the cheek portions (23', 24') and the total pretensioning of which
is between 1.6 and 2.5 times, preferably twice, the maximum force Fmax which can be developed by means of the drive cylinder (14) of the press (10).
4. Press according to claim 3, characterised in that the separating plane (41) of the
two housing parts (26, 27) extends between the circular edge of the jacket region
(39) of the - upper - housing part (26), which forms the housing of the drive cylinder
(14), of the press and the end faces of cheek sections (23', 24') thereof projecting
up from the lower frame part (27).
5. Press according to one of claims 1 to 4, characterised in that the piston (36) of
the drive cylinder (14) has two piston flanges (62, 63) which are firmly connected
together in a releasable manner by a piston rod (61), can be displaced in a pressure-tight
manner in coaxial bore stages (64, 66) of different diameters (D1 and D2, respectively) and are of correspondingly different diameters, wherein the piston
rod (61) is sealed off from a housing bore (67) connecting together the two bore stages
(64, 66), wherein, furthermore, an upper drive pressure chamber (69), inside which
the smaller piston flange can be exposed to pressure substantially over its entire
end face (81) of the magnitude (A1), is delimited inside the bore stage (64) with the smaller diameter (D1) by the piston flange (62), sealed off from the latter, from an annular cylindrical
drive pressure chamber (71) which is axially traversed by the piston rod (61) and
inside which the piston flange (62) can be exposed to pressure over the annular area
(82) of the magnitude (A2), and wherein a further annular cylindrical drive pressure chamber (83) is delimited
in an axially mobile manner by the piston flange (63), which has the greater diameter
(D2), of the drive piston (36), which chamber is axially traversed by the piston rod
(61) and inside which the drive piston (36) can be exposed to pressure over its largest
drive area (86) of the magnitude (A3).
6. Press according to one of claims 1 to 5, characterised in that the ratio (A1/A2) of the larger area (81) to the smaller area (82) of the smaller piston flange (62)
of the drive cylinder piston (36) has a value between 4 and 1.4, preferably a value
of approximately 2.
7. Press according to one of claims 1 to 6, characterised in that the ratio (A1/A3) of the magnitudes of the larger area (81) of the smaller piston flange (62) to the
drive area (86) of the larger piston flange (63) of the drive piston (36) has a value
between 1/6 and 1/12, preferably a value of approximately 1/8.
8. Press according to one of claims 1 to 7, characterised in that the pressure supply
unit (72) of the press (10) can be operated at two different output pressure levels
(pN and pH).
9. Press according to claim 8, characterised in that the ratio (p
H/p
N) of the higher output pressure level (p
H) to the lower output pressure level (p
N) corresponds at least approximately and preferably to the value

.
10. Press according to claim 9, characterised in that the ratio pH/pN has a value of approximately 4.
11. Press according to one of claims 8 to 10, characterised in that the pressure supply
unit (72) comprises a low-pressure reservoir (103) and a high-pressure reservoir (104)
which can be charged by means of a respective pump (106 and 107), which preferably
have a common electric motor drive (116), to their output pressure levels (pN and pH), which can be set to defined values by pressure relief valves (113, 114), and can
be connected alternately by means of two pressure supply control valves (118 and 124),
which can be triggered by output signals from the electronic control unit (120), to
at least one pressure supply outlet (102).
12. Press according to claim 11, characterised in that the outlet (110) of the pressure
relief valve (114) determining the output pressure level of the high-pressure reservoir
(104) is connected to the pressure outlet of the low-pressure pump (106) and to the
inlet side of the reservoir charging valve (108) of the low-pressure reservoir (103).
13. Press according to one of claims 8 to 12, characterised in that the pressure supply
unit (72) has a pressure supply connection (101) at which only the lower supply pressure
(pN) of the pressure supply unit (72) can be provided.
14. Press according to one of claims 11 to 13, characterised in that a check valve (123)
is connected between the pressure supply connection (102), at which both the high
output pressure (pH) and the low output pressure (pN) of the pressure supply unit (72) can be provided via a respective pressure supply
control valve (124 and 119), and the pressure supply connection (101), at which only
the lower output pressure (pN) of the pressure supply unit (72) can be provided via the supply control valve (119),
which is connected to the low-pressure reservoir (103), which valve (123) is controlled
by a pressure at the high-pressure outlet (102) which is relatively higher than that
at the low-pressure outlet (101) of the pressure supply unit (72) so as to move into
its blocking state and by a pressure at the low-pressure supply connection (101) which
is relatively higher than that at the high-pressure supply connection (102) so as
to move into its open position.
15. Press according to one of claims 11 to 14, characterised in that a flow volume regulator
(122) is connected in parallel with the pressure supply control valve (119), via which
the low-pressure reservoir (103) can be connected to the two pressure outlets (101
and 102) of the pressure supply unit (72).
16. Press according to one of claims 1 to 15, characterised in that an area reversing
valve (84) designed so as to be triggered electrically, preferably as a 2/2-way solenoid
valve, is provided, which valve has a blocking normal position (0) and can be changed
over by triggering with an output signal from the electronic control unit (120) to
its through-flow position (I), in which the control connection (127) of the follow-up
control valve (79) is - additionally - connected to the supply connection (130) of
the drive pressure chamber (83), of a large delimited area, of the hydraulic drive
cylinder (14).
17. Press according to one of claims 1 to 16, characterised in that a hydraulic oil overtravel
chamber (88), which is kept at zero pressure, is located above the drive pressure
chamber (83) delimited by the larger piston flange (63) of the drive cylinder (14),
which chamber contains a quantity of hydraulic oil which corresponds at least to the
sum of the swept volumes of the larger and the smaller piston flange (62, 63) of the
drive cylinder piston (36) and can be connected via a controllable afterflow valve
(89), which has a blocking normal position (0) and, as switched position I, a through-flow
position, to the drive pressure chamber (83), which is delimited by the larger piston
flange (63), of the drive cylinder (14), and that this hydraulic oil overtravel chamber
is connected via an overflow line (91) to the storage container (92) of the pressure
supply unit (72).
18. Press according to claim 17, characterised in that the afterflow valve (89) is an
electrically precontrollable, pressure-controlled reversing valve which is preferably
formed as a 2/2-way valve with a spring-centred - blocking - normal position (0) and
an open switched position (I) and which can be controlled so as to move into its open
position (I) by coupling the low output pressure (pN) into a first control chamber (164), which is effected via a pilot valve (162) which
can be electrically triggered.
19. Press according to claim 18, characterised in that the afterflow valve (89) has a
second control chamber (166) whose exposure to pressure results in a force which urges
the afterflow valve (89) into its normal position (0), and that the pressure prevailing
in the drive pressure chamber (83), of a large delimited area, of the hydraulic drive
cylinder (14) is permanently coupled into this second control chamber (166)
20. Press according to claim 19, characterised in that the control area (f1), which delimits the first control chamber (164) of the afterflow valve (89) in an
axially mobile manner and whose valve-controlled exposure to low pressure results
in the control force which urges the afterflow valve (89) into its through-flow position
(I), is clearly smaller than the control area (f2), which delimits the second control chamber (166) in an axially mobile manner and
whose exposure to the pressure prevailing in the large drive pressure chamber (83)
of the drive cylinder (14) results in the counterforce which urges the afterflow valve
(89) back into its blocking normal position (0), wherein the ratio (f1/f2) of these control areas (f1, f2) has a value between 1/3 and 1/9, preferably a value of approximately 1/6.
21. Press according to one of claims 16 to 20, characterised in that the (T-)return connection
(133) of the follow-up control valve (79) is connected to a return line leading to
the overtravel chamber (88), and that a check valve (169) acting as a return flow
valve is hydraulically connected in parallel with the area reversing valve (84) and
is controlled by a pressure in the drive pressure chamber (83), of a large deliminated
are, of the hydraulic drive cylinder (14) which is relatively higher than that at
the control connection (127) of the follow-up control valve (79) so as to move into
its open position, otherwise being in a blocking position.
22. Press according to one of claims 1 to 21, characterised in that a relatively small-volume
annular chamber (87) is located below the drive pressure chamber (83), of a large
delimited area, of the hydraulic drive cylinder (14), which chamber (87) is axially
traversed by the piston rod (96), which bears the upper tool, of the drive cylinder
piston (36), is filled with hydraulic oil while being kept at zero pressure and is
in constant communication with the overtravel chamber (88) located above the drive
pressure chamber (83) of a large delimited area.
23. Press according to claim 22, characterised in that the annular chamber (87) at zero
pressure is formed so as to be axially integral with the housing by the upper end
face of a sliding sleeve (94) inserted from below into the bore stage (66) of the
large diameter (D2).
24. Press according to one of claims 1 to 23, characterised in that an ejector (58), provided
for ejecting the part (11) obtained by cold working by means of the press (10), comprises
as the drive a double-acting hydraulic cylinder which is formed as a differential
cylinder and which can be controlled by means of a further follow-up control valve
(99).
25. Press according to claim 24, characterised in that the ejector cylinder (58) has an
upper annular drive pressure chamber (188), into which the low output pressure (pN) or the high output pressure (pH) of the pressure supply unit (72) is permanently coupled during operation, and a
lower drive pressure chamber (187), of a larger delimited area, in which the pressure
can be controlled by means of the overtravel control valve (99), the P-supply connection
(198) of which is likewise connected to the pressure outlet (101 or 102) of the pressure
supply unit (72) to which the annular drive pressure chamber (188) of the ejector
cylinder (58) is also connected.
26. Press according to claim 24 or 25, characterised in that the drive areas which are
formed by the larger piston stage (181) of the ejector cylinder (58) and by which
the two drive pressure chambers (188, 187) are delimited in an axially mobile manner
have the same dimensions as the drive areas (81 and 82) formed by the smaller piston
flange (62) of the drive cylinder piston (36).
27. Press according to claim 24 or 25, characterised in that the ejector cylinder (58)
is designed for an ejection force of up to 30% of the press force which can be developed
by the drive cylinder (14).
28. Press according to one of claims 24 to 27, characterised in that an electromechanical
or electronic pressure sensor (204) is provided to monitor the pressure prevailing
in the larger drive pressure chamber (187) of the ejector cylinder (58), the electrical
output signal of which sensor is supplied to the electronic control unit (120) as
an actual pressure value information signal.
1. Presse destinée au formage à froid de pièces métalliques devant pouvoir être amenées
à une forme à tolérances serrées grâce à un usinage par matriçage, emboutissage profond,
fluage, calibrage, fonçage ou découpage de précision, notamment presse à frapper des
monnaies ou des médailles, comprenant :
a) un vérin hydraulique linéaire (14) à double action qui remplit la fonction d'un
entraînement de puissance conçu pour développer, en présence d'une pression maximale
de service de 300 bars,des forces comprises entre 106 N et 108 N, utilisables pour le formage de la pièce, en fonction du dimensionnement des sections
transversales de son piston (36) et de son carter (26),
b) un bâti (18) qui absorbe les forces de réaction apparaissant lors du fonctionnement
de la presse, est réalisé comme un cadre par lui-même fermé et présente une culasse
(19) située du côté de l'entraînement et offrant un appui axial au vérin d'entraînement,
par son côté d'encadrement intérieur ; une culasse (21) située du côté de la contre-butée
et pouvant offrir un appui axial, par son côté d'encadrement intérieur, à la pièce
(11) destinée à l'usinage ; et des joues occupant des positions mutuelles diamétralement
opposées par rapport à l'axe médian longitudinal de la presse, et reliant ces deux
culasses l'une à l'autre avec résistance à la traction, et
c) un dispositif à valves de commande, qui est affecté à la commande des mouvements
du piston (36) du vérin d'entraînement et peut être actionné par des signaux de sortie
d'une unité de commande électronique (120), déclenchables manuellement ou par commande
programmée, caractérisée par les particularités suivantes :
d) le carter (26) du vérin d'entraînement (14) forme, à la fois, la culasse (19) du
bâti (18) de la presse qui est située du côté de l'entraînement et, par des régions
partielles de son enveloppe, des segments des joues (23, 24) dudit bâti de la presse,
l'espacement latéral intérieur D desdites joues n'excédant que légèrement le diamètre
de la tige (96) du piston du vérin d'entraînement (14), portant l'outil supérieur
(16) de la presse (10) ;
e) le piston (36) du vérin d'entraînement (14) comporte une surface (82) de dimension
A2 qui délimite, avec mobilité, une chambre (71) de pression d'entraînement et qui,
lors du fonctionnement de la presse (10), est exposée en permanence à la pression
de sortie du groupe (72) d'alimentation en pression, de sorte que le piston (36) est
soumis à l'action d'une force

qui le repousse à l'écart de la pièce (11) ; en outre, une surface (81) de dimension
supérieure A1, dont la sollicitation par pression et dont la détente de pression peuvent commander
des mouvements d'avance en régime accéléré et en charge du piston, dirigés vers la
pièce (11), ainsi que des mouvements de retrait dudit piston (36) ; et une surface
supplémentaire d'entraînement (86) de dimension A3 et d'une plus grande superficie, dont la sollicitation additionnelle par pression
peut commander des mouvements d'avance en charge du piston (36) du vérin d'entraînement
(14) ;
f) pour commander les courses d'avance et de retrait du piston (36) du vérin d'entraînement
(14), il est prévu une valve (79) de régulation par poursuite qui fonctionne par prédétermination
incrémentielle des valeurs de consigne des positions du piston (36) du vérin d'entraînement,
pouvant être commandée électriquement, par exemple par activation d'un moteur pas
à pas au moyen d'impulsions ; et par rétrosignalisation mécanique (76, 77) de la valeur
réelle de la position dudit piston (36) du vérin d'entraînement, cette valve (79)
de régulation par poursuite assurant la sollicitation par pression et la détente de
pression des deux surfaces (81 et 86) du piston, pouvant être utilisées pour le fonctionnement
en mode avance ;
g) il est prévu un capteur de pression (161) électromécanique ou électronique délivrant
un signal de sortie qui est caractéristique de la pression régnant à la sortie de
commande (127) de la valve (79) de régulation par poursuite et est appliqué, en tant
que signal de valeur réelle de la pression, à l'unité de commande électronique (120)
commandant la prédétermination des valeurs de consigne des positions.
2. Presse selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le bâti (18) de ladite
presse, englobant le carter du vérin d'entraînement (14) se présentant comme une culasse
(19), les joues latérales (23, 24) et la culasse (21) située du côté de la contre-butée,
est réalisé d'un seul tenant.
3. Presse selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le bâti (18) de ladite
presse est réalisé en deux parties, avec deux parties (26, 27) de carter présentant
une configuration de base en forme de cuvette, et dont la cohésion est assurée par
au moins deux et, de préférence, par quatre tirants (43) qui sont soumis à une précharge,
traversent des trous des segments (23', 24') des joues, et dont la précharge correspond
globalement à entre 1,6 fois et 2,5 fois, préférentiellement au double de la force
maximale Fmax pouvant être développée au moyen du vérin d'entraînement (14) de la presse (10).
4. Presse selon la revendication 3, caractérisée par le fait que le plan de séparation
(41) des deux parties (26, 27) de carter s'étend entre le bord, en forme d'anneau
circulaire, de la région périphérique (39) de la partie - supérieure - (26) du carter
de la presse, qui forme le carter du vérin d'entraînement (14), et les faces extrêmes
de segments (23', 24') des joues de ladite presse, qui se dressent depuis la partie
inférieure (27) du bâti.
5. Presse selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait que le piston
(36) du vérin d'entraînement (14) comporte deux collerettes (62, 63) qui sont reliées
rigidement l'une à l'autre de manière libérable, par une tige (61) dudit piston, sont
guidées à coulissement, avec étanchéité à la pression, dans des échelonnements coaxiaux
d'alésage (64, 66) de diamètres différents (D1, respectivement D2), et présentent des diamètres conséquemment différents, presse dans laquelle la tige
(61) du piston est rendue étanche vis-à-vis d'un alésage (67) du carter qui relie
l'un à l'autre les deux échelonnements d'alésage (64, 66) ; dans laquelle en outre,
à l'intérieur de l'échelonnement d'alésage (64) présentant le diamètre inférieur (D1), la collerette (62) du piston, dont l'étanchéité est assurée vis-à-vis dudit échelonnement,
délimite une chambre supérieure (69) de pression d'entraînement à l'intérieur de laquelle
la collerette plus petite du piston peut être sollicitée par une pression, pour l'essentiel
sur l'intégralité de sa face extrême (81) de dimension (A1), par rapport à une chambre (71) de pression d'entraînement revêtant la forme d'un
anneau cylindrique, parcourue axialement par la tige (61) du piston, et à l'intérieur
de laquelle la collerette (62) dudit piston peut être sollicitée par une pression
sur la face annulaire (82) de dimension (A2) ; et dans laquelle la collerette (63) du piston d'entraînement (36) qui est pourvue
du diamètre supérieur (D2) délimite, avec mobilité axiale, une autre chambre (83) de pression d'entraînement
revêtant la forme d'un anneau cylindrique, parcourue axialement par la tige (61) du
piston, et à l'intérieur de laquelle ledit piston d'entraînement (36) peut être sollicité
par une pression sur sa surface maximale d'entraînement (86) de dimension (A3).
6. Presse selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée par le fait que le rapport
(A1/A2), entre la surface plus grande (81) et la surface plus petite (82) de la collerette
(62) plus petite du piston (36) du vérin d'entraînement, présente une valeur comprise
entre 4 et 1,4, de préférence une valeur de 2.
7. Presse selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée par le fait que le rapport
(A1/A3), entre les dimensions de la surface plus grande (81) de la collerette (62) plus
petite, et de la surface d'entraînement (86) de la collerette (63) plus grande du
piston d'entraînement (36), présente une valeur comprise entre 1/6 et 1/12, de préférence
une valeur de 1/8.
8. Presse selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée par le fait que le groupe
(72) d'alimentation en pression de ladite presse (10) peut être actionné à deux niveaux
différents de pression de sortie (pN et pH).
9. Presse selon la revendication 8, caractérisée par le fait que le rapport (p
H/p
N), entre le niveau supérieur (P
H) de pression de sortie et le niveau inférieur (p
N) de pression de sortie, correspond au moins approximativement et préférentiellement
à la valeur

.
10. Presse selon la revendication 9, caractérisée par le fait que le rapport pH/pN présente une valeur de 4.
11. Presse selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisée par le fait que le groupe
(72) d'alimentation en pression comprend un accumulateur de basse pression (103) et
un accumulateur de haute pression (104) qui, au moyen d'une pompe considérée (106,
respectivement 107) comportant de préférence un entraînement commun (116) par moteur
électrique, peuvent être chargés à leurs niveaux de pression de sortie (pN et pH) pouvant être réglés, de manière définie, par l'intermédiaire de limiteurs de pression
(113, 114); et qui peuvent être alternativement raccordés à au moins une sortie (102)
d'alimentation en pression, au moyen de deux valves (118, respectivement 124) de commande
de l'alimentation en pression, pouvant être activées par des signaux de sortie de
l'unité de commande électronique (120).
12. Presse selon la revendication 11, caractérisée par le fait que la sortie (110) du
limiteur de pression (114), déterminant le niveau de pression de sortie de l'accumulateur
de haute pression (104), est reliée à la sortie de pression (121) de la pompe (106)
de basse pression ou, respectivement, au côté entrée de la valve (108) de charge de
l'accumulateur de basse pression (103).
13. Presse selon l'une des revendications 8 à 12, caractérisée par le fait que le groupe
(72) d'alimentation en pression possède un raccord (101) d'alimentation en pression,
sur lequel peut être uniquement élaborée la plus faible pression d'alimentation (pN) dudit groupe (72) d'alimentation en pression.
14. Presse selon l'une des revendications 11 à 13, caractérisée par le fait qu'un clapet
antiretour (123) est interposé entre le raccord (102) d'alimentation en pression sur
lequel tant la forte pression de sortie (pH), que la faible pression de sortie (pN) du groupe (72) d'alimentation en pression, peuvent être élaborées par l'intermédiaire
d'une valve considérée (124, respectivement 119) de commande de l'alimentation en
pression, et le raccord (101) d'alimentation en pression sur lequel seule la plus
faible pression de sortie (pN) dudit groupe (72) d'alimentation en pression peut être élaborée, par l'intermédiaire
de la valve (119) de commande de l'alimentation qui est raccordée à l'accumulateur
de basse pression (103), ledit clapet étant commandé vers son état bloquant par une
pression relativement plus grande, à la sortie de haute pression (102), qu'à la sortie
de basse pression (101) du groupe (72) d'alimentation en pression, et étant commandé
vers sa position ouverte par une pression relativement plus grande, sur le raccord
(101) d'alimentation en basse pression, que sur le raccord (102) d'alimentation en
haute pression.
15. Presse selon l'une des revendications 11 à 14, caractérisée par le fait qu'un régulateur
de débit (122) est branché en parallèle avec la valve (119) de commande de l'alimentation
en pression, par l'intermédiaire de laquelle l'accumulateur de basse pression (103)
peut être raccordé aux deux sorties de pression (101 et 102) du groupe (72) d'alimentation
en pression.
16. Presse selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisée par le fait qu'il est prévu
une valve (84) de commutation superficielle qui est réalisée sous la forme d'une valve
magnétique de préférence du type 2/2 pouvant être activée électriquement, présente
une position fondamentale de blocage (O) et peut être commutée, par activation à l'aide
d'un signal de sortie de l'unité de commande électronique (120), vers sa position
d'écoulement (I) dans laquelle le raccord de commande (127) de la valve (79) de régulation
par poursuite est - additionnellement - relié au raccord d'alimentation (130) de la
chambre (83) de pression d'entraînement du vérin hydraulique d'entraînement (14),
munie d'une grande délimitation superficielle.
17. Presse selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisée par le fait qu'une chambre
(88) de post-écoulement d'huile hydraulique, maintenue exempte de pression et disposée
au-dessus de la chambre (83) de pression d'entraînement, délimitée par la collerette
(63) plus grande du piston du vérin d'entraînement (14), renferme une quantité d'huile
hydraulique correspondant au moins à la somme des volumes refoulés par les collerettes
plus grande et plus petite (62, 63) du piston (36) du vérin d'entraînement, et peut
être reliée à ladite chambre (83) de pression d'entraînement du vérin d'entraînement
(14), délimitée par la collerette (63) plus grande dudit piston, par l'intermédiaire
d'une valve commandable (89) de post-afflux présentant une position fondamentale de
blocage (O) et une position d'écoulement en tant que position de commutation I ; et
par le fait que cette chambre de post-écoulement d'huile hydraulique est reliée, par
l'intermédiaire d'un conduit de tropplein (91), au récipient de réserve (92) du groupe
(72) d'alimentation en pression.
18. Presse selon la revendication 17, caractérisée par le fait que la valve (89) de post-afflux
est une valve de commutation qui peut être pilotée électriquement, est commandée par
une pression, se présente de préférence comme un distributeur du type 2/2 comprenant
une position fondamentale (O) - bloquante - centrée par ressort et une position de
commutation ouverte (I), et peut être commandée vers sa position ouverte (I) par admission
de la faible pression de sortie (pN) dans une première chambre de commande (164), assurée par une valve de pilotage (162)
activable électriquement.
19. Presse selon la revendication 18, caractérisée par le fait que la valve (89) de post-afflux
présente une seconde chambre de commande (166) dont la sollicitation, par une pression,
se traduit par une force poussant ladite valve (89) de post-afflux vers sa position
fondamentale (O) ; et par le fait que la pression régnant dans la chambre (83) de
pression d'entraînement du vérin hydraulique d'entraînement (14), munie d'une grande
délimitation superficielle, est admise en permanence dans cette seconde chambre de
commande (166).
20. Presse selon la revendication 19, caractérisée par le fait que la surface de commande
(f1) qui délimite, avec mobilité axiale, la première chambre de commande (164) de la
valve (89) de post-afflux et dont la sollicitation par une basse pression, commandée
par valve, se traduit par la force de commande poussant ladite valve (89) de post-afflux
vers sa position d'écoulement (I), est nettement plus petite que la surface de commande
(f2) qui délimite la seconde chambre de commande (166) avec mobilité axiale et dont la
sollicitation, par la pression régnant dans la grande chambre (83) de pression d'entraînement
du vérin d'entraînement (14), se traduit par la force antagoniste repoussant ladite
valve (89) de post-afflux vers sa position fondamentale bloquante (O), le rapport
(f1/f2),entre ces surfaces de commande (f1,f2), présentant une valeur comprise entre 1/3 et 1/9, de préférence une valeur de 1/6.
21. Presse selon l'une des revendications 16 à 20, caractérisée par le fait que le raccord
de retour (133) (en T) de la valve (79) de régulation par poursuite est relié à un
conduit de retour menant à la chambre (88) de post-écoulement ; et par le fait qu'un
clapet antiretour (169), branché hydrauliquement en paralléle avec la valve (84) de
commutation superficielle, en tant que clapet de reflux, est commandé vers sa position
ouverte par une pression plus forte, dans la chambre (83) de pression d'entraînement
à grande délimitation superficielle du vérin hydraulique d'entraînement (14), que
sur le raccord de commande (127) de ladite valve (79) de régulation par poursuite,
et exerce sinon un effet de blocage.
22. Presse selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisée par le fait qu'une chambre
annulaire (87) à volume relativement petit, située au-dessous de la chambre (83) de
pression d'entraînement à grande délimitation superficielle du vérin hydraulique d'entraînement
(14), est parcourue axialement par la tige (96) du piston (36) du vérin d'entraînement,
portant l'outil supérieur, est emplie d'huile hydraulique en étant maintenue exempte
de pression et est en communication permanente avec la chambre (88) de post-écoulement,
située au-dessus de ladite chambre (83) de pression d'entraînement à grande délimitation
superficielle.
23. Presse selon la revendication 22, caractérisée par le fait que la chambre annulaire
(87) exempte de pression est formée, avec assujettissement axial au carter, par la
face extrême supérieure d'une douille de glissement (94) insérée, par en bas, dans
l'échelonnement (66) d'alésage muni du grand diamètre (D2).
24. Presse selon l'une des revendications 1 à 23, caractérisée par le fait qu'un éjecteur
(58), prévu pour soulever la pièce (11) résultant du formage à froid au moyen de ladite
presse (10), comporte, en tant qu'entraînement, un vérin hydraulique à double action
qui est réalisé sous la forme d'un vérin différentiel et peut être commandé au moyen
d'une valve supplémentaire (99) de régulation par poursuite.
25. Presse selon la revendication 24, caractérisée par le fait que le vérin éjecteur (58)
comprend une chambre supérieure annulaire (188) de pression d'entraînement dans laquelle
est admise en permanence, en service, la faible pression de sortie (pN) ou la forte pression de sortie (pH) du groupe (72) d'alimentation en pression ; et une chambre inférieure (187) de pression
d'entraînement, à plus grande délimitation superficielle, dans laquelle la pression
peut être commandée au moyen de la valve (99) de régulation par poursuite dont le
raccord (198) d'alimentation en pression est pareillement relié à la sortie de pression
(101 ou 102) dudit groupe (72) d'alimentation en pression, à laquelle est également
raccordée la chambre annulaire (188) de pression d'entraînement du vérin éjecteur
(58).
26. Presse selon la revendication 24 ou 25, caractérisée par le fait que les surfaces
d'entraînement formées par le plus grand épaulement (181) du piston du vérin éjecteur
(58), et par l'intermédiaire desquelles les deux chambres (188, 187) de pression d'entraînement
sont délimitées avec mobilité axiale, ont le même dimensionnement que les surfaces
d'entraînement (81, respectivement 82) formées par la collerette (62) plus petite
du piston (36) du vérin d'entraînement.
27. Presse selon la revendication 24 ou 25, caractérisée par le fait que le vérin éjecteur
(58) est conçu pour une force d'éjection atteignant jusqu'à 30 % de la force de pressage
pouvant être développée par le vérin d'entraînement (14).
28. Presse selon l'une des revendications 24 à 27, caractérisée par le fait qu'il est
prévu, pour surveiller la pression régnant dans la plus grande chambre (187) de pression
d'entraînement du vérin éjecteur (58), un capteur de pression (204) électromécanique
ou électronique dont le signal électrique de sortie est appliqué à l'unité de commande
électronique (120), en tant que signal d'information de valeurs réelles de la pression.