[0001] Die Erfindung betrifft ein elektronisches Zündsystem für Brennkraftmaschinen nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Ein derartiges elektronisches Zündsystem ist
aus der US 4, 406, 273 bekannt.
[0002] In elektronischen Zündsystemen werden über einen Geber und ein Steuergerät mittels
Schalttransistoren Zündspulen angesteuert, die die Zündspannung bzw. den Zündstrom
erzeugen. Ältere Zündsysteme mit Einfachzündung verwenden einen Verteiler, um die
Zündspannung mechanisch auf die einzelnen Zylinder zu verteilen, bei modernen Zündsystemen
werden die Zylinder - ohne mechanischen Verteiler - direkt angesteuert. Um das Kaltstartverhalten
des Motors zu verbessern, wird eine hohe Zündenergie der Zündspule für den Zündvorgang
benötigt; dann ist auch bei Verunreinigungen der Zündkerze - es entsteht ein niederohmiger
Nebenschluß, durch den ein Teil der Zündenergie aus der Zündspule abfließt - in der
Regel sichergestellt, daß ein Zündfunke zwischen den Zündkerzenelektroden entsteht.
Infolge dieser hohen Zündenergie - sie ist beim warmgelaufenen Motor eigentlich gar
nicht mehr erforderlich - wird die Lebensdauer der Zündkerzen stark reduziert. Um
das Intervall zum Wechseln der Zündkerzen zu verlängern - beispielsweise von 20.000
km auf 50.000 oder 100.000 km -, können verbesserte Zündkerzen eingesetzt werden,
die jedoch sehr teuer sind. Bei der eingangs erwähnten US 4,406,273 wird die Brenndauer
der Zündkerzen durch eine Steuereinheit aus induktivem Sensor und Pulsformeinheit
auf einen bestimmten fest vorgegebenen Wert verkürzt.
[0003] Weiterhin ist in der FR 2 500 074 ein elektronisches Zündsystem für Brennkraftmaschinen
zur Steuerung der Funkenbrenndauer der Zündkerzen beschrieben. Bei diesem elektronischen
Zündsystem mit einem mechanischen Schalter (mechanischen Unterbrecherkontakt) in der
Endstufe zum Ein- und Ausschalten des Primärstroms in der Zündspule, d.h. zur Vorgabe
der Einschaltzeitpunkte für den Primärstrom in der Zündspule und somit für die Zündzeltpunkte
der einzelnen Zylinder der Brennkaftmaschine, wird mittels eines (des einzig vorgesehenen)
Steuersignals die Brenndauer der Zündkerzen verkürzt. In der Schalteinheit der Endstufe
ist ein als Thyristor ausgebildeter Schalter vorgesehen, dessen Steueranschluß (Gate-Anschluß)
mit der Batteriespannung als festem Bezugspotential verbunden ist; somit steht keine
geeignete Spannung bzw. Energie zum Ansteuern des Thyristors zur Verfügung. Weiterhin
wird der Gate-Anschluß des Thyristors vom Verbindungspunkt von Primärwicklung der
Zündspule und mechanischem Schalter über einen Kondensator und einen Widerstand entkoppelt,
so daß eine Ansteuerung des mechanischen Schalters nicht möglich ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektronisches Zündsystem für Brennkraftmaschinen
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 anzugeben, mit dem eine Verlängerung der
Zündkerzen lebensdauer ermöglicht wird und das kostengünstig und in großen Stückzahlen
hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichen des Anspruchs
1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen.
[0005] Die Brenndauer oder Brennzeit der Zündkerzen - während dieser Zeit wird ein Lichtbogen
zwischen den Zündkerzenelektroden aufrechterhalten - kann beim erfindungsgemäßen elektronischen
Zündsystem gemäß einer Brenndauer-Vorgabe durch die als Steuergerät ausgebildete Steuereinheit
variiert werden: insbesondere kann beim Kaltstartversuch die maximale Brenndauer vorgesehen
werden, während sie beim bereits laufenden Motor reduziert wird; deshalb kann auch
eine energiereiche bzw. nebenschlußunempfindliche Zündung eingesetzt werden, ohne
daß deren schädliche Auswirkungen für die Zündkerzen lebensdauer auftreten. Die gewünschte
bzw. erforderliche Brenndauer der Zündkerzen kann in Abhängigkeit von Motorparametern
bestimmt bzw. festgelegt werden und wird vom Steuergerät an die Endstufe weitergegeben.
[0006] In der Endstufe ist zur Beeinflussung der Brenndauer eine Schalteinheit mit einem
als bipolarer NPN-Schalttransistor mit mindestens einem Kollektoranschluß ausgebildeten
Schalter vorgesehen, durch den die Primärseite der Zündspule nach Ablauf der vom Steuergerät
vorgegebenen Brenndauer kurzgeschlossen wird; dadurch wird der Zündfunken zwischen
den Zündkerzenelektroden zum Erlöschen gebracht und die Brenndauer beendet. Dabei
entsteht in der Schalteinheit ein Freilaufstrom, durch den die in der Zündspule gespeicherte
Energie dissipiert wird, wobei dieser Energie-Betrag umso größer ist, je mehr die
vorgegebene Brenndauer gegenüber der maximalen Brenndauer verkürzt wird.
[0007] Die Erfindung soll nachstehend anhand der Figuren 1 bis 4 näher beschrieben werden.
Dabei zeigen:
- Figur 1
- das Prinzipschaltbild eines elektronischen Zündsystems,
- Figur 2
- die zeitlichen Signalverläufe bei maximaler Brenndauer der Zündkerzen,
- Figur 3
- die zeitlichen Signalverläufe bei verkürzter Brenndauer der Zündkerzen,
- Figur 4
- ein Ausführungsbeispiel für die Schalteinheit des elektronischen Zündsystems.
[0008] In der Figur 1 ist das schematische Blockschaltbild eines elektronischen Zündsystems
für ein Kraftfahrzeug dargestellt.
Die als Steuergerät ausgebildete Steuereinheit steuert den zeitlichen Verlauf der
Zündung bzw. die Zündzeitpunkte t
Z durch Ein-/Ausschalten der Zündspule, indem über die Schaltflanken U
Z als erstem Steuersignal am Zündeingang E
Z der Endstufe der zeitliche Verlauf des Stromflusses I
Pr durch die Primärwicklung der Zündspule vorgegeben wird. Außerdem wird eine Steuerspannung
U
st als zweites Steuersignal für die Brenndauer t
Br der Zündkerzen - abhängig von Motorparametern wie Benzin-Luft-Gemisch, Drehzahl,
Motortemperatur und Motorlast - am Steuereingang E
st der Endstufe vorgegeben.
Die Endstufe besitzt neben dem Zündschaltgerät - mit einem Zünd-lC und dem Zündtransistor
(Endstufentransistor) T
1 zur Ansteuerung der Zündspule, wobei das Zünd-lC zur Regelung des Zündtransistors
T
1 dient - noch eine Schalteinheit, die am Steuereingang E
st durch die Steuerspannung U
st angesteuert wird und durch die die Brenndauer t
Br der Zündkerzen auf der Sekundärseite der Zündspule variiert wird.
Die Zündspule wird vom Zündtransistor T
1 geschaltet; auf der Sekundärseite der Zündspule sind der Zündspule entweder mit oder
ohne Verteiler die einzelnen Zylinder über die Zündkerzen (Klemme 3) zugeordnet, wobei
über den Zündkerzen die Brennspannung U
Br ansteht und durch die Zündkerzen der Brennstrom I
Br fließt. Die Primärseite der Zündspule ist (über die Klemme 15) an die Betriebsspannung
U
B angeschlossen, andererseits liegt am Primäranschluß der Zündspule (an der Klemme
1) die Kollektorspannung des Zündtransistors T
1 an.
[0009] Die Figur 2 zeigt die zeitlichen Signalverläufe bei einer Zündung mit der maximal
möglichen Brenndauer, wobei in den Figuren 2a- 2e das zweite Steuersignal für die
Brenndauer (die Steuerspannung U
st), die Spannung auf der Primärseite der Zündspule (U
Pr), die Spannung auf der Sekundärseite der Zündspule (Brennspannung U
Br), der Strom auf der Sekundärseite der Zündspule (Brennstrom I
Br) sowie der Freilaufstrom (I
F) in der Schalteinheit dargestellt sind.
Gemäß Figur 2a ist das vom Steuergerät vorgegebene zweite Steuersignal (die Steuerspannung
U
St) länger als die maximale Brenndauer, so daß ein "normaler" Zündzyklus mit einer unverkürzten
Brenndauer t
Br von beispielsweise 3 ms vorliegt, wie er beispielsweise beim Kaltstart erforderlich
ist:
- der Zündtransistor T1 wird durch die im Steuergerät erzeugten Schaltflanken UZ gesteuert, wobei beim Abschalten des Zündtransistors T1 der Stromfluß durch die Zündspule unterbrochen und eine Induktionsspannung auf der
Primärselte der Zündspule induziert wird.
- der Spannungsanstieg auf der Primärseite der Zündspule - die in Figur 2b dargestellte
Primärspannung UPr oder Rückschlagspannung, die beispielsweise 380 bis 400 V beträgt wird durch Induktion
auf die Sekundärseite der Zündspule übertragen.
- ist die Induktionsspannung auf der Sekundärseite der Zündspule auf einen bestimmten
Wert (beispielsweise 20 kV) angestiegen, erfolgt durch einen Funkenüberschlag zwischen
den Zündkerzenelektroden die Zündung (Zündzeitpunkt tZ); infolgedessen fällt die Spannung auf der Sekundärseite der Zündspule von 20 kV
auf ca. 400 V ab - dies ist die sogenannte Brennspannung UBr (Figur 2c).
- die in der Zündspule beim Aufladevorgang gespeicherte Energie bestimmt die Brennzeit
bzw. Brenndauer tBr; der Brennstrom IBr (Figur 2d) fließt so lange bzw. der Lichtbogen zwischen den Zündkerzenelektroden
(die Brennspannung UBr) steht so lange an, bis die gespeicherte Energie verbraucht bzw. in den Zündkerzen
umgesetzt ist.
- nach Ablauf des Zündvorgangs geht die Rückschlagspannung oder Primärspannung UPr auf der Primärseite der Zündspule (Figur 2b) von ihrem Maximalwert (380- 400 V) auf
die Betriebsspannung UB (beispielsweise 12 V) zurück.
- da die Schalteinheit der Endstufe während der Brenndauer nicht aktiviert wurde, fließt
gemäß Figur 2e kein Freilaufstrom IF.
[0010] Die Figur 3 zeigt entsprechend der Figur 2 die Signalverläufe bei einer Zündung mit
verkürzter Brenndauer, wobei in den Figuren 3a - 3e die zu den Figuren 2a - 2e korrespondierenden
Größen aufgetragen sind.
Das vom Steuergerät vorgegebene zweite Steuersignal (die Steuerspannung U
st) geht gemäß Figur 3a beispielsweise bereits nach 2 ms - also vor Ablauf der maximal
möglichen Brenndauer von beispielsweise 3 ms - vom "HIGH"-Pegel zum "LOW"-Pegel über
und aktiviert dadurch die Schalteinheit der Endstufe, die die Primärseite der Zündspule
kurzschließt:
- gemäß Figur 3b sinkt dadurch die Primärspannung UPr signifikant ab.
- die Brennspannung UBr wird gemäß Figur 3c auf einen Wert reduziert, der nicht mehr ausreicht, um den Überschlag
zwischen den Zündkerzenelektroden aufrechtzuerhalten, der Brennvorgang wird beendet.
- der Brennstrom IBr geht gemäß Figur 3d unmittelbar nach Aktivierung der Schalteinheit gegen 0.
- der Freilaufstrom IF durch die Schalteinheit (Figur 3e) fließt so lange, bis die in der Zündspule gespeicherte
Energie dissipiert wurde; dabei muß umso mehr Energie vernichtet werden, je kürzer
die vorgegebene Brenndauer ist. Der Betrag des Freilaufstroms IF hängt demzufolge vom Zeitpunkt der Aktivierung der Schalteinheit ab; sein Maximalwert
kann so groß wie der Primärstrom IPr sein, mit dem die Zündspule geladen wurde (tBr = 0). Mit zunehmender Brenndauer nimmt der Freilaufstrom IF ab, da bereits ein Teil der gespeicherten Energie in der Zündkerze umgesetzt wurde.
In der Figur 4 ist ein Ausführungsbeispiel der Schalteinheit dargestellt.
Die Schalteinheit enthält neben dem NPN-Schalttransistor T
2 den Ansteuertransistor bzw. Treibertransistor T
3, die Widerstände R
1 bis R
3 und die Dioden D
1 und D
2. Der Widerstand R
1 dient zur Vorspannung des NPN-Schalttransistors T
2, der Widerstand R
2 als Schutzmaßnahme bei Defekten und der Widerstand R
3 zur Ansteuerung des Ansteuertransistors T
3; die Diode D
1 ist eine Schutzdiode für den NPN-Schalttransistor T
2. Die Diode D
2 verhindert einen ungewollten Stromfluß vom Anschluß der Betriebsspannung U
B (von der Klemme 15) durch die Diode D
1 zum Zündtransistor T
1 zu dem Zeitpunkt, zu dem durch das Einschalten des Zündtransistors T
1 die Primärseite der Zündspule geladen werden soll; weiterhin werden dadurch vom Emitter
des NPN-Schalttransistors T
2 positive Spannungsspitzen auf der Leitung für die Betriebsspannung U
B ferngehalten. Der NPN-Schalttransistor T
2 ist beispielsweise als Darlington-Transistor ausgebildet, dessen Emitteranschluß
über die Diode D
2 an die Betriebsspannung U
B angeschlossen ist (Klemme 15) und dessen Kollektoranschlüsse, die den Ausgang der
Schalteinheit bilden, mit dem Primäranschluß der Zündspule (der Klemme 1) verbunden
sind. Der Basisanschluß des NPN-Schalttransistors T
2 ist mit dem Kollektoranschluß des Ansteuertransistors T
3 verbunden, dessen Emitteranschluß an Bezugspotential angeschlossen ist. Am Basisanschluß
des Ansteuertransistors T
3 ist der Widerstand R
3 und an der Betriebsspannung U
B der Widerstand R
2 angeschlossen, wobei die zweiten Anschlüsse der Widerstände R
2 und R
3 den Steuereingang E
st der Schalteinheit bilden, an dem die Steuerspannung U
st (das zweite Steuersignal) des Steuergeräts anliegt.
Da im Kraftfahrzeug üblicherweise nur eine einzige Betriebsspannung U
B (beispielsweise 12 V) vorhanden ist, und sich eine Ansteuerung des NPN-Schalttransistors
T
2 dadurch problematisch gestaltet, wird die auf der Primärseite der Zündspule während
der Brenndauer t
Br (vgl. Figur 2b/Figur 3b) durch Induktionsvorgänge verursachte Spannungserhöhung ΔU
am Primäranschluß der Zündspule (der Klemme 1) gegenüber der Betriebsspannung U
B (der Klemme 15) zur Ansteuerung des NPN-Schalttransistors T
2 ausgenützt. Durch die Spannungserhöhung ΔU und den Widerstand R
1 wird der Basisstrom für den NPN-Schalttransistor T
2 und durch dessen Stromverstärkungsfaktor der Kollektorstrom bzw. Freilaufstrom I
F festgelegt.
Während der gewünschten Brenndauer t
Br ist das zweite Steuersignal (die Steuerspannung U
st) am Steuereingang E
st der Schalteinheit auf HIGH-Potential - der Ansteuertransistor T
3 wird durchgesteuert und sperrt dadurch den NPN-Schalttransistor T
2; die Schalteinheit ist folglich inaktiv. Wenn die vorgegebene Brenndauer erreicht
ist, wird der Steuereingang E
st der Schalteinheit aktiv gegen Masse geschaltet - die Steuerspannung U
st geht auf LOW-Potential - und der Ansteuertransistor T
3 sperrt; die am Primäranschluß der Zündspule (an der Klemme 1) während der Brenndauer
t
Br anstehende Spannungsüberhöhung ΔU gegenüber der Betriebsspannung U
B (der Klemme 15) steuert über den Widerstand R
1 den NPN-Schalttransistor T
2 durch, so daß die Primärseite der Zündspule kurzgeschlossen, der Brennvorgang abgebrochen,
und die in der Zündspule gespeicherte Energie vom Freilaufstrom I
F vernichtet wird. Die gewünschte Brenndauer t
Br kann dabei vom Steuergerät beliebig vorgegeben werden und kann sich von der Zeitdauer
t
Br = 0 (keine Zündung) bis zur maximal möglichen Brenndauer erstrecken.
[0011] Falls durch einen Defekt (beispielsweise Bruch des zugehörigen Kabels) keine Steuerspannung
U
st am Steuereingang E
st der Schalteinheit anliegt, bleibt der Ansteuertransistor T
3 gesperrt und die Schalteinheit würde - unerwünschterweise - bei jeder Zündung unmittelbar
nach dem Zündzeitpunkt t
Z aktiviert und die Brenndauer t
Br sofort abbrechen. Um dies zu vermeiden, ist der Pull-up-Wlderstand R
2 vorgesehen, der die Betriebsspannung U
B dem Basisanschluß des Ansteuertransistors T
3 zuführt, so daß dieser bei fehlender Steuerspannung U
st aktiviert wird; die Schalteinheit wird dadurch deaktiviert, und ein unverkürzter
Zündvorgang mit der maximalen Brenndauer t
Br ermöglicht
[0012] Der Schalter der Schalteinheit läßt sich neben der oben vorgestellten Ausführungsform
auch noch auf andere Weise realisieren. Beispielsweise kann der NPN-Schalttransistor
als Darlington-Transistor oder als Triple-Transistor, die eine große Stromverstärkung
aufweisen, ausgebildet sein.
Außerdem können in der Schalteinheit Schutzmaßnahmen bzw. Schutz-Bauelemente für Kfz-übliche
Störspannungen vorgesehen werden.
1. Elektronisches Zündsystem für Brennkraftmaschinen, bestehend aus:
a) einer Zündspule mit Primärwicklung und Sekundärwicklung,
b) einer Steuereinheit zum Erzeugen eines ersten Steuersignals (UZ) zur Vorgabe der Einschaltzeitpunkte für den Primärstrom in der Zündspule und der
den zündzeitpunkten der einzelnen Zylinder der Brennkraftmaschine entsprechenden Ausschaltzeitpunkte
für den Primärstrom in der Zündspule sowie zum Erzeugen eines zweiten Steuersignals
(USt) zur Verkürzung der Brenndauer (tBr) der Zündkerzen,
c) einer Endstufe
c1) mit einem Zündschaltgerät mit einem zur Primärwicklung der Zündspule in Reihe
geschalteten Zündtransistor (T1) zum Ein und Ausschalten des Primärstromes in der Zündspule in Abhängigkeit vom ersten
Steuersignal (UZ),
c2) und mit einer Schalteinhelt mit einem Schalter (T2), der parallel zur Primärwicklung der Zündspule liegt und der die Brenndauer der
Zündkerzen in Abhängigkeit vom zweiten Steuersignal (USt) durch Kurzschließen der Primärwicklung der Zündspule verkürzt,
dadurch gekennzeichnet, daß
- der Schalter (T2) der Schalteinheit als bipolarer NPN-Schalttransistor mit mindestens einem Kollektoranschluß
ausgebildet ist, dessen Basisanschluß über einen ersten Widerstand (R1) mit dem Verbindungspunkt von Primärwicklung der Zündspule und Zündtransistor (T1) der Endstufe verbunden ist, und der durch die während der Brenndauer (tBr) der Zündkerzen auf der Primärseite der Zündspule auftretende Spannungsüberhöhung
(ΔU) angesteuert wird,
- die Steuereinheit als Steuergerät ausgebildet ist, und als zweites Steuersignal
(USt) eine Steuerspannung während einer vom Steuergerät vorgegebenen Dauer erzeugt, und
- die Brenndauer (tBr) der Zündkerzen entsprechend der für die Steuerspannung (USt) vorgegebenen Dauer mit beliebigen Werten bis hin zur maximal möglichen Brenndauer
variabel einstellbar ist, indem der NPN-Schalttransistor (T2) der Schalteinheit die Primärwicklung der Zündspule außerhalb der vom Steuergerät
für die Steuerspannung (USt) vorgegebenen Dauer kurzschließt.
2. Zündsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Basisanschluß des NPN-Schalttransistors
(T2) der Schalteinheit mit dem Kollektoranschluß eines Ansteuertransistors (T3) der Schalteinheit verbunden ist, und daß der Basisanschluß des Ansteuertransistors
(T3) der Schalteinheit über einen Steuereingang (ESt) der Schalteinheit mit dem Steuerausgang des Steuergeräts verbunden ist.
3. Zündsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Steuerausgang des
Steuergeräts an den Steuereingang (ESt) der Schalteinheit abgegebene Steuerspannung (USt) dem Basisanschluß des Ansteuertransistors (T3) der Schalteinheit über einen zweiten Widerstand (R3) zugeführt wird, daß der Steuereingang (ESt) der Schalteinheit über einen dritten Widerstand (R2) mit der Betriebsspannung (UB) verbunden ist, und daß der Emitteranschluß des NPN-Schalttransistors (T2) der Schalteinheit über eine Diode (D2) mit der Betriebsspannung (UB) verbunden ist.
1. An electronic ignition system for internal combustion engines comprising:
a) an ignition coil having a primary winding and a secondary winding,
b) a control unit for the generation of a first control signal (Uz) for presetting the switch-on times for the primary current in the ignition coil
and the switch-off times for the primary current in the ignition coil,
which switch-off times correspond to the ignition times of the individual cylinders
of the internal combustion engine, and for the generation of a second control signal
(Ust) for shortening the combustion period (tBr) of the spark plugs,
c) an end stage
c1) with an ignition trigger comprising an ignition transistor (T1), connected in series with the primary winding of the ignition coil, for switching
on and off the primary current in the ignition coil as a function of the first control
signal (Uz),
c2) and with a switching unit comprising a switch (T2) which is arranged in parallel to the primary winding of the ignition coil and which
shortens the combustion period of the spark plugs as a function of the second control
signal (USt) by short-circuiting the primary winding of the ignition coil,
characterised in that
- the switch (T2) of the switching unit is formed by a bipolar NPN- switching transistor which has
at least one collector terminal and whose base terminal is connected via a first resistor
(R1) to the connection point of the primary winding of the ignition coil and the ignition
transistor (T1) of the end stage and which is driven by the rise in voltage (ΔU) occurring during
the combustion period (tBr) of the spark plugs on the primary side of the ignition coil,
- the control unit is constructed as a control device and by way of second control
signal (USt) generates a control voltage during a time period preset by the control device and
- the combustion period (tBr) of the spark plugs is variably adjustable in accordance with the time period preset
for the control voltage (USt) with arbitrary values up to the maximum possible combustion period in that the NPN-
switching transistor (T2) of the switching unit short-circuits the primary winding of the ignition coil outside
of the time period preset by the control device for the control voltage (USt).
2. An ignition system according to Claim 1, characterised in that the base terminal of
the NPN- switching transistor (T2) of the switching unit is connected to the collector terminal of a drive transistor
(T3) of the switching unit, and that the base terminal of the drive transistor (T3) of the switching unit is connected via a control input (Est) of the switching unit to the control output of the control device.
3. An ignition system according to Claim 2, characterised in that the control voltage
(Ust) emitted from the control output of the control device to the control input (ESt) of the switching unit is fed to the base terminal of the drive transistor (T3) of the switching unit via a second resistor (R3), that the control input (ESt) of the switching unit is connected via a third resistor (R2) to the operating voltage (UB) and that the emitter terminal of the NPN- switching transistor (T2) of the switching unit is connected via a diode (D2) to the operating voltage (UB).
1. Système d'allumage électronique pour moteurs à combustion interne, se composant :
a) d'une bobine d'allumage avec un enroulement primaire et un enroulement secondaire,
b) d'une unité de commande en vue de la génération d'un premier signal de commande
(UZ) en vue de la détermination des instants d'établissement du courant primaire dans
la bobine d'allumage et des instants de coupure correspondant aux instants d'allumage
des différents cylindres du moteur à combustion interne pour le courant primaire dans
la bobine d'allumage ainsi qu'en vue de la génération d'un second signal de commande
(Ust) afin de raccourcir la durée d'allumage (tBr) des bougies d'allumage,
c) d'un étage terminal
c1) équipé d'un appareil de commutation d'allumage avec un transistor d'allumage (T1) monté en série avec l'enroulement primaire de la bobine d'allumage en vue de l'établissement
et de la coupure du courant primaire dans la bobine d'allumage en fonction du premier
signal de commande (UZ),
c2) et équipé d'une unité de commutation avec un commutateur (T2), qui se trouve en parallèle avec l'enroulement primaire de la bobine d'allumage
et qui raccourcit la durée d'allumage des bougies d'allumage en fonction du second
signal de commande (Ust) en court-circuitant l'enroulement primaire de la bobine d'allumage,
caractérisé en ce que
- le commutateur (T2) de l'unité de commutation est réalisé en tant que transistor de commutation NPN
bipolaire avec au moins une borne de collecteur, dont la borne de base est reliée,
par l'intermédiaire d'une première résistance (R1), au point de liaison de l'enroulement primaire de la bobine d'allumage et du transistor
d'allumage (T1) de l'étage terminal, et qui est commandé par l'accroissement de tension (ΔU) apparaissant
pendant la durée d'allumage (tBr) des bougies d'allumage sur le côté primaire de la bobine d'allumage,
- l'unité de commande est réalisée sous la forme d'un appareil de commande, et génère,
en tant que second signal de commande (Ust), une tension de commande pendant une durée prédéterminée par l'appareil de commande,
et
- la durée d'allumage (tBr) des bougies d'allumage est réglable de façon variable de manière correspondant à
la durée prescrite pour la tension de commande (Ust) selon des valeurs quelconques jusqu'à la durée d'allumage maximale possible, le
transistor de commutation NPN (T2) de l'unité de commutation court-circuitant l'enroulement primaire de la bobine d'allumage
à l'extérieur de la durée prescrite par l'appareil de commande pour la tension de
commande (Ust).
2. Système d'allumage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la borne de base
du transistor de commutation NPN (T2) de l'unité de commutation est reliée à la borne de collecteur d'un transistor de
commande (T3) de l'unité de commutation, et en ce que la borne de base du transistor de commande
(T3) de l'unité de commutation est reliée par l'intermédiaire d'une borne de commande
(Est) de l'unité de commutation à la sortie de commande de l'appareil de commande.
3. Système d'allumage selon la revendication 2, caractérisé en ce que la tension de commande
(Ust) délivrée par la sortie de commande de l'appareil de commande à l'entrée de commande
(Est) de l'unité de commutation est appliquée à la borne de base du transistor de commande
(T3) de l'unité de commutation par l'intermédiaire d'une seconde résistance (R3), en ce que l'entrée de commande (Est) de l'unité de commutation est reliée, par l'intermédiaire d'une troisième résistance
(R2) à la tension de fonctionnement (UB), et en ce que la borne d'émetteur du transistor de commutation NPN (T2) de l'unité de commutation est reliée, par l'intermédiaire d'une diode (D2), à la
tension de fonctionnement (UB).