(19)
(11) EP 0 568 910 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
17.06.1998  Patentblatt  1998/25

(21) Anmeldenummer: 93106859.7

(22) Anmeldetag:  28.04.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B05B 12/14, B05B 15/02

(54)

Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen einer Farbbeschichtungseinrichtung

Method and device for cleaning a coating installation

Procédé et dispositif de nettoyage d'une installation de revêtement


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE ES FR GB IT NL

(30) Priorität: 04.05.1992 DE 4214777

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
10.11.1993  Patentblatt  1993/45

(73) Patentinhaber: ABB Fläkt Ransburg GmbH
D-63150 Heusenstamm (DE)

(72) Erfinder:
  • Nussbaum, Herbert
    W-6463 Freigericht (DE)
  • Eysen, Jörg Robert
    W-6052 Mühlheim 3 (DE)

(74) Vertreter: Rupprecht, Klaus, Dipl.-Ing. et al
c/o ABB Patent GmbH, Postfach 10 03 51
68128 Mannheim
68128 Mannheim (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 075 258
DE-U- 9 106 610
EP-A- 0 396 223
US-A- 4 881 563
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen einer Farbbeschichtungseinrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ferner betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

    [0002] Beim Einsatz von Farbbeschichtungseinrichtungen, insbesondere bei solchen, bei denen unterschiedliche Farben zum Einsatz gelangen, ist es erforderlich, vor Befüllen der zum Sprühzerstäuber führenden Leitungswege mit der neuen Farbe, Rückstände der alten Farbe aus dem den Farbwechsler, den Zuführschlauch und den Sprühzerstäuber umfassenden Leitungsweg zu entfernen, um ungewünschte Farbeffekte bzw. Beeinträchtigung der Beschichtungsqualität sicher zu vermeiden.

    [0003] Hierzu wird üblicherweise Reinigungsmittel in den Farbwechsler in Strömungsrichtung gesehen vor den Zuführungen der Farben eingegeben, um so an der Innenwandung der Leitungswege haftende Farbreste abzulösen und die Leitungswege freizuspülen. Diese Einleitung von Reinigungsmittel erfolgt alternierend mit der Einleitung von Druckluft, so daß infolge der chemo-physikalischen Rückwirkungen des so gebildeten Reinigungsfluids gewährleistet ist, daß die Leitungswege frei von Farbresten sind.

    [0004] Aus der US-A-4881563 ist ein Farbwechselsystem bekannt, bei welchem Lösungsmittel als Reinigungsfluid dem Farbwechsler zugeführt wird und infolge Beaufschlagung mit Druckluft zu einem Druckluft-Reinigungsmittel-Nebel vermischt wird, welcher den Farbwechsler durchströmt und vor Erreichen des angeschlossenen Sprühzerstäubers aus dessen Zuführleitung herausgeleitet wird.

    [0005] Ein Problem ergibt sich, insbesondere bei häufigen Farbwechseln durch den Zeitbedarf, den jeder Reinigungsvorgang erfordert.

    [0006] Ein weiteres Problem resultiert daraus, daß bei der bekannten Vorgehensweise abhängig von der Anzahl der durchzuführenden Reinigungsvorgänge ein hoher Bedarf an Reinigungsmittel besteht, welches überdies, abhängig von der verwendeten Farbe, chemisch aggressiv ist und als Sondermüll entsorgt werden muß.

    [0007] Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik ist es daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der eingangs genannten Art anzugeben, das einen geringeren Zeitbedarf je Reinigungsvorgang erfordert und darüberhinaus einen geringeren Bedarf an Reinigungsmittel gegenüber den bekannten Verfahren aufweist.

    [0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Danach ist vorgesehen, daß das Reinigungsmittel mit der Druckluft vor der Einleitung in den Farbwechsler zu einem Druckfluid vernebelt wird, daß der Druckluft-Reinigungsmittel-Nebel abschnittsweise in den Farbwechsler eingeleitet wird und die an der Innenwandung des Farbwechslers und der Zuführleitung befindlichen Farbreste ablöst und mitreißt, daß bei einem Farbwechsel die Zuführung des nebelartigen Reinigungsfluids gleichzeitig in wenigstens zwei Abschnitte des Leitungsweges erfolgt, daß die Einspeisung einer neuen Farbe in einen ersten Abschnitt bereits erfolgt, während ein nachfolgender zweiter Abschnitt noch gereinigt wird und daß das mit Farbresten angereicherte Reinigungsfluid jeweils vor Erreichen des nächsten Abschnittes beziehungsweise des Sprühzerstäubers ausgeleitet wird.

    [0009] Während gemäß dem bekannten Verfahren das Reinigungsmittel alternierend mit der Druckluft in den zu reinigenden Leitungsweg, d.h. in den Farbwechsler und von diesem in die Zuführleitung eingeleitet wurde, wobei jeweils das gesamte Leitungsvolumen mit dem Reinigungsmittel gefüllt sein muß, um an der Innenwandung des Leitungsweges haftende Farbreste ablösen zu können, die von dem nachfolgenden Luftstrom mitgerissen und aus der Zuführleitung herausgeleitet werden, wird durch die Verwirbelung des Reinigungsmittels mit Druckluft vor dem Eintritt in die Farbbeschichtungseinrichtung erreicht, daß bei deutlich verringertem Bedarf an Reinigungsmittel (ca. 80% weniger) trotzdem die gesamte Innenoberfläche des Leitungsweges vom Reinigungsfluid bedeckt wird und hierbei daran anhaftende Farbreste ablöst und mitreißt. Infolge der kombinierten Zuführung von Reinigungsmittel und Luft in Form des hier als Druckfluids bezeichneten Luft-Reinigungsmittel-Nebels ergibt sich gleichzeitig auch ein Vorteil hinsichtlich der Dauer des Reinigungsvorgangs, da aufgrund der Gleichzeitigkeit von Ablösen und Mitreißen, d.h. von chemischen und mechanischen, nämlich des abrasiven, Reinigungsmechanismen, eine höhere Reinigungsleistung erzielt wird. Dies führt zwangsläufig zu geringerem Zeitbedarf.

    [0010] Die jeweilige Länge der einzelnen Spülabschnitte ist im Hinblick auf die Reinigungsleistung des Reinigungsfluids in Bezug auf die zu beseitigenden Farbrückstände als auch im Hinblick auf die Leitungsquerschnitte festzulegen. Bei 3 bis 6 mm Leitungsdurchmesser sind Spülstreckenlängen von ca. 3 m zweckmäßig.

    [0011] Ein weiteres Kriterium zur Festlegung der Spülabschnitte ist der zwischen einzelnen Farbwechseln verfügbare Zeitraum. Im Hinblick hierauf kann es sich als vorteilhaft erweisen, eine größere Anzahl von Spülabschnitten vorzusehen, die gleichzeitig oder mittels entsprechender Ansteuerung zeitversetzt der Reinigung unterworfen werden, wobei die zuletzt genannte Variante die Möglichkeit bietet, daß bereits die neue Farbe in den Leitungsweg eingespeist wird, während das zum Sprühzerstäuber führende Ende der Zuführleitung noch gespült wird, wobei jedoch auch in einem derartigen Fall das Reinigungsfluid nach Durchströmen des letzten Spülabschnitts noch vor Erreichen des Sprühzerstäubers aus dem Leitungsweg herausgeleitet wird.

    [0012] In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist ferner vorgesehen, daß zur Erzeugung des aus einem Luft-Reinigungsmittel-Nebel gebildeten Reinigungsfluids die Luft sowie das Reinigungsmittel in tangentialer Richtung in den Strömungsweg eingeleitet werden und hierbei wendelförmig die Farbbeschichtungseinrichtung durchströmen. Hierbei erweist es sich als besonders vorteilhaft, wenn die Einströmrichtungen entgegengesetzt sind, so daß sich die Strömungswege der Luft und des Reinigungsmittels kreuzen und hierbei eine intensive Durchwirbelung erfolgt.

    [0013] Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, daß das mit Farbresten angereicherte Reinigungsmittel nach Durchströmen der Farbbeschichtungseinrichtung aufgefangen wird.

    [0014] Um den Bedarf an Reinigungsmittel weiter zu verringern, kann es zweckmäßig sein, das mit Farbresten angereicherte Reinigungsmittel nach Austreten aus der Farbbeschichtungseinrichtung aufzubereiten und anschließend wieder zu verwenden.

    [0015] Des weiteren ist zur Lösung der vorstehenden Aufgabe eine Vorrichtung zur Durchführung des zuvor beschriebenen Verfahrens vorgesehen, die einen Farbwechsler mit einer Einspeisung für Druckluft, wenigstens zwei Zuführungen für unterschiedliche Farben sowie einer Zuführung für Reinigungsmittel aufweist, wobei für das aus Luft und Reinigungsmittel in Form eines Luft-Reinigungsmittel-Nebels gebildete Reinigungsfluid in Durchströmungsrichtung gesehen vor den Zuführungen der Farben angeordnet ist.

    [0016] Eine solche Vorrichtung zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, daß mindestens zwei vor dem Sprühzerstäuber in der Zuführleitung angeordnete Auslässe vorgesehen sind und daß zur Erzeugung des Reinigungsfluids, d.h. des Reinigungsmittel-Luft-Nebels, die Einleitung des Reinigungsmittels sowie der Luft durch diametral gegenüberliegend angeordnete Einleitungsöffnungen in der gemeinsamen Zuführung zur Farbbeschichtungseinrichtung vorgesehen ist, wobei die Strömungsachse der Einleitungsöffnungen tangential angeordnet ist, so daß das eingeleitete Medium, nämlich Reinigungsmittel bzw. Luft, an der Innenwandung der Zuführung wendelförmig in die Farbbeschichtungseinrichtung einströmt.

    [0017] Eine Verbesserung der Erfindung sieht vor, daß die Strömungsachse jeder Einleitungsöffnung in einem Winkel < 90° zur Längsachse der Zuführung abgewinkelt ist, so daß die eingeleitete Luft und das Reinigungsmittel sich in Strömungsrichtung schraubenlinienförmig vorwärtsbewegen.

    [0018] Um eine besonders gute Verwirbelung der beiden Medien, Reinigungsmittel und Luft, zu erreichen, ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die Einleitung des Reinigungsmittels und der Luft gegenläufig zueinander erfolgen.

    [0019] Diese und weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

    [0020] Anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels sollen die Erfindung, besondere Vorteile und Verbesserungen der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.

    [0021] Es zeigt die einzige Figur eine schematische Darstellung einer Farbbeschichtungseinrichtung gemäß der Erfindung.

    [0022] Eine Farbbeschichtungseinrichtung 10 besitzt einen Farbwechsler 12, Vorratsbehälter 14, 15 für unterschiedliche Farben, eine Zuführleitung 16, die zu einem Sprühzerstäuber 18 führt, mit welchem die Beschichtung einer Fläche 20 erfolgt.

    [0023] Der Farbwechsler 12 besitzt eine Zuführung 21 für Luft, eine Zuführung 22 für ein Reinigungsmittel und mehrere Zuführungen 23 für unterschiedliche Farben. Die Zuführungen 23 sind über Leitungen 24, 25 mit den Vorratsbehältern 14, 15 für die unterschiedlichen Farben verbunden.

    [0024] Die Zuführung 21 für Luft ist mit einer Druckluftquelle, die hier symbolisch als Druckflasche 26 dargestellt ist, über eine Leitung 27 verbunden.

    [0025] Die Zuführung 22 für Reinigungsmittel ist über eine Leitung 28 mit einem Behälter 30 verbunden, in welchem das Reinigungsmittel vorgehalten wird.

    [0026] Die Zuführleitung 16, welche den Farbwechsler 12 mit dem Sprühzerstäuber 18 verbindet, weist auf etwa halber Strecke einen Kombiblock 32 auf, der einen Auslaß 34 für verunreinigtes Reinigungsfluid sowie je eine Zuführung 21' für Druckluft und 22' für Reinigungsmittel aufweist, durch welche Luft- und Reinigungsmittel der Zuführleitung 16, die in den Kombiblock 32 einmündet und ihn an der gegenüberliegenden Seite wieder verläßt, zugeführt werden können.

    [0027] Mit Hilfe des Kombiblockes 32 ist es möglich, die Zuführleitung bedarfsweise abzusperren und den zwischen dem Farbwechsler 12 und dem Kombiblock 32 befindlichen Leitungsinhalt über den Auslaß 34 und eine hiermit verbundene Ableitung 35 in ein Auffanggefäß 36 herauszuleiten. Gleichzeitig ist über die Zuführungen 21', 22' die Möglichkeit gegeben, das aus Luft und Reinigungsmittel bestehende Reinigungsfluid in den zwischen dem Kombiblock 32 und dem Sprühzerstäuber 18 befindlichen Abschnitt der Zuführleitung 16 zuzuführen. Am Ende der Zuführleitung 16, dem Sprühzerstäuber 18 unmittelbar vorgeschaltet, ist ein dem Kombiblock 32 ähnlich gestalteter Endblock 38 angeordnet, welcher ebenfalls die Möglichkeit bietet, die Zuführleitung 16 zum Sprühzerstäuber 18 bedarfsweise abzusperren und den zwischen dem Kombiblock 32 und dem Endblock 38 befindlichen Leitungsinhalt der Zuführleitung 16 über einen Auslaß 39 in ein weiteres Auffanggefäß 36' abzuleiten.

    [0028] Wie in der einzigen Figur schematisch angedeutet, besitzt jede Zuführung am Farbwechsler 12, sowie am Kombiblock 32 sowie der Auslaß 34 am Kombiblock 32 und 37 am Endblock 38 jeweils ein Absperrventil, so daß die angeschlossene Leitung jeweils abgetrennt werden kann, ohne daß Fluid aus der Farbbeschichtungseinrichtung 10 austreten kann.

    [0029] Die Arbeitsweise der dargestellten Farbbeschichtungseinrichtung 10 erfolgt so, daß ausgehend vom Farbwechsler 12, der über die Zuführungen 23 und die Verbindungsleitungen 24, 25 mit den die vorgesehenen Farben aufnehmenden Vorratsbehältern 14, 15 verbunden ist, die jeweils ausgewählte Farbe über die Zuführleitung 16 dem Sprühzerstäuber 18 zugeführt wird, mit dem die jeweilige Beschichtungsfläche 20 beaufschlagt wird.

    [0030] Bei einem Farbwechsel auf eine andere Farbe ist zunächst der Leitungsweg im Farbwechsler 12 und in der Zuführleitung 16 von den Farbresten der vorherigen Farbe zu befreien. Dies erfolgt durch Einleitung des aus Luft und Reinigungsmittel gebildeten nebelförmigen Reinigungsfluids, welches aufgrund der tangentialen Zuströmung in die Zuführungen 21, 22 miteinander derart verwirbelt, daß sämtliche Bereiche der Innenoberfläche des Farbwechslers 12 sowie der anschließenden Zuführungsleitung 16 beaufschlagt und hierdurch gereinigt werden. Die hierbei erreichte Strömungsgeschwindigkeit des Reinigungsfluids sorgt dafür, daß von der Innenoberfläche abgelöste Farbrückstände mitgerissen und aus dem Leitungsweg entfernt werden.

    [0031] Zur Verringerung des Zeitbedarfs für diesen Spülvorgang ist in den Leitungsweg der Zuführleitung 16 der Kombiblock 32 zwischengeschaltet, so daß wegen der nur noch halb so langen Strecke, die vom Druckfluid zurückgelegt werden muß, sich die Spülzeit praktisch halbiert. Diese Verkürzung der Zeitdauer kann noch dadurch gesteigert werden, daß die Spülvorgänge am Farbwechsler 12 bzw. am Kombiblock 32 zeitversetzt eingeleitet werden. So kann beispielsweise, wenn der Beschichtungsvorgang sich seinem Ende nähert die Farbzufuhr für die bisherige Farbe unterbrochen werden, wobei sowohl die Zuführung 23 als auch der Leitungsweg in der Zuführleitung 16 im Kombiblock 32 gesperrt wird. Die im restlichen Leitungsweg der Zuführleitung 16 befindliche Farbe kann vom Sprühzerstäuber 18 noch verarbeitet werden, während bereits der Farbwechsler 12 und der anschließende Leitungsweg der Zuführleitung 16 mit Reinigungsfluid durchsetzt werden. In gleicher Weise kann die neue Farbe bereits in den Farbwechsler eingeleitet werden, während noch der zweite Abschnitt der Zuführleitung 16 zwischen dem Kombiblock 32 und dem Endblock 38 gereinigt wird. Durch entsprechend aufeinander abgestimmte Steuerung der Absperrventile im Kombiblock 32 bzw. im Endblock 38 kann so sichergestellt werden, daß das mit Farbrückständen angereicherte Reinigungsfluid den Leitungsweg bereits verlassen hat bevor die neue Farbe hinzutritt.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Reinigen einer Farbbeschichtungseinrichtung (10), die einen Farbwechsler (12) mit einer Zuführung (21) für Druckluft, mit einer Zuführung (22) für Reinigungsmittel sowie mit wenigstens zwei Zuführungen für unterschiedliche Farben, eine am Farbwechsler (12) angeschlossene Zuführleitung (16) und einen am freien Ende der Zuführleitung (16) angeordneten Sprühzerstäuber (18) aufweist und bei jedem Farbwechsel unter Zuführung von Druckluft und Reinigungsmittel gereinigt wird, wobei das Reinigungsmittel mit der Druckluft zu einem Druckluft-Reinigungsmittel-Nebel vermischt wird, der den Farbwechsler (12) und die Zuführleitung (16) durchströmt und vor Erreichen des Sprühzerstäubers (18) aus der Zuführleitung (16) herausgeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Reinigungsmittel mit der Druckluft vor der Einleitung in den Farbwechsler (12) zu einem Druckfluid vernebelt wird, daß der Druckluft-Reinigungsmittel-Nebel abschnittsweise in den Farbwechsler eingeleitet wird und die an der Innenwandung des Farbwechslers und der Zuführleitung befindlichen Farbreste ablöst und mitreißt, daß bei einem Farbwechsel die Zuführung des nebelartigen Reinigungsfluids gleichzeitig in wenigstens zwei Abschnitte des Leitungsweges (12, 16) erfolgt, daß die Einspeisung einer neuen Farbe in einen ersten Abschnitt bereits erfolgt, während ein nachfolgender zweiter Abschnitt noch gereinigt wird und daß das mit Farbresten angereicherte Reinigungsfluid jeweils vor Erreichen des nächsten Abschnittes beziehungsweise des Sprühzerstäubers (18) ausgeleitet wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des Druckfluids die Luft und das Reinigungsmittel in tangentialer Richtung in die Zuführungen (21, 22) eingeleitet werden und wendelförmig den Leitungsweg (12, 16) durchströmen.
     
    3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach Durchströmen der Farbbeschichtungseinrichtung (10) das mit Farbresten angereicherte Reinigungsmittel aufgefangen wird.
     
    4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das mit Farbresten angereicherte Reinigungsmittel nach Austreten aus der Farbbeschichtungseinrichtung aufbereitet wird.
     
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das aufbereitete Reinigungsmittel wieder verwendet wird.
     
    6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5 mit einer Farbbeschichtungseinrichtung (10), die einen Farbwechsler (12) mit wenigstens zwei Zuführungen für unterschiedliche Farben, mit je einer strömungsmäßig vor den wenigstens zwei Zuführungen für unterschiedliche Farben angeordneten Zuführung (21, 22) für Druckluft und für Reinigungsmittel sowie eine am Farbwechsler (12) angeschlossene, in wenigstens zwei Abschnitte unterteilte Zuführleitung (16) und einen am freien Ende der Zuführleitung (16) angeordneten Sprühzerstäuber (18) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei vor dem Sprühzerstäuber (18) in der Zuführleitung (16) angeordnete Auslässe (35, 39) vorgesehen sind und zur Bildung des als Reinigungsmittel-Druckluft-Nebels vorgesehenen Reinigungsfluids die Einleitung des Reinigungsmittels und der Druckluft durch diametral gegenüberliegend angeordnete Einleitungsöffnungen in den Zuführungen (21, 22) vorgesehen ist, und daß die Strömungsachse der Einleitungsöffnungen tangential in Bezug auf die Zuführung (21, 22) zum Farbwechsler (12) angeordnet ist.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsachse der Einleitungsöffnungen in einem Winkel < 90° zur Längsachse der Zuführung (21, 22) abgewinkelt ist, so daß die eingeleitete Luft und das Reinigungsmittel in Strömungsrichtung sich wendelförmig vorwärts bewegen.
     
    8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einleitung von Luft und Reinigungsmittel gegenläufig zueinander vorgesehen ist.
     


    Claims

    1. Method for cleaning a paint coating system (10) which has a colour changer (12) with an inlet (21) for compressed air, with an inlet (22) for cleaning agent and with at least two inlets for different colours, a feed conduit (16) connected to the colour changer (12), and a spray atomizer (18) arranged at the free end of the feed conduit (16), and which is cleaned by feeding compressed air and cleaning agent in upon each change of colour, the cleaning agent being mixed with the compressed air to form a compressed-air/cleaning-agent mist which flows through the colour changer (12) and the feed conduit (16) and is discharged from the feed conduit (16) before reaching the spray atomizer (18), characterized in that the cleaning agent is atomized with the compressed air to give a pressurized fluid before being introduced into the colour changer (12), in that the compressed-air/cleaning-agent mist is introduced in sections into the colour changer and removes and takes along the colour residues on the internal wall of the colour changer and of the feed conduit, in that, in the case of a change of colour, the mist-like cleaning fluid is fed simultaneously into at least two sections of the conduit path (12, 16), in that a new colour is fed into a first section while a subsequent, second section is still being cleaned, and in that the cleaning fluid enriched with colour residues is in each case discharged before reaching the next section or the spray atomizer (18).
     
    2. Method according to Claim 1, characterized in that, to produce the pressurized fluid, the air and the cleaning agent are introduced into the inlets (21, 22) in a tangential direction and flow through the conduit path (12, 16) in a spiral.
     
    3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that, after flowing through the paint coating system (10), the cleaning agent enriched with paint residues is collected.
     
    4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the cleaning agent enriched with paint residues is treated after it emerges from the paint coating system.
     
    5. Method according to Claim 4, characterized in that the treated cleaning agent is reused.
     
    6. Apparatus for carrying out the method according to one of Claims 1 to 5, with a paint coating system (10) which has a colour changer (12) with at least two inlets for different colours, with a respective inlet (21, 22) for compressed air and for cleaning agent, which inlet is arranged in terms of flow upstream of the at least two inlets for different colours, and also has a feed conduit (16) which is connected to the colour changer (12) and is divided into at least two sections, and a spray atomizer (18) arranged at the free end of the feed conduit (16), characterized in that at least two outlets (35, 39) arranged upstream of the spray atomizer (18) in the feed conduit (16) are provided, and to form the cleaning fluid provided as the cleaning-agent/compressed-air mist the cleaning agent and the compressed air are introduced through diametrically opposite introduction openings in the inlets (21, 22), and in that the flow axis of the introduction openings is arranged tangentially with respect to the inlets (21, 22) to the colour changer (12).
     
    7. Apparatus according to Claim 6, characterized in that the flow axis of the introduction openings is angled at an angle < 90° to the longitudinal axis of the inlet (21, 22), with the result that the air introduced and the cleaning agent move forwards in a spiral in the direction of flow.
     
    8. Apparatus according to Claim 6 or 7, characterized in that the air and cleaning agent are introduced in opposite directions to one another.
     


    Revendications

    1. Procédé de nettoyage d'une installation d'application de peinture (10) qui comporte un changeur de couleur (12) avec une entrée (21) pour de l'air comprimé, une entrée (22) pour un agent de nettoyage et au moins deux entrées pour des couleurs différentes, une conduite d'alimentation (16) connectée au changeur de couleur (12) et un pulvérisateur (18) disposé à l'extrémité libre de la conduite d'alimentation (16), et est nettoyée à chaque changement de couleur par envoi d'air comprimé et d'agent de nettoyage, l'agent de nettoyage étant mélangé à l'air comprimé en un brouillard air comprimé-agent de nettoyage qui circule dans le changeur de couleur (12) et la conduite d'alimentation (16) et est évacué hors de la conduite d'alimentation (16) avant d'atteindre le pulvérisateur (18), caractérisé par le fait que l'on mélange l'agent de nettoyage à l'air comprimé avant son introduction dans le changeur de couleur (12) pour former un brouillard de fluide sous pression, par le fait que l'on introduit le brouillard air comprimé-agent de nettoyage dans différents tronçons dans le changeur de couleur (12), lequel brouillard décolle et entraîne les restes de couleurs déposés sur les parois du changeur de peinture, par le fait que dans le cas d'un changement de couleur on introduit le fluide de nettoyage formant brouillard dans au moins deux tronçons de la tuyauterie (12, 16), par le fait que l'on commence à introduire une nouvelle couleur dans un premier tronçon pendant que le deuxième tronçon situé en aval est encore en cours de nettoyage et par le fait que l'on évacue le fluide de nettoyage chargé de restes de couleur avant que celui-ci atteigne le tronçon suivant voire le pulvérisateur (18).
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que pour produire le fluide sous pression, l'air et l'agent de nettoyage son introduits dans la direction tangentielle dans les entrées (21, 22) et parcourent la tuyauterie (12, 16) suivant une hélice.
     
    3. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'agent de nettoyage chargé de restes de couleur est recueilli après circulé dans le dispositif d'application de peinture (10).
     
    4. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'agent de nettoyage chargé de restes de couleur est traité à sa sortie du dispositif d'application de peinture.
     
    5. Procédé selon une la revendication 4, caractérisé par le fait que l'agent de nettoyage traité est réutilisé.
     
    6. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon une des revendications 1 à 5, avec un dispositif d'application de peinture (10) qui comporte un changeur de couleur (12) avec au moins deux entrées pour des couleurs différentes avec chaque fois une entrée (21, 22) pour l'air comprimé et pour l'agent de nettoyage qui du point de vue de l'écoulement sont disposées en amont des entrées au nombre d'au moins deux pour les différentes couleurs, ainsi qu'une conduite d'alimentation (16) connectée à un changeur de couleur (12) et divisée en au moins deux tronçons et un pulvérisateur (18) monté à l'extrémité libre de la conduite d'alimentation (16), caractérisé par le fait qu'il est prévu au moins deux sorties (35, 39) dans la conduite d'alimentation (16), en amont du pulvérisateur (18), par le fait que pour former le fluide de nettoyage prévu sous la forme de brouillard air comprimé-agent de nettoyage l'introduction de l'agent de nettoyage et de l'air comprimé a lieu par des orifices d'entrée disposées diamétralement en vis-à-vis dans les entrées (21, 22) et par le fait que l'axe d'écoulement des orifices d'entrée est disposé tangentiellement par rapport à l'entrée (21, 22) dans le changeur de couleur (12).
     
    7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé par le fait que l'axe d'écoulement des orifices d'entrée forme un angle < 90° par rapport à l'axe longitudinal de l'entrée (21, 22), de sorte que l'air introduit et l'agent de nettoyage se déplacent suivant une hélice dans la direction d'écoulement.
     
    8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7, caractérisé par le fait que l'introduction d'air et d'agent de nettoyage est prévue dans des sens contraires.
     




    Zeichnung