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EP 0 655 539 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.06.1998 Patentblatt 1998/25 |
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Anmeldetag: 14.07.1994 |
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Kraftfahrzeug-Türschloss
Vehicle door lock
Serrure de porte pour véhicule automobile
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB PT SE |
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Priorität: |
26.11.1993 DE 9318145 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.05.1995 Patentblatt 1995/22 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Weyerstall Bernd
D-42369 Wuppertal (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-C- 4 205 269 GB-A- 2 193 751 JP-A-64 021 186
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GB-A- 2 033 954 GB-A- 2 263 724 US-A- 4 775 176
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug-Türschloß mit den Merkmalen des Oberbegriffs
von Anspruch 1.
[0002] Das bekannte Kraftfahrzeug-Türschloß, von dem die Erfindung ausgeht (GB - A - 2 193
751), weist ein einstückig aus Kunststoff hergestelltes Gehäuse in Verbindung mit
einer aus Metall bestehenden Trägerplatte auf, wobei alle Funktionshebel der Schließmechanik
über entsprechende Lagerzapfen an der Trägerplatte bzw. am Gehäuse gelagert sind.
Eine ansonsten bei Kraftfahrzeug-Türschlössern häufig verwendete, der Trägerplatte
gegenüberliegende Abschlußplatte aus Metall (US - A - 4,538, 845) ist hier nicht vorgesehen,
so daß dieses Kraftfahrzeug-Türschloß kostenmäßig recht günstig dasteht.
[0003] Das bekannte, zuvor erläuterte Kraftfahrzeug-Türschloß ist rein mechanisch betätigt,
weist also keinen Stellantrieb auf. Kraftfahrzeug-Türschlössesr können aber mit Stellantrieben
versehen werden, beispielsweise mit einem pneumatischen Stellantrieb (DE - C - 42
05 269) oder einem elektrischen Stellantrieb (GB - A - 2 033 954).
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde anzugeben, wie ein pneumatischer oder elektrischer
Stellantrieb in das gattungsgemäße Kraftfahrzeug-Türschloß optimal integriert werden
kann.
[0005] Die zuvor gezeigte Aufgabe ist bei dem Kraftfährzeug-Türschloß mit den Merkmalen
des Oberbegriffs von Anspruch 1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch
1 gelöst.
[0006] Die konstruktive Optimierung gelingt bei einem pneumatischen Stellantrieb dadurch,
daß der Stellantriebszylinder, der gewissermaßen die Außenhaut eines pneumatischen
Stellantriebs bildet, mit dem aus Kunststoff bestehenden Gehäuse im formtechnischen
Herstellungsverfahren einstückig hergestellt wird. Für einen elektrischen Stellantrieb
gilt dies für dessen Stellantriebsgehäuse in entsprechender Weise.
[0007] Bevorzugte Weiterbildungen der Lehre des Patentanspruchs 1 sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug-Türschloß in einer Ansicht von der Einlaufseite
des Einlaufschlitzes her gesehen und
- Fig. 2
- das Kraftfahrzeug-Türschloß aus Fig. 1 in einer Ansicht von rechts in Fig. 1.
[0009] Das in Fig. 1 dargestellte Kraftfahrzeug-Türschloß weist zunächst, hier nur angedeutet,
eine vorzugsweise winkelförmige, einen Einlaufschlitz 1 für einen hier nicht dargestellten
Schließkloben aufweisende, aus Metall bestehende Trägerplatte 2 auf. An der Trägerplatte
2 sind, wie in Fig. 1 schematisch angedeutet, Schließelemente wie eine als Drehfalle
ausgeführte Schloßfalle 3 und eine Sperrklinke 4 drehbar gelagert. Die metallischen
Lagerelemente an der Trägerplatte 2 bieten die erforderliche Stabilität der Lagerung,
die Trägerplatte 2 insgesamt sorgt für die Widerstandsfähigkeit gegenüber hohen Aufreißkräften.
[0010] In Fig. 1 und 2 ist weiter schematisch angedeutet, daß eine diverse Funktionshebel
5, auf deren Funktion es im einzelnen hier nicht weiter ankommt, aufweisende Schließmechanik
vorhanden ist. Vorgesehen ist ferner ein einstückig aus ggf. faserverstärktem Kunststoff
in einem formtechnischen Herstellungsverfahren, insbesondere im Spritzgießverfahren,
hergestelltes Gehäuse 6. Dieses ist mit der Trägerplatte 2 fest verbunden, nämlich
mittels Schraubenbolzen verschraubt. Man erkennt die öffnungen 7 für die drei der
Verbindung der Trägerplatte 2 mit dem Gehäuse 6 und des Kraftfahrzeug-Türschlosses
insgesamt mit einer Kraftfahrzeugtür dienenden Schraubbolzen in Fig. 2.
[0011] Fig. 1 und 2 zeigen nun im Zusammenhang, daß das Gehäuse 6 ohne eine auf der von
der Trägerplatte 2 abgewandten Rückseite angeordnete Abschlußplatte 2 aus Metall ausgeführt
ist und auch alle Funktionshebel 5 der Schließmechanik primär am Gehäuse 6, ggf. auch
an oder unterstützt von der Trägerplatte 2 gelagert sind. Unter Beibehaltung des aus
Kunststoff einstückig hergestellten Gehäuses 6 als Lagerung für die Funktionshebel
5 der Schließmechanik sowie für Schloßfalle 3 und Sperrklinke 4 wird das Gehäuse 6
zum neben der Trägerplatte 2 einzigen Strukturelement des Kraftfahrzeug-Türschlosses
insgesamt, übernimmt also die Funktionen der bislang vorhandenen Abschlußplatte aus
Metall mit. Das bringt erhebliche fertigungstechnische Vorteile und damit wesentlich
geringere Kosten.
[0012] Bekannt ist aus dem Stand der Technik für sich natürlich auch der Einsatz eines Zentralverriegelungsantriebs
mit einem pneumatischen Stellantrieb (siehe beispielsweise DE - C - 42 05 269). Bei
einem solchen pneumatischen Stellantrieb besteht der Stellantriebszylinder 8 meist
aus einem im Spritzgießverfahren hergestellten Kunststoff. Die erfindungsgemäße Ausführung
des Kraftfahrzeug-Türschlosses mit einem Gehäuse 6, das die Funktion der aus Metall
bestehenden Abschlußplatte mit übernimmt, schafft die Möglichkeit, daß der Stellantriebszylinder
8 mit dem Gehäuse 6 aus Kunststoff einstückig ausgeformt ist. Das gilt jedenfalls
für den Hauptteil des Stellantriebszylinders 8, eine Abschlußplatte ebenfalls aus
Kunststoff muß auch hier natürlich in den Stellantriebszylinder 8 eingeclipst werden.
[0013] Bei einem als übliche Alternative bekannten elektrischen Stellantrieb wäre ein aus
Kunststoff bestehendes Stellantriebsgehäuse entsprechend mit dem Gehäuse des Türschlosses
einstückig ausformbar.
[0014] Im allgemeinen Teil der Beschreibung ist schon ausgeführt worden, daß im Stand der
Technik die aus Metall bestehende Abschlußplatte häufig einen winkelförmig abragenden
Tragarm aufweist bzw. winkelförmig abgekantet ist, um so Befestigungsstellen für Funktionshebel
5 der Schließmechanik bereitzustellen. Im dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel
(Fig. 1) ist dies nun dadurch berücksichtigt, daß am Gehäuse 6 mindestens ein winkelförmig
abragender Tragarm 9 vorgesehen ist, der, vorzugsweise, mit einem Stellelement 10
des Stellantriebs zusammenwirkt.
[0015] Auch im dargestellten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug-Türschlosses
gilt im übrigen, daß das Gehäuse 6 mit Fassungen 11 für Kunststoff-Lagerdorne und/oder
mit einstückig angeformten Kunststofflagerdornen versehen ist. Auch hier können einzelne,
nicht so stark mechanisch belastete Funktionshebel 5 selbst wieder als Kunststoff-Formteile
hergestellt sein. Insgesamt ergibt sich so ein kostenmäßig weiter optimiertes Kraftfahrzeug-Türschloß,
das gleichwohl allen sicherheitstechnischen Anforderungen genügt.
1. Kraftfahrzeug-Türschloß
mit einer einen Einlaufschlitz (1) für einen Schließkloben aufweisenden, aus Metall
bestehenden Trägerplatte (2), an der Trägerplatte (2) gelagerten Schließelementen
wie Schloßfalle (3) und Sperrklinke (4) und einer diverse Funktionshebel (5) aufweisenden
Schließmechanik,
mit einem einstöckig aus Kunststoff in einem formtechnischen Herstellungsverfahren
hergestellten, mit der Trägerplatte (2) fest verbundenen Gehäuse (6), wobei das Gehäuse
ohne eine auf der von der Trägerplatte (2) abgewandten Rückseite angeordnete Abschlußplatte
ausgeführt ist, und
wobei alle Funktionshebel (5) der Schließmechanik primär am Gehäuse (6), ggf. auch
an oder unterstützt von der Trägerplatte (2), gelagert sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schließmechanik einen pneumatischen Stellantrieb mit einem Stellantriebszylinder
(8) aus Kunststoff aufweist und der Stellantriebszylinder (8) mit dem Gehäuse (6)
einstöckig ausgeformt ist oder
daß die Schließmechanik einen elektrischen Stellantrieb mit einem Stellantriebsgehäuse
aus Kunststoff aufweist und das Stellantriebsgehäuse mit dem Gehäuse einstückig ausgeformt
ist.
2. Kraftfahrzeug-Türschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Gehäuse (6)
mindestens ein winkelförmig abragender Tragarm (9) vorgesehen ist, der, vorzugszweise,
mit einem Stellelement (10) des Stellantriebs zusammenwirkt.
3. Kraftfahrzeug-Türschloß nach Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse
(6) mit Fassungen (11) für Kunststoff-Lagerdorne versehen ist.
4. Kraftfahrzeug-Türschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (6) mit einstöckig angeformten Kunststoff-Lagerdornen versehen ist.
1. Motor vehicle door lock, with a carrier plate (2) having an entry slot (1) for a locking
hook and consisting of metal, locking elements, such as a lock latch (3) and detent
pawl (4), mounted on the carrier plate (2), and a locking mechanism having various
operating levers (5), with a housing (6) produced in one piece from plastic in a forming
production process and fixedly connected to the carrier plate (2), the housing being
designed without a cover plate arranged on the rear side facing away from the carrier
plate (2), and all the operating levers (5) of the locking mechanism being mounted
primarily on the housing (6), if appropriate also on or with the support of the carrier
plate (2), characterized in that the locking mechanism has a pneumatic actuating drive
with an actuating drive cylinder (8) made of plastic and the actuating drive cylinder
(8) is formed in one piece with the housing (6), or in that the locking mechanism
has an electric actuating drive with an actuating drive housing made of plastic and
the actuating drive housing is formed in one piece with the housing.
2. Motor vehicle door lock according to Claim 1, characterized in that there is provided
on the housing (6) at least one angularly projecting carrying arm (9) which cooperates
preferably with an actuating element (10) of the actuating drive.
3. Motor vehicle door lock according to Claims 1 or 2, characterized in that the housing
(6) is provided with sockets (11) for plastic bearing pins.
4. Motor vehicle door lock according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the
housing (6) is provided with plastic bearing pins formed on in one piece.
1. Serrure de porte d'automobile, comportant :
une plaque porteuse (2) en métal présentant une fente (1) d'engagement d'une pièce
de fermeture, des éléments de fermeture montés sur cette plaque, tels qu'un pêne demi-tour
(3), un cliquet d'arrêt (4) et un mécanisme de fermeture comportant des leviers fonctionnels
(5), un boîtier (6) solidaire de la plaque (2) et constitué d'une seule pièce en matière
plastique obtenue par moulage mais sans la plaque de fermeture montée sur la face
arrière éloignée de la plaque porteuse, tous les leviers (5) du mécanisme de fermeture
étant montés en premier sur le boîtier (6), et le cas échéant montés également sur
la plaque porteuse ou soutenus par celle-ci,
caractérisée en ce que
• le mécanisme de fermeture comporte un actionneur pneumatique disposant d'un cylindre
d'entraînement (8), en matière plastique moulé en une seule pièce avec le boîtier
(6),
• le mécanisme de fermeture comporte un actionneur électrique logé dans un boîtier
en matière plastique, moulé en une seule pièce avec le boîtier (6).
2. Serrure selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
sur le boîtier (6) est monté au moins un bras porteur (9) dépassant en formant un
angle, ce bras coopérant de préférence avec un élément mobile (10) de l'actionneur.
3. Serrure selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
le boîtier (6) est équipé de douilles (11) pour recevoir des tourillons de palier
en matière plastique.
4. Serrure selon les revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
le boîtier (6) est équipé de tourillons de palier en matière plastique, moulés en
une pièce.
