(19)
(11) EP 0 736 133 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
17.06.1998  Patentblatt  1998/25

(21) Anmeldenummer: 95903790.4

(22) Anmeldetag:  02.12.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6F01L 1/04, F01L 1/26, F01L 1/344
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9404/013
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9518/290 (06.07.1995 Gazette  1995/29)

(54)

MEHRZYLINDER-BRENNKRAFTMASCHINE

MULTI-CYLINDER INTERNAL-COMBUSTION ENGINE

MOTEUR A COMBUSTION INTERNE MULTICYLINDRE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 24.12.1993 DE 4344501

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
09.10.1996  Patentblatt  1996/41

(73) Patentinhaber: AUDI AG
85045 Ingolstadt (DE)

(72) Erfinder:
  • FUOSS, Klaus
    D-74172 Neckarsulm (DE)
  • HANNIBAL, Wilhelm
    D-74172 Neckarsulm (DE)
  • PAUL, Michael
    D-74177 Bad Friedrichshall (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 518 472
DE-A- 4 042 415
DE-A- 3 831 333
US-A- 4 787 342
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Mehrzylinder-Brennkraftmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Bei einer bekannten Brennkraftmaschine dieser Art (DE-A 32 43 013) wechseln sich die Einlaß- und Auslaßventilreihen ab, d. h. quer zur Längsrichtung der Maschine folgt auf einer Auslaßventilreihe eine Einlaßventilreihe, dann wieder eine Auslaßventilreihe und schließlich noch eine Einlaßventilreihe. Es sind zwei Nockenwellen, eine Einlaßnockenwelle und eine Auslaßnockenwelle, vorgesehen, die über den äußeren Ventilreihen liegen und jeweils die Ventile der äußeren Ventilreihe und die Ventile der nicht benachbarten inneren Ventilreihe betätigen. Die Ventile der inneren Ventilreihen sind dabei zwangsläufig stark gegenüber den Längsmittelachsen der zugehörigen Zylinder geneigt, wodurch sich eine ungünstige Brennraumform ergibt. Da außerdem die Länge der Einlaß- und Auslaßkanäle der beiden Zylinderreihen unterschiedlich ist, ist nicht sichergestellt, daß in allen Zylindern die gleiche Füllungs- und Verbrennungsverhältnisse vorliegen.

    [0003] Um diese Nachteile zu vermeiden, ist es bekannt (DE-A 38 31 333), die Einlaßventilreihen zu beiden Seiten und nahe der zwischen den Zylinderreihen verlaufenden Symmetrieebene, die Auslaßventilreihen jedoch außen anzuordnen und für die beiden Einlaßventilreihen eine gemeinsame Einlaßnokkenwelle in der genannten Symmetrieebene und für jede Auslaßventilreihe eine eigene Auslaßnockenwelle vorzusehen.

    [0004] Dadurch wird für alle Zylinder eine identische Ausbildung der Brennräume sowie der Einlaß- und Auslaßkanäle ermöglicht, womit eine gleichmäßige Füllung und ein identischer Verbrennungsablauf für alle Zylinder gewährleistet ist. Es hat sich jedoch gezeigt, daß bei dieser Brennkraftmaschine eine zylinderselektive Kraftstoffeinspritzung, die für eine gute Gemischaufbereitung wesentlich ist, praktisch nicht verwirklicht werden kann. Außerdem ist aufgrund der innenliegenden Einlaßkanäle eine starke Erwärmung des angesaugten Gemisches und der dadurch bedingte Füllungsverlust unvermeidlich. Schließlich ist diese Konstruktion für eine Brennkraftmaschine mit mehr als zwei Einlaßventile pro Zylinder nicht brauchbar, da auf der allen Einlaßventilen gemeinsamen Einlaßnockenwelle kein Platz für mehr als zwei Nocken pro Zylinder vorhanden ist. Aufgrund dieser beengten Platzverhältnisse ist auch eine Betätigung der Einlaßventile nur über Tassenstößel, nicht jedoch über Schwinghebel möglich.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brennkraftmaschine der gattungsgemäßen Art zu schaffen, bei der die Brennräume und die Einlaß- und Auslaßkanäle aller Zylinder ebenfalls identisch ausgebildet werden können, bei der aber eine zylinderselektive Kraftstoffeinspritzung problemlos vorgesehen und die Erwärmung des angesaugten Gemisches gering gehalten werden kann, mehr als zwei Einlaßventile pro Zylinder vorgesehen werden können und schließlich eine optimale Führung der Auslaßkanäle realisiert ist.

    [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

    [0007] Dadurch, daß bei dem erfindungsgemäßen Vorschlag die Einlaßventilreihen außen angeordnet sind, können die Einlaßkanäle schräg von außen nach innen verlaufend vorgesehen werden.

    [0008] Damit ergibt sich die Möglichkeit, in jedem Einlaßkanal ein Einspritzventil mit Spritzrichtung auf das oder die zugehörigen Einlaßventile vorzusehen. Dadurch, daß die Einlaßkanäle außen liegen, wird eine Aufheizung des angesaugten Gemisches vermieden oder jedenfalls verringert. Durch die außenliegende Anordnung der Einlaßventilreihen ergibt sich zudem die Möglichkeit, bei geringem Platzbedarf lange Einlaßkanäle vorzusehen, wodurch das Drehmoment im unteren Drehzahlbereich erhöht wird. Schließlich können dadurch, daß jede Einlaßnockenwelle nur die Einlaßventile einer Zylinderreihe betätigt, auf jeder Einlaßnockenwelle mehr als zwei Nocken pro Zylinder untergebracht werden, so daß problemlos eine Brennkraftmaschine mit beispielsweise drei Einlaßventilen pro Zylinder verwirklicht werden kann. Auch ist bei der vorgeschlagenen Anordnung der Einlaßnokkenwellen genug Platz vorhanden, um die Einlaßventile auch über Schlepp- oder Kipphebel betätigen zu können, was insbesondere deshalb von Bedeutung ist, weil dadurch die Möglichkeit besteht, eine variable Ventilsteuerung beispielsweise entsprechend der DE-A 42 05 230 unterzubringen. Der erfindungsgemäße Vorschlag bietet auch die Möglichkeit, ohne wesentliche Änderung des Zylinderkopfes eine Brennkraftmaschine wahlweise mit Tassenstößel-Steuerung oder mit Schlepp- oder Kipphebelsteuerung für Einlaßventile zu verwirklichen. Darüber hinaus wird dadurch, daß die Auslaßkanäle der Zylinder einer jeden Zylinderreihe sich von den jeweiligen brennraumseitigen Auslaßöffnungen über die jeweils benachbarte Zylinderreihe hinweg zur jeweiligen Zylinderkopfseite erstrecken, erreicht, daß die Abgasleitungen relativ geradlinig nach außen weggeführt werden können. Hierdurch ergibt sich eine nur minimale Verlängerung der Abgasleitungen und werden zusätzliche Krümmungen derselben vermieden.

    [0009] Vorteilhaft sind bei zwei Auslaßventilen je Zylinder die zwei Auslaßkanäle jeweils zu einem Sammelauslaßkanal zusammengefaßt. Auf diese Weise kann der erforderliche Platzbedarf der Abgasleitung reduziert werden.

    [0010] Um eine hohe Leistung und ein hohes Drehmoment über den gesamten Drehzahlbereich zu erreichen, ist es bekannt, die Einlaßnockenwellen drehzahlabhängig gegenüber der antreibenden Kurbelwelle zu verdrehen, um in allen Drehzahlbereichen optimale Füllungsverhältnisse zu erreichen. Während bisher zu diesem Zweck auf jeder Einlaßnockenwelle eine eigene Verstelleinrichtung vorgesehen wurde, wird gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung nur eine einzige Verstelleinrichtung für beide Einlaßnockenwellen vorgesehen, und zwar vorzugsweise auf der Auslaßnockenwelle, die dann als einzige Nockenwelle direkt von der Kurbelwelle angetrieben wird. Nockenwellen-Verstelleinrichtungen weisen in aller Regel ein von der Kurbelwelle angetriebenes Antriebselement und ein gegenüber diesem verdrehbares Abtriebselement auf. Folglich ist das Antriebselement mit der Auslaßnockenwelle verbunden und das Abtriebselement ist mit beiden Einlaßnockenwellen vorzugsweise über ein Kettengetriebe verbunden, wobei das Abtriebselement der Verstelleinrichtung und die Einlaßnockenwellen Kettenräder gleichen Durchmessers aufweisen. Der Durchmesser dieser Kettenräder kann erheblich kleiner sein als das auf der Auslaßnockenwelle sitzende, mit der Kurbelwelle in Antriebsverbindung stehende Antriebsrad, womit die Baubreite des zylinderkopfes, die maßgeblich von dem Durchmesser der auf den Einlaßnockenwellen sitzenden Kettenrädern bestimmt ist, verringert ist. Dies hat naturgemäß besondere Bedeutung beim Einbau einer derartigen Brennkraftmaschine in den Motorraum eines Kraftfahrzeuges.

    [0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
    Fig. 1:
    eine Draufsicht eines Abschnittes eines Zylinderkopfs, einer Mehrzylinder-Brennkraftmaschine mit teilweise weggebrochener Zylinderkopfhaube,
    Fig. 2:
    einen Schnitt entlang Linie 2-2 in Fig. 1, und
    Fig. 3:
    das vordere Ende der Auslaßnockenwelle mit der Verstelleinrichtung für die Einlaßnockenwellen, teilweise geschnitten.


    [0012] Bei der in den Zeichnungen dargestellten Mehrzylinder-Brennkraftmaschine sind die Zylinder in zwei Reihen angeordnet, wobei die Zylinder 1 der einen Reihe zu den Zylindern 2 der anderen Reihe auf Lücke stehen und die Längsmittelachsen der Zylinder der einen Reihe mit den Längsmittelachsen der Zylinder der anderen Reihe einen Winkel einschließen, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist.

    [0013] Der Zylinderkopf 3 enthält für jeden Zylinder 1 der ersten Zylinderreihe drei Einlaßkanäle 4, die von einem Sammeleinlaßkanal 5 ausgehen und in Einlaßöffnungen 6 münden, die von Einlaßventilen 7 beherrscht sind. Jedem Zylinder 1 der ersten zylinderreihe sind außerdem zwei Auslaßkanäle 8 zugeordnet, die zu einem Sammelauslaßkanal 9 zusammengefaßt sind und von Auslaßöffnungen 10 ausgehen, welche von Auslaßventilen 11 beherrscht sind. In entsprechender Weise sind für die Zylinder 2 der zweiten Zylinderreihe drei Einlaßkanäle 4' vorgesehen, die in Einlaßöffnungen 6' münden, welche von Einlaßventilen 7' beherrscht sind, sowie zwei Auslaßkanäle 8', die von Auslaßöffnungen 10' ausgehen, welche von Auslaßventilen 11' beherrscht sind.

    [0014] Die Auslaßventile 11, 11' aller Zylinder 1, 2 sind jeweils in zwei sich in Längsrichtung der Maschine erstreckenden Auslaßventilreihen A und B angeordnet, welche zu beiden Seiten und nahe der zwischen den Zylinderreihen verlaufenden Symmetrieebene S liegen. Die Auslaßventile 11, 11' beider Zylinderreihen werden über Tassenstößel 12 von den Nocken 13 einer gemeinsamen Auslaßnockenwelle 14 betätigt, die in der genannten Symmetrieebene S liegt. Die Einlaßventile 7, 7' der beiden Zylinderreihen sind außen angeordnet und werden jeweils von den Nocken einer eigenen, außenliegenden Einlaßnockenwelle 15 bzw. 15' betätigt. Die Auslaßnockenwelle 14 trägt ein Antriebsrad 16, das mit der Kurbelwelle in Antriebsverbindung steht.

    [0015] Der Antrieb der Einlaßnockenwellen 15, 15' erfolgt im Ausführungsbeispiel von der Auslaßnockenwelle 14 aus, und zwar über eine Verstelleinrichtung 17, mit der die Winkelstellung der Einlaßnockenwellen gegenüber der Auslaßnokkenwelle und damit gegenüber der Kurbelwelle verändert werden kann. Diese an sich bekannte Verstelleinrichtung ist in Fig. 3 im einzelnen dargestellt und weist ein hülsenförmiges Antriebselement 18 auf, das mit dem Antriebsrad 16 einstückig und mit der Auslaßnockenwelle 14 drehfest verbunden ist. Die Verstelleinrichtung 17 weist ferner ein Abtriebselement 19 auf, das innerhalb des Antriebselements 18 drehbar auf der Auslaßnockenwelle 14 gelagert ist und ein Abtriebsrad 20 trägt, das durch eine Kette 21 mit auf den Einlaßnockenwellen 15, 15' angeordneten Kettenrädern 22, 22' in Antriebsverbindung steht. Das Antriebselement 18 ist mit einer inneren Längsverzahnung 23 und das Abtriebselement 19 ist mit einer äußeren Schrägverzahnung 24 versehen. Zwischen dem Antriebselement 18 und dem Abtriebselement 19 ist ein ringförmiger Verstellkolben 25 angeordnet, der eine mit der Verzahnung 23 in Eingriff stehende Geradverzahnung 26 und eine mit der Verzahnung 24 in Eingriff stehende Schrägverzahnung 27 aufweist. Dadurch ist das Antriebselement 18 drehfest mit dem Abtriebselement 19 verbunden. Durch Verschiebung des Verstellkolbens 25 kann die Winkelstellung des Abtriebselements 19 gegenüber dem Antriebselement 18 und damit die Winkelstellung der Einlaßnockenwellen 15, 15' gegenüber der Auslaßnockenwelle 14 verändert werden. Die Verstellung des Verstellkolbens 25 erfolgt entgegen der Kraft einer Feder 28 durch Druckbeaufschlagung der linken Stirnfläche des Verstellkolbens 27. Eine derartige Verstelleinrichtung ist beispielsweise in der DE-A 29 09 803 beschrieben.

    [0016] Die Einlaßventile 7, 7' werden im Ausführungsbeispiel über Schlepphebel betätigt, wobei eine variable Ventilsteuerung vorgesehen ist, mit welcher eine unterschiedliche Betätigung in einem unteren und einem oberen Drehzahlbereich erfolgen kann. Eine derartige variable Ventilsteuerung ist beispielsweise in der DE-A 42 05 230 beschrieben. Hierbei ist auf der Einlaßnockenwelle 15 bzw. 15' für jedes Einlaßventil 7 bzw. 7' eines Zylinders ein erster Nocken 30 für den unteren Drehzahlbereich vorgesehen, der mit einem ersten Schlepphebel 31 zusammenwirkt, welcher auf das entsprechende Einlaßventil 7 bzw. 7' wirkt. Zwischen benachbarten ersten Nocken 30 ist auf jede Einlaßnockenwelle ein zweiter Nocken 32 für den oberen Drehzahlbereich vorgesehen, der mit einem zweiten Schlepphebel 33 zusammenwirkt. Die ersten Schlepphebel 31 können mit den zweiten Schlepphebeln 33 durch Kupplungsbolzen 34 gekoppelt werden, wodurch dann die Einlaßventile entsprechend der Kontur der zweiten Nocken 32 betätigt werden. Alle ersten und zweiten Schlepphebel 31, 33 für die Einlaßventile einer Zylinderreihe sind auf einer gemeinsamen Achse 35 gelagert, die einen Kanal 36 enthält, durch den ein Druckmittel zugeführt werden kann, das die Kupplungsbolzen 34 entgegen der Kraft einer Feder 37 in die Kupplungsstellung bringt.

    [0017] Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, erstrecken sich die Einlaßsammelkanäle 5 nach außen und oben zur Oberseite 37 des Zylinderkopfes. Jedem Einlaß-Sammelkanal 5 ist ein Einspritzventil 38 zugeordnet, das in Richtung auf die drei Einlaßventile 7 bzw. 7' spritzt. Auf die Oberseite 37 des Zylinderkopfes 3 ist eine Zylinderkopfhaube 39 aufgesetzt. Die Einlaß-Sammelkanäle 5 setzen sich in Kanälen 40 in der Zylinderkopfhaube 39 fort, die mit einem nicht gezeigten Ansaugverteiler in Verbindung stehen.

    [0018] Die Kettenräder 20 und 22, 22' haben gleichen Durchmesser. Dieser Durchmesser kann kleiner sein als der Durchmesser des Auslaßnockenwellen-Antriebsrades 16. Dadurch kann die Baubreite des Zylinderkopfes 3 im Bereich des Nockenwellenantriebs, die maßgeblich von dem Durchmesser der Zahnräder 22, 22' bestimmt ist, relativ klein gehalten werden.


    Ansprüche

    1. Mehrzylinder-Brennkraftmaschine, deren Zylinder (1 bzw. 2) in zwei Reihen angeordnet sind, wobei die Zylinder (1) der einen Reihe zu den Zylindern (2) der anderen Reihe auf Lücke stehen und die Längsmittelachsen der Zylinder (1) der einen Reihe mit den Längsmittelachsen der Zylinder(2) der anderen Reihe einen Winkel einschließen,

    - mit einem zylinderkopf (3), der für jeden Zylinder mindestens ein Einlaßventil (7, 7') und mindestens ein Auslaßventil (11, 11') aufweist, die von durch die Kurbelwelle angetriebenen Nockenwellen (12, 13, 14) betätigt sind, wobei die Auslaßventile (11, 11') aller Zylinder (1, 2) in zwei sich in Längsrichtung der Maschine erstreckenden Auslaßventilreihen (A, B) angeordnet sind, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:

    a) die Auslaßventilreihen (A, B) liegen zu beiden Seiten und nahe der zwischen den Zylinderreihen verlaufenden Symmetrieebene (S), während die Einlaßventile (7, 7') außen angeordnet sind,

    b) für die beiden Auslaßventilreihen (A, B) ist eine gemeinsame, in der Symmetrieebene (S) liegende Auslaßnockenwelle (14) und für die Einlaßventile (7,7') jeder Zylinderreihe ist eine eigene außenliegende Einlaßnockenwelle (15, 15') vorgesehen,

    c) die Auslaßkanäle (8, 8') der Zylinder (1, 2) einer jeden zylinderrreihe sich von den jeweiligen brennraumseitigen Auslaßöffnungen (10, 10') über die jeweils benachbarte Zylinderreihe (1, 2) hinweg zur jeweiligen Zylinderkopfseite erstrecken.


     
    2. Mehrzylinder-Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnetet, daß bei zwei Auslaßventilen (11, 11') je zylinder die zwei Auslaßkanäle (8, 8') jeweils zu einem Sammelauslaßkanal (9, 9') zusammengefaßt sind.
     
    3. Mehrzylinder-Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß nur die Auslaßnockenwelle (14) direkt von der Kurbelwelle angetrieben ist und daß auf der Auslaßnockenwelle zur Veränderung der Winkelstellung der Einlaßnockenwellen (15, 15') relativ zur Kurbelwelle eine Verstelleinrichtung (17) vorgesehen ist, die ein mit der Auslaßnockenwelle (14) drehfest verbundenes Antriebselement (18) und ein relativ zu diesem verdrehbares Abtriebselement (19) aufweist, das mit beiden Einlaßnockenwellen (15, 15') über ein Zugmittelgetriebe (20, 21, 22, 22') in Verbindung steht.
     
    4. Mehrzylinder-Brennkraftmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugmittelgetriebe ein Kettengetriebe ist, und daß das Abtriebselement (19) der Verstelleinrichtung und die Einlaßnockenwellen (15, 15') Kettenräder (20, 22, 22') gleichen Durchmessers aufweisen, der kleiner ist als der Durchmesser des mit der Auslaßnockenwelle (14) verbundenen, mit der Kurbelwelle in Antriebsverbindung stehenden Antriebsrades (16).
     
    5. Mehrzylinder-Brennkraftmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement (18) der Verstelleinrichtung (17) das Antriebsrad (16) der Auslaßnockenwelle (14) trägt.
     


    Claims

    1. Multi cylinder internal combustion engine whose cylinders (1 and 2) are arranged in two rows, the cylinders (1) of one row being staggered with respect to the cylinders (2) of the other row and the longitudinal centre axes of the cylinders (1) of the one row forming an angle with respect to the longitudinal centre axes of the cylinders (2) of the other row

    - having a cylinder head (3) which has for each cylinder at least one inlet valve (7, 7') and at least one exhaust valve (11, 11') which are actuated by cam shafts (12, 13, 14) driven by the crank shaft, the exhaust valves (11, 11') of all the cylinders (1, 2) being arranged in two exhaust valve rows (A, B) extending in the longitudinal direction of the engine, characterised by the following features:

    (a) the exhaust valve rows (A, B) are disposed on both sides of and near the plane of symmetry (S) that extends between the cylinder rows, whereas the inlet valves (7, 7') are arranged towards the outside,

    (b) a common exhaust camshaft (14) disposed in the plane of symmetry (S) is provided for the two exhaust valve rows (A, B), and for the inlet valves (7, 7') of each cylinder row there is provided a separate outwardly disposed inlet camshaft (15, 15'),

    (c) the exhaust ducts (8, 8') of the cylinders (1, 2) of each cylinder row extend from the combustion chamber side of the respective exhaust apertures (10, 10') over the respective neighbouring cylinder row (1, 2) towards the respective cylinder head side.


     
    2. Multi cylinder internal combustion engine according to claim 1, characterised in that with two exhaust valves (11, 11') per cylinder, the two exhaust ducts (8, 8') are in each case combined into a collective exhaust duct (9, 9').
     
    3. Multi cylinder internal combustion engine according to claim 1 or 2, characterised in that only the exhaust cam shaft (14) is directly driven from the crank shaft and that a regulating device (17) is provided on the exhaust cam shaft for varying the angular setting of the inlet camshafts (15, 15') relatively to the crank shaft and has a driver means (18) connected rotationally fast with the exhaust cam shaft (14) and a driven means (19) rotatable with respect to the driver means (18) and in connection with both inlet camshafts (15, 15') by way of a traction drive (20, 21, 22, 22').
     
    4. Multi cylinder internal combustion engine according to claim 3, characterised in that the traction drive is a chain drive and that the driven means (19) of the regulating device and the inlet camshaft (15, 15') have chain wheels (20, 22, 22') of the same diameter which is smaller than the diameter of the drive wheel (16) that is connected to the exhaust cam shaft (14) and is in driving communication with the crank shaft.
     
    5. Multi cylinder internal combustion engine according to claim 3 or 4, characterised in that the driver means (18) of the regulating device (17) carries the drive wheel (16) of the exhaust cam shaft (14).
     


    Revendications

    1. Moteur à combustion interne multicylindre, dont les cylindres (1, respectivement 2) sont disposés en deux rangées, les cylindres (1) d'une rangée étant disposés en chicane par rapport aux cylindres (2) de l'autre rangée, et les axes longitudinaux des cylindres (1) d'une rangée faisant un angle avec les axes longitudinaux des cylindres (2) de l'autre rangée,

    - avec une culasse (3) présentant, pour chaque cylindre, au moins une soupape d'admission (7, 7') et au moins une soupape d'échappement (11, 11'), soupapes actionnées par des arbres à cames (12, 13, 14) entraînés par le vilebrequin, les soupapes d'échappement (11, 11') de tous les cylindres (1, 2) étant disposés en deux rangées de soupapes d'échappement (A, B) s'étendant dans la direction longitudinale du moteur, caractérisé par les particularités ci-après :

    a) les rangées de soupapes d'échappement (A, B) sont disposées des deux côtés et près du plan de symétrie (S) passant entre les rangées de cylindres, tandis que les soupapes d'admission (7, 7') sont disposées en position extérieure,

    b) un arbre à cames d'échappement (14) commun, situé dans le plan de symétrie (S), est prévu pour les deux rangées de soupapes d'échappement (A, B) et un arbre à cames d'admission (15, 15') propre, monté extérieurement, est prévu pour les soupapes d'admission (7, 7') de chaque rangée de cylindres,

    c) les canaux d'échappement (8, 8') des cylindres (1, 2) de chaque rangée de cylindres s'étendent, depuis les orifices d'échappement (10, 10') respectifs, situés côté chambre de combustion, en passant au-dessus de chaque rangée de cylindres (1, 2) respective voisine, vers le côté culasse respectif.


     
    2. Moteur à combustion interne multicylindre selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans le cas où sont prévues deux soupapes d'échappement (11, 11') par cylindre, les deux canaux d'échappement (8, 8') sont respectivement regroupés en un canal collecteur d'échappement (9, 9').
     
    3. Moteur à combustion interne multicylindre selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que seul l'arbre à cames d'échappement (14) est directement entraîné par le vilebrequin et en ce qu'un dispositif de réglage (17) est prévu sur l'arbre à cames d'échappement, en vue de modifier la position angulaire des arbres à cames d'admission (15, 15') par rapport au vilebrequin, le dispositif de réglage (17) présentant un élément d'entraînement (18), relié de façon assujettie en rotation à l'arbre à cames d'échappement (14), et un élément entraîné (19) susceptible de tourner par rapport à l'élément d'entraînement (18) et relié aux deux arbres à cames d'admission (15, 15') par l'intermédiaire d'une transmission à moyen de traction (20, 21, 22, 22').
     
    4. Moteur à combustion interne multicylindre selon la revendication 3, caractérisé en ce que la transmission à moyen de traction est une transmission à chaîne, et en ce que l'élément mené (19) du dispositif de réglage et les arbres à cames d'admission (15, 15') présentent des roues à chaînes (20, 22, 22') de même diamètre, inférieur au diamètre de la roue d'entraînement (16) reliée à l'arbre à cames d'échappement (14) et reliée en entraînement au vilebrequin.
     
    5. Moteur à combustion interne multicylindre selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que l'élément d'entraînement (18) du dispositif de réglage (17) porte la roue d'entraînement (16) de l'arbre à cames d'échappement (14).
     




    Zeichnung