(19)
(11) EP 0 848 135 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.06.1998  Patentblatt  1998/25

(21) Anmeldenummer: 97120258.5

(22) Anmeldetag:  19.11.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6E06B 5/16, E06B 3/82
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 12.12.1996 DE 19651699

(71) Anmelder: Schröders, Theo
D-41812 Erkelenz (DE)

(72) Erfinder:
  • Schröders, Theo
    D-41812 Erkelenz (DE)

(74) Vertreter: Bauer, Hubert, Dipl.-Ing. 
Am Keilbusch 4
52080 Aachen
52080 Aachen (DE)

   


(54) Feuerschutztür mit einem Versteifungsprofil


(57) Zur weiteren Verbesserung der Formbeständigkeit einer Feuerschutztür aus einem kastenförmigen, eine Isolierplatte (4) einschließenden Türblatt (1) wird vorgeschlagen, ein Versteifungsprofil (5) im Inneren des Türblattes (1) anzuordnen. Das Versteifungsprofil (5) soll aus einem in Profillängsrichtung gefalteten Stahlband bestehen, welches zwei Faltenpakete (15) aufweist. Faltenspalte (16, 17) der Faltenpakete (15) sind in Ebene des Türblattes ausgerichtet. Die Tiefe der Faltenspalte (16, 17) entspricht mindestens der zweifachen Dicke des Stahlbandes, woraus das Versteifungsprofil (5) hergestellt ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Feuerschutztür aus einem kastenförmigen, eine Isolierplatte einschließenden Türblatt, in dem ein Stirnseiten der Isolierplatte überdeckendes Versteifungsprofil angeordnet ist. Die Breite des Versteifungsprofils erstreckt sich über die Dicke der Isolierplatte, wobei das Versteifungsprofil zu den Stirnseiten und/oder zum Inneren des Türblattes hin mindestens eine offene Nut definiert.

[0002] Aus der DE 40 07 732 C2 ist eine Feuerschutztür bekannt, die im plattenförmigen Türblatt einen Rahmen enthält, der aus einem Profil gebildet ist, das mit in der Ebene des Türblattes abgewinkelten, zum Inneren des Türblattes weisenden Längsrandstreifen und mit einer zu den Seiten des Türblattes hin offenen Nut ausgestattet ist. Jeder Längsrandstreifen des den Rahmen bildenden Profils greift in eine stirnseitige Nut einer Isolierplatte ein, die sich über die Innenseite je eines der Deckbleche des Türblattes erstreckt. Dadurch zeichnet sich diese bekannte Feuerschutztür durch eine besonders hohe Stabilität aus, ohne dadurch ein entsprechend großes Gewicht zu erhalten.

[0003] Das Türblatt dieser bekannten Feuerschutztür wird jedoch durch einen solchen der Aussteifung dienenden Rahmen aufwendig.

[0004] In der DE 44 09 720 A1 wird auch bereits eine Feuerschutztür mit einer hohen Stabilität vorgeschlagen, die gegenüber der zuvor beschriebenen Ausführungsform preisgünstiger herzustellen ist und eine weitere Gewichtsreduzierung ermöglicht.

[0005] Dazu wird von einer Feuerschutztür aus einem kastenförmigen, eine Isolierplatte einschließenden Türblatt ausgegangen, in dem ein Stirnseiten der Isolierplatte überdeckendes Versteifungsprofil angeordnet ist, das zum Inneren des Türblattes hin abgewinkelte Längsrandstreifen, eine zu den Stirnseiten des Türblattes hin offene Nut und sich in Profillängsrichtung erstreckende Versteifungssicken aufweist. Um die an die Feuerschutztür gestellten Anforderungen zu erfüllen, wird vorgeschlagen, daß sich die Breite des Versteifungsprofils über die Dicke der Isolierplatte erstreckt und die Versteifungssicken in im wesentlichen gleichmäßigen Abständen über die Breite des Versteifungsprofils verteilt angeordnet sind.

[0006] Obschon sich bei dieser bekannten Ausbildung die Breite des Versteifungsprofils über die Dicke der Isolierplatte erstreckt, ergibt sich eine erhebliche Gewichtsreduzierung dadurch, daß die zu den Stirnseiten des Türblattes hin offene Nut in einer nur sehr geringen Tiefe ausgeführt werden kann, da die Biege- und Verwindungssteifigkeit des Versteifungsprofils durch die Verteilung der Versteifungssicken über die Breite des Versteifungsprofils verbessert wird. Demgegenüber sind bei der zuvor beschriebenen bekannten Feuerschutztür in dem den Versteifungsrahmen bildenden Profil Versteifungssicken lediglich in den Laibungen der Nut vorgesehen.

[0007] Obschon durch Brandversuche nachgewiesen werden konnte, daß eine gleichmäßige Verteilung von Versteifungssicken über die volle Breite des Versteifungsprofils dessen Formbeständigkeit außerordentlich verbessert, wird inzwischen von Feuerschutztüren eine weiterhin verbesserte Formbeständigkeit erwartet.

[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Feuerschutztür vorzuschlagen, die sich durch eine gegenüber der aus der DE 44 09 720 A1 bekannten Feuerschutztür verbesserte Formbeständigkeit auszeichnet, gleichwohl preisgünstig herzustellen ist und für die Herstellung des Versteifungsprofils einen vernachlässigbar geringen Materialmehraufwand erfordert.

[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe wird von einer Feuerschutztür der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art ausgegangen, welche erfindungsgemäß die im kennzeichnenden Teil desselben angegebenen Merkmale aufweist.

[0010] Gegenüber den Sicken in bekannten Versteifungsprofilen erlangt das erfindungsgemäße Versteifungsprofil durch die beiden seitlich angeordneten Faltenpakete eine außerordentlich verbesserte Aussteifung, zumal die Faltenspalte in Ebene des Türblattes ausgerichtet sind und die Tiefe der Faltenspalte mindestens dem Zweifachen der Dicke des Stahlbandes entspricht. Eine derartige Faltenausbildung verleiht dem Versteifungsprofil trotz einer Beschränkung der Falten auf die beiden Profilrandbereiche eine höhere Biegesteifigkeit als ein Versteifungsprofil, über dessen volle Breite verteilt Versteifungssicken angeordnet sind. Jede Falte im Versteifungsprofil bewirkt eine Umlenkung des Stahlbandmaterials um 180°, wodurch in den Umlenkbereichen eine zusätzliche Verfestigung des Stahlbandmaterials durch entsprechende Gefügeänderungen erfolgt. Jedes Faltenpaket bildet daher einen hochwiderstandsfähigen Bereich des Versteifungsprofils und steigert somit die Formbeständigkeit eines Türblattes für eine Feuerschutztür außerordentlich.

[0011] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind Außenrandstreifen des Versteifungsprofils spiegelbildlich abgewinkelt und bilden gegeneinander weisende, jeweils ein Faltenpaket unterfangende Schenkel.

[0012] Durch diese Ausgestaltung erhält jedes Faltenpaket zusätzlich zu einer weiteren Aussteifung zum Türblattinneren hin einen glatten Abschluß, wogegen sich Stirnseiten der Isolierplatte vollflächig abstützen können. Dies gelingt insbesondere dadurch, daß sich vorzugsweise jeder Schenke der Außenrandstreifen mindestens über die Grundfläche eines Faltenpakets erstreckt.

[0013] Es kann aber auch vorteilhaft sein, die Schenke der Außenrandstreifen so zu verlängern, daß sie mit gegeneinander weisenden Randkanten aufeinandertreffen. Bei einer derartigen Ausgestaltung erhält das Versteifungsprofil auf seiner zum Türblattinneren hin weisenden Seite eine völlig ebene Außenfläche, an welche sich die Stirnflächen der Isolierplatte formschlüssig anlegen können.

[0014] Um das Versteifungsprofil in einfacher Weise mit den Stirnseiten eines Türblattkastens verschweißen zu können, sieht eine weitere Ausgestaltung der Erfindung vor, daß in einem den Nutboden bildendes Mittelstück des Versteifungsprofils in Abständen über seine Länge verteilte, zu den Stirnseiten des Türblattes gerichtete Schweißbuckel vorgesehen sind. Nach dem Einbau des Versteifungsprofils in die betreffende Hälfte des Türblattkastens stehen die Schweißbuckel mit Flächenteilstücken der Stirnseiten des Türblattes in Verbindung und lassen sich in einfacher Weise, beispielsweise durch Punktschweißung, fixieren.

[0015] In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Feuerschutztür dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1
einen vertikalen Querschnitt durch die Feuerschutztür;
Fig. 2
einen horizontalen Querschnitt durch den Schloßkastenbereich der Feuerschutztür;
Fig. 3
gleichfalls einen horizontalen Querschnitt, jedoch durch den bandseitigen Bereich der Feuerschutztür;
Fig. 4
einen Querschnitt durch ein Versteifungsprofil in gegenüber den Fig. 1 bis 3 vergrößertem Maßstab;
Fig. 5
einen Querschnitt durch ein weiteres Ausbildungsbeispiel eines Versteifungsprofils:
Fig. 6
wiederum einen Querschnitt durch ein weiteres Ausbildungsbeispiel eines Versteifungsprofils;
Fig. 7
einen Querschnitt durch ein nochmals abgewandeltes Versteifungsprofil.


[0016] Die Feuerschutztür besteht aus einem kastenförmigen Türblatt 1, das aus zwei Deckblechen 2 und 3 zusammengesetzt ist und eine Isolierplatte 4 enthält.

[0017] Eine obere horizontale Stirnseite der Isolierplatte 4 ist, wie Figur 1 zeigt, durch ein Versteifungsprofil 5 abgedeckt. Die Figuren 2 und 3 veranschaulichen, daß ebenso durch ein Versteifungsprofil 5 die beiden vertikalen Stirnseiten der Isolierplatte 4 abgedeckt sind.

[0018] Das Versteifungsprofil 5 ist auf der Schloßseite des Türblattes 1 mit einem rechteckförmigen Durchbruch 6 für einen Schloßkasten 7 und auf der Bandseite des Türblattes 1 mit einer Bohrung 8 für einen Gewindebolzen 9 eines Sicherungszapfens 10 versehen. Während ein Schloßstulp 11 in die betreffende Stirnseite des Türblattes 1 eingelassen ist, wird der Gewindebolzen 9 des Sicherungszapfens 10 in der Gewindebohrung einer Basisplatte 12 gehalten, die im Inneren des Türblattes 1 sitzt.

[0019] Wie die Figuren 4 bis 7 verdeutlichen, besteht das Versteifungsprofil 5 aus einem Stahlband, das aus Gründen des Korrosionsschutzes feuerverzinkt sein kann.

[0020] In Figur 4 ist das Stahlband so zu einem Versteifungsprofil 5 geformt, daß beide Längsseiten eines mittleren ebenen Stahlbandmittelstückes 13 jeweils in einen halbkreisförmig gebogenen Verbindungsstreifen 14 übergehen. An jedem Verbindungsstreifen 14 schließt sich ein Faltenpaket 15 an. Während das Stahlbandmittelstück 13 einen Nutboden definiert, bilden die einander zugewandten Innenseiten der Faltenpakete 15 Nutlaibungen.

[0021] In der Ebene des Türblattes 1 ausgerichtete Faltenspalte 16, deren Breite geringer ist als die Dicke des das Versteifungsprofil 5 bildenden Stahlbandes, wechseln ab mit Faltenspalten 17, deren Breite gegen Null geht. Die Tiefe der Spalte 16 und 17 entspricht der zweifachen Dicke des Stahlbandes, woraus das Versteifungsprofil 5 hergestellt ist.

[0022] Außenrandstreifen 18 des Versteifungsprofils 5 sind spiegelbildlich abgewinkelt und bilden gegeneinandergerichtete Schenkel 19, welche das jeweilige Faltenpaket 15 unterfangen.

[0023] Das in Figur 5 dargestellte Versteifungsprofil 5 unterscheidet sich von dem zuvor beschriebenen, in Figur 4 dargestellten Versteifungsprofil 5 lediglich dadurch, daß zu beiden Profillängsseiten je ein Faltenpaket mit nur dreifacher Materialüberlappung gebildet ist, wogegen im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 jedes Faltenpaket eine fünffache Materialüberlappung aufweist.

[0024] Das in Figur 6 dargestellte Versteifungsprofil 5 unterscheidet sich von dem gemäß Figur 4 lediglich dadurch, daß die abgewinkelten Außenrandstreifen 18 mit ihren gegeneinandergerichteten Schenkeln 19 aufeinandertreffen.

[0025] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7 zeigt ein mit Figur 4 übereinstimmendes Versteifungsprofil 5, wobei jedoch im Stahlbandmittelstück 13 in Abständen über dessen Länge verteilt zu den Stirnseiten des Türblattes 1 weisende Warzen 20 vorgesehen sind. Die Warzen 20 erleichtern infolge ihres unmittelbaren Kontaktes mit den Innenflächen der Stirnseiten des Türblattes 1 Punktschweißverbindungen zwischen dem Versteifungsprofil 5 und dem Deckblech 2.


Ansprüche

1. Feuerschutztür aus einem kastenförmigen, eine Isolierplatte einschließenden Türblatt, in dem ein Stirnseiten der Isolierplatte überdeckendes Versteifungsprofil angeordnet ist, dessen Breite sich über die Dicke der Isolierplatte erstreckt, wobei das Versteifungsprofil zu den Stirnseiten und/oder zum Innern des Türblattes hin mindestens eine offene Nut definiert, dadurch gekennzeichnet, daß das Versteifungsprofil (5) aus einem in Profillängsrichtung gefalteten Stahlband besteht, welches auf beiden Längsseiten der Nuten zu jeweils einem Faltenpaket (15) geformt ist, wobei Faltenspalte (16, 17) in Ebene des Türblattes (1) ausgerichtet sind und eine Tiefe aufweisen, die mindestens der zweifachen Dicke des Stahlbandes entspricht.
 
2. Feuerschutztür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Außenrandstreifen (18) des Versteifungsprofils (5) spiegelbildlich abgewinkelt sind und gegeneinanderweisende, jeweils ein Faltenpaket (15) unterfangende Schenkel (19) bilden.
 
3. Feuerschutztür nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schenkel (19) der Außenrandstreifen (18) sich mindestens über die Grundfläche eines Faltenpaketes (15) erstreckt.
 
4. Feuerschutztür nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenke (19) der Außenrandstreifen (18) mit gegeneinanderliegenden Randkanten aufeinandertreffen.
 
5. Feuerschutztür nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in einem den Nutboden bildenden Stahlbandmittelstück (13) des Versteifungsprofils (5) in Abständen über seine Länge verteilte, zu den Stirnseiten des Türblattes (1) gerichtete Schweißbuckel (20) vorgesehen sind.
 




Zeichnung
















Recherchenbericht