[0001] Die Erfindung betrifft ein Revisionsschachtsytem für eine im wesentlichen horizontal
verlaufende Grundleitung mit einem im wesentlichen vertikal ausgerichteten, von oben
in die Grundleitung einmündenden Schacht. Ferner betrifft die Erfindung eine Einführungshilfe
für ein flexibles Reinigungs- oder Prüfgerät, das über eine Einmündung in eine Grundleitung
zu Reinigungs- oder Inspektionszwecken einführbar ist.
[0002] Bisher ist es üblich gewesen, im Erdreich im wesentlichen horizontal verlegte Entwässerungsleitungen,
beispielsweise Abwasserkanäle, über Revisionsschächte zu prüfen und zu reinigen. Die
bisher üblichen Revisionsschächte haben einen Durchmesser von ca. 1 m, damit der Revisor
mit seinen Prüf- und Reinigungsgeräten hinabsteigen kann und über ein Putzstück oder
ein offenes Gerinne direkten Zugang zu beiden Richtungen der Entwässerungsleitung
hat. Die Errichtung eines Revisionsschachtes erfordert einen erheblichen Aufwand.
Es sind hierfür nicht nur umfangreiche Erdarbeiten notwendig, sondern es müssen auch
schwere Schachtringe, die meistens aus Beton bestehen, auf eine zuvor hergestellte
Betonsohle aufgebaut und justiert werden. Sofern die Schachtringe keine integrierten,
als Einstiegshilfe dienenden Steigeisen aufweisen, sind diese noch nachträglich einzubauen.
Der Revisionsschacht muß aufgrund von Umweltauflagen komplett abgedichtet werden,
um unzulässiges Versickern von fäkalienhaltigem Abwasser in das Erdreich zu vermeiden.
[0003] Aus der DE 33 24 525 C1 geht eine in einen Abwasserkanalschacht einsenkbare, auf
der Kanalsohle stehfähige Umlenk- und Leitvorrichtung für einen Hochdruckwasserschlauch
hervor, der an seinem vorlaufenden Ende eine Kanalreinigungsdüse aufweist und durch
Rückstoßstrahlen aus der Düse durch den Kanal ziehbar ist. An einem steifen, in den
Kanalschaft absenkbaren Saugleitungsmundstück ist ein verschwenkbarer Arm angelenkt,
der Führungsrollen für den Hochdruckwasserschlauch trägt. Im frei herabhängenden Zustand
ragt der Arm mit einer unteren Rolle unter das Saugleitungsmundstück hinab. Wird das
Saugleitungsmundstück abgesenkt, so setzt die Rolle auf die Sohle des Schachts auf
und verschwenkt den Arm in eine den Hochdruckwasserschlauch etwa in Sohlenneigung
ausrichtende Arbeitsposition. Ferner ist auf einer zum Arm gegenüberliegenden Mantellinie
am Saugleitungsmundstück ein verschwenkbares Stützbein angelenkt, das mit dem Arm
durch Beschränkung ihrer Schwenkwinkel das Saugleitungsmundstück in einem fixierten
Abstand oberhalb der Kanalsohle etwa vertikal ausgerichtet hält. Diese Vorrichtung
ist mit ihren beweglichen Elementen und Rollen relativ aufwendig ausgebildet.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, den technischen und finanziellen Aufwand bei der Errichtung
eines Revisionsschachtes zu verringern. Desweiteren soll eine Einführungshilfe für
ein flexibles Reinigungs- oder Prüfgerät angegeben werden, die technisch einfach und
kostengünstig herstellbar ist und sich leicht und variabel handhaben läßt.
[0005] Die Aufgabe wird bei einem Revisionsschachtsystem der eingangs genannten Art durch
die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Desweiteren wird die Aufgabe
erfindungsgemäß durch eine Einführungshilfe gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs
11 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen
hervor.
[0006] Das erfindungsgemäße Revisionsschachtsystem ist für eine im wesentlichen horizontal
verlaufende Grundleitung, die in der Regel ein Gefälle aufweist, vorgesehen und hat
einen im wesentlichen vertikal ausgerichteten, von oben in die Grundleitung einmündenden
Schacht. In diesen Schacht ist ein vertikal verschiebbares rohrförmiges Element einsetzbar,
welches der Aufnahme eines flexiblen Reinigungs- oder Prüfgerätes dient. Das rohrförmige
Element weist an seinem der Grundleitung zugewandten Ende ein Ablenkelement auf, welches
beim Einschieben des Reini-gungs- oder Prüfgerätes dieses in Richtung der Grundleitung
führt und ablenkt.
[0007] Der Schacht kann dabei einen im Vergleich zu bekannten Revisionsschächten einen wesentlich
geringeren Querschnitt aufweisen. Dadurch ist die Belastung des umgebenen Erdreichs
auf den Schacht vergleichsweise gering, so daß anstelle von Betonringen einfache Rohre
aus Metall oder Kunststoff als Schacht verwendet werden können. Diese lassen sich
auf einfache Weise auf die Grundleitung aufsetzen. Wurde die Grundleitung bereits
im Erdreich verlegt, und soll nachträglich der Schacht eingesetzt werden, so muß lediglich
ein geringer Aushub vorgenommen werden. Der Schacht läßt sich in die durch den Aushub
gebildete Öffnung einfach einsetzen.
[0008] Im Vergleich zu bekannten Lösungen hat die Verwendung von erfindungsgemäßen Revisionsschachtsystemen
bei ihrer Planung und Errichtung erhebliche Kostenreduzierungen sowie Arbeits- und
Zeitersparnisse zur Folge. Sie lassen sich problemlos und auf einfache Weise auch
von Handwerkern und Laien errichten oder einbauen. Besondere Werkzeuge oder größere
Maschinen sind dabei nicht erforderlich. Besonders hervorzuheben ist die Einfachheit,
mit der ein nachträglicher Einbau eines erfindungsgemäßen Revisionsschachtsystems
erfolgen kann. Desweiteren kann wegen des geringen Gewichts des Revisionsschachtsystems
die Gefahr des Absenkens mit den nachteiligen Folgen wie Rohrbruch, Beschädigung von
Dichtungen und dergleichen praktisch ausgeschlossen werden. Außerdem sind keine aufwendigen
Abdichtungen, wie beispielsweise die Isolierung von den Betonringen erforderlich.
[0009] Das erfindungsgemäße Revisionsschachtsystem kann beispielsweise bei Abwasserleitungen,
aber auch bei Drainageleitungen und dergleichen verwendet werden.
[0010] Vorzugsweise ist zumindest der Querschnitt des Schachtabschnitts, der in die Grundleitung
mündet, in etwa gleich dem Querschnitt der Grundleitung ausgebildet. Da eine übliche
Grundleitung einen Kreisdurchmesser von beispielsweise 150 mm aufweisen kann, ist
damit auch der Querschnitt des Schachtes relativ klein, was die bereits geschilderten
Vorteile mit sich bringt. Wenn jedoch die Grundleitung einen weitaus größeren Querschnitt
aufweist, kann es zweckmäßig sein, für den einmündenden Schachtabschnitt einen geringeren
Querschnitt als bei der Grundleitung vorzusehen. Zur Herstellung der Verbindung wird
in die aus Steinzeug bestehende Grundleitung eine Kernbohrung vorgenommen, in die
der untere Schachtabschnitt eingesetzt wird.
[0011] Eine besonders einfache Ausbildung der Erfindung ergibt sich durch Verwendung eines
in die Grundleitung eingesetzten T-Stücks, dessen von der Grundleitung quer abstehender
mittlerer Basisschenkel in den unteren Schachtabschnitt übergeht. Der Basisschenkel
des T-Stücks kann beispielsweise über einen Flansch oder eine Muffenverbindung mit
dem übrigen Schachtabschnitt verbunden sein. Die Verbindungsstelle läßt sich auf einfache
Weise abdichten, so daß kein Abwasser austreten kann.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung läßt sich das rohrförmige Element
in dem Schacht verdrehen. Hierdurch kann wahlweise eine Ablenkung des flexiblen Reinigungs-
oder Prüfgerätes in die Fließrichtung oder gegen die Fließrichtung der Grundleitung
vorgenommen werden.
[0013] Um die Handhabung des rohrförmigen Elements sowie des Reinigungs- oder Prüfgerätes
zu erleichtern, sieht eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung vor, daß ein oberer
Schachtabschnitt einen größeren Querschnitt aufweist als ein unterer Schachtabschnitt.
[0014] Zur einfachen Handhabung und Ausrichtung des rohrförmigen Elements kann das erfindungsgemäße
Revisionsschachtsystem in vorteilhafter Weise gemäß der Merkmale wenigstens eines
der Patentansprüche 7 oder 8 weitergebildet werden.
[0015] Befindet sich das Revisionsschachtsystem in einem Bereich, der von Kraftfahrzeugen
befahren wird und somit erhöhten Belastungen ausgesetzt ist, so kann in vorteilhafter
Weise ein oberer Schachtabschnitt aus einem festeren Material hergestellt werden als
der untere Schachtabschnitt. Für den oberen Schachtabschnitt kommt hierbei beispielsweise
Beton in Betracht, während ein unterer Schachtabschnitt aus Kunststoff oder Metall
bestehen kann.
[0016] Es ist auch von Vorteil, den oberen Schachtabschnitt durch einen Deckel zu verschließen.
Dabei ist der Deckel vorzugsweise so ausgebildet, daß ein Befahren mit einem Fahrzeug
möglich ist, ohne daß das Revisionsschachtsystem beschädigt wird.
[0017] Die erfindungsgemäße Einführhilfe, die das Einführen eines flexiblen Reinigungs-
oder Prüfgerätes in eine Grundleitung zu Reinigungs- oder Inspektionszwecken ermöglicht,
besteht aus einem rohrförmigen Element, welches an seinem der Grundleitung zugewandten
Ende ein Ablenkelement aufweist. Dieses dient der Führung und Ablenkung des Reinigungs-
oder Prüfgerätes.
[0018] Bei der erfindungsgemäßen Einführungshilfe handelt es sich um ein sehr einfaches,
kostengünstig herstellbares Bauteil, das sich auf einfache Weise handhaben läßt. Das
Ablenkelement ist vorzugsweise ein an einem geraden Abschnitt des rohrförmigen Elementes,
das einen kreisrunden Querschnitt aufweist, befestigter Krümmer.
[0019] Eine einfache, kostengünstig herstellbare Ausbildung des Ablenkelements ergibt sich
erfindungsgemäß dadurch, daß eine Seite des Ablenkelements im wesentlichen kreisbogen-
oder ellipsenförmig ausgebildet ist und eine angrenzende Seitenwandung des geraden
Abschnitts des rohrförmigen Elements um ungefähr 90° ablenkt. Beim Einführen des Reinigungs-
oder Prüfgerätes stößt dieses an der genannten Seite des Ablenkelements an und wird
in Richtung der Grundleitung umgelenkt.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung besteht das rohrförmige Element
aus wenigstens zwei miteinander verbindbaren Teilabschnitten. Die Teilsabschnitte
können mittels Flansch- oder Muffenverbindungen miteinander verbunden sein. Es ist
auch möglich, eine Verbindung vorzusehen, die einen variabel einstellbaren Längenausgleich
ermöglicht. Durch einen variabel einstellbaren Längenausgleich oder durch Ablängen
wenigstens eines der Teilabschnitte läßt sich die Gesamtlänge des rohr-förmigen Elements
auf einfache Weise den jeweiligen Gegebenheiten anpassen.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung besteht wenigstens ein Teilabschnitt
des rohrförmigen Elementes und/oder des Schachtes aus einem abwasserresistenten Material,
vorzugs-weise aus Kunststoff (bzw. PVC) oder rostfreiem Stahl.
[0022] Anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt, werden die
Erfindung sowie vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung näher
beschrieben und erläutert.
[0023] Es zeigt:
- Figur 1
- ein Revisionsschachtsystem im Querschnitt mit einer angehobenen Führungshilfe,
- Figur 2
- ein Revisionsschachtsystem gemäß Fig. 1 mit einer abgesenkten Führungshilfe und
- Figur 3
- das Revisionsschachtsystem gemäß Fig. 1 oder 2 in einer Ansicht von oben ohne Deckel.
[0024] Fig. 1 und 2 zeigen ein Revisionsschachtsystem mit einer horizontal im Erdreich verlaufenden
Grundleitung
12, in die ein T-Stück
10 eingefügt ist. Der Basisschenkel
13 des T-Stücks
10 ist vertikal nach oben gerichtet und steht über eine Muffenverbindung
15 mit einem unteren ersten Schachtabschnitt
11, der aus einem zylindrischen Rohr besteht, in Verbindung. Die Länge des ersten Schachtabschnitts
11 kann entsprechend den örtlichen Anforderungen frei gewählt werden. Über eine zweite
Muffenverbindung
16 geht der erste Schachtabschnitt
11 in einen darüberliegenden zweiten Schachtabschnitt
4 über. Der zweite Schachtabschnitt
4 besteht ebenfalls aus einem Rohr, dessen Durchmesser größer ist als der Durchmesser
des ersten Schachtabschnitts
11. Die Rohre der Schachtabschnitte
4,
11 können aus bodenresistentem und/oder abwasserresistentem Kunststoff bestehen. Der
obere Schachtabschnitt
4 ist durch einen Deckel
1 verschließbar. Insbesondere für den Fall, daß der Revisionsschacht sich im Straßenbereich
befindet, weist der Deckel
1 vorzugsweise nicht näher dargestellte Entlüftungsöffnungen auf.
[0025] In die Schachtabschnitte
4, 11 ist ein rohrförmiges Element
7,
8,
9 eingesetzt und im unteren Schachtabschnitt
11 geführt. Das rohrförmige Element
7, 8, 9 besteht aus einem Krümmer
9, einem sich oben daran anschließenden zylindrischen Rohr
8 und einem sich oben daran anschließenden Ringelement
7. Der Krümmer
9, das Rohr
8 und das Ringelement
7 sind jeweils durch Muffenverbindungen
14,
18 miteinander verbunden. Der Krümmer
9 ist in seinem unteren Bereich zu seiner gemäß Fig. 1 oder Fig. 2 linken Seite
A offen. Seine rechte Seite
B ist geschlossen und kreisbogen- oder ellipsenförmig ausgebildet. Der Bogen
B des Krümmers
9 setzt an der zylindrischen Wandung des Rohres
8 an und bildet eine im wesentlichen 90°-Ablenkung, die im wesentlichen in die Längsausrichtung
der Grundleitung
12 übergeht. Die beschriebene Ausbildung des rohrförmigen Elementes
7,
8,
9 mit den Muffenverbindungen
14,
18 ermöglicht eine variable Längeneinstellung, welche an die jeweiligen räumlichen Bedingungen
anpaßbar ist.
[0026] An den inneren Seitenwänden des oberen Schachtabschnittes
4 sind vier Halterungen
2,
3 befestigt. Zwei sich gegenüberliegende Halterungen
2 befinden sich in einem oberen Bereich des Schachtabschnittes
4, während zwei weitere Halterungen
3 darunter angeordnet sind. In ihrer nach oben weisenden Fläche weist jede der Halterungen
2,
3 eine nach oben offene Einkerbung
17 oder Nut auf.
[0027] An dem Ringelement
7 sind zwei nach oben stehende Griffe
5 befestigt. Ferner stehen zwei sich diametral gegenüberliegende Halterungsaufsätze
6 seitlich nach außen von dem Ringelement
7 ab. Diese Halterungsaufsätze
6 dienen der Auflage auf den unteren Halterungen
3 (Fig. 2) bzw. den oberen Halterungen
2 (Fig. 1).
[0028] Gemäß Fig. 1 befindet sich das rohrförmige Element
7,
8,
9, das als Führungshilfe dient, in einer oberen Lage. Die Halterungsaufsätze
6 liegen dabei auf den oberen Halterungen
2 auf und greifen in die Einkerbungen
17 ein. In dieser Position ist das rohrförmige Element
7,
8,
9 mit seinem Krümmer
9 vollständig aus dem Querschnitt der Grundleitung
12 herausgezogen, so daß ein ungehinderter Durchfluß durch die Grundleitung möglich
ist.
[0029] Durch leichtes Anheben an den Griffen
5 und Verdrehen des rohrförmigen Elementes
7,
8,
9 um beispielsweise 90° treten die Halterungsaufsätze
6 aus dem Eingriffsbereich
17 der oberen Halterungen
2 aus, so daß sich nun das rohrförmige Element
7, 8,
9 nach unten absenken und in seine ursprüngliche Drehlage zurückdrehen läßt, bis seine
Halterungsaufsätze
6 auf den unteren Halterungen
3 zur Auflage kommen. Jetzt ragt der Krümmer
9 in den Querschnitt der Grundleitung
12 hinein. Dabei berührt jedoch das untere Ende des Krümmers
9 nicht die Sohle des T-Stücks
10, sondern läßt einen Zwischenraum frei, um beispielsweise bei der Reinigung der Grundleitung
12 gegen die Fließrichtung ein Abfließen von Spülwasser zu ermöglichen.
[0030] Insbesondere in seiner unteren Lage läßt sich das rohrförmige Element
7,
8,
9 so verdrehen, daß die offene Seite
A des Krümmers
9 entweder in die Fließrichtung oder gegen die Fließrichtung der Grundleitung
12 ausgerichtet ist.
[0031] Normalerweise befindet sich das rohrförmige Element
7,
8,
9 in seiner oberen Lage. Sollten Prüf- oder Reinigungsarbeiten beispielsweise mit einer
flexiblen TV-Befahrungskamera oder einer flexiblen Reinigungsspirale durchgeführt
werden, so wird der Deckel
1 abgehoben und das rohrförmige Element
7,
8,
9 in seine untere Lage gebracht. Es wird in die gewünschte Richtung der Grundleitung
12 gedreht. Nun kann eine TV-Befahrungskamera bzw. eine flexible Reinigungsspirale in
das rohrförmige Element
7, 8,
9 eingeführt werden. Erreicht die Kamera bzw. die Spirale den Krümmer
9, so wird sie durch diesen in die gewünschte Richtung der Grundleitung
12 abgelenkt. Das rohrförmige Element
7, 8,
9 dient damit als Führungshilfe für ein flexibles Reinigungs- oder Prüfgerät.
[0032] In Fig. 2 ist ein flexibler Hochdruckschlauch
19 angedeutet, der in das rohrförmige Element
7, 8,
9 von oben eingeführt ist und durch den Krümmer
9 nach links in die Grundleitung
12 abgelenkt wird. An dem Ende des Hochdruckschlauchs
19 befindet sich eine Spritzdüse
20, die dem Reinigen der Grundleitung
12 dient.
1. Revisionsschachtsystem für eine im wesentlichen horizontal verlaufende Grundleitung
mit einem im wesentlichen vertikal ausgerichteten, von oben in die Grundleitung einmündenden
Schacht, dadurch gekennzeichnet, daß in den Schacht (4, 11, 13) ein vertikal verschiebbares
rohrförmiges Element (7, 8, 9) einsetzbar ist, welches der Aufnahme eines flexiblen
Reinigungs- oder Prüfgerätes dient, und daß das rohrförmige Element (7, 8, 9) an seinem
der Grundleitung (12) zugewandten Ende ein Ablenkelement (9) aufweist, welches beim
Einschieben des Reinigungs- oder Prüfgerätes dieses in Richtung der Grundleitung (12)
ablenkt.
2. Revisionsschachtsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt
wenigstens des in die Grundleitung (12) mündenden Schachtabschnitts (13) in etwa dem
Querschnitt der Grundleitung (12) entspricht.
3. Revisionsschachtsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundleitung
(12) ein T-Stück (10) enthält, dessen Basisschenkel (13) in einen unteren Schachtabschnitt
(11) übergeht oder mit diesem verflanscht ist oder eine Muffenverbindung (15) bildet.
4. Revisionsschachtsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Grundleitung (12) eine Entwässerungsleitung eines Abwasserleitungssystemes ist.
5. Revisionsschachtsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das rohrförmige Element (7, 8, 9) in dem Schacht verdrehbar ist.
6. Revisionsschachtsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
ein oberer Schachtabschnitt (4) einen größeren Querschnitt aufweist als ein unterer
Schachtabschnitt (11).
7. Revisionsschachtsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
im Inneren eines oberen Schachtabschnittes (4) wenigstens zwei obere (2) und wenigstens
zwei untere Auflagehalterungen (3) befestigt sind, und daß das rohrförmige Element
(7, 8, 9) an seinem der Schachtöffnung zugewandten Ende wenigstens zwei gegenüberliegende
Griffe (5) sowie wenigstens zwei nach außen weisende, mit den Auflagehalterungen (3)
korrespondierende Halterungsaufsätze (6) aufweist, mit deren Hilfe das rohrförmige
Element (7, 8, 9) aus den oberen Auflagehalterungen (2) gelöst, verdreht und in die
unteren Auflagehalterungen (3) abgesenkt werden kann.
8. Revisionsschachtsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
ein unterer Schachtabschnitt (11) und das rohrförmige Element (7, 8, 9) im wesentlichen
zylindrisch ausgebildet sind, wobei der Außendurchmesser des rohrförmigen Elementes
(7, 8, 9) etwas kleiner ist als der Innendurchmesser des unteren Schachtabschnittes
(11), so daß das rohrförmige Element (7, 8, 9) im unteren Schachtabschnitt (11) geführt
ist und eine Längsver-schiebung und gegebenenfalls ein Verdrehen des rohrförmi-gen
Elements (7, 8, 9) im unteren Schachtabschnitt (11) möglich ist.
9. Revisionsschachtsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
ein oberer Schachtabschnitt (4) durch einen Deckel (1) verschließbar ist.
10. Revisionsschachtsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine
Einführhilfe nach einem der Ansprüche 11 bis 16.
11. Einführungshilfe für ein flexibles Reinigungs- oder Prüfgerät, das über eine Einmündung
(10) in eine Grundleitung (12) zu Reinigungs- oder Inspektionszwecken einführbar ist,
gekennzeichnet durch ein rohrförmiges Element (7, 8, 9) mit einem Ablenkelement (9)
an seinem der Grundleitung (12) zugewandten Ende, welches der Führung und Ablenkung
des Reinigungs- oder Prüfgerätes dient.
12. Einführungshilfe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablenkelement (9)
ein an einem geraden Abschnitt des rohrförmigen Elementes (7, 8, 9) befestigter Krümmer
ist.
13. Einführungshilfe nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Seite
(B) des Ablenkelements (9) im wesentlichen kreisförmig ausgebildet ist und eine angrenzende
Seitenwand des rohrförmigen Elementes (7, 8, 9) um ungefähr 90° ablenkt.
14. Einführungshilfe nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das
rohrförmige Element (7, 8, 9) aus wenigstens zwei miteinander verbindbaren Teilabschnitten
besteht.
15. Einführungshilfe nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Teilabschnitt des rohrförmigen Elementes (7, 8, 9) einteilig mit dem Ablenkelement
(9) ausgebildet ist.
16. Einführungshilfe nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das
rohrförmige Element (7, 8, 9) aus einem abwasserresistenten Material, vorzugsweise
aus Kunststoff oder rostfreiem Stahl, besteht.