[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Beschriften von zwei- und dreidimensionalen
Gegenständen wie z.B. Schildern, Klemmen, Tüllen für Kabel etc. mit einem Tastenfeld
zur Auswahl der zu schreibenden Symbole und einem gegebenenfalls vom Tastenfeld getrennten
Schreibteil, das einen zwischen einer Ruhelage und einer Schreiblage bewegbaren einen
Schreibstift aufnehmenden Schreibarm aufweist, der mittels zweier, entsprechend des
zu zeichnenden Symbols angetriebener Motoren in zwei Koordinatenrichtungen bewegbar
ist.
[0002] Aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift 79 16 714 ist bereits eine Beschriftungsvorrichtung
der eingangs beschriebenen Art bekannt, wie sie auch durch die Anmelderin hergestellt
und vertrieben wird. Diese bekannte Beschriftungsvorrichtung weist ein Tastenfeld
auf, welches mit Hilfe von Tasten die Auswahl der verschiedensten zu schreibenden
Symbole ermöglicht. Die Beschriftungsvorrichtung ist an einen Rechner angeschlossen,
der mit den verschiedensten Schrift- oder Zeichenprogrammen versorgt werden kann.
Über der Tastatur ist ein Anzeigefeld vorgesehen, in welchem das von der jeweils gedrückten
Taste abgerufene und von einem Schreibarm zu schreibende Symbol erscheint. Der Schreibarm
wird von zwei Schrittmotoren, nämlich einem für die X-Richtung und einem für die Y-Richtung
in Abhängigkeit von der Tastenfeldbetätigung bewegt. Seine Spitze dient zur Aufnahme
des Schreibgerätes, beispielsweise eines Tuscheschreibers. Die bekannte Beschriftungsvorrichtung
wird üblicherweise am Zeichenkopf einer Zeichenmaschine angebracht. Durch Verschieben
des Zeichenkopfes lassen sich Zeichnungen mit dem Beschriftungsgerät mühelos und auf
äußerst elegante Weise beschriften. Nicht so einfach ist jedoch die Beschriftung von
Streifen oder Kabeltüllen, da zwischen dem zu beschriftenden Streifen oder der zu
beschriftenden Kabeltülle und dem Beschriftungsgerät eine Relativbewegung in Richtung
der Beschriftungszeile durchgeführt werden muß. Dies führt in der Regel zu Unregelmäßigkeiten
in den Abständen der einzelnen Buchstaben.
[0003] Diese Lösung hat den Nachteil, daß zur Erstellung eines aus mehreren Einzelsymbolen
bestehenden Zeichensatzes das Beschriftungsgerät mit dem Zeichenkopf oder ohne Führung
frei über den Zeichenträger geführt werden muß und somit aufgrund seiner relativ großen
Masse Probleme bei der Wiederholgenauigkeit auftreten.
[0004] Aus dem Stand der Technik -wie ihn beispielsweise die DE-PS 37 23 217 beschreibt-
ist ein weiteres Beschriftungsgerät bekannt, bei dem jedoch ein auf das Beschriftungsgerät
aufsetzbarer Streifenschreiberzusatz eine Transporteinrichtung für einen streifenförmigen
Zeichenträger aufweist, die von einem Schrittmotor angetrieben wird und bei dem ein
Anschlußmittel vorgesehen ist, um den Schrittmotor mit dem X-Antrieb des Schreibarmes
zu verbinden und dessen X-Antrieb dabei abzuschalten.
[0005] Nachteilig an dieser Lösung ist, daß für die Beschriftung von in diesem Fall streifenförmigen
Zeichenträgern ein zusätzlicher Antrieb erforderlich ist und daß das Gerät als solches
somit sehr hoch baut.
[0006] Eine weitere Beschriftungsvorrichtung wird in dem DE-GM 89 01 825 beschrieben. Diese
Lösung bezieht sich auf eine Beschriftungsvorrichtung, die mittels einer an der Unterseite
des Gehäuses vorgesehenen Führungsrippe auf eine handelsübliche Zeichenplatte aufgesetzt
und somit parallel verschoben werden kann.
Diese Konstruktion ermöglicht zwar eine leichte Befestigung von Zeichenträgern -z.B.
Etiketten- und deren entsprechende Beschriftung, bietet aber keine Möglichkeit der
Beschriftung von Kleinteilen wie beispielsweise Kabeltüllen.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine einfache Lösung zur Beschriftung von zwei- und
dreidimensionalen Gegenständen wie z.B. Schildern, Klemmen, Kabeltüllen etc. zu schaffen
die eine automatische Positionierung des Schreibstiftes und eine präzise Wiederholgenauigkeit
aufweist.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Beschriftungsvorrichtung der eingangs erwähnten
Art erfindungsgemäß derart ausgestaltet, daß an der Bodenwand des Gehäuses eine mit
dem Gehäuse lösbar verbundene Aufnahmeplatte für eine Werkstückträgerplatte vorgesehen
ist.
Diese Aufnahmeplatte ist im Bereich der Führung der Werkstückträgerplatte mit in vorgegebenem
Abstand voneinander angeordneten Rastelementen ausgestattet, die es ermöglichen, den
Werkstückträgerplatte um ein vorgegebenes Maß zu verlagern. Diese Gestaltung erlaubt
es, z.B. mehrere Schilder oder andere Werkstücke in einem Durchgang zu beschriften.
[0009] Die Rastelemente können derart mit dem Rechner der Beschriftungsvorrichtung verbunden
sein, daß an der Werkstückaufnahme Informationspunkte vorgesehen sind, die Signale
an den Rechner weiterleiten.
[0010] Die Erfindung wird im folgenden anhand der ein Ausführungsbeispiel zeigenden Figuren
näher erläutert.
- Figur 1
- zeigt eine Draufsicht auf eine Beschriftungsvorrichtung mit Werkstückaufnahme;
- Figur 2
- zeigt die Vorderansicht der Beschriftungsvorrichtung.
[0011] Fig. 1 zeigt das Ausführungsbeispiel in der Draufsicht mit einem Werkstückträgerplatte
(11), der in eine entsprechende Aufnahme
(2) eingesetzt werden kann. Das Beschriftungsgerät
(1) ist ein handelsübliches Gerät der Anmelderin. Es besitzt ein Tastenfeld
(14), welches mit den zu schreibenden Symbolen versehen ist. Über dem Tastenfeld
(14) befindet sich ein Anzeigefeld
(7), welches das jeweils einer gedrückten Taste entsprechende Symbol anzeigt, beispielsweise
mit Hilfe einer Flüssigkristallanzeige. Auf diese Weise kann eine Überprüfung der
über das Tastenfeld
(14) eingegebenen Symbole und gegebenenfalls eine Korrektur erfolgen. Dies ist jedoch
nur dann möglich, wenn die Tastatur von einem Rechner gesteuert wird, der die entsprechenden
Steuerbefehle liefert und mit den gewünschten Schriftprogrammen gespeist werden kann.
Der Rechner ist im Gehäuse des Beschriftungsgerätes
(1) angeordnet und hier nicht weiter dargestellt und beschrieben. Das Beschriftungsgerät
(1) ist über einen Netzschalter
(13) mit dem Netz verbunden. Das erforderliche Netzkabel ist hier nicht dargestellt.
Es ist auch denkbar, das Gerät mit einem austauschbaren Akku auszustatten.
[0012] Aus einem hier nicht dargestellten Führungsschlitz des Gerätes ragt ein Schreibarm
(5) vor, der durch in dem Gerätegehäuse untergebrachten X- und Y-Schrittmotoren angesteuert
wird und die Schreibbewegung durchführt. Sein Vorderende ist abgewinkelt und weist
eine Aufnahme zum Einsetzen eines Schreibgerätes
(15) auf, das zweckmäßigerweise in die Halterung des Schreibarms
(5) eingeschraubt wird. Diese Gewindehalterung des Schreibarmes
(5) ist so angeordnet, daß das eingeschraubte Schreibgerät
(15) im wesentlichen senkrecht zur vorgesehenen Zeichenebene steht.
An der Unterseite des Beschriftungsgerätes
(1) ist die Aufnahmeplatte
(2) für die Werkstückträgerplatte
(11) befestigt. Diese Aufnahmeplatte
(2) ist mit L-förmigen Führungsflächen
(3, 3') versehen, auf denen die Werkstückträgerplatte
(11) gleiten kann. Die Abmessungen sind so aufeinander abgestimmt, daß die Rastungen
(9,9') in die entsprechenden Vertiefungen
(12, 12') der Werkstückträgerplatte
(11) hineingleiten und so die Werkstückträgerplatte
(11) fixieren können. Diese Werkstückträgerplatte
(11) ist mit Werkstückaufnahmen
(10, 10', 10'') ausgestattet, die -je nach Form und Art des zu beschriftenden Werkstücks- sowohl
vertieft, als auch erhaben ausgeführt sein können.
[0013] Es kann auch eine automatische Identifizierung der Werkstückträgerplatte
(11) vorgesehen sein, die Informationen über die zu beschriftenden Werkstücke -wie Kabeltüllen,
Schilder, Klemmen etc.- an den Rechner gibt, aus denen dann automatisch Schreibrichtung`
Schriftart und -größe, Schreibgeschwindigkeit etc. festgelegt werden.
[0014] Außerdem verfügt das Beschriftungsgerät
(1) über einen Schacht
(6) zur Aufnahme von Kassetten
(4). Auf derartigen Kassetten sind alle für die Beschriftung erforderlichen Informationen,
wie Lage des Nullpunktes, Schriftgröße, Schrifttype, Schriftneigung etc. gespeichert
und diese werden nach Einsetzen der Werkstückträgerplatte
(11) automatisch abgerufen.
[0015] Die Rastungen
(9, 9') ermöglichen eine schnelle und problemlose Beschriftung von Werkstücken mit gleichem
Text oder auch mit unterschiedlichem Text, wobei bei unterschiedlichem Text der Text
bei allen Werkstücken an der gleichen Stelle beginnen soll. Diese Einfachprogrammierung
ermöglicht eine schnelle und wiederholbare Beschriftung. Eine solche Gestaltung gestattet
den Einsatz mehrerer Werkstückträgerplatten
(11), die nach dem Bestücken mit zu beschriftenden Teilen nach einander durch die Führung
in der Aufnahmeplatte
(2) hindurchgeschoben werden können.
Positionsnummernliste:
[0016]
- 1
- Beschriftungsgerät
- 2
- Aufnahmeplatte
- 3, 3'
- Führung
- 4
- Kassette
- 5
- Schreibarm
- 6
- Kassetten-Schacht
- 7
- Anzeigefeld
- 8
- 9, 9'
- Rastungen
- 10,10',10''
- Werkstückaufnahmen
- 11
- Werkstückträgerplatte
- 12, 12'
- Rastungen
- 13
- Netzschalter
- 14
- Tastenfeld
- 15
- Schreibstift
1. Vorrichtung zum Beschriften von zwei- und dreidimensionalen Gegenständen wie z.B.
Schildern, Klemmen, Tüllen für Kabel etc. mit einem Tastenfeld (14) zur Auswahl der zu schreibenden Symbole und einem gegebenenfalls vom Tastenfeld (14) getrennten Schreibteil mit Schreibarm (5) für einen Schreibstift (15) sowie einer Kassettenaufnahme (6), dadurch gekennzeichnet, daß an der Bodenwand des Gehäuses eine mit dem Gehäuse lösbar verbundene Aufnahmeplatte
(2) für eine Werkstückträgerplatte (11) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Werkstückträgerplatte (11) und Kassette (4) derart einander zugeordnet sind, daß nach Einsetzen von Kassette (4) und Werkstückträgerplatte (11) Grunddaten -wie beispielsweise die Lagegeometrie der zu beschriftenden Gegenstände-
an den Rechner und somit an den Schreibstift (15) gegeben werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einsetzen einer Werkstückträgerplatte (11) Kontrolldaten zur Erkennung der Zugehörigkeit der Werkstückträgerplatte (11) zur Kassette (4) ausgetauscht werden.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Werkstückträgerplatte (11) und Kassette (4) zu einer Einheit miteinander verbunden sind.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Aufnahmeplatte (2) mit der Werkstückträgerplatte (11) korrespondierende Rastungen (9, 9', 12, 12') vorgesehen sind, die ein stufenweises Durchschieben der Werkstückträgerplatte (11) ermöglichen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeplatte (2) so gestaltet ist, daß die Werkstückträgerplatte (11) ungehindert durchgeschoben werden kann.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4 und/oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der einzelnen Rastungen (9, 9', 12, 12') dem Werkstückabstand angepaßt ist und somit der Verschiebeweg der Werkstückträgerplatte
(11) entsprechend festgelegt wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß über die Rastungen (9, 9', 12, 12') beim Durchschieben der Werkstückträgerptatte (11) elektrische, elektronische oder optische Signale an den Rechner übertragen werden.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Werkstückträgerplatte (11) Werkstückaufnahmen (10, 10', 10'') für zu beschriftende Werkstücke eingeformt sind.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite der Aufnahmeplatte (2) Antirutschfüßchen angebracht sind.