[0001] Die Erfindung betrifft ein Elektrolyseverfahren zum Regenieren einer Eisen-III-chlorid-
oder Eisen-III-Sulfatlösung (Beize), insbesondere zum Sprühätzen von Stahl, gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Beim Sprühätzen oder Beizen von Stahl oder Nickelbasiswerkstoffen mittels einer Eisen-III-Chloridlösung
(Beize) wird neben Eisen-II-Chlorid hauptsächlich Nickelchlorid gebildet, die sich
zusammen mit dem aus dem Stahl oder Nickelbasiswerkstoffen gelösten Nichteisenmetallen,
wie Chrom, Nickel, Kobalt, Mangan, Vandium, Kupfer, Zinn und Blei, in der Beizlösung
anreichern. Für die Ätzgeschwindigkeit und die Konturenschärfe der zu ätzenden Strukturen
sind der Gehalt an Eisen-III-Chlorid, an Eisen-II-Chlorid, an Nichteisenmetallen und
an freier Säure sowie die Temperatur, der pH-Wert und die Dichte der Beizlösung entscheidend.
Zur Erzielung optimaler Beizergebnisse ist es notwendig, den Gehalt an Eisen-III-Chlorid,
an Nichtmetallen und die Dichte konstant zu halten. Der Eisen-II-Chloridgehalt muß
unter 1 g/l liegen.
[0003] Zur Regeneration von Eisen-III-Chloridbeizen sind eine Reihe von chemischen Verfahren
entwickelt worden, die jedoch gewisse Nachteile aufweisen. So führt eine Oxidation
mittels NaClO
3 beispielsweise zu einer Aufsalzung der Beize, während eine Oxidation mittels Cl
3 oder O
3 mit einem hohen Sicherheitsrisiko verbunden ist und eine starke Gefährdung der Bearbeiter
und der Umwelt darstellt. Außerdem entsteht bei diesen Verfahren ständig ein Überschuß
an Eisen-III-Chlorid, der nach bekannten Verfahren, die sehr kostenintensiv sind,
entsorgt werden muß.
[0004] Für die Regeneration von Beizen sind in den letzten Jahren elektrolytische Verfahren
entwickelt worden, die kostengünstig sind, eine Metallabscheidung oder eine Metallabscheidung
und eine weitgehende Rückführung der Beizsäure gestatten. Diaphragmafreie Zellen für
die Elektrolyse von nickelsalzhaltigen Lösungen arbeiten bei einem pH-Wert von "1".
Eine Stromausbeute von 40-60% wird durch die Zugabe von Puffersubstanzen erreicht.
Der aufgearbeitete Elektrolyt muß konventionell entsorgt werden (US-PS 4,087,338).
[0005] Ähnlich sieht es bei der elektrolytischen Aufarbeitung von Eisenbeizen aus. Diesen
werden bisulfatbildende Salze zur Bindung der freien Säure zugesetzt (DE-PS 24 56
058). Die auselektrolysierte Säure muß ebenfalls entsorgt werden. Da bei der elektrolytischen
Aufarbeitung von chloridhaltigen Lösungen Probleme durch die Entwicklung von Chlor
entstehen (Rückoxidation, Schadgas), wurden Zellen entwickelt, die eine Trennung des
Anoden- und Kathodenraumes gestatten. Elektrolytpermeable Diaphragmen (US-PS 4,073,709,
DE-OS 25 39 137) werden eingesetzt. Die Diffusion der Anoden- in die Kathodenflüssigkeit
soll durch unterschiedliche Niveauhöhen unterbunden werden (US-PS 4,155,821). Bei
der Elektrolyse der salzsauren Beizen nach diesen Verfahren diffundiert bei der Unterbrechung
des Elektrolysebetriebs die chlorgesättigte Anodenflüssigkeit in den Kathodenraum.
Die Rückoxidation von Eisen-II-Verbindungen zu Eisen-III-Verbindungen sowie die Auflösung
von feinen Metallteilchen ist nicht zu vermeiden. Bei allen Verfahren fällt eine verdünnte,
salzsaure, schwach schwermetallhaltige Lösung an. Ebenfalls elektrolytpermeable Diaphragmen
werden bei einer Elektrolyse von Nickel und Zink aus chloridhaltigen Lösungen eingesetzt.
In den Anodenraum wird Schwefelsäure gegeben, um die Entwicklung von Chlor zu vermeiden.
Chloridionen, die in den Anodenraum diffundieren, werden durch den Zusatz von Silbersulfat
gebunden (DE-OS 25 39 137). Der Zusatz von Silbersalzen erfordert die Aufarbeitung
des anfallenden Silberchlorids, wodurch das Verfahren nicht wirtschaftlich betrieben
werden kann.
[0006] Durch den Einsatz einer Wasserstoffdiffusionselektrode wird nach DD-PS 283 164 die
Chlorentwicklung vermieden. Kathoden- und Anodenraum werden durch ein säurebeständiges
Gewebe getrennt oder es soll die Wasserstoffdiffusionselektrode mit einem Diaphragma
umhüllt werden, um den Zutritt von Wasserstoffionen zur Kathode einzuschränken. Es
wird mit einem Wasserstoffüberdruck von 6,7 kPa gearbeitet. Es fällt eine verdünnte
eisenhaltige Salzsäure an, die zum Beizen eingedampft werden muß.
[0007] Für die Abscheidung von Eisen-Chrom-Nickel und Eisen-Chrom werden Puffersubstanzen
zugesetzt. Die gebildete Salzsäure kann zum Beizen nicht genutzt werden.
[0008] Als nachteilig muß bei diesem Verfahren des weiteren die Investition für die Wasserstoffstation
und die zusätzlichen Kosten für den Wasserstoff gerechnet werden.
[0009] Wesentliche Vorteile für die Aufarbeitung von Beizen bietet der Einbau von Ionenaustauschermembranen
zur Trennung von Kathoden- und Anodenraum. Durch Kombination von Extraktions- und
Elektrolyseverfahren mit Ionenaustauschermembran soll Eisen aus schwefel- und salzsauren
Beizen entfernt werden (GB-PS 1 576 280). Bei diesem Verfahren liegen, bedingt durch
den Einsatz von Extraktion und Elektrolyse, die Chemikalien- und Anlagenkosten ungewöhnlich
hoch. Es muß mit einer sehr langen Amortisationszeit gerechnet werden. Zur Regeneration
von Altbeizen werden nach DE-PS 41 31 793 Elektrolysezellen mit Kationenaustauschermembranen
eingesetzt. Regeneriert werden schwefelsaure oder salzsaure Beizen, die Eisen und
Zink enthalten. Als Anolyt wird Schwefelsäure eingesetzt. Im Kathodenraum sollen aus
Eisen/Zink-Lösungen, die 20 g/l Salzsaure oder 50 g/l Schwefelsäure enthalten, Eisen
und Zink abgeschieden werden und dabei eine Salzsäure mit einem Gehalt von 150 g/l
gewonnen werden. Diese Säuren können erneut zum Beizen eingesetzt werden. Dieses Verfahren
muß mit sehr geringen Stromausbeuten arbeiten, da nach GB-PS 1 576 280 bei einem Salzsäuregehalt
von 100 g/l und einem Schwefelsäuregehalt von 150 g/l die Stromausbeute gegen Null
geht. Ein kontinuierliches Verfahren zur Behandlung von salzsauren Metallbeizlösungen
wird in der DE-OS 26 27 088 beschrieben. Der Anodenraum, der durch eine Kationenaustauschermembran
abgetrennt ist, wird mit Schwefelsäure beschickt, um die Chlorentwicklung zu vermeiden.
Ein Mittelraum und Kathodenraum, beide sind durch eine Anionenaustauschermembran getrennt,
werden mit der Beize beschickt. In dieser Anlage soll eine Metallabscheidung und eine
Rückführung von Säure erreicht werden. Säuren können hier nur mit sehr geringen Konzentrationen
gewonnen werden, da sonst nur eine sehr geringe Metallabscheidung erreicht wird.
[0010] Diese Verfahren dienen im wesentlichen jedoch lediglich der Rückgewinnung der Metalle
aus der Beize, wobei eine teilweise mit Metallen verunreinigte, verdünnte Salzsäure
anfällt, die entsorgt werden muß. Zudem sind die Kosten für die Anlagen und die benötigten
Chemikalien relativ hoch, so daß diese Verfahren für eine wirtschaftliche Regeneration
verbrauchter Eisen-III-Chloridbeizen mit dem Ziel einer Gewinnung von Eisen-III-Chlorid
zum qualitätsgerechten Beizen von Stahl ungeeignet sind.
[0011] Eisen-III-Chloridbeizen kann man regenerieren, wenn man die verbrauchte Beize in
den Kathodenraum einer Elektrolysezelle, in der Kathodenraum und Anodenraum durch
eine Anionenaustauschermembran getrennt sind, überführt und das in der Beize enthaltende
Nickel gemeinsam mit Anteilen des Eisens elektrolytisch abscheidet. Die entmetallisierte
Beize wird anschließend in den Anodenraum geleitet und das Eisen-II-Chlorid zum Eisen-III-Chlorid
aufoxidiert. Das Verfahren besitzt einen Wirkungsgrad von 95% (Stromausnutzung), hat
jedoch den Nachteil, daß gemeinsam mit dem Nickel ein zu großer Anteil des Eisens
(80%) metallisch abgeschieden wird und der Beize anschließend neues Eisen-III-Chlorid
zugesetzt werden muß. Die entmetallsierte Lösung muß vor der Einführung in den Anodenraum
einer Feinstfiltration unterzogen werden, um eine Mitführung von Eisenpartikeln in
den Anodenraum und in die Ätzanlage zu verhindern (DE-PS 39 43 142).
[0012] Eine effektivere Regeneration der Beize erhält man in einer Elektrolyseanlage, in
der Kathoden- und Anodenraum durch eine Anionenaustauschermembran getrennt sind, wobei
der Anodenraum mit einer FeCl
2/FeCl
3-Lösung und der Kathodenraum mit einer NaCl/HCl-Lösung gefüllt ist. Eisen-II-Ionen
werden an der Anode zu Eisen-III-Ionen oxidiert. Das fehlende Chloridion wird durch
Überführung aus dem Kathodenraum geliefert. Die elektrolytische Regeneration erfolgt
bei Redoxpotentialen, die unterhalb der Chlorentwicklung liegen. Bei diesem Regenerationsverfahren
reichert sich die Lösung, wenn sie zum Beizen von Stahl eingesetzt wird, im Laufe
der Zeit immer mehr mit Nickel, Chrom und anderen Verunreinigungen an, so daß das
Verfahren nicht beliebig oft wiederholt werden kann. Außerdem werden pro kg geätzter
Stahl 5 1 überschüssige Eisen-III-Chloridlösung erzeugt, die anschließend entsorgt
werden muß (Galvanotechnik 84/1993, 10, S. 3276-32).
[0013] Bekannt ist auch die Verwendung von Kationenaustauschermembranen bei der elektrolytischen
Regeneration verbrauchter Ätzlösungen.
[0014] Die Patent Abstracts of Japan, Band 016, Nr. 180 (C-0935), 1992 (=JP-A-04021792)
offenbaren ein diesbezügliches Verfahren, bei dem die zu regenerierende Ätzlösung,
die neben Fe(II)-Salz auch Fe(III)-Salz und Ni-Ionen enthält, in den Anodenraum einer
Elektrolysezelle geleitet wird. Hier werden die Fe(II)-Ionen zu Fe(III)-Ionen aufoxidiert,
während gleichzeitig die Ni-Ionen aus der Ätzlösung selektiv in den Kathodenraum der
Zelle überführt werden.
[0015] Ein ähnliches Verfahren ist aus der DD-A-257 361 bekannt. Bei dem aus diesem Dokument
bekannten Verfahren, das dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entspricht, kommt es ebenfalls
zu einer Anreicherung von Legierungsbestandteilen im Anolyten und/oder Katholyten,
so daß entweder bei zyklischer Betriebsweise die verwendeten Lösungen am Ende eines
Regenerationszyklus komplett ausgetauscht oder aber bei kontinuierlicher Betriebsweise
Teile des Anolyten und/oder Katholyten ausgeschleust und in einer externen Metallrückgewinnungsanlage
abgeschieden und zurückgewonnen werden. Um die Nutzungsdauer des Ansatzes zu verlängern
bzw. die Menge der kontinuierlich zuzuführenden Ätzlösung zu verringern, lehrt die
DD-A-257 361 eine starke Anreicherung des Katholyten mit Legierungsbestandteilen,
wie Nickel und/oder Kobalt.
[0016] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen,
das es gestattet, eine Eisen-III-Chlorid- oder Eisen-III-Sulfatlösung so zu regenerieren,
daß sie nach der Regeneration unter Einhaltung der gewünschten Parameter zum Sprühätzen
von nickellegiertem Stahl eingesetzt werden kann. Dieses Verfahren soll ökologisch
tragbar sein und kein erhöhtes Sicherheitsrisiko für Mensch und Umwelt aufweisen.
Eine Zugabe von Eisen-III-Chlorid zur Beize soll weitgehend vermieden und Chemikalienzusätze
auf ein Minimum reduziert werden. Zudem soll der Eisenüberschuß in der Beize zusammen
mit den Nichteisenmetallen abgereichert und eine Aufkonzentration der Beize mit Nickel,
Chrom und anderen metallischen und nichtmetallischen Verunreinigungen vermieden werden,
so daß eine kontinuierliche Betriebsweise im geschlossenen Kreislauf ermöglicht wird.
[0017] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch
gelöst, daß die in den Kathodenraum überführten Metall im Katholytkreislauf kontinuierlich
abgeschieden werden.
[0018] Besondere Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind den Unteransprüchen
zu entnehmen.
[0019] Die Überführung der Eisen-II-, Eisen-III-, Nickel- und anderen Nichteisenmetallionen
erfolgt bevorzugt, wenn die Lösung an der Membran vorbeibewegt und dadurch der Stoffaustausch
verbessert wird. Außerdem wird die Überführung der Metallionen bei höheren Temperaturen
begünstigt. Letzteres wird erleichtert, da die Beize bei 40-80°C eingesetzt wird.
[0020] Hohe Stromausbeuten für die Überführung der Nichteisenmetalle erhält man, wenn diese
in der Beize in höheren Konzentrationen vorliegen. Da Nichteisenmetallverunreinigungen
in der Beize bis zu einem Gehalt von 40 g/l den Beizprozeß nicht negativ beeinflussen,
ist es vorteilhaft, eine derartige Beize zur kontinuierlichen Regeneration einzusetzen.
Neben der Abreicherung der Fe
++-, Fe
+++-und Nichteisenmetallionen findet an der Anode eine Oxidation von Eisen-II-Ionen zu
Eisen-III-Ionen und, wenn das Potential der Chlorbildung erreicht wird, die Oxidation
der Chloridionen zum Chlor statt. An der Kathode wird Fe
+++ zu Fe
++ reduziert, Wasserstoff und bei niedriger Säurekonzentration Metall abgeschieden.
[0021] Beim Arbeiten außerhalb des Chlorentwicklungsbereiches werden, da die beim Ätzen
gebildeten Eisen-II-, Nickel-II-, Nichteisenmetall- und Anteile der Eisen-III-Ionen
überführt werden, keine zusätzlichen Chemikalien (Salzsäure) benötigt. Die Dichte
der Beize muß durch den Zusatz von Wasser eingestellt werden, weil mit der Ionenüberführung
eine Wasserüberführung erfolgt.
[0022] Erfolgt die Regeneration der Beize im Chlorentwicklungsbereich, dann muß zum Ersatz
des durch die Chlorentwicklung abgereicherten Chlorids Salzsäure zugesetzt werden.
[0023] Es zeigt sich weiterhin, daß man hohe Stromausbeuten für die Überführung erhält,
wenn die Konzentration an Eisen, Nickel und anderen Nichteisenmetallen im Katolyten
einen Gehalt von 50 g/l nicht übersteigt.
[0024] Die Metallabscheidung kann in der zur Abreicherung der Metalle dienenden Elektrolyse
oder in einer zweiten nachgeschalteten Elektrolyse erfolgen. Die Zusammensetzung des
abzureichernden Eisens und Nickels kann durch die Temperatur, die Stromdichte, die
Säurekonzentration im Katolyten und die Elektrolytbewegung beeinflußt werden. Die
elektrolytische Abscheidung des Eisens und der Nichteisenmetalle in der zur Abreicherung
dienenden Elektrolyse sollte vorzugsweise nur in Form von Pulver, z.B. im Grenzstromdichtebereich,
erfolgen, da bei der Abscheidung von festem Metall die Gefahr besteht, daß das Metall
durch die Membran wächst, die Membran zerstört und die Zelle kurzschließt.
[0025] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben
sich nicht nur aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich
und/oder in Kombination - sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung von in den
Abbildungen dargestellten bevorzugten Ausführungsformen.
[0026] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Elektrolysezelle für das erfindungsgemäße Elektrolyseverfahren;
- Fig. 2
- ein Flußdiagramm eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Elektrolyseverfahrens
zum Regenerieren einer Eisen-III-chloridbeize und
- Fig. 3
- ein Flußdiagramm eines anderen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Elektrolyseverfahrens
zum Regenerieren einer Eisen-III-Chloridbeize.
[0027] Fig. 1 zeigt eine Elektrolytzelle 10, deren Anodenraum 12 und Kathodenraum 14 durch
eine Kationenaustauschermembran 16 getrennt ist. In den Anodenraum 12 wird eine zum
Beizen von Stahl eingesetzte Eisen-III-Chloridbeize mit einem Eisengehalt von 240
g/l und einem Nickelgehalt von 46 g/l geleitet, während der Kathodenraum 14 mit einer
20 %-igen Salzsäure gefüllt ist.
[0028] Bei einer Spannung von 5 V und einer Stromdichte von 1 A/cm
2, werden die Eisen-II-Ionen im Anodenraum 12 zu Eisen-III-Ionen oxidiert, während
Eisen-II-, Eisen-III-, Nickel- u.a. Nichteisenmetallionen durch die Kationenaustauschermembran
16 hindurch in den Kathodenraum 14 überführt werden. Die Überführung von Eisen und
Nickel in den Kathodenraum 14 erfolgt hierbei mit einer Stromausbeute von 27,5 % (Die
Berechnung erfolgt auf der Überführung von Fe
++ und Ni
++.), wobei die überführten Eisen- und Nickelionen eine Zusammensetzung von 59 % Eisen
und 41 % Nickel aufweisen.
[0029] Die wie oben beschrieben aufgearbeiteten Beizlösungen enthalten etwa 50-300 g/l Eisen
in Form von Fe-III-Chlorid, weniger als etwa 1 g/l Eisen-II, weniger als etwa 40 g/l
Nichteisenmetalle sowie weniger als 1 g/l Säure und können damit unmittelbar für einen
neuen Beizvorgang verwendet werden.
[0030] Erfolgt die Elektrolyse bei einer Stromdichte von 50 mA/cm
2, werden Eisen und Nickel bei einer Stromausbeute von 38 % und einer Zusammensetzung
von 56 % Eisen und 44 % Nickel in den Kathodenraum überführt.
[0031] Die optimalen Verfahrensparameter für das erfindungsgemäße Regenerationsverfahren
können vom Fachmann im einfachsten Fall durch Ausprobieren gefunden und entsprechned
eingestellt werden.
[0032] Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel wird die aus der (nicht dargestellten)
Beizanlage kommende Eisen-III-Chloridbeize in den Beizbadüberlauf 18 befördert und
von diesem in den Beizbadvorratsbehälter 20.
[0033] Zur Abreicherung von Nickel-, Nichteisenmetall-, Eisen-II und überschüssigem Eisen-III-Ionen
wird diese Lösung in der anschließenden Regenerationselektrolyse elektrolytisch aufgearbeitet.
[0034] Die Regenerationselektrolyse besteht aus einzelnen parallel zueinander geschalteten
Zellen 10, die durch Kationenaustauschermembranen 16 in Kathoden- 14 und Anodenräume
12 getrennt sind. Durch die Anodenräume 12 wird die abzureichernde Beizlösung, durch
die Kathodenräume 14 eine verdünnte, gut leitende Säure, wie Salzsäure oder Schwefelsäure,
gepumpt. Im Anodenraum 12 werden die Eisen-II-Ionen zu Eisen-III-Ionen aufoxidiert,
Eisen-II-, Eisen-III-, Nickel- u.a. Nichteisenmetallionen in den Kathodenraum 14 überführt.
[0035] Wenn im Potentialbereich der Chlorentwicklung gearbeitet wird, wird das im Anodenraum
12 gebildete Chlor abgesaugt und direkt in die Beizanlage eingespeist.
[0036] Der regenerierte Anolyt wird zur Entfernung unlöslicher Bestandteile zunächst über
ein Filter 22 und anschließend über einen Wärmetauscher 24 in den Zwischenspeicher
Anolyt 26 geleitet. Hier erfolgt die Kontrolle des Metallgehaltes, des pH-Wertes und
der Temperatur. Vor der Einspeisung in den Beizbehälter werden im Beizbadpuffer 28
die zum Beizen notwendigen Parameter, wie Temperatur, der pH-Wert, die Dichte sowie
die Fe-III- und Chloridkonzentration, eingestellt.
[0037] Im Kathodenraum 14 werden die überführten Eisen-III- zu Eisen-II-Ionen reduziert,
Anteile des gelösten Eisens und der Nichteisenmetalle als Pulver abgeschieden. Die
Bedingungen für die elektrolytische Pulverabscheidung sind an sich bekannt und z.
B. N. Ibl, Chemie-Ingenieur-Technik 36, 6, (1964) beschieben. Neben der Pulverabscheidung
erfolgt eine Wasserstoffentwicklung. Zur Abtrennung des Pulvers wird die Katolytlösung
über ein Filter 30 und zur Säureaufkonzentration über einen Wäremetauscher 32 geschickt.
Im Zwischenspeicher Katolyt 34 werden die Metallgehalte, der pH-Wert und die Temperatur
kontrolliert und neu eingestellt.
[0038] Durch die kontinuierliche Regeneration von verbrauchter Beize und die Kreislaufführung
von Anolyt und Katolyt kann ein Regelsystem aufgebaut werden, das die Einhaltung der
Beizparameter der Eisen-III-Chloridbeizanlage, die in sehr geringen Grenzen liegen,
garantiert. Eventuell zur Einstellung benötigter Zusätze an Chemikalien sind hierbei
in viel geringerem Umfang erforderlich als bei bisher bekannten Verfahren. Die Kontrolle
der Zusammensetzung der Beiz- und Katolytlösung kann hierbei sowohl elektrochemisch
als auch analytisch erfolgen.
[0039] Das erfindungsgemäße Elektrolyseverfahren ermöglicht demgemäß in überraschend einfacher
Weise eine kontinuierliche Regeneration einer Eisen-III-Chloridbeize in geschlossenem
Kreislauf mit gleichzeitiger Abreicherung der Nichteisenmetalle und des Eisenüberschusses
sowie eine elektrolytische Abscheidung der abgereicherten Metallionen.
[0040] Bei der Verwendung von Zellen mit sehr geringen Elektrodenabständen (2-4 mm) ist
es vorteilhafter, eine mindestens 20 %-ige, gut leitende Säure, wie Salz- und Schwefelsäure,
zur Verhinderung von Metallabscheidungen im Kathodenraum (14) einzusetzen. In Übereinstimmung
hiermit werden bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel werden die in dem
Kathodenraum überführten Metallionen nicht wie im ersten Ausführungsbeispiel im Kathodenraum
14 als Pulver abgeschieden. Die Abscheidung erfolgt vielmehr elektrolytisch in einer
separaten Elektrolysezelle 36, deren Kathodenräume 38 von den Anodenräumen 40 durch
Anionenaustauschermembrane 42 getrennt sind. Der entmetallisierte Elektrolyt wird
aufkonzentriert und in den Zwischenspeicher Katolyt 34 überführt, anschließend, nach
Einstellung der notwendigen Elektrolyseparameter für die Regenerationselektrolyse
durch die Kathodenräume 12 der Elektrolysezellen 10 geleitet. Dieser Aufbau hat den
Vorteil, daß das abgeschiedene Metall kontinuierlich abgezogen werden kann, ohne die
eigentliche Regenerationselektrolyse zu stören.
[0041] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird eine zum Beizen von nickellegiertem Stahl
eingesetzte Beize mit etwa 297 g/l Eisen und etwa 38 g/l Nickel in die Anodenräume
der Elektrolysezelle 10 gegeben. Der Gehalt an Schwefelsäure in den Kathodenräumen
beträgt 135 g/l. Die Lösungen werden über Zwischenbehälter mit einer Geschwindigkeit
von 1,0 l/min umgepumpt. Bei einer Spannung von 3 V und einer Stromdichte von 0,4
A/cm
2 wird Eisen und Nickel mit einer Stromausbeute von ≥ 90 % in den Kathodenraum überführt.
Die Zusammensetzung der überführten Eisen- und Nickelionen beträgt 66 % Eisen und
34 % Nickel.
[0042] Die eisen- und nickelhaltige Lösung mit etwa 12,4 g/l Nickel, 24,9 g/l Eisen und
112,9 g/l Schwefelsäure wird aus den Kathodenräumen in den Kathodenraum der nachgeschalteten
Elektrolysezelle geleitet, die in ihrem Anodenraum eine Schwefelsäure von 50 g/l enthält.
Die Elektrolysespannung beträgt 3 V bei einer Stromdichte von 0,5 A/cm
2 und einer Temperatur von 50°C. Mit einer Stromausbeute von 76 % wird Eisen und Nickel
als Pulver abgeschieden. Die von Metall abgereicherte Lösung wird - wie bereits beschrieben
- in die Kathodenräume der Zellen 10 überführt.
[0043] In den vorstehenden Ausführungsbeispielen wurde das erfindungsgemäße Elektrolyseverfahren
anhand der Regeneration einer Eisen-III-Chloridbeize beispielhaft beschrieben. Die
vorliegende Erfindung jedoch ebenso vorteilhaft auch für die Regeneration von Eisen-III-Sulfatbeizen
zum Sprühätzen und Beizen von Stahl und Nickelbasiswerkstoffen verwendet werden. Die
obigen Ausführungen gelten gleichermaßen für diesen Beizentyp.
1. Elektrolyseverfahren zum Regenerieren einer Eisen-lll-chlorid- oder Eisen-III-sulfatlösung
(Beize), insbesondere zum Sprühätzen von Stahl, bei dem die zu regenerierende Lösung
durch den Anodenraum (12) einer Elektrolysezelle (10) geleitet wird, deren Kathodenraum
(14) von dem Anodenraum (12) durch eine Kationenaustauschermembran (16) getrennt ist
und von einer verdünnten Säure im Kreislauf durchströmt wird, wobei Fe-II-lonen, ein
Fe-III-Ionenüberschuß und gelöste Nichteisenmetalle durch die Kationenaustauschermembran
(16) in den Kathodenraum (14) überführt und an der Anode Fe-II-lonen zu Fe-III-Ionen
aufoxidiert werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in den Kathodenraum (14) überführten Metalle im Katholytkreislauf kontinuierlich
abgeschieden werden.
2. Elektrolyseverfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die überführten Metalle in Pulverform abgeschieden werden.
3. Elektrolyseverfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet
daß die Zusammensetzung des abzureichernden Eisens und Nickels durch die Temperatur,
die Stromdichte, die Säurekonzentration des Katholyten und die Elektrolytbewegung
gesteuert wird.
4. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die überführten Metalle als Legierung abgeschieden werden, wobei die Legierungszusammensetzung
über die Abscheidungsparameter eingestellt wird.
5. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektrodenabstand etwa 2 - 4 mm beträgt,
daß der Katholyt zur Verhinderung der Metallabscheidung im Kathodenraum (14) eine
zumindest 20 %-ige gut leitende Säure ist und
daß die Metallabscheidung in einer nachgeschalteten Elektrolysezelle (36) erfolgt.
6. Elektrolyseverfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß Anoden- und Kathodenraum (40 bzw. 38) der nachgeschalteten Elektrolysezelle (36)
durch eine Anionenaustauschermembran (42) getrennt sind,
daß der Anodenraum (40) dieser Zelle (36) mit einer verdünnten Säure gefüllt ist und
daß der mit Metall angereicherte Katholyt durch den Kathodenraum (38) dieser Zelle
(36) geleitet wird.
7. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zusammensetzung der überführten lonen etwa 56 - 66 % Eisen (gesamt) und 34
- 44 % Nickel beträgt.
8. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gehalt an Eisen, Nickel und anderen Nichteisenmetallen im Katholyten auf einem
Wert von weniger als etwa 50 g/l gehalten wird, da dadurch hohe Stromausbeuten erreicht
werden.
9. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gehalt an Nichteisenmetallverunreinigungen in der regenerierten Beize geringer
ist als etwa 40 g/l.
10. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperatur der zu regenerierenden Beize zwischen etwa 40 und 80 °C beträgt.
11. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach erfolgter Elektrolyse Anolyt und/oder Katholyt gefiltert und/oder der pH-Wert,
die Temperatur und die Nichteisenmetallkonzentration des Katholyten kontrolliert und
neu eingestellt werden.
1. Electrolysis process for regenerating an iron(III) chloride or iron(III) sulphate
solution (etchant), in particular for the spray-etching of steel, in which the solution
to be regenerated is passed through the anode space (12) of an electrolysis cell (10)
whose cathode space (14) is separated from the anode space (12) by a cation-exchange
membrane (16) and through which dilute acid is circulated, with Fe(II) ions, an excess
of Fe(III) ions and dissolved nonferrous metals being transferred through the cation-exchange
membrane (16) into the cathode space (14) and Fe(II) ions being oxidized to Fe(III)
ions at the anode, characterized in that the metals transferred into the cathode space
(14) are deposited continuously in the catholyte circuit.
2. Electrolysis process according to Claim 1, characterized in that the metals transferred
are deposited in powder form.
3. Electrolysis process according to Claim 1 or 2, characterized in that the composition
of the iron and nickel whose concentration is to be reduced is controlled by means
of the temperature, the current density, the acid concentration of the catholyte and
the electrolyte motion.
4. Electrolysis process according to any of Claims 1 to 3, characterized in that the
metals transferred are deposited as an alloy, with the alloy composition being set
via the deposition parameters.
5. Electrolysis process according to any of Claims 1 to 4, characterized in that the
electrode spacing is about 2-4 mm, in that the catholyte is, to prevent metal deposition
in the cathode space (14), an at least 20% strength, readily conducting acid and in
that the metal deposition is carried out in a downstream electrolysis cell (36).
6. Electrolysis process according to Claim 5, characterized in that anode space and cathode
space (40 and 38 respectively) of the downstream electrolysis cell (36) are separated
by an anion-exchange membrane (42), in that the anode space (40) of this cell (36)
is filled with a dilute acid and in that the metal-enriched catholyte is passed through
the cathode space (38) of this cell (36).
7. Electrolysis process according to any of Claims 1 to 6, characterized in that the
composition of the ions transferred is about 56-66% of iron (total) and 34-44% of
nickel.
8. Electrolysis process according to any of Claims 1 to 7, characterized in that the
content of iron, nickel and other nonferrous metals in the catholyte is held at a
value of less than about 50 g/l, since high current yields are achieved thereby.
9. Electrolysis process according to any of Claims 1 to 8, characterized in that the
content of nonferrous metal impurities in the regenerated etchant is less than about
40 g/l.
10. Electrolysis process according to any of Claims 1 to 9, characterized in that the
temperature of the etchant to be regenerated is from about 40 to 80°C.
11. Electrolysis process according to any of Claims 1 to 10, characterized in that, after
electrolysis is complete, anolyte and/or catholyte are filtered and/or the pH, the
temperature and the nonferrous metal concentration of the catholyte is monitored and
reset.
1. Procédé électrolytique de régénération d'une solution de chlorure ou de sulfate ferrique
III (décapant), utile notamment pour le mordançage par pulvérisation de l'acier, lors
duquel l'on conduit la solution à régénérer à travers le compartiment anodique (12)
d'une cellule d'électrolyse (10), dont le compartiment cathodique (14) est séparé
du compartiment anodique (12) par une membrane d'échange cationique (16) et qui est
parcouru en circuit fermé par un acide dilué, les ions Fe-II, l'excès d'ions Fe-III
et les métaux non ferrugineux dissous étant transférés à travers la membrane d'échange
cationique (16) dans le compartiment cathodique (14) et les ions Fe-II étant oxydés
à l'anode en ions Fe-III, caractérisé en ce que les métaux transférés dans le compartiment
cathodique (14) sont déposés en continu dans le circuit fermé de catholyte.
2. Procédé d'électrolyse selon la revendication 1, caractérisé en ce que les métaux transférés
sont déposés sous forme de poudre.
3. Procédé d'électrolyse selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la composition
du fer et du nickel à appouvrir est régulée par la température, la densité de courant,
la concentration en acide du catholyte et le mouvement de l'électrolyte.
4. Procédé d'électrolyse selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que les métaux transférés sont déposés en tant qu'alliage, la composition de
l'alliage étant ajustée grâce aux paramètres de dépôt.
5. Procédé d'électrolyse selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que l'écart entre les électrodes est d'environ 2 - 4 mm, en ce que le catholyte
destiné à empêcher le dépôt de métal dans le compartiment cathodique (14) est un acide
bon conducteur, à raison d'au moins 20 % en concentration, et en ce que le dépôt de
métal se fait dans une cellule d'électrolyse (36) intercalée à la suite.
6. Procédé d'électrolyse selon la revendication 5, caractérisé en ce que les compartiments
anodique et cathodique (40, respectivement 38) de la cellule d'électrolyse (36) intercalée
à la suite sont séparés par une membrane d'échange anionique (42), en ce que le compartiment
anodique (40) de cette cellule (36) est rempli d'un acide dilué et en ce que le catholyte
enrichi en métal est conduit à travers le compartiment cathodique (38) de cette cellule
(36).
7. Procédé d'électrolyse selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé
en ce que la composition des ions transférés est d'environ 56 - 66 % de fer (au total)
et de 34 - 44 % de nickel.
8. Procédé d'électrolyse selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé
en ce que la teneur en fer, en nickel et en autres métaux non ferrugineux dans le
catholyte est maintenue à une valeur de moins d'environ 50 g/l, parce que, de ce fait,
on parvient à des rendements en courant élevés.
9. Procédé d'électrolyse selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé
en ce que la teneur en impuretés métalliques non ferrugineux dans le décapant régénéré
est inférieure à environ 40 g/l.
10. Procédé d'électrolyse selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé
en ce que la température du décapant à régénérer est comprise entre environ 40 et
80°C.
11. Procédé d'électrolyse selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé
en ce que, une fois l'électrolyse achevée, l'on filtre l'anolyte et/ou le catholyte
et en ce que l'on procède au contrôle et à un nouvel ajustage de la valeur du pH,
de la température et de la concentration en métaux non ferrugineux du catholyte.