(19)
(11) EP 0 748 396 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
30.12.1998  Patentblatt  1998/53

(21) Anmeldenummer: 95911208.7

(22) Anmeldetag:  06.03.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6C23F 1/46, C23G 1/36
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE9500/294
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9524/518 (14.09.1995 Gazette  1995/39)

(54)

ELEKTROLYSEVERFAHREN ZUM REGENERIEREN EINER EISEN-III-CHLORID ODER EISEN-III-SULFATLÖSUNG, INSBESONDERE ZUM SPRÜHÄTZEN VON STAHL

ELECTROLYSIS PROCESS FOR REGENERATING A FERRIC CHLORIDE OR SULPHATE SOLUTION, IN PARTICULAR FOR SPRAY ETCHING STEEL

PROCEDE ELECTROLYTIQUE DE REGENERATION D'UNE SOLUTION DE SULFATE OU DE CHLORURE FERRIQUE, UTILE NOTAMMENT POUR LE MORDAN AGE D'ACIER PAR PULVERISATION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI

(30) Priorität: 07.03.1994 DE 4407448

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
18.12.1996  Patentblatt  1996/51

(73) Patentinhaber: MIB METALLURGIE UND OBERFLÄCHENTECHNIK UND INNOVATION IN BERLIN GmbH & Co
12277 Berlin (DE)

(72) Erfinder:
  • LANDAU, Uwe
    D-14169 Berlin (DE)
  • HERRMANN, Sigrid
    D-12487 Berlin (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 435 382
WO-A-90/05797
DE-A- 4 118 725
EP-A- 0 506 000
DD-A- 257 361
FR-A- 1 227 199
   
  • DATABASE WPI Section Ch, Week 9206 Derwent Publications Ltd., London, GB; Class M14, AN 92-044530 & JP,A,03 287 790 ( ASAHI GLASS KK) , 18.Dezember 1991
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 016 no. 180 (C-0935) ,30.April 1992 & JP,A,04 021792 (ASAHI GLASS CO LTD) 24.Januar 1992,
  • GALVANOTECHNIK, Bd. 84,Nr. 10, 1.Oktober 1993 SAULGAU, Seiten 3276-3282, VISSER A. 'Regenerieren von Eisenchloridlösung für das Sprühätzen von Edelstahl'
  • GALVANOTECHNIK, Bd. 84,Nr. 4, 1.April 1993 SAULGAU, Seiten 1341-1348, XP 000381409 KORSSE J 'ERFAHRUNGEN MIT DER REGENERATION VON EISEN(III)CHLORID'
  • DATABASE WPI Section Ch, Week 9513 Derwent Publications Ltd., London, GB; Class M14, AN 95-094261 & JP,A,07 018 473 ( NAGAI SEIYAKUSHO KK) , 20.Januar 1995
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Elektrolyseverfahren zum Regenieren einer Eisen-III-chlorid- oder Eisen-III-Sulfatlösung (Beize), insbesondere zum Sprühätzen von Stahl, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

[0002] Beim Sprühätzen oder Beizen von Stahl oder Nickelbasiswerkstoffen mittels einer Eisen-III-Chloridlösung (Beize) wird neben Eisen-II-Chlorid hauptsächlich Nickelchlorid gebildet, die sich zusammen mit dem aus dem Stahl oder Nickelbasiswerkstoffen gelösten Nichteisenmetallen, wie Chrom, Nickel, Kobalt, Mangan, Vandium, Kupfer, Zinn und Blei, in der Beizlösung anreichern. Für die Ätzgeschwindigkeit und die Konturenschärfe der zu ätzenden Strukturen sind der Gehalt an Eisen-III-Chlorid, an Eisen-II-Chlorid, an Nichteisenmetallen und an freier Säure sowie die Temperatur, der pH-Wert und die Dichte der Beizlösung entscheidend. Zur Erzielung optimaler Beizergebnisse ist es notwendig, den Gehalt an Eisen-III-Chlorid, an Nichtmetallen und die Dichte konstant zu halten. Der Eisen-II-Chloridgehalt muß unter 1 g/l liegen.

[0003] Zur Regeneration von Eisen-III-Chloridbeizen sind eine Reihe von chemischen Verfahren entwickelt worden, die jedoch gewisse Nachteile aufweisen. So führt eine Oxidation mittels NaClO3 beispielsweise zu einer Aufsalzung der Beize, während eine Oxidation mittels Cl3 oder O3 mit einem hohen Sicherheitsrisiko verbunden ist und eine starke Gefährdung der Bearbeiter und der Umwelt darstellt. Außerdem entsteht bei diesen Verfahren ständig ein Überschuß an Eisen-III-Chlorid, der nach bekannten Verfahren, die sehr kostenintensiv sind, entsorgt werden muß.

[0004] Für die Regeneration von Beizen sind in den letzten Jahren elektrolytische Verfahren entwickelt worden, die kostengünstig sind, eine Metallabscheidung oder eine Metallabscheidung und eine weitgehende Rückführung der Beizsäure gestatten. Diaphragmafreie Zellen für die Elektrolyse von nickelsalzhaltigen Lösungen arbeiten bei einem pH-Wert von "1". Eine Stromausbeute von 40-60% wird durch die Zugabe von Puffersubstanzen erreicht. Der aufgearbeitete Elektrolyt muß konventionell entsorgt werden (US-PS 4,087,338).

[0005] Ähnlich sieht es bei der elektrolytischen Aufarbeitung von Eisenbeizen aus. Diesen werden bisulfatbildende Salze zur Bindung der freien Säure zugesetzt (DE-PS 24 56 058). Die auselektrolysierte Säure muß ebenfalls entsorgt werden. Da bei der elektrolytischen Aufarbeitung von chloridhaltigen Lösungen Probleme durch die Entwicklung von Chlor entstehen (Rückoxidation, Schadgas), wurden Zellen entwickelt, die eine Trennung des Anoden- und Kathodenraumes gestatten. Elektrolytpermeable Diaphragmen (US-PS 4,073,709, DE-OS 25 39 137) werden eingesetzt. Die Diffusion der Anoden- in die Kathodenflüssigkeit soll durch unterschiedliche Niveauhöhen unterbunden werden (US-PS 4,155,821). Bei der Elektrolyse der salzsauren Beizen nach diesen Verfahren diffundiert bei der Unterbrechung des Elektrolysebetriebs die chlorgesättigte Anodenflüssigkeit in den Kathodenraum. Die Rückoxidation von Eisen-II-Verbindungen zu Eisen-III-Verbindungen sowie die Auflösung von feinen Metallteilchen ist nicht zu vermeiden. Bei allen Verfahren fällt eine verdünnte, salzsaure, schwach schwermetallhaltige Lösung an. Ebenfalls elektrolytpermeable Diaphragmen werden bei einer Elektrolyse von Nickel und Zink aus chloridhaltigen Lösungen eingesetzt. In den Anodenraum wird Schwefelsäure gegeben, um die Entwicklung von Chlor zu vermeiden. Chloridionen, die in den Anodenraum diffundieren, werden durch den Zusatz von Silbersulfat gebunden (DE-OS 25 39 137). Der Zusatz von Silbersalzen erfordert die Aufarbeitung des anfallenden Silberchlorids, wodurch das Verfahren nicht wirtschaftlich betrieben werden kann.

[0006] Durch den Einsatz einer Wasserstoffdiffusionselektrode wird nach DD-PS 283 164 die Chlorentwicklung vermieden. Kathoden- und Anodenraum werden durch ein säurebeständiges Gewebe getrennt oder es soll die Wasserstoffdiffusionselektrode mit einem Diaphragma umhüllt werden, um den Zutritt von Wasserstoffionen zur Kathode einzuschränken. Es wird mit einem Wasserstoffüberdruck von 6,7 kPa gearbeitet. Es fällt eine verdünnte eisenhaltige Salzsäure an, die zum Beizen eingedampft werden muß.

[0007] Für die Abscheidung von Eisen-Chrom-Nickel und Eisen-Chrom werden Puffersubstanzen zugesetzt. Die gebildete Salzsäure kann zum Beizen nicht genutzt werden.

[0008] Als nachteilig muß bei diesem Verfahren des weiteren die Investition für die Wasserstoffstation und die zusätzlichen Kosten für den Wasserstoff gerechnet werden.

[0009] Wesentliche Vorteile für die Aufarbeitung von Beizen bietet der Einbau von Ionenaustauschermembranen zur Trennung von Kathoden- und Anodenraum. Durch Kombination von Extraktions- und Elektrolyseverfahren mit Ionenaustauschermembran soll Eisen aus schwefel- und salzsauren Beizen entfernt werden (GB-PS 1 576 280). Bei diesem Verfahren liegen, bedingt durch den Einsatz von Extraktion und Elektrolyse, die Chemikalien- und Anlagenkosten ungewöhnlich hoch. Es muß mit einer sehr langen Amortisationszeit gerechnet werden. Zur Regeneration von Altbeizen werden nach DE-PS 41 31 793 Elektrolysezellen mit Kationenaustauschermembranen eingesetzt. Regeneriert werden schwefelsaure oder salzsaure Beizen, die Eisen und Zink enthalten. Als Anolyt wird Schwefelsäure eingesetzt. Im Kathodenraum sollen aus Eisen/Zink-Lösungen, die 20 g/l Salzsaure oder 50 g/l Schwefelsäure enthalten, Eisen und Zink abgeschieden werden und dabei eine Salzsäure mit einem Gehalt von 150 g/l gewonnen werden. Diese Säuren können erneut zum Beizen eingesetzt werden. Dieses Verfahren muß mit sehr geringen Stromausbeuten arbeiten, da nach GB-PS 1 576 280 bei einem Salzsäuregehalt von 100 g/l und einem Schwefelsäuregehalt von 150 g/l die Stromausbeute gegen Null geht. Ein kontinuierliches Verfahren zur Behandlung von salzsauren Metallbeizlösungen wird in der DE-OS 26 27 088 beschrieben. Der Anodenraum, der durch eine Kationenaustauschermembran abgetrennt ist, wird mit Schwefelsäure beschickt, um die Chlorentwicklung zu vermeiden. Ein Mittelraum und Kathodenraum, beide sind durch eine Anionenaustauschermembran getrennt, werden mit der Beize beschickt. In dieser Anlage soll eine Metallabscheidung und eine Rückführung von Säure erreicht werden. Säuren können hier nur mit sehr geringen Konzentrationen gewonnen werden, da sonst nur eine sehr geringe Metallabscheidung erreicht wird.

[0010] Diese Verfahren dienen im wesentlichen jedoch lediglich der Rückgewinnung der Metalle aus der Beize, wobei eine teilweise mit Metallen verunreinigte, verdünnte Salzsäure anfällt, die entsorgt werden muß. Zudem sind die Kosten für die Anlagen und die benötigten Chemikalien relativ hoch, so daß diese Verfahren für eine wirtschaftliche Regeneration verbrauchter Eisen-III-Chloridbeizen mit dem Ziel einer Gewinnung von Eisen-III-Chlorid zum qualitätsgerechten Beizen von Stahl ungeeignet sind.

[0011] Eisen-III-Chloridbeizen kann man regenerieren, wenn man die verbrauchte Beize in den Kathodenraum einer Elektrolysezelle, in der Kathodenraum und Anodenraum durch eine Anionenaustauschermembran getrennt sind, überführt und das in der Beize enthaltende Nickel gemeinsam mit Anteilen des Eisens elektrolytisch abscheidet. Die entmetallisierte Beize wird anschließend in den Anodenraum geleitet und das Eisen-II-Chlorid zum Eisen-III-Chlorid aufoxidiert. Das Verfahren besitzt einen Wirkungsgrad von 95% (Stromausnutzung), hat jedoch den Nachteil, daß gemeinsam mit dem Nickel ein zu großer Anteil des Eisens (80%) metallisch abgeschieden wird und der Beize anschließend neues Eisen-III-Chlorid zugesetzt werden muß. Die entmetallsierte Lösung muß vor der Einführung in den Anodenraum einer Feinstfiltration unterzogen werden, um eine Mitführung von Eisenpartikeln in den Anodenraum und in die Ätzanlage zu verhindern (DE-PS 39 43 142).

[0012] Eine effektivere Regeneration der Beize erhält man in einer Elektrolyseanlage, in der Kathoden- und Anodenraum durch eine Anionenaustauschermembran getrennt sind, wobei der Anodenraum mit einer FeCl2/FeCl3-Lösung und der Kathodenraum mit einer NaCl/HCl-Lösung gefüllt ist. Eisen-II-Ionen werden an der Anode zu Eisen-III-Ionen oxidiert. Das fehlende Chloridion wird durch Überführung aus dem Kathodenraum geliefert. Die elektrolytische Regeneration erfolgt bei Redoxpotentialen, die unterhalb der Chlorentwicklung liegen. Bei diesem Regenerationsverfahren reichert sich die Lösung, wenn sie zum Beizen von Stahl eingesetzt wird, im Laufe der Zeit immer mehr mit Nickel, Chrom und anderen Verunreinigungen an, so daß das Verfahren nicht beliebig oft wiederholt werden kann. Außerdem werden pro kg geätzter Stahl 5 1 überschüssige Eisen-III-Chloridlösung erzeugt, die anschließend entsorgt werden muß (Galvanotechnik 84/1993, 10, S. 3276-32).

[0013] Bekannt ist auch die Verwendung von Kationenaustauschermembranen bei der elektrolytischen Regeneration verbrauchter Ätzlösungen.

[0014] Die Patent Abstracts of Japan, Band 016, Nr. 180 (C-0935), 1992 (=JP-A-04021792) offenbaren ein diesbezügliches Verfahren, bei dem die zu regenerierende Ätzlösung, die neben Fe(II)-Salz auch Fe(III)-Salz und Ni-Ionen enthält, in den Anodenraum einer Elektrolysezelle geleitet wird. Hier werden die Fe(II)-Ionen zu Fe(III)-Ionen aufoxidiert, während gleichzeitig die Ni-Ionen aus der Ätzlösung selektiv in den Kathodenraum der Zelle überführt werden.

[0015] Ein ähnliches Verfahren ist aus der DD-A-257 361 bekannt. Bei dem aus diesem Dokument bekannten Verfahren, das dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entspricht, kommt es ebenfalls zu einer Anreicherung von Legierungsbestandteilen im Anolyten und/oder Katholyten, so daß entweder bei zyklischer Betriebsweise die verwendeten Lösungen am Ende eines Regenerationszyklus komplett ausgetauscht oder aber bei kontinuierlicher Betriebsweise Teile des Anolyten und/oder Katholyten ausgeschleust und in einer externen Metallrückgewinnungsanlage abgeschieden und zurückgewonnen werden. Um die Nutzungsdauer des Ansatzes zu verlängern bzw. die Menge der kontinuierlich zuzuführenden Ätzlösung zu verringern, lehrt die DD-A-257 361 eine starke Anreicherung des Katholyten mit Legierungsbestandteilen, wie Nickel und/oder Kobalt.

[0016] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, das es gestattet, eine Eisen-III-Chlorid- oder Eisen-III-Sulfatlösung so zu regenerieren, daß sie nach der Regeneration unter Einhaltung der gewünschten Parameter zum Sprühätzen von nickellegiertem Stahl eingesetzt werden kann. Dieses Verfahren soll ökologisch tragbar sein und kein erhöhtes Sicherheitsrisiko für Mensch und Umwelt aufweisen. Eine Zugabe von Eisen-III-Chlorid zur Beize soll weitgehend vermieden und Chemikalienzusätze auf ein Minimum reduziert werden. Zudem soll der Eisenüberschuß in der Beize zusammen mit den Nichteisenmetallen abgereichert und eine Aufkonzentration der Beize mit Nickel, Chrom und anderen metallischen und nichtmetallischen Verunreinigungen vermieden werden, so daß eine kontinuierliche Betriebsweise im geschlossenen Kreislauf ermöglicht wird.

[0017] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch gelöst, daß die in den Kathodenraum überführten Metall im Katholytkreislauf kontinuierlich abgeschieden werden.

[0018] Besondere Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

[0019] Die Überführung der Eisen-II-, Eisen-III-, Nickel- und anderen Nichteisenmetallionen erfolgt bevorzugt, wenn die Lösung an der Membran vorbeibewegt und dadurch der Stoffaustausch verbessert wird. Außerdem wird die Überführung der Metallionen bei höheren Temperaturen begünstigt. Letzteres wird erleichtert, da die Beize bei 40-80°C eingesetzt wird.

[0020] Hohe Stromausbeuten für die Überführung der Nichteisenmetalle erhält man, wenn diese in der Beize in höheren Konzentrationen vorliegen. Da Nichteisenmetallverunreinigungen in der Beize bis zu einem Gehalt von 40 g/l den Beizprozeß nicht negativ beeinflussen, ist es vorteilhaft, eine derartige Beize zur kontinuierlichen Regeneration einzusetzen. Neben der Abreicherung der Fe++-, Fe+++-und Nichteisenmetallionen findet an der Anode eine Oxidation von Eisen-II-Ionen zu Eisen-III-Ionen und, wenn das Potential der Chlorbildung erreicht wird, die Oxidation der Chloridionen zum Chlor statt. An der Kathode wird Fe+++ zu Fe++ reduziert, Wasserstoff und bei niedriger Säurekonzentration Metall abgeschieden.

[0021] Beim Arbeiten außerhalb des Chlorentwicklungsbereiches werden, da die beim Ätzen gebildeten Eisen-II-, Nickel-II-, Nichteisenmetall- und Anteile der Eisen-III-Ionen überführt werden, keine zusätzlichen Chemikalien (Salzsäure) benötigt. Die Dichte der Beize muß durch den Zusatz von Wasser eingestellt werden, weil mit der Ionenüberführung eine Wasserüberführung erfolgt.

[0022] Erfolgt die Regeneration der Beize im Chlorentwicklungsbereich, dann muß zum Ersatz des durch die Chlorentwicklung abgereicherten Chlorids Salzsäure zugesetzt werden.

[0023] Es zeigt sich weiterhin, daß man hohe Stromausbeuten für die Überführung erhält, wenn die Konzentration an Eisen, Nickel und anderen Nichteisenmetallen im Katolyten einen Gehalt von 50 g/l nicht übersteigt.

[0024] Die Metallabscheidung kann in der zur Abreicherung der Metalle dienenden Elektrolyse oder in einer zweiten nachgeschalteten Elektrolyse erfolgen. Die Zusammensetzung des abzureichernden Eisens und Nickels kann durch die Temperatur, die Stromdichte, die Säurekonzentration im Katolyten und die Elektrolytbewegung beeinflußt werden. Die elektrolytische Abscheidung des Eisens und der Nichteisenmetalle in der zur Abreicherung dienenden Elektrolyse sollte vorzugsweise nur in Form von Pulver, z.B. im Grenzstromdichtebereich, erfolgen, da bei der Abscheidung von festem Metall die Gefahr besteht, daß das Metall durch die Membran wächst, die Membran zerstört und die Zelle kurzschließt.

[0025] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich nicht nur aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination - sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung von in den Abbildungen dargestellten bevorzugten Ausführungsformen.

[0026] Es zeigen:
Fig. 1
eine schematische Darstellung einer Elektrolysezelle für das erfindungsgemäße Elektrolyseverfahren;
Fig. 2
ein Flußdiagramm eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Elektrolyseverfahrens zum Regenerieren einer Eisen-III-chloridbeize und
Fig. 3
ein Flußdiagramm eines anderen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Elektrolyseverfahrens zum Regenerieren einer Eisen-III-Chloridbeize.


[0027] Fig. 1 zeigt eine Elektrolytzelle 10, deren Anodenraum 12 und Kathodenraum 14 durch eine Kationenaustauschermembran 16 getrennt ist. In den Anodenraum 12 wird eine zum Beizen von Stahl eingesetzte Eisen-III-Chloridbeize mit einem Eisengehalt von 240 g/l und einem Nickelgehalt von 46 g/l geleitet, während der Kathodenraum 14 mit einer 20 %-igen Salzsäure gefüllt ist.

[0028] Bei einer Spannung von 5 V und einer Stromdichte von 1 A/cm2, werden die Eisen-II-Ionen im Anodenraum 12 zu Eisen-III-Ionen oxidiert, während Eisen-II-, Eisen-III-, Nickel- u.a. Nichteisenmetallionen durch die Kationenaustauschermembran 16 hindurch in den Kathodenraum 14 überführt werden. Die Überführung von Eisen und Nickel in den Kathodenraum 14 erfolgt hierbei mit einer Stromausbeute von 27,5 % (Die Berechnung erfolgt auf der Überführung von Fe++ und Ni++.), wobei die überführten Eisen- und Nickelionen eine Zusammensetzung von 59 % Eisen und 41 % Nickel aufweisen.

[0029] Die wie oben beschrieben aufgearbeiteten Beizlösungen enthalten etwa 50-300 g/l Eisen in Form von Fe-III-Chlorid, weniger als etwa 1 g/l Eisen-II, weniger als etwa 40 g/l Nichteisenmetalle sowie weniger als 1 g/l Säure und können damit unmittelbar für einen neuen Beizvorgang verwendet werden.

[0030] Erfolgt die Elektrolyse bei einer Stromdichte von 50 mA/cm2, werden Eisen und Nickel bei einer Stromausbeute von 38 % und einer Zusammensetzung von 56 % Eisen und 44 % Nickel in den Kathodenraum überführt.

[0031] Die optimalen Verfahrensparameter für das erfindungsgemäße Regenerationsverfahren können vom Fachmann im einfachsten Fall durch Ausprobieren gefunden und entsprechned eingestellt werden.

[0032] Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel wird die aus der (nicht dargestellten) Beizanlage kommende Eisen-III-Chloridbeize in den Beizbadüberlauf 18 befördert und von diesem in den Beizbadvorratsbehälter 20.

[0033] Zur Abreicherung von Nickel-, Nichteisenmetall-, Eisen-II und überschüssigem Eisen-III-Ionen wird diese Lösung in der anschließenden Regenerationselektrolyse elektrolytisch aufgearbeitet.

[0034] Die Regenerationselektrolyse besteht aus einzelnen parallel zueinander geschalteten Zellen 10, die durch Kationenaustauschermembranen 16 in Kathoden- 14 und Anodenräume 12 getrennt sind. Durch die Anodenräume 12 wird die abzureichernde Beizlösung, durch die Kathodenräume 14 eine verdünnte, gut leitende Säure, wie Salzsäure oder Schwefelsäure, gepumpt. Im Anodenraum 12 werden die Eisen-II-Ionen zu Eisen-III-Ionen aufoxidiert, Eisen-II-, Eisen-III-, Nickel- u.a. Nichteisenmetallionen in den Kathodenraum 14 überführt.

[0035] Wenn im Potentialbereich der Chlorentwicklung gearbeitet wird, wird das im Anodenraum 12 gebildete Chlor abgesaugt und direkt in die Beizanlage eingespeist.

[0036] Der regenerierte Anolyt wird zur Entfernung unlöslicher Bestandteile zunächst über ein Filter 22 und anschließend über einen Wärmetauscher 24 in den Zwischenspeicher Anolyt 26 geleitet. Hier erfolgt die Kontrolle des Metallgehaltes, des pH-Wertes und der Temperatur. Vor der Einspeisung in den Beizbehälter werden im Beizbadpuffer 28 die zum Beizen notwendigen Parameter, wie Temperatur, der pH-Wert, die Dichte sowie die Fe-III- und Chloridkonzentration, eingestellt.

[0037] Im Kathodenraum 14 werden die überführten Eisen-III- zu Eisen-II-Ionen reduziert, Anteile des gelösten Eisens und der Nichteisenmetalle als Pulver abgeschieden. Die Bedingungen für die elektrolytische Pulverabscheidung sind an sich bekannt und z. B. N. Ibl, Chemie-Ingenieur-Technik 36, 6, (1964) beschieben. Neben der Pulverabscheidung erfolgt eine Wasserstoffentwicklung. Zur Abtrennung des Pulvers wird die Katolytlösung über ein Filter 30 und zur Säureaufkonzentration über einen Wäremetauscher 32 geschickt. Im Zwischenspeicher Katolyt 34 werden die Metallgehalte, der pH-Wert und die Temperatur kontrolliert und neu eingestellt.

[0038] Durch die kontinuierliche Regeneration von verbrauchter Beize und die Kreislaufführung von Anolyt und Katolyt kann ein Regelsystem aufgebaut werden, das die Einhaltung der Beizparameter der Eisen-III-Chloridbeizanlage, die in sehr geringen Grenzen liegen, garantiert. Eventuell zur Einstellung benötigter Zusätze an Chemikalien sind hierbei in viel geringerem Umfang erforderlich als bei bisher bekannten Verfahren. Die Kontrolle der Zusammensetzung der Beiz- und Katolytlösung kann hierbei sowohl elektrochemisch als auch analytisch erfolgen.

[0039] Das erfindungsgemäße Elektrolyseverfahren ermöglicht demgemäß in überraschend einfacher Weise eine kontinuierliche Regeneration einer Eisen-III-Chloridbeize in geschlossenem Kreislauf mit gleichzeitiger Abreicherung der Nichteisenmetalle und des Eisenüberschusses sowie eine elektrolytische Abscheidung der abgereicherten Metallionen.

[0040] Bei der Verwendung von Zellen mit sehr geringen Elektrodenabständen (2-4 mm) ist es vorteilhafter, eine mindestens 20 %-ige, gut leitende Säure, wie Salz- und Schwefelsäure, zur Verhinderung von Metallabscheidungen im Kathodenraum (14) einzusetzen. In Übereinstimmung hiermit werden bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel werden die in dem Kathodenraum überführten Metallionen nicht wie im ersten Ausführungsbeispiel im Kathodenraum 14 als Pulver abgeschieden. Die Abscheidung erfolgt vielmehr elektrolytisch in einer separaten Elektrolysezelle 36, deren Kathodenräume 38 von den Anodenräumen 40 durch Anionenaustauschermembrane 42 getrennt sind. Der entmetallisierte Elektrolyt wird aufkonzentriert und in den Zwischenspeicher Katolyt 34 überführt, anschließend, nach Einstellung der notwendigen Elektrolyseparameter für die Regenerationselektrolyse durch die Kathodenräume 12 der Elektrolysezellen 10 geleitet. Dieser Aufbau hat den Vorteil, daß das abgeschiedene Metall kontinuierlich abgezogen werden kann, ohne die eigentliche Regenerationselektrolyse zu stören.

[0041] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird eine zum Beizen von nickellegiertem Stahl eingesetzte Beize mit etwa 297 g/l Eisen und etwa 38 g/l Nickel in die Anodenräume der Elektrolysezelle 10 gegeben. Der Gehalt an Schwefelsäure in den Kathodenräumen beträgt 135 g/l. Die Lösungen werden über Zwischenbehälter mit einer Geschwindigkeit von 1,0 l/min umgepumpt. Bei einer Spannung von 3 V und einer Stromdichte von 0,4 A/cm2 wird Eisen und Nickel mit einer Stromausbeute von ≥ 90 % in den Kathodenraum überführt. Die Zusammensetzung der überführten Eisen- und Nickelionen beträgt 66 % Eisen und 34 % Nickel.

[0042] Die eisen- und nickelhaltige Lösung mit etwa 12,4 g/l Nickel, 24,9 g/l Eisen und 112,9 g/l Schwefelsäure wird aus den Kathodenräumen in den Kathodenraum der nachgeschalteten Elektrolysezelle geleitet, die in ihrem Anodenraum eine Schwefelsäure von 50 g/l enthält. Die Elektrolysespannung beträgt 3 V bei einer Stromdichte von 0,5 A/cm2 und einer Temperatur von 50°C. Mit einer Stromausbeute von 76 % wird Eisen und Nickel als Pulver abgeschieden. Die von Metall abgereicherte Lösung wird - wie bereits beschrieben - in die Kathodenräume der Zellen 10 überführt.

[0043] In den vorstehenden Ausführungsbeispielen wurde das erfindungsgemäße Elektrolyseverfahren anhand der Regeneration einer Eisen-III-Chloridbeize beispielhaft beschrieben. Die vorliegende Erfindung jedoch ebenso vorteilhaft auch für die Regeneration von Eisen-III-Sulfatbeizen zum Sprühätzen und Beizen von Stahl und Nickelbasiswerkstoffen verwendet werden. Die obigen Ausführungen gelten gleichermaßen für diesen Beizentyp.


Ansprüche

1. Elektrolyseverfahren zum Regenerieren einer Eisen-lll-chlorid- oder Eisen-III-sulfatlösung (Beize), insbesondere zum Sprühätzen von Stahl, bei dem die zu regenerierende Lösung durch den Anodenraum (12) einer Elektrolysezelle (10) geleitet wird, deren Kathodenraum (14) von dem Anodenraum (12) durch eine Kationenaustauschermembran (16) getrennt ist und von einer verdünnten Säure im Kreislauf durchströmt wird, wobei Fe-II-lonen, ein Fe-III-Ionenüberschuß und gelöste Nichteisenmetalle durch die Kationenaustauschermembran (16) in den Kathodenraum (14) überführt und an der Anode Fe-II-lonen zu Fe-III-Ionen aufoxidiert werden,
dadurch gekennzeichnet,

daß die in den Kathodenraum (14) überführten Metalle im Katholytkreislauf kontinuierlich abgeschieden werden.


 
2. Elektrolyseverfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,

daß die überführten Metalle in Pulverform abgeschieden werden.


 
3. Elektrolyseverfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet

daß die Zusammensetzung des abzureichernden Eisens und Nickels durch die Temperatur, die Stromdichte, die Säurekonzentration des Katholyten und die Elektrolytbewegung gesteuert wird.


 
4. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,

daß die überführten Metalle als Legierung abgeschieden werden, wobei die Legierungszusammensetzung über die Abscheidungsparameter eingestellt wird.


 
5. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,

daß der Elektrodenabstand etwa 2 - 4 mm beträgt,

daß der Katholyt zur Verhinderung der Metallabscheidung im Kathodenraum (14) eine zumindest 20 %-ige gut leitende Säure ist und

daß die Metallabscheidung in einer nachgeschalteten Elektrolysezelle (36) erfolgt.


 
6. Elektrolyseverfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,

daß Anoden- und Kathodenraum (40 bzw. 38) der nachgeschalteten Elektrolysezelle (36) durch eine Anionenaustauschermembran (42) getrennt sind,

daß der Anodenraum (40) dieser Zelle (36) mit einer verdünnten Säure gefüllt ist und

daß der mit Metall angereicherte Katholyt durch den Kathodenraum (38) dieser Zelle (36) geleitet wird.


 
7. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,

daß die Zusammensetzung der überführten lonen etwa 56 - 66 % Eisen (gesamt) und 34 - 44 % Nickel beträgt.


 
8. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,

daß der Gehalt an Eisen, Nickel und anderen Nichteisenmetallen im Katholyten auf einem Wert von weniger als etwa 50 g/l gehalten wird, da dadurch hohe Stromausbeuten erreicht werden.


 
9. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,

daß der Gehalt an Nichteisenmetallverunreinigungen in der regenerierten Beize geringer ist als etwa 40 g/l.


 
10. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,

daß die Temperatur der zu regenerierenden Beize zwischen etwa 40 und 80 °C beträgt.


 
11. Elektrolyseverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,

daß nach erfolgter Elektrolyse Anolyt und/oder Katholyt gefiltert und/oder der pH-Wert, die Temperatur und die Nichteisenmetallkonzentration des Katholyten kontrolliert und neu eingestellt werden.


 


Claims

1. Electrolysis process for regenerating an iron(III) chloride or iron(III) sulphate solution (etchant), in particular for the spray-etching of steel, in which the solution to be regenerated is passed through the anode space (12) of an electrolysis cell (10) whose cathode space (14) is separated from the anode space (12) by a cation-exchange membrane (16) and through which dilute acid is circulated, with Fe(II) ions, an excess of Fe(III) ions and dissolved nonferrous metals being transferred through the cation-exchange membrane (16) into the cathode space (14) and Fe(II) ions being oxidized to Fe(III) ions at the anode, characterized in that the metals transferred into the cathode space (14) are deposited continuously in the catholyte circuit.
 
2. Electrolysis process according to Claim 1, characterized in that the metals transferred are deposited in powder form.
 
3. Electrolysis process according to Claim 1 or 2, characterized in that the composition of the iron and nickel whose concentration is to be reduced is controlled by means of the temperature, the current density, the acid concentration of the catholyte and the electrolyte motion.
 
4. Electrolysis process according to any of Claims 1 to 3, characterized in that the metals transferred are deposited as an alloy, with the alloy composition being set via the deposition parameters.
 
5. Electrolysis process according to any of Claims 1 to 4, characterized in that the electrode spacing is about 2-4 mm, in that the catholyte is, to prevent metal deposition in the cathode space (14), an at least 20% strength, readily conducting acid and in that the metal deposition is carried out in a downstream electrolysis cell (36).
 
6. Electrolysis process according to Claim 5, characterized in that anode space and cathode space (40 and 38 respectively) of the downstream electrolysis cell (36) are separated by an anion-exchange membrane (42), in that the anode space (40) of this cell (36) is filled with a dilute acid and in that the metal-enriched catholyte is passed through the cathode space (38) of this cell (36).
 
7. Electrolysis process according to any of Claims 1 to 6, characterized in that the composition of the ions transferred is about 56-66% of iron (total) and 34-44% of nickel.
 
8. Electrolysis process according to any of Claims 1 to 7, characterized in that the content of iron, nickel and other nonferrous metals in the catholyte is held at a value of less than about 50 g/l, since high current yields are achieved thereby.
 
9. Electrolysis process according to any of Claims 1 to 8, characterized in that the content of nonferrous metal impurities in the regenerated etchant is less than about 40 g/l.
 
10. Electrolysis process according to any of Claims 1 to 9, characterized in that the temperature of the etchant to be regenerated is from about 40 to 80°C.
 
11. Electrolysis process according to any of Claims 1 to 10, characterized in that, after electrolysis is complete, anolyte and/or catholyte are filtered and/or the pH, the temperature and the nonferrous metal concentration of the catholyte is monitored and reset.
 


Revendications

1. Procédé électrolytique de régénération d'une solution de chlorure ou de sulfate ferrique III (décapant), utile notamment pour le mordançage par pulvérisation de l'acier, lors duquel l'on conduit la solution à régénérer à travers le compartiment anodique (12) d'une cellule d'électrolyse (10), dont le compartiment cathodique (14) est séparé du compartiment anodique (12) par une membrane d'échange cationique (16) et qui est parcouru en circuit fermé par un acide dilué, les ions Fe-II, l'excès d'ions Fe-III et les métaux non ferrugineux dissous étant transférés à travers la membrane d'échange cationique (16) dans le compartiment cathodique (14) et les ions Fe-II étant oxydés à l'anode en ions Fe-III, caractérisé en ce que les métaux transférés dans le compartiment cathodique (14) sont déposés en continu dans le circuit fermé de catholyte.
 
2. Procédé d'électrolyse selon la revendication 1, caractérisé en ce que les métaux transférés sont déposés sous forme de poudre.
 
3. Procédé d'électrolyse selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la composition du fer et du nickel à appouvrir est régulée par la température, la densité de courant, la concentration en acide du catholyte et le mouvement de l'électrolyte.
 
4. Procédé d'électrolyse selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les métaux transférés sont déposés en tant qu'alliage, la composition de l'alliage étant ajustée grâce aux paramètres de dépôt.
 
5. Procédé d'électrolyse selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'écart entre les électrodes est d'environ 2 - 4 mm, en ce que le catholyte destiné à empêcher le dépôt de métal dans le compartiment cathodique (14) est un acide bon conducteur, à raison d'au moins 20 % en concentration, et en ce que le dépôt de métal se fait dans une cellule d'électrolyse (36) intercalée à la suite.
 
6. Procédé d'électrolyse selon la revendication 5, caractérisé en ce que les compartiments anodique et cathodique (40, respectivement 38) de la cellule d'électrolyse (36) intercalée à la suite sont séparés par une membrane d'échange anionique (42), en ce que le compartiment anodique (40) de cette cellule (36) est rempli d'un acide dilué et en ce que le catholyte enrichi en métal est conduit à travers le compartiment cathodique (38) de cette cellule (36).
 
7. Procédé d'électrolyse selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la composition des ions transférés est d'environ 56 - 66 % de fer (au total) et de 34 - 44 % de nickel.
 
8. Procédé d'électrolyse selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la teneur en fer, en nickel et en autres métaux non ferrugineux dans le catholyte est maintenue à une valeur de moins d'environ 50 g/l, parce que, de ce fait, on parvient à des rendements en courant élevés.
 
9. Procédé d'électrolyse selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la teneur en impuretés métalliques non ferrugineux dans le décapant régénéré est inférieure à environ 40 g/l.
 
10. Procédé d'électrolyse selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la température du décapant à régénérer est comprise entre environ 40 et 80°C.
 
11. Procédé d'électrolyse selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que, une fois l'électrolyse achevée, l'on filtre l'anolyte et/ou le catholyte et en ce que l'on procède au contrôle et à un nouvel ajustage de la valeur du pH, de la température et de la concentration en métaux non ferrugineux du catholyte.
 




Zeichnung