(19)
(11) EP 0 828 572 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
30.12.1998  Patentblatt  1998/53

(21) Anmeldenummer: 96917434.1

(22) Anmeldetag:  25.05.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B21J 9/02, B21K 1/30
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9602/261
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9638/241 (05.12.1996 Gazette  1996/53)

(54)

VERFAHREN ZUM HERSTELLEN VON RINGFÖRMIGEN WERKSTÜCKEN AUS METALL MIT PROFILIERTEM QUERSCHNITT UND WALZWERK ZU DESSEN DURCHFÜHRUNG

PROCESS FOR PRODUCING ANNULAR WORK PIECES FROM METAL WITH A PROFILED CROSS-SECTION AND A ROLLING FACILITY FOR CARRYING OUT THE METHOD

PROCEDE DE FABRICATION DE PIECES ANNULAIRES EN METAL DE SECTION PROFILEE ET LAMINOIR ASSOCIE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 30.05.1995 DE 19519142
15.07.1995 DE 19525868

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
18.03.1998  Patentblatt  1998/12

(73) Patentinhaber: WDB Ringwalztechnik GmbH
58453 Witten (DE)

(72) Erfinder:
  • ANDERHEYDEN, Klaus-Peter
    D-58239 Schwerte (DE)
  • SIEWERT, Frank
    D-44225 Dortmund (DE)

(74) Vertreter: Pollmeier, Felix, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte HEMMERICH-MÜLLER-GROSSE-POLLMEIER-VALENTIN Eduard-Schloemann-Strasse 55
40237 Düsseldorf
40237 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 014 570
   
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 94, no. 011 & JP,A,06 304693 (REIZU ENG:KK), 1.November 1994,
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 011, no. 199 (M-602), 26.Juni 1987 & JP,A,62 021439 (KOBE STEEL LTD), 29.Januar 1987,
  • DATABASE WPI Week 9331 22.September 1993 Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 9324851131 XP002013127 & SU,A,1 750 805 (NIZHNGOROD MECH ENG) , 30.Juli 1992
  • DATABASE WPI Week 9319 30.Juni 1993 Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 9315819919 XP002013128 & SU,A,1 736 662 (METAL TECHN INST) , 30.Mai 1992
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 95, no. 002 & JP,A,07 051787 (NISSAN MOTOR CO LTD), 28.Februar 1995,
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Anspruches 1 und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 7.

[0002] Aus der DE 37 18 884 A1 ist ein gattungsgemäßes Verfahren bekannt, bei dem die Werkstücke ausschließlich durch Pressen umgeformt werden. Hierbei ergeben sich durch die sehr große Berührungsfläche sehr hohe Matrizenbelastungen, die sich negativ auf die Standzeit auswirken (elastische Verformung, Auffederung, Rißbildung). Entsprechend sind hierbei aufwendige Matrizenvorspannungen notwendig. Außerdem können bei diesen Pressen die erforderlichen Arbeitsvorgänge wie Beladen, Ausstoßen, Ausschwenken, Reinigen, Schmieren und Kühlen in der Regel nur nacheinander ausgeführt werden. Das führt zu einer naturgemäß sehr hohen Taktzeit.

[0003] Aus der DE-OS 26 11 568 ist weiterhin ein Verfahren zum Herstellen von ringförmigen Werkstücken mit stark profiliertem Querschnitt und ein Walzwerk zu dessen Durchführung bekannt, wobei zwei gegeneinander zustellbare und im Winkel gegeneinander geneigte Walzen, von denen zumindest eine angetrieben ist, das Negativ des zu walzenden Profiles aufweisen. Bei diesem sogenannten axialen Gesenkwalzen (AGW) ist allerdings nicht die Herstellung einer Außen- bzw. Stirnradverzahnung vorgesehen und es fehlt naturgemäß eine Matrize mit Zahnprofil.

[0004] In der JP-A-63 04693 ist außerdem ein Verfahren zum Herstellen eines Zahnrades mit gerader Außenverzahnung beschrieben, wobei das Umformen durch zwei rotierende Werkzeuge geschieht, von denen ein Werkzeug zum Werkstück geneigt angeordnet ist und senkrecht zum Werkstück zugestellt wird. Zum Herstellen der Außenverzahnung dient dabei eine Rolle mit Außenprofil, die sich punktuell auf dem Werkstück abwälzt.

[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Verfahren und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens vorzuschlagen, bei dem die beim Pressen auftretenden hohen Belastungen vermieden werden und die Taktzeiten verringert werden können.

[0006] Die Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichen der Ansprüche 1 und 7 angegeben. Die Unteransprüche 2 bis 6 enthalten ergänzende Verfahrensvorschläge. In den Unteransprüchen 8 bis 12 sind zusätzliche Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben.

[0007] Die erfindungsgemäße Anwendung des AGW-Verfahrens mit gegeneinander schräggestellten Werkzeugen zur Herstellung von ringförmigen Werkstücken mit Außen- bzw. Stirnradverzahnung ermöglicht es, daß beim Walzen jeweils nur ein Teil der Ringfläche des Werkstückes beaufschlagt wird, so daß erheblich geringere Anpreßkräfte aufzubringen sind. Die Verzahnung wird ausschließlich dadurch erzeugt, daß der Werkstoff radial in die verzahnte eigenständig gelagert, ebenfalls rotierende Matrize fließt. Das Walzprofil der beiden rotierenden Werkzeuge wird zur Herstellung dieser Verzahnung nicht benötigt. Die Matrize ist unabhängig von den beiden rotierenden Werkzeugen zu handhaben. Sie kann erfindungsgemäß außerhalb der Walzstation mit dem Rohling des Werkstückes verbunden werden und dann zwischen die beiden auseinandergefahrenen Werkzeuge transportiert werden und nach Beendigung des Walzvorganges und dem Zurückfahren der Werkzeuge gemeinsam mit dem fertigen Werkstück aus dem Arbeitsbereich der Walzen wieder entfernt werden. Die Matrize wird in einer axial ortsfesten Lagereinheit drehbar gelagert und die Lagereinheit wird auf dem Schwenkarm eines drehbaren Trägers angeordnet, so daß die Matrize durch eine einfache Schwenkbewegung in die Walzstation hinein und aus ihr wieder heraus bewegt werden kann. Zweckmäßig ist es dabei, drei radial angeodnete Schwenkarme gleichmäßig am Umfang verteilt am Träger anzuordnen, so daß an drei verschiedenen Stationen gleichzeitig die Vorgänge Walzen, Beladen und Entladen des Werkstücks sowie zusätzlich die Wartungsvorgänge, Reinigen, Schmieren und Kühlen stattfinden können. Durch diese Entkopplung der Vorgänge kann die Taktzeit erheblich verringert werden, da insbesondere das Be- und Entladen nicht mehr in der eigentlichen Umformstation stattfindet. Die eigentliche Walzstation besitzt damit einen erheblich einfacheren Aufbau, dadurch daß unter anderem auf die Vorrichtung zum Ausstoßen des fertigen Werkstückes direkt an der Walzstation verzichtet werden kann. Außerdem wird durch die jeweils nur partielle Umformung des Werkstückringes sehr viel weniger Kraft benötigt, um den Werkstoff in radialer Richtung in die Matrize zu drücken.

[0008] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, daß durch einfache Veränderung der Symmetriebedingungen an den Werkzeugen verschiedene auch asymmetrische Querschnitte des Werkstückes hergestellt werden können. Durch Auswechslung der einfach herzustellenden Matrize kann vor allen Dingen die Art der Verzahnung auf einfache Art und Weise verändert werden.

[0009] Die Erfindung wird anhand der beigefügten Figuren 1 bis 4 beispielsweise näher erläutert.
Fig. 1
zeigt im Schnitt die erfindungsgemäße Walzstation
Fig. 2
zeigt schematisch in der Draufsicht die Anordnung der drei Stationen für Walzen (W), Entladen (E) und Beladen (B)
Fig. 3
zeigt eine Seitenansicht zu Fig. 2
Fig. 4
zeigt schematisch eine Walzeinrichtung mit nur einseitiger Zustellung über das obere Werkzeug 22.


[0010] Gemäß Fig. 1 sind die beiden Werkzeuge 1 und 2 um den Winkel α gegenüber der Zustellrichtung 12 geneigt angeordnet, während die axiale Symmetrielinie 11 des Werkstückes 10 senkrecht zur Zustellrichtung 12 verläuft. Das Werkstück 10 wird in der Matrize 5 gehalten, die wiederum über das Rollenlager 4 in dem Ende 3 des Schwenkarmes 15 drehbar gelagert ist. Die Zahnlücken der Matrize werden axial nach oben und unten durch die beiden Schließvorrichtungen 6 und 7 geschlossen, wobei die untere gegenüber der Matrize 5 fixiert ist, die obere über die Feder 9 mit dem oberen Werkzeug 2 elastisch gekoppelt ist und nach dem Walzen mit diesem verfährt. Die Verformung des Werkstückes 10 wird bestimmt durch die Profile der Werkstücke 1 und 2, die in Zustellrichtung 12 aufeinander zubewegt werden, bis die endgültige Form des Werkstückes 10 erreicht ist und insbesondere der Werkstoff in radialer Richtung in die Hohlräume der Matrize 5 geflossen ist. Das obere Werkzeug 2 besitzt an seinem Ende einen zylinderförmigen Dorn 13, der in eine entsprechende Aussparung des unteren Werkzeuges 1 hineinragt und dort geführt wird.

[0011] In den Fig. 2 und 3 ist die Walzstation W entsprechend Fig. 1 schematisch dargestellt, wobei ein Schwenkarm 15 des Träger 14 in der Walzstation angeordnet ist und dort über die Klemmvorrichtung 16 festgehalten werden kann. Die beiden weiteren Schwenkarme 15 befinden sich in der Entladestation E und der Beladestation B. Dort sind unter- und oberhalb des Schwenkarmes Halteplatten 18 angeordnet, die die Matrize 5 festhalten, wenn das Werkstück mit dem Ausstoßer 17 und einer Ausschiebevorrichtung entfernt wird.

[0012] In Fig. 4 ist das untere Werkzeug 21 in Zustellrichtung 20 fest angeordnet, so daß nur das obere Werkzeug 22 zugestellt wird. Hierzu ist die Matrize 25 mit dem Lager 24 und dem Lagerring 23 schwimmend mit einer Gleitführung 26 in dem Gestell 27 gelagert. Bei senkrechter Drehachse des unteren Werkzeuges 21 ist die axiale Symmetrielinie 11 um den Winkel β gegenüber der waagerechten geneigt, während das obere Werkzeug mit seiner Drehachse um den Winkel 2 β gegenüber der Senkrechten bzw. β gegenüber der Zustellrichtung 20 geneigt angeordnet ist. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren finden im wesentlichen folgende Arbeitsabläufe statt:

1. In der Beladestation B wird die Matrize 5 geschmiert und danach der Rohling des Werkstückes 10 und die Matrize 5 zusammengefügt, wobei der Rohling z.B. mit einer Hydraulikvorrichtung angepreßt wird.

2. Wenn der Träger 14 um seine Drehachse 28 um 120 Grad gedreht wird, werden Matrize und Werkstück auf dem Schwenkarm 15 in die Walzstation geschwenkt. Mit der Klemmvorrichtung 16 wird das äußere Ende 3 des Schwenkarmes 15 festgehalten. Vor Zustellung der Werkzeuge 1 und 2 wird die Matrize mit einem Hilfsantrieb 8 auf die Drehzahl der sich ständig drehenden Werkzeuge beschleunigt. Nach Beendigung des Walzvorganges und Auseinanderfahren der Werkzeuge wird die Klemmvorrichtung gelöst und die Matrize mit Hilfe des Schwenkarmes um weitere 120 Grad geschwenkt und gleichzeitig bzw. anschließend die Matrize abgebremst.

3. In der Entladestation wird das Werkstück 10 mit dem Ausstoßer 17 ggf. bei einer Schrägverzahnung mit gleichzeitiger Drehbewegung aus der Matrize gelöst. Anschließend kann die Einrichtung gereinigt und ggf. gekühlt werden, bevor sie wieder zur neuen Beladung gelangt.



[0013] Die erfindungsgemäße Walzstation kann sowohl wie in den Figuren dargestellt mit im wesentlichen senkrechter Zustellrichtung aber auch in einer um 90 Grad dazu gekippten Ausführung verwendet werden.

Bezugszeichenliste:



[0014] 
1
unteres Werkzeug
2
oberes Werkzeug
3
äußere Ende von 15
4
Lager
5
Matrize
6,7
Schließvorrichtung
8
Hilfsantrieb
9
Feder
10
Werkstück
11
axiale Symmetrielinie von 10
12
Zustellrichtung von 1 und 2 (senkrecht zu 11)
13
Dorn an 2
14
Träger mit Drehantrieb
15
Schwenkarm
16
Klemmvorrichtung für 3
17
Ausstoßvorrichtung für 10
18
Halteplatten
20
Zustellrichtung von 22
21
unteres Werkzeug (ohne Zustellung)
22
oberes Werkzeug (mit Zustellung)
23
Lagerring
24
Lager
25
schwimmend gelagerte Matrize
26
Gleitführung
27
Gestell
28
Drehachse von 14
α
Winkel zwischen 12 und 1/2
β
Winkel zwischen 11 und der waagerechten Ebene
W
Walzstation
E
Entladestation (eventuell zusätzlich Reinigen und Kühlen)
B
Beladestation (eventuell zusätzlich Schmieren plus Kühlen)



Ansprüche

1. Verfahren zum Herstellen von ringförmigen Werkstücken (10) aus Metall, vorzugsweise Stahl mit profiliertem Querschnitt, vorzugsweise mit außenliegender Schrägverzahnung, wobei von einem Rohteil ausgegangen wird, dessen Außendurchmesser etwa dem Fußkreisdurchmesser der Verzahnung entspricht und der Werkstoff radial in eine verzahnte Matrize (5) fließt, die zusammen mit einer Schließvorrichtung (6, 7) einen geschlossenen Raum bildet und wobei die Matrizentiefe der Zahnbreite entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß

a) das Umformen durch zwei rotierende Werkzeuge (1, 2, 21, 22) geschieht, die,

b) zum Werkstück (10) geneigt angeordnet sind, wobei

c) mindestens ein Werkzeug (1, 2, 21) senkrecht zum Werkstück (10) zugestellt wird

d) die Matrize (5) in einer axial ortsfesten Lagereinheit um eine in Zustellrichtung (12, 20) verlaufende Drehachse rotiert,

e) die Lagereinheit während des Walzvorganges ortsfest gehalten wird, und

f) die Lagereinheit um eine in Zustellrichtung (12, 20) verlaufende Achse (28) schwenkbar ist.


 
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Rohteil und Matrize (5) außerhalb des Arbeitsbereiches der rotierenden Werkzeuge (1, 2, 21, 22) zusammengefügt und/oder getrennt werden und mit der Lagereinheit in den bzw. aus dem Arbeitsbereich bewegbar sind.
 
3. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß während des Walzvorganges in zusätzlichen, vorzugsweise zwei, Lagereinheiten und/oder Matrizen (5) das Be- und Entladen der Werkstücke (10) sowie die Wartungsvorgänge vorgenommen werden.
 
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrizen (5) vor dem Walzvorgang auf die Drehzahl der Werkzeuge (1, 2, 21, 22) beschleunigt und/oder nach dem Walzen abgebremst werden.
 
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebe der beiden rotierenden Werkzeuge (1, 2, 21, 22) synchronisiert sind.
 
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahlen der beiden Werkzeuge (1, 2, 21, 22) entsprechend den Symmetriebedingungen (10) des Werkstückes variiert werden.
 
7. Walzwerk zum Herstellen von ringförmigen Werkstücken (10) aus Metall, vorzugsweise Stahl mit profiliertem Querschnitt, vorzugsweise mit außenliegender Schrägverzahnung, wobei von einem Rohteil ausgegangen wird, dessen Außendurchmesser etwa dem Fußkreisdurchmesser der Verzahnung entspricht und der Werkstoff radial in eine verzahnte Matrize (5) fließt, die zusammen mit einer Schließvorrichtung (6, 7) einen geschlossenen Raum bildet und wobei die Matrizentiefe der Zahnbreite entspricht gekennzeichnet durch

a) zwei, mit gleichem Winkel, zum Werkstück (10) geneigt angeordnete, um ihre Längsachse rotierende Werkzeuge (1,2,21,22), wobei mindestens ein Werkzeug (1,2,21) in Zustellrichtung (12,20) bewegbar ist,

b) eine Matrize (5) mit Innenverzahnung, die zusammen mit einer Schließvorrichtung einen geschlossenen Raum für das Werkstück bildet, wobei die Matrizentiefe der Zahnbreite entspricht und

c) eine axial ortsfeste Lagereinheit, die über einen Schwenkarm (15) mit einem Träger (14) verbunden ist und, in der die Matrize (5) um eine in Zustellrichtung (12,20) verlaufende Achse drehbar gelagert ist.


 
8. Walzwerk nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (14) um eine in Zustellrichtung (12,20) verlaufende Achse (28) drehbar gelagert ist und, vorzugsweise drei, gleichmäßig am Umfang verteilt angeordnete Schwenkarme (15) trägt.
 
9. Walzwerk nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei Zustellung nur eines Werkzeuges (22) die Matrize (25) schwimmend gelagert ist.
 
10. Walzwerk nach mindestens einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Werkzeuge (1,2) einen gemeinsamen Antrieb besitzen mit axialkraftfreier Verzahnung, vorzugsweise aus an sich bekannten Kronenrädern.
 
11. Walzwerk nach mindestens einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eines der beiden Werkzeuge (1,2) am werkstückseitigen Ende einen kegel- oder zylinderförmigen Dorn (13) besitzt, der in eine entsprechende Aussparung des gegenüberliegenden Werkzeuges hineinragt.
 
12. Walzwerk nach mindestens einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrize (5) einen mit dem Schwenkarm (15) und/oder dem Träger (14) verbundenen Hilfsantrieb (8) besitzt.
 


Claims

1. A method of producing annular workpieces (10) of metal, preferably steel with a profiled cross-section, preferably with external helical teeth, wherein the method starts from a blank, the external diameter of which corresponds approximately to the root diameter of the teeth, and the material flows radially into a toothed die (5) which together with a closure device (6, 7) forms a closed space, and wherein the depth of the die corresponds to the width of the teeth, characterized in that

a) the deformation is carried out by two rotating tools (1, 2, 21, 22) which

b) are arranged inclined with respect to the workpiece (10), wherein

c) at least one tool (1, 2, 21) is advanced at a right angle to the workpiece (10),

d) the die (5) rotates in an axially fixed bearing unit about an axis of rotation extending in the direction of advance (12, 20),

e) the bearing unit is held fixed during the rolling procedure, and

f) the bearing unit is pivotable about an axis (28) extending in the direction of advance (12, 20).


 
2. A method according to Claim 1, characterized in that the blank and the die (5) are joined together and/or separated outside the operating area of the rotating tools (1, 2, 21, 22) and are movable with the bearing unit into and out of the operating area respectively.
 
3. A method according to Claim 1, 2 or 3 [sic], characterized in that during the rolling procedure the loading and unloading of the workpieces (10) as well as maintenance procedures are carried out in additional, preferably two, bearing units and/or dies (5).
 
4. A method according to Claim 3, characterized in that the dies (5) are accelerated to the rotational speed of the tools (1, 2, 21, 22) before the rolling procedure and/or are braked after the rolling.
 
5. A method according to Claim 1, characterized in that the drives of the two rotating tools (1, 2, 21, 22) are synchronized.
 
6. A method according to Claim 1, characterized in that the rotational speeds of the two tools (1, 2, 21, 22) are varied in accordance with the symmetry conditions (10) of the workpiece.
 
7. A rolling mill for producing annular workpieces (10) of metal, preferably steel with a profiled cross-section, preferably with external helical teeth, wherein one starts from a blank, the external diameter of which corresponds approximately to the root diameter of the teeth, and the material flows radially into a toothed die (5) which together with a closure device (6, 7) forms a closed space, and wherein the depth of the die corresponds to the width of the teeth, characterized by

a) two tools (1, 2, 21, 22) which are arranged inclined at the same angle with respect to the workpiece (10) and which rotate about their longitudinal axis, wherein at least one tool (1, 2, 21) is movable in a direction of advance (12, 20),

b) a die (5) with internal teeth which together with a closure device forms a closed space for the workpiece, wherein the depth of the die corresponds to the width of the teeth, and

c) an axially fixed bearing unit which is connected to a support (14) by way of a pivot arm (15) and in which the die (5) is mounted so as to be rotatable about an axis extending in the direction of advance (12, 20).


 
8. A rolling mill according to Claim 7, characterized in that the support (14) is mounted so as to be rotatable about an axis (28) extending in the direction of advance (12, 20) and carries preferably three pivot aims (15) arranged uniformly distributed around the periphery.
 
9. A rolling mill according to one of Claims 7 [and] 8, characterized in that when only one tool (22) is advanced the die (25) is mounted in a floating manner.
 
10. A rolling mill according to at least one of the preceding apparatus Claims, characterized in that the two tools (1, 2) have a common drive with teeth free of axial force, preferably comprising crown wheels known per se.
 
11. A rolling mill according to at least one of the preceding apparatus Claims, characterized in that the end of one of the two tools (1, 2) towards the workpiece is provided with a tapered or cylindrical mandrel (13) which projects into a corresponding recess in the opposite tool.
 
12. A rolling mill according to at least one of the preceding apparatus Claims, characterized in that the die (5) has an auxiliary drive (8) connected to the pivot arm (15) and/or the support (14).
 


Revendications

1. Procédé de fabrication de pièces à usiner (10) annulaires en métal, de préférence en acier à section profilée, de préférence avec denture oblique extérieure, en partant d'une ébauche dont le diamètre extérieur correspond approximativement au diamètre de pied de la denture, et le matériau fluant radialement dans une matrice (5) dentée qui forme conjointement avec un dispositif de fermeture (6, 7) un espace fermé et la profondeur de matrice correspondant à la largeur de dent, caractérisé en ce que :

a) la déformation est effectuée par deux outils (1, 2, 21, 22) rotatifs, lesquels

b) sont agencés en inclinaison vers la pièce à usiner (10),

c) au moins un outil (1, 2, 21) étant approché perpendiculairement à la pièce à usiner (10),

d) la matrice (5) tournant dans une unité de montage axialement stationnaire autour d'un axe de rotation s'étendant en direction d'approche (12, 20),

e) l'unité de montage étant maintenue stationnaire pendant le laminage, et

f) l'unité de montage étant susceptible d'être pivotée autour d'un axe (28) s'étendant en direction d'approche.


 
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'ébauche et la matrice (5) sont assemblées et/ou séparées hors de la zone de travail de l'outil (1, 2, 21, 22) rotatif et en ce qu'elles sont susceptibles d'être déplacées avec l'unité de montage dans ou hors de la zone de travail, respectivement.
 
3. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que pendant le laminage, le chargement et le déchargement des pièces à usiner (10) ainsi que les opérations d'entretien sont effectués dans des unités de montage et/ou des matrices (5) supplémentaires, de préférence au nombre de deux.
 
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que les matrices (5) sont accélérées avant l'opération de laminage pour atteindre la vitesse des outils (1, 2, 21, 22) et/ou sont freinées après le laminage.
 
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les entraînements des deux outils (1, 2, 21, 22) rotatifs sont synchronisés.
 
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les vitesses des deux outils (1, 2, 21, 22) sont variées selon les conditions de symétrie (10) de la pièce à usiner.
 
7. Laminoir de fabrication de pièces à usiner (10) annulaires en métal, de préférence en acier à section profilée, de préférence avec denture oblique extérieure, en partant d'une ébauche dont le diamètre extérieur correspond approximativement au diamètre de pied de la denture, et le matériau fluant radialement dans une matrice (5) dentée qui forme conjointement avec un dispositif de fermeture (6, 7) un espace fermé et la profondeur de matrice correspondant à la largeur de dent, caractérisé par :

a) deux outils (1, 2, 21, 22) rotatifs autour de leur axe longitudinal, agencés sous un même angle avec inclinaison vers la pièce à usiner (10), au moins un outil (1, 2, 21) étant susceptible d'être déplacé en direction d'approche,

b) une matrice (5) avec denture intérieure, qui forme conjointement avec un dispositif de fermeture un espace fermé pour la pièce à usiner, la profondeur de la matrice correspondant à la largeur de dent, et

c) une unité de montage axialement stationnaire, laquelle est reliée par l'intermédiaire d'un bras de pivotement (15) à un support (14) dans lequel la matrice (5) est montée en rotation autour d'un axe s'étendant en direction d'approche (12, 20).


 
8. Laminoir selon la revendication 7, caractérisé en ce que le support (14) est monté en rotation autour d'un axe (28) s'étendant en direction d'approche (12, 20), et en ce qu'il porte des bras de pivotement (15) répartis régulièrement sur la périphérie, de préférence au nombre de trois.
 
9. Laminoir selon l'une ou l'autre des revendications 7 et 8, caractérisé en ce qu'en cas d'approche d'un seul outil (22), la matrice (25) est montée flottante.
 
10. Laminoir selon au moins l'une des revendications de dispositif précédentes, caractérisé en ce que les deux outils (1, 2) possèdent un entraînement commun avec denture exempte de force axiale, constituée de préférence par des roues de chant connues en elles-mêmes.
 
11. Laminoir selon au moins l'une des revendications de dispositif précédentes, caractérisé en ce qu'un des deux outils (1, 2) possède sur l'extrémité côté outil un mandrin (13) de forme conique ou cylindrique qui fait saillie dans un évidement correspondant de l'outil opposé.
 
12. Laminoir selon au moins l'une des revendications de dispositif précédentes, caractérisé en ce que la matrice (5) possède un entraînement auxiliaire (8) relié au bras pivotant (15) et/ou au support (14).
 




Zeichnung