(19)
(11) EP 0 726 385 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
03.03.1999  Patentblatt  1999/09

(21) Anmeldenummer: 95114166.2

(22) Anmeldetag:  09.09.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6F01L 3/20

(54)

Anordnung zur Zufuhr von Druckmedium zu einem Einlassventil für einen Brennraum einer Brennkraftmaschine

Device for supplying a pressure fluid to an intake valve for combustion chamber in an internal combustion engine

Dispositif pour la délivrance de fluide à une soupape d'admission pour chambre de combustion de moteur à combustion interne


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB

(30) Priorität: 09.02.1995 DE 19504239

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.08.1996  Patentblatt  1996/33

(73) Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH
70442 Stuttgart (DE)

(72) Erfinder:
  • Awarzamani, Assadollah, Dipl.-Ing.
    D-71706 Markgroeningen (DE)
  • Wilfert, Thomas, Dipl.-Ing.
    D-71636 Ludwigsburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 048 228
FR-A- 2 319 011
JP-A-59 099 028
US-A- 1 799 397
FR-A- 1 401 216
GB-A- Q9 667
JP-A-59 158 363
US-A- 2 819 704
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Stand der Technik



    [0001] Die Erfindung geht aus von einer Anordnung zur Zufuhr von unter Druck stehendem gasförmigen Medium zu einem Einlaßventil für einen Brennraum einer Brennkraftmaschine nach der Gattung des Anspruchs 1. Es ist bereits eine Anordnung zur Zufuhr von unter Druck stehendem gasförmigen Medium zu einem Einlaßventil für einen Brennraum einer Brennkraftmaschine bekannt (JP-A-59-158 363), wobei das Einlaßventil einen Ventilteller und einen massiven Schaft hat, zu welchem Luft unter Druck in einem Hohlraum zwischen Schaft und einer Ventilführungshülse gelangt. Die Luftzufuhr erfolgt seitlich des Schaftes über die Verbindung, wobei der Luftaustritt an einem dem Brennraum zugewandten Ende der Ventilführungshülse vorgesehen ist. Das bekannte Ventil ist massiv und besitzt keinen Hohlraum. Der Austritt der Luft erfolgt in geöffnetem Zustand des Ventils am Ende der Ventilführungshülse, also relativ weit entfernt zur Ventiltellerfläche. Außerdem ist am Schaft eine Ringwulst ausgebildet, welche einen Dichtsitz an der Ventilführungshülse bildet. Diese Ringwulst bewirkt jedoch, daß es zu einer weiteren Ablenkung der aus der Ventilführungshülse austretenden Luft weg von der Ventiltellerfläche des Ventils kommt. All dies hat zur Folge, daß es zu keiner Ausbildung eines Luftfilms um den Ventilteller kommen kann, mittels dem eine Rückkondensation des Brennstoffs vermieden werden soll.

    [0002] Ferner ist aus der US 1,799,397 ein Einlaßventil bekannt, das einen Ventilteller und einen hohlen Schaft mit einem Hohlraum hat, durch welchen ein Medium strömen kann. Bei dem Medium handelt es sich um Brennstoff, der nur in flüssiger Form vorliegt. Der flüssige Brennstoff gelangt über zumindest eine im Schaft vorgesehene Einlaßschaftöffnung in den Hohlraum und aus zumindest einer an einer dem Brennraum der Brennkraftmaschine abgewandten Seite des Einlaßventils vorgesehenen Auslaßöffnung anschließend in den Brennraum. Die Abgabe des flüssigen Brennstoffs über die zumindest eine Auslaßöffnung soll zu einer Verbesserung der Verbrennung im Leerlauf bei kalter Brennkraftmaschine führen und erfolgt zusätzlich zur vorgesehenen Brennstoffabgabe in ein Ansaugrohr der Brennkraftmaschine mittels eines Vergasers. Ein Hinweis auf eine Vermeidung einer Kondensation von Brennstoff am Ventilteller des Einspritzventils ist dem gewürdigten Stand der Technik nicht entnehmbar.

    [0003] Aus der DE-OS 36 00 067 ist außerdem ein Einlaßventil bekannt, das einen hohlen Schaft aufweist, in welchem ein Auslaßventil verschiebbar gelagert ist. Das Auslaßventil besitzt einen Auslaßventilteller, der Teil eines Einlaßventiltellers des Einlaßventils ist, und zwar der Art, daß in Schließstellung des Auslaßventils der Auslaßventilteller bündig mit dem Einlaßventilteller abschließt. In Offenstellung des Auslaßventils ist der Auslaßventilteller vom Einlaßventilteller abgehoben, um die nach der Verbrennung in einem Brennraum der Brennkraftmaschine eingeschlossenen Abgase über den hohlen Schaft des Einlaßventils aus dem Brennraum abzuführen. Die Abgase strömen dabei aus dem hohlen Schaft des Einlaßventils aus mehreren Auslaßöffnungen aus, die schlitzförmig aus einer äußeren Mantelfläche des hohlen Schaftes ausgenommen sind. Bei geöffnetem Einlaßventil ist das Auslaßventil geschlossen, um über das offene Einlaßventil hinweg ein Brennstoff-Luft-Gemisch aus einem Einlaßkanal anzusaugen.

    [0004] Das Brennstoff-Luft-Gemisch wird üblicherweise von einem Brennstoffeinspritzventil aufbereitet, das den Brennstoff in Form eines Brennstoffstrahls in Richtung des Einlaßventils abgibt. Der das Brennstoffeinspritzventil verlassende Brennstoff zerfällt dabei in feinste Brennstofftröpfchen, um ein möglichst homogenes Brennstoff-Luft-Gemisch zu erzeugen. Dabei kann es, insbesondere im kalten Zustand der Brennkraftmaschine oder bei plötzlichen Lastwechseln, zu einer Kondensation der Brennstofftröpfchen an Innenwandungen des Einlaßkanals, an Innenwänden des Brennraums und insbesondere am Ventilteller des Einlaßventils kommen, wobei sich ein Wandfilm aus Brennstoff bildet. Aus einem derartigen Wandfilm können sich nur relativ große Brennstofftropfen ablösen, die dann im Brennraum zu einem lokal überfetteten Brennstoff-Luft-Gemisch führen. Ein überfettetes Brennstoff-Luft-Gemisch verbrennt jedoch nur unvollständig, so daß sich der Anteil schädlicher Bestandteile im Abgas dementsprechend erhöht.

    Vorteile der Erfindung



    [0005] Die erfindungsgemäße Anordnung zur Zufuhr von unter Druck stehendem gasförmigen Medium zu einem Einlaßventil für einen Brennraum einer Brennkraftmaschine mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß auf einfache Art und Weise eine Kondensation des beispielsweise von einem Brennstoffeinspritzventil abgegebenen Brennstoffs, insbesondere am Ventilteller des Einlaßventils, vermieden wird. Vorteilhafterweise wird dadurch eine insbesondere während eines Kaltstarts und der nachfolgenden Warmlaufphase sowie bei bestimmten Betriebsbereichen der Brennkraftmaschine ansonsten stattfindende Erhöhung der schädlichen Bestandteile im Abgas verhindert. Darüber hinaus verringert sich mit dem erfindungsgemäß ausgebildeten Einlaßventil auch der Brennstoffverbrauch der Brennkraftmaschine. Von Vorteil ist ebenfalls, daß das erfindungsgemäße Einlaßventil gegenüber dem Stand der Technik eine erhöhte Lebensdauer aufweist.

    [0006] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Anordnung möglich.

    Zeichnung



    [0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.

    Beschreibung des Ausführungsbeispiels



    [0008] Die Zeichnung zeigt in teilweiser Schnittdarstellung ein erfindungsgemäß gestaltetes Einlaßventil 1, das insbesondere für eine gemischverdichtende, fremdgezündete Brennkraftmaschine vorgesehen ist. Das Einlaßventil 1 ist in einem Zylinderkopf 3 der Brennkraftmaschine untergebracht und beispielsweise in einer Ventilführungshülse 7 verschiebbar gelagert. Das Einlaßventil 1 besitzt einen Ventilteller 12, der eine einem Brennraum 20 der Brennkraftmaschine zugewandte, ebene Ventilschließfläche 17 und eine dem Brennraum 20 abgewandte Ventiltellerfläche 14 hat. Die Ventiltellerfläche 14 geht mit Krümmung in einen zylindrischen Schaft 9 des Einlaßventils 1 über, der an einem nicht näher dargestellten Betätigungsende außerhalb des Zylinderkopfes 3 endet. Zur Betätigung des Einlaßventils 1 greift in bekannter Weise am Betätigungsende des Schaftes 9 beispielsweise ein Kipphebel an, der das Einlaßventil 1 in eine Offen- und mittels einer Ventilfeder in eine Schließstellung zurückbringt.

    [0009] Das Einlaßventil 1 ist in der Zeichnung in seiner Schließstellung dargestellt, bei der ein ringförmiger Abschnitt der Ventiltellerfläche 14 an einem beispielsweise konisch ausgebildeten Ventilsitz 15 anliegt. Der Ventilsitz 15 wird zum Beispiel von einem hülsenförmigen Ventileinsatz 16 gebildet, der beispielsweise mittels einer Preßpassung in den Zylinderkopf 3 eingebracht ist. In Offenstellung des Einlaßventils 1 mit vom Ventilsitz 15 abgehobener Ventiltellerfläche 14 wird eine Strömungsverbindung freigegeben, die über das offene Einlaßventil 1 einen Einlaßkanal 18 mit dem Brennraum 20 der Brennkraftmaschine verbindet.

    [0010] Der Einlaßkanal 18 ist beispielsweise über einen Dichtring 11 mit einem Ansaugrohr 22 der Brennkraftmaschine verbunden. Das Einlaßventil 1 öffnet bekanntermaßen bei der nach unten gerichteten Bewegung eines im Brennraum 20 verschiebbaren Kolbens, wobei Luft über das Ansaugrohr 22 aus der Umgebung angesaugt wird. Der angesaugten Luft wird beispielsweise im Ansaugrohr 22 Brennstoff zugemischt, um zur nachfolgenden Verbrennung im Brennraum 20 ein zündfähiges Brennstoff-Luft-Gemisch zu erhalten. Zur Brennstoffaufbereitung ist beispielsweise ein elektromagnetisch betätigbares Brennstoffeinspritzventil 24 vorgesehen, das am Ansaugrohr 22 angebracht ist, um den Brennstoff in Form eines mehr oder weniger gebündelten, beispielsweise kegelförmigen Brennstoffstrahls 25 in Richtung des Einlaßventils 1 in das Ansaugrohr 22 und den Einlaßkanal 18 abzugeben. Das in der Zeichnung nur teilweise dargestellte Brennstoffeinspritzventil 24 ist zur Brennstoffversorgung beispielsweise über einen Brennstoffverteiler (ein sogenanntes Fuel-Rail) an einer Brennstofförderpumpe 26 angeschlossen, die den Brennstoff aus einem Brennstoffbehälter 27 fördert.

    [0011] Der vom Brennstoffeinspritzventil 3 abgegebene Brennstoff zerfällt stromabwärts des Brennstoffeinspritzventils 24 in feinste Brennstofftröpfchen, die sich im Ansaugrohr 22 und im Einlaßkanal 18 mit der strömenden Luft vermischen, so daß ein möglichst homogenes Brennstoff-Luft-Gemisch entsteht. Das Brennstoff-Luft-Gemisch strömt bei offenem Einlaßventil 1 in den Brennraum 20 ein, wird gezündet und verbrennt dort bei geschlossenem Einlaßventil 1. Um insbesondere in der Kaltstartphase und der nachfolgenden Warmlaufphase sowie bei bestimmten Betriebsbereichen der Brennkraftmaschine eine möglichst vollständige Verbrennung des Brennstoff-Luft-Gemisches zu erhalten, muß ein Kondensieren des vom Brennstoffeinspritzventil 24 abgegebenen Brennstoffs an Wänden des Ansaugrohres 22, an Wänden des Einlaßkanals 18, an Innenwänden des Brennraums 20 und insbesondere am Einlaßventil 1 an der Ventiltellerfläche 14 verhindert werden. Hierzu besitzt das Einlaßventil 1 einen Schaft 9, der erfindungsgemäß nicht massiv ausgebildet ist, sondern einen Hohlraum 28 in seinem Inneren aufweist. Der Hohlraum 28 hat eine längliche Form und ist beispielsweise durch Bohren aus dem Schaft 9 ausgenommen. Der Hohlraum 28 erstreckt sich ausgehend von einem Übergangsbereich 31 zwischen Ventiltellerfläche 14 und Schaft 9 in Richtung einer Ventillängsachse 5 des Einlaßventils 1 und endet im geschlossenen Zustand des Einlaßventils 1 in der Ventilführungshülse 7.

    [0012] An einem in der Ventilführungshülse 7 gelegenen Endbereich 29 des Hohlraums 28 besitzt der Schaft 9 zumindest eine Einlaßschaftöffnung 30, die von einer äußeren Mantelfläche 34 des Schaftes 9 in den Hohlraum 28 führt. Die Ventilführungshülse 7 besitzt ebenfalls eine Öffnung 36, die von einer Innenfläche 37 zu einer Außenfläche 38 der Ventilführungshülse 7 führt. Die Ventilführungsöffnung 36 ist beispielsweise durch Bohren aus der Ventilführungshülse 7 ausgenommen und erstreckt sich zum Beispiel quer zur Ventillängsachse 5 des Einlaßventils 1. Die Ventilführungsöffnung 36 der Ventilführungshülse 7 ist über eine korrespondierende Zylinderöffnung 40 im Zylinderkopf 3 mit einer Druckleitung 41 verbunden. Die Druckleitung 41 ist mit einem beispielsweise elektromagnetisch betätigbaren Zweiwege-Ventil 44 verbunden. Das Zweiwege-Ventil 44 ist über eine Anschlußdruckleitung 42 an einen Druckluftbehälter 45 angeschlossen. Der Druckluftbehälter 45 ist über eine Druckluftbehälterleitung 46 zum Beispiel an eine Pumpvorrichtung 47 angeschlossen. Die Pumpvorrichtung 47 ist beispielsweise in Form einer membranangetriebenen Luftpumpe ausgebildet, bei der die in einem Kurbelwellengehäuse der Brennkraftmaschine von einem Kolben durch seine Auf- und Abwärtsbewegungen erzeugten Druckschwankungen zum Pumpen eines gasförmigen Mediums, insbesondere von Luft, ausgenutzt werden. Der Druckluftbehälter 45 kann bei laufender Brennkraftmaschine in bestimmten Betriebsbereichen von der Pumpvorrichtung 47 mit Luft nachgefüllt werden, um zur Druckluftversorgung ausreichend Druckluft im Druckluftbehälter 45 bereitzustellen. In Offenstellung des Zweiwege-Ventils 44 steht der vom Druckluftbehälter 45 bereitgestellte Druck über die Anschlußdruckleitung 42, die Druckleitung 41 und über die Zylinderöffnung 40 an der Ventilführungsöffnung 36 der Ventilführungshülse 7 an.

    [0013] Wie in der Zeichnung dargestellt ist, ist in Schließstellung des Einlaßventils 1 ein axialer Abstand von der Ventilführungsöffnung 36 der Ventilführungshülse 7 zur Einlaßschaftöffnung 30 des Schaftes 9 vorhanden, wobei die Ventilführungsöffnung 36 näher am Brennraum 20 liegt, als dies bei der Einlaßschaftöffnung 30 des Schaftes 9 der Fall ist. Weiterhin ist im Übergangsbereich 31 zwischen Schaft 9 und Ventiltellerfläche 14 zumindest eine Auslaßöffnung 50 am Ventilteller 12 vorgesehen, die beispielsweise quer zur Ventillängsachse 5 aus der Ventiltellerfläche 14 ausgenommen ist, um eine Strömungsverbindung mit dem Hohlraum 28 des Schaftes 9 herzustellen. Der axiale Abstand der Ventilführungsöffnung 36 zur Einlaßschaftöffnung 30 sowie deren Öffnungsquerschnitte sind derart gewählt, daß es beim Übergang von der Schließstellung in die Offenstellung des Einlaßventils 1, insbesondere im Bereich der maximalen Offenstellung des Einlaßventils 1, zu einer Überdeckung der Einlaßschaftöffnung 30 mit der Ventilführungsöffnung 36 kommt, die in maximaler Offenstellung des Einlaßventil 1 vollständig ineinander münden. Bei sich überdeckenden Öffnungen 30, 36 strömt Druckluft vom Druckbehälter 45 über die Anschlußdruckleitung 42, das offen geschaltete Zweiwege-Ventil 44 in die Druckleitung 41 und über die Zylinderöffnung 40 in die Ventilführungsöffnung 36 in den Hohlraum 28 ein und über die zumindest eine Auslaßöffnung 50 aus der Ventiltellerfläche 14 wieder aus. Vorzugsweise sind mehrere Einlaßschaftöffnungen 30 am Umfang der äußeren Mantelfläche 34 des Schaftes 9 vorgesehen, so daß auch bei einer Rotation des Einlaßventils 1 eine Strömungsverbindung der Ventilführungsöffnung 36 mit zumindest einer der mehreren Einlaßschaftöffnungen 30 vorhanden ist. Es ist auch denkbar, am Umfang der Außenfläche 38 der Ventilführungshülse 7 mehrere Ventilführungsöffnungen 36 vorzusehen, die dann mit beispielsweise mehreren, schlitzförmigen Einlaßschaftöffnungen 30 korrespondieren, um in Offenstellung des Einlaßventils 1 stets eine Strömungsverbindung vom Druckluftbehälter 45 zur Auslaßöffnung 50 des Einlaßventils 1 herzustellen. Es ist auch möglich, daß im Bereich der Ventilführungsöffnung 36 an der Innenfläche 37 eine umlaufende Nut ausgebildet ist, mit der sich in Offenstellung die Einlaßschaftöffnung 30 in jeder Drehstellung des Einlaßventils 1 überdecken kann.

    [0014] Durch die im Bereich der Ventiltellerfläche 14 aus zumindest einer Auslaßöffnung 50 ausströmende Druckluft bildet sich in Offenstellung des Einlaßventils 1 ein Luftfilm, der im wesentlichen den Ventilteller 12 umgibt. Der Luftfilm verhindert, daß es insbesondere im kalten Zustand der Brennkraftmaschine sowie in bestimmten Betriebsbereichen der Brennkraftmaschine zu einer ansonsten stattfindenden Kondensation von Brennstofftröpfchen kommt, die sich dann insbesondere an der Ventiltellerfläche 14 anlagern. Wie in der Zeichnung dargestellt ist, ist es auch möglich, mehrere Auslaßöffnungen 50 aus der Ventiltellerfläche 14 auszunehmen, die zum Beispiel vom Übergangsbereich 31 zwischen Ventiltellerfläche 14 und Schaft 9 radial zum Hohlraum 28 führen, um durch die ausströmende Luft einen besonders gleichmäßigen Luftfilm an der Ventiltellerfläche 14 zu erzeugen. Es ist auch möglich, anstelle oder zusätzlich zu den Auslaßöffnungen 50 im Übergangsbereich 31 weitere Auslaßöffnungen 50 vorzusehen, die beispielsweise aus der Ventiltellerfläche 14 oder aus der äußeren Mantelfläche 34 des Schaftes 9, insbesondere in der Nähe des Ventiltellers 12, ausgenommen sind. Die Anordnung der Auslaßöffnungen 50 kann auch derart erfolgen, daß eine Vielzahl von Auslaßöffnungen 50 siebförmig die Ventiltellerfläche 14 durchlöchern. Die aus der Vielzahl von Auslaßöffnungen 50 austretende Druckluft erzeugt einen besonders gleichmäßigen Luftfilm, der dann die ganze Ventiltellerfläche 14 mit dem Ventilteller 12 umgibt.

    [0015] Es ist aber auch möglich, die Ventiltellerfläche 14 mit einer rauhen Oberfläche auszubilden, welche die aus einer Auslaßöffnung 50 oder beispielsweise aus mehreren Auslaßöffnungen 50 austretende Druckluft an der rauhen Oberfläche derart verwirbelt, daß sich ein Luftstrom um den Ventilteller 12 herum ausbildet. Die Herstellung einer rauhen Oberfläche der Ventiltellerfläche 14 kann beispielsweise durch einen Sinterprozeß erfolgen, bei dem eine Metallschicht auf die Ventiltellerfläche 14 aufgebracht wird, um eine rauhe Oberfläche zu erzeugen. Zur Herstellung der Auslaßöffnungen 50 und der rauhen Oberfläche der Ventiltellerfläche 14 ist es auch möglich, das Einlaßventil 1 zweiteilig auszubilden, wobei ein Teil beispielsweise aus dem Schaft 9 und ein Teil aus dem Ventilteller 12 besteht, die nach der getrennten Bearbeitung von Schaft 9 und Ventilteller 12 wieder zusammengefügt werden.

    [0016] Das Ausblasen der Druckluft am Einlaßventil 1 ist insbesondere während der Kaltstartphase und der nachfolgenden Warmlaufphase sowie in bestimmten Betriebsbereichen der Brennkraftmaschine vorgesehen. Der Zeitpunkt der Druckluftzufuhr ist einerseits abhängig vom gewählten Abstand der wenigstens einen Ventilführungsöffnung 36 zur wenigstens einen Einlaßschaftöffnung 30 und andererseits vom Zweiwege-Ventil 44 steuerbar. Das Zweiwege-Ventil 44 ist hierzu beispielsweise über eine elektrische Anschlußleitung 52 an ein elektronisches Steuergerät 53 angeschlossen, das nur bei bestimmten Betriebsbereichen, insbesondere in der Kaltstartphase der Brennkraftmaschine, das Zweiwege-Ventil 44 in eine Offenstellung bringt, um Druckluft aus dem Einlaßventil 1 auszublasen. Die Druckluftzufuhr ist insbesondere während der ersten 120 Sekunden nach dem Start der Brennkraftmaschine vorgesehen. Es ist aber auch möglich, die Druckluftzufuhr zusätzlich noch in Betriebsbereichen der Brennkraftmaschine durchzuführen, bei denen beispielsweise nur kurzzeitig erhöhte schädliche Bestandteile im Abgas, zum Beispiel bei Vollast, auftreten. Derartige Betriebsbereiche können vom elektronischen Steuergerät 53 mittels mit dem Steuergerät 53 verbundener Sensoren erfaßt werden.

    [0017] Die über die Ventiltellerfläche 14 des Ventiltellers 12 abgegebene Druckluft bewirkt zudem, daß eine verbesserte Vermischung des vom Brennstoffeinspritzventil 24 abgegebenen Brennstoffs, insbesondere im Brennraum 20, stattfindet. Dies führt zu einer optimalen Verbrennung des Brennstoffs im Brennraum 20, wodurch sich auch der Brennstoffverbrauch der Brennkraftmaschine reduziert. Überdies erfolgt durch die im Hohlraum 28 strömende und aus dem Ventilteller 12 ausströmende Druckluft eine Kühlung des Einlaßventils 1, so daß dessen thermische Belastung, insbesondere bei Vollast der Brennkraftmaschine, reduziert wird, wodurch sich unter anderem die Lebensdauer des Einlaßventils 1 erhöht.


    Ansprüche

    1. Anordnung zur Zufuhr von unter Druck stehendem gasförmigen Medium, insbesondere Druckluft, zu einem Einlaßventil (1) für einen Brennraum (20) einer Brennkraftmaschine, wobei das Einlaßventil einen Schaft (9) und einen Ventilteller (12) mit einer dem Brennraum (20) abgewandten Seite aufweist, zu der das unter Druck stehende gasförmige Medium gelangt,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    in dem Schaft (9) ein länglicher Hohlraum (28) ausgebildet ist, der zumindest eine Einlaßschaftöffnung (30) und zumindest eine Auslaßöffnung (50) aufweist, welche an der dem Brennraum (20) der Brennkraftmaschine abgewandten Seite des Einlaßventils vorgesehen ist, wobei das unter Druck stehende gasförmige Medium über die Einlaßschaftöffnung (30) in den Hohlraum einströmt und aus diesem über die Auslaßöffnung (50) ausströmt, so daß ein im wesentlichen den Ventilteller(12) umgebender Film entsteht, der eine Kondensation von Brennstoff am Ventilteller vermeidet.
     
    2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine Auslaßöffnung (50) in einem Übergangsbereich (31) zwischen Ventilteller (12) und Schaft (9) vorgesehen ist.
     
    3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine Auslaßöffnung (50) aus einer dem Brennraum (20) abgewandten Ventiltellerfläche (14) des Ventiltellers (12) ausgenommen ist.
     
    4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine Auslaßöffnung (50) aus einer äußeren Mantelfläche (34) des Schaftes (9) ausgenommen ist.
     
    5. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Auslaßöffnungen (50) vorgesehen sind, die sich radial vom Hohlraum (28) zum Ventilteller (12) erstrecken.
     
    6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine dem Brennraum (20) abgewandte Ventiltellerfläche (14) des Ventiltellers (12), über die das aus der zumindest einen Auslaßöffnung (50) austretende Medium strömt, rauh ausgebildet ist.
     
    7. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Einlaßventil (1) aus zwei Teilen, dem Schaft (9) und dem Ventilteller (12), hergestellt ist.
     
    8. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu der zumindest einen Einlaßschaftöffnung (30) eine Leitung (41, 42) führt, in welcher ein Zweiwege-Ventil (44) untergebracht ist, das die Zufuhr des unter Druck stehenden, gasförmigen Mediums unterbrechen kann.
     
    9. Anordnung nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektronisches Steuergerät (53) vorgesehen ist, das die Zufuhr des unter Druck stehenden, gasförmigen Mediums derart steuert, daß nur bei bestimmten Betriebsbereichen, insbesondere in der Kaltstartphase der Brennkraftmaschine, eine Zufuhr des Mediums zu dem Einlaßventil (1) erfolgt.
     
    10. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das gasförmige Medium einem Druckluftbehälter (45) entstammt, dem eine Pumpvorrichtung (47) das Medium unter Druck zuführt.
     


    Claims

    1. Arrangement for supplying pressurized gaseous medium, in particular compressed air, to an inlet valve (1) for a combustion space (20) of an internal combustion engine, the inlet valve having a shaft (20) and a valve head (12) with a side which faces away from the combustion space (20) and to which the pressurized gaseous medium is fed, characterized in that an elongated cavity (28) is formed in the shaft (9) said cavity (28) having at least one inlet shaft opening (30) and at least one outlet opening (50) which is provided on the side of the inlet valve which faces away from the combustion space (20) of the internal combustion engine, the pressurized gaseous medium flowing into the cavity via the inlet shaft opening (30) and flowing out of it via the outlet opening (50), with the result that a film which essentially surrounds the valve head (12) and which avoids fuel condensing on the valve head is produced.
     
    2. Arrangement according to Claim 1, characterized in that the at least one outlet opening (50) is provided in a transition area (31) between the valve head (12) and shaft (9).
     
    3. Arrangement according to Claim 1 or 2, characterized in that the at least one outlet opening (50) is made in a valve head face (14), facing away from the combustion space (20) of the valve head (12).
     
    4. Arrangement according to Claim 1, characterized in that the at least one outlet opening (50) is made in an outer surface (34) of the shaft (9).
     
    5. Arrangement according to Claim 2 or 3, characterized in that a plurality of outlet openings (50) are provided which extend radially from the cavity (28) to the valve head (12).
     
    6. Arrangment according to Claim 1, characterized in that a valve head face (14), facing away from the combustion space (20) of the valve head (12), via which the medium emerging from the at least one outlet opening (50) flows, is made rough.
     
    7. Arrangement according to Claim 1, characterized in that the inlet valve (1) is produced from two parts, the shaft (9) and the valve head (12).
     
    8. Arrangement according to Claim 1, characterized in that a line (41, 42) leads to the at least one inlet shaft opening (30), a two-way valve (44) which can interrupt the supply of the pressurized gaseous medium being accommodated in said line.
     
    9. Arrangement according to Claim 1 or 8, characterized in that an electronic control unit (53) is provided which controls the supply of the pressurized gaseous medium in such a way that the medium is supplied to the inlet valve (1) only in certain operating ranges, in particular in the cooled-starting phase of the internal combustion engine.
     
    10. Arrangement according to Claim 1, characterized in that the gaseous medium originates from a compressed air vessel (45) to which a pumping device (47) feeds the medium under pressure.
     


    Revendications

    1. Dispositif servant à amener un agent se trouvant sous pression sous la forme gazeuse, en particulier de l'air comprimé, à une soupape d'admission (1) d'une chambre de combustion (20) d'un moteur à combustion interne, la soupape d'admission présentant une tige (9) et une tête (12) avec un côté tourné à l'opposé de la chambre de combustion (20), vers lequel arrive l'agent sous pression se trouvant sous la forme gazeuse,
    caractérisé en ce que
    dans la tige (9) est constituée une cavité longitudinale (28) qui présente au moins un orifice d'entrée (30) et au moins un orifice de sortie (50) qui est prévu sur le côté de la soupape d'admission qui est tourné à l'opposé de la chambre de combustion (20) du moteur à combustion interne, le fluide qui se trouve sous pression sous la forme gazeuse entrant par l'orifice d'entrée (30) dans la cavité et s'écoulant hors de celle-ci par l'orifice de sortie (50), de telle sorte qu'il se produise un film entourant sensiblement la tête de la soupape (12) qui évite une condensation du carburant sur la tête de la soupape.
     
    2. Dispositif selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    l'un au moins des orifices de sortie (50) est prévu dans une zone de passage (31) située entre la tête de la soupape (12) et sa tige (9).
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé en ce que
    l'un au moins des orifices de sortie (50) est pratiqué à partir d'une face de la tête (12) de la soupape qui est tournée à l'opposé de la chambre de combustion (20).
     
    4. Dispositif selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    l'un au moins des orifices de sortie (50) est pratiqué à partir d'une surface enveloppante extérieure (34) de la tige (9).
     
    5. Dispositif selon la revendication 2 ou 3,
    caractérisé en ce qu'
    on prévoit plusieurs orifices de sortie (50) qui s'étendent radialement à partir de la cavité (28) vers la tête de la soupape (12).
     
    6. Dispositif selon la revendication 1,
    caractérisé en ce qu'
    on constitue de façon rugueuse l'une des faces (14) de la tête de la soupape (12) qui est tournée à l'opposé de la chambre de combustion (20), par l'intermédiaire de laquelle s'écoule le fluide qui sort d'au moins l'un des orifices de sortie (50).
     
    7. Dispositif selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    la soupape d'admission (1) est fabriquée en deux parties, la tige (9) et la tête de la soupape (12).
     
    8. Dispositif selon la revendication 1,
    caractérisé en ce qu'
    une conduite (41, 42) mène à au moins l'un des orifices d'entrée (30), conduite dans laquelle est logé une vanne à deux voies (44) qui peut interrompre l'arrivée de l'agent qui se trouve sous pression sous la forme gazeuse.
     
    9. Dispositif selon la revendication 1 ou 8,
    caractérisé en ce qu'
    on prévoit un appareil électronique (53) qui commande l'arrivée de l'agent qui se trouve sous pression sous la forme gazeuse d'une manière telle qu'une arrivée de l'agent à la soupape d'admission (1) a seulement lieu quand le moteur à combustion interne est dans des zones de fonctionnement déterminées, en particulier dans la phase de démarrage à froid.
     
    10. Dispositif selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    l'agent sous forme de gaz provient d'un réservoir d'air comprimé (45) auquel un dispositif de pompage (47) amène l'agent sous pression.
     




    Zeichnung