[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verlegen eines mittels Klettverschlusses
am Boden zu befestigenden Teppichs, wobei der Teppich unterseitig vollflächig schlaufenartig
ausgebildet ist und das Gegenverschlußelement des Klettverschlusses auf dem Boden
verklebt wird, wobei weiter eine Verspannung des Teppichs mittels eines Spannwerkzeuges
vorgenommen wird.
[0002] Verfahren dieser Art sind bekannt, ebenso Spannwerkzeuge, die als Zugspanner oder
Schubspanner wirken. Es sei diesbezüglich auf die folgenden Veröffentlichungen verwiesen:
EP 0710461 A1, WO 9000877 A1, US 3980274, US 3963216 und US 512 305. Nachteilig an
diesen Verlegeverfahren sind die Bildung hintergreifbarer, leistenartiger Lagerpunkte
für das ziehende Spannen (siehe US 3 980 274).
[0003] Verlegesysteme unter Verwendung von Flächenverschlüssen wie Klettelemente sind ebenfalls
bekannt. Es sei auf die GB-PS 1 187 103 verwiesen. Hier kommen Klettbandstreifen zur
Anwendung, während eine vollflächige Verlegung aus der GB-PS 1 546 901 bekannt ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Teppich-Verlegeverfahren anzugehen, das besondere
Hintergriffleisten als Lagerpunkte entbehrlich macht und trotzdem eine zufriedenstellend
hohe Zugspannung erbringt.
[0005] Diese Aufgabe ist zunächst und im wesentlichen durch die im Anspruch 1 genannten
Verfahrensmerkmale gelöst, wobei darauf abgestellt ist, daß die Verspannung zwischen
einem ersten und einem zweiten Gegenverschlußelement durchgeführt wird, wobei ein
Randabschnitt des Teppichs in Spannstellung über das zweite Gegenverschlußelement
hinausragt und daß, sodann eine Befestigung des Randabschnitts mittels eines dritten
Gegenverschlußelements erfolgt. An ein anfängliches Fixieren des Teppichs im Sinne
einer wandnahen Grundverankerung schließt der Hauptverlegebereich an, der gleichsam
zwischenfixiert wird am zweiten Gegenverschlußelement, das alles unter wirksamer Zugspannung.
Erst dann wird das Greifende des Teppichs, also der der Anfangsfixierung gegenüberliegende
Randabschnitt am dritten Gegenverschlußelement gehaltert. Dieser letzte Schritt geschieht
nicht unter der erreichten Grundspannung des Teppichs. Er bildet geradezu eine Entspannungsreserve.
Die wirkt spannungsvergleichmäßigend.
[0006] Die Erfindung bezieht sich weiter auf ein Verfahren zum Verlegen eines mittels Klettverschlusses
am Boden zu befestigenden Teppichs, wobei der Teppich unterseitig vollflächig schlaufenartig
ausgebildet ist und das Gegenverschlußelement des Klettverschlusses als streifenartiges
Hakenband auf dem Boden verklebt wird, wobei weiter eine Verspannung des Teppichs
mittels eines Spannwerkzeuges vorgenommen wird, wobei das Spannwerkzeug fußseitig
einerseits auf dem Hakenband und andererseits auf einer Teppichoberseite abgestützt
wird, wobei darauf abgestellt ist, daß die Abstützung auf dem Hakenhand mittels einer
schlaufenartig ausgebildeten Fußunterseite des Spannwerkzeuges erfolgte Das ergibt
ein betriebsgerechtes Andocken praktisch in der Legeebene des Teppichs. Entsprechend
schlaufenartiges Grundmaterial bildet ohnehin das Basismaterial des Zweitrückens,
steht also als Ausgangsprodukt branchenbezogen zur Verfügung. Die Zugrichtung liegt
in der Scherebene; bringt einen großen Widerstand auf. Einen ebenso stabilen teppichseitigen
Andockbereich erhält man dadurch, daß die Abstützung auf der Teppichoberseite mittels
einer krallenartigen Fußunterseite erfolgt. Eine besonders günstige Verlegewendigkeit
ergibt sich weiter dadurch, daß ein Standfuß um eine senkrecht zur Quer- und Längsachse
verlaufende Hochachse drehbeweglich ist. In den Ecken läßt sich das Spannwerkzeug
daher angepaßt zuggünstig ausrichten, beispielsweise auch in einer gehrungsartigen
Ausrichtung zur Bodenecke. Die als verlegegünstig empfundene Stellung des Standfußes
läßt sich überdies in der gewünschten Drehstellung jeweils festlegen. Für das anschließende
Aufheben der gleichsam verkrallten Abstützung auf dem Hakenrand erweist es sich sodann
als günstig, daß an dem Spannwerkzeug eine Aushebeleinrichtung vorgesehen ist. Das
erleichtert die Durchführung des Verfahrens und ist auch baulich in keiner Weise aufwendig,
da die Aushebeleinrichtung dem ohnehin vorhandenen Standfuß zuordbar ist. Besagte
Aushebeleinrichtung weist einen Hebel auf, der einseitig einen Betätigungsgriff und
anderseitig, jenseits einer Hebelgelenkstelle, einen Abstemmabschnitt aufweist. Konkret
sitzt der Hebel an einer Vertikalhalterung des Standfußes. Als die Anwendung des Verfahrens
noch weiter erleichterndes Hilfswerkzeug dient eine Streifeinrichtung. Diese beim
Teppichlegen verwendbare Streifeinrichtung ist gekennzeichnet durch zwei im wesentlichen
parallel zueinander verlaufende, vertikal ausgerichtete, durch einen Bügel miteinander
verbundene Streifleisten. Über diese lassen sich legefalten bequem "ausbügeln". Die
Streifeneinrichtung ist dazu greifgünstig gestaltet, dies dadurch, daß der Bügel einen
Griffabschnitt aufweist. Die Streifleisten sind überdies in Längenerstreckung unterschiedlich.
Weniger freiliegende Partien des Teppichs lassen sich einfach über die kürzere Streifleiste
bearbeiten. Das Längenverhältnis der Streifleisten ist im wesentlichen 2 bis 5 zu
1. Eine gute rakelartige Handhabung der Streifeinrichtung ist gegeben, wenn eine Streifleiste
im Querschnitt im wesentlichen keilförmig mit nach unten gerichteter Keilspitze ausgebildet
ist, wobei die Keilspitze stumpf gestaltet ist. Es kann sich hierbei um eine konvexe
Querverrundung der Keilspitzen handeln.
[0007] Weiter ist die Aufgabe durch die im Anspruch 15 genannten Verfahrensmerkmale gelöst,
wobei darauf abgestellt ist, daß das Spannwerkzeug bei fußseitig gleichartiger, einen
Verhakungseingriff im wesentlichen ausschließender Ausbildung zu dem Gegenverschlußelement
zum Verspannen in flächenseitigen Fügeeingriff zu dem Gegenverschlußelement gebracht
wird. Auf diese Weise ist das Verlegesystem günstigst für das Verspannen des Teppichs
genutzt. Es verbleiben keine exponierten Bereiche etwa im Sinne von Stolperkanten.
Der allenfalls ganz geringe Höhenvorsprung des Gegenverschlußelements ist vernachlässigbar.
Wie überraschend gefunden wurde, nimmt der Fügeeingriff im Grunde identischer Gegenverschlußelemente
sehr hohe Scherkräfte auf. Diese Eigenschaft wird beim Verspannen genutzt. Weiter
wird vorgeschlagen, daß zwei in Spannrichtung hintereinander angeordnete Gegenverschlußelemente
vorgesehen sind, wobei das Spannwerkzeug in Fügeeingriff zu dem hintersten Gegenverschlußelement
gebracht wird und der Teppich mit beiden Gegenverschlußelementen verhaftet wird. Das
hat den Vorteil der Zwischensicherung und den eines Spannziehens bis zu dem hintersten
Gegenverschlußelement. Alternativ kann jedoch auch so vorgegangen werden, daß die
Verhaftung des Teppichs mit dem hintersten Gegenverschlußelement im wesentlichen ohne
Aufbringung von Längsspannung durchgeführt wird. Das Festlegen am hintersten Gegenverschlußelement
kann demgemäß von Hand geschehen. Hierüber wird sogar eine gewisse Entspannungsreserve
gebildet, beispielsweise wenn in verschiedenen Bereichen bezüglich einer Hauptspannkraft
eine unterschiedliche Spannung auf den Teppich ausgeübt wurde.
[0008] Ein Spannwerkzeug zum Verlegen eines mittels Klettverschlusses verlegten Teppichs,
insbesondere durch ein Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis 17
ist vorteilhaft ausgebildet durch einen unterflächig gleichartig zu einem Element
des Klettverschlusses ausgebildeten, einen Verhakungseingriff im wesentlichen ausschließenden
Standfuß. Baulich günstig ist es dabei, daß die Unterfläche des Standfußes rippenartig
ausgebildet ist. Dabei verlaufen die Rippen der Unterfläche des Standfußes im wesentlichen
quer zur Spannrichtung. Hierbei ist die Unterfläche des Standfußes in einfacher Weise
durch ein Klettverschluß-Hakenelement gebildet. Bezüglich solcher Klettverschluß-Hakenelemente
wird auf die nicht vorveröffentlichte Gebrauchamuster-Anmeldung 296 06 448 verwiesen.
Deren Offenbarungsinhalt wird voll inhaltlich hier mit einbezogen, auch zu dem Zweck,
Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
[0009] Vorteilhaft an einem Spannwerkzeug gemäß Anspruch 18 wobei das Spannwerkzeug weiterhin
einen Verschiebefuß aufweist zur Zusammenwirkung mit einer Teppich-Oberseite, wobei
weiter der Standfuß und der Verschiebfuß voneinander wegbewegbar sind, ist es, daß
seine Eingriffsfläche im wesentlichen nagelbrettartig ausgebildet ist.
[0010] Auch erweist es sich an einem Spannwerkzeug noch als vorteilhaft, daß das Nadelbrett
eine teppichseitige Querwölbung aufweist. Das hat den Vorteil, daß zunächst nur der
Zenit einer solchen Querwölbung aufsetzt und mit dem Teppich verhaftet wird. Eine
korrigierende Repositionierung ist damit erleichtert. Unter Betätigung des Spannwerkzeuges
schmiegt sich das Nagelbrett aufgrund einer ihm außerdem gegebenen Flexibilität vollends
an die ebene Fläche des Teppichs an, wobei dann die weiteren Nägel oder Haken in den
Flor oder dergleichen verkrallend eintauchen. Sodann ist es noch von Vorteil, daß
das Nagelbrett austauschbar am Verschiebefuß gehaltert ist.
[0011] Ein Spannwerkzeug zum Verlegen eines mittels Klettverschlusses verlegten Teppichs,
insbesondere durch Anwendung eines Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, ist weiter dadurch vorteilhaft ausgebildet, daß der Verschiebefuß schlittengeführt
ist und über einen ein Klinkengesperre aufweisenden, handhebelbetätigbaren Kniehebel
angetrieben wird, dem eine Zug/Schub-Stange zugeordnet ist, welche den Verschiebefuß
unter Spannzug des Teppichs in Richtung des Standfußes drückt. Über den Kniehebel
lassen sich die Betätigungskräfte moderat halten. Dabei wird ein kraftvoller Zug ausgeübt.
Um eine diesbezüglich jeweils gleichwertige Spannkraft zu entwickeln, bringt die Erfindung
in Vorschlag, daß die Zug/Schub-Stange vermittels eines Druckkraftbegrenzers auf den
Verschiebefuß einwirkt. Es kann sich hier um Einrichtungen handeln, wie sie bei Drehmomentenschlüsseln
gängig sind. Eine besonders einfache Lösung ergibt sich dadurch, daß der Druckkraftbegrenzer
aus einer vorgespannten Feder besteht. Um die Wirksamkeit auch augenscheinlich zu
machen, besteht ein Vorschlag in einer Hubweganzeige am Druckkraftbegrenzer.
[0012] Verfahren und Vorrichtungen in Form von Werkzeugen sind nachstehend anhand von Anwendungs-
und Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- die Verlegung des Teppichs in einer Ansetzphase, vor Ausübung des Spannzuges durch
ein Spannwerkzeug,
- Fig. 2
- die Verlegung im Zustand der Vorspannverbindung,
- Fig. 3
- das Sichern der Teppichspannung durch Aufbringen des Teppichs auf ein Gegenverschlußelement,
- Fig. 4
- den Teppich bei abgeschlossener Verspannung, vor dem Abtrennen einer überstandslänge,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf den Boden in einer abgewandelten Verlegeweise,
- Fig. 6
- das Gegenverschlußelement des Gegenverschlusses als Hakenelement, in vergrößerter
perspektivischer Blockbilddarstellung,
- Fig. 7
- das Hakenelement in Fügeeingriff mit einem spannwerkzeugseitigen Fügepartner, ebenfalls
schaubildlich,
- Fig. 8
- in gegenüber Figur 1 vergrößerter Darstellung das hintere Gegenverschlußelement,
- Fig. 9
- den mit einem Nagelbrett versehenen Verschiebefuß in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 10
- das in der Zeichnung rechtsseitige Gegenverschlußelement des Klettverschlusses, in
Eingriff gebracht mit dem teppichseitigen, klettschlaufentragenden Zweitrücken des
Teppichs,
- Fig. 11
- einen Hakenbahnabschnitt in Perspektive, wobei die Haken durch Linien angedeutet sind,
wobei aber das Hakenelement bezüglich Basis, Selbstklebeschicht und Folie reihenförmig
mit Löchern versehen ist,
- Fig. 12
- die Verlegung des Teppichs in einer Ansetzphase vor Ausübung des Spannzuges durch
ein weitergebildetes Spannwerkzeug, bei der die Abstützung auf dem Hakenband mittels
einer schlaufenartig ausgebildeten Fußunterseite des Spannwerkzeuges erfolgt,
- Fig. 13
- die Verlegung im Zustand der Vorspannverbindung,
- Fig. 14
- das Sichern der Teppichspannung durch Aufbringen des Teppichs auf ein Gegenverschlußelement
(die abgeschlossene Verspannung vor dem Abtrennen einer Überstandslänge gemäß Figur
4 ist bei Einsatz dieses Spannwerkzeuges nicht mehr besonders dargestellt), mit Streifeinrichtung,
- Fig. 15
- das Spannwerkzeug in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 16
- dasselbe in Seitenansicht in Spannstellung gemäß Figur 13,
- Fig. 17
- den Schnitt gemäß Linie XVII-XVII in Figur 16, gegenüber Figur 16 jedoch vergrößert,
- Fig. 18
- den Schnitt gemäß Linie XVIII-XVIII in Figur 16,
- Fig. 19
- ein Detail des Kniehebelantriebs des Spannwerkzeuges,
- Fig. 20
- in perspektivischer Einzeldarstellung die Streifeinrichtung,
- Fig. 21
- dieselbe in Seitenansicht,
- Fig. 22
- die Verlegung des Teppichs in einer Ansetzphase vor Ausübung des Spannzuges durch
ein nochmals weitergebildetes, nun einen Druckkraftbegrenzer aufweisendes Spannwerkzeug,
wobei der Handhebel eines damit betätigbaren Kniehebels sich in Grundstellung befindet,
- Fig. 23
- eine der Figur 22 entsprechende Darstellung, also den Zustand des Spannzugs am Teppich
darstellend,
- Fig. 24
- eine Herausvergrößerung des Kniehebels, partiell aufgeschnitten und gegenüber Figur
22 vergrößert.
[0013] Der als Verlegeort dargestellte Raum 1 nimmt auf einem Boden 2 einen im wesentlichen
in Richtung x zu verspannenden Teppich 3 auf.
[0014] Zur bodenseitigen Verhaftung des Teppichs 3 dient ein Flächenverschluß in Form eines
sogenannten Klettverschlusses K.
[0015] Bestandteile des Klettverschlusses K sind ein Schlaufenelement 5 und ein Hakenband
6. Letzteres fungiert als Gegenverschlußelement G.
[0016] Bezüglich des Schlaufenelements 5 handelt es sich um in Richtung des Bodens 2 weisende
Schlaufen 7 einer Schlaufenbahn, welche die Unterseite des Teppichs 3 als textiler
Zweitrücken 8 vollflächig unterfängt. Statt Schlaufen 7 bildender Noppen kann der
textile Zweitrücken 8 auch von einem Vlies gebildet sein, welches zufolge eng liegender
Steppnähte hakenhintergreifbare Filamentabschnitte bietet. Die Halterung des Zweitrückens
8 an der Unterseite des Teppichs 3 kann über einen Klebeverbund erzeugt sein.
[0017] Bezüglich des Hakenbands 6 des Klettverschlusses K handelt es sich um eine Vielzahl
reihenweise angeordneter Haken 9 als Verhaftungselemente (vergleiche Figur 6). Die
Haken 9 gehen zu ihrem freien Ende hin in einen Hakenkopf 10 über. In besagter Figur
ist nur ein relativ kleiner, stark vergrößerter Ausschnitt des Hakenbandes 6 anschaulich
wiedergegeben.
[0018] Zwischen den einzelnen, jeweils paarig nebeneinander gestellten Haken 9 besteht eine
Lücke 11. Die Hakenöffnungen paarig stehender Haken 9 sind gegenläufig gerichtet.
Die reihenförmige Anordnung, gesehen in der größeren Hakenbreitenfläche, führt zu
mehrgleisigen Strukturen des Hakenbandes 6, zu bezeichnen als R1,R2 usw. Statt flächiger
Haken 9 können auch rotationssymetrische Haken realisiert sein, beispielsweise in
Art pilzförmiger oder trompetenförmiger Stifte, fungierend als Verklettungspatrizenteile.
Die Hakentiefe, gemessen von der Oberseite des Hakenkopfes 10 bis zu einer folienartigen
Basis 12 des Hakenbandes 6, beträgt vorzugsweise 0,7 mm bis 0,8 mm. Die Gesamtdicke
des ebenflächigen Hakenelements 6 beträgt knapp 1 mm.
[0019] Die Unterseite des Hakenbandes 6 bzw. der Basis 12 ist glattflächig. Sie trägt eine
Selbstklebeschicht 13. Die Selbstklebeschicht 13 erlaubt ein rutschsicheres Festlegen
des Hakenbandes 6 auf den Boden 2. Im Bevorratungszustand ist die Selbstklebeschicht
13 durch eine Schutzabdeckung in Form einer Folie 14 überfangen. Letztere bildet die
notwendige Trennschicht. Andererseits kann es sich aber auch um eine gesonderte Silikonschicht
handeln, die mit der Schutzabdeckung 14 verbunden wäre. Die Bevorratungsform des bandförmigen
Schlaufenelements 5 ist der Wickel.
[0020] Zum Verspannen des zu legenden Teppichs 3 dient ein Spannwerkzeug S. Das ist in Verlegerichtung,
also in Richtung des Pfeiles x in Form einer Brücke gestaltet. Deren Spannweite läßt
sich mittels Handhebelvorrichtung 15 verändern, zum Spannen vorzugsweise, verringern.
Zwischengeschaltet ist ein Klinkengesperre, eine Seiltrommel mit Zugseil und eine
Rückholfeder. Über 15 erfolgt besagtes Verringern. Die Feder wirkt in Richtung der
Weitung, nach entsprechender Freigabe des Klinkengesperres.
[0021] Das portalartig gestaltete Spannwerkzeug S umfaßt weiter einen von dessen Brückensteg
ausgehenden, bodenwärts gerichteten Standfuß 16. Es kann sich um ein Fußpaar handeln.
Der Standfuß 16 fungiert als einen Fixpunkt mit dem Boden 2 herbeiführender Part des
Spannwerkzeugs S.
[0022] Der andere Fuß ist ein Verschiebefuß 17. Er ist ebenfalls in Richtung des Bodens
2 ausgerichtet und mit dem zu spannenden Teppich 3 reversibel verbindbar. Dieser bewegliche
Verbindungspunkt zum Teppich 3 hin bildet eine Eingriffsfläche 18 in Form eines Nagelbretts.
Dessen Nägel oder Nadeln sind schräggestellt. Es sei auf Figur 9 verwiesen. Die etwa
bei 60° liegende Schrägung bildet praktisch Multi-Zughaken, die in Spannrichtung Pfeil
x tiefer in die Lauffläche des Teppichs 3 widerhakenartig eingreifen und so einen
sicheren Zugpunkt bilden.
[0023] Der Verschiebefuß 17 des U-förmiges Profil aufwiesenden Spannwerkzeugs S kann ebenfalls
paarig ausgebildet sein. Die vertikale Säulen bildenden Füße 16 und 17 sind die U-Schenkel
und der eigentliche, bodenabgewandte Brückenabschnitt ist der U-Steg. Die U-Öffnung
weist nach unten.
[0024] Der oben angedeutete Fixierpunkt zwischen Standfuß 16 und dem Boden 2 wird unter
Verwendung von Elementen des Klettverschlusses K erreicht. Dies bodenseitig dergestalt,
daß dort ein quer zur Richtung Pfeil x verlegtes Hakenband 6 wandnah angebracht wird.
Das geschieht unter Vermittlung der Selbstklebeschicht 13. Die Haken 9 sind dabei,
wandparallel ausgerichtet, nach oben weisend.
[0025] Das Spannwerkzeug S ist bei fußseitig gleichartiger, jedoch einen Verhakungseingriff
im wesentlichen ausschließender Ausbildung zu dem Gegenverschlußelement G zum Verspannen
in flächenseitigen Fügeeingriff zu dem Gegenverschlußelement bringbar. Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel handelt es sich ebenfalls um ein Element des Klettverschlusses
K am Standfuß 16. Aufgrund der in Schmalrichtung der Haken 9 vorgegebenen Reihung
derselben und der parallelen seitlichen Lücke 11 dazu, ist die Unterfläche des Standfußes
16 rippenförmig ausgebildet. Solche Rippen sind aufgrund der Ausformung von Haken
9 zwar unterbrochen; die zwischen Reihe R1,R2 usw. liegenden, in Spannrichtung offenen
zahnlückenartigen Abstände sind aber so klein, daß es nicht zu einem seitlichen Herausschlüpfen
bzw. -rangieren der Haken 9 verbundener Gegenverschlußelemente G kommt. Diesbezüglich
mitwirkend ist auch die fliehende Gestalt der Haken 9, die sich in Fügeeingriff gegenläufig
schräg ausgerichtet zuordnen lassen (vgl. Figur 7), also überlappen.
[0026] Die Rippen respektive reihenförmig angeordneten Haken 9 sind in Bandlängsrichtung
des Hakenbands 6 orientiert, so daß die Rippen d.h. Haken 9 der Unterfläche des Standfußes
16 im wesentlichen quer zur Spannrichtung Pfeil x verlaufen.
[0027] Die Unterfläche des Standfußes 16 wie auch des Verschiebefußes 17 ist durch eine
Fußleiste gegenüber dem Querschnitt der Säulenabschnitte der Füße 16,17 deutlich verbreitert.
Die ganze Unterfläche von 16 ist hakenbesetzt und die von 17 benagelt. In Spannrichtung
Pfeil x entspricht die Verbreiterung der doppelten Breite der in gleicher Richtung
gemessenen Seite der Füße 16 bzw. 17. Der Überstand ist beidseitig gleich.
[0028] Das Verlegen des Teppichs 3 geschieht wie folgt: Man beginnt mit der Fixierung des
ausgerichteten Teppichs 3, auch bezeichnet als Teppichboden, auf einer Raumseite 19
des Raumes 1. Das ist in der Zeichnung rechts. Wandnah wird dort ein erster Streifen
I des Hakenbandes 6 verlegt. Nach dortiger Fixierung des Teppichs 3 zufolge Eingriffs
der Haken 9 in die Schlaufen 7 des Zweitrückens 8 wird ein zweiter Streifen II des
Hakenbandes 6 in einem Abstand y zur anderen Raumseite 20 placiert. Danach erfolgt
das Legen eines dritten Streifens III des Hakenbandes 6, und zwar ummittelbar am Fuß
der dortigen Raumseite 20, also ganz links.
[0029] Die untereinander parallele Ausrichtung aller drei Streifen I bis III wird über die
erläuterte Selbstklebeschicht 13 gesichert. Deren Haftkraft in Scherrichtung (Spannrichtung
Pfeil x) ist größer als die aufzubringende Spannung über das schemelförmige Spannwerkzeug
S.
[0030] Unter Hinweis auf Figur 1 wird das der Raumwand 20 zugewandte Ende des Teppichs 3
vor dem zweiten Streifen II umgeschlagen, d.h. in Richtung der rechtsseitigen Raumseite
19 gefaltet. Dieser Randabschnitt des Teppichs 3 trägt das Bezugszeichen 3'. Danach
wird das Spannwerkzeug S eingesetzt. Das geschieht so, daß der Standfuß 16 auf den
unbedeckten, unmittelbar wandseitigen oder hinteren Streifen III aufgesetzt wird.
Da die Rippen respektive Haken 9 an der Unterseite des Standfußes 16 gleichgerichtet
verlaufen zu den Haken 9 des dritten Streifens III, kommt es dort zu einem Fügeeingriff
zwischen den durchgängigen, zur Raumwand 20 parallelen Hakenlinien und Vertiefungslinien,
letztere realisiert durch die Lücken 11. Die so gegebene Vielzahl der Abstützflächen
in Spannungsrichtung Pfeil x zwischen den Fügepartnern führt zu einer wirksamen Steckkupplung
und damit zur Aufnahme hoher Sperrkräfte. Dabei lassen sich die untereinander gleichen
Matrizen- und Patrizenteile nahezu reibungsfrei wieder trennen, so wie sie sich auch
reibungsfrei fügen lassen. Diese Eigenschaft wird von dem Spannwerkzeug S voll genutzt,
indem dieses ohne erhöhten Kraftaufwand durch den Fügevorgang in den am Boden 2 in
Wandnähe der Raumseite 20 verklebte hintere Streifen III eingesetzt werden kann und
quer zu diesem durch die zuvor beschriebene Anordnung der Hakenlinien/Vertiefungslinien,
die sich horizontal entwickelnde Spannkraft zwischen dieser als Fixierungspunkt wirkenden
Verbindung und dem Teppich 3 aufbauen kann.
[0031] Der zweite Fuß, der Verschiebefuß 17 also, ist zufolge der nagelbrettartigen Ausbildung
und geschilderten Schrägstellung seiner Eingriffselemente widerhakenartig gestaltet.
Er (17) kann so schlupffrei und wegen der Vielzahl entsprechender Nägel der Spitzen
schlupffrei in den Teppich 3 eingreifen, so daß die Spannkraft auf diesen übertragen
werden kann. Die diesbezügliche Fixierung kann nach Abschluß der Arbeit willensbetont
wieder aufgehoben werden. Der Spannvorgang wird durch Kontraktion über das Spannwerkzeug
S ausgeübt. Hier kann eine handhebelbedienbare mechanische Vorrichtung greifen, so
daß das teleskopartig ineinanderschiebbare Portal des Spannwerkzeuges S entsprechend
bewegt wird. Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise durch die US-PS 3 692 278
oder die US-PS 3 980 274 bekannt.
[0032] Nach dieser ersten, in Figur 1 dargestellten Spannphase wird durch teilweises Flachlegen
des umgeschlagenen Teppichendes, der Randabschnitt 3' also, der Teppich 3 am zweiten
Streifen II sprich Hakenband 6 rutschfest fixiert, so daß nach dem Entspannen und
Entfernen des Spannwerkzeuges S die aufgebrachte Teppichspannung zwischen dem ersten
Streifen I und dem zweiten Streifen III im wesentlichen verbleibt.
[0033] Der nach dem Entfernen des Spannwerkzeuges S freigewordene dritte oder hintere Streifen
III ist nun frei zur Aufnahme des jetzt restlos flachlegbaren Endes sprich Randabschnitts
3' des Teppichs 3. Dieses Ende wird ohne werkzeugerzeugte Spannkraft nun zwischen
dem zweiten und dritten Streifen II,III fixiert. Auch dieser recht schmale Bereich
fällt rutschfest und wellenfrei aus, da zwischen dem zweiten und dem dritten Streifen
nur eine geringe Distanz vorhanden ist.
[0034] Das Hakenband 6 als Gegenverschlußelement G kann, wie aus Figur 11 ersichtlich, mit
Löchern L versehen sein. In die Löcher L treten entsprechende Querschnitte aufweisende
Vorsprünge des Standfußes 16 des Spannwerkzeugs S ein. Löcher L und Vorsprünge liegen
in einem gemeinsamen Rasterbild. Die Lochung hat auch insofern eine Bedeutung, als
es zu einem einwandfreien Klebeverbund zwischen dem Hakenband 6 und dem Boden 2 kommt,
da Lufteinschlüsse und damit eine Teilneutralisierung der Haftwirkung nicht auftreten
können. Es zeichnen sich auch keine Beulen auf der Lauffläche des übergespannten Teppichs
ab.
[0035] Ein entsprechend linear angeordnete Lochreihen aufweisendes Hakenband 6 ist zeitgleich
dem Amt eingereicht worden unter der internen Nummer 22 567. Der Inhalt der genannten
Anmeldung wird hier vollinhalt mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser
Unterlagen in die Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
[0036] Der gesamte Spannvorgang für einen kompletten Raum 1 wird mehrfach, und zwar von
der Raummitte ausgehend zu beiden Seiten hin wiederholt, bis der Teppich 3 bzw. Teppichboden
mit gleichmäßiger Spannkraft gehalten ist.
[0037] Ein zur Raumseite 20 hin etwa verbleibender Überstand wird in klassischer Weise abgetrennt.
[0038] Während der Abstand y als Ausgleichsreserve gegenüber der zwischen I und II herrschenden
Hauptspannkraft genutzt werden kann, kann eine Nebenspannkraft zwischen II und III
auch entfallen, wenn auf die in Figur 5 dargestellte Verlegeart zurückgegriffen wird.
Dort wird, wie geschildert, der Standfuß 16 des Spannwerkzeuges S positioniert und
das Vorziehen des Teppichendes zusätzlich über einen Ansleger 21 des Spannwerkzeuges
S bewirkt. Dessen Fuß fungiert als gegenüber 17 vergreifend wirkender Verschiebefuß
17' und ist in gleicher Weise unterseitig als nagelbrettartige Eingriffsfläche realisiert.
Ausleger 21 und Verschiebefuß oder -füße 17 sind fest miteinander verbunden, d.h.
so auch Bestandteil des äußeren, führenden Teleskopteils der Spannvorrichtung S. Standfuß
16 und dortiger Verschiebefuß 17' lassen sich in Spannrichtung Pfeil x überlappend
aneinander nähern bzw. vorbeibewegen. Hierzu bedarf es des Rückschlagens eines endseitigen
Eckabschnitts 22 des Teppichs 3. Es handelt sich um einen winkelförmigen Eckabschnitt,
der an beiden Ecken des dortigen Teppichabschnitts zurückgefaltet wird. Hier würde
es also genügen, wenn dem hinteren Streifen III im Abstand y ein lediglich entsprechend
der Breite des Eckabschnitts 22 abgelängter Streifen II vorgeschaltet wäre. Bei größerer
Teppichbreite könnte im Mittelhereich eine Art Bucht zurückgeschlagen und in der geschilderten
Weise das Spannen bewirkt werden. Auf diesem Wege wäre eine durchgehende, also gleiche
Hauptspannkraft für den ganzen Teppich 3 erreicht.
[0039] Selbstredend liegt der in den Figuren 1 bis 4 wiedergegebene Teppich 3 unmittelbar
auf dem Boden 2 auf. Die ebenenversetzte Darstellung ist lediglich aufgrund besserer
Deutlichkeit vorgenommen.
[0040] Die weiteren Mittel zur Durchführung des Verfahrens unter Einsatz des weitergebildeten
Spannwerkzeuges S sollen nachstehend anhand der Figuren 12 bis 19 erläutert werden
und bezüglich einer Streicheinrichtung 23 anhand der Figuren 14,20 und 21. Die Bezugsziffern
sind sinngemäß angewandt, zum Teil ohne textliche Wiederholungen.
[0041] Um die erwähnte Streifeinrichtung 23 gleich vorwegzunehmen: Sie dient zum randgerichteten
Wegstreichen eventuell entstehender Wellen beim Teppichverlegen. Selbstverständlich
läßt sie sich auch nachträglich nutzen. Sie weist zwei räumlich deutlich beabstandete
Streifleisten 24,25 auf. Die verlaufen parallel zueinander und sind über einen auf
ihrer jeweiligen Mitte angreifenden Bügel 26 gleichsam traversenartig miteinander
verbunden. Die freien Bügelenden weisen zufolge einer U-Form vertikal, hier nach unten.
Sie wurzeln im oberseitigen Rücken der hochkant stehenden Streifleisten 24,25.
[0042] Zumindest der Mittelbereich des Bügels 26 ist zu einem Griffabschnitt 27 gestaltet.
Der verläuft im wesentlichen raumparallel und untergreiffähig beabstandet zum Boden
2.
[0043] Die Streifleisten 24,25 sind unterschiedlich lang. Die kürzere trägt das Bezugzeichen
24. Das Längenverhältnis der Streifleisten liegt im wesentlichen bei 2 bis 5 zu 1.
[0044] Wie den Zeichnungen entnehmbar, sind die Streifleisten 24,25 der im Querschnitt keilförmig
ausgebildet. Deren Keilspitze 24',25' weist gegen den Boden 2. Der Keilrücken ist
den U-Schenkeln des Bügels 26 zugewandt. Die gegen den Boden 2 gerichtete Keilspitze
24',25' ist konvex querverrundet. Sie ist so moderat abgestumpft. Der Bügelschub geht
daher verhakungsfrei, rakelartig vonstatten.
[0045] Mit Hinweis auf Figur 14 wird deutlich, daß die Höhe der Streifeinrichtung 23 geringer
ist als ein horizontales Chassis 28 des dortigen Spannwerkzeugs S. Da dieses seiner
Natur nach gleichfalls Brückenform aufweist zufolge seines in Verlegerichtung liegenden
Standfußes 16 und des über die Mechanik der Handhebelvorrichtung 15 verspannend nachgezogenen
Verschiebefußes 17 verbleibt eine Unterführung 29. Die kann von den niederhaltend
wirkenden Streifleisten 24,25 durchlaufen werden.
[0046] Da der Bügel 26 und auch der an ihm realisierte Griffabschnitt 27 recht lang ist,
verbleibt eine mehrfache Greifbreite, so daß der Benutzer mit seiner Haltehand an
der ihm passend erscheinenden Stelle ansetzen kann. Die Streifeinrichtung 23 weist
im Grundriß Doppel-T-Gestalt auf.
[0047] Auch das Spannwerkzeug S gemäß Figur 12 ff stützt sich fußseitig einerseits auf dem
Hakenband 6 und andererseits auf der Teppichoberfläche ab. Nur ist die Abstützung
nun dergestalt, daß die Fußunterseite des Standfußes 16 schlaufenartig ausgebildet
ist. Das entsprechende Schlaufenband trägt auch hier das Bezugszeichen 5. Die Fußunterseite
des Standfußes 16 ist entsprechend belegt. Es liegt eine reversible Zuordnung vor,
so daß von Zeit zu Zeit ein neues Schlaufenband 5 zugeordnet werden kann. Träger desselben
ist eine im Querschnitt T-förmige Spannleiste 30. Ihr T-Steg erstreckt sich vertikal
gerichtet nach oben. Der T-Steg und ein ihm naher Breitenabschnitt sind von einer
Tragleiste 31 überfangen. Letztere weist C-Profil auf und ist oberseitig noch mit
einem Stabilisierungsblatt 32 versehen. Beide Teile 31,32 werden von den abgesetzten
Gewindebolzen einer Spannschraube 33 durchsetzt, die ihr Gegengewinde im Steg der
Spannleiste 30 findet.
[0048] Die Spannschrauben 33 sind paarig vorgesehen, so daß eine ausgewogene, feste Einspannung
der um die T-Schenkel geschlagenen Ränder des Schlaufenbandes 5 zwischen den C-Schenkeln
und den T-Schenkeln von Spannleiste 30 und Tragleiste 31 erreicht wird.
[0049] Der Standfuß 16 respektive der ihm zugeordnete Träger 34 des Schlaufenelements 5
ist dem Spannwerkzeug S drehbeweglich zugeordnet. Die Drehbewegung geht um eine Vertikalachse
z-z, also um eine senkrecht zur geometrischen Quer- und Längsachse des Standfußes
16 verlaufende Hochachse.
[0050] Standfuß 16 mit Träger 34 sind in einer gewünschten Drehwinkelstellung festlegbar.
Hierzu dient eine Klemmvorrichtung 35 im Kopfbereich des Standfußes 16.
[0051] Bestandteil der Klemmvorrichtung 35 ist ein Knebelgriff 36. Der geht vom Kopf 37
einer Schraube 38 aus. Deren Außengewinde wirkt mit einem Innengewinde des Standfußes
16 zusammen.
[0052] Zwischen der Schraube 38 und dem Kopf 37 ist ein abgesetzter Hals 39 berücksichtigt.
Dessen in Richtung des Bodens 2 weisender Stirnrand 40 wirkt als Klemmfläche mit dem
Lochrand einer Bremsplatte 41 des Chassis 28 zusammen. Eine korrespondierende Gegenklemmfläche
stellt der nach oben weisende Stirnrand 42 des zumindest im oberen Bereich rohrförmig
gestalteten Standfußes 16. Unter Verdrehen des Knebelgriffs 36 um die Vertikalachse
z-z heben sich die klemmaktiven Flächen im Sinne eines leichten Lüftens von der Bremsplatte
41 beiderseits ab. Der Standfuß 16 läßt sich verdrehen und anschließend das Fixieren
der gewünschten Drehstellung des Trägers 34 bewirken.
[0053] Der Verschiebefuß 17 lädt quer zum in Verlegerichtung (Pfeil x) länger ausgebildeten
Chassis 28 aus. Er sitzt an einem oberseitigen Schlitten 43. Dessen Seiten gleiten
endanschlagbegrenzt in Führungen 44. Die sitzen an einem Ausleger 45 des Chassis 28.
[0054] Der Ansleger 45 ist Träger der erwähnten Handhebelvorrichtung 15. Diese umfaßt ein
ortsfestes Zahnsegment 46. Dessen Zahnung 47 verläuft konzentrisch zu einer horizontal
ausgerichteten Handhebelachse 48. Ein an das Zahnsegment 46 anschließender Handhebel
ist mit 49 bezeichnet. Er geht in einen endseitigen Griff 50 über. Der Handnebel 49
ist durchgehend hohl.
[0055] Mit der Zahnung 47 wirkt eine Ratschen-Sperrklinke 51 des Klinkengesperres zusammen.
Die ist in Sperreingriffsrichtung federbelastet. Als diesbezügliche Feder dient eine
Schenkelfeder 52. Die Sperrnase der Ratschen-Sperrklinke 51 ist mit 53 bezeichnet.
Die um einen ebenfalls horizontalen Achszapfen 54 schwenkbare, an 46 gelagerte doppelarmige
Ratschensperrklinke 51 läßt sich über einen das sperrnasenabgewandte Ende belastenden
Stößel 55 aussteuern. Letzterer setzt sich in einen Betätigungsknopf 56 fort. Der
liegt mit genügenden Hubüberstand am freien Ende des Griffes 50 betätigungszugänglich.
[0056] Ratschen-Sperrklinke 51, Stößel 55 und Handhebel 49 sitzen an einer Schwenklasche
57. Die ist auf der Handhebelachse 48 gelagert und greift über eine Zug/Schub-Stange
58 am Schlitten 43 an. Der jeweilige Angriff ist gelenkig, und zwar realisiert durch
einen ersten horizontalen Achszapfen 59 zur Schwenkachse 57 hin und einen zweiten
horizontalen Achszapfen 60 zum Schlitten 43 hin. Die jeweiligen zugehörigen Lageraugen
sind klassischer Art.
[0057] Schwenklasche 57 und Zug/Schub-Stange 58 wirken wie ein Kniehebelgetriebe.
[0058] Zur Bildung der Spannbereitschaftsstellung des Spannwerkzeuges S wird der Handhebel
49 in die aus Figur 12 ersichtliche Steillage geschwenkt. Der Schlitten 43 findet
sich dann in der Ausgangsstellung. Der Kniehebel ist mehr in Einfaltrichtung gebracht.
Durch Auslösen der Ratschen-Sperrklinke 51 via Betätigungsknopf 56 und Verschwenken
des Handhebels 49 in Richtung des Standfußes 16 tritt der Kniehebel aus seiner Faltstellung
in die aus Figur 15 ersichtliche Strecklage, in welcher der Schlitten 43 in Verlegerichtung
des Teppichs vorgeschoben wird. Das Entspannen geschieht in umgekehrter Handhabung.
Zwischenstellungen werden durch die Ratschenwirkung der Sperrklinke 51 gesichert.
Die Zugwirkung am Teppich 3 ergibt sich auch hier über die oben im einzelnen dargestellte
Eingriffsfläche des Verschiebefußes 17. Wie dargestellt, handelt es sich bei dieser
Fesselung bzw. Abstützung auf der Teppichoberseite um ein krallenartiges Andocken,
realisiert an der dortigen Fußunterseite. Das entsprechende Nagelbrett 61 ist in Verlegerichtung
des Teppichs 3 gewölbt. Es ist eine konvexe Wölbung zum Teppich 3 hin dargestellt.
Die untereinander gleichlangen Nägel oder Haken, folgen der entsprechenden Krümmung.
Durch diese teppichseitige Querwölbung liegt die dortige Eingriffsfläche 18 des Verschiebefußes
17 nagelmäßig zunächst im Zenit an. Die entsprechend wenigen Verhakungselemente erleichtern
eine Repositionierung des Spannwerkzeuges S. Da das dortige Nagelbrett 61 überdies
flexibel ist, geht die Querwölbung desselben bei Betätigung des Spannwerkzeuges S
bzw. Andrücken des Verschiebefußes 17 gegen die Oberseite des Teppichs in eine im
wesentlichen parallele Ausrichtung zur Teppichoberseite über. Die Befestigungsvorrichtung
für das Nagelbrett 61 entspricht der für das Schlaufenband 5 an der Tragleiste 30.
[0059] Im Schwerpunktzentrum des Spannwerkzeuges S befindet sich eine aufragende, knaufartige
Traghandhabe 62. Die begünstigt ein bequemes Umsetzen des Spannwerkzeuges S zur nächsten
Spannstelle hin.
[0060] Aber auch das Aufheben der Kletteingriffes etc. ist vereinfacht, dies weniger bezüglich
des erläuterten Fügeeingriffs zwischen den Haken 9 zweier Hakenbänder 6, die sich
gut trennen lassen, als vielmehr bezüglich der gefesselten Abstützung, resultierend
aus dem Hakenband 6 mittels der beschriebenen schlaufenartig ausgebildeten Fußunterseite
des Spannwerkzeuges S. Hierzu dient eine Aushebeleinrichtung A. Die arbeitet nach
dem Prinzip des Doppelhebels. Die Aushebeleinrichtung A befindet sich in Nähe des
Standfußes 16, genauer an diesem selbst. Sie umfaßt einen um eine horizontale Achse
schwenkbaren Hebel 63. Seine Achse ist mit 64 bezeichnet. Die befindet sich an einer
Vertikalhalterung 65 des Standfußes 16. Der Hebel 63 erstreckt sich parallel zum Träger
34, und zwar unterführungsseitig liegend.
[0061] Der Hebel 63 stellt einen Betätigungsgriff 66. Der sitzt am Ende eines längeren Betätigungshebels
67, der sich jenseits der Achse 64 in einen kürzeren Hebel fortsetzt, bildend einen
geschweiften Abstemmabschnitt 68. Seine entsprechende Krümmung geht deutlich aus Figur
17 hervor. Es handelt sich um einen nahezu halbkreisförmigen Krümmungsabschnitt, dessen
nach unten gerichteter Zenit den Teppich 3 berührt. Durch Ausübung einer nach oben
gerichteten Kraft P am freien Ende des Betätigungshebels 67 hebt sich der Träger 34
vom Boden 2 ab. Das Schlaufenwerk der Fußunterseite des Standfußes 16 wird vom dortigen
Hakenband 6 abgerissen. Die Krümmung des Abschnitts 68 vermeidet dabei Beschädigungen.
Es kommt gleichsam zu einem Abstreifen des Abstemmabschnitts 68.
[0062] Die Verfahrensschritte sind den bereits erläuterten Verfahrensschritten zum weiter
oben erläuterten Gegenstand prinzipiell identisch; es soll daher auf weitere diesbezüglichen
Ausführungen verzichtet werden.
[0063] Das in den Figuren 22 bis 24 dargestellte Spannwerkzeug S entspricht in den wesentlichen
technischen Details dem Spannwerkzeug S, welches zu Figur 12 ff beschrieben ist. Die
Bezugsziffern sind übernommen, dies zum überwiegenden Teil ohne textliche Wiederholungen.
Das Hinzugekommene besteht in der besonderen Ausgestaltung der Zug/Schub-Stange 58,
welche zusammen mit der Schwenklasche 57 einen Kniehebel 70 bildet. Diese Zug/Schub-Stange
58 ist nun als Druckkraftbegrenzer realisiert.
[0064] Der Druckkraftbegrenzer reagiert ab Erreichen einer bestimmten auf den Teppich 3
ausgeübten Zugkraft über den Verschiebefuß 17. Das führt zu einer zugbezogen gleichmäßigen
Verlegung. So lassen sich unterschiedliche Spannzonen bzw. Verzerrungen vermeiden.
[0065] Ein solcher Druckkraftbegrenzer kann aus einer Kolben/Zylinder-Einheit bestehen,
enthaltend eine vorgespannte Feder.
[0066] Dargestellt ist eine zweiteilige Zug/Schub-Stange 58, umfassend einen Führungszylinder
71. Darin führt sich eine Stange 72. Vom dem Standfuß 16 zugewandten Ende des Führungszylinders
71 geht ein abgesetzter Fortsatz 73 aus. Der bildet ein endständiges Lagerauge 74
als Teil der diesbezüglichen Anlenkung zum Schlitten 43 hin. Der entsprechende Anlenpunkt
ist der oben beschriebene zweite horizontale Zapfen 60.
[0067] Der aus einem offenen Ende herausragende Abschnitt 75 der im Führungszylinder 71
linear geführten Stange 72 formt ein dortiges Lagerauge 76, welches über den ersten,
mit 59 bezeichneten Horizontalzapfen an der Schwenklasche 57 gelenkig angreift.
[0068] Die Achsenkonstellation ist dergestalt, daß der Kniehebel 70 zum Schlitten 43 hin
in entspannter Grundstellung des Spannwerkzeugs S einen offenen Winkel Alpha von etwas
weniger als 90° einschließt.
[0069] Die Linearbewegung der Stange 72 ist begrenzt durch eine Anschlagvorrichtung 77.
Die besteht aus einer den Verschiebeweg kreuzenden Madenschraube 78 die mit ihrem
inneren Ende in einen Längsschlitz 79 der Stange 72 ragt. Die Madenschraube 78 hält
die beiden Teile 71 und 72 zusammen.
[0070] Eine dem Druckkraftbegrenzer einverleibte, axial orientierte Druckfeder 80 belastet
die Zug/Schub-Stange 58 in ihrer aus Figur 24 ersichtlichen Grundstellung. Hier nehmen
die beiden Achszapfen 59 und 60 ihren weitesten Abstand zueinander ein. Ihr Annähern
geschieht demgemäß unter Zusammendrücken der als Rückholfeder fungierenden Druckfeder
80. Es sind nicht näher dargestellte Vorkehrungen getroffen, die der entsprechenden
Relativverlagerung der Teile zueinander einen Luftausgleich bezüglich einer die Druckfeder
80 aufnehmenden Federkammer erlauben. Letztere erstreckt sich zwischen einem Topfboden
des Führungszylinders 71 und einer dem Topfboden zugewandten Stirnfläche der Stange
72.
[0071] Druckkraftbegrenzend wirkt eine Rastkugel 81. Die ist im Fugenbereich zwischen Führungszylinder
71 und Stange 72 installiert. Sie steht unter der Wirkung einer Druckfeder 82. Letztere
belastet die Rastkugel 81 in Sperrstellung, d.h. in Richtung einer Aussteuertasche
83. Hier stützt sich die Rastkugel 81 an einer rechtsseitigen Flanke 83' ab. Die untere
Hälfte der Kugel findet ihren Gegenhalt kurz unter dem Äquator an einer Abstützstelle
84 einer Querbohrung 85 in der Mantelwand des Führungszylinders 71. Besagte Querbohrung
85 fungiert als Ausweichraum der Rastkugel 81. Diese Situation tritt auf, wenn der
über die Flanke 83' einfließende Druck die Widerstandskraft der Druckfeder 82 zusammenbrechen
läßt. Die Rastkugel 81 tritt als Sperrglied aus dem Fugenbereich heraus; der Gegenhalt
geht verloren. Die Zug/Schub-Stange 48 verkürzt sich. Das bedeutet, daß über den Handnebel
49 via Kniegelenk keine den Teppich 3 weiter spannende Kraft mehr aufgebracht wird.
Vielmehr wird nur eine bis zur eingestellten Größe erreichte Zugkraft erreicht. Die
Verlegung des Teppichs 3 geschieht so materialschonend und vor allen Dingen gleichmäßig.
[0072] Am Druckkraftbegrenzer ist eine Hubweganzeige 86 angebracht. Die kann in Form einer
Querkerbe an der Oberseite des Abschnittes 75 realisiert sein. Zweckmäßig ist eine
solche Querkerbe farblich abgehoben. Als Index bzw. Wegbezug kann der freie Stirnrand
87 des Führungszylinders 71 dienen.
[0073] Die Anschlagvorrichtung 77 erfüllt noch eine weitere Funktion, nämlich die der Drehsicherung,
so daß die Rastkugel 81 nicht aus dem Bereich der sie steuernden Aussteuertasche 83
gerät. In montiertem Zustand wirkt dagegen auch die Anlenkungsweise über die Achszapfen
59 und 60 bezüglich der Teile 71,72 drehsichernd.
[0074] Die Rückholfeder -Druckfeder 80 bringt beim Wiederhochziehen des Handhebels 49 den
Druckkraftbegrenzer stets wieder in seine Grundstellung zurück.
[0075] Wie Figur 24 noch zeigt, ist der Stützboden der Druckfeder 82 in Bezug auf die Rastkugel
81 veränderbar; hierüber läßt sich die Vorspannung regulieren. So kann die Druckkraftbegrenzung
in einem größeren Winkel vor der Streckstellung des Knies oder auch in einem kleineren
Winkel eingestellt sein.
[0076] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Verfahren zum Verlegen eines Teppichs
mittels Klettverschluß, bei welchem die Abstützung auf der Teppichoberseite mittels
einer krallenartigen Fußunterseite erfolgt.
[0077] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Verfahren zum Verlegen eines Teppichs
mittels Klettverschluß, bei welchem ein Standfuß 16 um eine senkrecht zur Quer- und
Längsachse verlaufende Hochachse (z-z) drehbeweglich ist.
[0078] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Verfahren zum Verlegen eines Teppichs
mittels Klettverschluß, bei welchem der Standfuß 16 in einer gewünschten Drehstellung
festlegbar ist.
[0079] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Verfahren zum Verlegen eines Teppichs
mittels Klettverschluß, bei welchem an dem Spannwerkzeug S eine Aushebeleinrichtung
A vorgesehen ist.
[0080] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Verfahren zum Verlegen eines Teppichs
mittels Klettverschluß, bei welchem die Aushebeleinrichtung A dem Standfuß 16 zugeordnet
ist.
[0081] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Verfahren zum Verlegen eines Teppichs
mittels Klettverschluß, bei welchem die Aushebeleinrichtung A einen Hebel 63 aufweist,
der einseitig einen Betätigungsgriff 66 und anderseitig, jenseits einer Hebelgelenkstelle,
einen Abstemmabschnitt 68 aufweist.
[0082] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Verfahren zum Verlegen eines Teppichs
mittels Klettverschluß, bei welchem der Hebel 63 an einer Vertikalhalterung 65 des
Standfußes 16 angebracht ist.
[0083] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch eine Streifeneinrichtung, bei welcher das
Längenverhältnis der Streifleisten 24, 25 im wesentlichen 2 bis 5 zu 1 ist.
[0084] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch eine Streifeneinrichtung, bei welcher eine
Streifleiste 24, 25 im Querschnitt im wesentlichen keilförmig mit nach unten gerichteter
Keilspitze 24', 25' ausgebildet ist, wobei die Keilspitze stumpf gestaltet ist.
[0085] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Verfahren zum Verlegen eines Teppichs
mittels Klettverschluß, bei welchem das Spannwerkzeug S bei fußseitig gleichartiger,
einen Verhakungseingriff im wesentlichen ausschließender Ausbildung zu dem Gegenverschlußelement
G zum Verspannen in flächenseitigen Fügeeingriff zu dem Gegenverschlußelement G gebracht
wird.
[0086] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Verfahren zum Verlegen eines Teppichs
mittels Klettverschluß, bei welchem zwei in Spannrichtung Pfeil x hintereinander angeordnete
Gegenverschlußelemente G vorgesehen sind, wobei das Spannwerkzeug S in Fügeeingriff
zu dem hinteren Gegenverschlußelement G gebracht wird und der Teppich 3 mit beiden
Gegenverschlußelementen G verhaftet wird.
[0087] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Verfahren zum Verlegen eines Teppichs
mittels Klettverschluß, bei welchem die Verhaftung des Teppichs 3 mit dem hinteren
Gegenverschlußelement G im wesentlichen ohne Aufbringung von Längsspannung durchgeführt
wird.
[0088] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Spannwerkzeug bei welchem die Unterfläche
des Standfußes 16 rippenartig ausgebildet sind.
[0089] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Spannwerkzeug bei welchem die Unterfläche
des Standfußes 16 durch ein Klettverschluß-Hakenelement 6 gebildet ist.
[0090] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Spannwerkzeug bei welchem die Eingriffsfläche
des Verschiebfußes 17 im wesentlichen nagelbrettartig ausgebildet ist.
[0091] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Spannwerkzeug bei welchem eine teppichseitige
Querwölbung des Nagelbretts.
[0092] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Spannwerkzeug bei welchem das Nagelbrett
61 flexibel ist.
[0093] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Spannwerkzeug bei welchem das Nagelbrett
61 austauschbar am Verschiebefuß 17 gehaltert ist.
[0094] Gegenstand der Erfindung, der allein oder in Verbindung mit den zuvor erläuterten
Gegenständen von Bedeutung ist, ist auch ein Spannwerkzeug bei welchem eine Hubweganzeige
86 am Druckkraftbegrenzer vorgesehen ist.
[0095] Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung
wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen
(Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale
dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
1. Verfahren zum Verlegen eines mittels Klettverschlusses (K) am Boden (2) zu befestigenden
Teppichs (3), wobei der Teppich (3) unterseitig vollflächig schlaufenartig (5) ausgebildet
ist und das Gegenverschlußelement (G) des Klettverschlusses (K) auf dem Boden (2)
verklebt wird, wobei weiter eine Verspannung des Teppichs (3) mittels eines Spannwerkzeuges
(S) vorgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Verspannung zwischen einem ersten
und einem zweiten Gegenverschlußelement (G) ausgeführt wird, wobei ein Randabschnitt
(3') des Teppichs (3) in Spannrichtung (Pfeil x) über das zweite Gegenverschlußelement
(G) hinausragt und daß sodann eine Befestigung des Randabschnitts (3') mittels eines
dritten Gegenverschlußelements (G) erfolgt.
2. Verfahren zum Verlegen eines mittels Klettverschluß(K) am Boden (2) zu befestigenden
Teppichs (3), wobei der Teppich (3) unterseitig vollflächig schlaufenartig (5) ausgebildet
ist und das Gegenverschlußelement (G) des Klettverschlusses (K) als streifenartiges
Hakenband (6) auf dem Boden (2) verklebt wird, wobei weiter eine Verspannung des Teppichs
(3) mittels eines Spannwerkzeuges (S) vorgenommen wird, wobei das Spannwerkzeug (S)
fußseitig einerseits auf dem Hakenband (6) und andererseits auf einer Teppichoberseite
abgestützt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung auf dem Hakenband (6)
mittels einer schlaufenartig ausgebildeten Fußunterseite des Spannwerkzeuges (S) erfolgt.
3. Streifeinrichtung (23) zum Teppichlegen, vorzugsweise in Kombination mit einem Spannwerkzeug
gemäß den Ansprüchen 1 bis 8 und Anspruch 14 ff, gekennzeichnet durch zwei im wesentlichen
parallel zueinander verlaufende, vertikal ausgerichtete, durch einen Bügel miteinander
verbundene Streifleisten (24,25).
4. Streifeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (26) einen Griffabschnitt (27) aufweist.
5. Streifeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifleisten (24,25) unterschiedliche Längenerstreckung
aufweisen.
6. Spannwerkzeug (S) zum Verlegen eines mittels Klettverschluß (K) verlegten Teppichs
(3), insbesondere durch ein Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
3, gekennzeichnet durch einen unterflächig gleichartig zu einem Element des Klettverschlusses(K)
ausgebildeten, einen Verhakungseingriff im wesentlichen ausschließenden Standfuß (16).
7. Spannwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen der Unterfläche des Standfußes (16)
im wesentlichen quer zur Spannrichtung (Pfeil x) verlaufen.
8. Spannwerkzeug zum Verlegen eines mittels Klettverschlusses verlegten Teppichs, insbesondere
durch Anwendung eines Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verschiebefuß (17) schlittengeführt ist und über einen
ein Klinkengesperre aufweisenden handhebelbetätigbaren Kniehebel (70) angetrieben
wird, dem eine Zug/Schub-Stange (58) angeordnet ist, welche den Verschiebefuß (17)
unter Spannzug des Teppichs (3) in Richtung des Standfußes (16) drückt.
9. Spannwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Zug/Schub-Stange (58) vermittels eines Druckkraftbegrenzers
auf den Verschiebefuß (17) einwirkt.
10. Spannwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckraftbegrenzer aus einer vorgespannten
Feder besteht.