[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kleinstaubsauger mit einem in einem Gebläsegehäuse
angeordneten Gebläse und einem in dessen geförderten Luftstrom angeordneten Staubfilter,
mit einer an der Frontseite des Gebläsegehäuses im Bereich dessen Ansaugöffnung gehalterten
Düse und einem an dem Gebläsegehäuse vorgesehenen Griffelement, und mit einem zum
Saugen an den Kleinstaubsauger steckbaren Zusatzrohr, das zur Aufbewahrung durch eine
Öffnung des Griffelementes in einen in dessen Inneren gebildeten Aufnahmeraum schiebbar
ist.
[0002] Ein derartiger Kleinstaubsauger ist als Akku-Staubsauger der Firma Pro Idee Versand
GmbH mit der Artikel-Nr. 130-831 bekannt, wobei an dem der Düse gegenüberliegenden
Endabschnitt des Gebläsegehäuses in dessen Verlängerung das Griffelement bzw. der
Griffabschnitt U-bügelförmig angeformt ist. Während der obere Teil des Griffelementes
beim Betrieb von der Hand der Bedienperson erfaßt wird, ist in dem dazu parallelen
unteren Teil des Griffelementes als Zubehörteil ein flacher röhrenförmiger Saugeinsatz
einschiebbar. Zum Saugen an mit der Düse problematisch zu erreichenden Stellen, wie
z.B. Kanten, kann der flache Saugeinsatz aus dem Griffelement gezogen und auf die
Saugöffnung der Düse gesteckt werden. Bei einem entsprechenden Griffabschnitt, der
aus der DE 37 43 083 A1 bekannt ist, wird der untere Teil zur Aufbewahrung von aufladbaren
Batterien oder zum Speichern einer Anschlußleitung verwendet.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Kleinstaubsauger bereitzustellen,
bei dem mit einfachen Mitteln der Saugkomfort verbessert ist.
[0004] Erfindungsgemäß ist dies dadurch erreicht, daß bei einem Kleinstaubsauger gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1 sich der Aufnahmeraum zur Aufbewahrung des Zusatzrohres
bzw. des Saugeinsatzes von dem Griffelement bzw. -abschnitt in das Gebläsegehäuse
hinein erstreckt. Dadurch ist es möglich, trotz begrenzter Länge des Griffelementes
ein längeres und damit komfortableres Zusatzrohr bereitzustellen, ohne daß dieses
beim Verstauen in dem Aufnahmeraum störend aus dem Griffelement bzw. abschnitt ragt.
Dabei kann mit Ausnahme der Düse im wesentlichen die gesamte Länge des Kleinstaubsaugers
genutzt werden.
[0005] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Zusatzrohr biegsam ausgebildet, und
ist in dem Aufnahmeraum ein Ablenkelement zur krummlinigen Aufbewahrung des Zusatzrohres
im Aufnahmeraum vorgesehen. Dementsprechend kann der im Gebläsegehäuse gebildete Teil
des Aufnahmeraumes auch beispielsweise seitlich versetzt zu dem im Griffelement gebildeten
Teil des Aufnahmeraums vorgesehen sein. Es kann also der trotz Anordnung des Gebläses
und der dazugehörigen an sich bekannten Komponenten im Gebläsegehäuse verbleibende
Raum zur Unterbringung des Zusatzrohres besser genutzt werden. Dabei kann das Ablenkelement
sowohl an dem Gehäuse des Staubsaugers als auch an dessen Komponenten, wie beispielsweise
dem Gebläse vorgesehen sein.
[0006] Insbesondere um das Eindringen von Schmutz in den Aufnahmeraum zu verhindern, ist
die Öffnung desselben vorteilhafterweise durch eine Abdeckkappe verschließbar.
[0007] Die Einsatzmöglichkeiten des Kleinstaubsaugers sind weiterhin dadurch vermehrt, daß
in dem Gebläsegehäuse eine Ausblasöffnung vorgesehen ist, an die das Zusatzrohr steckbar
ist. Anstelle des Saugens mit dem Kleinstaubsauger kann eine Bedienperson auch Schmutz
oder ähnliches mit dem Zusatzrohr gezielt wegblasen. Auch dabei ist es von Vorteil,
wenn das Zusatzrohr möglichst lang ist. Um beim Saugbetrieb keinen störenden Ausblasluftstrom
zu erhalten, ist die Ausblasöffnung in der oberen Hälfte des Gebläsegehäuses vorgesehen.
[0008] Vorteilhafterweise ist der Aufnahmebereich des Zusatzrohres durch zumindest das Gebläse
und Trennwände des Gebläsegehäuses im wesentlichen von dem Luftstrom abgeschirmt.
Dadurch ist die Saug- bzw. Blasleistung des Kleinstaubsaugers merklich gesteigert.
[0009] Nachfolgend ist anhand schematischer Darstellungen ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Kleinstaubsaugers in Form eines Akku-Staubsaugers mit Zusatzrohr beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1
- in einer perspektivischen Darstellung ein Gehäuseunterteil des Akku-Staubsaugers,
- Fig 2
- in einer perspektivischen Darstellung gemäß Fig. 1 ein Gehäuseoberteil des Akku-Staubsaugers
und darüber den Saugschlauch,
- Fig. 3
- in einer Draufsicht den Akku-Staubsauger mit im Aufnahmeraum verstauten Saugschlauch
und
- Fig. 4
- wesentliche Komponenten des Akku-Staubsaugers.
[0010] Ein in den Fig. 1 bis 3 dargestellter Akku-Staubsauger 1 besitzt ein zweiteiliges,
vertikal über dessen gesamte Länge geteiltes Gehäuse 2 aus Kunststoff mit einem Gehäuseunterteil
3 und einem entsprechend ausgebildeten Gehäuseoberteil 5. Diese sind mittels Schrauben
6 miteinander verbunden. An eine durch das Gehäuseunterteil 3 und das Gehäuseoberteil
5 in deren Frontbereich gebildeten Gehäuseansaugöffnung 7 ist eine an sich bekannte
taschenförmige Düse 9 mit frontseitiger Saugöffnung 10 setzbar. Das Gehäuse 2 weist
ein Gebläsegehäuse 11 und einen sich daran anschließenden Griffabschnitt 13 auf. Dabei
reduziert sich die Breite des Gebläsegehäuses 11 gemäß Fig. 3 von dem der Düse 9 zugewendeten
Endabschnitt zu dem dem Griffabschnitt 13 zugewendeten Endabschnitt von der Breite
der Düse 9 auf die Breite des Griffabschnittes 13. Ein oberer Teil des Griffabschnittes
13 dient als Handhabe, während der untere Teil insbesondere aus Stabilitätsgründen
den oberen Teil mit dem Gebläsegehäuse 11 verbindet.
[0011] Ein Feinfilter 17 ist in einem im Bereich der Gehäuseansaugöffnung 7 ausgebildeten
Sitz des Gehäuses 2 auf einem Filtergitter 19 angeordnet. In strömungstechnischer
Richtung vor dem Feinfilter 17 ist in der Düse 9 ein Grobfilter angeordnet (nicht
gezeigt). Im Inneren des Gebläsegehäuses 11 ist das Gebläse des Akkusaugers 1 gehaltert
(Fig. 4). Das Gebläse umfaßt einen Motorträger 21, der eine Aufnahmehülse 23 mit über
deren Innenumfangswandung gleichmäßig verteilten, sich in Längsrichtung der Hülse
erstreckenden Halterungsrippen aufweist. Unterhalb der Aufnahmehülse 23 besitzt der
Motorträger 21 einen Lagerbereich 25, in dem die für den netzunabhängigen Betrieb
des Akku-Staubsaugers 1 erforderlichen Akkumulatoren 27 gemäß der Position in Fig.
4 einschiebbar sind. Mit Hilfe von Befestigungsaugen 29 ist der Motorträger 21 an
entsprechenden Stellen des Gehäuses 2 bzw. des Gebläsegehäuses 11 mit Hilfe der Schrauben
6 befestigbar. Ein Motor 31 des Gebläses ist in die Aufnahmehülse 23 steckbar und
treibt ein Lüfterrad 33 an zum Saugen von Luft durch die Düse 9 in das Gebläsegehäuse
11. In Fig. 4 sind die wichtigsten Komponeten des Gebläses im auseinandergebauten
Zustand gezeigt.
[0012] An den Innenseiten des Gehäuseunterteils 3 und des Gehäuseoberteil 5 erstrecken sich
ins Innere des Gebläsegehäuses 11 jeweils Trennwände 35 (Fig. 1), die zusammen mit
der entsprechend gestalteten Außenwand des Motorträgers 21 das Gebläsegehäuse 11 in
einen vorderen, von Luft durchströmten und einen hinteren, im wesentlichen nicht von
Luft durchströmten Teilbereich trennen. Zwischen der Gebläseansaugöffnung 7 und den
Trennwänden 35 ist im oberen Drittel des Gebläsegehäuses 11 eine mit einem Schutzgitter
ausgestattete Ausblasöffnung 37 im Gehäuseunterteil 3 vorgesehen. Mit Hilfe des durch
das Lüfterrad 33 erzeugten Unterdrucks wird Luft durch die Saugöffnung 10 der Düse
9 durch die beiden Filter durch die Gehäuseansaugöffnung 7 des Gebläsegehäuses 11
in dieses gesaugt und durch die Ausblasöffnung 37 seitlich aus dem Gebläsegehäuse
11 gedrückt (Fig. 1, Fig. 3).
[0013] Oberhalb der Ausblasöffnung 37 ist in dem Gehäuse 2 eine Verriegelungstaste 39 gehaltert,
die zum End- bzw. Verriegeln der Düse 9 an dem Gehäuse 2 vorgesehen ist (Fig. 1, 3).
Dazu ragen ein im vorderen Bereich der Verriegelungstaste 39 ausgebildeter Riegel
und ein im mittleren Bereich der Verriegelungstaste 39 ausgebildeten Taster im eingebauten
Zustand aus entsprechenden Öffnungen 41 der Düse 9 bzw. des Gehäuses 2. In Verlängerung
der Verriegelungstaste 39 ist ein um seine Längsachse kippbarer Schalter 43 zum Betätigen
des Motors 31 gehaltert. Aus Vereinfachungsgründen sind in den Fig. entsprechende
Schaltfedern, Steckerkontakte, Schalt- und Akkukontakte und ähnliches weggelassen.
Der Verriegelungstaste 39 gegenüberliegend kann an der Unterseite des Akku-Staubsaugers
über Rasthaken eine Klappe 45 lösbar an dem Gehäuse 2 verrastet werden. Dadurch ist
eine Öffnung verschließbar, die Zugang zu den im Gehäuse angeordneten Akkumulatoren
27 gewährt. Zum elektrischen Laden der Akkumulatoren 27 ist ein Ladegerätstecker 47
in die Klappe 45 bzw. zwischen Klappe 45 und Gehäuse 2 steckbar.
[0014] In dem Gehäuse 2 erstreckt sich entlang der gesamten Länge des Griffabschnittes 13
und in dem vom Luftstrom abgeschirmten hinteren Teilbereich des Gebläsegehäuses 11
ein Aufnahmeraum 51. In diesem kann, wenn er nicht benötigt wird, ein Saug- und Blasschlauch
53 verstaut werden (Fig. 2, 3). Der Schlauch 53 ist ein elastischer Rillenschlauch,
an dessen einen Abschnitt ein kurzes hülsenförmiges Element mit Bürsten aufgesteckt
ist (nicht gezeigt). Dieses Hülsenelement ist zum einen mit seinen Bürsten hinter
den Endabschnitt des Schlauches schiebbar und zum anderen über diesen hervorziehbar,
um beim Saugvorgang die erwähnten Bürsten einsetzen zu können. Um den Schlauch 53
in den Aufnahmeraum 51 schieben zu können, weist der Griffabschnitt 13 in seinem hinteren
Endabschnitt eine ausreichend große Grifföffnung 55 auf, die durch eine Schlauchkappe
57 verschließbar ist. Beim Schieben des biegsamen Schlauches 53 in den Aufnahmeraum
51 wird dieser durch an der Innenwand des Gehäuseunterteils 3 angeformte Ablenkrippen
59 an dem Motorträger 21 vorbei in den Seitenbereich des Gebläsegehäuses 11 geschoben
(Fig. 3).
[0015] Im Betrieb ist der Saug- und Blasschlauch 50 sowohl an die Saugöffnung 10 der Düse
9 als auch an die Ausblasöffnung 37 des Gehäuse 2 steckbar.
1. Kleinstaubsauger mit einem in einem Gebläsegehäuse angeordneten Gebläse und einem
in dessen geförderten Luftstrom angeordneten Staubfilter, mit einer an der Frontseite
des Gebläsegehäuses im Bereich dessen Ansaugöffnung gehalterten Düse und einem an
dem Gebläsegehäuse vorgesehenen Griffelement, und mit einem zum Saugen an den Kleinstaubsauger
steckbaren Zusatzrohr, das zur Aufbewahrung durch eine Öffnung des Griffelementes
in einen in dessem Inneren gebildeten Aufnahmeraum schiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Aufnahmeraum (51) von dem Griffelement (13) in das Gebläsegehäuse (11)
hinein erstreckt.
2. Kleinstaubsauger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusatzrohr (53) biegsam ausgebildet ist, und daß in dem Aufnahmeraum (51)
ein Ablenkelement (59) zur krummlinigen Aufbewahrung des Zusatzrohres im Aufnahmeraum
vorgesehen ist.
3. Kleinstaubsauger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (55) des Aufnahmeraumes (51) durch eine Abdeckkappe (57) verschließbar
ist.
4. Kleinstaubsauger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gebläsegehäuse (11) eine Ausblasöffnung (37) vorgesehen ist, an die das
Zusatzrohr (53) steckbar ist.
5. Kleinstaubsauger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausblasöffnung (37) in der oberen Hälfte des Gebläsegehäuses (11) vorgesehen
ist.
6. Kleinstaubsauger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmeraum (51) für das Zusatzrohr (53) durch zumindest das Gebläse (21,
31, 33) und Trennwände (35) des Gebläsegehäuses (11) im wesentlichen von dem Luftstrom
abgeschirmt ist.