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EP 0 693 438 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.10.1999 Patentblatt 1999/41 |
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Anmeldetag: 07.07.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B65D 83/16 |
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Sprühkopf für einen Behälter für ein unter Druck stehendes Fluid
Spray cap for an aerosol container
Tête de pulvérisation pour bombe aérosol
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
22.07.1994 DE 4426120
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.01.1996 Patentblatt 1996/04 |
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Patentinhaber: COSTER TECNOLOGIE SPECIALI S.P.A. |
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I-38050 Calceranica al Lago, Trento (IT) |
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Erfinder: |
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- Geier, Adalberto
I-38050 Villazzano,
Trento (IT)
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Vertreter: Popp, Eugen, Dr. et al |
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MEISSNER, BOLTE & PARTNER
Widenmayerstrasse 48 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 298 847 DE-A- 1 930 969 FR-A- 2 527 562 FR-A- 2 697 812
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WO-A-86/01787 DE-U- 8 708 036 FR-A- 2 571 312
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Sprühkopf für einen Behälter für ein unter Druck stehendes
Fluid, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches.
[0002] Ein deartiger Sprühkopf ist aus der WO 86/01787 bekannt. Die bekannte Konstruktion
zeichnet sich dadurch aus, daß die Wandsärke der trichter- bzw. trompetenförmigen
Erweiterung an den dem Abgaberöhrchen zugewandten Ende des sich im Sprühkopf befindlichen
und den Fluidkanal begrenzenden Röhrchens im wesentlichen konstant, wenn auch geringer
als die Wandstärke des erwähnten Röhrchens ist. Es hat sich gezeigt, daß diese konstruktive
Ausbildung des den Fluidkanal bildenden Röhrchens zu thermischen Spannungen führt.
[0003] Dementsprechend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Sprühkopf
der bekannten Art dahingehend zu verbessern, daß Materialansammlungen zur Ausbildung
der trompeten- oder trichterförmigen Erweiterung an den dem Abgaberöhrchen zugewandten
Ende des sich im Sprühkopf befindlichen und den Fluidkanal begrenzenden Röhrchens
sowie dadurch bedingte thermische Spannungen vermieden sind.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentsanspruches
gelöst. Kern der Erfindung ist also, daß die Wandstärke der trichter- bzw. trompetenartigen
Erweiterung zum freien Rand hin kontinuierlich abnimmt, und zwar ausgehend von einer
minimalen Wandstärke für das den Fluidkanal im Sprühkopf bildende Röhrchen. Dadurch
werden Materialansammlungen zur Ausbildung der trompeten- oder trichterförmigen Erweiterung
vermieden. Der minimale Materialeinsatz im Bereich des Sprühkopf-Anschlusses erlaubt
auch geringe Spritzzeiten. Thermische Spannungen werden ebenfalls vermieden.
[0005] Nachstehend werden zwei Ausführungsformen von erfindungsgemäß ausgebildeten Sprühköpfen
anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäß ausgebildeten Sprühkopfes im Längsschnitt;
und
- Fig. 2
- eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäß ausgebildeten Sprühkopfes im Längsschnitt.
[0006] Die in den Fig. 1 und 2 dargestellten Sprühköpfe unterscheiden sich im wesentlichen
nur durch das äußere Design sowie durch die Längen- und Durchmesserverhältnisse eines
im Sprühkopf ausgebildeten Sprühkanals. Dementsprechend beziehen sich die nachstehend
verwendeten Bezugsziffern auf beide Ausführungsformen von Sprühköpfen, die jeweils
mit der Bezugsziffer 10 gekennzeichnet sind. Diese Sprühköpfe dienen zur Abgabe eines
unter Druck stehenden Fluids, insbesondere einer unter Druck stehenden Flüssigkeit
oder Paste oder dergleichen aus einem Behälter, der in den Fig. 1 und 2 nicht dargestellt
ist. Zu diesem Zweck wird der Sprühkopf am freien Ende eines einen Austragskanal aufweisenden
Abgaberöhrchens eines Abgabe-, insbesondere Aerosol-Ventils, angeordnet. Abgaberöhrchen
mit zugeordnetem Ventil sind ebenfalls nicht dargestellt, da es sich diesbezüglich
um eine bekannte Konstruktion handelt. Der Sprühkopf weist eine Sprühdüse 11 auf,
die über einen im Sprühkopf 10 ausgebildeten und oben bereits erwähnten Fluidkanal
12 mit dem Austragskanal des nicht dargestellten Abgaberöhrchens fluidverbindbar ist.
Zu diesem Zweck ist der Sprühkopf 10 mit dem der Sprühdüse 11 entgegengesetzten Ende
13 des Fluidkanals 12 auf das freie Ende des Abgaberöhrchens aufsteckbar, und zwar
unter Herstellung einer gegenüber dem Umgebung fluiddichten Fluidverbindung zwischen
dem im Sprühkopf 10 ausgebildeten Fluidkanal 12 und dem Austragskanal des Abgaberöhrchens.
Wie die Fig. 1 und 2 sehr gut erkennen lassen, ist das dem Abgaberöhrchen zugewandte
Ende 13 des im Sprühkopf 10 ausgebildeten Fluidkanals 12 trichter- oder trompetenförmig
erweitert. Damit lassen sich Fluchtungsfehler zwischen dem Abgaberöhrchen und dem
diesem zugeordneten Ende des im Sprühkopf 10 ausgebildeten Fluidkanals 12 beim Aufstecken
des Sprühkopfes 10 auf das Abgaberöhrchen korrigieren.
[0007] Bei beiden Ausführungsformen, die in den Fig. 1 und 2 dargestellt sind, nimmt die
Wandstärke der trichter- bzw. trompetenartigen Erweiterung 14 zum freien Rand 15 hin
kontinuierlich ab, und zwar ausgehend von einer minimalen Wandstärke für den Fluidkanal
12. Damit ist es zur Ausbildung der trichter- bzw. trompetenförmigen Erweiterung 14
nicht erforderlich, daß der Fluidkanal eine Wandstärke aufweist, die der maximalen
radialen Erstreckung der trichter- bzw. trompetenförmigen Erweiterung 14 entspricht.
Diese konstruktive Ausführungsform ist günstig für geringe Spritzzeiten bei Herstellung
des Sprühkopfes im Kunststoff-Spritzgußverfahren. Durch minimale Materialansammlung
im Abgaberöhrchen-Anschlußbereich des Sprühkopfes läßt sich nach jedem Schuß eine
entsprechend geringe Kühlzeit erreichen, wodurch die Taktzeit bzw. Spritzzeit entsprechend
reduziert werden kann. Auch treten durch die vorgenannten Maßnahmen keine thermischen
Spannungen im Anschlußbereich des Sprühkopfes auf.
[0008] Der Sprühkopf gemäß Fig. 2 unterscheidet sich von demjenigen nach Fig. 1 auch noch
dadurch, daß er eine integrierte Betätigungstaste 16 aufweist, die über Sollbruchstege
17 mit einer kappenartigen Abdeckung 18 verbunden ist. Diese Sollbruchstege 17 dienen
als Garantie für eine Erstbenutzung des Sprühkopfes und damit des mit einem solchen
Sprühkopf versehenen Behälters. Der Fluidkanal 12 samt Sprühdüse 11 ist in der Betätigungstaste
16 ausgebildet, die am sprühdüsenseitigen Ende integral mit der Kappe 18 verbunden
ist.
[0009] Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 wird der Sprühkopf 10 insgesamt mit dem nicht
näher dargestellten Abgaberöhrchen bewegt. Dieser Sprühkopf enthält also keine gesonderte
Betätigungstaste.
1. Sprühkopf für einen Behälter für ein unter Druck stehendes Fluid, der am freien Ende
eines einen Austragskanal aufweisenden Abgaberöhrchens eines Abgabe-, insbesondere
Aerosol-Ventils, angeordnet ist und eine Sprühdüse (11) aufweist, die über einen im
Sprühkopf (10) durch ein Röhrchen gebildeten Fluidkanal (12) mit dem Austragskanal
des Abgaberöhrchens fluidverbindbar ist, wobei zu diesem Zweck der Sprühkopf (10)
mit dem der Sprühdüse (11) entgegengesetzten Ende (13) des Fluidkanals (12) auf das
freie Ende des Abgaberöhrchens aufsteckbar ist unter Herstellung einer gegenüber der
Umgebung fluiddichten Fluidverbindung zwischen dem im Sprühkopf (10) ausgebildeten
Fluidkanal (12) und dem Austragskanal des Abgaberöhrchens, wobei das dem Abgaberöhrchen
zugewandte Ende (13) des im Sprühkopf (10) ausgebildeten Röhrchens (12) trichter-
oder trompetenförmig erweitert ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Wandstärke der trichter- bzw. trompetenartigen Erweiterung (14) zum freien Rand
(15) hin kontinuierlich abnimmt, und zwar ausgehend von einer minimalen Wandstärke
für das den Fluidkanal (12) im Sprühkopf (10) bildende Röhrchen.
1. Sprayhead for a pressurised fluid container, configured at the free end of a dispensing
tube, which includes a release channel, of a dispensing valve, in particular an aerosol
valve, and comprising a spray nozzle (11) which is fluid-linked to the release channel
of the dispensing tube via a fluid channel (12) established in the sprayhead (10)
by means of a tube, and for this purpose the sprayhead (10) is pushed on with the
end (13) of the fluid channel (12) opposite the spray nozzle (11) onto the free end
of the dispensing tube whilst establishing an environmentally fluid-tight fluid connection
between the fluid channel (12) formed in the sprayhead (10) and the release channel
of the dispensing tube, and the end (13) of the tube (12) arranged in the sprayhead
(10) facing towards the dispensing tube is expanded in the shape of a funnel or trumpet,
characterised in that the wall thickness of the funnel- or trumpetshaped expansion (14) decreases continuously
towards the free edge (15), i.e. commencing from a minimum wall thickness for the
tube which forms the fluid channel (12) in the sprayhead (10).
1. Tête de pulvérisation pour un récipient servant à contenir un fluide sous pression,
qui est disposée à l'extrémité libre d'un tube de sortie, présentant un canal d'extraction,
d'une soupape de sortie, en particulier d'une soupape à aérosol, et qui présente une
buse de pulvérisation (11), qui peut être mise en communication pour l'écoulement
de fluide avec le canal d'extraction du tube de sortie par l'intermédiaire d'un canal
de fluide (12) formé par un tube dans la tête de pulvérisation (10), la tête de pulvérisation
(10) pouvant être à cet effet emboîtée avec l'extrémité (13) du canal de fluide (12)
opposée à la buse de pulvérisation (11) sur l'extrémité libre du tube de sortie tout
en établissant une communication pour l'écoulement de fluide, étanche par rapport
à l'environnement, entre le canal de fluide (12) formé dans la tête de pulvérisation
(10) et le canal d'extraction du tube de sortie, l'extrémité (13), tournée vers le
tube de sortie, du tube (12) formé dans la tête de pulvérisation (10) étant élargie
en forme d'entonnoir ou de trompette, caractérisée en ce que
l'épaisseur de paroi de l'élargissement (14) en forme d'entonnoir ou de trompette
diminue continuellement vers le bord libre (15), et ce à partir d'une épaisseur de
paroi minimale pour le tube formant le canal de fluide (12) dans la tête de pulvérisation
(10).
