(19)
(11) EP 0 754 569 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.10.1999  Patentblatt  1999/41

(21) Anmeldenummer: 96111135.8

(22) Anmeldetag:  11.07.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B44B 5/00, B44C 1/17

(54)

Verfahren und Prägewerkzeug zum Herstellen von geprägten Schildern, insbesondere Kraftfahrzeug-Kennzeichenschildern

Method and embossing tool for manufacturing embossed plates, in particular motor vehicle licence plates

Procédé et outil d'emboutissage pour la fabrication des plaques embouties, en particulier des plaques d'immatriculation de véhicules automobiles


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH ES FR LI

(30) Priorität: 19.07.1995 DE 19526261

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.01.1997  Patentblatt  1997/04

(73) Patentinhaber: Utsch, Joachim
D-57080 Siegen (DE)

(72) Erfinder:
  • Utsch, Joachim
    D-57080 Siegen (DE)

(74) Vertreter: Liebau, Gerhard, Dipl.-Ing. 
Patentanwaltsbüro Liebau & Liebau Postfach 31 02 47
86063 Augsburg
86063 Augsburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 105 643
GB-A- 1 187 021
US-A- 3 584 572
US-A- 3 713 944
FR-A- 1 458 551
US-A- 2 647 852
US-A- 3 616 026
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Prägewerkzeug zum Herstellen von geprägten Schildern, insbesondere Kraftfahrzeug-Kennzeichenschildern, bei denen eine, gegebenenfalls einseitig mit einer reflektierenden Folie versehene Platine aus Blech, insbesondere aus Aluminiumblech, mittels eines aus mehreren Oberteilen und Unterteilen bestehenden Prägewerkzeuges zu einem Schild mit erhabenen, an einer Sichtseite des Schildes vorstehenden Abschnitten und dazwischenliegenden, Vertieften Abschnitten geprägt und die erhabenen Abschnitte an der Sichtseite des Schildes unter Verwendung einer mit Farbe versehenen Kunststoffolie farbig gemacht werden.

    [0002] Gemäß dem Stand der Technik werden Schilder, insbesondere Kraftfahrzeug-Kennzeichenschilder, zunächst in einem aus einem Werkzeugoberteil und einem Werkzeugunterteil bestehenden Prägewerkzeug geprägt, wobei die Buchstaben- und/oder Ziffernkombination, auch Legende genannt, erhaben an der Sichtseite des Schildes herausgeprägt werden. In einem zweiten Arbeitsgang wird dann die erhaben herausgeprägte Legende und gegebenenfalls auch der Rand eingefärbt. Bei einem Kennzeichenschild wird die Legende des weißen Schildes schwarz eingefärbt. Dies erfolgt z.B. gemäß DE 37 41 232 C2 unter Verwendung einer sogenannten Heißpräge-Kunststoffolie. Bei diesem Verfahren dient die Kunststoffolie als Trägermaterial für eine heiß ablösbare Farbe. Das geprägte Schild wird auf einen Arbeitstisch oder auch ein Förderband gelegt, so daß die Sichtseite nach oben gerichtet ist. Es wird die Kunststoffolie über das Schild gespannt und anschließend werden Schild und Folie gemeinsam unter einer beheizten Andruckwalze hindurchbewegt. Unter der Hitze der Andruckwalze wird die Farbe an die erhabenen Abschnitte des Schildes angedrückt und ist dann nach dem Erkalten dauerhaft mit den erhabenen Abschnitten des Schildes, d.h. den Buchstaben und/oder Zahlen verbunden. Nach dem Erkalten wird die Kunststofffolie von dem Schild abgezogen, wobei sich nur die an den erhabenen Abschnitten des Schildes heiß aufgesiegelten Farbbereiche von der Folie lösen, im übrigen jedoch die Farbe an der Folie haften bleibt. Eine derartige Maschine zum Heißsiegeln der Kunststoffolie ist jedoch mit über DM 10.000,-- relativ teuer und außerdem sind zur Herstellung des Schildes immer zwei Arbeitsgänge erforderlich. Ferner ist das Heißsiegeln auch mit einem entsprechend hohen Stromverbrauch verbunden, da die Andruckwalze kurzfristig auf eine entsprechend hohe Temperatur gebracht werden muß.

    [0003] Bevor das Heißsiegelsystem eingeführt wurde, erfolgte das Aufbringen einer lösungsmittelhaltigen Farbe mittels einer sogenannten Abwalzmaschine. Abgesehen davon, daß aus Gründen des Umweltschutz es und auch sonstiger Gefahren lösungsmittelhaltige Farben nicht mehr verwendet werden sollen, erforderte das Abwalzen ebenfalls einen zusätzlichen Arbeitsgang und die Abwalzmaschine mußte jeweils nach Gebrauch sorgfältig gereinigt werden.

    [0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein Verfahren und auch ein Werkzeug zum Herstellen von geprägten Schildern, insbesondere Kraftfahrzeug-Kennzeichenschildern, der eingangs erwähnten Art aufzuzeigen, welche die Herstellung des fertigen Schildes mit einem möglichst geringen Arbeits- und Energieaufwand ermöglichen.

    [0005] Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß eine Kunststoffolie verwendet wird, die einseitig mit einem druckempfindlichen Kleber versehen ist, daß die Kunststoffolie vor dem Prägen des Schildes mit ihrer Klebeseite seite auf die spätere Sichtseite der ungeprägten, ebenen Platine gelegt, und daß beim Prägen in einem einzigen Arbeitsgang nur im Bereich der erhabenen Abschnitte ein den Kleber zum Kleben bringender höherer Druck ausgeübt wird, während an den vertieften Abschnitten kein oder nur ein geringer, den Kleber nicht zum Kleben bringender Druck ausgeübt wird.

    [0006] Ein Prägewerkzeug zur Durchführung des Verfahrens ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Oberteile und Unterteile des Prägewerkzeuges einander zugekehrte, erste Arbeitsflächenbereiche zum Prägen der erhabenen Abschnitte des Schildes und einander zugekehrte, zweite Arbeitsflächenbereiche zum Prägen der vertieften Abschnitte des Schildes aufweisen und daß ein gegenseitiger Abstand der ersten Arbeitsflächenbereiche bei geschlossenem Prägewerkzeug am Ende des Prägevorganges kleiner ist als ein gegenseitiger Abstand der zweiten Arbeitsflächenbereiche.

    [0007] Grundgedanke der Erfindung ist es also, eine Kunststofffolie zu verwenden, die einseitig mit einem druckempfindlichen Kleber versehen ist, und diese Folie zusammen mit der Platine, die gegebenenfalls schon einen vorgefertigten, geprägten und eingefärbten Rand aufweisen kann (vgl. DE 40 40 386 C1) in das Prägewerkzeug einzubringen. Während des Prägens, bei dem Oberteil und Unterteil des Prägewerkzeuges an die Platine angedrückt werden und dabei die erhabenen Abschnitte gebildet werden, wird auch die Kunststoffolie im Bereich der erhabenen Abschnitte unter entsprechend hohem Druck an diese erhabenen Abschnitte angedrückt. Durch diesen hohen Druck wird der druckempfindliche Kleber zum Kleben gebracht, d.h. klebend gemacht. Durch die Adhäsionswirkung des Klebers wird nun je nach Art der verwendeten Kunststoffolie entweder die eingefärbte Kunststoffolie selbst oder eine einseitig auf die Folie aufgebrachte Farbschicht, auf der sich die Kleberschicht befindet, an den erhabenen Abschnitten angeklebt. Im Bereich der Vertiefungen des Schildes unterbleibt hingegen dieses Ankleben, da dort kein oder nur ein geringer Druck auf die Kunststoffolie ausgeübt wird, so daß in diesen Bereichen der druckempfindliche Kleber nicht klebend gemacht wird. In ersterem Fall sollte das Prägewerkzeug so ausgestaltet sein, daß die Kunststoffolie an der Grenze zwischen den erhabenen Abschnitten und den vertieften Abschnitten durchgetrennt und nach dem Öffnen des Prägewerkzeuges die restliche schwarze Kunststoffolie wie ein Gitter abgezogen werden kann. In letzterem Fall wird die Folie nicht durchgetrennt. Beim Abziehen der Folie löst sich lediglich die Farbe, dort wo sie an die erhabenen Abschnitte des Schildes angeklebt wurde, von der Folie, die in diesem Fall nur Trägerfunktion für die Farbe hat. Da in beiden Fällen das Prägen und das Einfärben des Schildes in einem Arbeitsgang erfolgt, wird wesentlich an Arbeitszeit eingespart und es ist auch keine gesonderte Maschine zum Heißsiegeln erforderlich. Ebenso ist auch keine Abwalzmaschine notwendig und die mit derartigen Abwalzmaschinen und lösungsmittelhaltigen Farben verbundenen Nachteile werden vermieden.

    [0008] Bei der Durchführung des Verfahrens wird zweckmäßig eine Kunststoffolie verwendet, deren Kleber bei entsprechend hohem Druck bei Raumtemperatur klebend wird. Dies hat den Vorteil, daß Prägewerkzeuge nicht beheizt werden müssen, daher einfach in der Herstellung sind und auch ein geringer Energieaufwand nötig ist.

    [0009] Weiterhin wird bei der Durchführung des Verfahrens zweckmäßig eine eingefärbte, z.B. schwarze, Kunststoffolie verwendet, die einseitig eine Kleberschicht aus druckempfindlichem Kleber aufweist.

    [0010] Es könnte jedoch auch eine Kunststoffolie verwendet werden, die einseitig mit einer ablösbaren Farbschicht versehen ist, wobei die Farbschicht an ihrer der Kunststoffolie abgewandten Außenseite eine Kleberschicht aus druckempfindlichem Kleber aufweist.

    [0011] Das erfindungsgemäße Verfahren sowie ein Prägewerkzeug zur Durchführung des Verfahrens, werden nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
    Figur 1
    einen Teilschnitt des geöffneten Prägewerkzeuges mit eingelegter Platine und eingelegter Kunsstofffolie,
    Figur 2
    einen Teilschnitt des Prägewerkzeuges am Ende des Prägevorganges.


    [0012] Das Prägewerkzeug besteht aus mehreren Oberteilen 1 und mehreren zugeordneten Unterteilen 2. Für jedes Zeichen, d.h. jeden Buchstaben oder jede Zahl, ist für die Herstellung eines Kraftfahrzeug-Kennzeichenschildes ein eigenes Oberteil und ein eigenes Unterteil vorgesehen.

    [0013] Das Oberteil 1 weist eine Vertiefung 3 entsprechend der Kontur des zu prägenden Zeichens auf. Das Unterteil 2 weist eine dem zu prägenden Zeichen entsprechenden Vorsprung 4 auf. Die Vertiefung im Oberteil 1 ist zweckmäßig von einem zum Unterteil hin vorstehenden Rand 5 umgeben, der genau der Kontur der Vertiefung 3 entspricht. Dieser vorstehende Rand 5 kann vorteilhaft in eine Schnittkante auslaufen, wie es in der Zeichnung dargestellt ist. Die Arbeitsfläche 6 des Oberteils 1, die den vertieften Abschnitten 21 des geprägten Schildes 20 entspricht (vgl. Fig. 2), ist gegenüber dem Rand 5 vom Unterteil 2 weg versetzt angeordnet. Dies bedeutet, daß auch der vorstehende Rand 5 gegenüber der Arbeitsfläche 6 um einen Betrag a von beispielsweise 0,3 mm vorsteht. Die Tiefe t der Vertiefung 3 gegenüber dem vorstehenden Rand 5 beträgt z.B. 1,7 mm.

    [0014] Demgegenüber ist die Höhe h des entsprechenden, zur Prägung des gleichen Zeichens an dem Unterteil vorgesehenen Vorsprunges 4 größer als vorgenannte Tiefe t. Die Höhe h kann beim vorliegenden Beispiel ca. 2 - 3 mm betragen.

    [0015] Hierdurch wird erreicht, daß gemäß Figur 2 bei geschlossenem Prägewerkzeug am Ende des Prägevorganges der gegenseitige Abstand A1 der einander zugekehrten Arbeitsflächenbereiche 6', 7' von Oberteil 1 und Unterteil 2 im Bereich der erhabenen Abschnitte 22 des Schildes 20 kleiner ist als der gegenseitige Abstand A2 der einander zugekehrten Arbeitsflächenbereiche 6, 7 im Bereich der vertieften Abschnitte 21 des fertigen Schildes 20. Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, daß die Kunststoffolie 24, z.B. eine eingefärbte schwarze Kunststoffolie 24, im Bereich der erhabenen Abschnitte 22 des Schildes 20 mit hohem Druck an dessen Sichtseite 20a angepreßt wird, während im Bereich der vertieften Abschnitte 21 eine Anpressung unterbleibt oder nur mit geringem Druck stattfindet.

    [0016] In Figur 1 ist mit 20' eine ebene Platine bezeichnet, die z.B. aus Aluminiumblech besteht. Gegebenenfalls könnte diese Platine jedoch auch aus Stahlblech oder Kunststoff bestehen. Für die Herstellung eines Kraftfahrzeug-Kennzeichenschildes kann diese Platine an ihrer Sichtseite 20a mit einer reflektierenden Folie 23 beschichtet sein. Die Platine 20 kann auch mit einem nicht dargestellten vorgefertigten Rand versehen sein, der bereits vorher eingefärbt wurde. Das Einfärben kann gemäß DE 40 40 386 C1 bereits vor dem Anbringen der reflektierenden Folie 23 erfolgen. Über der Sichtseite 20a der Platine 20' wird ferner eine Kunststoffolie 24 angeordnet, die an ihrer der Sichtseite zugekehrten Unterseite vom Folienhersteller mit einer Kleberschicht 25 aus druckempfindlichem Kleber versehen ist. Der Kleber ist dabei so beschaffen, daß er erst bei Anwendung von hohem Druck klebrig wird und seine Adhäsionswirkung entfaltet.

    [0017] Wird das Prägewerkzeug mit eingelegter Platine 20' und eingelegter Kunststoffolie 24 in eine hydraulische Presse gebracht und dort der Prägevorgang vollzogen, dann nehmen Oberteil 1 und Unterteil 2 am Ende des Prägevorganges die in Figur 2 dargestellte Lage ein. Da der Abstand a1 im Bereich des erhabenen Abschnittes 22 des Schildes 20 kleiner ist als der Abstand A2 in den vertieften Abschnitten 21 des Schildes 20, wird die Folie zum Ende des Prägevorganges hin im erhabenen Abschnitt 22 mit hohem Druck an diesen erhabenen Abschnitt angepreßt. Durch diesen hohen Druck wird die Kleberschicht 25 im erhabenen Bereich klebend und damit die Kunststoffolie 24 im erhabenen Bereich 22 an diesen angeklebt. Im vertieften Bereich 21 reicht jedoch der Druck nicht aus, um hier die Klebstoffschicht 25 klebrig zu machen. Infolgedessen unterbleibt im vertieften Bereich 21 des Schildes 20 ein Ankleben der Folie an die Sichtseite 20a des Schildes 20 bzw. an die reflektierende Folie 23. Das Oberteil 1 und das Unterteil 2 sind passergenau gearbeitet. Durch den als Schnittleiste ausgebildeten vorstehenden Rand 5 wird die Kunststoffolie 24 am Übergang zwischen dem erhabenen Abschnitt 22 und dem vertieften Abschnitt 21 durchtrennt. Oberteil 1 und Unterteil 2 müssen so aufeinander abgestimmt sein, daß beim Prägevorgang nur die eingefärbte Kunststoffolie 24 an- bzw. durchgeschnitten wird. Die darunterliegende reflektierende Folie 23 darf nicht so beschädigt werden, daß die Oberfläche so in Mitleidenschaft gezogen wird, daß die Prüfung nach DIN 74069 keinen Bestand mehr hat. Nach dem Öffnen des Prägewerkzeuges kann man die restliche schwarze Kunststoffolie 24 wie ein Gitter abziehen. Übrig bleiben dann noch die ungeprägten Abschnitte 21 und die Legende, die durch die an die erhabenen Abschnitte 22 angeklebte schwarze Kunststoffolie sichtbar wird.

    [0018] Anstelle einer eingefärbten Kunststoffolie kann man auch eine Kunststoffolie verwenden, die einseitig mit einer Farbschicht, z.B. einer schwarzen Farbschicht, versehen ist. Die Farbschicht ist dann auf ihrer der Kunststofffolie abgekehrten Seite mit einer Kleberschicht, bestehend aus druckempfindlichem Kleber, beschichtet. In diesem Fall dient die Kunststoffolie nur als Trägerfolie für die Farbschicht. Durch den im Bereich der erhabenen Abschnitte 22 entstehenden hohen Druck wird der Kleber der Farbschicht in diesen Bereichen klebrig und an die erhabenen Abschnitte 22 des Schildes angeklebt. In den vertieften Abschnitten 21 des Schildes hingegen unterbleibt das Ankleben, so daß man nach dem Öffnen des Prägewerkzeuges die Trägerfolie abziehen kann. Von der Trägerfolie lösen sich dann nur diejenigen Abschnitte der Farbschicht, die im Bereich der erhabenen Abschnitte 22 an diese durch den hohen Druck geklebt wurden.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Herstellen von geprägten Schildern, insbesondere Kraftfahrzeug-Kennzeichenschildern, bei denen eine, gegebenenfalls einseitig mit einer reflektierenden Folieversehene Platine aus Blech, insbesondere aus Aluminiumblech, mittels eines aus mehreren Oberteilen und Unterteilen bestehenden Prägewerkzeuges zu einem Schild mit erhabenen, an einer Sichtseite des Schildes vorstehenden Abschnitten und dazwischenliegenden, vertieften Abschnitten geprägt und die erhabenen Abschnitte an der Sichtseite des Schildes unter Verwendung einer mit Farbe versehenen Kunststoffolie farbig gemacht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffolie einseitig mit einem druckempfindlichen Kleber versehen ist, daß die Kunststoffolie vor dem Prägen des Schildes mit ihrer Kleberseite auf die spätere Sichtseite der ungeprägten, ebenen Platine gelegt und daß beim Prägen in einem einzigen Arbeitsgang nur im Bereich der erhabenen Abschnitte ein den Kleber zum Kleben bringender höherer Druck ausgeübt wird, während an den vertieften Abschnitten kein oder nur ein geringer, den Kleber nicht zum Kleben bringender Druck ausgeübt wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kleber unter Druck bei Raumtemperatur klebend wird.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffolie einseitig mit einer ablösbaren Farbschicht versehen ist, wobei die Farbschicht an ihrer der Kunststoffolie abgewandten Außenseite die Kleberschicht aus druckempfindlichem Kleber aufweist.
     
    4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kuntstoffolie eingefärbt ist.
     
    5. Prägewerkzeug zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberteile (1) und Unterteile (2) des Prägewerkzeuges einander zugekehrte, erste Arbeitsflächenbereiche (6' , 7') zum Prägen der erhabenen Abschnitte (22) des Schildes (20) und einander zugekehrte, zweite Arbeitsflächenbereiche (6, 7) zum Prägen der vertieften Abschnitte (21) des Schildes (20) aufweisen und daß ein gegenseitiger Abstand (A1) der ersten Arbeitsflächenbereiche (6', 7') bei geschlossenem Prägewerkzeug am Ende des Prägevorganges kleiner ist als ein gegenseitiger Abstand (A2) der zweiten Arbeitsflächenbereiche (6, 7).
     
    6. Prägewerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes zu prägende Zeichen in jedem Oberteil (1) mindestens eine den jeweils ersten Arbeitsflächenbereich (6',7') bildende Vertiefung (3) von einem zum jeweiligen Unterteil (2) hin vorstehenden Rand (5) umgeben ist, wodurch die jeweiligen zweiten Arbeitsflächenbereiche (6,7) des jeweiligen Oberteiles, die den vertieften Abschnitten (21) des Schildes zugeordnet sind, gegenüber dem Rand (5) versetzt, vom Unterteil (2) weg, angeordnet sind.
     
    7. Prägewerkzeug nach Anspruch 6 zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der vorstehende Rand (5) in eine Schnittkante ausläuft.
     
    8. Prägewerkzeug nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe (t) der zur Prägung eines Zeichens in dem Oberteil (1) vorgesehenen Vertiefung (3) gegenüber dem vorstehenden Rand (5) kleiner ist als die Höhe (h) eines entsprechenden, zur Prägung des gleichen Zeichens an dem Unterteil (2) vorgesehenen Vorsprunges (4).
     


    Claims

    1. A method of manufacturing embossed plates, especially vehicle licence plates, in which a plate of sheet metal, especially of aluminium sheet, optionally provided on one side with a reflecting film, is embossed by means of an embossing tool consisting of a plurality of upper and lower parts into a plate with raised sections projecting on the face side of the plate and intervening recessed sections, and the raised sections on the face side of the plate are rendered coloured using a plastics film provided with colour, characterized in that the plastics film is provided on one side with a pressure-sensitive adhesive, in that the plastics film is applied before the embossing of the plate, with its adhesive side on the subsequently face side of the un-embossed, flat plate, and in that during the embossing a higher pressure causing the adhesive to bond is applied in a single working step only in the region of the raised sections, while no pressure or only a smaller pressure which does not cause the adhesive to bond is applied at the recessed sections.
     
    2. A method according to claim 1, characterized in that the adhesive bonds under pressure at room temperature.
     
    3. A method according to claim 1 or 2, characterized in that the plastics film is provided on one side with a releasable coloured layer, wherein the coloured layer has the adhesive layer of pressure-sensitive adhesive on its outer side facing away from the plastics film.
     
    4. A method according to claim 1 or 2, characterized in that the plastics film is self-coloured.
     
    5. An embossing tool for carrying out the method according to any of claims 1 to 3, characterized in that the upper parts (1) and lower parts (2) of the embossing tool comprise mutually facing first working surface regions (6', 7') for embossing the raised sections (22) of the plate (20) and mutually facing second working surface regions (6, 7) for embossing the recessed sections (21) of the plate (20), and in that a mutual spacing (A1) of the first working surface regions (6', 7') with the embossing tool closed at the end of the embossing operation is smaller that a mutual spacing (A2) of the second working surface regions (6, 7).
     
    6. An embossing tool according to claim 5, characterized in that for each symbol to be embossed at least one depression (3) forming the respective first working surface region (6', 7') in each upper part (1) is surrounded by a rim (5) projecting towards the respective lower part (2), whereby the respective second working surface regions (6, 7) of the respective upper part, which are associated with the recessed sections (21) of the plate, are offset relative to the rim (5) away from the lower part (2).
     
    7. An embossing tool according to claim 6, for implementing the method according to claim 4, characterized in that the projecting rim (5) tapers to a cutting edge.
     
    8. An embossing tool according to claim 6 or 7, characterized in that the depth (t) relative to the projecting rim (5) of the depression (3) provided in the upper part (1) for embossing a symbol is smaller than the height (h) of a corresponding projection (4) provided on the lower part (2) for embossing the same symbol.
     


    Revendications

    1. Procédé de fabrication de plaques embouties, en particulier des plaques d'immatriculation pour véhicules automobiles, pour lesquelles une platine en tôle, en particulier une platine en tôle d'aluminium, dotée le cas échéant sur une face d'une feuille réfléchissante, est emboutie au moyen d'un outil d'emboutissage constitué de plusieurs parties supérieures et parties inférieures pour former une plaque, ayant des tronçons en relief, faisant saillie sur une face visible de la plaque, et des tronçons intermédiaires en creux, et les tronçons en relief situés sur la face visible de la plaque étant rendus colorés avec utilisation d'une feuille de matière synthétique dotée d'un colorant, caractérisé en ce que la feuille de matière synthétique est dotée sur une face d'un adhésif sensible à la pression, en ce que la feuille de matière synthétique avant emboutissage de la plaque est placée par sa face adhésive sur ce qui sera ultérieurement la face visible de la platine plane non-emboutie, et que, lors de l'emboutissage en une phase opératoire unique, une pression élevée amenant l'adhésif à adhérer n'est exercée que dans la zone des tronçons en relief, tandis que sur les tronçons en creux n'est exercée aucune pression ou bien seulement une pression faible, n'aboutissant pas à ce que l'adhésif devienne collant.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'adhésif devient collant à la température ambiante, lorsqu'on exerce une pression.
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la feuille de matière synthétique est dotée sur une face d'une couche de colorant désolidarisable, la couche de colorant présentant sur sa face extérieure opposée à la feuille de matière synthétique la couche d'adhésif constituée d'un adhésif sensible à la pression.
     
    4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la feuille de matière plastique est colorée.
     
    5. Outil d'emboutissage pour mettre en oeuvre le procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les parties supérieures (1) et les parties inférieures (2) de l'outil d'emboutissage présentent des premières zones de surface de travail (6', 7') tournées les unes vers les autres pour emboutir les tronçons en relief (22) de la plaque (20) et des deuxièmes zones de surface de travail (6, 7) tournées les unes vers les autres pour emboutir les tronçons en creux (21) de la plaque (20), et en ce qu'un espacement mutuel (A1) entre les premières zones de surface de travail (6', 7'), lorsque l'outil d'emboutissage est fermé, à la fin du processus d'emboutissage est inférieur à un espacement mutuel (A2) entre les deuxièmes zones de surface de travail (6, 7).
     
    6. Outil d'emboutissage selon la revendication 5, caractérisé en ce que, pour chaque signe à emboutir dans chaque partie supérieure (1), au moins une cavité (3), constituant chaque fois la première zone de surface de travail (6' 7'), est entourée par un bord (5), en saillie vis-à-vis de la partie inférieure (2) respective, faisant que les deuxièmes zones de surface de travail (6, 7) respectives de la partie supérieure respective, qui sont associées aux tronçons (21) creusés de la plaque, sont disposées décalées par rapport au bord (5), en étant espacées de la partie inférieure (2).
     
    7. Outil d'emboutissage selon la revendication 6, pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le bord (5) en saillie se termine en arête de coupe.
     
    8. Outil d'emboutissage selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que la profondeur (t) de la cavité (3) prévue pour emboutir un signe dans la partie supérieure (1) vis-à-vis du bord (5) en saillie est plus petite que la hauteur (h) d'une saillie (4) correspondante, prévue pour emboutir le même signe sur la partie inférieure (2).
     




    Zeichnung