| (19) |
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(11) |
EP 0 897 586 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.10.1999 Patentblatt 1999/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.04.1997 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9700/819 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9742/643 (13.11.1997 Gazette 1997/49) |
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| (54) |
ELEKTROMAGNETISCHES RELAIS
ELECTROMAGNETIC RELAY
RELAIS ELECTROMAGNETIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
| (30) |
Priorität: |
07.05.1996 DE 19618289
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.02.1999 Patentblatt 1999/08 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HEINZL, Alfred
D-81477 München (DE)
- STADLER, Heinz
D-81249 München (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 056 840 DE-A- 4 309 618
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EP-A- 0 423 834
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 014, no. 282 (E-0942), 19.Juni 1990 & JP 02 090435
A (MATSUSHITA ELECTRIC WORKS LTD), 29.März 1990,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Relais
- mit einem Sockel aus Isolierstoff, der mit einer Bodenplatte eine Grundebene definiert
und der Teil eines geschlossenen Gehäuses ist,
- mit in dem Sockel verankerten Festkontaktelementen, die jeweils eine zur Außenseite
des Gehäuses geführte Anschlußfahne und einen in dem Gehäuseinneren jeweils einseitig
eingespannten, sich freitragend parallel zur Grundebene erstreckenden Kontaktträgerabschnitt
aufweisen,
- mit mindestens einer mit jeweils einem Kontaktträgerabschnitt zusammenwirkenden Kontaktfeder,
die ebenfalls mit einer zur Gehäuseaußenseite geführten Anschlußfahne verbunden ist,
und
- mit einem oberhalb des Sockels in dem Gehäuse angeordneten Elektromagnetsystem mit
Spule, Kern und Anker zur Betätigung der mindestens einen beweglichen Kontaktfeder.
[0002] Derartige Systeme mit im Sockelbereich angeordneten Festkontaktelementen werden beispielsweise
bei Miniaturrelais angewendet, wobei die Kontaktfedern unmittelbar mit einem Wippanker
verbunden sind, der seinerseits durch ein vorzugsweise polarisiertes Magnetsystem
betätigt wird. Da bei solchen Relais für Schwachstromanwendungen auch sehr geringe
Kontaktabstände vorgesehen sind, müssen diese auch bei der Fertigung mit sehr engen
Toleranzen eingestellt werden.
[0003] So ist aus der EP-A-0 423 834 ein Relais der genannten Art bekannt, bei dem die Festkontaktelemente
in einem Sockel derart verankert sind, daß die Kontaktträgerabschnitte zunächst frei
an den Stirnseiten des Sockels hervortreten. Auf diese Weise sind sie im Verlauf der
Fertigung für den Angriff von Justierwerkzeugen zugänglich. Allerdings ist es bei
dem dortigen Relais dann erforderlich, beim weiteren Zusammenbau die freigesparten
Sockelenden durch zusätzliche kappenartige Sokkelteile abzudecken, damit der so ergänzte
Sockel zusammen mit einer Kappe ein geschlossenes Gehäuse bilden kann. Dieses Gehäuse
kann dann in bekannter Weise mit Vergußmasse bzw. einem aushärtbaren Kleber abgedichtet
werden.
[0004] Es hat sich jedoch gezeigt, daß bei Relais der oben genannten Art insbesondere auch
nach dem Verschluß des Gehäuses Veränderungen auftreten, die größer sein können als
die ursprünglich vorhandenen und durch die erwähnte Justierung bei der Fertigung behebbaren
Abweichungen. Ursachen für diese Veränderungen sind Verspannungen und Relaxationen,
die bei Tempervorgängen, also insbesondere beim Vergießen und beim Aushärten der Vergußmasse,
auftreten und die bei polarisierten Relais unter Einwirkung der Magnetkraft des Dauermagneten
auf den Anker noch verstärkt werden. Die entsprechenden Entspannungsvorgänge müssen
während des Fertigungsprozesses erfolgen, damit im späteren Einsatz des Relais keine
nachträglichen Kennwertänderungen auftreten.
[0005] Ziel der Erfindung ist es, ein Relais der eingangs genannten Art und ein Verfahren
zu dessen Herstellung anzugeben, bei dem noch nach dem Zusammenbau aller Konstruktionsteile,
nach dem Schließen des Gehäuses und nach der Abdichtung aller Zwischenkonstruktions-
und Gehäuseteilen bestehenden Spalte eine Justierung möglich ist.
[0006] Erfindungsgemäß wird dies bei einem Relais der eingangs genannten Art dadurch erreicht,
daß die Bodenplatte jeweils im Bereich unterhalb eines jeden Kontaktträgerabschnittes
eine zur Außenseite offene fensterförmige Aussparung aufweist. Auf diese Weise kann
der Kontaktträgerabschnitt durch die Aussparung hindurch auch nach dem Zusammenbau
des Relais noch zur Justierung gebogen werden, wobei vorzugsweise eine Sollbiegestelle
in der Nähe der Einspannung des Kontaktträgerabschnittes vorgesehen ist.
[0007] Anstelle der Anbindung über eine Sollbiegestelle kann der Kontaktträgerabschnitt
auch über Torsionsstege schwenkbar etwa in der Mitte zwischen zwei freien Enden aufgehängt
sein. In diesem Fall wird der Festkontakt durch Torsion dieser Aufhängung wahlweise
nach oben oder unten bewegt, je nach dem, an welches Ende des Kontaktträgerabschnittes
ein Justierstift angesetzt wird.
[0008] Zweckmäßigerweise ist die Form der Aussparung mehr oder weniger genau an die Umfangskontur
des jeweiligen Kontaktträgerabschnittes angepaßt, so daß dieser Kontaktträgerabschnitt
die Aussparung zur Gehäuseinnenseite weitgehend abdeckt. Auf diese Weise kann die
Aussparung nach der Justierung mit einem Tropfen eines Klebers abgedichtet werden,
ohne daß dieser Kleber in das Gehäuseinnere verläuft.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines derartigen Relais besteht darin,
daß nach der Montage des Elektromagnetsystems auf dem mit dem Kontaktelement versehenen
Sockel und nach dem bekannten Verschließen und Abdichten des Gehäuses - mit Ausnahme
der Aussparungen unterhalb der Kontaktträgerabschnitte - der jeweilige Kontaktträgerabschnitt
zur Einstellung eines vorgegebenen Kontaktabstandes gegenüber einem zugehörigen beweglichen
Kontaktelement mittels eines durch die Aussparung des Sockels greifenden Justierwerkzeuges
in seiner Winkelstellung gegenüber der Einspannstelle deformiert wird.
[0010] In erster Linie erfolgt diese Justierung mittels eines Einstellstiftes, der den einseitig
eingespannten Kontaktträgerabschnitt zum Gehäuseinneren hin drückt und deformiert.
Es werden also in diesem Fall bei der Fertigung die Toleranzen zweckmäßigerweise so
gewählt, daß die Kontaktträgerabschnitte etwas zur Außenseite hin vorgebogen sind.
Grundsätzlich ist aber nicht auszuschließen, daß mit geeigneten Werkzeugen auch nachträglich
noch eine Biegung der Kontaktträgerabschnitte nach außen hin vorgenommen wird. Dies
kann entweder durch hakenförmige Justierwerkzeuge geschehen, die bei entsprechend
großer Bemessung der Aussparung an dem Kontaktträgerabschnitt angreifen und diesen
nach außen ziehen, oder es könnten auch mit Saugkräften an der Außenseite des Kontaktträgerabschnittes
angreifende Justierwerkzeuge verwendet werden. Bei der Aufhängung des Kontaktträgerabschnittes
über Torsionsstege ist ohnehin eine Justierung nach zwei Richtungen möglich.
[0011] Wesentlich bei der Erfindung ist, daß der Einstellvorgang zu einem Zeitpunkt erfolgt,
zu dem das Relais nahezu fertiggestellt ist. Das heißt, daß das Relais bereits komplett
montiert, gegebenenfalls auch magnetisiert, vergossen und getempert ist. Alle Relaxations-
und Verspannungsvorgänge sind also bereits abgeschlossen. Die nachträglich allein
noch notwendige Abdichtung der Aussparungen kann mit dem ohnehin notwendigen Abdichten
von Lüftungslöchern vorgenommen werden; durch das Einfüllen eines Klebers, beispielsweise
eines UV-Klebers, in die Aussparungen werden auch die justierten Kontaktträgerabschnitte
endgültig fixiert.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigt
Figur 1 ein erfindungsgemäß gestaltetes polarisiertes Miniaturrelais in einem Längsschnitt,
Figur 2 eine stirnseitige Ansicht auf das Relais von Figur 1 mit aufgeschnittener
Kappe und teilweise geschnittenen Teilen,
Figur 3 eine Ansicht auf die Sockeloberseite des Relais von Figur 1,
Figur 4 eine Ansicht auf die Sockelunterseite des Relais von Figur 1,
Figuren 5 bis 8 eine Detailansicht auf einen Kontaktträgerabschnitt des Relais von
Figur 1 in verschiedenen Fertigungs-bzw. Justierphasen,
Figur 9 eine Detailansicht des Ankers und der Kontaktanordnung aus Figur 2 mit einem
zusätzlichen Prüfstift,
Figuren 10 bis 12 eine Detailansicht auf einen Kontaktträgerabschnitt mit mittiger
Aufhängung über Torsionsstege in verschiedenen Justierphasen und
Figur 13 eine Detailansicht eines Kontaktträgerabschnittes mit zusätzlich befestigter
Kontaktfeder.
[0013] Das in der Zeichnung dargestellte polarisierte Relais besitzt einen an sich bekannten
Aufbau. Ein Sockel 1 bildet eine Bodenplatte 2, die eine Grundebene des Relais definiert,
sowie teilweise umlaufende Seitenwände 3. In dem Sockel sind aus einer gemeinsame
Platine gestanzte Festkontaktelemente 4 eingebettet, die zur Unterseite der Bodenplatte
austretende Anschlußfahnen 5 bilden. An ihren Enden bilden diese Festkontaktelemente
4 jeweils Kontaktträgerabschnitte 6, die jeweils einen Festkontakt 7 tragen.
[0014] Unterhalb eines jeden Kontaktträgerabschnittes 6 ist in der Bodenplatte eine Aussparung
8 vorgesehen, über der sich der jeweilige Kontaktträgerabschnitt 6 freitragend erstreckt.
Dabei sind die Umfangskonturen der Aussparung 8 und des Kontaktträgerabschnittes 6
ohne Zwischenraum oder mit geringem Spiel so aneinander angepaßt, daß das freie Ende
des Kontaktträgerabschnittes in die Aussparung 8 hineinbewegt werden kann. In der
Nähe seiner Einspannstelle besitzt jedes Kontaktelement 6 außerdem eine Kerbe 9, die
eine Sollbiegestelle bildet.
[0015] Eine Kappe 10 bildet zusammen mit dem Sockel 1 ein geschlossenes Gehäuse, in welchem
im oberen Bereich ein Magnetsystem mit einer Spule 11 auf einem Spulenkörper 12, einem
stabförmigen Kern 13 sowie zwei Jochen 14 und 15 angeordnet ist. Zwischen den freien
Enden der Joche ist ein stabförmiger, dreipoliger Dauermagnet 16 angeordnet, an dessen
Mittelpol N über ein Lagerblech 17 ein langgestreckter Anker 18 gelagert ist. Über
einen Kunststoffträger 19 sind an dem Anker 18 zwei Mittelkontaktfedern 20 befestigt,
die jeweils an zwei Federenden 21 bewegliche Kontakte 22 tragen. Jeder der beweglichen
Kontakte 22 liegt über einem Festkontakt 7 und wird entsprechend der Wippbewegung
des Ankers 18 wahlweise mit diesem zusammengeschaltet. Die beiden Kontaktfedern besitzen
jeweils seitlich abgebogene Anschlußfahnen 23, die in Figur 1 nur angedeutet sind
und auf nicht näher gezeigte Weise auch als Lagerbänder für den Anker dienen. Der
Aufbau und die Funktion eines derartigen Relais sind allgemein bekannt und brauchen
hier nicht weiter erläutert zu werden.
[0016] Bei der Fertigung des Relais wird zunächst der Anker 18 auf dem Sockel 1 angeordnet
und befestigt, danach wird das Magnetsystem aufgesetzt und mit dem Sockel verbunden.
Die Kappe 10 schließt das Gehäuse und wird auf bekannte Weise abgedichtet; dabei kann
auch die Spule beispielsweise in dem Gehäuse vergossen werden.
[0017] Auch wenn bei der Montage des Ankers mit den Kontaktfedern 20 die Kontaktabstände
zwischen den Festkontakten 7 und den beweglichen Kontakten 22 eingestellt werden,
können sie sich im Lauf der weiteren Fertigung, insbesondere durch Temperaturänderungen
beim Abdichten des Relais, wieder in unerwünschter Weise ändern. Aus diesem Grund
kann über die Aussparungen 8 auch nach dem Verschluß des Gehäuses eine Justierung
der Kontaktabstände vorgenommen werden. Zu diesem Zweck wird über Justierstifte 24
jeweils von unten auf die Kontaktträgerabschnitte 6 gedrückt, bis der Kontaktabstand
den vorgegebenen Wert erreicht hat.
[0018] Der Einstellvorgang ist anhand der Figuren 5 bis 8 zu sehen. Gemäß Figur 5 ist der
Kontaktträgerabschnitt 6 genau parallel zur Grundebene in der Bodenplatte 2 angeordnet.
Der Rand der Aussparung 8 ist so ausgebildet, daß sich der Kontaktträgerabschnitt
6 um die durch die Kerbe 9 gebildete Sollbiegestelle sowohl nach unten zur Sockelaußenseite
gemäß Figur 6 als auch nach oben zur Sockelinnenseite gemäß Figur 7 schwenken läßt.
Da es einfacher ist, mit den in Figur 1 gezeigten Justierstiften 24 lediglich von
außen auf die Kontaktträgerabschnitte zu drücken und sie so gemäß Figur 7 zur Innenseite
zu biegen, kann es ratsam sein, die Kontaktträgerabschnitte 6 vor dem Zusammenbau
des Relais gemäß Figur 6 etwas nach außen zu biegen, so daß die endgültige Justierung
nach dem Zusammenbau in einer Biegung zur Innenseite erfolgen muß. Denkbar wäre es
aber auch, am zusammengebauten Relais mit speziellen Justierwerkzeugen den Kontaktträgerabschnitt
gemäß Figur 6 nach außen zu biegen. Nach der Justierung wird in die Aussparung 8 jeweils
ein Kleber 25 eingefüllt, der den justierten Kontaktträgerabschnitt fixiert und das
Gehäuse endgültig abdichtet. Dieser Kleber ist zweckmäßigerweise selbstaushärtend,
so daß eine erneute Erhitzung des gesamten Gehäuses nicht notwendig ist.
wie in Figur 4 außerdem zu erkennen ist, kann der Kleber in eine Mulde 28 eingefüllt
werden, von der er dann gleichzeitig in ein ohnehin erforderliches Lüftungsloch 27
und in die Aussparung 8 fließt.
[0019] Bei dem in Figur 1 dargestellten Relais kann der Justiervorgang etwa in folgender
Weise ablaufen: wenn der Dauermagnet 16 des polarisierten Systems aufmagnetisiert
ist, liegt der Anker nicht in der dargestellten Mittelstellung, sondern er liegt mit
einem Ende an einem Joch, beispielsweise an dem Joch 14, an. In diesem Fall sollte
die Kontaktfeder 21 mit dem beweglichen Kontakt 22 auf der entgegengesetzten Seite,
also in Figur 1 auf der rechten Seite, an dem Festkontakt 7 anliegen. Ist dies nicht
der Fall, so wird über den Justierstift 24 der Kontaktträgerabschnitt 6 soweit nachgedrückt,
bis die Kontaktgabe zum beweglichen Kontakt 22 erfolgt. Dies kann über die Kontaktanschlüsse
gemessen werden. Danach wird ein dem Mindestüberhub entsprechender Weg zusätzlich
nachgestellt. Damit ist die untere Grenze der Abbrandsicherheit gewährleistet. Danach
wird das Relais umgeschaltet, so daß die entgegengesetzte Kontaktseite ebenfalls auf
die gleiche Weise justiert werden kann.
[0020] Durch das Nachbiegen der Kontaktträgerabschnitte 6 kann auch jeweils ein Ansprechwert
eingestellt werden. In diesem Fall wird das Relais mit einem rampenförmig ansteigenden
oder abfallenden Wert erregt, bis es umschaltet. Liegt der im Ansprechzeitpunkt gemessene
Eregungswert nicht in einem Sollbereich, so kann durch Nachstellen der Kontaktträgerabschnitte
die Rückstellkraft auf der betreffenden Seite erhöht werden, so daß das Relais bei
geringerer bzw. entsprechend bei höherer Erregung umschaltet.
Es ist aber auch möglich, mechanische Werte an dem verschlossenen Relais zu messen
und entsprechend die Kontaktträgerabschnitte nachzujustieren. Dies ist beispielsweise
mittels eines Meßstiftes 26 möglich, der durch das Lüftungsloch 27 unterhalb des Ankers
eingeführt wird und diesen mechanisch umschaltet. Bei diesem Vorgang kann eine Kraft-Weg-Messung
durchgeführt werden, die dann ihrerseits Grundlage für eine Nachjustierung der Kontaktträgerabschnitte
sein kann.
[0021] Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß das erfindungsgemäße Prinzip nicht auf
das beispielshalber dargestellte polarisierte Wippankerrelais beschränkt ist, sondern
daß vielmehr eine derartige Anordnung von Festkontaktelementen und eine entsprechende
Justierung am geschlossenen Gehäuse auch bei anderen Relaiskonstruktionen und bei
anderen polarisierten oder neutralen Magnetsystemen vorgesehen werden kann.
[0022] Durch das Nachjustieren können auch Verspreizungen zwischen den beiden Kontaktfedern
21 einzeln kompensiert werden. Wenn beispielsweise durch eine Verspreizung der Kontaktfedern
die Kontaktabstände al und a2 in Figur 9 unterschiedlich sind, was durch elektrische
Messung des Schließzeitpunktes festgestellt werden kann, kann durch unterschiedliches
Nachbiegen der Kontaktträgerabschnitte 6 auf beiden Seiten ein gleicher Kontaktabstand
hergestellt werden.
[0023] In den Figuren 10 bis 12 ist eine weitere Ausführungsform eines Kontaktträgerabchnittes
analog zu den Figuren 5 bis 7 dargestellt. In diesem Fall ist ein Kontaktträgerabschnitt
28 über der Aussparung 8 mit beiden Enden freigeschnitten und in seiner Mitte beiderseits
über Torsionsstege 29 an das Festkontaktelement 4 angebunden. In der Zeichnung ist
ein Schnitt durch einen der Torsionsstege 29 gezeigt. Somit kann bei dieser Ausführungsform
mit dem Justierstift 24 wahlweise auf das eine Ende unterhalb des Festkontakts 7 gemäß
Figur 11 oder auf das andere Ende gemäß Figur 12 gedrückt werden. Dementsprechend
wird der Festkontakt nach oben oder nach unten bewegt, wobei die Torsionsstege 29
bleibend deformiert werden. Die Aussparung 8 kann dann in gleicher Weise wie gemäß
Figur 8 vergossen werden.
[0024] Figur 13 zeigt noch in weiterer Abwandlung einen Kontaktträgerabschnitt 30, an dem
der Festkontakt 7 nicht unmittelbar, sondern über eine Kontaktfeder 31 befestigt ist.
Im übrigen ist dieser Kontaktträgerabschnitt 30 in gleicher Weise justierbar wie der
Kontaktträgerabschnitt 6 gemäß den Figuren 1 bis 8.
1. Elektromagnetisches Relais
- mit einem Sockel (1) aus Isolierstoff, der mit einer Bodenplatte (2) eine Grundebene
definiert und der Teil eines geschlossenen Gehäuses ist,
- mit in dem Sockel (1) verankerten Festkontaktelementen (4), die jeweils eine zur
Außenseite des Gehäuses geführte Anschlußfahne (5) und einen in dem Gehäuseinneren
jeweils einseitig eingespannten, sich freitragend parallel zur Grundebene erstreckenden
Kontaktträgerabschnitt (6) aufweisen,
- mit mindestens einer mit jeweils einem Kontaktträgerabschnitt zusammenwirkenden
Kontaktfeder (20,21), die ebenfalls mit einer zur Gehäuseaußenseite geführten Anschlußfahne
(23) verbunden ist, und
- mit einem oberhalb des Sockels (1) in dem Gehäuse angeordneten Elektromagnetsystem
mit Spule (11,12), Kern (13) und Anker (18) zur Betätigung der mindestens einen beweglichen
Kontaktfeder (20),
dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte (2) jeweils im Bereich unterhalb eines jeden Kontaktträgerabschnittes
(6;28;30) eine zur Außenseite offene, fensterförmige Aussparung (8) aufweist.
2. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Form der Aussparung (8) der Außenkontur des Kontaktträgerabschnittes (6;2830)
angepaßt ist.
3. Relais nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktträgerabschnitt (6;30) in der Nähe seiner Einspannstelle über dem
Rand der Aussparung (8) eine Sollbiegestelle (9) aufweist.
4. Relais nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktträgerabschnitt (28) über Torsionsstege (29) etwa im Mittelbereich
der Aussparung (8) mit dem Festkontaktträger verbunden ist.
5. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktträgerabschnitt (30) mit einer Kontaktfeder verbunden ist, die ihrerseits
den Festkontakt (7) trägt.
6. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Kontaktträgerabschnitt (6;28;30) von der Gehäuseinnenseite her
abgedeckte Aussparung (8) von der Gehäuseaußenseite her mit Vergußmasse (25) gefüllt
ist.
7. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Ankers (18) eine Öffnung (27) zur Einführung eines Prüfstiftes
(26) vorgesehen ist.
8. Verfahren zur Herstellung eines Relais nach Anspruch 1, wobei auf dem den Kontaktträgern
(4) versehenen Sockel (1) das Elektromagnetsystem (11,12,13,18) befestigt und das
Gehäuse (1,10) geschlossen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der jeweilige Kontaktträgerabschnitt (6;28;30) zur Einstellung eines vorgegebenen
Kontaktabstandes gegenüber einem zugehörigen beweglichen Kontaktelement (21) mittels
eines durch die Aussparung (8) der Bodenplatte (2) greifenden Justierwerkzeuges (24)
in seiner Winkelstellung gegenüber der Einspannstelle deformiert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung (8) nach der Justierung durch Deformation des Kontaktträgerabschnittes
(6) mit flüssiger, anschließend aushärtender Vergußmasse (25) gefüllt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Maß einer erforderlichen Nachjustierung der Kontaktträgerabschnitte (6) durch
Erregung des Relais und durch Vergleich einer gemessenen Ansprech- bzw. Abfallerregung
mit einer Soll-Erregung gewonnen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Maß für eine erforderliche Nachjustierung durch mechanische Betätigung des
Ankers (18) über einen Prüfstift (26) und durch eine dabei vorgenommene Kraft-Weg-Messung
gewonnen wird.
1. Electromagnetic relay
- having a base (1) composed of insulating material, which defines a base plane by
means of a bottom plate (2) and which is part of a closed housing,
- having stationary contact elements (4) which are anchored in the base (1) and each
have a connecting tab (5) which is routed to the outside of the housing, and a contact
carrier section (6) which is in each case clamped in at one end in the housing interior
and extends as a cantilever parallel to the base plane,
- having at least one contact spring (20, 21) which interacts with in each case one
contact carrier section and is likewise connected to a connecting tab (23) which is
routed to the exterior of the housing, and
- having an electromagnetic system which is arranged above the base (1) in the housing
and has a coil (11,12), a core (13) and an armature (18) for operating the at least
one moving contact spring (20),
characterized in that the bottom plate (2) in each case has a cutout (8), which is
open to the exterior and is in the form of a window, in the region underneath each
contact carrier section (6;28;30).
2. Relay according to Claim 1,
characterized in that the shape of the cutout (8) is matched to the external contour
of the contact carrier section (6;28;30).
3. Relay according to Claim 1 or 2,
characterized in that the contact carrier section (6;30) has an intentional bending
point (9) above the edge of the cutout (8), in the vicinity of its clamping-in point.
4. Relay according to Claim 1 or 2,
characterized in that the contact carrier section (28) is connected to the stationary
contact carrier via torsion webs (29) approximately in the centre region of the cutout
(8).
5. Relay according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that the contact carrier section (30) is connected to a contact spring
which, for its part, is fitted with the stationary contact (7).
6. Relay according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that the cutout (8), which is covered by the contact carrier section
(6;28;30) from the interior of the housing, is filled from the exterior of the housing
with potting compound (25).
7. Relay according to one of Claims 1 to 6,
characterized in that an opening (27) for the insertion of a test pin (26) is provided
underneath the armature (18).
8. Method for producing a relay according to Claim 1,
the base (1) which is provided with the contact carriers (4) having mounted on it
the electromagnet system (11,12,13, 18) and the housing (1,10) being closed,
characterized in that the respective contact carrier section (6;28;30) is deformed
in its angular position with respect to the clamping-in point, by means of an adjusting
tool (24) which engages through the cutout (8) in the bottom plate (2), in order to
adjust a specified contact gap with respect to an associated moving contact element
(21).
9. Method according to Claim 6,
characterized in that, after the adjustment by deformation of the contact carrier
section (6), the cutout (8) is filled with liquid potting compound (25), which is
subsequently cured.
10. Method according to Claim 6 or 7,
characterized in that the magnitude of any required readjustment of the contact carrier
sections (6) is obtained by energizing the relay and by comparing a measured pull-in
and drop-out excitation with a nominal excitation.
11. Method according to Claim 6 or 7,
characterized in that the magnitude of any required readjustment is obtained by mechanical
operation of the armature (18) via a test pin (26) and by a force/movement measurement
carried out in the process.
1. Relais électromagnétique
- comprenant un socle (1) fait d'un matériau isolant qui définit, avec une plaque
de fond (2), un plan de base, et fait partie d'un boîtier fermé,
- comprenant des éléments de contact fixes (4) scellés dans le socle (1) qui sont
pourvus chacun d'une broche de connexion (5) passant sur le côté extérieur du boîtier
et d'un segment porteur de contact (6) serré à chaque fois sur un côté à l'intérieur
du boîtier et s'étendant en porte-à-faux parallèlement au plan de base,
- comprenant au moins un ressort de contact (20, 21) coopérant à chaque fois avec
un segment porteur de contact et qui est également relié à une broche de connexion
(23) passant sur le côté extérieur du boîtier, et
- comprenant un système d'électroaimant situé dans le boîtier au-dessus du socle (1)
et comprenant une bobine (11, 12), un noyau (13) et une armature (18) destinée à actionner
le - au moins un - ressort de contact (20) mobile,
caractérisé en ce que la plaque de fond (2) est pourvue à chaque fois, dans la zone
située sous chacun des segments porteurs de contact (6; 28; 30), d'un évidement (8)
en forme de fenêtre ouverte sur le côté extérieur.
2. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que la forme de l'évidement,(8)
est adaptée au contour externe du segment porteur de contact (6; 28; 30).
3. Relais selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le segment porteur
de contact (6; 30) est pourvu d'un point destiné à la flexion (9) à proximité de son
point de serrage, au-dessus du bord de l'évidement (8).
4. Relais selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le segment porteur
de contact (28) est relié au support de contact fixe, à peu près dans la zone centrale
de l'évidement (8), par le biais d'éléments intermédiaires de torsion (29).
5. Relais selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le segment porteur
de contact (30) est relié à un ressort de contact qui, pour sa part, porte le contact
fixe (7).
6. Relais selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'évidement (8),
qui est couvert depuis le côté intérieur du boîtier par le segment porteur de contact
(6; 28; 30), est rempli par une masse de scellement (25) depuis le côté extérieur
du boîtier.
7. Relais selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'une ouverture (27)
est prévue, sous l'armature (18), en vue de l'introduction d'une tige de mesurage
(26).
8. Procédé de fabrication d'un relais selon la revendication 1, le système d'électroaimant
(11, 12, 13, 18) étant fixé sur le socle (1) pourvu des supports de contact (4) et
le boîtier (1, 10) étant fermé, caractérisé en ce que le segment porteur de contact
(6; 28; 30) respectif est déformé de manière à changer sa position angulaire par rapport
au point de serrage, au moyen d'un outil d'ajustage (24) passant à travers l'évidement
(8) de la plaque de fond (2), en vue de régler un écartement prédéfini des contacts
par rapport à un élément de contact (21) mobile associé.
9. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que, après avoir procédé à l'ajustage
par déformation du segment porteur de contact (6), on remplit l'évidement (8) avec
une masse de scellement (25) liquide qui durcit ensuite.
10. Procédé selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que l'on obtient
la mesure pour un rajustage nécessaire des segments porteurs de contact (6) en excitant
le relais et en comparant une valeur correspondant à une excitation de fonctionnement
resp. de mise au repos à une excitation théorique.
11. Procédé selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que l'on obtient
la mesure pour un rajustage nécessaire en actionnant mécaniquement l'armature (18)
par le biais d'une tige de mesurage (26) et en effectuant, lors de cet actionnement,
une mesure force-distance parcourue.