[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff des Anspruches 1. Eine
solche Drahtformvorrichtung (WAFIOS-FTU 3) ist aus der DE 42 29 294 C1 bekannt gewesen.
Diese Vorrichtung weist einen gestellfesten Flansch (118) mit einem Ausleger (140)
auf, an dem ein Drahtführungs-Einsatz (136) radial verstellbar gelagert ist, der eine
exzentrische Drahtführungsbohrung (137) besitzt und mit einem Schneidwerkzeug (14)
zusammenwirkt. Die am Einsatz (136) endende Drahtführung (130) dreht sich stets synchron
mit den Einzugswalzenpaaren um die Drahtachse. - Diese Vorrichtung ist bereits so
abgewandelt worden, daß der Ausleger am nun drehbaren Flansch mit dem den Draht haltenden
Einsatz als Einheit auf einer Kreisbahn um die Drahtachse herumführbar ist, damit
die Reibung zwischen Draht und Einsatz beseitigt werden kann. Diesen Vorschlag macht
auch die DE 197 36 468 A1 (ITAYA), wo aber die stationäre Drahtführung (80) zwischen
hier stationären Drahteinzugswalzen (14 und 15) einerseits und drehbarem Drahthalter
(70) andererseits bei einer Drehung des Drahtes um seine Längsachse Reibung erzeugt.
Eine Besonderheit ist im Falle der DE 197 36 468 A1 ein ferngesteuert drehbarer Drahtgreifer
(64), der zum drehfesten Einklemmen des Drahtes an der drehbaren Drahtführung (70)
angeordnet ist, die den Draht nicht wie klemmende Einzugswalzen um seine Achse zu
drehen vermag.
Dem Stand der Technik gegenüber zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung durch
die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 bis 4 aus; sie ist bevorzugt eine Vorrichtung
gemäß Anspruch 5.
Gegenstand der Erfindung ist auch das Verfahren gemäß Anspruch 6.
[0002] Aufgabe der Erfindung ist, die geometrische Formgenauigkeit der mit der, aus der
DE 42 29 294 C1 bekannten Vorrichtung zum Formen von Draht hergestellten dreidimensionalen
Drahtgebilde wesentlich zu verbessern, und dies gleichbleibend, und die Ausbringung
der Vorrichtung zu vergrößern, d. h. eine Qualitätssteigerung an fertig fallenden
Werkstücken, und eine Leistungssteigerung bei einer Vorrichtung zum Formen dreidimensionalen
Werkstücken zu erreichen.
[0003] Dies wird erfindungsgemäß erstens dadurch erreicht, daß die am Lagerkörper der drehbaren
Drahteinzugseinrichtung der Vorrichtung zum Formen von Draht gemäß der DE 42 29 294
C1 starr angeordnete Ausgangs-Drahtführungseinrichtung durch eine an sich bekannte
drehbare Drahtführungseinrichtung ersetzt wird, und zweitens dadurch, daß die drehende
Drahtführungseinrichtung mit einer erfindungsgemäßen programmgesteuerten und kraftgeregelten
Draht-"Brems"-Einrichtung versehen wird, deren Servoantrieb für den Formgebungsverlauf,
zusammen mit den Servoantrieben der übrigen Vorrichtungsaggregate von der Maschinensteuerung
angesteuert wird.
[0004] Durch die gemeinsame, aber gentrennte Anordnung 'drehender Drahteinzug' und 'drehende
Drahtführung' wird bei Synchronlauf die Gleitreibung in Drehrichtung völlig eliminiert,
da beim Drehen des Drahtes keinerlei Relativbewegung zwischen Drahteinzug und Drahtführung
auftritt. Dies ist besonders vorteilhaft, weil eine Reibung des Drahtes in der Drahtführung
beim Formgebungsprozess zu Ungenauigkerten bei der Werkstückgeometrie führt. Ferner
ist ein 'unbegrenztes' Drehen des Drahtes (hin und her) auch bei stehender Drahtführung
möglich.
[0005] Selbstverständlich ist auch Asynchronlauf von drehendem Drahteinzug und drehender
Drahtführung möglich.
[0006] Der vorgenannte Vorteil der Reibungseleminierung kann durch die erfindungsgemäße,
für jeden einzelnen Arbeitsabschnitt an einem zu fertigenden Werkstück programmgesteuert
und kraftgeregelt wirkende Drahtbremseinrichtung optimiert werden. So kann die auf
den Draht wirkende Bremskraft programmgesteuert so eingestellt sein, daß wahrend des
Formgebungsablaufs z.B. beim Umschlagen eines bereits gefertigten Werkstückteils im
Drahtformbereich eine
dämpfende Wirkung eintritt. Oder es kann bei angemessener programmgesteuerter Bremskraft bei
Bearbeitungsvorgängen am stehenden Draht eine
haltende bzw.
stabilisierende Wirkung erzielt werden, damit sich der Draht gegebenenfalls mit bereits gefertigtem
Abschnitt in dessen Winkellage nicht verdrehen kann. Ferner kann die auf den einlaufenden
Draht wirkende Bremskraft vom Rechner so definiert vorgegeben werden, daß z.B. beim
Winden das Spiel zwischen dem einlaufenden Draht und der Drahtführung so gezielt verringert
wird, daß beim Windeprozess eine genaue Federform und Federsteigung erzielt wird,
aber der Draht sich noch zuführen lässt.
[0007] So ließe sich ein zu großes Spiel zwischen Draht und Führung, z.B. herrührend vom
Verschleiß der Drahtführung (sich vergrößernde Drahtführungsbohrung), oder aber auch
zu großes Spiel, herrührend durch Drahtdurchmessertoleranzen, ausgleichen.
[0008] Durch diese Verbesserungen bei jedem einzelnen Fertigungsabschnitt wird die Qualität
der fertig fallenden Werkstück wesentlich erhöht, und dies gleichbleibend auch bei
großer Stückzahl gefertigter Teile.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand der durch die Zeichnung beispielhaft schematisch
dargestellten bevorzugten Ausführungsform im einzelnen erläutert. Es zeigt
- Fig. 1
- die Ausführungsform in teilweise abgebrochener Darstellung in Seitenansicht
- Fig. 2
- eine Vorderansicht auf einen Teil der Ausführungsform
- Fig. 3
- eine teilweise geschnittene Vergrößerung der Einzelheit A in Fig. 1
[0010] In Fig. 1 und 2 ist eine drehbare Drahteinzugseinrichtung (10), eine drehbare Drahtführungseinrichtung
(12) mit einer Drahtbremseinrichtung (114), eine Drahtformstation (14) und eine Schneideinrichtung
(16) zum Ablängen des Werkstückes vom endlosen Draht (18) einer CNC-gesteuerten Vorrichtung
zum Formen von Draht zu sehen.
[0011] Es wird die aus der DE 42 29 294 C1 bekannte, drehbare CNC-gesteuerte Drahteinzugseinrichtung
(10) zum intermittierenden Vorschieben des Drahtes (18) in die Drahtformstation (14)
und zum CNC-gesteuerten Drehen des Drahtes (18) um ein vorbestimmtes Winkelmaß verwendet.
[0012] Dafür weist die bekannte, in der DE 42 29 294 C1 näher beschriebene CNC-gesteuerte
drehbare Drahteinzugseinrichtung (12) ein Einzugsgehäuse (22) auf, in dem insgesamt
vier Drahteinzugswalzen (24) drehbar gelagert sind, die den Draht (18) in die Drahtformstation
(14) vorschieben. Die Walzen (24) sind dabei paarweise angeordnet und werden von einem
ersten CNC-regelbaren Servomotor (26) über zwei Zahnriemengetriebe, von denen hier
nur eines (28) gezeigt ist, programmgesteuert drehzahlgeregelt intermittierend, wahlweise
vor- und rückwärtsdrehend angetrieben.
[0013] Zum Drehen des zwischen den Drahteinzugswalzen (24) eingeklemmten eingezogenen Drahtes
(18) ist das Einzugsgehäuse (22) der Drahteinzugseinrichtung (10) selbst in einem
an der Vorrichtung zum Formen von Draht befestigten Lagerkörper (30) drehbar gelagert.
Das Einzugsgehäuse (22) wird von einem zweiten regelbaren Servomotor (34) über ein
Zahnriemengetriebe (36) programmgesteuert, intermittierend wahlweise vor- und rückwärtsdrehend
angetrieben.
[0014] An der in Fig. 1 linken Seite, der Drahteinlaufseite des drehbar gelagerten Einzugsgehäuses
(22) ist eine übliche Drahtrichteinrichtung (38) mit horizontal und vertikal angeordneten
Richtrollen zum Geradrichten des Drahtes (18) am verlängerten Einzugsgehäuse befestigt.
bevor dieser durch das Einzugsgehäuse (22) hindurch zwischen die Einzugswalzen (24)
eingeführt wird.
[0015] An der in Fig. 1 rechten Stirnseite des Lagerkörpers (30) ist als Teil der Drahtführungseinrichtung
eine zweigeteilte, aus einem Oberteil (42) und einem Unterteil (44) bestehende und
am Einzugsgehäuse (22) gehaltene Drahtführung (48) im Lagerkörper (30) drehbar gelagert.
Die Drahtführung (48) erstreckt sich nach links bis an den Auslauf des rechten Drahteinzugswalzenpaares
heran und nach rechts bis nahe an einen exzentrischen Drahthalter (52) heran.
[0016] Der Drahthalter (52) ist Teil der drehbaren Drahtführungseinrichtung (12). Diese
besteht auch aus einem, außerhalb der Frontplatte (58) des Maschinengestells in der
Platte (58) wälzgelagert um die Drahtachse drehbaren Ausleger (60) an einem drehbaren
Flansch (62), der in der Platte (58) mit einer Zahnscheibe (64) eines Zahnriementriebs
(66) verschraubt ist. Die Zahnscheibe (64) wird über einen Zahnriemen (68) des Zahnriementriebs
(66) von einem dritten CNC-regelbaren Servomotor (70) programmgesteuert, intermittierend,
wahlweise vor- und rückwärtsdrehend angetrieben.
[0017] Am freien Ende des Auslegers (60) ist der Drahthalter (52) lösbar befestigt, der
sich axial vor dem vorderen Austritt der mit der Drahteinzugseinrichtung (10) drehbaren
Drahtführung (48) befindet.
[0018] Nun zu den Einzelheiten der Fig.3:
Für die Betätigung der Drahtbremseinrichtung (114) ist im Ausleger (60) der drehbaren
Drahtführungseinrichtung (12) eine Zugstange (116) gleitend geführt. Das eine Ende
der Zugstange (116) ist über einen Bolzen (118) mit einem zweiarmigen Hebel (120)
verbunden. Der Hebel (120) ist im Ausleger (60) auf einem Bolzen (122) schwenkbar
gelagert. Der freie Hebelarm (124) des Hebels (120) drückt auf das abgerundete Ende
eines über eine Druckfeder (126) im (zweiteilig ausgeführten) Drahthalter (52) vorgespannt,
gleitend geführten Druckbolzens (128), der an seinem anderen Ende eine prismatische
Ausnehmung aufweist. Dieses prismatische Ende des Bolzens (128) wirkt mit dem vorbeilaufenden
Draht (18) zusammen, wobei Reibungskräfte Bremskräfte ergeben.
[0019] Das dem Hebel (120) entgegengesetzte Ende der Zugstange (116) ist mit einem Schaltring
(130) fest verbunden. Der Schaltring (130) ist in einer Gleitbüchse (132) axial verschiebbar
gelagert, aber radial in der Büchse (132) nicht verdrehbar gehalten. Bei einer Drehbewegung
des Flansches (62) dreht sich demnach der Schaltring (130) in gleichem Maße mit. Der
Schaltring (130) ist mit einer Umfangsnut (134) an seinem äußeren Umfang versehen,
in die zwei Schaltklauen (136) eines zweiarmigen Schalthebels (138) eingreifen.
[0020] Der Schalthebel (138) ist ungefähr mittig in einem Lager (140) auf einem Bozen (142)
schwenkbar gelagert. Das Lager (140) ist mit der Frontplatte (58) fest verbunden.
[0021] Der den Schaltklauen (136) entgegengesetzte Arm des Schalthebels (138) ist mit einem
ein Innengewinde tragenden Hebelauge (144) versehen, in das eine Gewindespindel (146)
eingeschraubt ist. Die Gewindespindel (146) ist über eine Kupplung (148) mit dem Wellenstumpf
(150) eines CNC-regelbaren Servomotors (152) drehfest verbunden.
[0022] Für den Formgebungsprozeß am vorgeschobenen Draht kann mittels der drehbaren Drahtführungseinrichtung
(12) der Halter (52) in die dafür günstigste Position gebracht werden, z.B. um ein
Herumschlagen eines teilweise gefertigten Werkstückes zu ermöglichen, oder daß der
Drahthalter (52) so gedreht wird, daß beim Abschneiden eines fertigen Werkstücks vom
endlosen Draht, das Abschneidemesser (100) der Schneideinrichtung (16) den Draht (18)
gegen die größere Wandstärke des Halters (52), der gleichzeitig als Gegenmesser dient,
abschneidet.
[0023] Die Drahtformstation (14) ist an der Frontplatte (58), die gleichzeitig die Formgebungsseite
der Vorrichtung zum Formen von Draht ist, angeordnet. Sie besteht aus mehreren radial
um die Drahtführungsbohrung (74) des Drahthalters (52) befestigten Bearbeitungseinheiten.
In Fig. 2 sind drei dieser Einheiten gezeigt und zwar eine Winde-/Biegeeinheit (78),
ein CNC-Drehwerk (80) und eine zur Schneideinrichtung (16) gehörende CNC-Schiebereinheit.
Die Winde-/ Biegeeinheit (78) ist in der DE 42 29 294 C1 bzw DE 39 15 784 C1 näher
beschrieben. In Fig. 1 ist rechts von dem Drahthalter (52) eine vertikale Welle (80)
der Winde- /Biegeeinheit (78) senkrecht zur Drahtvorschubeinrichtung angeordnet, die
von einem vierten CNC-regelbaren Servomotor (84) drehbar angetrieben wird, wobei das
Maß der Wellendrehung, die Drehrichtung und der Stillstand frei wählbar sind. Damit
die Welle (80) zusätzlich zu ihrer Drehbewegung auch noch eine gegebenenfalls gleichzeitige
Längsbewegung ausführen kann, ist ein weiterer nicht gezeigter CNC-regelbarer Servomotor
vorgesehen. Die Größe der längsbewegung der Welle (82) ist dabei durch die CNC-Steuerung
ebenfalls frei wählbar.
[0024] Am unteren Ende der Welle (82) ist in einer konischen Aufnahme ein auf dem DE 89
15 888 U1 bekannter Werkzeughalter (86) starr, jedoch lösbar befestigt, der mehrere
Werkzeuge an seinem Umfang angeordnet und über seine Länge verteilt tragen kann. Im
gezeigten Ausführungsbeispiel sind dies zwei Windewerkzeuge (88) und (90) mit mehreren
Wirkzonen für den auflaufenden Draht (18) sowie ein Biegewerkzeug (92).
[0025] Die zur Schneideinrichtung (16) gehörende Schiebereinheit wird von einem weiteren
CNC-regelbaren Servomotor (96) über einen nichtgezeigten Kurbeltrieb und ein ebenfalls
nicht gezeigtes Pleuel angetrieben. Das Abschneidemesser (100) ist am freien Ende
des in einer Schlittenführung der Schneideinrichtung (16) längsverschieblich gleitend
geführten Abschneideschiebers (102) in einer Aufnahme (104) auswechselbar festgehalten.
[0026] Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist im Ausführungsbeispiel die
folgende:
[0027] Der geradgerichtete und zwischen den Einzugswalzen (24) eingespannte endlose Draht
(18) wird bei Aktivierung des ersten Servomotors (26) durch die Drahtführung (48)
und den Halter (52) hindurch mittels der CNC-gesteuerten Einzugswalzen (24) intermittierend
waagrecht in gerader Linie in die Drahtformstation (14) vorgeschoben und entsprechend
den am Werkzeughalter (86) angeordneten, wirksam werdenden Werkzeugen verformt. Das
CNC-gesteuerte Zurückziehen des Drahtes ist durch Umkehren der Motor-Drehrichtung
ebenfalls möglich.
[0028] Das Instellungbringen der einzelnen Werkzeuge vor dem Formgebungsprozeß sowie die
aktive Werkzeugbewegung für die Formgebung des Werkstücks erfolgen durch die CNC-Ansteuerung
der Servomotoren der Winde- / und Biegeeinheit (78) und sind aus der beispielgebenden
DE 39 15 784 C1 bekannt.
[0029] Der mittels der Einzugswalzen (24) zugeführte endlose Draht (18) wird durch den zweiten
Servomotor (34) über das Zahnriemengetriebe (36) und das Einzugsgehäuse (22) CNC-gesteuert
im vorbestimmten Winkel und im rechten Zeitpunkt gegebenenfalls gleichzeitig mit dem
zuführen des Drahtes (18) durch die Einzugswalzen (24) , für jeden einzelnen Formgebungsabschnitt
des Drahtes in die dafür günstigste räumliche Bearbeitungslage vor Durchführung des
nächsten Bearbeitungsschrittes gedreht.
[0030] Gleichzeitig mit dem Drahtdrehen durch die drehbare Drahteinzugseinrichtung (10)
wird bei Synchronlauf von 'drehendem Drahteinzug' und 'drehender Drahtführung' der
Drahthalter (52) durch die CNC-Ansteuerung des dritten regelbaren Servomotors (70)
in die für den Formgebungsprozess jeweils günstigste Lage gedreht. Gleichzeitig kann
die programmgesteuerte und kraftgeregelte Drahtbremseinrichtung (114) durch Aktivierung
des CNC-regelbaren Servomotors (152) zur Wirkung gebracht werden. Die Größe der über
den Druckbolzen (128) auf den Draht (18) übertragenen Bremskraft wird abhängig vom
jeweiligen Formgebungsprozess von der CNC-Maschinensteuerung vorgegeben.
1. Vorrichtung zum Formen von Draht zu Drahterzeugnissen, mit einer geraden Drahtführung
(48), einer an deren Einmündung angeordneten Drahteinzugseinrichtung (10), deren den
geradlinig eingezogenen Draht (18) drehfest einklemmende Teile (Walzen 24) gemeinsam
mit der Drahtführung (48) um die Drahtachse drehbar sind; und mit einem an der Ausmündung
der Drahtführung (48) angeordneten, den aus dieser tretenden Draht (18) weiterführenden
Drahthalter (52) an einem Ausleger (60), welcher (52) an seiner Ausmündung mit einem
quer zur Drahtachse bewegbaren Schneidwerkzeug (Messer 100) zusammenwirkt; wobei der
Drahtvorschub zu und gegebenenfalls ein Drahtrückzug von dieser Halter(52)-Ausmündung
durch die Drahteinzugseinrichtung (10) sowie deren teilweise Drehung um die Drahtachse
aufeinander abgestimmt programmsteuerbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer solchen Vorrichtung mit auf einer Kreisbahn um die Drahtachse herumführbarem
Ausleger (60) mit Drahthalter (52) deren Einheit mit einer fernsteuerbaren Drahtbremseinrichtung
(114) versehen sind, welche radial auf den vorbeigeschobenen Draht (18) wirkt und
dazu programmsteuerbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtbremseinrichtung
(114) ein gefedertes Bremselement (Druckbolzen 128) an einem Hebel (120) aufweist,
der mittels einer angelenkten, parallel zur Drahtachse im Ausleger (60) geführten
Druck- und Zugstange (116) um eine die Drahtachse senkrecht kreuzende Achse (Bolzen
118) drehbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer solchen Vorrichtung
mit einem um die Drahtachse drehbar am Maschinengestell (Frontplatte 58) gelagerten
Flansch (62) am Ausleger (60), dessen (62) Antrieb (Zahnriementrieb 66) programmsteuerbar
ist, eine Trommel (Schaltring 130) koaxial im Flansch (62) und auf der Drahtführung
(48) axial verschieb- und drehbar gelagert ist, an welcher (130) das elementferne
Ende der Stange (116) als axialer Mitnehmer befestigt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (Schaltring 130)
eine die Drahtführungsachse umfahrende Umfangsnut (134) aufweist, in die ein freies
Ende eines am Maschinengestell (Frontplatte 58) gelagerten Schalthebels (138) formschlüssig
eingreift, welcher mittels eines programmsteuerbaren Antriebs (Motor 152) drehbar
ist, der die Bremskraft erzeugt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einer an der Ausmündung des Drahthalters
(52) drehbar angeordneten Welle (82), deren Längs- und Drehachse der geraden Drahtbahn
außerhalb des Drahthalters (52) nahesteht, und mit einem am freien Ende der Welle
(82) angeordneten Werkzeughalter (86), der mindestens ein Werkzeug (88 oder 90) zum
Winden und/oder Biegen des zugeführten Drahtes (18) trägt, wobei die Dreh- und Verschiebebewegungen
der Welle (82) zum Bewegen des Werkzeugs (88 oder 90) in die Drahtbahn oder relativ
zu dieser Programmsteuerbar sind.
6. Verfahren zum Formen von Draht zu Drahterzeugnissen, bei welchem der beim Einzug begradigte,
zu formende Draht in seiner Längsrichtung programmgesteuert zur Formstation vorgeschoben
oder von dieser zurückgezogen sowie programmgesteuert um seine gerade Längsachse hin
oder her gedreht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsbewegung und/oder die Drehung des zu formenden Drahtes in der Nähe der
Formstation programmgesteuert gebremst werden/wird.