[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verarbeitung der Signale eines
passiven Infrarot-Detektors, welcher in Abhängigkeit von einer auftreffenden Infrarot-Strahlung
im folgenden als Sensorsignale bezeichnete elektrische Signale erzeugt und diese anschliessend
auswertet, wobei die Sensorsignale digitalisiert und in Form von Pulsen verarbeitet
werden, deren Auswertung mittels einer Fuzzy-Logik (7) erfolgt, wobei jeweils die
Daten einer Reihe von mehreren Pulsen mit in Form linguistischer Variabler gespeicherten
Regeln verglichen werden,
[0002] Bei bekannten Verfahren dieser Art wird im einfachsten Fall entweder das Sensorsignal
auf das Ueber- oder Unterschreiten von positiven oder negativen Schwellwerten untersucht,
oder es wird die Anzahl der Schwellwertdurchgänge gezählt. Es ist auch bekannt, einen
Alarm dann auszulösen, wenn eine aufeinanderfolgende Überschreitung einer positiven
und einer negativen Schwelle oder umgekehrt stattfindet.
[0003] Alle auf einfachen Schwellwerten basierenden Detektoren sind prinzipbedingt sehr
störungsanfällig, da ein einziger Störimpuls mit genügend grosser Amplitude einen
Fehlalarm auslösen kann. Andererseits verlieren diejenigen Detektoren, bei denen mehrere
Impulse gezählt werden, sei dies polaritätsabhängig oder nicht, relativ rasch an Empfindlichkeit,
besonders dann, wenn sich ein Eindringling am Rand des Detektionsbereichs befindet
oder sich nur durch eine Zone des Bedeckungsmusters bewegt.
[0004] Es sind auch Detektionssysteme bekannt, bei denen das Sensorsignal kontinuierlich
mit einem Satz abgespeicherter Referenzmuster verglichen und bei genügender Korrelation
ein Alarm ausgelöst wird. Diese Systeme sind zwar sehr zuverlässig und empfindlich,
sie bedingen aber einen hohen numerischen Aufwand. Und das bedeutet, dass im Detektor
zur Bereitstellung der nötigen Speicherkapazität und Leistung ein grosser und damit
teurer Prozessor vorgesehen sein muss.
[0005] Bei einer in der JP-A-50 018 827 beschriebenen Einrichtung zur Detektion eines menschlichen
Körpers werden die Signale eines Infrarot-Detektors mit einer Fuzzy-Logik verarbeitet,
wobei die Anwesenheit eines menschlichen Körpers dann angenommen wird, wenn die vom
Infrarot-Detektor gemessene Temperatur im Bereich der Körpertemperatur eines Menschen
liegt. Ganz abgesehen davon, dass es schwierig ist, eine Temperatur auf eine Distanz
von mehreren Metern absolut zu messen, wird bei einem bekleideten Menschen im wesentlichen
die Temperatur seiner Kleidung und nicht die seines Körpers gemessen, wobei im Fall
eines Mantels die Kleidung eher Raumtemperatur als Körpertemperatur haben wird. Aus
diesem Grund ist diese bekannte Einrichtung zur Verwendung als Eindringdetektor ungeeignet.
[0006] Durch die Erfindung soll nun ein Verfahren der eingangs genannten Art angegeben werden,
bei dem eine gute Diskriminierung der einander stark überlappenden Klassen von Störsignalen
einerseits und Einbruchssignalen andererseits erfolgt, und zwar bei hoher Detektionsleistung
und insbesondere auch im peripheren Überwachungsbereich. Ausserdem soll eine einfache
Auswertung mit geringem numerischem Aufwand möglich und mit einem einfachen Microcontroller
realisierbar sein.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Pulse durch Daten charakterisiert
werden, wobei als charakterisierende Daten zur Beschreibung der Pulse deren Amplitude
und/ oder Dauer verwendet werden, und dass zur Umwandlung der digitalisierten Sensorsignale
in Pulse der Verlauf der Signale untersucht, und bei einer bestimmten Entfernung des
Signals von seiner Ruhelage ein Pulsbeginn und bei der Rückkehr in die Ruhelage ein
Pulsende gesetzt wird.
[0008] Die Erfindung betrifft weiter einen Infrarot-Detektor zur Durchführung des genannten
Verfahrens, mit mindestens einem Sensorelement zur Erzeugung der Sensorsignale und
mit einer Auswerteschaltung zu deren Verarbeitung und Auswertung, welche einen Fuzzy-Controller
enthält, dem die Pulsdaten zugeführt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Fuzzy-Controller
eine Regelbasis und eine Inferenzmaschine enthält und Teil eines Microcontrollers
bildet, welcher eine Pulsverarbeitungsstufe zur Verarbeitung der digitalisierten Sensorsignale
in Pulse und zur Speicherung der die Pulse beschreibenden Daten enthält.
[0009] Durch die Verarbeitung der Sensorsignale in Pulsform findet eine starke Reduktion
der Datenrate statt, wodurch eine wesentliche Voraussetzung für eine einfache Auswertung
geschaffen ist. Definitionsgemäss beginnt ein Puls dann, wenn sich das Signal in positiver
oder negativer Richtung von der Ruhelage entfernt, und er endet bei der Rückkehr in
die Ruhelage. Es werden die den Puls charakterisierenden Daten, wie Amplitude, Dauer,
Polarität, Abstand und dergleichen gespeichert, und es wird für die Auswertung immer
eine Pulsdatenreihe, das sind die Daten einer Reihe von aufeinanderfolgenden Pulsen,
verwendet.
[0010] Die Verwendung der Fuzzy-Logik anstatt von strenger klassischer Logik bei der Signalauswertung
hat den Vorteil, dass die Regeln für die Auswertung auf einer empirischen Wissensbasis
basieren können, die in klasssische analytische Algorithmen nur wesentlich umständlicher
und aufwendiger umsetzbar wäre.
[0011] Für die Untersuchung auf Alarmplausibilität steht immer die Pulsdatenreihe einer
Anzahl vergangener Pulse zur Verfügung, wobei die Kriterien für die Alarmauslösung
in Form von Fuzzy-Verknüpfungen der zuvor fuzzifizierten, das heisst, in linguistische
Variable transformierten, Pulsdaten formuliert sind. Die Kriterien enthalten also
in linguistischer Form eine Wissensbasis über die Zuordnung einer Pulsreihe zur Klasse
Einbruch oder Störung, wobei der Inhalt der Wissensbasis die Gesamtheit von aus der
Beobachtung von zahllosen Gehtests gewonnenen und der mit Störsignalen gemachten Erfahrungen
darstellt.
[0012] Die per definitionem unscharfen Fuzzy-Sets liefern ein ebenso unscharfes Ergebnis,
dessen Defuzzifizierung eine scharfe Entscheidung für oder gegen einen Alarm liefert.
Die Regeln in linguistischer Form im Microcontroller der Auswerteschaltung benötigen
nur einen minimalen Speicherbedarf. Ausserdem sind die Fuzzyfizierung und die Defuzzyfizierung,
also die Umsetzung scharfer Zahlen in unscharfe Bereiche, bzw. die Gewinnung von eindeutigen
oder scharfen Aussagen aus unscharfen Bereichen, numerisch wesentlich anspruchsloser
als die Verarbeitung klassischer Regeln.
[0013] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und der Zeichnungen
näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen IR-Detektors,
- Fig. 2
- ein Detail des Schaltbildes von Fig. 1; und
- Fig. 3
- ein Diagramm zur Funktionserläuterung.
[0014] Gemäss Fig. 1 enthält ein erfindungsgemässer IR-Detektor ein Sensorelement 1, welches
über eine zugeordnete Optik 2 einer bestimmten Brennweite mit IR-Strahlung aus dem
zu überwachenden Raum beaufschlagt ist und in Abhängigkeit vom Pegel der auftreffenden
Strahlung ein nachfolgend als Sensorsignal bezeichnetes elektrisches Signal abgibt.
Die Verwendung eines einzigen Sensorelements 1 ist nicht einschränkend zu verstehen;
es können selbstverständlich auch zwei oder mehr Sensorelemente vorgesehen sein. Das
Sensorsignal wird von einem Verstärker 3 verstärkt, und dessen Ausgangssignal wird
einem Analog/Digital-Wandler 4 zugeführt und gelangt nach erfolgter Digitalisierung
in eine Pulsverarbeitungsstufe 5, die Teil eines Microcontrollers 6 bildet. Der Microcontroller
6 enthält ausserdem noch einen Fuzzy-Controller 7.
[0015] In der Pulsverarbeitungsstufe 5 werden die digitalisierten Sensorsignale zuerst in
der Datenrate stark reduziert, indem sie als "Pulse" gespeichert werden. Ein solcher
Puls beginnt definitionsgemäss dann, wenn sich das Signal in positiver oder negativer
Richtung von der Ruhelage genügend weit entfernt hat, und er endet bei der Rückkehr
in die Ruhelage. Jeder Puls wird durch ihn charakterisierende Daten, wie Amplitude,
Dauer, Polarität, Abstand und dergleichen beschrieben und diese Daten werden gespeichert.
[0016] Die Optik 2 enthält in bekannter Weise ein Spiegelsystem, welches einer Vielzahl
von optischen Bündelungsmitteln entspricht und die IR-Strahlung aus einer Vielzahl
von fächerartigen Strahlungsempfangsbereichen auf den Sensor 1 fokussiert (siehe dazu
beispielsweise die GB-A-2 047 886 oder die EP-A-0 361 224). Diese Strahlungsempfangsbereiche
sind diskrete Zonen, wobei ein eine solche Zone passierendes Objekt beim Eindringen
ein positives und beim Verlassen ein negatives Sensorsignal bewirkt, die beide zusammen
ein charakteristisches Signal ergeben. Ein derartiges Signal kann beispielsweise durch
die Pulse klein positiv, gross positiv, gross negativ und klein negativ innerhalb
einer bestimmten Zeitspanne beschrieben werden. Bei der Auswertung werden dann die
aus dem Sensorsignal abgeleiteten Pulse daraufhin untersucht, ob sie eine für das
Eindringen einer Person charakteristische Art und Konfiguration aufweisen, wobei immer
eine Gruppe von mehreren aufeinanderfolgenden Pulsen untersucht wird.
[0017] Die Praxis hat gezeigt, dass innerhalb des betrachteten Zeitfensters aus dem digitalisierten
Sensorsignal in der Regel höchstens drei, maximal vier, derartige Pulse gewonnen werden
können, so dass es nicht sinnvoll ist, mehr als vier Pulse zu untersuchen. Man geht
bei dieser Untersuchung so vor, dass immer die letzten vier Pulse gespeichert und
untersucht werden, wobei die Untersuchung im Fuzzy-Controller 7 erfolgt
[0018] Gemäss Fig. 2 enthält der Fuzzy-Controller 7 in bekannter Weise eine Regelbasis 8,
eine Inferenzmaschine 9, ein Prozess-Interface 10, und ein Aktions-lnterface 11, an
dessen Ausgang bei Detektion eines unerwünschten Eindringlings im überwachten Raum
ein Alarmsignal AS erhältlich ist. Bezüglich der Fuzzy-Logik wird auf die mittlerweile
umfangreiche Literatur zu diesem Thema verwiesen, beispielsweise auf das Buch "Fuzzy
Set Theory and its Applications" von H.-J. Zimmermann, Kluwer Academic Publishers,
1991.
[0019] Die Regelbasis 8 enthält in bekannter Weise einen Satz linguistischer Regeln für
die Auswertung der Pulse. Ausgehend von diesen Regeln wird ein Algorithmus konstruiert,
bei dem die Werte als sogenannte Fuzzy-Sets, das sind unscharfe Mengen, definiert
sind. Linguistische Variable sind Wörter und Ausdrücke der Umgangssprache oder einer
natürlichen Sprache. Diese Variablen sollen als Werte die natürlichsprachigen Ausdrücke
(klein, mittel, gross) annehmen können, wobei diese Ausdrücke Namen für die genannten
Fuzzy-Sets sind.
[0020] Die Regeln der Fuzzy-Logik bestehen ebenso wie der klassischen Logik aus einem Bedingungs-
oder Prämissenteil und aus einem Schlussfolgerungsteil. Der Bedingungsteil ist in
Fig. 2 durch das Prozess-Interface 10 und der Schlussfolgerungsteil durch das Aktions-lnterface
11 symbolisiert. Die Inferenzmaschine 9 verknüpft die Einflussrichtung und die Stärke
der momentanen Zustände in den Fuzzy-Sets aufgrund von empirischem technologischem
Wissen.
[0021] Fig. 3 zeigt anhand einer graphischen Darstellung mit einer typischen Fuzzy-Regel
die Grundzüge eines Fuzzy-Controllers. Die in der Figur als Regel 1 bezeichnete Regel
lautet: "Falls A = GROSS und B = NORMAL, dann X = KLEIN". Die Regel 2 lautet: beispielsweise:
"Falls B = NORMAL und C = KLEIN, dann X = NORMAL". A, B und C sind Eingangsvariable,
X sind Ausgangsvariable. Der mit "falls" beginnende Satzteil ist der Bedingungsteil,
der mit "dann" beginnende der Schlussfolgerungsteil.
[0022] Zentraler Begriff der Fuzzy-Logik sind die Fuzzy-Sets oder unscharfen Mengen, wobei
die Zugehörigkeit von Elementen zu einem Fuzzy-Set durch die sogenannte Zugehörigkeits-
oder Membership-Funktion definiert ist. Während bei scharfen Mengen eine Eins die
Zugehörigkeit und eine Null Nichtzugehörigkeit bedeutet, sind bei den Fuzzy-Sets als
Werte für die Zugehörigkeitsfunktion nicht nur Null oder Eins, sondern beliebige Werte
dazwischen zugelassen.
[0023] Die Umwandlung von scharfen Zahlen in unscharfe Mengen wird als Fuzzyfizierung bezeichnet.
Bei dieser hat jede Eingangsvariable, das ist in der Praxis beispielsweise ein Sensorsignal,
mindestens eine als Matrix abgebildete Funktion.Die x-Skalierung dieser Funktion hat
eine numerische Entsprechung im jeweiligen Sensorsignal, und die y-Skalierung entspricht
dem Wahrheitsgehalt oder dem Grad der Annäherung an die entsprechende Aussage und
kann jeden Wert von 0 bis 1 annehmen. Dieser Grad der Annäherung wird durch die Zugehörigkeitsfunktion
berechnet.
[0024] Für die im Bedingungsteil vorhandenen Aussagen wird mit einem geeigneten Operator
eine Grösse für die Zugehörigkeitswerte gesucht; ist diese Grösse der Minimalwert
der Zugehörigkeitsfunktion, dann ist der Operator so wie in Fig. 3 der Minimum-Operator
und dieser ist wiederum der Durchschnitt der beiden Fuzzy-Sets für die Eingangsvariablen
A und B. Das Ergebnis der Schlussfolgerung der beiden Regeln 1 und 2 ist also der
Durchschnitt durch die Fuzzy-Sets für A und B bzw. B und C.
[0025] Aus diesen Schlussfolgerungen wird nun eine scharfe Ausgangsgrösse berechnet (Aktions-lnterface
11, Fig. 2). Wenn so wie in Fig. 3 Schlussfolgerungen aus mehreren Regeln vorhanden
sind, dann werden die Zugehörigkeitswerte für die jeweiligen Regeln synthetisiert.
Und das geschieht beispielsweise durch einen Vergleich zwischen den Schlussfolgerungsteilen
der Regeln, um den Maximalwert der Zugehörigkeitswerte der Schlussfolgerungsteile
zu erhalten und eine neue Zugehörigkeitsfunktion zu erzeugen. Dieser Vorgang wird
als Maximum-Operator bezeichnet; er stellt die Vereinigung der Schlussfolgerungsteile
dar.
[0026] Anschliessend wird aus dem von der Inferenzmaschine 9 (Fig. 2) gelieferten unscharfen
Ergebnis eine scharfe Ausgangsgrösse berechnet, was beispielsweise durch Berechnung
des Schwerpunkts der synthetischen Zugehörigkeitsfunktion erfolgt.
[0027] Der Entwurf des Fuzzy-Controllers 7 (Fig, 1, 2) wird grob in folgenden Schritten
vollzogen:
- Definition aller Eingangs- und Ausgangsvariablen:
Die Eingangsvariablen sind im vorliegenden Fall die die aus dem Sensorsignal gewonnenen
Pulse charakterisierenden Daten und ein Zeitfenster, die Ausgangsvariable ist ein
Wert, der angibt, ob es sich um eine blosse Störung oder um ein unbefugtes Eindringen
handelt.
- Definition der unscharfen Mengen (Fuzzy-Sets) für die linguistischen Variablen.
- Aufstellen der Regeln:
Eine geeignete Regel ist beispielsweise die, dass unbefugtes Eindringen dann vorliegt,
wenn die Bedingung einer Pulsreihe aus drei aufeinanderfolgenden Pulsen mit den Amplituden
klein positiv, gross negativ und klein positiv im Zeitraum lang erfüllt ist.
- Festlegung der Inferenzmaschine:
Es wird als Operator beispielsweise eine spezielle UND-Funktion, das sogenannte FUZZY-UND
der Form

gewählt, wobei A und B die Eingangsvariablen sind und y ein Gamma-Faktor. Für den
Gamma-Faktor y=1 geht der FUZZY-UND-Operator in den Minimum-Operator (Fig. 3) über.
- Definition der Berechnung der scharfen Ausgangsgrössen:
Diese auch als Defuzzyfizierung bezeichnete Operation, bei der aus einer unscharfen
Menge über eine Ausgangszugehörigkeitsfunktion eine scharfe Grösse gewonnen wird,
erfolgt vorzugsweise so wie in Fig. 3 durch Schwerpunktbildung.
[0028] Die beschriebene Signalverarbeitung in IR-Detektoren ermöglicht eine gute und saubere
Trennung zwischen Einbruchs- und Störsignalen bei hoher Detektionsleistung. Insbesondere
können auch stark verrauschte Sensorsignale und Signale aus dem peripheren Ueberwachungsbereich
eindeutig ausgewertet werden. Durch die Speicherung der Sensorsignale in Form von
Pulsen ergibt sich eine starke Reduktion des Speicherbedarfs, insbesondere auch desjenigen
für die Regeln in linguistischer Form. Dazu kommt, dass die Fuzzyfizierung und die
Defuzzyfizierung numerisch relativ anspruchslos sind und einen geringen Aufwand erfordern,
der schon mit einem einfachen Microcontroller realisierbar ist.
[0029] Durch die für die Fuzzy-Logik typischen unscharfen Formulierungen ist es unwahrscheinlich,
dass ein Signal aufgrund einer knapp verpassten Bedingung verworfen wird. Die beschriebene
Verarbeitung entspricht eher den sehr verschiedenen und unscharfen Einbruchssignalen.
Der Algorithmus ist durch die Fuzzy-Formulierung im Kern einfach und transparent.
Sobald er einmal geschrieben ist, gilt er auch für sich ändernde Rahmenbedingungen,
wobei in diesem Fall nur einige Konstanten geändert werden müssen (sogenannte Parametrierung).
Die Konstanten werden aufgrund von Versuchen und Simulationen optimiert.
1. Verfahren zur Verarbeitung der Signale eines passiven Infrarot-Detektors, welcher
in Abhängigkeit von einer auftreffenden Infrarot-Strahlung im folgenden als Sensorsignale
bezeichnete elektrische Signale erzeugt und diese anschliessend auswertet, wobei die
Sensorsignale digitalisiert und in Form von Pulsen verarbeitet werden, deren Auswertung
mittels einer Fuzzy-Logik (7) erfolgt, wobei jeweils die Daten einer Reihe von mehreren
Pulsen mit in Form linguistischer Variabler gespeicherten Regeln verglichen werden,
dadurch gekennzeichnet, dass die Pulse durch Daten charakterisiert werden, wobei als
charakterisierende Daten zur Beschreibung der Pulse deren Amplitude und/oder Dauer
verwendet werden, und dass zur Umwandlung der digitalisierten Sensorsignale in Pulse
der Verlauf der Signale untersucht, und bei einer bestimmten Entfernung des Signals
von seiner Ruhelage ein Pulsbeginn und bei der Rückkehr in die Ruhelage ein Pulsende
gesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als charakterisierende Daten
zur Beschreibung der Pulse deren Polarität und/oder gegenseitiger Abstand verwendet
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils die Daten der
letzten n aufeinanderfolgenden Pulse mit den gespeicherten Regeln verglichen werden,
wobei der Wert von n zwischen 2 und 4 liegt und vorzugsweise 3 beträgt.
4. Infrarot-Detektor zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit mindestens
einem Sensorelement zur Erzeugung der Sensorsignale und mit einer Auswerteschaltung
zu deren Verarbeitung und Auswertung, welche einen Fuzzy-Controller (7) enthält, dem
die Pulsdaten zugeführt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Fuzzy-Controller (7)
eine Regelbasis (8) und eine Inferenzmaschine (9) enthält und Teil eines Microcontrollers
(6) bildet, welcher eine Pulsverarbeitungsstufe (5) zur Verarbeitung der digitalisierten
Sensorsignale in Pulse und zur Speicherung der die Amplitude und/oder Dauer der Pulse
beschreibenden Daten enthält.
5. Infrarot-Detektor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Regelbasis
(8) des Fuzzy-Controllers (7) gespeicherten Regeln von der Art sind, dass ihr Bedingungsteil
Aussagen über Anzahl und Daten von Pulsen und über den Zeitraum des Auftretens der
Pulse enthält.
6. Infrarot-Detektor nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Inferenzmaschine
(9) des Fuzzy-Controllers als Operator eine FUZZY-UND-Funktion aufweist.
1. Process for processing the signals of a passive infra-red detector, which generates
electrical signals, described below as sensor signals, in relation to incident infra-red
radiation, then evaluates these electrical signals, wherein the sensor signals are
digitized and processed in the form of pulses, whose evaluation is carried out by
means of fuzzy logic (7), wherein in each case the data of a series of several pulses
are compared to rules stored in the form of linguistic variables, characterised in
that the pulses are characterised by data, wherein as characterising data for describing
the pulses, their amplitude and/or duration are used, and that for the conversion
of the digitized sensor signals into pulses the waveform of the signals is examined,
and at a certain excursion of the signal from its normal position a pulse start is
set and on return to the normal position a pulse end is set.
2. Process according to Claim 1, characterised in that, as characterising data for describing
the pulses, their polarity and/or their mutual spacing are used.
3. Process according to Claim 1 or 2, characterised in that, in each case the data of
the last n successive pulses are compared with the stored rules, where the value of
n lies between 2 and 4, and is preferably 3.
4. Infra-red detector for implementing the process according to Claim 1, having at least
one sensor element for generating the sensor signals and having an evaluation circuit
for processing and evaluating them, which contains a fuzzy controller (7) to which
the pulse data are fed, characterised in that the fuzzy controller (7) contains a
rule base (8) and an inference machine (9) and forms part of a microcontroller (6),
which contains a pulse processing stage (5) for processing the digitized sensor signals
in pulses and for storing the data describing the amplitude and/or duration of the
pulses.
5. Infra-red detector according to Claim 4, characterised in that the rules stored in
the rule base (8) of the fuzzy controller (7) are of the type that their condition
part contains number and data of pulses and the time interval of the occurrence of
the pulses.
6. Infra-red detector according to Claim 4 or 5, characterised in that the inference
machine (9) of the fuzzy controller has a FUZZY-AND function as the operator.
1. Procédé pour le traitement des signaux d'un détecteur passif à infrarouge qui produit
en fonction d'un rayonnement infrarouge incident des signaux électriques appelés ci-dessous
signaux de capteur et qui les exploite ensuite, les signaux de capteur étant numérisés
et traités sous la forme d'impulsions dont l'exploitation s'effectue au moyen d'une
logique floue (7), les données d'une série de plusieurs impulsions étant comparées
avec des règles mémorisées sous forme de variables linguistiques, caractérisé par
le fait qu'on caractérise les impulsions par des données, l'amplitude et/ou la durée
des impulsions étant utilisées comme données caractérisantes pour la description de
ces impulsions, qu'on examine l'allure des signaux pour la transformation des signaux
de capteur numérisés en impulsions et qu'on positionne un début d'impulsion pour un
écart déterminé entre le signal et sa position de repos et une fin d'impulsion pour
le retour dans la position de repos.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'on utilise comme données
caractérisantes pour la description des impulsions la polarité et/ou l'écart mutuel
de celles-ci.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait qu'on compare à chaque
fois les données des n dernières impulsions successives avec les règles mémorisées,
la valeur n étant comprise entre 2 et 4 et valant de préférence 3.
4. Détecteur à infrarouge pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1,
comportant au moins un élément capteur qui est destiné à la production des signaux
de capteur et un circuit d'exploitation qui est destiné au traitement et à l'exploitation
de ces signaux de capteur et qui contient un contrôleur flou (7) auquel les données
d'impulsions sont envoyées, caractérisé par le fait que le contrôleur flou (7) contient
une base de règles (8) et un moteur d'inférence (9) et qu'il fait partie d'un microcontrôleur
(6) qui contient un étage de traitement d'impulsions (5) pour le traitement des signaux
de capteur numérisés en vue d'obtenir des impulsions et pour la mémorisation des données
décrivant l'amplitude et/ou la durée des impulsions.
5. Détecteur à infrarouge selon la revendication 4, caractérisé par le fait que les règles
mémorisées dans la base de règles (8) du contrôleur flou (7) sont telles que leur
partie formant condition contient des références au nombre et aux données d'impulsions
et à l'intervalle de temps de l'apparition des impulsions.
6. Détecteur à infrarouge selon la revendication 4 ou 5, caractérisé par le fait que
le moteur d'inférence (9) du contrôleur flou comporte comme opérateur une fonction
ET-FLOU.