[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrisches Installationssystem, gebildet durch Flachkabel
und Anschlußvorrichtung, bei welchem das Flachkabel im wesentlichen in einer Ebene
angeordnete Energieübertragungs- und Datenübertragungsadern aufweist, wobei die Datenübertragungsadern
abgeschirmt sind und nicht miteinander verdrillt sind, und bei welchem die Anschlußvorrichtung
so ausgebildet ist, daß die Energieübertragungs- und Datenübertragungsadern mit Hilfe
von Kontaktmitteln abisolierfrei durch Durchstechen einer Isolation anschließbar sind.
[0002] Problematisch bei der Installation von Kabeln für Geräte aller Art mit Datenanschluß
ist der Mehrfachaufwand, der im allgemeinen dadurch entsteht, daß einerseits Kabel
verschiedenen Typs (Datenübertragungskabel, Starkstromkabel zur Versorgung mit Energie
usw.) in Hohldecken, Kanälen, Schächten und ähnlichen Hohlräumen verlegt werden müssen,
und daß andererseits die Geräte an diese verschiedenen Kabeltypen angeschlossen werden
müssen.
[0003] Ein Installationssystem der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der EP-A-0
550 885 (Molex) bekannt. Bei diesem System ist das Flachkabel insgesamt von einer
Abschirmfolie umgeben, die vor dem Kontaktieren der Ader mit der Anschlußvorrichtung
von dem Flachkabel separiert und und auf eine Seite des Flachkabels geführt werden
muß (vgl. Fig. 4 und Spalte 6, Zeilen 46 bis 50).
[0004] Die US-A-5 059 137 (Dale), US-A-4 758 536 (Miller) und US-A-5 064 380 (Dale) offenbaren
ähnliche Installationssysteme, bei denen jedoch keine Abschirmung am Kabel vorgesehen
ist.
[0005] Aus der DE-A-2 206 187 (Woertz) ist ein Flachkabel zur Energieübertragung und eine
zugehörige Anschlußvorrichtung bekannt. Das Flachkabel weist im wesentlichen in einer
Ebene angeordnete Energieübertragungsadern auf. Die Anschlußvorrichtung ist so ausgebildet,
daß die Energieübertragungsadern abisolierfrei durch Durchstechen einer Isolation
anschließbar sind. Dies erlaubt zwar ein einfaches und schnelles Anschließen von Geräten
an die Stromversorgung. Für Geräte mit Datenanschluß bleibt aber der relativ große
Aufwand für das Mehrfachverlegen und Mehrfachanschließen.
[0006] Die DE-U-91 04 861 (Ernst + Engbring) offenbart ein Flachkabel mit mehreren nebeneinander
angeordneten Energieübertragungsadern und einem Bündel verdrillter Adern zur Übertragung
von Steuer- und Signalströmen. Die Stromversorgungsadern und das Aderbündel sind leicht
voneinander trennbar ausgebildet, z.B. um herkömmliche Steckverbinder gesondert an
die Energieübertragungsadern und das Aderbündel zur Signal- und Steuerstromübertragung
anschließen zu können. Dieses Flachkabel kann zwar den Aufwand einer mehrfachen Kabelverlegung
verringern. Das Anschließen von Geräten erfordert aber einen Mehrfachaufwand wie bei
herkömmlichen Installationen mit mehreren Kabeltypen.
[0007] Die DE-U-85 24 944 (Kabelwerke Reinshagen) offenbart schließlich eine Datenübertragungsleitung,
bei der mehrere Koaxialkabel und ein verdrilltes Aderbündel zur Datenleitung als Flachkabel
zusammengefaßt sind. Es kann dazu dienen, einerseits hochfrequente Signale und andererseits
Daten zu übertragen, z.B. um Geräte aus dem Televisionsbereich miteinander zu verbinden.
Zur Energieübertragung ist es jedoch kaum geeignet.
[0008] Die Erfindung zielt darauf ab, den Aufwand beim Anschließen von Kabeln des eingangs
genannten Typs zu vermindern.
[0009] Die Erfindung erreicht dieses Ziel bei einem elektrischen Insatallationssystem der
eingangs genannten Art dadurch, daß die Anschlußvorrichtung so ausgebildet ist, daß
beim Anschließen der Datenübertragungsadern auch die Schirmung durchstochen wird,
wobei die Kontaktmittel für die Datenübertragungsadern eine elektrische Isolation
aufweisen, welche vor Kurzschlüssen zwischen Ader und Schirmung schützt (Anspruch
1).
[0010] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dient (dienen) die den Datenübertragungsadern
benachbarte(n) Energieübertragungsader(n) als Schutzleiter oder Neutralleiter (Anspruch
2). Diese geerdeten Leiter haben bei dieser Anordnung im Flachkabel eine Abschirmwirkung,
welche den Einfluß von den Leistungsadern ausgehender Störsignale auf die Datenübertragungsadern
mindert; bei einer Anordnung zwischen Datenübertragungsadern mindern sie auch ein
Übersprechen von einer auf die andere Datenübertragungsader.
[0011] Die Schirmung der Datenübertragungsadern schützt diese vor elektrischen Störsignalen
- auch ausgehend von externen Quellen - und schließt andererseits - bei Betrieb mit
höheren Frequenzen - die Abstrahlung elektromagnetischer Wellen aus. Die Schirmung
kann die Datenübertragungsadern gemeinsam oder, alternativ, jeweils einzeln umschließen.
(Anspruch 3).
[0012] Die Anschlußvorrichtung weist vorteilhafterweise eine der Anzahl der Adern des Flachkabels
entsprechende Anzahl Kontaktmittel auf. Dise haben zum Durchstechen der Isolation
und gegebenenfalls der Schirmung des Flachkabels vorzugsweise eine Spitze, die jeweils
mit einer der Adern des Flachkabels in Kontakt bringbar ist. Jedes der Kontaktmittel
greift also jeweils nur in eine der Adern ein. Bei den Kontaktmitteln handelt es sich
besonders vorzugweise um Kontaktschrauben (Anspruch 4).
[0013] Die Isolation, welche vor Kurzschlüssen zwischen Ader und Schirmung schützt, kann
beispielsweise so ausgebildet sein, daß sie die Oberfläche des Kontaktmittels in dem
Bereich, der nach vollendetem Durchstechen mit der Schirmung in Kontakt kommen kann,
abdeckt; bei Kontaktschrauben könnte dies zum Beispiel ein isolierender Ring zwischen
der Spitze und einem nicht ganz bis zur Spitze reichenden Gewindekörper der Schraube
sein. Alternativ kann, falls die Oberfläche des Kontaktmittels im Bereich der Schirmung
elektrisch leitend ist, die Isolation so ausgebildet sein, daß sie diesen Bereich
elektrisch von der Spitze trennt; zum Beispiel könnte auf das Ende einer hohlen Kontaktschraube
isolierend die Spitze aufgesetzt sein, wobei die Spitze elektrisch durch das Innere
der Schraube zum anderen Schraubenende hin durchgebunden ist. Bei allen Varianten
bewirkt die Isolation der Kontaktmittel, daß bei einem Durchstechen von Kabelmantel,
Schirmung und Aderisolation im Datenkabelteil Schirmung und Ader sauber elektrisch
voneinander getrennt bleiben und Kurzschlüsse vermieden werden.
[0014] Der Energieübertragungsteil ist vorteilhaft als Drehstrom-Vierleitersystem mit kombiniertem
Neutral- und Schutzleiter und besonders vorteilhaft als Drehstrom-Fünfleitersystem
mit getrenntem Neutral- und Schutzleiter ausgebildet. Vorzugsweise weist das Flachkabel
entsprechend vier und besonders vorzugsweise fünf Energieübertragungsadern und wenigstens
zwei Datenübertragungsadern auf (Anspruch 5).
[0015] Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind die Außengeometrie
des Flachkabels und die Innengeometrie eines Aufnahmeraumes der Anschlußvorrichtung
derart aufeinander abgestimmt, daß das Flachkabel nur in einer definierten Lage in
die Anschlußvorrichtung einbringbar ist (Anspruch 6). Mit dieser vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung wird ein unbeabsichtigtes Vertauschen des Daten- und des Leistungskabelteiles
mit der möglichen Folge einer Beschädigung wertvoller Anschlußgeräte (Computer und
ähnliches) praktisch ausgeschlossen. Diese weitgehende Absicherung gegen ein unbeabsichtigtes
Vertauschen der Kabelanschlüsse ermöglicht in besonders vorteilhafter Weise eine Kombination
aus Leistungs- und Datenkabel, die auch höchsten Sicherheitsanforderungen gerecht
wird.
[0016] Bei einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Datenübertragungsadern
in übersichtlicher Weise zu einem Datenkabelteil und die Energieübertragungsadern
zu einem Leistungskabelteil zusammengefaßt, wobei der Datenkabelteil und der Leistungskabelteil
über einen Steg miteinander verbunden sind (siehe Anspruch 7). Besonders vorteilhaft
ist es ferner, wenn der Steg im Bezug zur Senkrechten zur Kabelebene asymmetrisch
angeordnet ist, da in diesem Fall anhand des Steges eine gegen falsches Einlegen gesicherte
Einbringung des Kabels in die Aufnahmevorrichtung möglich ist.
[0017] Herkömmliche Anschlußvorrichtungen wie z.B. Stecker sind normalerweise an das Ende
eines Kabels anzuschließen. Grundsätzlich kann auch die Anschlußvorrichtung der Erfindung
so ausgebildet sein, daß sie nur an ein Kabelende anschließbar ist, zum Beispiel indem
nur eine Durchtritts öffnung für das Kabel vorhanden ist. Besonders vorteilhaft ist
die Anschlußvorrichtung jedoch so ausgebildet, daß mit ihr das Flachkabel als durchgehendes
Kabel angezapft werden kann, zum Beispiel indem sie eine Öffnung für den Eintritt
und eine für den Austritt des Kabels aufweist (Anspruch 8). Diese Maßnahme erlaubt
den Anschluß mehrerer Geräte an eine Leitung (und damit eine dezentrale Verteilung
von "Bus-Intelligenz"), ohne daß diese aufgetrennt werden müßte. Sie erlaubt insbesondere
das nachträgliche Installieren von Anschlüssen an praktisch jeder beliebigen Stelle
des Kabels - ohne zusätzlichen Aufwand - und stellt so eine beachtliche Erleichterung
dar.
[0018] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus,
daß die Anschlußvorrichtung Leistungsstrom-Ankopplungsmittel und Datenbus-Ankopplungs
mittel aufweist (Anspruch 9). Diese sind einerseits mit den Kontaktmitteln verbunden,
andererseits erlauben sie die Ankopplung von Geräten. Im einfachsten Fall kann es
sich bei ihnen zum Beispiel um Steck-, Schraub- oder Klemmverbinder handeln. Vorzugweise
umfassen die Datenbus-Ankopplungsmittel elektronische Bus-Transceiver, transformatori
sche Übertrager oder Optokoppler und die Leistungsstrom-Ankopplungsmittel Relais zum
Schalten des Leistungsstroms. In diesem Fall, wenn die Ankopplungsmittel elektronische,
elektromechanische und/oder optische Koppeleinrichtungen umfassen, sind diese besonders
vorzugsweise in wenigstens einem gesonderten, mit der Anschlußvorrichtung verbindbaren
Gehäuse untergebracht (Anspruch 10).
[0019] Nachfolgend wird die Erfindung anhand verschiedener Ausführungsbeispiele unter Bezug
auf die Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1a-f
- verschiedene Ausführungsbeispiele von Flachkabeln;
- Fig. 2a
- eine Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels einer Anschlußvorrichtung mit einge
setztem Flachkabel, entlang Linie II-II in Fig. 2b;
- Fig. 2b
- eine Draufsicht auf die Anschlußvorrichtung nach Fig. 2a;
- Fig. 3a
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Anschlußvorrichtung mit eingesetztem Flachkabel,
mit einer von oben einsteckbaren Ankopplungsmittel-Einheit; und
- Fig. 3b
- eine Ansicht entsprechend Fig. 3a, jedoch mit seitlich einsteckbarer Ankopplungsmittel-Einheit.
[0020] In den Figuren tragen sich funktionsmäßig im wesentlichen entsprechende Teile gleiche
Bezugszeichen.
[0021] Zunächst seien die Ausführungsbeispiele der Fig. 1 beschrieben. Nach Fig. 1a weist
ein elektrisches Flachkabel 1 in einem ersten Kabelabschnitt 2 fünf elektrisch leitende
Adern 3a, 3b, 3c, 3d, 3e auf, die zur Übertragung elektrischer Energie (z.B. Gleichstrom,
Niederspannungs-Drehstrom) ausgelegt sind. Über einen Steg 4 ist der erste Kabelabschnitt
2 - auch Leistungskabelabschnitt genannt - mit einem zweiten Kabelabschnitt 5 (einem
Datenkabelabschnitt) verbunden. Der Datenkabelabschnitt 5 weist wiederum zwei parallel
nebeneinander verlaufende, nicht miteinander verdrillte Datenübertragungsadern 6a,
6b auf.
[0022] Gut zu erkennen ist die besonders vorteilhafte Querschnittsgeometrie des Flachkabels
1. Der Steg 4 wird aus dreieckigen Einschnitten gebildet, die von den beiden Außenseiten
7, 8 des Flachkabels beidseits dreieckförmig nach Innen hin verlaufen. An der rechten
Seite des Datenkabelabschnittes 5 sind jeweils die rechte obere und die rechte untere
Ecke abgeschrägt. Die Abschrägungen und der Steg 4 gewährleisten einen sicheren Sitz
des Datenübertragungskabels in einer zugehörigen Aufnahmevorrichtung mit einer der
Querschnittsgeometrie des Flachkabels 1 angepaßten Innengeometrie (siehe Fig. 2).
[0023] Das kombinierte Starkstrom- und Buskabel wird vorzugsweise wie folgt ausgelegt: als
Leistungsadern 3a-3e werden 2,5 mm
2 Adern, zum Beispiel für Drehstrom 380 V, 50 Hz, 16 A, und als Datenadern 1,5 mm
2 Adern verwendet. Vorteilhaft sind die Adern im Flachkabel 1 in folgender Reihenfolge
angeordnet: Adern 3a-3c: Polleiter; Ader 3d: Neutralleiter; Ader 3e: Schutzleiter;
Adern 6a, 6b: Datenleiter.
[0024] In Fig. 1b und 1c sind verschiedene Ausführungen von Aderabschirmungen gegen elektromagnetische
Störeinflüsse dargestellt. In Fig. 1b weisen die Adern 6a und 6b eine gemeinsame Abschirmung
9 auf. In Fig. 1c weisen sie dagegen jeweils eine einzelne Abschirmung 9a, 9b auf.
Die Abschirmung wird vorteilhaft durch eine aluminiumkaschierte PETP(Polyethylenterephtalat)-Folie
gebildet.
[0025] Fig. 1d zeigt schließlich ein Ausführungsbeispiel, bei dem Datenkabelteil 5 und Leistungskabelteil
2 nicht durch einen Steg voneinander getrennt sind. Eine eindeutige, sichere Einpassung
in die Anschlußvorrichtung wird bei diesem Ausführungsbeispiel durch eine Einkerbung
10 an der rechten Außenseite des Flachkabels 1 gewährleistet.
[0026] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 1e zeichnet sich dadurch aus, daß die beiden Datenübertragungsadern
6a, 6b nicht nebeneinander, sondern links und rechts der Leistungsadern 3a-3e liegen.
Vorzugsweise dienen hier die den Datenübertragungsadern 6a, 6b jeweils benachbart
liegenden Leistungsadern 3a, 3e als Schutzleiter bzw. Neutralleiter. Ferner weist
dieses Ausführungsbeispiel keine Kerbung auf. Die Einpassung in die zugehörige Aufnahmevorrichtung
übernehmen allein zwei Dreiecksaussparungen in der rechten oberen und der rechten
unteren Ecke des Kabels.
[0027] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 1f entspricht im wesentlichen dem der Fig. 1a. Ein
Unterschied besteht nur darin, daß der Datenkabelteil 5 keine Außenkanten aufweist,
sondern außen verrundet ist, und die Außenkanten am Leistungskabelteil abgeschrägt
sind.
[0028] Damit ein Kontaktieren durch Durchstechen der Kabelisolation sichergestellt ist,
muß die Lage der einzelnen Adern (3a-3e,6a,6b) relativ zum Kabeläußeren genau festgelegt
sein. Entsprechend beträgt bei den gezeigten Ausführungsformen die Genauigkeit der
Position der Mitten sämtlicher Adern (3a-3e, 6a,6b) relativ zum Kabeläußeren mindestens
± 0,3 mm.
[0029] Fig. 2a zeigt eine Anschlußvorrichtung 11, in die ein durchgehendes Flachkabel 1
eingesetzt ist. Die Anschlußvorrichtung weist einen mit einem Längssteg 13 versehenen
Isolierkörper 12 auf, der über zwei Schenkel 14, 15 mit Rippen 16, 17 in ein entsprechend
geformtes Grundteil 18 mit Schenkeln 19, 20 eingreift.
[0030] Gut zu erkennen ist in Fig. 2a ferner, daß die Außengeometrie des Flachkabels 1 und
die Innengeometrie eines Aufnahmeraumes 21 der Anschlußvorrichtung derart aufeinander
abgestimmt sind, daß das Flachkabel 1 nur in einer definierten Lage in die Anschlußvorrichtung
11 einbringbar ist.
[0031] Die Anschlußvorrichtung 11 weist in dem in Fig. 2a und 2b dargestellten Ausführungsbeispiel
sieben Anschlußklemmen 22 auf, die je ein mit einer Spitze 23 zum Durchstechen einer
Kabelisolation 24 - und bei den Datenadern 6a,6b auch der Schirmung 9 - versehenes
Kontaktmittel, hier eine Kontakt schraube 25 haben. Diese ist wiederum jeweils mit
einer der Adern 3a-3e, 6a,6b des Flachkabels 1 in Kontakt bringbar. Die zum Anschluß
an die Datenübertragungsadern bestimmten Kontaktschrauben 25 weisen zusätzlich außen
eine elektrische Isolation 26 im Bereich zwischen ihrem Gewindekörper 27 und ihrer
Spitze 23 auf, die vor Kurzschlüssen zwischen Ader 6a,6b und Schirmung 9 schützt.
Aus der Isolation 26 ragt die Spitze 23 in Form eines Metallstiftabschnitts heraus.
Das Gewinde 27 der Schraube 25 dringt nicht in das Kabel ein. Die Köpfe 28 der Kontaktschrauben
25 sind von einem Isolierkragen 29 umgeben. Öffnungen 30, 30' stellen hier die Ankopplungsmittel
dar; sie dienen zum unkomplizierten Einstecken von Zweigleitern.
[0032] Die Kontaktschrauben 25 sind in Längsrichtung des Flachkabels gegeneinander versetzt
in die Anschlußvorrichtung 11 eingesetzt, so daß Kurzschlüsse und ähnliches vermieden
werden. Daten- und Leistungsanschlüsse sind ferner klar voneinander getrennt.
[0033] Bei den weiteren Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 3a und 3b ist zum Ankoppeln eines
oder mehrerer Geräte jeweils eine Ankopplungsmittel-Einheit in einem zusätzlichen,
separaten Gehäuse 31 bereitgestellt, die beispielsweise Bus-Transceiver zur Datenbus-Ankopplung
und ein Relais zur Schaltung des Leistungsstroms umfaßt. Zur lösbaren Verbindung des
Gehäuses 31 mit der Anschlußvorrichtung 11 dient eine Steckverbindung, die vorteilhaft
durch Steckstifte 32 am Gehäuse 31 und Steckbuchsen 33 an der Anschlußvorrichtung
11 gebildet wird. Die Anordnung der Steckstifte 32 und Steckbuchsen 33 entspricht
der Anordnung von (hier nicht gezeigten) Kontaktschrauben in der Anschlußvorrichtung
11. Sie ist hier an eine alternative Ausführungsform des Flachkabels 1 mit in der
Mitte zwischen den Energieübertragungsadern verlaufenden Datenübertragungsadern angepaßt
und weicht daher von der Ausführungsform nach Fig. 2b ab. Sie ist derart, daß ein
Zusammenstecken von Gehäuse 31 und Anschlußvorrichtung 11 nur in einer einzigen, eindeutigen
Relativorientierung möglich ist. Von dem Gehäuse 31 führt ein (nicht gezeigtes) Anschlußkabel
zu dem angeschlossenen Gerät. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3a erfolgt das
Einstecken des Gehäuses 31 in die Anschlußvorrichtung 11 von oben (bezogen auf ein
horizontal liegendes Flachkabel 1). Das Gehäuse 31 entspricht in seinen Flächenabmessungen
denen der Anschlußvorrichtung 11, so daß beide im zusammengesteckten Zustand einen
kompakten Block bilden. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3b wird das Gehäuse
31 hingegen seitlich in die Anschlußvorrichtung 11 gesteckt. Die Steckverbindungen
32, 33 sind hier längs einer Geraden angeordnet; die Datensteckverbindung 32a, 33a
ist jedoch von der Leistungssteckverbindung 32b, 33b abgesetzt, so daß hieraus eine
eindeutige Einsteckorientierung folgt.
[0034] Zusammengefaßt ergibt sich mit der Erfindung ein datenbusfähiges, abisolierfreies
Installationssystem, welches aus dem Flachkabel 1 nebst den daran angepaßten Anschlußvorrichtungen
bzw. -dosen 11 besteht. Die Erfindung ermöglicht eine Verlegung von Starkstrom- und
Busleitungen und einen Anschluß daran in einem Arbeitsgang. Die Installation dieser
Kabel in Hohldecken, Kanälen, Schächten und ähnlichen Hohlräumen wird damit erheblich
beschleunigt. Die Anschlußvorrichtung 11 ermöglicht ein abisolierfreies Erstellen
des Kontaktes zwischen Hauptleitungen und Stichleitungen, da sie neben den Starkstromanschlüssen
zugleich über eine Datenbus-Anschlußmöglichkeit verfügt, mit deren Hilfe es möglich
ist, elektrische und/oder elektronische Geräte wie z.B. Computer mit Befehlen oder
Meldungen zu versorgen.
1. Elektrisches Installationssystem, gebildet durch Flachkabel (1) und Anschlußvorrichtung
(11),
bei welchem das Flachkabel (1) im wesentlichen in einer Ebene angeordnete Energieübertragungs-
und Datenübertragungsadern (3a-3e; 6a,6b) aufweist, wobei die Datenübertragungsadern
(6a, 6b) abgeschirmt sind und nicht miteinander verdrillt sind, und
bei welchem die Anschlußvorrichtung (11) so ausgebildet ist, daß die Energieübertragungs-
und Datenübertragungsadern (3a-3e; 6a,6b) mit Hilfe von Kontaktmitteln abisolierfrei
durch Durchstechen einer Isolation (24) anschließbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Anschlußvorrichtung (11) so ausgebildet ist, daß beim Anschließen der Datenübertragungsadern
(6a,6b) auch die Schirmung (9) durchstochen wird, wobei die Kontaktmittel für die
Datenübertragungsadern (6a,6b) eine elektrische Isolation aufweisen, welche vor Kurzschlüssen
zwischen Ader (6a,6b) und Schirmung (9) schützt.
2. Installationssystem nach Anspruch 1, bei welchem die den Datenübertragungsadern (6a,
6b) benachbarte(n) Energieübertragungsader(n) (3e) als Schutzleiter oder Neutralleiter
dient (dienen).
3. Installationssystem nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem die Schirmung (9) die Datenübertragungsadern
(6a,6b) gemeinsam oder jeweils einzeln umschließt.
4. Installationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei welchem die Anschlußvorrichtung
eine der Anzahl der Adern (3a-3e, 6a, 6b) entsprechende Anzahl Kontaktmittel aufweist,
wobei die Kontaktmittel zum Durchstechen der Isolation (24) und bei den Datenübertragungsadern
(6a,6b) auch der Schirmung (9) eine Spitze (23) aufweisen, wobei es sich bei den Kontaktmitteln
insbesondere um Kontaktschrauben (25) handelt.
5. Installationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welchem das Flachkabel (1)
vier oder fünf Energieübertragungsadern (3a-3e) und wenigstens zwei Datenübertragungsadern
(6a,6b) aufweist.
6. Installationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welchem die Außengeometrie
des Flachkabels (1) und die Innengeometrie eines Aufnahmeraumes (21) der Anschlußvorrichtung
(11) derart aufeinander abgestimmt sind, daß das Flachkabel (1) nur in einer definierten
Lage in die Anschlußvorrichtung (11) einbringbar ist.
7. Installationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei welchem die Datenübertragungsadern
(6a,6b) zu einem Datenkabelteil (5) und die Energieübertragungsadern (3a-3e) zu einem
Leistungskabelteil (2) zusammengefaßt sind, wobei der Datenkabelteil (5) und der Leistungskabelteil
(2) über einen Steg (4) miteinander verbunden sind.
8. Installationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei welchem die Anschlußvorrichtung
(11) so ausgebildet ist, daß mit ihr das Flachkabel (1) als durchgehendes Kabel angezapft
werden kann.
9. Installationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei welchem die Anschlußvorrichtung
(11) Leistungsstrom-Ankopplungsmittel und Datenbus-Ankopplungsmittel aufweist.
10. Installationssystem nach Anspruch 9, bei welchem die Ankopplungsmittel elektronische,
elektromechanische und/oder optische Koppeleinrichtungen umfassen, die in wenigstens
einem gesonderten, mit der Anschlußvorrichtung verbindbaren Gehäuse (31) untergebracht
sind.
1. Electrical installation system, formed by a ribbon cable (1) and a connection device
(11), in which the ribbon cable (1) has energy transmission and data transmission
wires (3a-3e; 6a, 6b) which are arranged essentially in one plane, the data transmission
wires (6a, 6b) being screened and not being twisted together, and in which the connection
device (11) is designed such that the energy transmission and data transmission wires
(3a-3e; 6a, 6b) can be connected, without baring them, using contact means by piercing
an insulation (24), characterised in that the connection device (11) is designed such
that, when the data transmission wires (6a, 6b) are connected, the screening (9) is
also pierced, the contact means for the data transmission wires (6a, 6b) having an
electrical insulation which protects against short circuits between the wire (6a,
6b) and the screening (9).
2. Installation system according to Claim 1, in which the energy transmission wire(s)
(3e) adjacent to the data transmission wires (6a, 6b) serves (serve) as a protective
conductor or neutral conductor.
3. Installation system according to Claim 1 or 2, in which the screening (9) encloses
the data transmission wires (6a, 6b) together or individually in each case.
4. Installation system according to one of Claims 1 to 3, in which the connection device
has a number of contact means which corresponds to the number of wires (3a-3e, 6a,
6b), the contact means having a point (23) for piercing the insulation (24), and,
in the case of the data transmission wires (6a, 6b), the screening (9) as well, the
contact means being contact screws (25) in particular.
5. Installation system according to one of Claims 1 to 4, in which the ribbon cable (1)
has four or five energy transmission wires (3a-3e) and at least two data transmission
wires (6a, 6b).
6. Installation system according to one of Claims 1 to 5, in which the external geometry
of the ribbon cable (1) and the internal geometry of a locating space (21) in the
connection device (11) are matched to one another such that the ribbon cable (1) can
be inserted into the connection device (11) only in a defined position.
7. Installation system according to one of Claims 1 to 6, in which the data transmission
wires (6a, 6b) are combined into a data cable part (5) and the energy transmission
wires (3a-3e) are combined into a power cable part (2), the data cable part (5) and
the power cable part (2) being connected to one another by means of a web (4).
8. Installation system according to one of Claims 1 to 7, in which the connection device
(11) is designed such that, with it, the ribbon cable (1) can be tapped into as a
continuous cable.
9. Installation system according to one of Claims 1 to 8, in which the connection device
(11) has power-current interfacing means and data bus interfacing means.
10. Installation system according to Claim 9, in which the interfacing means comprise
electronic, electromechanical and/or optical coupling devices which are accommodated
in at least one separate housing (31) which can be connected to the connection device.
1. Système de câblage électrique, formé par du câble plat (1) et par un dispositif de
connexion (11),
dans lequel le câble plat (1) comporte des brins de transmission d'énergie et de transmission
de données (3a-3e; 6a, 6b) sensiblement disposés dans un plan, les brins de transmission
de données (6a, 6b) étant blindés et non torsadés les uns avec les autres, et
dans lequel le dispositif de connexion (11) est d'une configuration telle, que les
brins de transmission d'énergie et de transmission de données (3a-3e; 6a, 6b) puissent
être connectés à l'aide de moyens de contact, sans être dénudés, par transpercement
d'une isolation (24),
caractérisé en ce que le dispositif de connexion (11) est réalisé de façon telle que lors de
la connexion des brins de transmission de données (6a, 6b), le blindage (9) soit également
transpercé, les moyens de contact pour les brins de transmission de données (6a, 6b)
présentant une isolation électrique assurant une protection à l'encontre de courts-circuits
entre le brin (6a, 6b) et le blindage (9).
2. Système de câblage selon la revendication 1, dans lequel le(s) brin(s) de transmission
d'énergie (3e) voisin(s) des brins de transmission de données (6a, 6b), sert (servent)
de conducteur(s) de protection ou de conducteur(s) neutre.
3. Système de câblage selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le blindage (9) entoure
les brins de transmission de données (6a, 6b) en commun, ou chacun individuellement.
4. Système de câblage selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel le dispositif
de connexion présente un nombre de moyens de contact correspondant au nombre des brins
(3a-3e; 6a, 6b), les moyens de contact comportant, pour transpercer l'isolation (24)
et également le blindage (9) dans le cas des brins de transmission de données (6a,
6b), une pointe (23), et les moyens de contact étant notamment constitués par des
vis de contact (25).
5. Système de câblage selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel le câble plat
(1) comprend quatre ou cinq brins de transmission d'énergie (3a-3e) et au moins deux
brins de transmission de données (6a, 6b).
6. Système de câblage selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel la géométrie
extérieure du câble plat (1) et la géométrie intérieure d'un logement de réception
(21) du dispositif de connexion (11) sont mutuellement adaptées l'une à l'autre, de
façon à ce que le câble plat (1) ne puisse être introduit que dans une position définie
dans le dispositif de connexion (11).
7. Système de câblage selon l'une des revendications 1 à 6, dans lequel les brins de
transmission de données (6a, 6b) sont regroupés en une partie de câble de données
(5), et les brins de transmission d'énergie (3a-3e) en une partie de câble de puissance
(2), la partie de câble de données (5) et la partie de câble de puissance (2) étant
reliées l'une à l'autre par l'intermédiaire d'une nervure (4).
8. Système de câblage selon l'une des revendications 1 à 7, dans lequel le dispositif
de connexion (11) est d'une configuration permettant la réalisation d'un piquage sur
le câble plat (1) se présentant en tant que câble continu traversant.
9. Système de câblage selon l'une des revendications 1 à 8, dans lequel le dispositif
de connexion (11) comporte des moyens de couplage de courant de puissance et des moyens
de couplage de bus de données.
10. Système de câblage selon la revendication 9, dans lequel les moyens de couplage comprennent
des dispositifs de couplage électroniques, électromécaniques et/ou optiques, qui sont
logés dans un boîtier (31) distinct, pouvant être relié au dispositif de connexion.