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(11) |
EP 0 723 492 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.10.1999 Patentblatt 1999/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.08.1994 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B25D 9/14 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9402/758 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9605/944 (29.02.1996 Gazette 1996/10) |
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| (54) |
SCHLAGELEMENT
PERCUSSION ELEMENT
ELEMENT PERCUTANT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES GB LI SE |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.07.1996 Patentblatt 1996/31 |
| (73) |
Patentinhaber: SYNTHES AG, Chur |
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7002 Chur (CH) |
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Erfinder: |
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- SEIFERT, Hans-Carsten
CH-4057 Basel (CH)
- DELFOSSE, Peter
CH-4410 Liestal (CH)
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Vertreter: Lusuardi, Werther Giovanni, Dr. |
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Dr. Lusuardi AG,
Kreuzbühlstrasse 8 8008 Zürich 8008 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 411 249 BE-A- 725 385 DE-C- 231 038 GB-A- 1 098 288
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EP-A- 0 477 067 DE-C- 49 255 DE-C- 257 223
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schlagelement gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Schlagelemente als Teile eines Schlagwerkzeuges sind bekannt. Sie erzeugen Stösse
und übertragen diese auf das zum Schlagwerkzeug gehörende Werkzeug. Es sei hier beispielsweise
an elektrische Schlagbohrer erinnert, bei denen als Schlagelement eine mit dem Bohrantrieb
verbundene Unwucht wirkt, die beim Arbeiten mit dem Bohrer als Werkzeug diesen zusätzlich
axiale Stösse ausführen lässt.
[0003] Ein vorwiegend in der Chirurgie verwendetes Schlagelement ist in der EP 0 452 543
A1 beschrieben. Bei ihm wirkt ein einziger, in einem Zylinder durch Druckluft verschiebbarer
Kolben. Dieser trifft während eines - gegen ein mit dem Schlagelement verbundenes
Werkzeug gerichteten - Kolbenvorlaufs auf eine erste Prallfläche auf, wobei dieser
Stoss auf das Werkzeug übertragen wird. Während des anschliessenden Kolbenrücklaufs
trifft der Kolben auf eine zweite Prallfläche auf. Das Werkzeug - es wird dort beispielsweise
eine Raspel genannt - wird nacheinander einem vortreibenden Arbeitsstoss bzw. einem
entgegengesetzt wirkenden, lockernden Stoss ausgesetzt. Im Schlagelement ist mindestens
ein Überströmkanal zwischen der ersten und der zweiten Prallflache vorhanden, mit
dem der für die Bewegung des Kolbens notwendige Druck während des Bewegungsvorganges
aufgebaut wird. Ferner ist mindestens ein Einlass und ein Auslass für die Druckluft
vorgesehen.
[0004] Für die Konstruktion dieses Schlagelements wird bei bestimmten Stellungen des Kolbens
ein Gesamtvolumen bestimmt, das aus einem ersten Teilvolumen, das zwischen der ersten
Prallfläche und der zu dieser gehörigen Kolbenfläche liegt, und dem Volumen des Überströmkanals
besteht. Nur wenn das Verhältnis des Wertes dieses Gesamtvolumen zu dem Flächeninhalt
der wirksamen ersten Prallfläche bzw. der zweiten Prallfläche vorgegebene Werte übersteigt,
ist der notwendige Druck aufbaubar und das Schlagelement arbeitet. Es werden Ausbildungsformen
angegeben, durch die jeweils der lockernde Stoss entweder dauernd oder zeitweise unterdrückt
werden kann.
[0005] Das Schlagelement nach EP 0 452 543 A1 hat einen verhältnismässig komplizierten mechanischen
Aufbau. Es weist beispielsweise für die Zylinderbohrung und den Kolbendurchmesser
je zwei verschiedenen Durchmesser, eine innerhalb des Kolben verlaufende Säule und
insgesamt sechs Nacharbeit erfordernde Prallflächen auf. Der Kolben selbst besitzt
gegenüber der Gesamtanordnung des Schlagelementes nur eine kleine Masse. Da der Druck
in den Volumen zwischen der jeweiligen Prallplatte und der zugehörigen Kolbenfläche
erst während der Bewegung auf- bzw. abgebaut wird, verlaufen die Kolbenbewegungen
verhältnismässig langsam, so dass die durch die Kolbenbewegungen pro Zeiteinheit auf
das Werkzeug übertragene Energie verhältnismässig klein ist.
[0006] Ein weiteres Schlagelement ist in der DE-C 49 255 SIELAFF offenbart. Diese bekannte
Erfindung umfasst ein Werkzeug mit mehreren wechselweise einen Impuls abgebenden Schlagelementen,
welche durch druckluftgesteuerte und -angetriebene Kolben betrieben werden. Die Kolben
sind innerhalb des Werkzeuges in Bohrungen, welche als Druckluftzylindern dienen,
im Körper des Werkzeuges in axialer Richtung so bewegbar gelagert, dass mindestens
einer der Formkolben jeweils einen mechanischen Stoss auf die Schlagelemente abgibt.
Zudem dient jeder Kolben auch als Steuerschieber für den oder die anderen Kolben.
Die beiden Kolben bewegen sich auf und ab und treffen bei ihrer Abwärtsbewegung mit
ihren Schlägerfüssen auf den Werkzeughalter. Die Kolben führen nur bei ihrer Abwärtsbewegung
einen Arbeitshub aus. Der Impuls des aufwärtsgehenden Kolbens wird auf das Werkzeuggehäuse
übertragen.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Schlagelement zu schaffen, das
bei vergleichbaren Aussenabmessungen wie bei dem vorbeschriebenen Schlagelement eine
höhere Schlagfrequenz erreicht und pro Stoss ein grösserer Energiebetrag auf das Werkzeug
überträgt. Zudem soll das erfindungsgemässe Schlagelement die Übertragung von Impulsen
auf ein Werkzeug bei aufwärtsbewegtem oder abwärtsbewegtem Kolben ermöglichen.
[0008] Diese Aufgabe wird bei dem erfindungsgemässen Schlagelement durch die Merkmale des
Kennzeichenteils des Patentanspruches 1 gelöst. Die übrigen Ansprüche kennzeichnen
vorteilhafte Ausführungsformen.
[0009] Die Erfindung wird beispielhaft an Hand der Zeichnung erläutert, dabei zeigt die
Fig. 1 ein erstes Beispiel eines Schlagelements mit zwei Formkolben in einem Längsschnitt,
Fig. 2 das Schlagelement nach der Fig. 1 in einem Querschnitt A-A,
Fig. 3 das Schlagelement nach der Fig. 1 in einem Querschnitt B-B,
Fig. 4 das Schlagelement nach der Fig. 1 in einer Seitenansicht,
Fig. 5 ein vereinfachtes Schema der Arbeitsweise des Schlagelementes nach Fig. 1,
Fig. 6 die Lage der Öffnungen der Druckleitungen und der Druckzuleitungen innerhalb
der Bohrungen bei einem Schlagelement nach Fig. 1,
Fig. 7 ein Teil eines Schlagelements, bei dem der Lockerungsstoss mit geringer Energie
verläuft,
Fig. 8 ein Schlagelement ähnlich dem von Fig. 1, bei dem die Stösse durch die Vermittlung
von Schlagbolzen übertragen werden; und
Fig. 9 ein zweites Beispiel eines Schlagelements.
[0010] Dort, wo in einer Figur der Zeichnung verschiedene Teile der gleichen Art besprochen
werden, ist jeweils dem dieses Teil kennzeichnende Bezugszeichen ein durch einen Punkt
getrenntes Unterbezugszeichen zur Kennzeichnung der verschiedenen Teile zuge- ordnet.
[0011] Ein erstes Beispiel eines erfindungsgemässen Schlagelementes 1 wird in den Figuren
1 bis 4 dargestellt. Es weist zwei Formkolben 2 auf, einen ersten Formkolben 2.1 und
einen zweiten Formkolben 2.2. Das Schlagelement 1 besitzt einen Körper 3, der hier
in der Form eines länglichen Prismas ausgeführt ist. Der Körper 3 kann aber auch anders
gestaltet sein. Durch den Körper 3 gehen parallel eine erste Bohrungen 4.1 und eine
zweite Bohrung 4.2 hindurch. Die Bohrungen 4 liegen in Richtung der grössten Achse
- hier vom links nach rechts - des Körpers 3. In der ersten Bohrung 4.1 lauft der
erster Formkolben 2.1, in der zweiten Bohrung 4.2 der Zweite Formkolben 2.2. Die rechte
Stirnseite des Körpers 3 wird durch einen ersten Anschlag (5.1), hier eine erste Prallplatte
5.1, die linke Stirnseite durch einen zweiten Anschlag (5.2), hier eine zweite Prallplatte
5.2 , beide quer zu den Achsen der Bohrungen 4 liegend, abgeschlossen. (Im Rahmen
der Beschreibung des ersten Beispiels werden wir das hier zutreffende Wort "Prallplatte"
verwenden, in einem zweiten Beispiel und in den Ansprüchen das allgemeingültigere
Wort "Anschlag"). Die Formkolben 2 laufen gasdicht in den zugehörigen Bohrungen 4
und können einzeln auf die Prallplatten 5 Stösse ausüben. Die Gasdichtheit zwischen
dem Körper 3 und den Prallplatten 5 wird beispielsweise durch Dichtungen 6 bewirkt,
diejenige zwischen dem Körper 3 und den Formkolben 2 beispielsweise durch Schmierung.
An einer - hier der zweiten - Prallplatte 5.2 ist ein Nippel 7 (im Beispiel 2 und
in den Ansprüchen "Schaft" 7 genannt) angebracht, der hier ein Gewinde trägt, und
an dem ein hier nicht gezeichnetes Werkzeug, beispielsweise eine Raspel, eine Säge
oder ein Bohrer - meist mittels eines Schnellverschlusses oder eines Bohrfutters -
befestigbar ist, und auf welches die Stösse des Schlagelementes 1 übertragen werden.
Es können aber auch andere Befestigungsarten für austauschbare Werkzeuge vorgesehen
sein.
[0012] Die Formkolben 2 besitzen an vorgegebenen Stellen ihrer Mantelflächen Einschnitte
8 in der Form von Einfräsungen oder Eindrehungen, hier ringförmige Einschnitte 8 in
der Form einer ersten Eindrehung 8.1 rechts und einer zweiten Eindrehung 8.2 links
am ersten Formkolben 2.1 sowie einer dritten Eindrehung 8.3 rechts und einer vierten
Eindrehung 8.4. links am zweiten Formkolben 2.2. Diese Einschnitte 8 können aber auch
anders geformt sein, z.B. als in der Achsrichtung der Bohrungen 4 über kurze Stellen
verlaufende Längsfräsungen. Dann müssen die Formkolben 2 beispielsweise einen Querschnitt
haben, der gegen den Körper 3 unverdrehbar ist.
[0013] Ferner befindet sich jeweils zwischen dem ersten Formkolben 2.1 und der ersten Prallplatte
5.1 ein erster Endraum 9.1, dem ersten Formkolben 2.1 und der zweiten Prallplatte
5.2 ein zweiter Endraum 9.2, zwischen dem zweiten Formkolben 2.2 und der ersten Prallplatte
5.1 ein dritter Endraum 9.3 und dem zweiten Formkolben 2.2 und der zweiten Prallplatte
5.1 ein vierter Endraum 9.4. Die Formkolben 2 und/oder die Prallplatten 5 sind vorzugsweise
so gestaltet, dass der Formkolben 2 nicht über seine gesamte Stirnfläche die Prallplatte
5 berühren kann, so dass auch während des Stosses eines Formkolbens 2 gegen eine Prallplatte
5 immer ein Endraum 9 bleibt.
[0014] Die Übertragung des Stosses von den Formkolben 2.1 und 2.2 auf die Prallplatten 5.1
und 5.2 kann aber auch in anderer Weise erfolgen, so ist in der Fig. 8 ein Schlagelement
gezeigt, bei dem die Übertragung der Stösse mittels vier Schlagbolzen 15.1 bis 15.4
geschieht. Die übrigen Teile entsprechen denen in den vorhergehenden Figuren, sie
sind durch dieselben Beizeichen bezeichnet.
[0015] Die Einschnitte 8 und die Endräume 9 dienen zusammen mit den an den Aussenwänden
der Bohrungen 4 mit Druckleitungsöffnungen 11 beginnenden, hier an den Innenseiten
der Prallplatten 5 endenden Druckleitungen 10, mit Druckzuleitungen 12 und einem pneumatischen
oder hydraulischen Druckmedium der Steuerung des Schlagelements 1. Die Druckleitungen
10 können aber auch an den stirnseitigen Enden der Aussenwände der Bohrungen 4 enden.
Das Schema der Arbeitsweise dieser Steuerung wird in der Fig. 5 mit den Unterfiguren
5A bis 5D gezeigt. In der Fig. 6 sind beispielhaft die Druckleitungsenden 11.1 bis
11.8 und die Druckzuleitungen 12.1 bis 12.8 an den Mantelflächen der Bohrungen 4.1
und 4.2 angegeben. Diese sind in den Unterfiguren 5A bis 5D aus Platzgründen nicht
gezeichnet, ihre Lagen können aber durch Betrachten der Fig. 5 und der Fig. 6 leicht
erkannt werden. Ferner sind die Endräume 9, an die ein hoher Druck gelegt ist, schraffiert,
die entlüfteten Endräume unschraffiert dargestellt.
[0016] In der Fig. 5A liegen beide Formkolben 2.1 und 2.2 rechts an der Prallplatte 5.2
an. Der erste Endraum 9.1. auf der rechten Seite des ersten Formkolbens 2.1 ist über
eine erste Druckleitung 10.1 mit dem Ort der dritten Eindrehung 8.3 am zweiten Formkolben
2.2 verbunden und endet dort an der fünften Druckleitungsöffnung 11.5. Die dritte
Eindrehung 8.3 wird durch eine fünfte Druckzuleitung 12.5 entlüftet. Über die Druckleitung
10.1 wird damit auch der erste Endraum 9.1 entlüftet, es wirkt dort kein Druck auf
den Formkolben 2.1.
[0017] Der zweite Endraum 9.2. auf der linken Seite des ersten Formkolbens 2.1 ist über
eine zweite Druckleitung 10.2 mit dem Ort der vierten Eindrehung 8.4 am zweiten Formkolben
2.2. verbunden und endet dort an der siebeten Druckleitungsöffnung 11.7. Die vierte
Eindrehung 8.4 wird über eine Druckzuleitung 12.7 auf hohen Druck (beispielsweise
6 Bar) gelegt. Über die Druckleitung 10.2 wird damit auch der zweite Endraum 9.2.
auf hohen Druck gelegt. Ist der zweite Endraum 9.2 auf dem hohe Druck, der erste Endraum
entlüftet, so wird der Formkolben 2.1 gegen die Prallplatte 5.1 gedrückt, er bewegt
sich nicht.
[0018] Der dritte Endraum 9.3. auf der rechten Seite des zweiten Formkolbens 2.2 ist über
eine dritte Druckleitung 10.3 mit dem Ort der ersten Eindrehung 8.1 am ersten Formkolben
2.1 verbunden und endet dort an der ersten Druckleitungsöffnung 11.1. Die erste Eindrehung
8.1 wird durch eine erste Druckzuleitung 12.1 auf den hohen Druck gelegt. Über die
dritte Druckleitung 10.3 wird damit auch der dritte Endraum 9.3 auf den hohen Druck
gelegt.
[0019] Der vierte Endraum 9.4. auf der linken Seite des zweiten Formkolbens 2.2 ist über
eine vierte Druckleitung 10.4 mit dem Ort der zweiten Eindrehung 8.2 am ersten Formkolben
2.1 verbunden und endet dort an der dritten Druckleitungsöffnung 11.3. Die zweite
Eindrehung 8.2 wird durch eine dritte Druckzuleitung 12.3 entlüftet. Über die Druckleitung
10.4 wird damit auch der vierte Endraum 9.4 entlüftet.
[0020] Ist der dritte Endraum 9.3 auf dem hohen Druck, der vierte Endraum 9.4 entlüftet,
so wird der zweite Formkolben 2.2, wie durch den in ihm gezeichneten Pfeil angedeutet,
nach links verschoben. Die Eindrehungen 8 sind so bemessen, dass die zugehörige Druckleitungsöffnung
11 und die Druckzuleitung 12 beispielsweise in Richtung des Umfangs nebeneinander
gerade Platz haben. Die den zweiten Formkolben 2.2 verschiebende Druckdifferenz wird
durch diese Anordnung so lange aufrecht erhalten, bis der Formkolben 2.2 auf die Prallplatte
5.2 aufläuft. Damit ist die Stellung der Fig. 5B erreicht.
[0021] In der Fig. 5B ist der erste Endraum 9.1. am ersten Formkolben 2.1 über eine fünfte
Druckleitung 10.5 mit dem jetzt geänderten Ort der dritten Eindrehung 8.3 am zweiten
Formkolben 2.2 verbunden und endet dort an der sechsten Druckleitungsöffnung 11.6.
Die dritte Eindrehung 8.3 wird durch eine sechste Druckzuleitung 12.6 auf den hohen
Druck gelegt. Über die fünfte Druckleitung 10.5 wird damit auch der erste Endraum
9.1 auf den hohen Druck gelegt.
[0022] Der zweite Endraum 9.2. am ersten Formkolbens 2.1 ist über eine sechste Druckleitung
10.6 mit dem jetzt geänderten Ort der vierten Eindrehung 8.4 am zweiten Formkolben
2.2. verbunden und endet dort an der achten Druckleitungsöffnung 11.8. Die vierte
Eindrehung 8.4 wird durch eine Druckzuleitung 12.8 entlüftet. Über die sechste Druckleitung
10.6 wird damit auch der zweite Endraum 9.2. entlüftet.
[0023] Ist der erste Endraum 9.1 unter hohem Druck, der zweite Endraum 9.2 entlüftet, so
wird der Formkolben 2.1 gegen die Prallplatte 5.2 bewegt und läuft auf die Prallplatte
5.2 auf. Der Formkolben 2.2 bewegt sich während dieser Zeit nicht. Damit ist die Stellung
der Fig. 5C erreicht.
[0024] In der Fig. 5C ist der dritte Endraum 9.3. am zweiten Formkolben 2.2 über eine siebte
Druckleitung 10.7 mit dem jetzt geänderten Ort der ersten Eindrehung 8.1 am ersten
Formkolben 2.1 verbunden und endet dort an der zweiten Druckleitungsöffnung 11.2.
Die erste Eindrehung 8.1 wird durch eine zweite Druckzuleitung 12.2 entlüftet. Über
die siebte Druckleitung 10.7 wird damit auch der dritte Endraum 9.3 entlüftet.
[0025] Der vierte Endraum 9.4. am zweiten Formkolbens 2.2 ist über eine achte Druckleitung
10.8 mit dem jetzt geänderten Ort der zweiten Eindrehung 8.2 am ersten Formkolben
2.1. verbunden und endet dort an der vierten Druckleitungsöffnung 11.4. Die zweite
Eindrehung 8.2 wird durch eine Druckzuleitung 12.4 auf hohen Druck gelegt. Über die
vierte Druckleitung 10.4 wird damit auch der vierte Endraum 9.4. auf hohen Druck gesetzt.
[0026] Ist der vierte Endraum 9.4 auf hohem Druck, der dritte Endraum 9.3 entlüftet, so
wird der Formkolben 2.2 gegen die Prallplatte 5.1 bewegt und läuft auf diese auf.
Der Formkolben 2.1 bewegt sich während dieser Zeit nicht. Damit ist die Stellung der
Fig. 5D erreicht.
[0027] In der Fig. 5D ist der erste Endraum 9.1. am ersten Formkolben 2.1 über eine erste
Druckleitung 10.1 mit dem jetzt geänderten Ort der dritten Eindrehung 8.3 am zweiten
Formkolben 2.2 verbunden und endet dort an der fünften Druckleitungsöffnung 11.5.
Die dritte Eindrehung 8.3 wird durch eine fünfte Druckzuleitung 12.5 entlüftet. Über
die erste Druckleitung 10.1 wird damit auch der erste Endraum 9.1 entlüftet.
[0028] Der zweite Endraum 9.2 am ersten Formkolbens 2.1 ist über eine zweite Druckleitung
10.2 mit dem jetzt geänderten Ort der vierten Eindrehung 8.4 am zweiten Formkolben
2.2. verbunden und endet dort an der siebten Druckleitungsöffnung 11.7. Die vierte
Eindrehung 8.4 wird durch eine siebente Druckzuleitung 12.7 auf hohen Druck gelegt.
Über die zweite Druckleitung 10.2 wird damit auch der zweite Endraum 9.2. auf hohen
Druck gelegt.
[0029] Ist der zweite Endraum 9.2 auf hohem Druck, der erste Endraum 9.3 entlüftet, so wird
der erste Formkolben 2.1 gegen die Prallplatte 5.1 bewegt und läuft auf diese auf.
Der Formkolben 2.2 bewegt sich während dieser Zeit nicht. Damit ist erneut die Stellung
der Fig. 5A erreicht.
[0030] Der Zyklus Fig. 5A nach Fig. 5D und wieder zurück zu Fig. 5A wird so lange fortgesetzt,
bis die Zuleitung des hohen Druckes unterbrochen wird. Während dieser gesamten Zeit
werden ständig auf die Prallplatte 5.1 Doppelstösse verabreicht, die auf das mit ihr
verbundene Werkzeug übertragen werden, auf die jeweils ein doppelter Lockerungsstoss
gegen die Prallplatte 5.2 folgt.
[0031] An Hand dieses Beispiels soll das Wesentliche eines erfindungsgemässen Schlagelementes
besprochen werden, das eine höhere Zahl als zwei Formkolben 2 aufweist. Ein solches
Schlagelement besteht aus einem Körper 3 mit mehreren parallelen Durchbohrungen 4,
die durch am Körper 3 befestigte Prallplatten 5.i abgeschlossen sind. In jeder dieser
Bohrungen 4 läuft druckdicht je ein Formkolben 2. Zwischen den Stirnseiten der Formkolben
2 und der zugehörigen Prallplatten 5 liegt dauernd je ein veränderlicher Endraum 9.
Die Formkolben 2 dienen abwechselnd zur Erzeugung von Stössen und zur Steuerung des
Schlagelements 1. Die Formkolben 2 besitzen in ihrer Länge an vorgegebenen Stellen
Einschnitte 8 in der Form von Einfräsungen oder Eindrehungen, so dass an diesen Stellen
ein freier Raum zwischen dem Formkolben 2 und der Wand der zugehörigen Bohrung 4 entsteht.
[0032] An vorgegebenen Stellen der Wand der Bohrungen 4.i mündet - nahe benachbart - je
eine zu einem Endraum 9 führende Druckleitung 10 und eine Druckzuleitung 12 ein. Die
Einschnitte 8 der Formkolben 2 verbinden in vorgegebenen Stellen je eine Druckleitung
10 mit einer Druckzuleitung 12, so dass der zugehörige Endraum 9 auf den Druck der
Druckzuleitung 12 legbar ist. An einem Formkolben 2 ist stets eine Endraum 9.i entlüftet,
der andere Endraum 9.k auf hohen Druck gelegt.
[0033] Ein Formkolben 2.i wird durch hohen Druck in dem zugehörigen einem Endraum 9.k so
lange gegen den entlüfteten anderen Endraum 9,i verschoben, bis die Stirnseite des
Formkolbens 2,i am entlüfteten Endraum 9.i gegen die Prallplatte 5.i stösst. Dazu
sind die Stirnflächen der Formkolben 2 kleiner als ihr übriger Querschnitt, so dass
dauernd ein offener Endraum 9 vorhanden ist. Durch das Anstossen des einen Formkolbens
2.i an die zugehörige Prallplatte 5.i werden die Einschnitte 8 dieses Formkolbens
2.i in diejenigen Stellungen gebracht, in denen sie je eine Druckleitung 10.i mit
je einer Druckzuleitung 12.i verbinden. So ist der zugehörige Endraum 9.l des anderen
Formkolbens 2.l auf den Druck der Druckzuleitung 12.i legbar. Wird beispielsweise
am andere Formkolben 2.l der erste Endraum 9.m auf hohen Druck gelegt und der zweite
Endraum 9.l entlüftet, so wird nunmehr der andere Formkolben 2.l gegen den jetzt entlüfteten
Endraum 9.l verschoben. Es entsteht so ein Bewegungszyklus, der so lange weitergeht,
wie hoher Druck am Schlagelement 1 liegt.
[0034] Ein Schlagelement 1 mit mehreren Formkolben 2.i kann nach demselben Grundprinzip
aufgebaut werden wie eines mit zwei Formkolben 2. Man kann dabei zwei Formkolben 2.1
und 2.2 zur Steuerung verwenden und die übrigen Formkolben 2.i und 2.k je zur Hälfte
parallel zu jeweils den beiden Steuerkolben 2.1 und 2.2 laufen lassen. Die Zahl der
Einschnitte 8 an den Formkolben bleibt dabei gleich. Die Zahl der Druckleitungen 10
nimmt proportional zur Zahl der Formkolben 2 zu. Man führt mit einer solchen Anordnung
gleichviele Stösse in der Zeiteinheit wie bei dem Schlagelement 1 mit zwei Formkolben
2.1 und 2.2 durch, die Stossenergie erhöht sich proportional zur Zahl der Formkolben
2. Diese Anordnung empfiehlt sich, wenn man die Stösse auf eine grössere Fläche gleichmässig
übertragen will.
[0035] In der Fig. 7, die aus den Figuren 7A bis 7C besteht, wird ein Teil eines Schlagelements
1 gezeigt, bei dem die Stossenergie des entgegen der Richtung zum Werkzeug wirkenden
"lockernden" Stosses reduzierbar ist. Dies ist in vielen Fällen erwünscht. Es wird
dabei das Ende einer Bohrung 4 in dem Körper 3 , der zur Bohrung 4 gehörende Formkolben
2, die Prallplatte 5 und der Endraum 9 gezeigt. Die Prallplatte 5 liegt entgegengesetzt
zu derjenigen, die mit dem Werkzeug verbunden ist. In der Fig. 7 ist seitenverkehrt
eine analoge Situation wie auf der rechten Seite der Fig. 5A, Formkolben 2.2 dargestellt,
die dort gebrauchten Bezugszeichen werde daher übernommen.
[0036] In der Fig. 7.A befindet sich der Formkolben 2.2 in einer Endstellung in der grössten
Entfernung von der Formplatte 5.2. Als Einschnitte 8 sind in dieser Ausführungsform
keine ringförmige Eindrehungen, sondern es werden kurze, axial verlaufende Einfräsungen
verwendet. Die Einfräsung 8.4 versorgt über die Druckleitung 10.2 den anderen, nicht
gezeichneten Formkolben 2.1 mit Druckmedium, der Endraum 9.4 ist über die Druckleitung
10.4 entlüftet.
[0037] Es soll nun erreicht werden, dass bei der Bewegung des zweiten Formkolbens 2.2 gegen
die zweite Formplatte 5.2 gegen das Ende der Bewegung kurze Zeit hoher Druck an den
vierten Endraum 9.4 gelegt wird, der den Formkolben 2.2 abbremst. Danach wird erneut
der Endraum 9.4 entlüftet, worauf der Formkolben 2.2. mit nur geringer Geschwindigkeit
auf die Formplatte 5.2 stösst.
[0038] Dazu wird beispielsweise die - vom nicht gezeichneten Einschnitt 8.2 am Formkolben
2.1 ausgehende - vierte Druckleitung 10.4 deutlich vor dem rechten Ende der Bohrung
4.2 in diese eingeführt. Im Kopf des Formkolbens befindet sich kurz vor seinem rechten
Ende eine zusätzliche n-te Einfräsung 8.n, die über eine kurze Leitung 13 in den Endraum
9.4 mündet.
[0039] Dadurch entsteht ein Steg am Formkolben 2.2, der in der Fig. 7B gegen Ende der Bewegung
- diese ist durch einen Pfeil angedeutet - des Formkolbens 2.2 die Druckleitung 10.4
verschliesst und somit kurze Zeit das Entlüften des Endraumes 9.4 verhindert. Während
derselben Zeit läuft eine zusätzliche o-te Einfräsung 8.o weiter rechts am Formkolben
2.2 an einer hohen Druck führenden zusätzlichen Druckzuführung 12.o vorbei, diese
ist durch die Einfräsung 8.o über eine lange Leitung 14 mit dem Endraum 9.4 verbunden.
Dies legt den Endraum 9.4 während der Zeit des Vorbeilaufs auf einen hohen Druck und
bremst den Formkolben 2.2 ab.
[0040] Wie in der Fig. 7C gezeigt, gelangt die n-te Einfräsung 8.n, kurz bevor der Formkolben
2.2 die Prallplatte 5.2 erreicht, in den Bereich der Druckleitung 10.4 und entlüftet
wieder den Endraum 9.4 über die kurze Leitung 13. Die o-te Einfräsung 8.o des Formkolbens
2.2 ist dann an der zusätzlichen Druckzuführung 12.o vorbeigelaufen und der Formkolben
2.2 verschliesst diese wieder, so dass kein hoher Druck über die lange Leitung 14
zum Endraum 9.4 gelangt. Der Endraum 9.4 wird erneut entlüftet, der Formkolben 2.2
wieder ein wenig beschleunigt und er stösst mit sehr geringer Stossenergie auf die
Prallplatte 5.2. Somit wird die Energie des "lockernden" Stosses deutlich reduziert.
[0041] Nimmt man den hohen Druck an der zusätzlichen Druckzuführung 12.o weg, so wird der
Formkolben nicht abgebremst und führt "lockernde" Stösse mit voller Energie aus. Es
empfiehlt sich, den Druck an der zusätzlichen Druckzuführung 12.o durch ein Reduzierventil
auf die gewünschte Verzögerung des Formkolbens 2.2 einstellbar zu machen.
[0042] Will man auf beiden Seiten des Schlagelements 1 die Stösse als "harte Stösse" und
"lockernde Stösse" einstellbar machen, muss man die Formkolben 2 und den Körper 3
an beiden Seiten mit den eben beschriebenen Einrichtungen versehen.
[0043] Ein zweites Beispiel für das Schema eines erfindungsgemässen Schlagelements 1 zeigt
die Fig. 9. Bei diesem geht ein Schaft 7, an dem ein Werkzeug befestigt ist, axial
durch die ganze erste Bohrung 4.1 hindurch. Ein erste Formkolben 2.1 erstreckt sich
als Ringkolben axial zu dem Schaft 7 und dichtet beispielsweise durch Schmierung sowohl
über seine ganze Länge gegen die Innenwand der Bohrung 4.1 als auch an seinen beiden
Stirnplatten 17.1 und 17.2 gegen den Schaft 7. Der erste Formkolben 2.1 kann sich
somit gegen den Schaft 7 und einen am Schaft 7 angebrachten Ringwulst 16 in seinem
Inneren frei axial bewegen. Die Flächen beider Anschläge 5.1 und 5.2 liegen beidseitig
auf dem Ringwulst 16. Gegen diese Anschläge 5.1 und 5.2 können die Innenseiten der
Stirnplatten 17.1 und 17.2 des Formkolbens 2.1 schlagen. Der erste Formkolben 2.1
besitzt einen einzigen ersten Einschnitt 8.1, der als breite Eindrehung über die Mantelseite
seiner Mittelpartie ausgeführt ist. An beiden Enden des ersten Formkolbens 2.1 befinden
sich in der ersten Bohrung 4.1 nach aussen verschlossene erste und zweite Endräume
9.1 und 9.2. Diese Endräume 9.1 und 9.2 verschwinden auch dann nicht, wenn der erste
Formkolben 2.1 eine seiner Endstellungen einnimmt.
[0044] In einer zweiten Bohrung 4.2 befindet sich ein wie im ersten Beispiel gestalteter
Formkolben 2, er besitzt zwei Einschnitte 8.2 und 8.3 und läuft abwechselnd gegen
die Anschläge 5.3 und 5.4 in der zweiten Bohrung 4.2. Auf der Innenseite der Anschläge
5.3 und 5.4 befindet sich jeweils ein Endraum 9.3 und 9.4. Diese verschwinden auch
dann nicht, wenn der zweite Formkolben 2.2 an einem der Anschläge 5.3 oder 5.4 ansteht.
[0045] Die erste Druckzuleitung 12.1 führt das Druckmedium zum Einschnitt 8.2 am zweiten
Formkolben 2.2, wenn dieser am rechten Anschlag 5.3 ansteht und leitet es über die
erste Druckleitung 10.1 zu dem ersten Endraum 9.1 am ersten Formkolben 2.1 weiter.
Die zweite Druckzuleitung 12.2 führt das Druckmedium zum dritten Einschnitt 8.3, wenn
der zweite Formkolben 2.2 am linken Anschlag 5.4 in der zweiten Bohrung 2.2 ansteht
und leitet es über die zweit Druckleitung 10.2 weiter zum ersten Endraum 9.1 am ersten
Formkolben 2.1 weiter. Steht der zweite Formkolben 2.2 in einer anderen Stellung,
so sind diese Leitungen gesperrt.
[0046] Die dritte Druckleitung 10.3 verbindet den dritten Endraum 9.3 am zweiten Formkolben
2.2 mit dem ersten Endraum 9.1 am ersten Formkolben 2.1, wenn die Kante 18.1 an der
rechte Stirnplatte 17.1 des ersten Formkolbens 2.1 sich links von der Mündung der
dritten Druckleitung 10.3 in der ersten Bohrung 4.1 befindet Sie verbindet den dritten
Endraum 9.3 mit dem ersten Einschnitt 8.1 am ersten Formkolben 2.1. und leitet dann
das Druckmedium über die dritte Druckzuleitung 12.3. ab. Diese Leitungen sind in allen
anderen Stellungen der Formkolben 2.1 und 2.2 gesperrt.
[0047] Die Druckleitung 10.4 verbindet den Endraum 9.4 am zweiten Formkolben 2.2 mit dem
Endraum 9.2 am ersten Formkolben 2.1, wenn die Kante 18.2 an der rechten Stirnplatte
17.2 des ersten Formkolbens 2.1 sich rechts von der Mündung der Druckleitung 10.4
in die Bohrung 4.1 befindet. Sie verbindet den Endraum 9.4 mit dem Einschnitt 8.1
am ersten Formkolben 2.1. und leitet dann das Druckmedium über die Druckzuleitung
12.3 ab Diese Leitungen sind bei allen anderen Stellungen der Formkolben 2.1 und 2.2.
gesperrt.
[0048] Die fünfte Druckleitung 10.5 verbindet den ersten Endraum 9.1 des ersten Formkolbens
2.1 über den zweiten Einschnitt 8.2 des zweiten Formkolbens 2.2 mit der vierten Druckzuleitung
12.4, wenn sich der zweite Formkolben 2.2 in seiner linken Endstellung befindet. Die
sechste Druckleitung 10.6 verbindet den Endraum 9.2 des zweiten Formkolbens 2.1 über
den dritten Einschnitt 8.3 mit der fünften Druckzuleitung 12.5, wenn sich der zweite
Formkolben 2.2 in seiner rechten Endstellung befindet. In allen anderen Stellungen
des Formkolbens 2.2 sind diese Leitungen gesperrt.
[0049] Wir betrachten die Arbeitsweise des Schlagelementes 1 nach dem zweiten Beispiel.
Beide Formkolben 2.1 und 2.2 befinden sich anfänglich auf der rechten Seite, sämtliche
Endräume seien druckfrei. Das Druckmedium wird auf die Druckzuleitungen 12.1 und 12.2
zugeschaltet, die Druckleitungen 12.3 , 12.4 und 12.5 dienen der Abführung des Druckes.
[0050] Über die erste Druckzuleitung 12.1 wird das Druckmedium über den zweiten Einschnitt
8.2 im zweiten Formkolben 2.2 und die erste Druckleitung 10.1 zum rechten ersten Endraum
9.1 des ersten Formkolbens 2.1 geführt, baut dort einen Druck auf und bewegt den ersten
Formkolben 2.1 nach links. Das im zweiten Endraum 9.2 befindliche Druckmedium wird
durch die sechste Druckleitung 10.6, den dritten Einschnitt 8.3 und die fünfte Druckzuleitung
12.5 abgeführt. Die zweite Druckzuleitung 12.2 wird durch den zweiten Formkolben 2.2
gesperrt, so lange sich dieser in seiner rechten Stellung befindet. Kurz bevor der
erste Formkolben 2.1 mit dem Inneren seiner rechten Stirnplatte 17.1 auf den am Ringwulst
16 befindlichen rechten Anschlag 5.1 schlägt, läuft die rechte Kante 18.1 des ersten
Formkolbens 2.1 über die Mündung der dritten Druckleitung 10.3 hinweg und öffnet diese,
der dritte Endraum 9.3 des zweiten Formkolbens 2.2 wird dadurch auf Druck gelegt und
schiebt den zweiten Formkolben 2.2 nach links. Vom selben Zeitpunkt an beginnt der
erste Einschnitt 8.1 am ersten Formkolben 2.1 über die vierte Druckleitung 10.4 zu
laufen und öffnet diese, so dass der durch diese Verschiebung sich aufbauende Druck
im vierten Endraum 9.4 des Formkolbens 2.2 über die dritte Druckzuleitung 12.3 abgebaut
wird. Indessen stösst der erste Formkolben 2.1 mit dem Inneren der rechten Stirnplatte
17.1 auf den Anschlag 5.1 auf dem Ringwulst 16 und der Stoss wird über den Schaft
7 auf das Werkzeug übertragen.
[0051] Nach dem Stoss stehen beide Formkolben 2.1. und 2.2 in ihrer linken Endstellung.
Nun wird über die zweite Druckzuleitung 12.2 das Druckmedium über den zweiten Einschnitt
8.2 im zweiten Formkolben 2.2 und die zweite Druckleitung 10.2 zum linken, zweiten
Endraum 9.2 des ersten Formkolbens 2.1 geführt, baut dort einen Druck auf und bewegt
den ersten Formkolben 2.1 nach rechts. Das im ersten Endraum 9.1 befindliche Druckmedium
wird durch die fünfte Druckleitung 10.5, den zweiten Einschnitt 8.2 und die vierte
Druckzuleitung 12.4 abgeführt. Die erste Druckzuleitung 12.1 wird durch den zweiten
Formkolben 2.2 gesperrt, so lange sich dieser in seiner linken Stellung befindet.
Kurz bevor der erste Formkolben 2.1 mit dem Inneren seiner linken Stirnplatte 17.2
auf den am Ringwulst 16 befindlichen linken zweiten Anschlag 5.2 schlägt, läuft die
Kante 18.2 des ersten Formkolbens 2.1 über die Mündung der vierten Druckleitung 10.4
hinweg und öffnet diese, der vierte Endraum 9.4 des zweiten Formkolbens 2.2 wird dadurch
auf Druck gelegt und schiebt den zweiten Formkolben 2.2 nach rechts. Vom selben Zeitpunkt
an beginnt der erste Einschnitt 8.1 am ersten Formkolben 2.1 über die dritte Druckleitung
10.3 zu laufen und öffnet diese, so dass der durch diese Verschiebung sich aufbauende
Druck im dritten Endraum 9.3 des Formkolbens 2.2 über die dritte Druckzuleitung 12.3
abgebaut wird. Indessen stösst der erste Formkolben 2.1 mit dem Inneren der linken
Stirnplatte 17.2 auf den linken zweiten Anschlag 5.2 auf dem Ringwulst 16 und der
Stoss wird über den Schaft 7 auf das Werkzeug übertragen.
[0052] Sollen die Stösse des zweiten Formkolbens ebenfalls auf das Werkzeug übertragen werden,
so muss ein geeignetes Gestänge diese Stösse von den Anschlägen 5.3 und/oder 5.4 auf
den Schaft 7 oder das Werkzeug übertragen. Mit solchen Vorrichtungen kann man in einfacher
Weise Doppelstösse in der Form eines kräftigen Stosses und - je nach Dimensionierung
der Abmessungen des Schlagwerkzeuges - kurz bevor oder darnach ein schwächerer Stoss,
erzeugen.
[0053] Für das Herabsetzen der Energie der Stösse in der einen Richtung sowie für die Einstellung
der Stossenergie können dieselben Mittel angewendet werden wie im ersten Beispiel
beschrieben.
[0054] Für das erfindungsgemässe Schlagelement 1 kann als Druckmedium entweder Pressluft,
ein anderes Gas oder eine Flüssigkeit verwendet werden.
[0055] Es ist vorteilhaft, die Formkolben 2 aus schwerem Material, beispielsweise Schwermetall,
auszuführen. Vorteilhafterweise müssen die Prallplatten 5 aus zähem Material mit hoher
Festigkeit ausgeführt werden, die Anschläge 5 vergütet sein. Für die übrigen Teile
kann man auch Leichtmetall oder hochfesten Kunststoff verwenden.
[0056] Will man das erfindungsgemässe Schlagelement 1 beim Antrieb von Drehwerkzeugen verwenden,
so soll man es mit seiner Achse möglichst in der Achse des Drehwerkzeuges aufbauen.
Die Zuleitung des hohen Druckes in das Schlagelement 1 muss axial über eine drehbare
Druckkupplung erfolgen. Der Antrieb des Drehwerkzeuges Kann von der Seite her erfolgen,
wobei an der Kupplungsstelle zwischen dem Werkzeugträger und dem Getriebe Bauelemente,
beispielsweise Zahnräder, verwendet werden müssen, die gegen axiale Stösse unempfindlich
sind.
[0057] Das erfindungsgemässe Schlagelement 1 besitzt mehrere Formkolben 2, die bei vergleichbaren
Abmessungen grössere Massen aufweisen als Schlagelemente nach dem Stand der Technik.
Da der Druck in den Endräumen 9 nicht während der Bewegung auf- oder abgebaut wird,
sondern bei jedem Phasenende sofort geändert wird, ist die Schlagfolge häufiger, was
im Beispiel 1 noch dadurch unterstützt wird, dass während eines vollständigen Arbeitstaktes
mindestens zwei Arbeitsstösse erfolgen. Es liefert somit in der Zeiteinheit eine grössere
Stossenergie.
[0058] Das Schlagelement wird in der Chirurgie, aber auch im Apparatebau angewendet.
1. Schlagelement, in dem mechanische Stösse durch das Aufprallen von Formkolben (2) auf
mittels vorwiegend senkrecht zu den Formkolben (2) stehenden Anschläge (5) erzeugt
werden, diese Stösse auf ein von diesen Anschlägen (5) mit einem Schaft (7) verbundenen
Werkzeug übertragen werden und das Schlagelement (1) durch die Zuführung eines unter
Druck stehenden Mediums betätigbar ist, wobei das Schlagelement (1) einen Körper (3)
mit mehreren Bohrungen (4.1...n) aufweist und in jeder dieser Bohrungen (4.1....n)
druckdicht je ein Formkolben (2.1...n) läuft, wobei
an jeweils beiden Stirnseiten der Formkolben (2.1...n) die Bohrungen (4.1...n) einen
frei bleibenden Endraum (9.1...n) besitzen, die Formkolben (2.1...n) zur Steuerung
des Schlagelements (1) dienen und mindestens einer der Formkolben (2.1) jeweils die
mechanischen Stösse abgibt, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Formkolben (2.1)
ringförmig ist, der das Werkzeug tragende Schaft (7) innerhalb der ersten Bohrung
(4.1) und des ersten Formkolbens (2.1) durch den ganzen Körper (3) des Schlagelementes
(1) hindurchgeht und der erste Formkolben (2.1) je nach seiner Bewegungsrichtung auf
Anschläge (5.1...n) auf beiden Seiten eines Ringwulstes (15) auf den Schaft (7) stösst.
2. Schlagelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Formkolben (2.1...n)
in ihrer Länge an vorgegebenen Stellen Einschnitte (8.1...n) in der Form von Einfräsungen
oder Eindrehungen besitzen, so dass an diesen Stellen ein freier Raum zwischen dem
Formkolben (2.1....n) und der Wand der zugehörigen Bohrung (4.1...n) entsteht.
3. Schlagelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an vorgegebenen Stellen
an der Wand der Bohrungen (4.1...n) Druckleitungen (10.1...n), die zwischen den Bohrungen
verlaufen, und/oder Druckzuleitungen (12.1...n), die zur Zuführung oder Ableitung
von Druck dienen, münden, und die Druckleitung (10.1...n) eine Bohrung (4.1...n) mit
einer anderen Bohrung (4.1...n) verbinden.
4. Schlagelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschnitte (8.1...n)
der Formkolben (2.1...n) in vorgegebenen Stellungen je eine an der Bohrung (4) endende
Druckleitung (10.1...n) mit je einer ebenfalls dort endenden Druckzuleitung (12.1...n)
verbinden, so dass der Endraum (9.1...n) mindestens eines anderen Formkolbens (2.1...n)
an dem anderen Ende der Druckleitung (10.1...n) auf den Druck der Druckzuleitung (12.1...n)
legbar ist, wobei der Endraum (9.1...n) entweder auf einen hohen Druck gelegt oder
entlüftet wird.
5. Schlagelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei seinem Betrieb an
den Formkolben (2) stets der eine Endraum (9.1...n) entlüftet, der andere Endraum
(9.1....n) auf hohen Druck gelegt ist.
6. Schlagelement nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet, dass ein Formkolben (2) durch
hohen Druck in dem einem Endraum (9.1...n) so lange gegen den entlüfteten anderen
Endraum (9.1...n) verschoben wird, bis der Formkolben (2) in Richtung auf den zu entlüfteten
Endraum (9.1...n) gegen den betreffenden Anschlag (5) stösst.
7. Schlagelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anstossen eines Formkolbens
(2.1...n) an einen Anschlag (5) Einschnitte (8.1...n) dieses Formkolbens (2.1...n)
ihre Stellungen so ändern, dass sie nun Druckleitungen (10.1...n) zu einen anderen
Formkolben (2.1...n) so mit je einer Druckzuleitungen (12.1...n) verbinden, dass bei
diesem anderen Formkolben (2.1...n) der bisher entlüftete Endraum (9.1...n) auf hohen
Druck gelegt, der bisher auf hohen Druck gelegte Endraum (9.l) entlüftet wird.
8. Schlagelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge (5.1...n)
als Prallplatten ausgebildet sind, welche jeweils einseitig die Bohrungen (4.1...n)
gegen aussen abschliessen.
9. Schlagelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine dieser Prallplatten
(5.1...n) das Werkzeug mittels eines als Nippel ausgeführten Schafts (7) trägt`
10. Schlagelement nach einem der Ansprüche 2 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erster
Formkolben (2.1) ringförmig ist, der das Werkzeug tragende Schaft (7) innerhalb der
ersten Bohrung (4.1) und des ersten Formkolbens (2.1) durch den ganzen Körper (3)
des Schlagelementes (1) hindurchgeht und der erste Formkolben (2.1) je nach seiner
Bewegungsrichtung auf Anschläge (5.1...n) auf beiden Seiten eines Ringwulstes (15)
auf den Schaft (7) stösst.
11. Schlagelement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkolben (2.1)
durch einen anderen Formkolben (2.2) gesteuert wird, der auf Anschläge (5) in der
Form von Prallplatten wirkt.
12. Schlagelement nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gestänge vorhanden
ist, das zusätzlich die Stösse des Formkolbens (2.2) auf das Werkzeug übertragen werden.
13. Schlagelement nach einem der Ansprüche 7 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stossenergie
des in der einen Richtung wirkenden Stosses dadurch reduzierbar ist, dass bei der
Bewegung des Formkolbens (2) gegen den in dieser Richtung liegenden Anschlag (5) gegen
das Ende der Bewegung kurze Zeit hoher Druck an den zugehörigen Endraum (9) legbar
ist, der den Formkolben (2) abbremst, danach erneut der Endraum (9) entlüftet wird,
worauf der Formkolben (2) mit nur geringer Geschwindigkeit auf die Prallplatte (5)
stösst.
14. Schlagelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die den Endraum (9) entlüftende
Druckleitung (10) deutlich vor dem Ende der Bohrung (4) in diese eingeführt ist, kurz
vor der Stirnseite des Formkolbens (2) sich ein zusätzlicher n-ter Einschnitt (8.1...n)
im Formkolben (2) befindet, der über eine kurze Leitung (13) in den Endraum (9) mündet,
ein zusätzlicher o-ter Einschnitt (8.o) sich am Formkolben (2) weiter von der Stirnseite
des Formkolbens (2) entfernt befindet, der durch eine lange Leitung (14) mit dem Endraum
(9) verbunden ist, und eine zusätzlichen Druckzuführung (12.o) sich an der Wand der
Bohrung (4) befindet, die weiter vom Ende der Bohrung (4) entfernt ist als das Ende
der Druckleitung (10).
15. Schlagelement nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass während der Bewegung
des Formkolbens (2) in Richtung gegen den Anschlag (5) die entlüftende Druckleitung
(10) durch den Steg an der Mantelfläche des Formkolbens (2) zwischen dem n-ten Einschnitt
(8.1...n) und der Stirnseite des Formkolbens (2) verschlossen wird, so dass der Endraum
(9) dann nicht entlüftbar ist, und der o-te Einschnitt (8.o) gleichzeitig über der
zusätzlichen Druckzuführung (12.o) zu liegen kommt, so dass über die lange Leitung
(14) der Endraum (9) an den hohen Druck gelegt wird und so der Formkolben (2) abgebremst
wird.
16. Schlagelement nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass
kurz vor dem Stoss des Formkolbens (2) gegen die Prallplatte (5) der n-te Einschnitt
(8.1...n) des Formkolbens unter die entlüftende Druckleitung (10) zu liegen kommt,
der o-te Einschnitt (8.o) jedoch durch den Formkolben wieder verschlossen wird, so
dass der Endraum (9) wieder entlüftet wird, so dass der Formkolben (2) mit einer geringen
Geschwindigkeit und daher niedrigen Energie gegen die Prallplatte (5) stösst.
17. Schlagelement nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkolben (2) nicht
abgebremst wird, wenn der hohe Druck an der Druckzuführung (12.o) weggenommen wird.
18. Schlagelement nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass
der Druck an der zusätzlichen Druckzuführung (12.o) durch ein Reduzierventil auf die
gewünschte Verzögerung des Formkolbens einstellbar ist.
19. Schlagelement nach einem der Ansprüche 1 - 18, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckmedium
Pressluft oder ein anderes Gas verwendet wird.
20. Schlagelement nach einem der Ansprüche 1 - 18, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckmedium
eine Flüssigkeit verwendet wird.
21. Schlagelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Formkolben (2) Stirnflächen
kleiner als der Querschnitt des Formkolbens (2) besitzen, so dass auch nach dem Anstossen
des Formkolbens (2) an dem Anschlag (5) dauernd ein Endraum (9) bleibt.
22. Schlagelement nach einem der Ansprüche 1 - 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragung
des Stosses von den Formkolben (2) auf den Anschlag (5) durch Schlagbolzen (15) vermittelt
wird.
23. Schlagelement nach einem der Ansprüche 1 - 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Formkolben
(2) aus schwerem, elastischem Metall, vornehmlich aus Schwermetall hergestellt ist.
24. Schlagelement nach einem der Ansprüche 1 - 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge
(5) aus Metall mit hoher Festigkeit hergestellt, mit Hartmetall beschichtet oder vergütet
sind.
25. Schlagelement nach einem der Ansprüche 1 - 24, dadurch gekennzeichnet, dass ausser
dem Formkolben (2) und den Anschlägen (5) die übrigen Teile aus leichtem festen Material,
beispielsweise Leichtmetall oder hochfestem Kunststoff, hergestellt sind.
1. A striking element for producing mechanical shocks by means of pistons (2) impacting
onto stops (5) being mainly orthogonal to the pistons (2), the shocks being transmitted
from these stops (5) to a tool connected to a shank (7) and the striking element (1)
being actuable by a medium supplied under pressure, whereby the striking element (1)
is provided with a body (3) having several bores (4. 1...n) and a piston (2. 1...n)
each traveling pressure-tight in each of these bores (4. 1...n) whereby the bores
(4. 1...n) possess an end space (9. 1...n) at both fore-parts of the pistons (2. 1...n)
each and remaining free, the pistons (2. 1...n) serve to control the striking element
(1) and at least one of the pistons (2 1...n) delivers the respective mechanical shocks,
characterized in that
the first piston (2.1) is annular the shank (7) carrying the tool passes through the
complete body (3) of the striking element (1) within the first bore (4.1) and within
the first piston (2.1) and the first piston (2.1), depending upon its direction of
motion strikes onto the stops (5. 1...n) situated on both sides of an annular bead
(15) at the shank (7).
2. Striking element according to claim 1, characterized in that the pistons (2. 1...n)
have recesses (8. 1...n) at predetermined locations with respect to their length and
in the form of milled grooves or turned grooves such that at these locations a free
space between the piston (2. 1...n) and the wall of the associated bore (4. 1...n)
is formed.
3. Striking element according to claim 2, characterized in that pressure lines (10. 1...n)
extending between the bores and/or pressure supply lines (12. 1...n) serving to supply
or to reduce pressure run into at predetermined locations at the wall of the bores
(4. 1...n) and that the pressure lines (10. 1...n) connect one bore (4. 1...n) with
another bore (4. 1...n).
4. Striking element according to claim 3, characterized in that said recesses (8. 1...n)
at the pistons (2. 1...n) each connect a pressure line (10. 1....n) ending at the
bore (4) with a pressure supply line (12. 1...n) each ending also there, such that
the end space (9. 1...n) of at least another piston (2. 1...n) at the other end of
the pressure line (10. 1...n) is adaptable with the pressure of the pressure supply
line (12. 1...n), whereby the end space (9. 1...n) is placed under high pressure of
vented.
5. Striking element according to claim 4, characterized in that in its operation, one
end space (9. 1...n) at each piston (2) always vents and the other end space (9. 1...n)
is placed under high pressure.
6. Striking element according to claim 5, characterized in that one of said pistons (2)
is displaced toward the vented end space (9. 1...n) by high pressure in said other
end space (9. 1...n) until that piston (2) strikes the related stop (5) in the direction
of said vented end space (9. 1...n).
7. Striking element according to claim 6, characterized in that when one of said pistons
(2. 1...n) strikes one of its associated stops (5), said recesses (8. 1...n) of that
piston (2. 1...n) alter their location so that they connect pressure lines (10. 1...n)
to another of said pistons (2. 1...n) with a pressure supply line (12. 1...n) each,
so that at this latter piston (2. 1...n) the previously vented end space (9. 1...n)
is placed under high pressure and the end space (9.1) previously placed under high
pressure is vented.
8. Striking element according to claim 7, characterized in that the stops (5. 1...n)
are impact plates which in each instance totally close off one end of the bore (4.
1...n).
9. Striking element according to claim 8, characterized in that one of these impact plates
(5. 1...n) supports the tool by means of a shank (7) formed as a nipple.
10. Striking element according to one of the claims 2 - 7, characterized in that the first
piston (2.1) is annular, the shank (7) carrying the tool passes through the complete
body (3) of the striking element (1) within the first bore (4.1) and within the first
piston (2.1), and the first piston (2.1), depending upon its direction of motion strikes
onto the stops (5. 1...n) situated on both sides of an annular ring (15) at the shank
(7).
11. Striking element according to claim 10, characterized in that said piston (2.1) is
controlled by another piston (2.2) which acts on said stops (5) in the form of impact
plates.
12. Striking element according to claim 11, characterized in that a rod is present, which
additionally transmits the shocks of said piston (2.2) to the tool.
13. Striking element according to one of the claims 7 - 12, characterized in that the
energy of shock of the shock acting in a given direction is reducible in that, upon
motion of one of said pistons (2) toward said impact plate (5), high pressure may
be applied to the associated end space (9) for a short time toward the end of the
motion, which slows down that piston (2), and then that end space (9) is vented anew,
whereupon that piston (2) strikes the impact plate (5) only at slow speed.
14. Striking element according to claim 13, characterized in that the pressure line (10)
which vents the end space (9) is introduced distinctly before the end of the bore
(4) and further comprising an additional n-th recess (8. 1...n) in that piston (2)
located a short distance from the face of that piston (2) and connected through a
short line (13) into that end space (9), a further o-th recess (8.o) is located in
that piston (2) at a greater distance from the face of that piston (2) and connected
through a long line (14) into that end space (9), and an additional pressure supply
line (12.o) opening into the bore (4) being at a greater distance from the end of
the bore (4) than the end of said pressure line (10).
15. Striking element according to claim 14, characterized in that during motion of that
piston (2) in the direction toward that stop (5), the opening of said pressure line
(10) to be vented is blocked by the stay at the surface of that piston (2) between
the n-th recess (8. 1...n) and the face of that piston (2), so that that end space
(9) cannot be vented, and at the same time the o-th recess (8.o) comes to lie over
the opening of the additional pressure supply line (12.o) so that that end space (9)
is placed under high pressure through the long line (14) and thus the movement of
that piston (2) is slowed.
16. Striking element according to claim 15, characterized in that shortly before the shock
of the piston (2) against the impact plate (5), the n-th recess (8. 1...n) of that
piston comes to lie under said pressure line (10) to be vented, but the o-th recess
(8.o) is again blocked by that piston so that that end space (9) is again vented and
thus the piston (2) strikes the impact plate at a reduced speed and therewith reduced
energy.
17. Striking element according to claim 16, characterized in that that piston (2) is not
slowed down when the high pressure on the pressure supply line (12.o) is relieved.
18. Striking element according to claim 17, characterized in that it further comprises
a reducing valve so that the pressure in that additional pressure supply line (12.o)
is adjustable to the desired retardation of that piston.
19. Striking element according to one of the claims 1 - 18, characterized in that compressed
air or another gas is used as the pressure medium.
20. Striking element according to one of the claims 1 - 18, characterized in that a liquid
is used as the pressure medium.
21. Striking element according to claim 1, characterized in that each of said faces of
said pistons (2) is smaller in area than the cross section of the piston (2), so that
even after the piston (2) strikes the stop (5) an end space (9) always remains.
22. Striking element according to one of the claims 1 - 21, characterized in that transmission
of the shock by said pistons (2) to the stop (5) is mediated by a striking pins (15).
23. Striking element according to one of the claims 1 - 22, characterized in that the
pistons (2) are made of heavy elastic metal, preferably of heavy metal.
24. Striking element according to one of the claims 1 - 23, characterized in that the
stops (5) are made of metal with high firmness, comprise a hardened metal surface
or are tempered.
25. Striking element according to one of the claims 1 - 24, characterized in that except
for said pistons (2) and said stops (5), the other parts are made of light solid material,
e.g. of light metal or of high-tensile synthetic material.
1. Elément de percussion dans lequel des chocs mécaniques sont créés par percussion de
pistons façonnés (2) sur des butées (5) situées essentiellement à la perpendiculaire
des pistons façonnés (2), ces chocs étant transmis à un outil relié à ces butées (5)
par une broche (7), et l'élément de percussion (1) peut être actionné par l'apport
d'un fluide placé sous pression, l'élément de percussion (1) présentant un corps (3)
doté de plusieurs alésages (4.1...n) et dans chacun de ces alésages (4.1...n), un
piston façonné (2.1...n) se déplace de manière étanche à la pression, et sur chacun
des deux côtés frontaux des pistons façonnés (2.1...n), les alésages (4.1...n) présentent
une chambre d'extrémité (9.1...n) restant libre, les pistons façonnés (2.1...n) servant
à commander l'élément de percussion (1) et au moins l'un des pistons (2.1) délivre
chaque fois les chocs mécaniques, caractérisé en ce que le premier piston façonné
(2.1) est de forme annulaire, la broche (7) portant l'outil traverse la totalité du
corps (3) de l'élément de percussion (1) à l'intérieur du premier alésage (4.1) et
du premier piston façonné (2.1) et le premier piston façonné (2.1) vient percuter
des butées (5.1...n) situées des deux côtés d'un épaulement annulaire (15) de la broche
(7) en fonction du sens de son déplacement.
2. Elément de percussion selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'en des emplacements
prédéterminés sur leur longueur, les pistons façonnés (2.1...n) présentent des découpes
(8.1...n) qui présentent la forme de fraisages ou de gorges, de sorte qu'en ces emplacements,
il existe un espace libre entre le piston façonné (2.1...n) et la paroi de l'alésage
(4.1...n) associée.
3. Elément de percussion selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'en des emplacements
prédéterminés de la paroi des alésages (4.1...n), débouchent des conduites de pression
(10.1...n) qui s'étendent entre les alésages et/ou des conduites d'amenée de pression
(12.1...n) qui servent à l'apport ou à l'évacuation de la pression et les conduites
de pression (10.1...n) relient un alésage (4.1...n) à un autre alésage (4.1...n).
4. Elément de percussion selon la revendication 3, caractérisé en ce que les découpes
(8.1...n) des pistons façonnés (2.1...n) relient en des emplacements prédéterminés
une conduite de pression (10.1...n) se terminant sur l'alésage (4) à une conduite
d'amenée de pression (12.1...n) qui se termine également en cet endroit, de sorte
que la chambre d'extrémité (9.1...n) d'au moins un autre piston façonné (2.1...n)
situé à l'autre extrémité de la conduite de pression (10.1...n) peut être amené à
la pression de la conduite d'amenée de pression (12.1...n), et la chambre d'extrémité
(9.1...n) peut être soit placée sous une haute pression soit vidée.
5. Elément de percussion selon la revendication 4, caractérisé en ce que lorsqu'il fonctionne,
l'une des chambres d'extrémité (9.1...n) des pistons façonnés (2) est vide, tandis
que l'autre chambre d'extrémité (9.1...n) est placée sous haute pression.
6. Elément de percussion selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'un piston façonné
(2) est déplacé par la haute pression régnant dans une chambre d'extrémité (9.1...n)
en direction de l'autre chambre d'extrémité (9.1...n) vide jusqu'à ce que le piston
façonné (2) vienne percuter la butée (5) concernée en direction de la chambre d'extrémité
(9.1...n) vide.
7. Elément de percussion selon la revendication 6, caractérisé en ce que lorsqu'un piston
façonné (2.1...n) vient percuter une butée (5), des découpes (8.1...n) de ce piston
façonné (2.1...n) modifient leur position de telle sorte qu'elles relient alors des
conduites de pression (10.1...n) à un autre piston façonné (2.1...n) par une conduite
d'amenée de pression (12.1...n) de telle sorte que sur cet autre piston façonné (2.1...n),
la chambre d'extrémité (9.1...n) vide jusque là est placée sous haute pression, et
que la chambre d'extrémité (9.1) jusque là placée sous haute pression est vidée.
8. Elément de percussion selon la revendication 7, caractérisé en ce que les butées (5.1...n)
sont configurées comme plaques de percussion qui ferment chacune vis-à-vis de l'extérieur
un côté des alésages (4.1...n).
9. Elément de percussion selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'une de ces
plaques de percussion (5.1...n) porte l'outil au moyen d'une broche (7) réalisée sous
la forme d'une broche.
10. Elément de percussion selon l'une des revendications 2 à 7, caractérisé en ce que
le premier piston façonné (2.1) est annulaire, la broche (7) portant l'outil traverse
la totalité du corps (3) de l'élément de percussion (1) à l'intérieur du premier alésage
(4.1) et du premier piston façonné (2.1) et le premier piston façonné (2.1) vient
percuter des butées (5.1...n) situées des deux côtés d'un épaulement annulaire (15)
de la broche (7) en fonction du sens de son déplacement.
11. Elément de percussion selon la revendication 10, caractérisé en ce que le piston façonné
(2.1) est commandé par un autre piston façonné (2.2) qui agit sur des butées (5) qui
présentent la forme de plaques de percussion.
12. Elément de percussion selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'il présente
une tringlerie qui transfère en supplément les coups du piston façonné (2.2) sur l'outil.
13. Elément de percussion selon l'une des revendications 7 à 12, caractérisé en ce que
l'énergie des chocs agissant dans une direction peut être réduite par le fait que
lors du déplacement du piston façonné (2) vers la butée (5) située dans cette direction,
vers la fin du déplacement, une pression plus élevée peut être appliquée pendant une
courte durée dans la chambre d'extrémité (9) associée et vient freiner le piston façonné
(2), et qu'ensuite la chambre d'extrémité (9) est de nouveau vidée, suite à quoi le
piston façonné (2) vient percuter la plaque de percussion (5) avec une vitesse réduite.
14. Elément de percussion selon la revendication 13, caractérisé en ce que la conduite
de pression (10) vidant la chambre d'extrémité (9) est raccordée à cette dernière
nettement avant la fin de l'alésage (4), que peu en avant du côté frontal du piston
façonné (2), une énième découpe (8.1...n) supplémentaire est située dans le piston
façonné (2) et débouche dans la chambre d'extrémité (9) par l'intermédiaire d'une
courte conduite (13), et une o-ième découpe (8.o) supplémentaire est située sur le
piston façonné (2) à plus grande distance du côté frontal du piston façonné (2) et
est reliée à la chambre d'extrémité (9) par une longue conduite (14), et une conduite
supplémentaire d'amenée de pression (12.o) est située sur la paroi de l'alésage (4)
à plus grande distance de l'extrémité de l'alésage (4) que l'extrémité de la conduite
de pression (10).
15. Elément de percussion selon la revendication 14, caractérisé en ce que pendant le
déplacement du piston façonné (2) dans la direction allant vers la butée (5), la conduite
de pression (10) de vidange est fermée par la partie de la surface d'enveloppe du
piston façonné (2) située entre l'énième découpe (8.1...n) et le côté frontal du piston
façonné (2), de sorte que la chambre d'extrémité (9) ne peut alors pas être vidée,
et en même temps la o-ième découpe (8.o) vient se placer devant la conduite supplémentaire
d'amenée de pression (12.o) de sorte que la chambre d'extrémité (9) est placée sous
la haute pression par l'intermédiaire de la longue conduite (14) et freine ainsi le
piston façonné (2).
16. Elément de percussion selon la revendication 15, caractérisé en ce que peu avant le
choc du piston façonné (2) contre la plaque de percussion (5), l'énième découpe (8.1...n)
du piston façonné vient se placer devant la conduite de pression (10) assurant la
vidange, mais la o-ième découpe (8.o) est de nouveau fermée par le piston façonné,
de sorte que la chambre d'extrémité (9) est de nouveau vidée, de sorte que le piston
façonné (2) vient percuter la plaque de percussion (5) avec une vitesse réduite et
donc une énergie plus faible.
17. Elément de percussion selon la revendication 16, caractérisé en ce que le piston façonné
(2) n'est pas freiné lorsque la haute pression n'est plus appliquée sur la conduite
d'amenée de pression (12.o).
18. Elément de percussion selon la revendication 17, caractérisé en ce que la pression
sur la conduite supplémentaire d'amenée de pression (12.o) peut être ajustée par une
vanne réductrice au ralentissement souhaité du piston façonné.
19. Elément de percussion selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que
l'on utilise comme fluide sous pression de l'air comprimé ou un autre gaz.
20. Elément de percussion selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que
l'on utilise comme fluide sous pression un liquide.
21. Elément de percussion selon la revendication 1, caractérisé en ce que les pistons
façonnés (2) possèdent des surfaces frontales plus petites que la section transversale
du piston façonné (2), de sorte que même après que le piston façonné (2) sera venu
percuter la butée (5), il reste en permanence une chambre d'extrémité (9).
22. Elément de percussion selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisé en ce que
le transfert du choc des pistons façonnés (2) sur la butée (5) s'effectue par l'entremise
de boulons de percussion (15).
23. Elément de percussion selon l'une des revendications 1 à 22, caractérisé en ce que
les pistons façonnés (2) sont réalisés en un métal élastique lourd, principalement
en métal lourd.
24. Elément de percussion selon l'une des revendications 1 à 23, caractérisé en ce que
les butées (5) sont réalisées en métal à haute résistance, revêtues de métal dur ou
durcies.
25. Elément de percussion selon l'une des revendications 1 à 24, caractérisé en ce qu'à
l'exception du piston façonné (2) et des butées (5), les autres pièces sont réalisées
en un matériau léger résistant, par exemple un métal léger ou une matière plastique
à haute résistance.