(19)
(11) EP 0 760 048 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
27.10.1999  Patentblatt  1999/43

(21) Anmeldenummer: 96902864.6

(22) Anmeldetag:  13.02.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6E06B 3/62, E06B 7/23
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE9600/238
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9629/497 (26.09.1996 Gazette  1996/43)

(54)

ALLROUND-DICHTUNGSPROFIL

ALL-ROUND SEALING SECTION

JOINT D'ETANCHEITE PROFILE CONTINU ARRONDI


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 23.03.1995 DE 19510597

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
05.03.1997  Patentblatt  1997/10

(73) Patentinhaber: SAAR-GUMMIWERK GmbH
66687 Wadern (DE)

(72) Erfinder:
  • STEFFEN, Friedhelm
    D-66709 Weiskirchen (DE)
  • Frehse Helmut
    95 032 Hof (DE)

(74) Vertreter: Schulte, Jörg, Dipl.-Ing. 
Hauptstrasse 2
45219 Essen
45219 Essen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
CH-A- 326 089
DE-A- 4 228 987
DE-U- 9 207 608
FR-A- 2 374 501
GB-A- 2 251 260
DE-A- 3 811 568
DE-U- 8 534 283
DE-U- 9 418 038
FR-A- 2 529 938
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Dichtungsprofil aus elastischem Material zur Abdichtung von Fenstern und ähnlichen Verschlüssen, insbesondere Kunststoffprofilfenstern, dessen Hohlkammerprofil eine Dichtwulst, eine Dichtlippe mit am freien Ende angeordneter vorstehender Nase, einen annähernd parallel zum Kunststoffprofil verlaufenden Profilgrundkörper sowie einen daran angeformten Verankerungskeil aufweist.

    [0002] Derartige Dichtungen sind grundsätzlich bekannt. Die aus der EP-PS 0 247 533 bekannte Dichtung weist einen Profilgrundkörper auf, auf dem einerseits der Verankerungskeil und andererseits Dichtwulst und Dichtlippe angeformt sind. Die Dichtlippe besteht aus einem hakenförmigen Teil, während die Dichtwulst aus Moosgummi oder ähnlichem Material besteht und sich bei Anlage an die Glasscheibe entsprechend dagegen andrückt. Die Dichtlippe weist eine leicht konkave Ausführung auf, wodurch eine Erhöhung der Dichtkraft beim Andrücken erreicht wird. Dichtlippe und Dichtwulst führen ihre Dichtwirkung unabhängig von einander aus, d. h. sie werden durch die angedrückte Glasscheibe entsprechend verdrängt bzw. so verformt, daß die notwendige Abdichtung gewährleistet ist. Ein im Prinzip gleiches Dichtprofil ist aus der EP-A-0 575 937 bekannt. Im Profilgrundkörper sind Einschnitte vorgesehen, um an T- und Kreuzstößen, insbesondere bei Aluminiumfenstern die notwendige Abbiegung leichter und sicherer herzustellen. Bei diesen bekannten Dichtungsprofilen ist von Nachteil, daß sie nur für den Bereich der Abdichtung der Fenster gegen Glasscheibe eingesetzt werden können, während im Bereich Festverglasung oder auch Anschlagebene gesonderte und dem jeweiligen Einsatzfall angepaßte Dichtungsprofile benötigt werden. Dementsprechend müssen diese Dichtungsprofile auch nach Herstellung oder besser gesagt nach Fertigstellung des jeweiligen Fensterflügels, Fensters oder sonstigen Verschlusses in die vorgesehene Nut eingedrückt werden, um dann nach dem Einlegen der Scheibe oder nach dem Montieren des Verschlusses die entsprechende Abdichtung zu erbringen. Der Fensterbauer muß dementsprechend bei der Herstellung der Fenster einen gesonderten Arbeitsgang vorsehen, in dem die entsprechend unterschiedlichen Dichtungsprofile montiert werden. Der damit verbundene Aufwand ist erheblich, ganz davon abgesehen, daß im Eckbereich besondere Maßnahmen erforderlich sind, um hier die notwendige Abdichtung zu wahren (siehe EP-A-0 575 937).

    [0003] Weitere Profile sind der DE-A1-38 11 568, FR-A-2 374 501, FR-A-2 529 938, GB-A-2 251 260, DE-A1-42 28 987 und CH-PS-326 089 zu entnehmen. Sie zeigen den jeweiligen Anwendungsfällen angepasste Dichtungsprofile, teilweise mit, teilweise ohne Hohlkörper. Für mehrere Einsatzbereiche und einen weitgehend automatischen Betrieb sind sie ungeeignet.

    [0004] Aus der DE-GM 92 07 608 ist ein Dichtungsprofil mit einem Hohlkörper und einem daran angeformten Steg bekannt. Der Steg ist am Fuß aufgeschlitzt bzw. weist eine Einkerbung auf. Diese Einkerbung soll das Einschieben in die Nut erleichtern. Die beim Profilschweißen auftretenden Kunststoffreste können bleiben beim Verarbeiten und Einpressen außerhalb der Einkerbung. Ein unsicherer Sitz oder gar ungenauer Sitz des Dichtungsprofils ist die Folge.

    [0005] Die DE-GM 94 18 038 betrifft ein Rahmenprofil bei dem deutlich erkennbar für die Anschlagdichtung und die Verglasungsdichtung unterschiedliche Dichtungsprofile benötigt werden. Die weiter vorn beschriebenen Probleme, auch beim gleichzeitigen Verschweißen von Rahmenprofil und Dichtungsprofilen sind nicht zu vermeiden.

    [0006] Die Firma Metzeler Kautschuk GmbH hat im DE-GM 85 34 283 ein Dichtungsprofil beansprucht, das auch im Eckbereich faltenfrei bleiben soll. Es wird somit bei diesem Profil letztlich vorgeschrieben, dass nicht die vorgesehene Nase sich hochbiegt, sondern vielmehr der gesamte Rücken sich ohne Faltenbildung verformt.

    [0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Dichtungsprofil zu schaffen, das für die drei Dichtstellen am Fenster bzw. Verschluß gleichermaßen verwendbar ist und bei der Fertigmontage des bereits vorgefertigten Fensterprofils einen immer sicheren und dichten Sitz an allen Dichtungsstellen gewährleistet.

    [0008] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß Profilgrundkörper, Verankerungskeil, Dichtwulst und Dichtlippe ein sowohl als Anschlagdichtung wie Verglasungsdichtung einsetzbares Hohlkammerprofil bildend geformt sind, das bei Druck auf die freie Seite des ballonartigen Hohlkörpers die der Dichtwulst zugeordnete Nase über zusätzliche Führungsteile hochdrückend ausgebildet ist, wobei der Dichtlippe und Dichtwulst verbindende Teilbereich eingeformt oder eingebogen ist und dass der Verankerungsteil einen vom Profilgrundkörper wegweisend offenen und Schweißreste aufnehmenden Fuß aufweist.

    [0009] Ein derartiges Dichtungsprofil kann vorteilhaft sowohl als Anschlag- wie als Verglasungsdichtung eingesetzt werden. Darüberhinaus kann es auch bei der Festverglasung eingesetzt werden, so daß es als echtes Allround-Dichtungsprofil anzusehen ist. Dieses aus thermoplastischem Kautschuk bzw. thermoplastischem Elastomer bestehende Material ist so ausgebildet, daß es vom Fensterbauer mit gesägt und anschließend auch mit dem Verschweißen der Profile mit zusammengefügt werden kann, ohne dass die Schweißreste einen unsicheren Sitz hervorrufen können. Der die 6 m Stangen beziehende Fensterbauer erhält sie dementsprechend mit bereits eingesetzter Dichtung, wobei sie maschinell eindrückbar ist, weil sie aus entsprechendem verformbaren Material besteht, und einen sicheren Sitz gewährleistenden Verankerungskeil aufweist. Diese 6 m Stangen schneidet sich der Fensterbauer wie üblich auf Gehrung, um sie dann den jeweiligen Größenverhältnissen entsprechend zusammenzufügen, d. h. bei Kunststoffenstern zusammenzuschweißen. Da die in die Stangen eingesetzten Dichtungsprofile entsprechend auch mit abgesägt bzw. abgeschrägt worden sind, können sie nun wieder mit verschweißt, d. h. zusammengefügt werden und zwar genau im Eckbereich, so daß sich hier weitere aufwendige Arbeiten erübrigen. Der Fensterbauer kann die einzelnen Fenster dann gleich mit oder ohne Glas zum Einsatzort bringen, dort gegebenenfalls vervollständigen und einsetzen, ohne daß weitere Arbeiten notwendig sind. Für den Fensterbauer entfällt damit der Arbeitsvorgang des Eindrückens der Dichtungsprofile vollständig. Damit verbunden ist nicht nur eine Arbeitsersparnis, sondern gleichzeitig auch eine erhöhte Sicherheit, weil die erfindungsgemäßen Allround-Dichtungsprofile beim Hersteller der Fensterprofile gleich maschinell mit eingedrückt bzw. eingezogen werden, so daß ein genauer Sitz immer gewährleistet ist. Die besondere Ausbildung der Dichtwulst mit der endseitig angeordneten Nase und den deren Hochdrücken sichernden Führungsteile sorgen dafür, daß auf jeden Fall eine Abdichtung in diesem Bereich optimal verwirklicht werden kann, wobei dies dadurch begünstigt wird, daß sich die Nase bei Aufdruck auf die Dichtlippe garantiert und ausreichend weit hochstellt. Durch den ballonartigen Hohlkörper ist eine gute Anpaßbarkeit an die jeweiligen Gegebenheiten möglich und die Möglichkeit verbessert, für alle verschiedenen Einsatzfälle ein und dasselbe Dichtprofil einsetzen zu können. Die ballonartige Ausbildung erhöht die Rückstellkräfte, wodurch die Abdichtung in den jeweiligen Bereichen verbessert wird.

    [0010] Eine vorteilhafte Ausbildungsmöglichkeit für ein Führungstei ist die, bei der dieses einem Dichtlippe und Dichtwulst trennenden, abgeknickten Steg zugeordnet und als von der Nase wegweisenden Winkelrücken ausgebildet ist. Diese Ausbildung des Steges sorgt dafür, daß die Nase beim Aufdrücken auf die Dichtlippe sich gezielt hochstellt und damit die Abdichtung begünstigend verformt.

    [0011] Das gegenseitige Beeinflussen von Dichtwulst und Dichtlippe wird gezielt dadurch verbessert, daß ein weiteres Führungsteil dem Rücken der Dichtlippe zugeordnet und als Knickstelle ausgebildet ist. Insbesondere die zwischen Dichtwulst und Dichtlippe sich damit ergebende Trennwand bzw. der Steg überträgt die Bewegungen der Dichtlippe vorteilhaft auf die Dichtwulst, wenn sich die Scheibe auf die Dichtlippe entsprechend auflegt. Gleiches gilt auch für die anderen Bereiche, wobei damit eine gute Doppeldichtung erreicht werden kann.

    [0012] Die gezielte Beeinflussung der Dichtwulst durch die Dichtlippe wird noch dadurch verbessert, daß der Profilgrundkörper im Bereich des Dichtlippe und Dichtwulst trennenden Steges in Richtung Verankerungskeil abgebogen ist. Damit wird die steife Platte, die der Profilgrundkörper ansonsten bildet, in den Abdichtungsprozeß vorteilhaft mit eingebunden, wobei dies noch dadurch verbessert werden kann, daß der Steg schräggestellt und zwar das Hochstellen der Nase begünstigend schräggestellt ist. Dies bedeutet, daß der Steg von dem Profilgrundkörper in Richtung Nase schräg verläuft, so daß bei Aufdrücken auf die Dichtlippe das entsprechend der Nase näherliegende Ende des Steges diesen Teil bzw. die Dichtwulst entsprechend mit verformt und die Nase hochzieht.

    [0013] Einerseits um sicherzustellen, daß durch die offene Ausbildung des Verankerungskeils die Rückhaltkräfte ausreichend bleiben und andererseits um auch Überdehnungen zu verhindern, sieht die erfindungsgemäße Lösung vor, daß die den offenen Fuß ergebende Wandung verstärkt ausgebildet ist, vorzugsweise aus einem eine höhere Shore-Härte aufweisenden Kunststoff besteht. Dieser Kunststoff sorgt einerseits für die notwendigen Rückstellkräfte und andererseits dafür, daß auch in Längsrichtung Überdehnungen nicht auftreten können, die letztlich dazu führen, daß die Dichtung sich aus der Nut herausziehen kann.

    [0014] Um zu vermeiden, daß bei der Verarbeitung bzw. bei der Herstellung des Dichtungsprofiles unterschiedliche Kunststoffe miteinander verbunden werden müssen, sieht die Erfindung vorteilhafter Weise vor, daß die Wandung bzw. der Fuß einen Kern aus härterem, dehnfestem Material, vorzugsweise Polypropylen aufweist. Dieser Kern, der über die gesamte Länge des Dichtungsprofils in das Material des Dichtungsprofils eingebettet ist, übernimmt vorteilhaft die Funktion des bekannten Fadens, verhindert also eine Überdehnung und bringt den Vorteil, daß dieses zweite Kunststoffmaterial im eigentlichen Kunststoffmaterial des Dichtungsprofils eingebettet wird, so daß eine entsprechende Verbindung überhaupt gar nicht erforderlich ist. Abgesehen davon, ergibt sich dadurch ein optisch besseres Aussehen, wobei der Kern gleichzeitig auch die beschriebene und notwendige Fixierungshilfe des Dichtungsprofils in der Nut ergibt.

    [0015] Die beschriebene Fixierungshilfe ist insbesondere dann optimal gegeben, wenn der Kern u-förmig ausgebildet ist, wobei die vom Basis-Steg- bzw. Profilgrundkörper rechtwinklig abstehenden Flankenstege endseitig ankerspitzenartig geformt sind. Damit ergibt sich eine Federwirkung, die das Festlegen des Fußes bzw. des Verankerungskeils in der Nut zusätzlich absichert, wodurch auch gleichzeitig noch die maschinelle Verarbeitbarkeit des Dichtungsprofils verbessert werden kann.

    [0016] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß ein Dichtungsprofil geschaffen ist, daß für alle Dichtstellen am Fenster bzw. am Verschluß eingesetzt werden kann, so daß lediglich nur noch ein einziges Dichtungsprofil benötigt wird, um die Abdichtung an der Anschlagebene, an der Festverglasung oder an der Flügelverglasung zu erbringen. Darüber hinaus kann der aus thermoplastischem Kautschuk (TPE) bestehende Dichtkörper vorteilhaft maschinell eingedrückt bzw. eingezogen werden, so daß nach dem Exdrudieren des Halbzeugs bereits die Dichtung eingebracht werden kann und damit im Herstellerwerk, wo entsprechende Maschinen zur Verfügung stehen und wo damit eine optimal sichere und gleichförmige Einbringung des Dichtprofils gewährleistet ist. Diese Halbzeugstangen können dann vom Fensterbauer gesägt und zwar mit der bereits eingesetzten Dichtung zusammen gesägt, verschweißt und dann anschließend weiterverarbeitet werden. Der Fensterbauer spart eine Menge Arbeit und Kosten und hat darüber hinaus die Sicherheit, daß die Dichtung sicher und genau eingebracht ist. Das Dichtungsprofil als solches wiederum eignet sich auch besonders gut als Dichtung, weil es aus zwei Teilbereichen im Dichtbereich besteht, nämlich der Dichtlippe und der Dichtwulst, die geschickt so einander beeinflussend ausgebildet und angeordnet sind, daß eine immer gleichmäßige Dichtung nach dem Einlegen der Glasscheiben bzw. der abzudichtenden Bereiche gewährleistet ist. Insgesamt gesehen ist damit eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen Stand der Technik in mehrfacher Wirkung gesichert.

    [0017] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
    Fig. 1
    einen Schnitt durch ein Dichtungsprofil mit zwei Hohlkörperkammern und gerade durchlaufendem Profilgrundkörper,
    Fig. 2
    einen Dichtungsprofil mit zwei Kammern und die Bewegung begünstigendem Profilgrundkörper,
    Fig. 3
    ein Doppeldichtungsprofil mit offenem Fuß und
    Fig. 4
    ein Dichtungsprofil, ähnlich dem nach Fig. 3 mit durch Kern verstärktem Fuß.


    [0018] Die Profile nach Fig. 1 und nach Fig. 2 entsprechen sich im Prinzip, wobei das Dichtungsprofil 1 hier aus einem Verankerungskeil 2 mit geschlossenem Grundkörper steht, sowie dem Profilgrundkörper 3 und den obendrauf angeordneten Dichtwulst 4 und Dichtlippe 5.

    [0019] Der Dichtwulst 4 ist endseitig eine Nase 6 zugeordnet, die sich am abzudichtenden Gegenstand sicher anlegt. Sie ist auf der von der Dichtlippe 5 wegweisenden Seite 7 angeordnet und bildet dort praktisch das Endstück.

    [0020] Dichtwulst 4 und Dichtlippe 5 sind als in Längsrichtung 9 des gesamten Dichtungsprofils 1 verlaufende Hohlkörper 10, 10a ausgebildet. Während nach den Fig. 1 und 2 jeweils zwei getrennte Hohlkörper 10, 10a vorgesehen sind, die über einen Steg 11 getrennt werden, ist bei der Ausbildung nach Fig. 3 und 4 ein durchgehender Hohlkörper 10 vorgesehen.

    [0021] Beim Auflegen des hier nicht dargestellten Körpers, beispielsweise der Glasscheibe auf die Dichtlippe 5 erfolgt deren Durchbiegung, wobei die Knickstelle 12 dieses Durchbiegen quasi vorgibt. Durch diese Verformung des Hohlkörpers 10 bzw. der Hohlkammer 14 wird auch der Steg 11 mit beeinflußt, so daß die das äußere Ende der Hohlkörperkammer 15 bildende Nase 6 quasi aufgerichtet bzw. hochgezogen wird. Sie wird dann gegen die Glasscheibe angedrückt, so daß die gewünschte Dichtung gewährleistet ist.

    [0022] Während nach Fig. 1 der Steg 11 einen Winkelrücken 16 aufweist, der das Verformen bzw. das Hochziehen der Nase 6 begünstigt, ist er nach Fig. 2 schräggestellt und zwar so, daß er etwa parallel zur Wandung 18 verläuft, die endseitig die Nase 6 trägt. Weiter unterscheiden sich die Dichtungsprofile 1 nach Fig. 1 und nach Fig. 2 dadurch, daß nach Fig. 1 ein durchgehender Profilgrundkörper 3 vorgegeben ist, während er im Bereich des Steges 11 nach Fig. 2 heruntergezogen ist, um die Nachgiebigkeit zu erhöhen.

    [0023] Die Profile nach Fig. 3 und nach Fig. 4 unterscheiden sich einmal dadurch, daß lediglich ein Hohlkörper 10 bzw. eine Hohlkammer vorgesehen ist und darüberhinaus beidseitig eine Nase 6, 6a. Vor allem aber ist hier der Verankerungskeil 2 der besonderen Verwendung entsprechend ausgebildet, nämlich er verfügt über einen nach unten offenen Fuß 19. Dadurch kann der Abbrand beim Verschweißen in diesen Bereich eindringen, ohne eine Behinderung darzustellen. Darüber hinaus besteht dieser Fuß 19 bzw. seine Wandung 20 aus einem besonderen, nämlich härteren Material. Durch die Verwendung eines Fußes aus Polypropylen wird eine Überdehnung gleichzeitig verhindert und auch die notwendige Steifigkeit, die die Wirkung des Verankerungskeils 2 erreicht.

    [0024] Fig. 4 schließlich zeigt eine weitere Variante insofern, als hier der Fuß 19 mit einem aus entsprechend härterem und weniger flexiblen Material bestehenden Kern 21 ausgerüstet ist. Dieser Kern 21 verfügt über einen in den Profilgrundkörper 3 eingebetteten Basissteg 22 und etwa rechtwinklig abstehende Flankenstege 23, 24, die endseitig ankerspitzenartig geformt sind. Diese u-förmige Ausbildung des Kerns 21 verbessert das Festsetzen in der hier nicht dargestellten Nut, weil die vom Basissteg 22 abstehenden Flankenstege 23, 24 eine entsprechende Federwirkung erbringen.

    [0025] Auch bei den Ausführungsformen nach Fig. 3 und Fig. 4 wird die endseitige Nase 6, 6a beim Belasten der Dichtlippe 5 hochgedrückt, um so die gewünschte Dichtung zu erreichen. Der Dichtlippe und Dichtwulst verbindende Teilbereich ist mehr oder weniger weit eingeformt oder eingebogen, um so das Hochstellen der Nase 6, 6a zu verbessern.


    Ansprüche

    1. Dichtungsprofil (1) aus elastischem Material zur Abdichtung von Fenstern und ähnlichen Verschlüssen, insbesondere Kunststoffprofilfenster, dessen Hohlkammerprofil eine Dichtlippe (5), eine Dichtwulst (4) mit am freien Ende angeordneter, vorstehender Nase (6), einen annähernd parallel zum Kunststoffprofil verlaufenden Profilgrundkörper (3) sowie einen daran angeformten Verankerungskeil (2) aufweist,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß Profilgrundkörper (3), Verankerungskeil (2), Dichtwulst (4) und Dichtlippe (5) ein sowohl als Anschlagdichtung wie Verglasungsdichtung einsetzbares Hohlkammerprofil bildend geformt sind, das bei Druck auf die freie Seite des ballonartigen Hohlkörpers (10) die der Dichtwulst (4) zugeordnete Nase (6) über zusätzliche Führungsteile (11/16; 12) hochdrückend ausgebildet ist, wobei der Dichtlippe (5) und Dichtwulst (4) verbindende Teilbereich eingeformt oder eingebogen ist und daß der Verankerungskeil (2) einen vom Profilgrundkörper (3) wegweisend offenen und Schweißreste aufnehmenden Fuß (19) aufweist.
     
    2. Dichtungsprofil nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß ein Führungsteil (11/16) einem Dichtlippe (5) und Dichtwulst (4) trennenden, abgeknickten Steg (11) zugeordnet und als von der Nase (6) wegweisenden Winkelrücken (16) ausgebildet ist.
     
    3. Dichtungsprofil nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß ein weiteres Führungsteil (12) dem Rücken der Dichtlippe (5) zugeordnet und als Knickstelle ausgebildet ist.
     
    4. Dichtungsprofil nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Profilgrundkörper (3) im Bereich des Dichtlippe (5) und Dichtwulst (4) trennenden Steges (11) in Richtung Verankerungskeil (2) abgebogen ist.
     
    5. Dichtungsprofil nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die den offenen Fuß (19) ergebende Wandung (20) verstärkt ausgebildet ist, vorzugsweise aus einem eine höhere Shore-Härte aufweisenden Kunststoff besteht.
     
    6. Dichtungsprofil nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Wandung (20) bzw. der Fuß (19) einen Kern (21) aus härterem, dehnfestem Material, vorzugsweise Polypropylen aufweist.
     
    7. Dichtungsprofil nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Kern (21) U-förmig ausgebildet ist, wobei die vom Basissteg (22) im Profilgrundkörper (3) rechtwinklig abstehenden Flankenstege (23, 24) endseitig ankerspitzenartig geformt sind.
     


    Claims

    1. Sealing section (1) made of elastic material for sealing windows and similar seals, in particular plastic section windows, the hollow chamber section of which has a sealing lip (5), a sealing bead (4) with a projecting nose (6) arranged on the free end, a shaped basic body (3) running almost parallel to the plastic section and a securing wedge (2) formed thereon, characterised in that the shaped basic body (3), securing wedge (2), sealing bead (4) and sealing lip (5) form a hollow chamber section which can be used as a stop seal and a glazing sealing, in that on pressure on the free side of the balloon-like hollow body (10) the nose (6) allocated to the sealing bead (4) is designed to exert high pressure by additional guide elements (11/16; 12), wherein the section connecting the sealing lip (5) and sealing bead (4) is shaped or bent, and in that the securing wedge (2) has an open foot (19) pointing away from the shaped basic body (3) and receiving welding residues.
     
    2. Sealing section according to claim 1, characterised in that a guide element (11/16) is assigned to a sealing lip (5) and sealing bead (4) separating, bent web (11) and is designed as angle backs (16) pointing away from the nose (6).
     
    3. Sealing section according to claim 1, characterised in that a further guide element (12) is assigned to the rear of the sealing lip (5) and is designed as a bend point
     
    4. Sealing section according to claim 1, characterised in that the shaped basic body (3) in the region of the sealing lip (5) and sealing bead (4) separating web (11) is bent in the direction of the securing wedge (2).
     
    5. Sealing section according to claim 1, characterised in that the wall (20) forming the open foot (19) is reinforced, and preferably is made of a plastic of greater Shore hardness.
     
    6. Sealing section according to claim 5, characterised in that the wall (20) or the foot (19) has a core (21) made of a harder, stretch-resistant material, preferably polypropylene.
     
    7. Sealing section according to claim 6, characterised in that the core (21) is designed to be U-shaped, whereby the flank webs (23, 24) projecting at right angles from the base web (22) in the shaped basic body (3) are anchor-pointed at the ends.
     


    Revendications

    1. Joint d'étanchéité profilé (1) en matériau élastique pour étancher des fenêtres et des fermetures analogues, notamment des fenêtres à profilé en matière plastique, joint dont le profil à chambre creuse présente une lèvre d'étanchéité (5), un bourrelet d'étanchéité (4) avec un tenon (6) saillant agencé à son extrémité libre, un corps de base de profilé (3) s'étendant sensiblement parallèlement par rapport au profilé en matière plastique et un coin d'ancrage (2) relié par formage à ce corps, caractérisé en ce que le corps de base de profil (3), le coin d'ancrage (2), le bourrelet d'étanchéité (4) et la lèvre d'étanchéité (5) sont formés en formant un profil à chambre creuse pouvant être utilisé non seulement en tant que garniture d'étanchéité de butée mais aussi en tant que garniture d'étanchéité de vitrage, le profil étant formé de façon à pousser vers le haut le tenon (6) associé au bourrelet d'étanchéité (4), par l'intermédiaire de parties de guidage (11/16/12) supplémentaires, lorsqu'une pression est exercée sur le côté libre du corps creux du type ballon (10), la zone partielle reliant la lèvre d'étanchéité (5) et le bourrelet d'étanchéité (4) étant formée en retrait ou de façon concave, et en ce que le coin d'ancrage (2) présente un pied (19) ouvert en sens opposé au corps de base du profilé (3) et recevant des restes de soudage.
     
    2. Joint d'étanchéité profilé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une partie de guidage (11/16) est associée à une âme (11) pliée qui sépare la lèvre d'étanchéité (5) et le bourrelet d'étanchéité (4) et est formée par un angle convexe (16) dirigé en sens opposé du tenon (6).
     
    3. Joint d'étanchéité profilé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une partie de guidage additionnelle (12) est associée à l'arrière de la lèvre d'étanchéité (5) et est formée par un point de pliage.
     
    4. Joint d'étanchéité profilé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps de base du profilé (3) est courbé vers le coin d'ancrage (2) dans la zone de l'âme (11) qui sépare la lèvre d'étanchéité (5) et le bourrelet d'étanchéité (4).
     
    5. Joint d'étanchéité profilé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la paroi (20) qui donne le pied ouvert (19) est renforcée et est constituée de préférence en un matériau plastique ayant une dureté Shore plus élevée.
     
    6. Joint d'étanchéité profilé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la paroi (20) ou le pied (19) comprend un noyau (21) en matériau plus dur et résistant à l'allongement, de préférence en polypropylène.
     
    7. Joint d'étanchéité profilé selon la revendication 6, caractérisé en ce que le noyau (21) est en forme de U, les flancs (23, 24), qui font saillie à angle droit de l'âme de base (22) située dans le corps de base (3), étant formées du type en pointe d'ancre sur leur côté d'extrémité.
     




    Zeichnung