[0001] Die Erfindung betrifft ein Dichtungsprofil aus elastischem Material zur Abdichtung
von Fenstern und ähnlichen Verschlüssen, insbesondere Kunststoffprofilfenstern, dessen
Hohlkammerprofil eine Dichtwulst, eine Dichtlippe mit am freien Ende angeordneter
vorstehender Nase, einen annähernd parallel zum Kunststoffprofil verlaufenden Profilgrundkörper
sowie einen daran angeformten Verankerungskeil aufweist.
[0002] Derartige Dichtungen sind grundsätzlich bekannt. Die aus der EP-PS 0 247 533 bekannte
Dichtung weist einen Profilgrundkörper auf, auf dem einerseits der Verankerungskeil
und andererseits Dichtwulst und Dichtlippe angeformt sind. Die Dichtlippe besteht
aus einem hakenförmigen Teil, während die Dichtwulst aus Moosgummi oder ähnlichem
Material besteht und sich bei Anlage an die Glasscheibe entsprechend dagegen andrückt.
Die Dichtlippe weist eine leicht konkave Ausführung auf, wodurch eine Erhöhung der
Dichtkraft beim Andrücken erreicht wird. Dichtlippe und Dichtwulst führen ihre Dichtwirkung
unabhängig von einander aus, d. h. sie werden durch die angedrückte Glasscheibe entsprechend
verdrängt bzw. so verformt, daß die notwendige Abdichtung gewährleistet ist. Ein im
Prinzip gleiches Dichtprofil ist aus der EP-A-0 575 937 bekannt. Im Profilgrundkörper
sind Einschnitte vorgesehen, um an T- und Kreuzstößen, insbesondere bei Aluminiumfenstern
die notwendige Abbiegung leichter und sicherer herzustellen. Bei diesen bekannten
Dichtungsprofilen ist von Nachteil, daß sie nur für den Bereich der Abdichtung der
Fenster gegen Glasscheibe eingesetzt werden können, während im Bereich Festverglasung
oder auch Anschlagebene gesonderte und dem jeweiligen Einsatzfall angepaßte Dichtungsprofile
benötigt werden. Dementsprechend müssen diese Dichtungsprofile auch nach Herstellung
oder besser gesagt nach Fertigstellung des jeweiligen Fensterflügels, Fensters oder
sonstigen Verschlusses in die vorgesehene Nut eingedrückt werden, um dann nach dem
Einlegen der Scheibe oder nach dem Montieren des Verschlusses die entsprechende Abdichtung
zu erbringen. Der Fensterbauer muß dementsprechend bei der Herstellung der Fenster
einen gesonderten Arbeitsgang vorsehen, in dem die entsprechend unterschiedlichen
Dichtungsprofile montiert werden. Der damit verbundene Aufwand ist erheblich, ganz
davon abgesehen, daß im Eckbereich besondere Maßnahmen erforderlich sind, um hier
die notwendige Abdichtung zu wahren (siehe EP-A-0 575 937).
[0003] Weitere Profile sind der DE-A1-38 11 568, FR-A-2 374 501, FR-A-2 529 938, GB-A-2
251 260, DE-A1-42 28 987 und CH-PS-326 089 zu entnehmen. Sie zeigen den jeweiligen
Anwendungsfällen angepasste Dichtungsprofile, teilweise mit, teilweise ohne Hohlkörper.
Für mehrere Einsatzbereiche und einen weitgehend automatischen Betrieb sind sie ungeeignet.
[0004] Aus der DE-GM 92 07 608 ist ein Dichtungsprofil mit einem Hohlkörper und einem daran
angeformten Steg bekannt. Der Steg ist am Fuß aufgeschlitzt bzw. weist eine Einkerbung
auf. Diese Einkerbung soll das Einschieben in die Nut erleichtern. Die beim Profilschweißen
auftretenden Kunststoffreste können bleiben beim Verarbeiten und Einpressen außerhalb
der Einkerbung. Ein unsicherer Sitz oder gar ungenauer Sitz des Dichtungsprofils ist
die Folge.
[0005] Die DE-GM 94 18 038 betrifft ein Rahmenprofil bei dem deutlich erkennbar für die
Anschlagdichtung und die Verglasungsdichtung unterschiedliche Dichtungsprofile benötigt
werden. Die weiter vorn beschriebenen Probleme, auch beim gleichzeitigen Verschweißen
von Rahmenprofil und Dichtungsprofilen sind nicht zu vermeiden.
[0006] Die Firma Metzeler Kautschuk GmbH hat im DE-GM 85 34 283 ein Dichtungsprofil beansprucht,
das auch im Eckbereich faltenfrei bleiben soll. Es wird somit bei diesem Profil letztlich
vorgeschrieben, dass nicht die vorgesehene Nase sich hochbiegt, sondern vielmehr der
gesamte Rücken sich ohne Faltenbildung verformt.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Dichtungsprofil zu schaffen,
das für die drei Dichtstellen am Fenster bzw. Verschluß gleichermaßen verwendbar ist
und bei der Fertigmontage des bereits vorgefertigten Fensterprofils einen immer sicheren
und dichten Sitz an allen Dichtungsstellen gewährleistet.
[0008] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß Profilgrundkörper, Verankerungskeil,
Dichtwulst und Dichtlippe ein sowohl als Anschlagdichtung wie Verglasungsdichtung
einsetzbares Hohlkammerprofil bildend geformt sind, das bei Druck auf die freie Seite
des ballonartigen Hohlkörpers die der Dichtwulst zugeordnete Nase über zusätzliche
Führungsteile hochdrückend ausgebildet ist, wobei der Dichtlippe und Dichtwulst verbindende
Teilbereich eingeformt oder eingebogen ist und dass der Verankerungsteil einen vom
Profilgrundkörper wegweisend offenen und Schweißreste aufnehmenden Fuß aufweist.
[0009] Ein derartiges Dichtungsprofil kann vorteilhaft sowohl als Anschlag- wie als Verglasungsdichtung
eingesetzt werden. Darüberhinaus kann es auch bei der Festverglasung eingesetzt werden,
so daß es als echtes Allround-Dichtungsprofil anzusehen ist. Dieses aus thermoplastischem
Kautschuk bzw. thermoplastischem Elastomer bestehende Material ist so ausgebildet,
daß es vom Fensterbauer mit gesägt und anschließend auch mit dem Verschweißen der
Profile mit zusammengefügt werden kann, ohne dass die Schweißreste einen unsicheren
Sitz hervorrufen können. Der die 6 m Stangen beziehende Fensterbauer erhält sie dementsprechend
mit bereits eingesetzter Dichtung, wobei sie maschinell eindrückbar ist, weil sie
aus entsprechendem verformbaren Material besteht, und einen sicheren Sitz gewährleistenden
Verankerungskeil aufweist. Diese 6 m Stangen schneidet sich der Fensterbauer wie üblich
auf Gehrung, um sie dann den jeweiligen Größenverhältnissen entsprechend zusammenzufügen,
d. h. bei Kunststoffenstern zusammenzuschweißen. Da die in die Stangen eingesetzten
Dichtungsprofile entsprechend auch mit abgesägt bzw. abgeschrägt worden sind, können
sie nun wieder mit verschweißt, d. h. zusammengefügt werden und zwar genau im Eckbereich,
so daß sich hier weitere aufwendige Arbeiten erübrigen. Der Fensterbauer kann die
einzelnen Fenster dann gleich mit oder ohne Glas zum Einsatzort bringen, dort gegebenenfalls
vervollständigen und einsetzen, ohne daß weitere Arbeiten notwendig sind. Für den
Fensterbauer entfällt damit der Arbeitsvorgang des Eindrückens der Dichtungsprofile
vollständig. Damit verbunden ist nicht nur eine Arbeitsersparnis, sondern gleichzeitig
auch eine erhöhte Sicherheit, weil die erfindungsgemäßen Allround-Dichtungsprofile
beim Hersteller der Fensterprofile gleich maschinell mit eingedrückt bzw. eingezogen
werden, so daß ein genauer Sitz immer gewährleistet ist. Die besondere Ausbildung
der Dichtwulst mit der endseitig angeordneten Nase und den deren Hochdrücken sichernden
Führungsteile sorgen dafür, daß auf jeden Fall eine Abdichtung in diesem Bereich optimal
verwirklicht werden kann, wobei dies dadurch begünstigt wird, daß sich die Nase bei
Aufdruck auf die Dichtlippe garantiert und ausreichend weit hochstellt. Durch den
ballonartigen Hohlkörper ist eine gute Anpaßbarkeit an die jeweiligen Gegebenheiten
möglich und die Möglichkeit verbessert, für alle verschiedenen Einsatzfälle ein und
dasselbe Dichtprofil einsetzen zu können. Die ballonartige Ausbildung erhöht die Rückstellkräfte,
wodurch die Abdichtung in den jeweiligen Bereichen verbessert wird.
[0010] Eine vorteilhafte Ausbildungsmöglichkeit für ein Führungstei ist die, bei der dieses
einem Dichtlippe und Dichtwulst trennenden, abgeknickten Steg zugeordnet und als von
der Nase wegweisenden Winkelrücken ausgebildet ist. Diese Ausbildung des Steges sorgt
dafür, daß die Nase beim Aufdrücken auf die Dichtlippe sich gezielt hochstellt und
damit die Abdichtung begünstigend verformt.
[0011] Das gegenseitige Beeinflussen von Dichtwulst und Dichtlippe wird gezielt dadurch
verbessert, daß ein weiteres Führungsteil dem Rücken der Dichtlippe zugeordnet und
als Knickstelle ausgebildet ist. Insbesondere die zwischen Dichtwulst und Dichtlippe
sich damit ergebende Trennwand bzw. der Steg überträgt die Bewegungen der Dichtlippe
vorteilhaft auf die Dichtwulst, wenn sich die Scheibe auf die Dichtlippe entsprechend
auflegt. Gleiches gilt auch für die anderen Bereiche, wobei damit eine gute Doppeldichtung
erreicht werden kann.
[0012] Die gezielte Beeinflussung der Dichtwulst durch die Dichtlippe wird noch dadurch
verbessert, daß der Profilgrundkörper im Bereich des Dichtlippe und Dichtwulst trennenden
Steges in Richtung Verankerungskeil abgebogen ist. Damit wird die steife Platte, die
der Profilgrundkörper ansonsten bildet, in den Abdichtungsprozeß vorteilhaft mit eingebunden,
wobei dies noch dadurch verbessert werden kann, daß der Steg schräggestellt und zwar
das Hochstellen der Nase begünstigend schräggestellt ist. Dies bedeutet, daß der Steg
von dem Profilgrundkörper in Richtung Nase schräg verläuft, so daß bei Aufdrücken
auf die Dichtlippe das entsprechend der Nase näherliegende Ende des Steges diesen
Teil bzw. die Dichtwulst entsprechend mit verformt und die Nase hochzieht.
[0013] Einerseits um sicherzustellen, daß durch die offene Ausbildung des Verankerungskeils
die Rückhaltkräfte ausreichend bleiben und andererseits um auch Überdehnungen zu verhindern,
sieht die erfindungsgemäße Lösung vor, daß die den offenen Fuß ergebende Wandung verstärkt
ausgebildet ist, vorzugsweise aus einem eine höhere Shore-Härte aufweisenden Kunststoff
besteht. Dieser Kunststoff sorgt einerseits für die notwendigen Rückstellkräfte und
andererseits dafür, daß auch in Längsrichtung Überdehnungen nicht auftreten können,
die letztlich dazu führen, daß die Dichtung sich aus der Nut herausziehen kann.
[0014] Um zu vermeiden, daß bei der Verarbeitung bzw. bei der Herstellung des Dichtungsprofiles
unterschiedliche Kunststoffe miteinander verbunden werden müssen, sieht die Erfindung
vorteilhafter Weise vor, daß die Wandung bzw. der Fuß einen Kern aus härterem, dehnfestem
Material, vorzugsweise Polypropylen aufweist. Dieser Kern, der über die gesamte Länge
des Dichtungsprofils in das Material des Dichtungsprofils eingebettet ist, übernimmt
vorteilhaft die Funktion des bekannten Fadens, verhindert also eine Überdehnung und
bringt den Vorteil, daß dieses zweite Kunststoffmaterial im eigentlichen Kunststoffmaterial
des Dichtungsprofils eingebettet wird, so daß eine entsprechende Verbindung überhaupt
gar nicht erforderlich ist. Abgesehen davon, ergibt sich dadurch ein optisch besseres
Aussehen, wobei der Kern gleichzeitig auch die beschriebene und notwendige Fixierungshilfe
des Dichtungsprofils in der Nut ergibt.
[0015] Die beschriebene Fixierungshilfe ist insbesondere dann optimal gegeben, wenn der
Kern u-förmig ausgebildet ist, wobei die vom Basis-Steg- bzw. Profilgrundkörper rechtwinklig
abstehenden Flankenstege endseitig ankerspitzenartig geformt sind. Damit ergibt sich
eine Federwirkung, die das Festlegen des Fußes bzw. des Verankerungskeils in der Nut
zusätzlich absichert, wodurch auch gleichzeitig noch die maschinelle Verarbeitbarkeit
des Dichtungsprofils verbessert werden kann.
[0016] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß ein Dichtungsprofil geschaffen
ist, daß für alle Dichtstellen am Fenster bzw. am Verschluß eingesetzt werden kann,
so daß lediglich nur noch ein einziges Dichtungsprofil benötigt wird, um die Abdichtung
an der Anschlagebene, an der Festverglasung oder an der Flügelverglasung zu erbringen.
Darüber hinaus kann der aus thermoplastischem Kautschuk (TPE) bestehende Dichtkörper
vorteilhaft maschinell eingedrückt bzw. eingezogen werden, so daß nach dem Exdrudieren
des Halbzeugs bereits die Dichtung eingebracht werden kann und damit im Herstellerwerk,
wo entsprechende Maschinen zur Verfügung stehen und wo damit eine optimal sichere
und gleichförmige Einbringung des Dichtprofils gewährleistet ist. Diese Halbzeugstangen
können dann vom Fensterbauer gesägt und zwar mit der bereits eingesetzten Dichtung
zusammen gesägt, verschweißt und dann anschließend weiterverarbeitet werden. Der Fensterbauer
spart eine Menge Arbeit und Kosten und hat darüber hinaus die Sicherheit, daß die
Dichtung sicher und genau eingebracht ist. Das Dichtungsprofil als solches wiederum
eignet sich auch besonders gut als Dichtung, weil es aus zwei Teilbereichen im Dichtbereich
besteht, nämlich der Dichtlippe und der Dichtwulst, die geschickt so einander beeinflussend
ausgebildet und angeordnet sind, daß eine immer gleichmäßige Dichtung nach dem Einlegen
der Glasscheiben bzw. der abzudichtenden Bereiche gewährleistet ist. Insgesamt gesehen
ist damit eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen Stand der Technik
in mehrfacher Wirkung gesichert.
[0017] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch ein Dichtungsprofil mit zwei Hohlkörperkammern und gerade durchlaufendem
Profilgrundkörper,
- Fig. 2
- einen Dichtungsprofil mit zwei Kammern und die Bewegung begünstigendem Profilgrundkörper,
- Fig. 3
- ein Doppeldichtungsprofil mit offenem Fuß und
- Fig. 4
- ein Dichtungsprofil, ähnlich dem nach Fig. 3 mit durch Kern verstärktem Fuß.
[0018] Die Profile nach Fig. 1 und nach Fig. 2 entsprechen sich im Prinzip, wobei das Dichtungsprofil
1 hier aus einem Verankerungskeil 2 mit geschlossenem Grundkörper steht, sowie dem
Profilgrundkörper 3 und den obendrauf angeordneten Dichtwulst 4 und Dichtlippe 5.
[0019] Der Dichtwulst 4 ist endseitig eine Nase 6 zugeordnet, die sich am abzudichtenden
Gegenstand sicher anlegt. Sie ist auf der von der Dichtlippe 5 wegweisenden Seite
7 angeordnet und bildet dort praktisch das Endstück.
[0020] Dichtwulst 4 und Dichtlippe 5 sind als in Längsrichtung 9 des gesamten Dichtungsprofils
1 verlaufende Hohlkörper 10, 10a ausgebildet. Während nach den Fig. 1 und 2 jeweils
zwei getrennte Hohlkörper 10, 10a vorgesehen sind, die über einen Steg 11 getrennt
werden, ist bei der Ausbildung nach Fig. 3 und 4 ein durchgehender Hohlkörper 10 vorgesehen.
[0021] Beim Auflegen des hier nicht dargestellten Körpers, beispielsweise der Glasscheibe
auf die Dichtlippe 5 erfolgt deren Durchbiegung, wobei die Knickstelle 12 dieses Durchbiegen
quasi vorgibt. Durch diese Verformung des Hohlkörpers 10 bzw. der Hohlkammer 14 wird
auch der Steg 11 mit beeinflußt, so daß die das äußere Ende der Hohlkörperkammer 15
bildende Nase 6 quasi aufgerichtet bzw. hochgezogen wird. Sie wird dann gegen die
Glasscheibe angedrückt, so daß die gewünschte Dichtung gewährleistet ist.
[0022] Während nach Fig. 1 der Steg 11 einen Winkelrücken 16 aufweist, der das Verformen
bzw. das Hochziehen der Nase 6 begünstigt, ist er nach Fig. 2 schräggestellt und zwar
so, daß er etwa parallel zur Wandung 18 verläuft, die endseitig die Nase 6 trägt.
Weiter unterscheiden sich die Dichtungsprofile 1 nach Fig. 1 und nach Fig. 2 dadurch,
daß nach Fig. 1 ein durchgehender Profilgrundkörper 3 vorgegeben ist, während er im
Bereich des Steges 11 nach Fig. 2 heruntergezogen ist, um die Nachgiebigkeit zu erhöhen.
[0023] Die Profile nach Fig. 3 und nach Fig. 4 unterscheiden sich einmal dadurch, daß lediglich
ein Hohlkörper 10 bzw. eine Hohlkammer vorgesehen ist und darüberhinaus beidseitig
eine Nase 6, 6a. Vor allem aber ist hier der Verankerungskeil 2 der besonderen Verwendung
entsprechend ausgebildet, nämlich er verfügt über einen nach unten offenen Fuß 19.
Dadurch kann der Abbrand beim Verschweißen in diesen Bereich eindringen, ohne eine
Behinderung darzustellen. Darüber hinaus besteht dieser Fuß 19 bzw. seine Wandung
20 aus einem besonderen, nämlich härteren Material. Durch die Verwendung eines Fußes
aus Polypropylen wird eine Überdehnung gleichzeitig verhindert und auch die notwendige
Steifigkeit, die die Wirkung des Verankerungskeils 2 erreicht.
[0024] Fig. 4 schließlich zeigt eine weitere Variante insofern, als hier der Fuß 19 mit
einem aus entsprechend härterem und weniger flexiblen Material bestehenden Kern 21
ausgerüstet ist. Dieser Kern 21 verfügt über einen in den Profilgrundkörper 3 eingebetteten
Basissteg 22 und etwa rechtwinklig abstehende Flankenstege 23, 24, die endseitig ankerspitzenartig
geformt sind. Diese u-förmige Ausbildung des Kerns 21 verbessert das Festsetzen in
der hier nicht dargestellten Nut, weil die vom Basissteg 22 abstehenden Flankenstege
23, 24 eine entsprechende Federwirkung erbringen.
[0025] Auch bei den Ausführungsformen nach Fig. 3 und Fig. 4 wird die endseitige Nase 6,
6a beim Belasten der Dichtlippe 5 hochgedrückt, um so die gewünschte Dichtung zu erreichen.
Der Dichtlippe und Dichtwulst verbindende Teilbereich ist mehr oder weniger weit eingeformt
oder eingebogen, um so das Hochstellen der Nase 6, 6a zu verbessern.
1. Dichtungsprofil (1) aus elastischem Material zur Abdichtung von Fenstern und ähnlichen
Verschlüssen, insbesondere Kunststoffprofilfenster, dessen Hohlkammerprofil eine Dichtlippe
(5), eine Dichtwulst (4) mit am freien Ende angeordneter, vorstehender Nase (6), einen
annähernd parallel zum Kunststoffprofil verlaufenden Profilgrundkörper (3) sowie einen
daran angeformten Verankerungskeil (2) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß Profilgrundkörper (3), Verankerungskeil (2), Dichtwulst (4) und Dichtlippe (5)
ein sowohl als Anschlagdichtung wie Verglasungsdichtung einsetzbares Hohlkammerprofil
bildend geformt sind, das bei Druck auf die freie Seite des ballonartigen Hohlkörpers
(10) die der Dichtwulst (4) zugeordnete Nase (6) über zusätzliche Führungsteile (11/16;
12) hochdrückend ausgebildet ist, wobei der Dichtlippe (5) und Dichtwulst (4) verbindende
Teilbereich eingeformt oder eingebogen ist und daß der Verankerungskeil (2) einen
vom Profilgrundkörper (3) wegweisend offenen und Schweißreste aufnehmenden Fuß (19)
aufweist.
2. Dichtungsprofil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Führungsteil (11/16) einem Dichtlippe (5) und Dichtwulst (4) trennenden, abgeknickten
Steg (11) zugeordnet und als von der Nase (6) wegweisenden Winkelrücken (16) ausgebildet
ist.
3. Dichtungsprofil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein weiteres Führungsteil (12) dem Rücken der Dichtlippe (5) zugeordnet und als
Knickstelle ausgebildet ist.
4. Dichtungsprofil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Profilgrundkörper (3) im Bereich des Dichtlippe (5) und Dichtwulst (4) trennenden
Steges (11) in Richtung Verankerungskeil (2) abgebogen ist.
5. Dichtungsprofil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den offenen Fuß (19) ergebende Wandung (20) verstärkt ausgebildet ist, vorzugsweise
aus einem eine höhere Shore-Härte aufweisenden Kunststoff besteht.
6. Dichtungsprofil nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wandung (20) bzw. der Fuß (19) einen Kern (21) aus härterem, dehnfestem Material,
vorzugsweise Polypropylen aufweist.
7. Dichtungsprofil nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kern (21) U-förmig ausgebildet ist, wobei die vom Basissteg (22) im Profilgrundkörper
(3) rechtwinklig abstehenden Flankenstege (23, 24) endseitig ankerspitzenartig geformt
sind.
1. Sealing section (1) made of elastic material for sealing windows and similar seals,
in particular plastic section windows, the hollow chamber section of which has a sealing
lip (5), a sealing bead (4) with a projecting nose (6) arranged on the free end, a
shaped basic body (3) running almost parallel to the plastic section and a securing
wedge (2) formed thereon, characterised in that the shaped basic body (3), securing
wedge (2), sealing bead (4) and sealing lip (5) form a hollow chamber section which
can be used as a stop seal and a glazing sealing, in that on pressure on the free
side of the balloon-like hollow body (10) the nose (6) allocated to the sealing bead
(4) is designed to exert high pressure by additional guide elements (11/16; 12), wherein
the section connecting the sealing lip (5) and sealing bead (4) is shaped or bent,
and in that the securing wedge (2) has an open foot (19) pointing away from the shaped
basic body (3) and receiving welding residues.
2. Sealing section according to claim 1, characterised in that a guide element (11/16)
is assigned to a sealing lip (5) and sealing bead (4) separating, bent web (11) and
is designed as angle backs (16) pointing away from the nose (6).
3. Sealing section according to claim 1, characterised in that a further guide element
(12) is assigned to the rear of the sealing lip (5) and is designed as a bend point
4. Sealing section according to claim 1, characterised in that the shaped basic body
(3) in the region of the sealing lip (5) and sealing bead (4) separating web (11)
is bent in the direction of the securing wedge (2).
5. Sealing section according to claim 1, characterised in that the wall (20) forming
the open foot (19) is reinforced, and preferably is made of a plastic of greater Shore
hardness.
6. Sealing section according to claim 5, characterised in that the wall (20) or the foot
(19) has a core (21) made of a harder, stretch-resistant material, preferably polypropylene.
7. Sealing section according to claim 6, characterised in that the core (21) is designed
to be U-shaped, whereby the flank webs (23, 24) projecting at right angles from the
base web (22) in the shaped basic body (3) are anchor-pointed at the ends.
1. Joint d'étanchéité profilé (1) en matériau élastique pour étancher des fenêtres et
des fermetures analogues, notamment des fenêtres à profilé en matière plastique, joint
dont le profil à chambre creuse présente une lèvre d'étanchéité (5), un bourrelet
d'étanchéité (4) avec un tenon (6) saillant agencé à son extrémité libre, un corps
de base de profilé (3) s'étendant sensiblement parallèlement par rapport au profilé
en matière plastique et un coin d'ancrage (2) relié par formage à ce corps, caractérisé
en ce que le corps de base de profil (3), le coin d'ancrage (2), le bourrelet d'étanchéité
(4) et la lèvre d'étanchéité (5) sont formés en formant un profil à chambre creuse
pouvant être utilisé non seulement en tant que garniture d'étanchéité de butée mais
aussi en tant que garniture d'étanchéité de vitrage, le profil étant formé de façon
à pousser vers le haut le tenon (6) associé au bourrelet d'étanchéité (4), par l'intermédiaire
de parties de guidage (11/16/12) supplémentaires, lorsqu'une pression est exercée
sur le côté libre du corps creux du type ballon (10), la zone partielle reliant la
lèvre d'étanchéité (5) et le bourrelet d'étanchéité (4) étant formée en retrait ou
de façon concave, et en ce que le coin d'ancrage (2) présente un pied (19) ouvert
en sens opposé au corps de base du profilé (3) et recevant des restes de soudage.
2. Joint d'étanchéité profilé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une partie
de guidage (11/16) est associée à une âme (11) pliée qui sépare la lèvre d'étanchéité
(5) et le bourrelet d'étanchéité (4) et est formée par un angle convexe (16) dirigé
en sens opposé du tenon (6).
3. Joint d'étanchéité profilé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une partie
de guidage additionnelle (12) est associée à l'arrière de la lèvre d'étanchéité (5)
et est formée par un point de pliage.
4. Joint d'étanchéité profilé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps
de base du profilé (3) est courbé vers le coin d'ancrage (2) dans la zone de l'âme
(11) qui sépare la lèvre d'étanchéité (5) et le bourrelet d'étanchéité (4).
5. Joint d'étanchéité profilé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la paroi
(20) qui donne le pied ouvert (19) est renforcée et est constituée de préférence en
un matériau plastique ayant une dureté Shore plus élevée.
6. Joint d'étanchéité profilé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la paroi
(20) ou le pied (19) comprend un noyau (21) en matériau plus dur et résistant à l'allongement,
de préférence en polypropylène.
7. Joint d'étanchéité profilé selon la revendication 6, caractérisé en ce que le noyau
(21) est en forme de U, les flancs (23, 24), qui font saillie à angle droit de l'âme
de base (22) située dans le corps de base (3), étant formées du type en pointe d'ancre
sur leur côté d'extrémité.