[0001] Die Erfindung betrifft Korrosionsschutzmittel für den temporären Korrosionsschutz
metallischer, insbesondere eisenhaltiger, Oberflächen, die als wäßrige Emulsion oder
vorzugsweise als wäßrige Lösung vorliegen. Sie sind aus abwassertechnischen Gründen
frei von Stickstoff und zeichnen sich durch eine gute Pufferwirkung aus, so daß ihr
alkalischer pH-Wert trotz eines möglichen Säureeintrags und/oder mikrobiologischer
Säureentwicklung für einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden kann.
[0002] Der Schutz korrosionsgefährdeter Metalle wie beispielsweise Eisen, Aluminium, Zink,
Kupfer oder deren Legierungen vor Korrosion ist eine weitgefächerte technische Aufgabe.
Sie stellt sich insbesondere dann, wenn die Metallteile aufgrund ihres Bearbeitungszustandes
oder aufgrund ihres Einsatzgebietes nicht oder noch nicht mit einem permanent korrosionsschützenden
Überzug wie beispielsweise einem Lack bedeckt sind. Beispiele hierfür sind Metallteile
während technischer Bearbeitungsstufen wie beispielsweise spanabhebende oder spanlose
Formgebung oder Reinigung sowie fertige Metallbauteile wie beispielsweise Wärmetauscher
oder Rohrleitungen, die während ihrer Funktion mit korrosiven wäßrigen Medien in Berührung
kommen. Um eine Korrosion während oder zwischen den einzelnen Bearbeitungsschritten
bzw. während des bestimmungsgemäßen Gebrauchs zu verhindern oder einzudämmen, bringt
man die Metalloberflächen mit Korrosionsinhibitoren in Berührung, die einen temporären
Korrosionsschutz bewirken. Dabei ist es häufig aus technischen Gründen erforderlich,
beispielsweise in wäßrigen Kühl- oder Heizkreisläufen, oder aus Gründen des Umweltschutzes
wünschenswert, beispielsweise während oder nach einer wäßrigen Reinigung der Metalloberflächen,
daß die Korrosionsinhibitoren in wäßriger Phase mit den Metalloberflächen in Kontakt
gebracht werden können. Daher ist es eine wünschenswerte Eigenschaft von Korrosionsinhibitoren,
wasserlöslich oder zumindest in Wasser dispergierbar zu sein.
[0003] Als wasserlösliche bzw. wasserdispergierbare Korrosionsinhibitoren sind eine Vielzahl
anorganischer und organischer Verbindungen bekannt. Anorganische Korrosionsinhibitoren
können beispielsweise auf Chromaten, Nitriten oder Phosphaten aufgebaut sein, die
jedoch aus toxikologischen und aus ökologischen Gründen mehr oder weniger nachteilig
sind. Organische Korrosionshinhibitoren basieren häufig auf Carboxylaten, Aminen,
Amiden oder auf stickstoffhaltigen heterozyclischen Verbindungen. Gegen die Verwendung
von sekundären Aminen oder von Verbindungen, die solche abspalten können, bestehen
wegen der Möglichkeit der Nitrosaminbildung schwerwiegende toxikologische Bedenken.
Aber auch andere stickstoffhaltige Verbindungen sind toxikologisch nicht unbedenklich
oder zumindest wegen einer möglichen Gewässerbelastung nachteilig. Carbonsäuren weisen
diese Nachteile zwar nicht auf, erweisen sich in der Praxis jedoch als nicht hinreichend
langzeitwirksam, wenn durch einen Säureeintrag in die Inhibitorbäder oder durch mikrobiologische
Prozesse der pH-Wert soweit abgesenkt wird, daß die Carbonsäuren statt in der Salzform
in der weniger wirksamen Säureform vorliegen.
[0004] Die EP-B-341 536 beschreibt ein wasserlösliches Korrosionsinhibitorsystem, enthaltend
Alkenylbernsteinsäure, Arylsulfonylanthranilsäure sowie Alkanolamine. Dieses System
erfüllt nicht die Anforderung der Stickstofffreiheit. Aus der GB-B-1 238 205 ist eine
wasserlösliche Korrosionsschutzkombination bekannt, die aus Gluconat- und Benzoat-
oder Salicylatsalzen besteht. Wegen der starken Hydrophilie der verwendeten Salze
ist diese Kombination nur eingeschränkt wirksam. Die EP-A-294 649 lehrt den Einsatz
von teilweise oder vollständig neutralisierten Hydroxyarylfettsäuren als Korrosionsinhibitoren.
Diese weisen zwar eine gute Korrosionsschutzwirkung auf, sind jedoch nur schwer zugänglich.
[0005] Die Verwendung von Carbonsäuren als Korrosionsschutzwirkstoffe in beispielsweise
Kühlschmierstoffen, Reinigern und Korrosionsschutzemulsionen ist im Stand der Technik
verbreitet. Beispielsweise beschreibt die DE-A-42 29 848 eine Kühlschmierstoffemulsion,
deren Korrosionsschutzsystem auf einer Kombination langkettiger Fettsäuren, kurzkettiger
Fettsäuren, Dimerfettsäuren sowie aromatischer Carbonsäuren wie beispielsweise Benzoesäure
oder Salicylsäure beruht. Hierbei werden die Carbonsäuren mit Kaliumhydroxid neutralisiert.
Dieses System enthält keine Pufferkomponente im Sinne der vorliegenden Erfindung.
[0006] Die deutsche Patentanmeldung DE-A-43 23 909 lehrt Zweikomponentenmittel zur Reinigung
und/oder Passivierung von Metalloberflächen, wobei eine Komponente die Korrosionsschutzwirkstoffe
enthält. Dabei sind die Korrosionsinhibitor-Wirkstoffe ausgewählt aus
i) wenigstens einer Carbonsäure der allgemeinen Formel (III):
R-COOY (III)
wobei R einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten Alkyl-
oder Alkenylrest mit 5 bis 21 C-Atomen oder einen Rest der allgemeinen Formel (IV)

mit R1 = gesättigter, geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 6 bis 18 C-Atomen darstellt
und Y für Wasserstoff, ein Alkalimetallionenäquivalent oder ein Ammoniumion steht,
ii) substituierten Benzoesäuren,
ii) Benzolsulfonamidocarbonsäuren,
iii) aliphatischen Dicarbonsäuren mit 2 bis 36 C-Atomen, und
iiii) den Salzen der unter i) bis iii) genannten Säuren sowie deren Gemische.
[0007] Auch dieses System beinhaltet keine Pufferkomponenten zur Stabilisierung des alkalischen
pH-Wertes bei Säureeintrag oder Säurebildung.
[0008] Schließlich ist aus der EP-A-556 087 die Erkenntnis zu entnehmen, daß Monocarbonsäuren
mit einer ungeraden Anzahl von Kohlenstoffatomen, insbesondere die Heptansäure, Nonansäure
und Undecansäure, besonders wirksame Korrosionsinhibitoren darstellen.
[0009] Die US-A-5 085 793 betrifft ein Gefrierschutzmittel für Kühlkreisläufe von Motoren,
welches einen Korrosionsinhibitor enthält. Derartige Formulierungen bestehen aus einer
größeren Menge eines flüssigen Alkohols und einer geringeren Menge einer Hydroxyl-substituierten
aromatischen Carbonsäure, in welcher die OH-Gruppe der Carboxylgruppe benachbart ist.
Als Korrosionsinhibitoren werden beispielsweise 2-Hydroxybenzoesäure, Mandelsäure
und Homophthalsäure genannt. Als zusätzliche Korrosionsinhibitoren können Alkalimetallborate-,
silicate, -benzoate, -nitrate, -nitrite,-molybdate und aliphatische C
8-12-Dicarbonsäuren dienen.
[0010] Database WPI (Derwent), Section Ch, Week 7640, Class E14, AN 76-74595X - Referat
der JP-A-51 093 741 - offenbart Korrosionsinhibitoren für Metalle, vorzugsweise zur
Verwendung in offenen Kühlwasser-Systemen. Als Korrosionsinhibitor wird ein Gemisch
aus Dihydroxybenzol und Mono- oder Polycarbonsäuren in Konzentrationen von 2 bis 10
ppm eingesetzt.
[0011] Patent Abstract of Japan, Vol. 005, No. 200 (C-084) - Referat der JP-A-56 120 791
- beschreibt eine Stabilisator-Zusammensetzung mit antioxidativen Eigenschaften zur
Verhinderung der Verfärbung und Korrosion von Kupfer. Diese Zusammensetzung enthält
4,4-Thiobis(3-methyl-6-tert.-butyl-phenol) sowie eine mehrwertige aliphatische Carbonsäure,
beispielsweise Oxalsäure, Weinsäure oder Citronensäure.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, stickstofffreie wasserlösliche oder wasserdispergierbare
Korrosionsschutzmittel zur Verfügung zu stellen, deren Korrosionsschutzwirkstoff aus
Carbonsäuren besteht und die dadurch eine erhöhte Gebrauchsdauer und Gebrauchssicherheit
aufweisen, daß sie gegen pH-Wertverschiebungen stabilisiert sind.
[0013] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein stickstofffreies wäßriges Korrosionsschutzmittel,
enthaltend
a) Carbonsäure-Anionen mit 6 bis 44 C-Atomen und
b) aromatische Hydroxyverbindungen mit einem pKs-Wert für die Hydroxygruppe im Bereich von 7,0 bis 11
im Gewichtsverhältnis 1 : 2 bis 20 : 1, dadurch gekennzeichnet, daß es in anwendungsfertigen
wäßrigen Zubereitungen Konzentrationen der Komponenten a) im Bereich von 0,2 bis 2
Gew.-% und der Komponenten b) im Bereich von 0,1 bis 0,6 Gew.-% sowie eine Pufferkapazität
im Bereich von 1 bis 8 aufweist, wobei die Pufferkapazität definiert ist als der Verbrauch
von 0,1 normaler Salzsäure, gemessen in ml, um den pH-Wert von 50 g des Korrosionsschutzmittels
um 1,3 Einheiten abzusenken.
[0014] Hierbei dient die aromatische Hydroxyverbindung als Pufferkomponente, die einen zusätzlichen
Beitrag zur Korrosionsschutzwirkung liefert. Das erfindungsgemäße gepufferte Korrosionsschutzsystem
wird in Form einer wäßrigen Emulsion oder vorzugsweise als wäßrige Lösung eingesetzt,
wobei der besonders wirksame pH-Bereich von 8,5 bis 10 reicht. Der Erfindung liegt
die Erkenntnis zugrunde, daß die aromatischen Hydroxyverbindungen mit einem pK
S-Wert für die Hydroxygruppe im Bereich von 7,0 bis 11 in dem genannten pH-Bereich
der anwendungsfertigen Zubereitung eine besonders gute Pufferwirkung entfalten. Zum
Einsatz im bevorzugten pH-Bereich von 8,5 bis 10 sind aromatische Hydroxyverbindungen
mit einem pK
s-Wert für die Hydroxygruppe im Bereich von 8,5 bis 10 besonders günstig. Salicylsäure,
die einen pK
S-Wert bezüglich der Hydroxygruppe von 13,4 aufweist (N.Konopik, O.Leberl: "Dissoziationskonstanten
sehr schwacher Säuren", Monatshefte
80 (1949), S. 660-662), genügt dieser Bedingung nicht.
[0015] Der pK
S-Wert ist bekanntermaßen der negative dekadische Logarithmus der Säurekonstanten K
S, die als thermodynamische Größe allgemein bekannt ist und ein Maß für die Vollständigkeit
der Protonenübertragungsreaktion von der Säure auf Wasser und damit für die Säurestärke
darstellt. Einzelheiten hierzu können Lehrbüchern der allgemeinen Chemie entnommen
werden. Beispielhaft genannt sei H.R.Christen: "Grundlagen der allgemeinen und anorganischen
Chemie", Verlag Sauerländer, Aarau und Disterweg.Salle, Frankfurt, 4. Auflage 1973,
S. 353-372. Der pK
S-Wert für die Hydroxygruppe der erfindungsgemäßen aromatischen Hydroxyverbindungen
bezieht sich auf die Säure-Base-Reaktion der Hydroxygruppe der aromatischen Hydroxyverbindung
mit Wasser. Die erfindungsgemäß zu verwendenden aromatischen Hydroxyverbindungen können
Carbonsäure- oder Sulfonsäuregruppen tragen, deren pK
S-Werte wesentlich tiefer liegen und für die erfindungsgemäß ausgenutzte Pufferwirkung
keine Bedeutung haben, jedoch die Korrosionsschutzwirkung des Gesamtsystems verbessern
können.
[0016] Das erfindungsgemäße Korrosionsschutzmittel kommt in wäßriger Zubereitung, d.h. als
wäßrige Emulsion oder vorzugsweise als wäßrige Lösung zur Anwendung. Diese Zubereitung
enthält 0,2 bis 2 Gew.-% der Komponente a), 0,1 bis 0,6 Gew.-% der Komponente b) und
als Rest Wasser sowie Mittel zur Einstellung eines alkalischen pH-Wertes, vorzugsweise
Alkalimetallhydroxide, wobei aus Gründen der Löslichkeit im Konzentrat Kaliumhydroxid
bevorzugt ist. Je nach Anwendungszweck kann diese wäßrige Zubereitung weitere Hilfsstoffe
enthalten. Der pH-Wert der wäßrigen Zubereitung liegt im Bereich von 7 bis 11, vorzugsweise
im Bereich von 8,5 bis 10, beispielsweise bei 9,3.
[0017] Die Komponente a) wird vorzugsweise ausgewählt aus ein- oder mehrbasischen, vorzugsweise
einbasischen, gesättigten oder ein- oder mehrfach ungesättigten linearen oder verzweigten
Carbonsäuren mit 6 bis 22 C-Atomen und/oder ungesättigten mehrbasischen, vorzugsweise
zweibasischen Carbonsäuren mit 36 bis 44 C-Atomen. Beispiele von Carbonsäuren mit
6 bis 22 C-Atomen sind die unverzweigten gesättigten Carbonsäuren Hexansäure, Octansäure
und Decansäure und insbesondere die nach der Lehre der EP-A-556 087 bevorzugt einzusetzenden
Monocarbonsäuren mit einer ungeraden Anzahl von Kohlenstoffatomen, insbesondere die
Heptansäure, Nonansäure und Undecansäure. Besondere technische Vorteile bieten auch
verzweigte gesättigte Carbonsäuren, insbesondere 2-Ethylhexansäure, 3,5,5,-Trimethylhexansäure
sowie 2,2-Dimethyloctansäure. Ein bevorzugt einsetzbares Beispiel einer ungesättigten
kurzkettigen Carbonsäure ist die 1,4-Hexadiensäure (Sorbinsäure). Weiterhin sind generell
gesättigte oder ungesättigte Fettsäuren mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen im Molekül
oder technische Gemische hiervon einsetzbar, wie sie beispielsweise bei der Spaltung
natürlicher Fette und Öle anfallen oder auch synthetisch zugänglich sind. Beispielsweise
genannt seien Ölsäure sowie das als Tallölfettsäure bezeichnete technische Gemisch
unterschiedlicher Fettsäuren, das aus Tallöl gewonnen werden kann und das hauptsächlich
aus Linol- und konjugierten C
18-Fettsäuren, Ölsäure sowie 5,9,12-Octadecatriensäure besteht. Weiterhin können alkylphenylsubstituierte
ungesättigte Carbonsäuren des Typs
R'- C
6H
4 - C(O) - CH = CH - COOH
oder
R'- C
6H
4 - CH = CH - COOH
eingesetzt werden, in denen R' einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 8 bis
14 Kohlenstoffatomen bedeutet.
[0018] Ungesättigte mehrbasische Carbonsäuren mit 36 bis 44 C-Atomen, von denen vorzugsweise
die zweibasischen Vertreter eingesetzt werden, werden auch als "Dimerfettsäuren" bezeichnet.
Sie sind technisch zugänglich durch - in der Regel säurekatalysierte - Dimerisierung
geeigneter ungesättigter Fettsäuren mit 18 bis 22 C-Atomen. Dabei stellen die Reaktionsprodukte
in der Regel Gemische aus Säuren unterschiedlichen Oligomerisierungsgrades zusammen
mit unreagierten oder isomerisierten Ausgangsstoffen dar. Solche Produkte sind im
Handel erhältlich, beispielsweise durch die Fa. Unichema unter der Produktgruppenbezeichnung
Pripol
R oder von der Fa. Henkel KGaA unter der Produktgruppenbezeichnung Empol
R.
[0019] Neben der Carbonsäurekomponenten a), deren korrosionsinhibierende Wirkung im Stand
der Technik bereits bekannt ist, kommt der als Puffer wirkenden aromatischen Hydroxyverbindung
b) besondere Bedeutung zu, um das Korrosionsschutzmittel gegen Säureintrag oder Säurebildung
zu stabilisieren und damit ohne weitere Pflegemaßnahmen für einen gegenüber ungepufferten
Systemen verlängerten Zeitraum gebrauchsfähig zu halten. Die ausgewählten aromatischen
Hydroxyverbindungen haben gegenüber anderen denkbaren Puffersystemen für den pH-Bereich
7 bis 11 den Vorteil, daß sie die Korrosionsschutzwirkung der Carbonsäurekomponenten
unterstützen. Dabei wird die Komponente b) vorzugsweise ausgewählt aus ein-, zwei-,
oder dreikernigen aromatischen Hydroxyverbindungen der allgemeinen Formel (I)
HO - Arom - X (I)
wobei X ausgewählt ist aus Substituenten COOH, SO
3H oder SO
2-C
6H
4-OH und "Arom" ein ein-, zwei- oder dreikerniges carbocyclisches aromatisches Sechsringsystem
vom Typ des Benzols, Naphthalins, Anthracens oder Phenanthrens darstellt, das weitere
Substituenten X, OH und/oder Alkyl-, Hydroxyalkyl- und/oder Hydroxyalkyletherreste
mit 1 bis etwa 4 C-Atomen tragen kann. Hydroxyalkyletherreste wie beispielsweise Ethylenglykolether-
oder Propylenglykoletherreste lassen sich beispielsweise durch Ethoxylierung oder
Propoxylierung von Phenolen erhalten.
[0020] Als Komponente b) werden bevorzugt einkernige aromatische Hydroxyverbindungen eingesetzt,
die sich durch die allgemeine Formel (II) beschreiben lassen:

wobei X ausgewählt ist aus Substituenten COOH, SO
3H oder SO
2-C
6H
4-OH und R
1, R
2, R
3 und R
4 unabhängig voneinander eine Gruppe X, H, OH oder einen Alkyl-, Hydroxyalkyl- oder
Hydroxyalkyletherrest mit 1 bis 4 C-Atomen bedeuten.
[0021] Dabei sind solche Verbindungen der allgemeinen Formel (II) bevorzugt, die nur einen
einzigen Substituenten X enthalten, wobei dieser vorzugsweise in Para-Stellung zur
Hydroxylgruppe steht, und in denen die Substituenten R
1, R
2, R
3 und R
4 vorzugsweise Wasserstoff bedeuten. Dabei steht der Substituent X vorzugsweise für
eine der Gruppen COOH, SO
3H oder SO
2-C
6H
4-OH. Besonders geeignete Beispiele solcher Verbindungen sind 4-Hydroxybenzoesäure,
4-Phenolsulfonsäure und 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon (Bisphenol S).
[0022] Verbindungen mit Carbon- oder Sulfonsäurefunktion werden unter den pH-Bedingungen
der Anwendungslösung im Bereich von 7 bis 11 weitgehend in Form ihrer Carboxylat-
bzw. Sulfonat-Anionen vorliegen. Da erfindungsgemäß solche Hydroxyverbindungen eingesetzt
werden, deren pK
S-Wert für die Hydroxygruppe im Bereich von 7,0 bis 11 liegt, ist zu erwarten, daß
die Hydroxygruppen im gewählten pH-Bereich teilweise deprotoniert sind. Zur Möglichkeit
der Bestimmung der pK
S-Werte der nur schwach sauren Hydroxygruppen wird auf die eingangs erwähnte Literaturstelle
von Konopik verwiesen. Weitere pK
S-Bestimmungen sind enthalten in: B.Jones, J.C.Speakman: "Thermodynamic Dissociation
Constants of Hydroxy- and Alkoxy-benzoic Acids", J.Chem.Soc. 1944, S. 19-20. Demnach
weisen m- und p-Hydroxybenzoesäure pK
S-Werte von 9,94 bzw. 9,39 auf. Der pK
S-Wert von 4-Phenolsulfonsäure für die phenolische Hydroxygruppe wurde zu 8,9, derjenige
von Bisphenol S zu 9,5 bestimmt. Die Dissoziationskonstante der Salicylsäure hinsichtlich
der OH-Gruppe ist dagegen so gering, daß sie nach der hier gewählten Methode der potentiometrischen
Titration unter Verwendung einer Glaselektrode nicht bestimmt werden konnte.
[0023] Für die gemäß Aufgabenstellung angestrebte Langzeitstabilität der anwendungsfertigen
wäßrigen Korrosionsschutzlösung bzw. Korrosionsschutzdispersion ist es wichtig, daß
diese eine Pufferkapazität im Bereich von 1 bis 8 aufweist. Dabei wird die Pufferkapazität
definiert als der Verbrauch von 0,1 normaler Salzsäure, gemessen in ml, um den pH-Wert
von 50 g des Korrosionsschutzmittels um 1,3 Einheiten abzusenken, beispielsweise um
50 g des Korrosionsschutzmittels von einem pH-Wert von 9,3 auf einen pH-Wert von 8
zu titrieren. Solche Pufferkapazitäten lassen sich bei Verwendung der Komponenten
a) dadurch erzielen, daß man sie erfindungsgemäß mit Komponenten b) kombiniert.
[0024] Pufferkapazitäten ähnlicher Größenordnung könnten auch erreicht werden, wenn man
Komponenten a) mit anderen Puffern wie z.B. geeigneten Aminen, Boraten oder Phosphaten
kombiniert. Auf die Verwendung von Aminen soll jedoch aus den eingangs genannten Gründen
verzichtet werden. Auch auf die anderen ökologisch nachteiligen Puffersysteme wie
Borate oder Phosphate kann durch die vorliegende erfinderische Lehre verzichtet werden.
[0025] Die vorstehend genannten Konzentrationsangaben der für die erfindungsgemäße Verwendung
geeigneten Korrosionsschutzmittel beziehen sich auf die anwendungsfertigen wäßrigen
Zubereitungen. Diese können prinzipiell vor Ort durch Lösen bzw. Dispergieren der
einzelnen Komponenten in Wasser in den angegebenen Konzentrationsbereichen zubereitet
werden. Auf dem betroffenen technischen Gebiet ist es jedoch üblich, derartige Wirkstoffkombinationen
in Form von Konzentraten in den Handel zu bringen, die alle Komponenten bereits in
den erforderlichen Mengenverhältnissen enthalten und aus denen vor Ort durch Verdünnen
mit Wasser die anwendungsfertigen Behandlungsbäder hergestellt werden. Demnach betrifft
die Erfindung auch wäßrige Wirkstoffkonzentrate, die die Komponenten a) und b) in
den im Anspruch 1 angegebenen Mengenverhältnissen enthalten. Die Wirkstoffkonzentrationen
in diesen Konzentraten werden vorzugsweise so eingestellt, daß man durch Verdünnen
des Konzentrats mit Wasser um einen Faktor zwischen etwa 20 und etwa 200 ein wäßriges
Korrosionsschutzmittel mit den vorstehend beschriebenen Eigenschaften enthält.
Ausführungsbeispiele
[0026] Gemäß der Tabelle wurden Wirkstoffkonzentrate aus der Inhibitorkomponente a) und
der Pufferkomponente b) hergestellt, indem man die einzelnen Komponenten in den in
der Tabelle angegebenen Konzentrationen in vollentsalztem Wasser löste bzw. dispergierte
und mit soviel KOH versetzte, daß eine mit vollentsalztem Wasser um den Faktor 50
verdünnte Lösung einen pH-Wert von 9,3 aufwies.
[0027] Die Pufferkapazität wurde bestimmt, indem man 50 g der im Verhältnis 1 : 50 verdünnten
Konzentratlösung mit 0,1 normaler Salzsäure von pH 9,3 auf pH 8 titrierte. Der hierfür
erforderliche Verbrauch von Salzsäure in ml wird als Pufferkapazität bezeichnet.
[0028] Zur Überprüfung der Korrosionsschutzwirkung wurde ein Plattenklimatest durchgeführt.
Hierzu wurden Stahlbleche der Qualität ST 1405 mit den Abmessungen 5 cm x 10 cm mit
einer wäßrigen Tensidlösung abgebürstet, mit Wasser und Alkohol gespült und getrocknet.
Danach wurden die Bleche in die mit vollentsalztem Wasser um den Faktor 50 verdünnten
Konzentratlösungen gemäß der Tabelle getaucht, abtropfen lassen und in einer Klimakammer
bei 22 °C und bei einer relativen Luftfeuchte von 76 % gelagert. Alle Beispiele erbrachten
den erforderlichen Korrosionsschutz (weniger als 30 % Korrosion nach 40 Tagen Testdauer).
Die Formulierung gemäß Beispiel 10 wurde auch in größerer Verdünnung geprüft. Die
erforderliche Korrosionsschutzwirkung wurde auch bei Verdünnen des Konzentrats um
einen Faktor 75 erbracht.
Tabelle:
| Wirkstoffkonzentrate: Angaben in Gew.-% in Wasser/KOH |
| Nr. |
Inhibitor a) |
Konz. |
Puffer b) |
Konz (%) |
Pufferkapazität (ml) |
| Vergl.1 |
Heptansäure |
20 |
- |
|
0,06 |
| Vergl.2 |
Sorbinsäure |
20 |
- |
|
0,03 |
| Vergl.3 |
Heptansäure |
20 |
Salicylsäure |
5 |
< 0,1 |
| Beisp.1 |
Tallölfettsäure |
20 |
4-Hydroxybenzoesäure |
5 |
1,6 |
| Beisp.2 |
Ölsäure |
20 |
4-Hydroxybenzoesäure |
5 |
2,6 |
| Beisp.3 |
Dimerfettsäure (EmpolR 1022, Henkel KGaA) |
20 |
4-Hydroxybenzoesäure |
5 |
1,6 |
| Beisp.3 |
Heptansäure |
20 |
4-Hydroxybenzoesäure |
5 |
2,0 |
| Beisp.4 |
Sorbinsäure |
20 |
4-Hydroxybenzoesäure |
5 |
1,8 |
| Beisp.5 |
Sorbinsäure |
20 |
4-Hydroxybenzoesäure |
10 |
5,0 |
| Beisp.6 |
Sorbinsäure |
20 |
4-Hydroxybenzoesäure |
20 |
6,0 |
| Beisp.7 |
Sorbinsäure |
20 |
Bisphenol S |
5 |
1,6 |
| Beisp.8 |
Heptansäure |
20 |
4-Phenolsulfonsäure |
5 |
1,6 |
| Beisp.9 |
Heptansäure |
10 |
4-Hydroxybenzolsulfonsäure |
5 |
2,0 |
| |
+ Sorbinsäure |
10 |
|
|
|
| Beisp.10 |
3,5,5-Trimethylhexansäure |
10 |
4-Hydroxybenzolsulfonsäure |
10 |
5,2 |
| |
+ Sorbinsäure |
10 |
|
|
|
1. Stickstofffreies wässriges Korrosionsschutzmittel, enthaltend
a) Carbonsäure-Anionen mit 6 bis 44 C-Atomen und
b) aromatische Hydroxyverbindungen mit einem pKS-Wert für die Hydroxygruppe im Bereich von 7,0 bis 11
im Gewichtsverhältnis 1 : 2 bis 20 : 1,
dadurch gekennzeichnet, daß es in anwendungsfertigen wäßrigen Zubereitungen Konzentrationen
der Komponenten a) im Bereich von 0,2 bis 2 Gew.-% und der Komponenten b) im Bereich
von 0,1 bis 0,6 Gew.-% sowie eine Pufferkapazität im Bereich von 1 bis 8 aufweist,
wobei die Pufferkapazität definiert ist als der Verbrauch von 0,1 normaler Salzsäure,
gemessen in ml, um den pH-Wert von 50 g des Korrosionsschutzmittels um 1,3 Einheiten
abzusenken.
2. Korrosionsschutzmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es in anwendungsfertigen
wäßrigen Zubereitungen als Rest Wasser, Mittel zur Einstellung eines alkalischen pH-Wertes,
vorzugsweise Alkalimetallhydroxide, insbesondere Kaliumhydroxid, und gegebenenfalls
weitere Hilfsstoffe enthält und als Emulsion oder vorzugsweise als wäßrige Lösung
vorliegt.
3. Korrosionsschutzmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es einen
pH-Wert im Bereich von 7 bis 11 aufweist.
4. Korrosionsschutzmittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es einen pH-Wert
im Bereich von 8,5 bis 10 aufweist.
5. Korrosionsschutzmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Komponente a) ausgewählt ist aus ein- oder mehrbasischen gesättigten oder
ein- oder mehrfach ungesättigten linearen oder verzweigten Carbonsäuren mit 6 bis
22 C-Atomen und/oder ungesättigten mehrbasischen Carbonsäuren mit 36 bis 44 C-Atomen.
6. Korrosionsschutzmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Komponente b) ausgewählt ist aus ein-, zwei- oder dreikernigen aromatischen
Hydroxyverbindungen der allgemeinen Formel (I)
HO - Arom - X (I)
wobei X ausgewählt ist aus Substituenten COOH, SO3H oder SO2-C6H4-OH und "Arom" ein ein-, zwei- oder dreikerniges carbocyclisches aromatisches Sechsringsystem
vom Typ des Benzols, Naphthalins, Anthracens oder Phenanthrens darstellt, das weitere
Substituenten X, OH und/oder Alkyl-, Hydroxyalkyl- und/oder Hydroxyalkyletherreste
mit 1 bis 4 C-Atomen tragen kann.
7. Korrosionsschutzmittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente
b) ausgewählt ist aus aromatischen Hydroxyverbindungen der allgemeinen Formel (II)

wobei X ausgewählt ist aus Substituenten COOH, SO
3H oder SO
2-C
6H
4-OH und R
1, R
2, R
3 und R
4 unabhängig voneinander eine Gruppe X, H, OH oder einen Alkyl-, Hydroxyalkyl- oder
Hydroxyalkyletherrest mit 1 bis 4 C-Atomen bedeuten.
8. Korrosionsschutzmittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente
b) ausgewählt ist aus Verbindungen der allgemeinen Formel (II), die nur einen Substituenten
X enthalten und in denen die Substituenten R1, R2, R3 und R4 Wasserstoff bedeuten.
9. Korrosionsschutzmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß es durch Verdünnen entsprechender Wirkstoffkonzentrate mit Wasser um einen Faktor
zwischen 20 und 200 erhalten wird.
1. A nitrogen-free water-based corrosion control formulation containing
a) carboxylic acid anions containing 6 to 44 carbon atoms and
b) aromatic hydroxy compounds with a pKs value for the hydroxy group of 7.0 to 11
in a ratio by weight of 1:2 to 20:1,
characterized in that , in ready-to-use aqueous preparations, it has concentrations
of 0.2 to 2% by weight of components a) and 0.1 to 0.6% by weight of components b)
and a buffering capacity of 1 to 8, the buffering capacity being defined as the consumption
of 0.1 normal hydrochloric acid, as measured in ml, required to lower the pH value
of 50 g of the corrosion control formulation by 1.3 units.
2. A corrosion control formulation as claimed in claim 1, characterized in that, in ready-to-use
aqueous preparations, it contains for the rest water, chemicals for establishing an
alkaline pH value, preferably alkali metal hydroxides, more particularly potassium
hydroxide, and optionally other auxiliaries and is present as an emulsion or preferably
in the form of an aqueous solution.
3. A corrosion control formulation as claimed in claim 2, characterized in that it has
a pH value of 7 to 11.
4. A corrosion control formulation as claimed in claim 3, characterized in that it has
a pH value of 8.5 to 10.
5. A corrosion control formulation as claimed in one or more of claims 1 to 4, characterized
in that component a) is selected from monobasic or polybasic, saturated or mono- or
polyunsaturated linear or branched carboxylic acids containing 6 to 22 carbon atoms
and/or unsaturated polybasic carboxylic acids containing 36 to 44 carbon atoms.
6. A corrosion control formulation as claimed in one or more of claims 1 to 5, characterized
in that component b) is selected from mononuclear, dinuclear or trinuclear aromatic
hydroxy compounds corresponding to general formula (I):
HO - Arom - X (I)
where X is selected from the substituents COOH, SO3H or SO2-C6H4-OH and "Atom" represents a mono-, di- or trinuclear carbocyclic aromatic 6-ring system
of the benzene, naphthalene, anthracene or phenanthrene type which may contain further
substituents X, OH and/or alkyl, hydroxyalkyl and/or hydroxyalkyl ether groups containing
1 to 4 carbon atoms.
7. A corrosion control formulation as claimed in claim 6, characterized in that component
b) is selected from aromatic hydroxy compounds corresponding to general formula (II):

in which X is selected from the substituents COOH, SO
3H or SO
2-C
6H
4-OH and R', R
2, R
3 and R
4 independently of one another represent a group X, H, OH or an alkyl, hydroxyalkyl
or hydroxyalkyl ether group containing 1 to 4 carbon atoms.
8. A corrosion control formulation as claimed in claim 7, characterized in that component
b) is selected from compounds corresponding to general formula (II) which contain
only one substituent X and in which the substituents R1, R2, R3 and R4 are hydrogen.
9. A corrosion control formulation as claimed in one or more of claims 1 to 8, characterized
in that it is obtained by dilution of corresponding active-substance concentrates
with water by a factor of 20 to 200.
1. Inhibiteur de corrosion aqueux non azoté renfermant
a) des anions d'acides carboxyliques comportant 6 à 44 atomes de C et
b) des composés hydroxylés aromatiques possédant une valeur pKa pour le groupe hydroxyle dans l'intervalle de 7,0 à 111
dans un rapport pondéral de 1:2 à 20:1, caractérisé en ce qu'il possède dans les
préparations aqueuses prêtes à l'emploi des concentrations des composants a) dans
l'intervalle de 0,2 à 2 % en poids et des composants b) dans la plage de 0,1 à 0,6
% en poids, ainsi qu'un pouvoir tampon dans l'intervalle de 1 à 8, le pouvoir tampon
étant défini comme la consommation d'acide chlorhydrique 0,1 N, déterminée en ml,
pour abaisser de 1,3 unité le pH de 50 g de l'inhibiteur de corrosion.
2. Inhibiteur de corrosion selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il renferme
pour le reste dans les préparations aqueuses prêtes à l'emploi, de l'eau, des agents
pour l'ajustement d'un pH alcalin, de préférence des hydroxydes de métaux alcalins,
en particulier de l'hydroxyde de potassium et, le cas échéant, d'autres adjuvants,
et qu'il est sous forme d'émulsion ou de préférence, de solution aqueuse.
3. Inhibiteur de corrosion selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il présente
un pH dans l'intervalle de 7 à 11.
4. Inhibiteur de corrosion selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'il présente
un pH dans l'intervalle de 8,5 à 10.
5. Inhibiteur de corrosion selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que le composant a) est sélectionné parmi des acides carboxyliques mono- ou
polybasiques, saturés ou mono- ou polyinsaturés, linéaires ou ramifiés, comportant
6 à 22 atomes de C et/ou des acides carboxyliques insaturés, polybasiques, comportant
36 à 44 atomes de C.
6. Inhibiteur de corrosion selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce que le composant b) est sélectionné parmi les composés hydroxylés aromatiques
mono- bi- ou trinucléaires de la formule générale (I)
HO - Arom - X (I)
dans laquelle X est sélectionné parmi les substituants COOH, SO3H ou SO2-C6H4-OH et "Arom" représente un système à noyau hexagonal carbocyclique, aromatique, mono-
bi- ou trinucléaire du type du benzène, du naphtalène, de l'anthracène ou du phénanthrène,
qui peut porter d'autres substituants X, OH et/ou des radicaux alkyle, hydroxyalkyle
et/ou hydroxyalkyléther comportant 1 à 4 atomes de C.
7. Inhibiteur de corrosion selon la revendication 6, caractérisé en ce que le composant
b) est sélectionné parmi les composés hydroxylés aromatiques mononucléaires, qui répondent
à la formule générale (Il)

dans laquelle X est sélectionné parmi les substituants COOH, SO
3H ou SO
2-C
6H
4-OH, et R
1, R
2, R
3 et R
4 représentent indépendamment les uns des autres un groupe X, H, OH ou un radical alkyle,
hydroxyalkyle ou hydroxyalkyléther comportant 1 à 4 atomes de C.
8. Inhibiteur de corrosion selon la revendication 7, caractérisé en ce que le composant
b) est sélectionné parmi les composés de la formule générale (II), qui ne renferment
qu'un seul substituant X et dans lesquels les substituants R1, R2, R3 et R4 représentent l'hydrogène.
9. Inhibiteur de corrosion selon une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé
en ce qu'il est obtenu par dilution dans de l'eau de concentrés correspondants de
substances actives avec un facteur compris entre 20 et 200.