[0001] Die Erfindung betrifft eine Vakuumpumpe mit einem Paar innerhalb eines axial durchströmten
Schöpfraums umlaufender, insbesondere schraubenförmig ineinandergreifender Verdrängerrotoren,
die fliegend von je einer druckseitig gelagerten Welle getragen sind, von denen jede
mit dem Läufer eines außerhalb des den Schöpfraum bildenden Gehäuses angeordneten
Motors verbunden ist.
[0002] Diese Bauart hat den Vorteil, daß sämtliche die Lagerung und den Antrieb der Rotoren
betreffenden Organe druckseitig angeordnet sind und von ihnen stammende Ausgasungen
daher weniger leicht zur Saugseite der Pumpe gelangen können. Aufwendige Dichtungen
werden dadurch unnötig. Jedoch haben bekannte Pumpen dieser Art (EP-A 472933 = US-A
5,197,861 und US-A 5,354 179; EP-A 558921 = US-A 5,393,201; US-A 5,295,798; US-A 5,314,312;
US-A 5,329,216; JP-Abstract 2283890) den Nachteil, daß die drehenden Teile schwer
zugänglich sind und nicht leicht gewartet werden können, weil ihre Montage bzw. Demontage
voraussetzt, daß sie oder mehrere die Lagerung aufnehmende Gehäuseteile voneinander
getrennt werden. Da die drehenden Teile und ihre Lagerung einstellungsempfindlich
sind, ist dafür besonders qualifiziertes Personal erforderlich, das in der Regel lediglich
dem Hersteller der Pumpe zur Verfügung steht.
[0003] Die Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß jeder Rotor mit der zugehörigen
Welle und einem am Gehäuse fixierbaren, stationären Lagerkörper, der die gesamte Wellenlagerung
aufnimmt, eine von dem Gehäuse abziehbare Einheit bildet. In dieser Baueinheit sind
die betriebssensiblen Lagerfunktionen zusammengezogen. Sie kann vom Hersteller zu
Austauschzwecken vormontiert, eingestellt und ausgewuchtet geliefert werden und als
Ganzes dem Hersteller zu Wartungszwecken eingesandt werden, während die übrige Wartung
einschließlich Montage und Demontage dem beim Anwender verfügbaren, weniger spezialisierten
Personal überlassen werden kann.
[0004] Damit jede Rotorbaueinheit unabhängig von der anderen vormontierbar ist, ist zweckmäßigerweise
jedem Rotor ein gesonderter Lagerkörper zugeordnet. Jedoch mag es Anwendungsfälle
geben, in denen ein gemeinsamer Lagerkörper für beide Rotoren vorgesehen werden kann.
[0005] Das den Schöpfraum bildende Gehäuse ist zweckmäßigerweise druckseitig von einer Grundplatte
begrenzt, in oder an der der Lagerkörper zentrier- und/oder fixierbar ist. Diese Grundplatte
kann einstückig mit dem Schöpfraumgehäuse verbunden sein. Zweckmäßigerweise ist sie
jedoch ein gesonderter Teil. Sie kann auch Teil des Motorgehäuses sein. das in der
Regel an der Grundplatte an der dem Schöpfraumgehäuse abgelegenen Seite angeordnet
ist.
[0006] Wie aus dem eingangs genannten Stand der Technik bekannt, ist es zweckmäßig, wenn
wenigstens ein Rotorlager innerhalb des Rotors in einem nur zur Druckseite hin offenen
Raum an einem in den Rotor hineinragenden, rohrförmigen Teil des Lagerkörpers angeordnet
ist. Auf diese Weise erreicht man, daß die Rotorwelle lediglich geringen Biegebeanspruchungen
unterworfen ist und daß demzufolge die verformungsbedingten Änderungen des Spiels
eines Rotors gegenüber dem anderen sowie zwischen den Rotoren und dem Gehäuse gering
gehalten werden können. Auch erlaubt dies eine günstige Dimensionierung der Rotorwelle,
wodurch der mit der Rotorinnenlagerung verbundene radiale Platzbedarf teilweise kompensiert
wird.
[0007] Es ist bekannt, die Rotorwellen mit zusammenwirkenden Zahnrädern zu versehen, die
die Synchronisierung der Wellen bewirken oder zusätzlich zu elektronischer Synchronisation
eine Notsynchronisation ermöglichen. Damit diese Zahnräder nicht durch unmittelbare
Berührung mit dem Fördermedium verschmutzt werden und damit sie ggf. geschmiert werden
können, ohne daß das Schmiermittel in den Schöpfraum gelangt, sind sie gemäß der Erfindung
motorseits einer Flanschplatte angeordnet, die für diesen Zweck einen vom Schöpfraum
abgedichteten Raum begrenzt und zu der mit dem Rotor abziehbaren Baueinheit gehört.
Statt der Zahnräder kann es sich auch um Impulsgeberscheiben handeln oder die Zahnräder
dienen gleichzeitig als Impulsgeberscheiben.
[0008] Zweckmäßigerweise ist die Abdichtung der Flanschplatte gegenüber dem Schöpfraum dadurch
verwirklicht, daß die Flanschplatte gegenüber der Grundplatte oder dem Motorgehäuse
abgedichtet ist, während die Grundplatte bzw. das Motorgehäuse gegenüber dem Schöpfraumgehäuse
abgedichtet ist. Dies gibt die Möglichkeit, die Flanschplatte am Motorgehäuse zu montieren
und zu zentrieren. Das Schöpfraumgehäuse (bzw. dessen Mantel und Deckel) können zur
Wartung des Schöpfraums und der Rotoroberflächen abgenommen werden. ohne daß dies
den dichten Abschluß der die Synchronisationsscheiben aufnehmenden Räume beeinträchtigt.
[0009] Das Motorgehäuse ist zweckmäßigerweise staubdicht gegenüber der Atmosphäre abgedichtet.
Es oedarf deshalb auch keiner Abdichtung der die Synchronisationsscheiben aufnehmenden
Räume gegenüber dem Antrieb.
[0010] Zweckmäßigerweise gehört auch der Motorläufer der insgesamt vom Gehäuse abziehbaren
Rotoreinheit an. Dasselbe gilt für das Synchronisationszahnrad bzw. die mit der Rotorbaueinheit
drehverbundene Impulsgeberscheibe, die Teil einer Einrichtung zur Drehwinkelmessung
des Rotors ist.
[0011] Die Erfindung ermöglicht es, den Aufwand für die Lagerhaltung dadurch beträchlich
zu reduzieren, daß Pumpen unterschiedlicher Förderdaten, die derselben Baureihe angehören,
sich im wesentlichen nur durch die Länge der Rotoren, der Schöpfraumgehäuse und ggf.
der rohrförmigen Teile der Lagerkörper unterscheiden. Statt dessen oder zusätzlich
können sie sich auch von der Ausführung der Verdrängervorprünge am Umfang der Rotoren
unterscheiden.
[0012] Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert,
die ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht. Darin zeigen:
- Fig.1
- einen Längsschnitt in der Ebene beider Rotorachsen,
- Fig.2
- einen Längsschnitt quer dazu,
- Fig.3
- einen Horizontalschnitt gemäß Linie III-III der Fig.1 und
- Fig.4
- eine teilweise gemäß Linie IV der Fig.2 geschnittene Draufsicht.
[0013] Auf dem Fußteil 1 ruht das Motorgehäuse 2, das oben mit der flanschartigen Grundplatte
3 ggf. einstückig verbunden ist. auf der das Schöpfraumgehäuse 4 aufgebaut ist. Dieses
wird oben durch einen Deckel 5 abgeschlossen, der eine Saugöffnung 6 enthält.
[0014] An der Grundplatte 3 sind in später zu erläuternder Weise die Flanschplatten 50 der
Lagerkörper 7 befestigt, die je zur Lagerung eines Rotors 8 dienen. dessen Umfang
vorzugsweise zweigängig schraubenförmig angeordnete Verdrängervorsprünge 9 trägt,
die in der Art eines Zahneingriffs in die Förderhohlräume 10 zwischen den Verdrängervorsprüngen
9 des benachbarten Rotors eingreifen. Außerdem wirken die Verdrängervorsprünge 9 am
Umfang mit der Innenfläche des Schöpfraumgehäuseteils 4 zusammen. Die Rotoren 8 stehen
oben mit dem Saugraum 11 und unten mit dem Druckraum 12 in Verbindung.
[0015] Der Druckraum 12 steht durch den Kanal 16 in Verbindung mit dem Druckauslaß 17. Diese
Teile sind am unteren Ende des vertikal aufgestellten Schöpfraumgehäuses vorgesehen.
[0016] Jeder Rotor 8 ist drehfest mit einer Welle 20 verbunden, die unten im Lagerkörper
7 durch ein dauergeschmiertes Wälzlager 21 gelagert ist. Ein zweites, gleichfalls
dauergeschmiertes Wälzlager 22 befindet sich am oberen Ende eines rohrförmigen Teils
23 des Lagerkörpers 7, der in eine nach unten, also druckseitig, offene, konzentrische
Bohrung 24 des Rotors 8 hineinragt. Dieses Lager 22 befindet sich vorzugsweise oberhalb
der Mitte des Rotors 8. Der rohrförmige Teil 23 des Lagerkörpers erstreckt sich vorzugsweise
durch den größeren Teil der Länge des Rotors 8. Das Ende des rohrförmigen Teils 23
liegt bei vertikaler Anordnung der Pumpe wesentlich höher als der Druckauslaß 17.
Dies ist hilfreich für den Schutz der Lager- und Antriebsregion vor dem Eindringen
von Flüssigkeit oder anderen schweren Verunreinigungen vom Schöpfraum her.
[0017] Im rohrförmigen Teil 23 des Lagerkörpers sind Kühlkanäle 25 vorgesehen, die über
Kanäle 26 mit einer Kühlwasserquelle und über entsprechende Kanäle, die in der Zeichnung
nicht erscheinen. mit einem Kühlwasserabfluß in Verbindung stehen. Die Kühlkanäle
25 sind vorzugsweise durch schraubenförmige Eindrehungen gebildet, die durch eine
Hülse dicht abgedeckt sind. Die Kühlung der Rotorlager verlängert die Lebensdauer
bzw. die Wartungsintervalle dieser Lager. Ferner wird durch die Kühlung auch die Umfangsfläche
des rohrförmigen Teils 23 des Lagerkörpers auf niedriger Temperatur gehalten. Diese
Umfangsfläche steht der inneren Umfangsfläche des Hohlraums 24 des Rotors mit geringem
Abstand gegenüber. Diese Flächen sind so ausgebildet, daß sie zu gutem Wärmeaustausch
fähig sind und somit Wärme aus dem Rotor mittelbar über den rohrförmigen Teil 23 des
Lagerkörpers und dessen Kühleinrichtungen 25 abgeführt werden kann. Zur Verbesserung
des Wärmeaustauschs zwischen den einander gegenüberstehenden Flächen des rohrförmigen
Teils 23 des Lagerkörpers und des Rotorhohlraums 24 können diese in geeigneter Weise
ausgebildet sein. Beispielsweise können sie so behandelt bzw. brüniert sein, daß der
Strahlungsaustausch durch hohe Absorptionskoeffizienten begünstigt wird. Der konvektive
Wärmeaustausch vermittelst der dazwischen befindlichen Gasschicht kann durch geringen
Oberflächenabstand und geeignete Oberflächenstruktur, die zur Erhöhung der Wärmeübergangszahl
führt, verbessert werden. Eine Fläche oder beide können zu diesem Zweck rauh oder
mit Wärmeaustauschrippen oder Gewinde oder dergleichen ausgebildet sein. Es ist auch
möglich, dem Rotorhohlraum 24 durch den Lagerkörper oder die Welle 20 ein Sperrgas
zuzuführen, das mit dem Fördermedium vom Druckraum 12 abgeführt wird. Es kann neben
der Absperrung der Lagerregion auch der zusätzlichen Kühlung des Lagers, des Lagerkörpers
und des Rotors dienen, wobei es aber zweckmäßigerweise nicht durch das bzw. die Lager
geführt wird, um diese nicht zu verschmutzen, sondern über einen eine Umgehung bildenden
Kanal 28.
[0018] Zum Schutz des Lager- und Antriebsbereichs vor vom Schöpfraum her eindringenden Einflüssen
sind geeignete Dicht- und/oder Sperreinrichtungen vorgesehen. Besonders vorteilhaft
ist die Ausrüstung der einander gegenüberstehenden Flächen des Lagerkörpers 23 und
der Innenflächen des Rotorhohlraums 24 auf einer Seite oder auf beiden Seiten mit
einem nicht dargestellten Fördergewinde, das einen Fördereffekt vom Rotorhohlraum
24 zum Druckraum 12 hin ausübt. Dieser Fördereffekt wirkt sich wegen deren höherer
Dichte vornehmlich auf feste oder flüssige Teilchen aus und verhindert dadurch deren
Eindringen in den Lager- und Antriebsbereich. Das Fördergewinde wird zweckmäßigerweise
so ausgebildet, daß dieser Effekt auch bei erheblich abgesenkter Drehzahl noch wirksam
ist.
[0019] Der Fördereffekt kann auch dadurch herbeigeführt werden, daß der Spalt zwischen Rotor
und Lagerkörper sich konisch zum Druckraum hin erweitert. Die Spaltweite (Abstand
der Oberfläche des Lagerkörpers von der Oberfläche des Rotors) bleibt dabei im wesentlichen
konstant. Zusätzlich können auch in diesem Falle die einander gegenüberstehenden Flächen
auf einer Seite oder auf beiden Seiten mit Fördergewinde versehen sein; erforderlich
ist dies aber nicht.
[0020] Da die Ausrüstung des Spalts zwischen Rotor und Lagerkörper mit einem Fördergewinde
oder einer fördernd wirkenden Konizität sehr wirksam gegen das Eindringen von Flüssigkeit
oder Feststoffteilchen abdichtet, kann oft auf zusätzliche Dichteinrichtungen verzichtet
werden; jedoch können sie vorgesehen sein, und zwar vorzugsweise in berührungsfreier
oder berührungsarmer Bauart, z.B. Labyrinthdichtungen oder kolbenringartige Dichtungen.
[0021] Aufgrund der Dichtwirkung des Fördergewindes bzw. der Spaltkonizität ist die erfindungsgemäße
Pumpe unempfindlich gegen das Vorhandensein von Flüssigkeit im Schöpfraum, solange
sich die Rotoren in Drehung befinden. Diese Unempfindlichkeit besteht auch im stationären
Zustand dank der hohen Lageranordnung im Rotor, solange die Flüssigkeit im Schöpfraum
das Lagerniveau nicht erreicht. Sie ist nicht nur dann wichtig, wenn das Fördermedium
einen Flüssigkeitsschwall mit sich führt, sondern kann auch für die Reinigung und/oder
Kühlung der Pumpe durch Flüssigkeitseinspritzung genutzt werden. Beispielsweise kann
durch Düsen, von denen eine bei 27 angedeutet ist, Reinigungs- oder Kühlflüssigkeit
eingesprüht werden. Es können dieselben oder gesonderte Düsen 27 zum Einsprühen der
Reinigungsflüssigkeit und der Kühlflüssigkeit verwendet werden.
[0022] Wenn mit sehr starker Verschmutzung gerechnet werden muß, besteht die Möglichkeit.
während des Betriebs ständig Reinigungsflüssigkeit einzusprühen. Beim Betrieb einer
Vakuumpumpe sollte die Reinigungsflüssigkeit, soweit sie in den Saugraum gelangen
kann, einen Dampfdruck unterhalb des Ansaugdrucks haben. Wenn die Pumpe mehrstufig
ist und die Verschmutzung sich (beispielsweise druckabhängig) hauptsächlich in der
zweiten und/oder folgenden Stufen niederschlägt, besteht die Möglichkeit, die Einspritzung
der Reinigungsflüssigkeit auf die zweite bzw. folgende Stufe zu begrenzen und dadurch
von der Saugseite zu trennen.
[0023] In den meisten Fällen erfolgt der Reinigungsbetrieb jedoch nicht ständig, sondern
periodisch wenn Reinigungsbedarf (beispielsweise infolge Anstiegs des Antriebsdrehmoments)
festgestellt wird. Dank der Unempfindlichkeit der Pumpe gegenüber Flüssigkeiten können
dann auch verhältnismäßig große Flüssigkeitsmengen verwendet werden. Wenn aufgrund
der Menge oder Art der verwendeten Reinigungsflüssigkeit die Betriebsdrehzahl nicht
gehalten werden kann, kann die Drehzahl entsprechend gesenkt werden. Dafür sind geeignete
Steuerungseinrichtungen vorgesehen. Beispielsweise kann die Drehzahl abhängig vom
Antriebsdrehmoment gesteuert werden. was bei erhöhtem Leistungsbedarf selbsttätig
zu einer entsprechenden Absenkung der Drehzahl gegenüber der Betriebsdrehzahl führt.
Die fortdauernde Drehung der Rotoren auch während der Reinigungsphase dient nicht
nur der Abdichtung der Rotorlagerung, sondern fördert auch die Einwirkung der Reinigungsflüssigkeit
auf die verschmutzten Oberflächen.
[0024] Die Förderwirkung im Spalt zwischen Rotor und Lagerkörper kann auch zur Förderung
von Sperrgas unabhängig von einer extemen Druckgasquelle genutzt werden. Im allgemeinen
wird man aber zur Förderung des Sperrgases die Wirkung einer solchen Druckgasquelle
bevorzugen, um in der Sperrgaszufuhr unabhängig von der Rotordrehzahl zu sein.
[0025] Das Schöpfraumgehäuse 4 kann eine Kammer 30 enthalten (Fig. 2), die ganz oder über
einen großen Teil des Umfangs umläuft und durch die Kühlwasser zirkuliert, um das
Gehäuse auf einer vorbestimmten Temperatur zu halten. Kühlung des Gehäusemantels ist
nicht in allen Fällen erforderlich. Sie ist jedoch im erfindungsgemäßen Zusammenhang
vorteilhafterweise möglich, weil auch die Rotoren 8 gekühlt sind und deren Wärmedehnung
daher begrenzt ist. Es braucht nicht befürchtet zu werden, daß die Rotoren nur deshalb
am Gehäuse anlaufen, weil sie sich dehnen, während das Gehäuse auf geringerer Temperatur
gehalten wird.
[0026] Die erfindungsgemäße Pumpe kann mit Voreinlaß ausgerüstet werden. Das bedeutet, daß
in den Bereichen hoher, ggf. auch schon mittlere Kompression im Gehäuse Kanäle 31
vorgesehen sind, durch die in den Schöpfraum Gas von höherem Druck als es dem Kompressionsstadium
in diesem Bereich des Schöpfraums entspricht, eingelassen wird, um nach bekannten
Grundsätzen eine Kühlung und/oder Geräuschminderung zu bewirken. Gemäß einem vorteilhaften
Merkmal der Erfindung kann das Voreinlaßgas unmittelbar der Druckseite der Pumpe entnommen
werden, indem es in den Kühltaschen 30 des Schöpfraummantels 4 gekühlt wird. Zu diesem
Zweck kann es durch Wärmetauscherrohre geleitet werden.
[0027] Bei den Wälzlagern 21, 22 handelt es sich im dargestellten Beispiel um Schrägkugellager,
die durch eine Feder 29 gegeneinander angestellt sind. Jede Welle 20 trägt unterhalb
des Lagers 21 vorzugsweise unmittelbar, d.h. ohne zwischengeschaltete Kupplung, den
Läufer 35 des Antriebsmotors, dessen Stator 36 in dem Motorgehäuse 2 angeordnet ist.
Das Motorgehäuse kann mit Kühlkanälen 38 ausgerüstet sein.
[0028] Die Flanschplatten 50, die in dem dargestellten Beispiel mit den Lagerkörpern 7 aus
einem Stück bestehen, sind mit ihren Außenrändem 51, die im wesentlichen dem Umfang
des Schöpfraumgehäuses 4 folgen, und ihren aneinanderliegenden Innenrändem 52 auf
die Oberseite der Grundplatte 3 aufgesetzt. Die Flanschplatten 50 sind gegenüber der
Grundplatte 3 gedichtet. Auch die im Radialschnitt einer Sekante folgenden Stirnflächen
53, an denen sie aneinander anliegen, sind mit einer Dichtungseinlage ausgerüstet.
[0029] Unter den Flanschplatten 50, zwischen den Rändern 51, 52 ist eine Eindrehung vorgesehen,
die mit der Oberseite der Grundplatte 3 einen Raum 39 einschließt, der zur Aufnahme
von Synchronisations-Zahnrädern 40 dient, die mit bekannten Mitteln drehfest auf den
Wellen 20 zwischen den Lagern 21 und den Motorläufern angeordnet sind. Damit sie im
Bereich der Innenränder 52 der Flanschplatten 50 miteinander kämmen können, weisen
die Innenränder an entsprechender Stelle einen Ausschnitt auf, durch den die Zahnräder
hindurchgreifen. Unterhalb dieses Ausschnitts bleibt auf jeder Seite ein Steg stehen,
auf den in Fig. 1 die Bezugslinie der den Innenrand allgemein bezeichnenden Bezugsziffer
52 weist. Dieser Steg ist nicht nur aus Stabilitätsgründen vorteilhaft, sondern auch
weil er eine umlaufende Abdichtung einerseits gegenüber der Grundplatte 3 und andererseits
zwischen den abgeflachten Sekantenflächen der Flanschplatten 50 ermöglicht.
[0030] Die Ausdrehungen 39 in den Flanschplatten 50 haben einen Durchmesser, der größer
ist als der Durchmesser der Synchronisations-Zahnräder 40. Sie sind im Verhältnis
zu den Innenrändern 52 ein wenig exzentrisch angeordnet, damit die Synchronisations-Zahnräder
40 bei der Montage der Rotor-Baueinheiten trotz des Vorhandenseins des Dichtungsstegs
bei 52 eingesetzt werden können.
[0031] Da der die Synchronisations-Zahnräder 40 enthaltende Raum 39 von dem Schöpfraum vollständig
getrennt ist, besteht für die Synchronisations-Zahnräder die Gefahr der Verschmutzung
nicht. Sie dienen lediglich der Notsynchronisation der Rotoren. Ihre Zähne kommen
normalerweise nicht miteinander in Berührung. Eine Schmierung ist deshalb in der Regel
nicht erforderlich. Zwar ist sie gewünschtenfalls anwendbar, aber der Trockenlauf
der Synchronisation-Zahnräder vereinfacht die Konstruktion, weil eine Abdichtung zwischen
dem Raum 39 und den Antriebsmotoren nicht erforderlich ist.
[0032] Die Synchronisations-Zahnräder 40 können auch als Impulsgeberscheiben dienen oder
durch zusätzliche Impulsgeberscheiben ergänzt sein, die von Sensoren 42 abgetastet
werden, von denen in Fig.1 einer dargestellt ist. Diese Sensoren 42 stehen mit einer
Regeleinrichtung in Verbindung, die die jeweilige Drehstellung der Rotoren gegenüber
einem Sollwert überwacht und über den Antrieb korrigiert. Es handelt sich dabei um
eine Synchronisation der Rotoren auf elektronischem Wege, die als solche bekannt ist
und daher hier keiner näheren Erläuterung bedarf. Das Spiel zwischen den Zähnen der
Synchronisationszahnräder 40 ist etwas geringer als das Flankenspiel zwischen den
Verdrängervorsprüngen 9 der Rotoren 8. Es ist jedoch größer als die Synchronisationstoleranz
der elektronischen Synchronisationseinrichtung. Bei ordnungsgemäßem Funktionieren
der letzteren kommen somit weder die Flanken der Verdrängervorsprünge 9 noch die Zähne
der Synchronisationszahnräder 40 miteinander in Kontakt. Für den Fall, daß die letzteren
doch einmal miteinander in Kontakt kommen sollten, sind sie mit einer verschleißfesten
und ggf. gleitgünstigen Beschichtung versehen.
[0033] Die Leistungsdaten der Pumpe werden außer durch die Antriebsleistung und Drehzahl
durch das an den Rotoren gebildete Verdränger- bzw. Fördervolumen und somit durch
die Länge der Rotoren bestimmt. Man kann daher die Förderdaten dadurch verändern,
daß man die Länge des die Rotoren enthaltenden Pumpenteils ändert. Eine Baureihe von
Pumpen mit unterschiedlichen Leistungsdaten zeichnet sich deshalb vorzugsweise dadurch
aus, daß die einzelnen Pumpen dieser Baureihe sich durch Abstufung der Länge dieser
Teile unterscheiden, zu denen das Schöpfraumgehäuse, die Rotoren sowie ggf. die rohrförmigen,
in die Rotoren hineinragenden Teile der Lagerkörper gehören.
[0034] Man erkennt, daß jeder Rotor mit den zugehörigen Lager- und Antriebseinrichtungen
eine selbständig montierbare Baueinheit bildet, die neben dem Rotor aus den Lagern
21, 22, dem Lagerkörper 7, dem darin vorgesehenen Kühleinrichtungen, der Welle 20,
dem Synchronisationszahnrad 40, dem zugehörigen Sensor 42 und dem Motorläufer 35 besteht.
Diese Einheiten werden komplett vormontiert in die Pumpe eingesetzt. Sie können nach
der Abnahme des Schöpfraumgehäuses leicht von der Grundplatte 3 abgenommen bzw. eingesetzt
werden. Ihre Auswechslung kann daher dem Anwender überlassen bleiben. während der
Hersteller die Wartung der empfindlichen Einheiten als solchen besorgt.
[0035] Fig. 2 und Fig. 4 veranschaulichen, daß der Saugraum 11 von dem Schöpfraum durch
eine Deckplatte 14 getrennt ist, die einen unmittelbaren Durchtritt des angesaugten
Mediums von der Saugöffnung 6 in den Schöpfraum verhindert. Stattdessen gelangt es
zunächst durch die eine oder andere von zwei Öffnungen 61 in den Kopfraum 62 eines
von zwei Absetzräumen 63, die als besondere Behälter 68 an die Breitseiten des Schöpfraumgehäuses
4 angesetzt sind. Der Kopfraum 62 ist nach unten zum Absetzraum 63 hin offen und seitlich
durch Trennwände 64 von zwei Seitenräumen 65 abgegrenzt, die gleichfalls zum Absetzraum
63 hin offen sind und durch je eine Öffnung 66, die beiderseits der Öffnung 61 angeordnet
sind, mit dem Schöpfraum der Pumpe verbunden sind. Das angesaugte Medium gelangt von
der Saugöffnung 6 durch den Saugraum 11 in einen mittleren Kopfraum 62, wird darin
nach unten umgelenkt in den Absetzraum 63, wird darin umgelenkt nach oben zu einem
der Seitenkopfräume 65 und gelangt von hier aus durch die Öffnung 66 in den Schöpfraum.
Die Öffnungen 61, 62, durch die das Medium in den Absetzraum 63 einströmt, sind somit
räumlich versetzt gegenüber den Öffnungen 65, 66, durch die es in den Schöpfraum wieder
abfließt. Die dem Gasstrom dadurch aufgezwungene Umlenkung hat zur Folge, daß etwa
von ihm mitgeführte flüssige oder feste Partikeln aufgrund der Trägheitswirkung nach
unten in den Absetzraum 63 geschleudert werden. Insbesondere gilt dies auch für einen
etwaigen Flüssigkeitsschwall. Falls des öfteren mit Flüssigkeitsschwall gerechnet
werden muß, können die Absetzräume mit Ausschleuseinrichtungen für die darin enthaltene
Flüssigkeit versehen sein. Unabhängig davon oder auch ggf. damit funktionell verbunden
kann ein Füllstandsmesser 67 vorgesehen sein.
[0036] Die Pumpe ist vorzugsweise von isochorer Bauart, um auch größere Flüssigkeitsmengen
schadlos mitfördern zu können.
1. Vakuumpumpe mit einem Paar innerhalb eines axial durchströmten Schöpfraums umlaufender,
insbesondere schraubenförmig ineinandergreifender Verdrängerrotoren (8), die fliegend
von je einer druckseitig gelagerten Welle (20) getragen sind, von denen jede mit dem
Läufer (35) eines außerhalb des den Schöpfraum bildenden Gehäuses (4) angeordneten
Motors verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Rotor (8) mit der zugehörigen
Welle (20) und einem besonderen, am Gehäuse fixierbaren, stationären Lagerkörper (7),
der die gesamte Wellenlagerung aufnimmt, eine von dem Gehäuse abziehbare Einheit bildet.
2. Vakuumpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Rotor (8) ein gesonderter
Lagerkörper (7) zugeordnet ist.
3. Vakuumpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das den Schöpfraum
bildende Gehäuse (4) druckseitig an eine Grundplatte (3) angrenzt, an der der Lagerkörper
(7) fixierbar ist.
4. Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Flanschplatte
(50), die mit der Rotor-Baueinheit abziehbar ist, einen vom Schöpfraum abgedichteten
Raum begrenzt, in welchem ein Synchronisationszahnrad (40) und/oder eine Impulsgeberscheibe
vorgesehen ist.
5. Vakuumpumpe nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Grundplatte
(3) an der dem Schöpfraumgehäuse (4) abgelegenen Seite ein die Motoren aufnehmendes
Motorgehäuse (37) angeordnet ist.
6. Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
ein Rotorlager (22) innerhalb des Rotors (8) in einem nur zur Druckseite (12) hin
offenen Raum (24) des Rotors an einem in den Rotor (8) hineinragenden, rohrförmigen
Teil (23) des Lagerkörpers (7) angeordnet ist.
7. Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auch der
Motorläufer (35) der insgesamt abziehbaren Rotor-Baueinheiten angehört.
8. Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7. dadurch gekennzeichnet, daß auch das
Synchronisationszahnrad bzw. die Impulsgeberscheibe der insgesamt abziehbaren Rotor-Baueinheit
angehört.
9. Baureihe von Vakuumpumpen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß Pumpen unterschiedlicher Förderdaten sich abgesehen vom Antrieb im wesentlichen
nur durch die Länge der Rotoren, der Schöpfraumgehäuse und ggf. der rohrförmigen Teile
der Lagerkörper sowie ggf. die Ausführung der Verdrängervorsprünge am Umfang der Rotoren
(8) unterscheiden.
1. Vacuum pump having a pair of displacement rotors (8) which rotate inside an axial-flow
pump chamber, intermesh in particular in a helical manner and are carried in a floating
manner by one shaft (20) each mounted on the pressure side, of which each is connected
to the armature (35) of a motor arranged outside the housing (4) forming the pump
chamber, characterized in that each rotor (8), with the associated shaft (20) and
a special stationary bearing body (7) which can be fixed to the housing and accommodates
the entire shaft bearing arrangement, forms a unit which is removable from the housing.
2. Vacuum pump according to Claim 1, characterized in that a separate bearing body (7)
is allocated to each rotor (8).
3. Vacuum pump according to Claim 1 or 2, characterized in that the housing (4) forming
the pump chamber adjoins a base plate (3) on the pressure side, to which base plate
(3) the bearing body (7) can be fixed.
4. Vacuum pump according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a flange plate
(50) which can be removed together with the rotor construction unit defines a space
which is sealed off from the pump chamber and in which a synchronization gear wheel
(40) and/or a pulse generator disc is provided.
5. Vacuum pump according to Claim 3 or 4, characterized in that a motor housing (37)
accommodating the motors is arranged on the base plate (3) on the side remote from
the pump-chamber housing (4).
6. Vacuum pump according to one of Claims 1 to 5, characterized in that at least one
rotor bearing (22) is arranged inside the rotor (8) in a space (24), open only towards
the pressure side (12), of the rotor at a tubular part (23), projecting into the rotor
(8), of the bearing body (7).
7. Vacuum pump according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the motor armature
(35) also belongs to the rotor construction units removable in their entirety.
8. Vacuum pump according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the synchronization
gear wheel or the pulse generator disc belongs to the rotor construction unit removable
in its entirety.
9. Series of vacuum pumps according to one of Claims 1 to 8, characterized in that pumps
having different delivery data, apart from the drive, differ essentially only in the
length of the rotors, the pump-chamber housing and if need be the tubular parts of
the bearing bodies as well as if need the style of the displacement projections at
the periphery of the rotors (8).
1. Pompe à vide comportant une paire de rotors déplaceurs (8) tournant à l'intérieur
d'une chambre d'aspiration traversée par un courant axial et s'engageant l'un dans
l'autre notamment en forme de vis, lesquels rotors sont portés de manière volante
chacun par un arbre (20) monté côté compression, chaque arbre étant relié au rotor
(35) d'un moteur disposé à l'extérieur du carter (4) formant la chambre d'aspiration,
caractérisée en ce que chaque rotor (8) forme avec l'arbre (20) correspondant et avec
un corps de palier (7) stationnaire particulier, qui peut être fixé sur le carter
et qui reçoit tous les paliers de l'arbre, un ensemble pouvant être extrait du boîtier.
2. Pompe à vide selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'à chaque rotor (8) est
affecté un corps de palier (7) séparé.
3. Pompe à vide selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le carter (4) formant
la chambre d'aspiration est limitrophe, côté compression, d'une plaque de base (3)
à laquelle peut être fixé le corps de palier (7).
4. Pompe à vide selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'une plaque-bride
(50), qui peut être enlevée avec l'ensemble-rotor, délimite une chambre séparée de
manière étanche de la chambre d'aspiration, dans laquelle est prévue une roue dentée
de synchronisation (40) et/ou un disque générateur d'impulsions.
5. Pompe à vide selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que sur la plaque de
base (3), sur le côté opposé au carter (4) formant la chambre d'aspiration, est disposé
un carter-moteur (37) logeant les moteurs.
6. Pompe à vide selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'au moins
un palier de rotor (22) est disposé à l'intérieur du rotor (8) dans une chambre (24)
du rotor, ouverte vers le côté compression (12), sur un élément tubulaire (23), qui
s'engage dans le rotor (8), du corps de palier (7).
7. Pompe à vide selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le rotor
(35) du moteur fait partie aussi des ensembles-rotors pouvant être extraits en bloc.
8. Pompe à vide selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la roue
dentée de synchronisation ou le disque générateur d'impulsions fait aussi partie de
l'ensemble-rotor pouvant être extrait en bloc.
9. Série de pompes à vide selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que
des pompes aux caractéristiques de refoulement différentes diffèrent, indépendamment
de l'entraînement, essentiellement seulement par la longueur des rotors, des carters
formant les chambres d'aspiration et éventuellement des éléments tubulaires des corps
de paliers ainsi qu'éventuellement par la réalisation des saillies de déplacement
sur le pourtour des rotors (8).