[0001] Die Erfindung betrifft ein Lichtstreuelement, insbesondere für dekorative Beleuchtungszwecke.
[0002] Lichtstreuelemente sind in den vielfältigsten Formen bekannt. Zur dekorativen Beleuchtung
ist es wünschenswert, durch Brechungs- und/oder Reflexionseffekte möglichst interessante
Lichtmuster entweder am Lichtstreuelement selbst oder an reflektierenden Flächen,
beispielsweise an Wänden oder dergleichen, zu erzeugen. Herkömmliche Lichtstreuelemente
enthalten hierzu meist Reflektoren, Lichtleiter oder Festkörper zur Erzeugung der
gewünschten Reflexions- bzw. Brechungseffekte.
[0003] Diese Festkörper bestehen meist aus Glas, Keramik, Kunststoff oder oberflächenbehandeltem
Metall und weisen regelmäßige geometrische Formen oder mikroskopisch unregelmäßige
Strukturen auf, z.B. die Form regelmäßiger Prismen.
[0004] Sollen im Wesentlichen reflektierende Effekte bewirkt werden, so bestehen die Festkörper
entweder vollständig aus einem entsprechenden reflektierenden Material oder sind mit
einem derartigen Material beschichtet.
[0005] Darüber hinaus wurde versucht, interessante Lichteffekte durch den Einsatz aufgerauhter
Oberflächen oder durch die Verwendung von mit gemahlenem Glas gefüllten festen Hüllen
zu erzeugen. Zur Erzeugung von Brechungseffekten müssen diese Festkörper selbstverständlich
aus transparentem Material bestehen.
[0006] Mit derartigen bekannten Lichtstreuelementen ist jedoch das Ziel, möglichst interessante
Lichteffekte zu erzeugen, nicht oder nicht in zufriedenstellender Weise erreichbar.
[0007] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Lichtstreuelement, insbesondere für dekorative Beleuchtungszwecke, zu schaffen,
mit dem auf einfache Weise höchst interessante Lichteffekte erzielbar sind.
[0008] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0009] Durch das Vorsehen von makroskopisch chaotischen oder quasichaotischen Brechungs-
und/oder Reflexionsebenen entstehen die gewünschten interessanten Beleuchtungseffekte.
Der Begriff makroskopisch chaotisch wird im Rahmen dieser Anmeldung verwendet im Gegensatz
zu den bekannten mikroskopischen unregelmäßigen Strukturen, wie z.B. aufgerauhte Oberflächen
oder sehr kleine unregelmäßige Körper, wie gemahlenes Glas. Unter "quasi-chaotisch"
wird eine unregelmäßig erscheinende Struktur verstanden, auch wenn diese ein gewisse
Regelmäßigkeit aufweisen sollte, die vom Betrachter jedoch nicht mehr als solche erkannt
wird.
[0010] Nach einer Ausführungsform der Erfindung besteht das Lichtstreuelement aus einer
mit einem flüssigen transparenten Medium gefüllten transparenten Hülle, welche makroskopisch
chaotisch oder quasi-chaotisch geformt ist bzw. eine entsprechend unregelmäßige Außenfläche
aufweist. Derartige Lichtstreuelemente sind auch dann noch mit relativ geringem Aufwand
herstellbar, wenn diese relativ groß dimensioniert sind.
[0011] Die Verwendung flexibler Hüllen bietet den Vorteil, dass bei einer Kombination mehrerer
derartiger Lichtstreuelemente diese z.B. in eine starre Hülle eingebracht werden können
und sich aufgrund der Flexibilität leichter ineinander "verzahnen" und besser an einen
beliebig geformten Innenraum der Hülle anpassen. Hierdurch ergeben sich kompaktere
Strukturen, die auch interessantere Lichteffekte erzeugen. Auch können flexible Lichtstreuelemente
während der Durchstrahlung oder Beleuchtung mit Licht deformiert werden und so entsprechende
Effekte erzeugen.
[0012] Nach einer Ausführungsform der Erfindung besteht die Hülle aus einer flexiblen Folie,
wobei die Hülle beispielsweise nur unvollkommen mit dem flüssigen Medium gefüllt und
durch das zumindest teilweise Entfernen der Luft (z. B. durch Absaugen oder Andrücken)
aus dem Restvolumen der Hülle vor deren dichtem Verschließen eine unregelmäßige Verformung
der Hülle erzeugt werden kann.
[0013] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die Verformung der Hülle vor
oder nach deren Befüllen und Verschließen durch eine mechanische Einwirkung erzeugt
werden. Beispielsweise kann unter zusätzlicher Hitzezufuhr und gleichzeitigem Falzen,
Falten oder Knüllen der Hülle die gewünschte Verformung erzeugt werden.
[0014] Damit die Hülle die gewünschte, vorzugsweise unregelmäßige Form beibehält, kann die
Dicke oder das Material der Hülle so gewählt sein, dass trotz des Innendrucks durch
die Befüllung mit Flüssigkeit die Form beibehalten wird. Zur Stabilisierung der Form
kann die Hülle auch mit einem transparenten Material überzogen werden, beispielsweise
durch Übergießen mit transparenten Polymeren.
[0015] Eine aus einer Folie bestehende Hülle kann durch das Verschweißen zweier oder mehrerer,
vorzugsweise planarer Folienelemente hergestellt werden. Beispielsweise können zwei
oder mehrere übereinander geschichtete Folien an den Rändern flach miteinander verschweißt
werden, wobei zunächst eine Befüllöffnung für das flüssige Medium freigelassen wird.
Nach dem Befüllen und Verschließen der Öffnung kann der so erzeugte, gegebenenfalls
mehrschichtige Beutel mechanisch deformiert werden, um auf diese Weise ein Element
zu erhalten, das die gewünschten Brechungs- bzw. Reflexionseffekte bei einem Durchleuchten
erzielt.
[0016] Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann eine als flexible Folie ausgebildete
Hülle auch durch Folienblasen hergestellt sein. Hierbei wird meist eine Form verwendet,
in welche eine Kunststoffblase durch Erzeugen eines ausreichend hohen Innendrucks
hineingeblasen wird. Gegenüber einem Verschweißen mehrerer Folienelemente bietet dieses
Verfahren den Vorteil, dass die Hülle praktisch keinerlei äußerlich sichtbaren Nähte
aufweist.
[0017] Die Hülle kann beispielsweise auch aus Folienschläuchen hergestellt werden, wobei
ein Schlauchabschnitt jeweils an den Enden dicht verschlossen wird.
[0018] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist innerhalb der Hülle eine stark
deformierte, vorzugsweise geknüllte Folie angeordnet. Diese Folie wird meist transparent
ausgebildet sein, kann jedoch selbstverständlich auch aus einem reflektierenden Material
bestehen. Sollen jedoch interessante Brechungseffekte erzeugt werden, so muss eine
transparente Folie verwendet werden, deren Brechungsindex verschieden ist vom Brechungsindex
der in der Hülle befindlichen Flüssigkeit. Denn Brechungseffekte entstehen nur bei
dem Übergang von Licht aus einem Medium mit einem ersten Brechungsindex in ein weiteres
Medium mit einem zweiten, vom ersten Brechungsindex verschiedenen Brechungsindex.
Selbstverständlich kann bei einem derartigen Übergang auch eine (Teil-)Reflexion auftreten.
[0019] Das Lichtstreuelement nach der Erfindung kann auch aus einem aus einem oder mehreren
flexiblen Materialien bestehenden Vollkörper bestehen, dessen Außenfläche makroskopisch
chaotisch oder quasi-chaotisch ausgebildet ist. Hierfür eignen sich beispielsweise
kautschukartige Silikone, die auch bei Temperaturen von -50° C bis +200° C noch elastisch
flexibel bleiben. Derartige Elemente sind durch Gießen oder Spritzgießen einfach herstellbar.
Dabei kann das Material in eine Zwischenform eingebracht werden, die nach Teilaushärtung
nachgeformt wird. Durch die Flexibilität derartiger Lichtstreuelemente werden wiederum
die vorstehend genannten Vorteile erreicht.
[0020] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Hülle eine im Wesentlichen
glatte Außenfläche auf und die gewünschten interessanten Brechungs- und/oder Reflexionseffekte
werden durch innerhalb der Hülle angeordnete Elemente erreicht. Hierbei kann es sich
um eine stark deformierte, vorzugsweise geknüllte Folie handeln und/oder um ein oder
mehrere Lichtstreuelemente nach einer der vorstehenden Ausführungsformen der Erfindung.
[0021] Werden innerhalb der im Wesentlichen glatten Hülle weitere Lichtstreuelemente mit
einer stark deformierten Hülle angeordnet, so kann auch diese Hülle mit einem flüssigen
Medium gefüllt sein. In diesem Fall ist es vorteilhaft, diese weiteren Lichtstreuelemente
mit flüssigen Medien zu füllen, deren Brechungsindex sich von dem Brechungsindex des
diese weiteren Lichtstreuelemente umgebenden flüssigen Mediums unterscheidet. Auf
diese Weise werden stärkere Brechungseffekte erzielt als für den Fall, dass sich lediglich
der Brechungsindex des Hüllenmaterials von dem des flüssigen Mediums unterscheidet.
Gleiches gilt selbstverständlich für den Brechungsindex von Vollkörpern.
[0022] Bei dieser Ausführungsform der Erfindung besteht die äußere Hülle vorzugsweise aus
einem im Wesentlichen starren Material. Auf diese Weise ergibt sich der Vorteil einer
ausreichenden Stabilität gegen äußere mechanische Einflüsse und gegen den Innendruck
der darin vorgesehenen Elemente bzw. Flüssigkeiten.
[0023] Zur Verstärkung der Beleuchtungseffekte kann an der äußeren Hülle eine weitere stark
deformierte Folie vorgesehen sein. Diese kann wiederum transparent oder zumindest
teilweise reflektierend ausgebildet sein.
[0024] Bei jeder der vorstehend erläuterten Ausführungsformen können innerhalb der Hülle
weitere transparente oder reflektierende Festkörper vorgesehen sein, welche sich innerhalb
der Flüssigkeit im schwebenden Gleichgewicht befinden.
[0025] Ein Lichtstreuelement kann auch durch die Kombination mehrerer Lichtstreuelemente
nach einer oder mehreren der vorstehend erläuterten Ausführungsformen hergestellt
sein. Ein derartiges kombiniertes Lichtstreuelement kann beispielsweise durch das
Verkleben oder anderweitige Verbinden einzelner Lichtstreuelemente erzeugt werden.
[0026] Auf diese Weise können die verschiedenartigsten Lichtstreuelemente aus einem oder
mehreren Basismodulen erzeugt werden.
[0027] Das Lichtstreuelement nach der Erfindung kann entweder so ausgebildet sein, dass
es lediglich vom Licht einer außerhalb des Lichtstreuelements angeordneten Lichtquelle,
z. B. einer Hochleistungs-Lichtquelle, durchstrahlt wird oder aber in der Weise, dass
innerhalb der Hülle eine aktive oder passive Lichtquelle vorgesehen ist. Bei einer
aktiven Lichtquelle kann es sich beispielsweise um eine Niedervolt-Halogenlampe und
bei einer passiven Lichtquelle um das Ende von Licht führenden Fasern handeln.
[0028] Bei einer aktiven Lichtquelle kann es sich auch um eine Hochleistungslampe, z. B.
eine Hochdruck-Gasentladungslampe handeln.
[0029] Bei einem Lichtstreuelement, welches aus mehreren einzelnen Lichtstreuelementen zu
einer räumlichen Struktur kombiniert ist, kann eine derartige Lichtquelle selbstverständlich
auch innerhalb der räumlichen Struktur, jedoch nicht innerhalb des flüssigen Mediums,
sondern zwischen äußeren Hüllen der einzelnen Lichtstreuelemente angeordnet sein.
[0030] Befindet sich eine aktive Lichtquelle innerhalb einer mit einem flüssigen Medium
gefüllten Hülle, so kann die Flüssigkeit gleichzeitig als Kühlmedium dienen, wodurch
das bisher insbesondere bei Hochleistungs-Lampen nur unbefriedigend gelöste Problem
der Wärmeableitung erst beherrschbar ist. In diesem Fall sollte aus Sicherheitsgründen
das flüssige Medium nicht-leitende Eigenschaften besitzen.
[0031] Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0032] Die Erfindung wird nachfolgend anhand in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lichtstreuelements mit flexibler,
stark verformter Hülle;
- Fig. 2
- eine weitere Ausführungsform gemäß Fig. 1 mit zusätzlich innerhalb der Hülle angeordneter
stark verformter Folie;
- Fig. 3
- eine zweite Ausführungsform eines Lichtstreuelements mit geometrisch geformter Hülle
und darin befindlicher stark verformter Folie und
- Fig. 4
- eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lichtstreuelements mit starrer
geometrisch geformter Hülle und darin angeordneten weiteren Lichtstreuelementen.
[0033] Das in Fig. 1 dargestellte Lichtstreuelement 1 besteht aus einer geschlossenen flexiblen
Hülle 3, welche mit einem flüssigen Medium 5, beispielsweise mit Wasser, gefüllt ist.
Die geschlossene Hülle 3 weist eine stark unregelmäßige Form auf.
[0034] Ein derartiges Lichtstreuelement 1 kann beispielsweise durch Folienblasen hergestellt
werden, wobei ein flexibles, transparentes Material wie PVC, Polyethylen oder Polypropylen
erwärmt und in Form einer Blase in eine entsprechende Form eingebracht und durch Erzeugen
eines ausreichenden Innendrucks so weit aufgeblasen wird, bis die Wandung der Blase
in Kontakt mit der Innenwandung der Form gerät. Nach dem Erkalten kann dann das infolge
einer entsprechend dünnen Wandung und einer geeigneten Materialauswahl flexible Gebilde
aus der Form entnommen werden. Anschließend kann die Hülle 3 ganz oder teilweise mit
dem flüssigen Medium 5 gefüllt und die Befüllöffnung verschlossen werden.
[0035] Die stark unregelmäßige Außenform der Hülle 3 des Lichtstreuelements 1 kann jedoch
auch in der Weise erzeugt werden, dass zunächst eine mehr oder weniger regelmäßige
Hülle durch Verschweißen mehrerer Folienelemente erzeugt wird, diese nur teilweise
mit dem flüssigen Medium 5 gefüllt und schließlich das darin befindliche Restgas (Luft)
zumindest teilweise abgesaugt wird. Infolge des Unterdrucks wird die Hülle 3 unregelmäßig
gefaltet oder geknautscht. Nach dem zumindest teilweisen Absaugen des Restgases wird
die Befüllöffnung wiederum dicht verschlossen. Anstelle des Absaugens des Restgases
kann dieses selbstverständlich auf jede beliebige Weise entfernt werden, z.b. durch
Andrücken der teilweise gefüllten Hülle.
[0036] Bei der Auswahl des Materials für die flexible Hülle und das flüssige Füllmedium
ist auf das Erfordernis der Dichtigkeit zu achten. So eignen sich beispielsweise handelsübliche
Folien aus PVC, PE, PP oder Polyamid nicht für eine Befüllung mit Wasser, da keine
ausreichende Wasserdichtigkeit und Dampfdichtigkeit erreichbar ist. Eine ausreichende
Dichtigkeit kann hier durch das Vorsehen von Barrieren auf der Folienoberfläche, z.B.
durch das auftragen eines Alkylchlorsilan-Gemischs erzielt werden.
[0037] Als flüssiges Füllmedium eignen sich auch höher molekulare Stoffe, z.B. Öle aller
Art, deren Molekülgröße die Porengröße der Folien übersteigt. Eine Barriereschicht
ist dann nicht erforderlich.
[0038] Das Lichtstreuelement kann gegen eine mechanische Beschädigung (in nicht dargestellter
Weise) zusätzlich mit einer entsprechend stabilen Schutzhülle umgeben werden. Diese
kann beispielsweise durch Übergießen der Hülle 3 mit transparenten Polymeren erzeugt
werden. Vorzugsweise werden dabei solche Materialien verwendet, die auch nach dem
Erhärten noch ausreichend flexibel bleiben.
[0039] Das in Fig. 1 dargestellte Lichtstreuelement könnte mit derselben Form auch aus einem
Vollkörper aus einem vorzugsweise flexiblen Material bestehen. Hierfür eignen sich
beispielsweise kautschukartige Silikone, die auch bei Temperaturen von -50° C bis
+200° C noch elastisch bleiben. Wegen ihrer guten chemischen Beständigkeit können
sie ferner in lichtreaktiven Prozessen eingesetzt werden, für die Glas nicht geeignet
ist, z.B. die Photodissoziation von Säuren, die Glas angreifen.
[0040] Solche hüllenlose Lichtstreuelemente können durch entsprechende Formen hergestellt
werden, wobei auch nach dem Gießen oder Spritzgießen ein Nachformen erfolgen kann.
[0041] Das in Fig. 2 dargestellte Lichtstreuelement 10 weist wiederum eine stark unregelmäßig
geformte äußere Form 3 auf, die in gleicher Weise hergestellt sein kann, wie vorstehend
für das Lichtstreuelement 1 gemäß Fig. 1 beschrieben.
[0042] Auch das Lichtstreuelement 10 ist wiederum mit einem transparenten flüssigen Medium
5 gefüllt. Zusätzlich ist innerhalb der Hülle 3 eine stark unregelmäßig geformte,
beispielsweise geknüllte transparente Folie 7 vorgesehen, welche zusätzliche Brechungs-
bzw. Reflexionseffekte beim Durchstrahlen des Lichtstreuelements 10 mit Licht erzeugt.
[0043] Die in Fig. 3 dargestellte weitere Ausführungsform eines Lichtstreuelements 20 nach
der Erfindung weist wiederum eine geschlossene Hülle 3 auf, die jedoch im Gegensatz
zu den Ausführungsformen gemäß den Fig. 1 und 2 eine im Wesentlichen glatte, d. h.
nicht gefaltete oder geknautschte Außenfläche besitzt. Eine derartige Hülle 3 kann
beispielsweise wiederum durch Folienblasen erzeugt werden, wobei eine entsprechend
ausgebildete Form verwendet wird. Es ist jedoch auch möglich, eine derartige Hülle
durch ein Verschweißen von mehreren einzelnen Folienelementen 3' zu erzeugen.
[0044] Ist eine mechanisch stabile oder starre Hülle 3 gewünscht, so kann diese selbstverständlich
auch durch Verkleben einzelner entsprechend geformter Platten oder geblasenes oder
anderweitig geformtes Material (z. B. Kunststoff, Glas) erzeugt werden.
[0045] Innerhalb der Hülle 3 des Lichtstreuelements 20 ist, ebenso wie bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 2, eine stark verformte Folie 7 vorgesehen. Diese führt wiederum beim Durchstrahlen
des Lichtstreuelements mit Licht zu den gewünschten Beleuchtungseffekten.
[0046] Das in Fig. 4 dargestellte Lichtstreuelement 30 besitzt eine starre äußere Hülle
3, welche beispielsweise, wie in Fig. 4 dargestellt, pyramidenförmig ausgebildet sein
kann. Die starre Hülle 3, die eine ausreichende Stabilität gegen äußere mechanische
Einwirkungen aufweist, kann beispielsweise aus Acrylglas oder jedem anderen transparenten
Material hergestellt sein und selbstverständlich jede beliebige Form aufweisen.
[0047] Innerhalb der starren Hülle 3 ist eine Vielzahl einzelner Lichtstreuelemente angeordnet,
die ihrerseits beispielsweise so ausgebildet sein können, wie die Lichtstreuelemente
1, 10 oder 20 gemäß den Fig. 1 bis 3. Auf diese Weise können mehrere oder eine Vielzahl
derartiger Lichtstreuelemente zu einem größeren Lichtstreuelement mit einer bestimmten
räumlichen Struktur kombiniert werden.
[0048] Durch die Flexibilität der einzelnen Lichtstreuelemente können sich diese problemlos
an beliebig geformte starre Hüllen anpassen und in der Hülle dicht gepackt werden,
wodurch die gewünschten interessanten Lichteffekte erzielbar sind.
[0049] Ggf. können die einzelnen Lichtstreuelemente auch durch mechanischen Druck und/oder
zur Verbesserung der Flexibilität erhöhte Temperatur in die starre Hülle eingebracht
werden, um ein besseres Anpassen an die Form der starren Hülle und eine dichtere Packung
der Lichtstreuelemente zu erreichen.
[0050] Die Kombination solcher einzelner Lichtstreuelemente 1, 10 oder 20 kann jedoch selbstverständlich
auch in der Weise erfolgen, dass diese ohne eine äußere Hülle 3 zu einer gewünschten
Struktur verbunden, beispielsweise verklebt werden.
[0051] Die äußere Hülle 3 des Lichtstreuelements 30 gemäß Fig. 4 kann ihrerseits wiederum
mit einem flüssigen Medium 5 gefüllt sein. Wie in Fig. 4 schematisch dargestellt,
kann innerhalb der äußeren geschlossenen Hülle 3 eine aktive oder passive Lichtquelle
9 vorgesehen sein. Hierbei kann es sich bei einer aktiven Lichtquelle beispielsweise
um eine Niedervolt-Halogenlampe und bei einer passiven Lichtquelle beispielsweise
um die Enden von Licht führenden Fasern handeln.
[0052] Eine derartige Lichtquelle kann jedoch selbstverständlich nicht nur bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 4, sondern bei jeder beliebigen Ausführungsform der Erfindung innerhalb
der Hülle 3 eines Lichtstreuelements vorgesehen sein.
[0053] Soll für die Lichtquelle 9 eine aktive Lichtquelle verwendet werden, so muss diese
selbstverständlich flüssigkeitsdicht ausgeführt sein. So können beispielsweise für
die Unterwasserbeleuchtung übliche Beleuchtungskörper verwendet werden. Aus Sicherheitsgründen
sollte das eine derartige aktive Lichtquelle umgebende flüssige Medium elektrisch
nicht leitend sein, um im Fehlerfall die Gefährdung von mit einem derartigen Lichtstreuelement
hantierenden Personen zu vermeiden.
[0054] Bei der Verwendung von aktiven Lichtquellen innerhalb einer mit einem flüssigen Medium
5 gefüllten Hülle 3 ergibt sich der Vorteil einer äußerst raumsparenden Bauform, da
das flüssige Medium gleichzeitig als Kühlmedium für die Abfuhr der Verlustleistung
der aktiven Lichtquelle dienen kann.
[0055] Zur Erzeugung der gewünschten Beleuchtungseffekte kann das transparente flüssige
Medium 5 selbstverständlich auch eingefärbt sein. In jedem Fall sollten die Brechungsindizes
des flüssigen Mediums 5 und der darin vorgesehenen geknautschten Folien 7 voneinander
verschieden sein, da ansonsten durch die völlige Immertierung der geknautschten Folien
deren brechende bzw. reflektierende Wirkung unterdrückt wird. Auf unterschiedliche
Brechungsindizes kann allenfalls dann verzichtet werden, wenn das flüssige Medium
bzw. die äußere Hülle 3 des Lichtstreuelements und die geknautschte Folie 7 unterschiedlich
eingefärbt sind.
[0056] Gleiches gilt für den Fall, dass mehrere oder eine Vielzahl einzelner Lichtstreuelemente
1, 10 bzw. 20 gemäß Fig. 4 zu einer größeren räumlichen Struktur kombiniert sind.
Ist diese Struktur zusätzlich von einem transparenten flüssigen Medium 5 umgeben,
so können die gewünschten Brechungs- bzw. Reflexionseffekte auch dadurch erzeugt werden,
dass das flüssige Medium innerhalb der einzelnen Lichtstreuelemente 1, 10 bzw. 20
einen anderen Brechungsindex aufweist, als das die einzelnen Lichtstreuelemente umgebende
flüssige Medium.
[0057] Weitere interessante Effekte können sich ergeben, wenn das Lichtstreuelement nicht
mit einem homogenen flüssigen Medium, sondern mit voneinander verschiedenen, nicht
miteinander mischbaren flüssigen Medien gefüllt werden. Dies führt zu ausgeprägten
Phasengrenzen, wobei durch die unterschiedlichen Brechungsindizes der flüssigen Medien
wiederum entsprechende Brechungs- bzw. Reflexionseffekte erzeugt werden.
[0058] Vor allem bei großen Beleuchtungsflächen können Reflexionswirkungen an der Hülle
3 eines einzelnen Lichtstreuelements 1, 10 bzw. 20 oder an der äußeren Hülle 3 einer
räumlichen Anordnung von einzelnen Lichtstreuelementen 1, 10, 20 erwünscht sein. Dies
gilt sowohl in Bezug auf das Licht einer externen Lichtquelle für das Durchstrahlen
des Lichtstreuelements als auch für das einfallende Tages- oder anderes Fremdlicht.
Hierzu können jede oder einzelne Hüllen 3 ganz oder teilweise mit einer reflektierenden
Schicht versehen sein. Dies kann beispielsweise durch Besputtern oder Bedampfen der
Außen- oder Innenseite der Hüllen erfolgen.
[0059] Auch besteht die Möglichkeit, die Hülle mit einer einseitig reflektierenden Schicht
zu versehen, wobei von außen auf das Lichtstreuelement einfallendes Licht reflektiert
wird und dennoch Licht von der Innenseite der Hülle nach außen transmittiert werden
kann.
1. Lichtstreuelement, insbesondere für dekorative Beleuchtungszwecke, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtstreuelement makroskopisch chaotisch oder quasi-chaotisch geformte
Brechungs- und/oder Reflexionsebenen aufweist.
2. Lichtstreuelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtstreuelement eine geschlossene, zumindest teilweise mit einem flüssigen
transparenten Medium (5) gefüllte transparente Hülle (3) aufweist, welche makroskopisch
chaotisch oder quasi-chaotisch geformt ist.
3. Lichtstreuelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle flexibel ist.
4. Lichtstreuelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (3) aus einer flexiblen Folie besteht.
5. Lichtstreuelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die als flexible Folie ausgebildete Hülle (3) durch unvollständiges Füllen
mit dem flüssigen Medium (5) und zumindest teilweises Entfernen des Restgases vor
dem Verschließen der Hülle (3) verformt ist.
6. Lichtstreuelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die als flexible Folie ausgebildete Hülle (3) durch mechanische Einwirkungen,
vorzugsweise Falzen, Knüllen oder dergl., verformt ist.
7. Lichtstreuelement nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die als flexible Folie ausgebildete Hülle (3) durch Verschweißen zweier oder
mehrerer vorzugsweise planer Folienelemente (3') hergestellt ist.
8. Lichtstreuelement nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die als flexible Folie ausgebildete Hülle (3) durch Folienblasen hergestellt
ist.
9. Lichtstreuelement nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Hülle (3) eine stark deformierte, vorzugsweise geknüllte Folie
(7) angeordnet ist.
10. Lichtstreuelement nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Hülle (3) transparente oder reflektierende Festkörper vorgesehen
sind, welche sich in der Flüssigkeit im schwebenden Gleichgewicht befinden.
11. Lichtstreuelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtstreuelement aus einem oder mehreren transparenten hochviskosen oder
flexiblen Materialien besteht, wobei die Außenfläche des Lichtstreuelements makroskopisch
chaotisch oder quasi-chaotisch ausgebildet ist.
12. Lichtstreuelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtstreuelement eine Hülle (3) mit im Wesentlichen glatter Außenfläche
aufweist und dass innerhalb der Hülle (3) eine stark deformierte, vorzugsweise geknüllte
Folie (7), und/oder ein oder mehrere Lichtstreuelemente (1, 10, 20) nach einem der
Ansprüche 1 bis 11 angeordnet sind.
13. Lichtstreuelement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (3) aus einem im Wesentlichen starren Material besteht.
14. Lichtstreuelement nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Hülle (3) eine aktive oder passive Lichtquelle (9) vorgesehen
ist.
15. Lichtstreuelement nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (3) zumindest teilweise mit einem flüssigen Medium (5) gefüllt ist,
das gleichzeitig als Kühlmedium für eine aktive Lichtquelle (9) dient.
1. Light-scattering member, in particular for decorative lighting purposes, characterised
in that the light-scattering member has refraction and/or reflection planes shaped
in macroscopically random or quasi random manner.
2. Light-scattering member according to Claim 1, characterised in that the light-scattering
member possesses a closed, transparent mantle (3) filled at least in part with a liquid
transparent medium (5) which is shaped in macroscopically random or quasi random manner.
3. Light-scattering member according to Claim 2, characterised in that the mantle is
flexible.
4. Light-scattering member according to Claim 3, characterised in that the mantle (3)
consists of a flexible film.
5. Light-scattering member according to Claim 4, characterised in that the mantle (3)
constructed as a flexible film is deformed by incomplete filling with the liquid medium
(5) and at least partial removal of the residual gas before the mantle (3) is sealed.
6. Light-scattering member according to Claim 4, characterised in that the mantle (3)
constructed as a flexible film is deformed by mechanical effects, preferably folding,
crumpling or the like.
7. Light-scattering member according to one of Claims 4 to 6, characterised in that the
mantle (3) constructed as a flexible film is produced by welding two or more preferably
planar film members (3').
8. Light-scattering member according to one of Claims 4 to 6, characterised in that the
mantle (3) constructed as a flexible film is produced by film blowing.
9. Light-scattering member according to one of Claims 2 to 8, characterised in that inside
the mantle (3) a heavily deformed, preferably crumpled, film (7) is arranged.
10. Light-scattering member according to one of Claims 2 to 9, characterised in that inside
the mantle (3) transparent or reflecting solids are provided which are located in
floating equilibrium in the liquid.
11. Light-scattering member according to Claim 1, characterised in that the light-scattering
member is composed of one or more transparent, high-viscosity or flexible materials,
the outer surface of the light-scattering member being constructed in macroscopically
random or quasi random manner.
12. Light-scattering member according to Claim 1, characterised in that the light-scattering
member possesses a mantle (3) having a substantially smooth outer surface and that
inside the mantle (3) a heavily deformed, preferably crumpled, film (7) and/or one
or more light-scattering members (1, 10, 20) according to one of Claims 1 to 11 are
arranged.
13. Light-scattering member according to Claim 12, characterised in that the mantle (3)
consists of a substantially rigid material.
14. Light-scattering member according to Claim 12 or 13, characterised in that inside
the mantle (3) an active or passive light source (9) is provided.
15. Light-scattering member according to Claim 14, characterised in that the mantle (3)
is filled at least in part with a liquid medium (5) which simultaneously serves as
a cooling medium for an active light source (9).
1. Elément de dispersion de lumière, notamment pour un éclairage décoratif, caractérisé
en ce que l'élément de dispersion de lumière comporte des plans de réfraction et/ou
de réflexion qui sont formés de façon chaotique ou quasiment chaotique au niveau macroscopique.
2. Elément de dispersion de lumière selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément
de dispersion de lumière comporte une enveloppe transparente fermée (3) remplie au
moins en partie par un milieu liquide transparent (5) et conformée d'une manière chaotique
ou quasiment chaotique au niveau macroscopique.
3. Elément de dispersion de lumière selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'enveloppe
est flexible.
4. Elément de dispersion de lumière selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'enveloppe
(3) est formée d'une feuille flexible.
5. Elément de dispersion de lumière selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'enveloppe
(3) réalisée sous la forme d'une feuille flexible est déformée au moyen d'un remplissage
incomplet avec le milieu liquide (5) et avec au moins une élimination partielle du
gaz résiduel avant la fermeture de l'enveloppe (3).
6. Elément de dispersion de lumière selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'enveloppe
(3) formée d'une feuille flexible est déformée au moyen d'actions mécaniques, de préférence
par pliage, froissement ou analogue.
7. Elément de dispersion de lumière selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé
en ce que l'enveloppe (3) formée d'une feuille flexible est fabriquée par soudage
de deux ou de plusieurs éléments de feuille (3') de préférence plats.
8. Elément de dispersion de lumière selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé
en ce que l'enveloppe (3) réalisée sous la forme d'une feuille flexible est fabriquée
par soufflage d'une feuille.
9. Elément de dispersion de lumière selon l'une des revendications 2 à 8, caractérisé
en ce qu'une feuille (7) fortement déformée et de préférence froissée, est disposée
à l'intérieur de l'enveloppe (3).
10. Elément de dispersion de lumière selon l'une des revendications 2 à 9, caractérisé
en ce qu'à l'intérieur de l'enveloppe (3) sont disposés des corps solides transparents
ou réfléchissants, qui sont situés en suspension à l'état d'équilibre dans le liquide.
11. Elément de dispersion de lumière selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément
de dispersion de lumière est constitué par un ou plusieurs matériaux transparents
très visqueux ou flexibles, la surface extérieure de l'élément de dispersion de lumière
étant réalisée avec une disposition chaotique ou quasiment chaotique au niveau macroscopique.
12. Elément de dispersion de lumière selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément
de dispersion de lumière comporte une enveloppe (3) possédant une surface extérieure
sensiblement lisse et qu'à l'intérieur de l'enveloppe (3) sont disposées une feuille
(7) fortement déformée et de préférence froissée, et/ou plusieurs éléments de dispersion
de lumière (1,10,20) selon l'une des revendications 1 à 11.
13. Elément de dispersion de lumière selon la revendication 12, caractérisé en ce que
l'enveloppe (3) est réalisée en un matériau sensiblement rigide.
14. Elément de dispersion de lumière selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce
qu'une source de lumière active ou passive (9) est prévue à l'intérieur de l'enveloppe
(3).
15. Elément de dispersion de lumière selon la revendication 14, caractérisé en ce que
l'enveloppe (3) est remplie au moins partiellement par un milieu liquide (5), qui
sert simultanément de fluide de refroidissement pour une source de lumière active
(9).