[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Bei einer bekannten Brennkraftmaschine der gattungsgemäßen Art (DE 195 11 864 C)
ist der Steuerkasten von Seitenwänden gebildet, die an das Kurbelgehäuse angeformt
sind, und durch einen Deckel abgeschlossen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Gewicht einer gattungsgemäßen Brennkraftmaschine
sowie die Schallabstrahlung zu verringern.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Vorschlag wird durch die Durchbrüche in den Seitenwänden
des Kurbelgehäuses und dadurch, daß der Steuerkasten aus Kunststoff besteht, eine
beträchtliche Gewichtsreduzierung erreicht. Die Abdeckung der Durchbrüche durch die
aus Kunststoff bestehenden Fortsätze des Steuerkastens und die Umhüllung des Steuergetriebes
durch den aus Kunststoff bestehenden Steuerkasten bewirkt eine beträchtliche Verringerung
der Schallabstrahlung von der Brennkraftmaschine. Dies ist besonders dann von Bedeutung,
wenn das Steuergetriebe ein Kettengetriebe ist,
[0006] Die Ölwanne kann sich bis unter den Steuerkasten erstrecken und eine Flanschfläche
aufweisen, auf welcher der Steuerkasten sitzt. Alternativ kann diese Flanschfläche,
wie in der DE 195 11 864 C gezeigt, an einem Fortsatz des Kurbelgehäuses vorgesehen
sein, der bis unter den Steuerkasten reicht.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Brennkraftmaschine, wobei der Steuerkasten weggelassen
ist,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Steuerkastens mit den Fortsätzen, welche die Durchbrüche in
den Seitenwänden des Kurbelgehäuses abdecken, und
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht des Steuerkastens.
[0008] Die in Fig. 1 dargestellte Brennkraftmaschine weist ein Zylinderkurbelgehäuse 1 mit
einer oberen Flanschfläche 2 zur Aufnahme eines Zylinderkopfes 3 und einer unteren
Flanschfläche 4 zur Anbringung einer Ölwanne 5 auf. Das Zylinderkurbelgehäuse 1 besteht
im Ausführungsbeispiel aus einem Oberteil 6 mit einem Flansch 9, auf dem der Zylinderblock
7 sitzt, und einem Unterteil 8, die entlang einer Flanschfläche 10 aufeinander liegen,
jedoch kann das Kurbelgehäuse wie bei der Ausführung gemäß der DE 195 11 864 C mit
dem Zylinderblock auch aus einem Stück bestehen. Im Zylinderkopf 3 ist eine Nockenwelle
11 gelagert, die durch ein an einem Stirnende des Zylinderkurbelgehäuses 1 angeordnetes
Steuergetriebe in Form einer Steuerkette 12 von der Kurbelwelle 13 angetrieben wird.
[0009] Die beiden Seitenwände 14 des Kurbelgehäuse-Oberteils 6, von denen in Fig. 1 nur
eine sichtbar ist, sind zur Gewichtsverminderung mit großflächigen Durchbrüchen 15
versehen.
[0010] Die Steuerkette 12 liegt im Bereich des Zylinderkurbelgehäuses 1 in einem Steuerkasten
16, der in Fig. 1 gestrichelt und in den Fig. 2 und 3 im einzelnen dargestellt ist.
Er ist von einem einteiligen, aus Kunststoff bestehenden Hohlkörper gebildet. der
nach oben zum Zylinderkopf 3 und nach unten zur Ölwanne 5 hin offen ist. Der Steuerkasten
16 weist einen oberen Flansch 17 auf, der mit einem Flansch 18 am Deckel 3a des Zylinderkopfes
3 zusammenwirkt, und einen unteren Flansch 19, der auf einem Flansch 20 der Ölwanne
5 sitzt, die zu diesem Zweck bis unter den Steuerkasten und bis zur Flanschfläche
10 zwischen dem Kurbelgehäuse-Oberteil 6 und dem Unterteil 8 reicht, wie aus Fig.
1 ersichtlich ist.
[0011] Der Steuerkasten 16 hat zwei Teilräume 16a und 16b, in denen das auflaufende bzw.
das ablaufende Trum der Steuerkette 12 liegt. Wie ersichtlich, ist die Steuerkette
12 vollständig, und zwar durch die Rückwand 21 auch gegenüber dem Zylinderkurbelgehäuse,
von dem Steuerkasten 16 umschlossen, wodurch die Schallabstrahlung erheblich vermindert
wird.
[0012] Der Steuerkasten 16 weist seitliche plattenförmige Fortsätze 22 und 23 auf, welche
die Durchbrüche 15 in den Seitenwänden 14 des Zylinderkurbelgehäuses 1 abdecken, wenn
der Steuerkasten 16 an das Zylinderkurbelgehäuse 1 angesetzt ist.
[0013] Zur Befestigung des Steuerkastens 16 am Zylinderkurbelgehäuse 1 haben die Fortsätze
22und 23 Löcher 24, die mit Gewindelöchern 25 in den Seitenwänden 14 des Zylinderkurbelgehäuses
1 fluchten, sowie Löcher 26 in einem Flansch 27, die mit Gewindelöchern in einem Flansch
28 des Zylinderkurbelgehäuses 1 fluchten, der unterhalb der Durchbrüche 15 liegt.
Zusätzlich ist der Steuerkasten 16 zwischen den Teilräumen 16a und 16b und am Rand
mit Löchern 29 versehen durch die Schrauben hindurchgeführt werden, mit denen der
Steuerkasten 16 auch an der Stirnwand 1a des Zylinderkurbelgehäuses 1 angeschraubt
wird.
[0014] Durch die Durchbrüche 15 und den aus Kunststoff bestehenden Steuerkasten 16 wird
eine erhebliche Gewichtsreduzierung erreicht. Da sämtliche Durchbrüche 15 von Teilen
eines einzigen Bauteils, nämlich des Steuerkastens, abgedeckt werden, ist die Herstellung
und Montage der Abdeckung vereinfacht. Überdies wird dadurch, daß sowohl die Abdeckung
als auch der Steuerkasten aus Kunststoff, also einem schalldämmenden Werkstoff, besteht,
ist die Geräuschabstrahlung trotz der Durchbrüche 15 reduziert.
[0015] Zwischen den Flanschflächen 17, 18 und 19, 20 sowie 27,28 kann jeweils eine Dichtung
vorgesehen werden.
[0016] Anstelle der Befestigung des Steuerkastens am Zylinderkurbelgehäuse durch Schrauben
kann gegebenenfalls auch eine Befestigung durch Verkleben oder Verklemmen erfolgen.
[0017] Im dargestellten Ausführungsbeispiel reicht die Ölwanne 5 bis unter den Steuerkasten
16, der auf dem Flansch 20 der Ölwanne 5 sitzt. Alternativ könnte auch das Kurbelgehäuse
wie bei der Ausführung der DE 195 11 864 bis unter den Steuerkasten reichen und in
seiner Unterseite einen Durchbruch aufweisen, der mit der Ölwanne in Verbindung steht.
1. Brennkraftmaschine mit einem eine Nockenwelle (11) enthaltenden Zylinderkopf (3) und
mit einem Zylinderkurbelgehäuse (1), der eine obere Flanschfläche (2) zur Aufnahme
des Zylinderkopfes (3) und eine untere Flanschfläche (4) zur Anbringung einer Ölwanne
(5) aufweist und an dessen einem Stirnende ein Steuerkasten (16) für ein Steuergetriebe
(12) zum Antrieb der Nockenwelle (11) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (14) des Kurbelgehäuses (1) mit Durchbrüchen
(15) versehen sind und daß der Steuerkasten (16) im Bereich des Kurbelgehäuses (1)
von einem einteiligen, aus Kunststoff bestehenden Hohlkörper gebildet ist, der nach
oben zum Zylinderkopf (3) und nach unten zur Ölwanne (5) hin offen und mit seitlichen
Fortsätzen (22,23) versehen ist, welche die Durchbrüche (15) in den Seitenwänden (12)
des Kurbelgehäuses (1) abdecken.
2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkasten (16)
das Steuergetriebe (12) im Bereich des Zylinderkurbelgehäuses (1) vollständig umschließt.
3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkasten
(16) zwischen dem Zylinderkopfdeckel (3a) und der bis unter den Steuerkasten (16)
reichenden Ölwanne (5) angeordnet ist.