[0001] Die Erfindung betrifft einen Stecker zum Anschließen eines elektrofluidischen Wandlers
der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
[0002] Elektrofluidische Wandler, wie elektropneumatische und elektrohydraulische Wandler,
die eine elektrische Eingangsgröße in eine fluidische, z.B. pneumatische oder hydraulische
Ausgangsgröße Umsetzen und hierzu von Elektromagneten oder Piezoventilen betätigte
Fluidventile besitzen, finden eine weitverbreitete Anwendung in der industriellen
Steuertechnik für Werkzeugmaschinen. Die Zahl der für eine Werkzeugmaschinensteuerung
erforderlichen Wandler ist dabei sehr groß und entsprechend steigt der Installationsaufwand,
da alle Wandler einzeln angeschlossen und somit alle Wandler manuell kontaktiert werden
müssen, um sie über Steuerleitungen mit der zentralen Steuereinrichtrnng zu verbinden.
[0003] Eine bekannte Wandlervorrichtung mit zwei in einem Wandlergehäuse angeordneten, elektrofluidischen,
z.B. elektrohydraulischen oder elektropneumatischen Wandlern (DE 196 32 691 A1) weist
eine am Wandlergehäuse ausgebildete Kontaktierungsvorrichtung auf, bei der in einer
Gehäuseöffnung ein Leitungsabschnitt eines zweiadrigen Anschlußkabels, das zur Stromversorgung
und Übertragung von Steuersignalen dient, eingelegt wird und an einem klappbaren Gehäusedeckel
eine Klemmvorrichtung ausgebildet ist. Beim Andrücken des Gehäusedeckels an das Wandlergehäuse
durchtrennt eine Trennschneide der Klemmvorrichtung das Anschlußkabel und auf die
elektrischen Leiter der beiden getrennten Kabelabschnitte sich aufpressende Andruckflächen
stellen eine elektrische Verbindung zwischen den elektrischen Leitern und den Anschlußkontakten
einer elektronischen Schaltung her. Mittels dieser Kontaktierungseinheit kann eine
Vielzahl von Wandlern in kürzester Zeit an das Anschlußkabel angesetzt und kontaktiert
werden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stecker der eingangs genannten Art
zum Anschluß von einzelnen Wandlern an ein zu einer Steuereinheit führendes Anschlußkabel
so zu verbessern, daß sowohl der Installationsaufwand als auch die Installationszeit
für die Einrichtung der Maschinensteuerung gesenkt werden kann.
[0005] Die Aufgabe ist bei einem Stecker der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten
Gattung erfindungsgemäß durch die Merkmale im Anspruch 1 gelöst.
[0006] Der erfindungsgemäße Stecker zum Anschließen eines elektrofluidischen Wandlers hat
den Vorteil, daß der Stecker innerhalb des Steckergehäuses voll verdrahtet ist und
vor oder nach dem Aufstecken auf die Steckkontakte des Wandlers werkzeuglos und schnell
die elektrische Verbindung zu dem Anschlußkabel hergestellt werden kann, wozu lediglich
das Kabel in das bewegliche Kabelaufnahmeteil eingelegt und der Klemmhebel manuell
geschlossen werden muß. Die Beweglichkeit des Aufnahmeteils sorgt dabei für eine exakte
Ausrichtung des Kabels ohne Verkantungsgefahr beim Aufpressen des Klemmhebels und
gewährleistet in jedem Fall eine zuverlässige Kontaktierung der Verbindungsmittel
mit den Kabeladern. Mit Schließen des Klemmhebels ist der Stecker sowohl elektrisch
an das Anschlußkabel angeschlossen als auch mechanisch und spritzwassergeschützt an
dem Anschlußkabel festgelegt. Eine an dem Wandlergehäuse verschraubbare Befestigungsschraube,
die durch eine Bohrung im Steckergehäuse hindurchgeführt ist, dient zur Sicherung
und verhindert ein unbeabsichtigtes Abziehen oder Abfallen des Steckers vom Wandlergehäuse
bei oder nach der Montage, z.B. bei Zugbelastung am Kabel.
[0007] Zweckmäßige Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Steckers mit vorteilhaften Weiterbildungen
und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen angegeben.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist an dem Kabelaufnahmeteil
eine mit dem Klemmhebel zusammenwirkende Zentriernase vorgesehen, auf der sich der
Klemmhebel beim Aufschwenken auf das Kabelaufnahmeteil aufsetzt, so daß die vom Klemmhebel
erzeugte Klemmkraft mittig und zentral auf das Aufnahmeteil übertragen wird.
[0009] Dabei ist gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung das Kabelaufnahmeteil
in einem im Steckergehäuse ausgebildeten Schacht angeordnet, über dessen Schachtgrund
die elektrischen Anschlußmittel mit Kontaktspitzen vorstehen, und im Abstand von dem
Schachtboden sind in die Schachtwände Rastausnehmungen eingelassen, in die am Kabelaufnahmeteil
ausgebildete Rastnasen eingreifen. Die aus Rastausnehmungen und Rastnasen bestehende
Rastverbindung ist so ausgelegt, daß durch eine vom Klemmhebel aufgebrachte Druckkraft
auf das Kabelaufnahmeteil die Rastnasen aus den Rastausnehmungen austreten und das
Kabelführungsteil zum Verschieben zum Schachtboden hin freigeben, wo die Kontaktspitzen
durch entsprechende Durchtrittsöffnungen im Boden des Kabelaufnahmeteils hindurchtreten
und sich in das Kabel so einbohren, daß die im Kabel verlaufenden elektrischen Leiter
kontaktiert werden.
[0010] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Kontaktierungseinrichtung
eine Trennschneide zum Durchtrennen des Kabelabschnitts der zu dessen Erstreckung
auf, die bei auf das Kabelaufnahmeteil wirkendem Klemmhebel durch einen im Boden des
Kabelaufnahmeteils ausgebildeten Schlitz hindurchtritt. Diese konstruktive Gestaltung
macht es möglich, mit einem Stecker zwei in einem Wandlergehäuse integrierte Wandler
zu kontaktieren bzw. Dateneingang und Datenausgang zu trennen und den Stecker in einfacher
und zeitsparender Weise an das Anschlußkabel anzuschließen. Im Schachtgrund jeweils
eine Kontaktspitze umschließende Dichtungskonturen sorgen in Verbindung mit der flexiblen
Kabelisolation für eine flüssigkeitsdichte Verbindung zwischen den Kontaktspitzen
und der Ummantelung des Kabelabschnitts, so daß keine Feuchtigkeit in die Kontaktstellen
eintreten kann.
[0011] Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt eines Steckers zum Anschließen eines elektrofluidischen Wandlers,
- Fig. 2
- eine Draufsicht des Steckers in Richtung Pfeil II in Fig. 1,
- Fig. 3
- eine gleiche Darstellung wie in Fig. 1 eines modifizierten Steckers,
- Fig. 4
- eine Draufsicht des Steckers in Richtung Pfeil IV in Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Steckers in Fig. 1 zu vier verschiedenen Zeitpunkten der Montage.
[0012] Der in Fig. 1 im Längsschnitt und in Fig. 2 in Draufsicht dargestellte Stecker dient
zum Anschließen eines elektrofluidischen Wandlers an eine zu einer Steuereinheit führende
Steuerleitung, die als ummanteltes, zweiadriges Kabel 10 ausgeführt ist. Der fluidische
Wandler, der ein elektrisches Eingangssignal in ein fluidisches Drucksignal umformt,
weist einen elektrischen Eingangsteil und einen pneumatischen Ausgangsteil auf. Der
pneumatische Eingangsteil ist in einem Wandlergehäuse 11 aufgenommen, das in Fig.
1 ausschnittweise dargestellt ist. Zum Anschluß des elektrischen Eingangsteils an
eine zentrale Steuereinheit stehen am Wandlergehäuse 11 elektrische Steckkontakte
12 vor, auf die der Stecker aufgesteckt wird, um die Verbindung zur Steuereinheit
herzustellen.
[0013] Der Stecker weist Gegenkontakte 13 zu den Wandler-Steckkontakten 12, Anschlußmittel
14 für das zweiadrige, ummantelte Anschlußkabel 10 und elektrische und elektronische
Verbindungsmittel 15 zum Verknüpfen der Anschlußmittel 14 mit den Gegenkontakten 13
auf, die alle in einem Steckergehäuse 16 untergebracht sind. Die Gegenkontakte 13,
die Kontaktspitzen 17 aufweisenden Anschlußmittel 10 sowie die Verbindungsmittel 15
sind auf einer Leiterkarte 18 angeordnet. Die Verbindungsmittel 15, die einerseits
zur Stromversorgung des Wandlers und andererseits zur Übertragung von Steuersignalen
an den Wandler dienen, umfaßen neben den auf der Leiterkarte 18 ausgebildeten Leiterbahnen
auch elektronische Bauteile, wie Demodulator und Decoder, die vorzugsweise in einem
Chip integriert sind. Ferner ist in dem Steckergehäuse 16 eine Kontaktierungsvorrichtung
20 vorgesehen, die zum Verbinden des Anschlußkabels 10 mit den Anschlußmitteln 14
im Steckergehäuse 16 dient.
[0014] Die werkzeuglos zu bedienende Kontaktierungsvorrichtung 20 weist ein bewegliches
Aufnahmeteil 21 zum Einlegen eines Kabelabschnitts des Anschlußkabels 10, sowie einen
auf das Kabelaufnahmeteil 21 wirkenden Klemmhebel 22 auf, der am Steckergehäuse 16
um eine Schwenkachse 23 schwenkbeweglich festgelegt ist. Das aus Kunststoff gespritzte
Kabelaufnahmeteil 21 ist zweiteilig ausgeführt und weist eine Einlegewanne 24 zur
formschlüssigen Aufnahme des ummantelten Anschlußkabels 10 sowie einen an der Einlegewanne
24 schwenkbeweglich ausgebildeten Deckel 25 auf, der die Öffnung der Einlegewanne
24 zu verschließen vermag. Auf der Oberseite des Deckels 25 steht eine Zentriernase
26 vor, die mit dem Klemmhebel 22 zusammenwirkt und eine mittels des Klemmhebels 22
erzeugte Druckkraft auf das Kabelaufnahmeteil 21 überträgt. Das Kabelaufnahmeteil
21 ist in einen im Steckergehäuse 16 ausgebildeten Schacht 27 eingesetzt, und zwar
- wie Fig. 2 zeigt - mit zwei diametral angeordneten Rastnasen 28, die in der Schachtwand
27 ausgebildeten Rastausnehmungen 29 eingreifen. Dabei ist die aus Rastnasen 28 und
Rastausnehmungen 29 gebildete Rastverbindung so ausgelegt, daß durch eine axiale Druckkraft
auf die Zentriernase 26 am Kabelaufnahmeteil 21 die Rastnasen 28 nach unten aus den
Rastausnehmungen 29 austreten und somit die Verschiebung des Kabelaufnahmeteils 21
im Schacht 27 in Richtung zum Schachtboden 271 ermöglichen. Aus dem Schachtboden 271
ragen die Kontaktspitzen 17 der Anschlußmittel 14 hervor. Fluchtend mit dem Kontaktspitzen
17 sind im Boden der Einlegewanne 24 des Kabelaufnahmeteils 21 Durchtrittsöffnungen
30 angeordnet, deren lichter Durchmesser größer ist als der Außendurchmesser der Kontaktspitzen
17.
[0015] Nach Aufstecken des Steckers mit seinen Gegenkontakten 13 auf die Wandler-Steckkontakte
12 wird das Steckergehäuse 16 mittels einer einzigen Befestigungsschraube 31, die
durch eine Bohrung 32 im Steckergehäuse 16 hindurchgesteckt wird, in einem Gewindeloch
im Wandlergehäuse 11 verschraubt. Dann wird der Anschluß des Steckers an das Anschlußkabel
10 mittels der Kontaktierungsvorrichtung 20 wie folgt durchgeführt, wobei auf die
Darstellungen in Fig. 5 verwiesen wird.
[0016] Bei hochgeschwenktem Klemmhebel 22 ist das Kabelaufnahmeteil 21 zugänglich, wobei
Deckel 25 und Einlegewanne 24 so miteinander verbunden sind, daß der Deckel 25 mit
einer in Öffnungsrichtung wirkenden Rückstellkraft beaufschlagt ist. Bei hochgeklapptem
Klemmhebel 22 liegt somit die Einlegewanne 24 frei (Fig. 5a), und das Anschlußkabel
10 kann in die Einlegewanne 24 eingelegt werden (Fig. 5b). Danach wird der Klemmhebel
22 in Richtung auf das Steckergehäuse 16 hin verschwenkt (Fig. 5c), wodurch die Unterseite
des Klemmhebels 22 sich auf die Zentriernase 26 aufsetzt und bei weiterem Schwenken
des Klemmhebels 22 eine axiale Druckkraft auf das Kabelaufnahmeteil 21 aufgebracht
wird. Dadurch wird das Kabelaufnahmeteil 21 aus den Rastausnehmungen 29 im Schacht
27 herausgedrückt und in Richtung zum Schachtboden 271 verschoben. Die Kontaktspitzen
17 treten durch die Durchtrittsöffnungen 30 im Schachtboden 271 hindurch, Durchbohren
die Ummantelung 101 des Anschlußkabels 10 und dringen in die Kabeladern 102 und 103
des Anschlußkabels 10 ein, um dort einen elektrischen Kontakt herzustellen. Damit
sind die Anschlußmittel 14 elektrisch am Anschlußkabel 10 kontaktiert und über die
Verbindungsmittel 15, den Gegenkontakten 13 und den Wandler-Steckkontakten 12 der
Wandler an das Anschlußkabel 10 angeschlossen. Der Klemmhebel 22 wird schließlich
mittels einer Rastverbindung 33 am Deckelgehäuse 16 verrastet, so daß er über die
Zentriernase 26 das Kabelaufnahmeteil 21 am Schachtboden 271 kraftschlüssig festliegt.
Das formschlüssig in die Einlegewanne 24 eingelegte Anschlußkabel 10 wird von dem
Deckel 25 in der Einlegewanne 24 festgeklemmt, so daß das Anschlußkabel 10 auch mechanisch
am Stecker festgelegt ist (Fig. 5d). Das Anschlußkabel 10 führt zu einer zentralen
Steuereinheit, von welcher aus der Wandler mittels Steuersignale selektiv angesteuert
wird. In dem Steckergehäuse 16 angeordnete Leuchtanzeigen, die z.B. als auf der Leiterkarte
18 angeordnete Dioden ausgebildet sind, signalisieren durch Aufleuchten den Schaltzustand
des Wandlers. Die Leuchtanzeigen 34 sind durch ein im Steckergehäuse 16 ausgebildetes
Fenster 35 hindurch sichtbar. Weitere Einzelheiten im Steckergehäuse 16, wie Erdungsschraube
36 und Eingangsstecker 37 für Sensoren, seien hier nur am Rande vermerkt.
[0017] Der in Fig. 3 im Längsschnitt dargestellte Stecker unterscheidet sich von dem vorstehend
beschriebenen Stecker im wesentlichen durch eine Modifizierung der Kontaktierungsvorrichtung
20. Soweit Bauteile dieses Steckers mit Bauteilen des mit Fig. 1 und 2 beschriebenen
Steckers übereinstimmen, sind sie mit gleichen Bezugszeichen versehen. In Fig. 3 ist
dabei eine Draufsicht des modifizierten Steckers in Richtung Pfeil IV in Fig. 3 dargestellt,
wobei der am Steckergehäuse 16 angelenkte Klemmhebel 22 aufgeklappt und das Kabelaufnahmeteil
21 aus seiner in Fig. 3 dargestellten Rastverbindung im Schacht 27 herausgenommen
ist. Die Anschlußmittel 14 weisen insgesamt vier Kontaktspitzen 17 auf, die über die
Verbindungsmittel 15 mit Gegenkontakten 13 für insgesamt zwei im Wandlergehäuse 11
angeordnete elektrische Eingangsteile zweier Wandler angeschlossen sind. Die vier
Kontaktspitzen 17 ragen in gleicher Weise durch den Schachtboden 271 in den Schacht
27 hinein und stehen mit einem Abstandsmaß über den Schachtboden 271 vor. Im Boden
der Einlegewanne 24 des Kabelaufnahmeteils 21 sind insgesamt vier Durchtrittsöffnungen
30 für jeweils eine Kontaktspitze 17, sowie ein Schlitz zum Durchtritt einer Trennschneide
38 vorgesehen, die zwischen zwei Paaren von Kontaktspitzen 17 quer zur Erstreckungsrichtung
des Anschlußkabels 10 am Schachtboden 271 vertikal von diesem abstehend angeordnet
ist. Die Trennschneide 38 ist so ausgebildet, daß sie bei dem zu Fig. 1 beschriebenen
Vorgang des Aufschwenkens des Klemmhebels 22 auf das Steckergehäuse 16 und des dadurch
bewirkten Nachuntendrückens des Kabelaufnahmeteils 21 in Richtung zum Schachtboden
271 das Anschlußkabel 10 zu durchtrennen vermag, so daß im Kabelaufnahmeteil 21 zwei
voneinander getrennte Kabelabschnitte voneinander isoliert elektrisch kontaktiert
und mechanisch festgeklemmt sind.
[0018] Wie in Fig. 4 dargestellt ist, ist an jeder aus dem Schachtboden 271 hervorstehende
Kontaktspitze 17 ein Dichtungskontur 39 angeordnet, der die zugeordnete Kontaktspitze
17 umschließt und zusammen mit der flexiblen Kabelisolation für eine Abdichtung sorgt.
Durch diese Dichtungsringe 39 wird beim Einpressen des Anschlußkabels 10 in die Kontaktierungsvorrichtung
20 mit Durchtrennen des Anschlußkabels 10 durch die Trennschneide 38 eine flüssigkeitsdichte
Verbindung zwischen dem Steckergehäuse 16 und der Ummantelung der voneinander getrennten
Kabelabschnitte hergestellt, so daß keine Feuchtigkeit oder kein Wasser an die Kontaktierungsstellen
von Kontaktspitzen 17 und Kabeladern 102,103 gelangen kann.
[0019] In einer Modifizierung der Kontaktierungsvorrichtung 20 ist das Kabelaufnahmeteil
21 parallel zur Trennschneide 28 zweigeteilt ausgeführt, so daß im Schacht 27 zwei
gleich ausgebildete Kabelführungsteilabschnitte rechts und links der Trennschneide
38 vorhanden sind. Jeder Teilabschnitt weist eine separate Einlegewanne 24 und einen
separaten Deckel 25 mit aufgesetzter Zentriernase 26 auf. Diese Zweiteilung des Kabelaufnahmeteils
21 hat den Vorteil, daß sich die beiden durch die Trennschneide 38 beim Aufklemmvorgang
getrennten Kabelabschnitte des Anschlußkabels 10 unabhängig voneinander aus der Kontaktierungsvorrichtung
20 lösen lassen.
1. Stecker zum Anschließen eines elektrofluidischen Wandlers, der an einem Wandlergehäuse
(11) zugängliche, insbesondere vorstehende, elektrische Steckkontakte (12) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß in einem Steckergehäuse (16) elektrische Gegenkontakte
(13) zu den Wandler-Steckkontakten (12), elektrische Anschlußmittel (14) für ein mehradriges,
ummanteltes Anschlußkabel (10), Verbindungsmittel (15) zum elektrischen und elektronischen
Verknüpfen der Anschlußmittel (14) mit den Gegenkontakten (13) und eine Kontaktierungsvorrichtung
(20) zum Verbinden des Anschlußkabels (10) mit den Anschlußmitteln (14) angeordnet
sind und daß die Kontaktierungseinrichtung (20) ein bewegliches Kabelaufnahmeteil
(21) zum Einlegen eines Kabelabschnitts sowie einen auf das Kabelaufnahmeteil (21)
wirkenden Klemmhebel (22) zum kontaktherstellenden Aufpressen des Kabelabschnitts
auf die Anschlußmittel (14) aufweist.
2. Stecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Anschlußmittel
(14) die Kabelummantelung (101) durchstoßende Kontaktspitzen (17) aufweisen, die in
dem Anschlußkabel (10) verlaufende Kabeladern (102,103) kontaktieren.
3. Stecker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabelaufnahmeteil
(21) eine mit dem Klemmhebel (22) zusammenwirkende Zentriernase (26) aufweist, auf
der sich der Klemmhebel (22) beim Aufschwenken auf das Kabelaufnahmeteil (21) aufsetzt.
4. Stecker nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Boden des Kabelaufnahmeteils
(21) Durchtrittsöffnungen (30) für die Kontaktspitzen (17) vorgesehen sind.
5. Stecker nach einem der Ansprüche 2 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabelaufnahmeteil
(21) in einem im Steckergehäuse (16) ausgebildeten Schacht (27) angeordnet ist, über
dessen Schachtboden (271) die Kontaktspitzen (17) vorstehen, daß im Abstand von dem
Schachtboden (271) in den Schachtwänden Rastausnehmungen (29) eingelassen sind, in
die am Kabelaufnahmeteil (21) ausgebildeter Rastnasen (28) eingreifen, und daß die
von den Rastausnehmungen (29) und Rastnasen (28) gebildeten Rastverbindung so ausgelegt
ist, daß durch eine vom Klemmhebel (22) aufgebrachte axiale Druckkraft auf das Kabelaufnahmeteil
(21) die Rastnasen (28) aus den Rastausnehmungen (29) austreten und das Kabelaufnahmeteil
(21) zum Verschieben zum Schachtboden (271) hin freigeben.
6. Stecker nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmhebel
(22) am Steckergehäuse (16) schwenkbar festgelegt und in seiner auf das Steckergehäuse
(16) aufgeklappten Schwenkendstellung am Steckergehäuse (16) verrastbar ist.
7. Stecker nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabelaufnahmeteil (21)
und die Tiefe des Schachts (27) so aufeinander abgestimmt sind, daß bei verrastetem
Klemmhebel (22) das Kabelaufnahmeteil (21) auf dem Schachtboden (271) kraftschlüssig
und flüssigkeitsdicht festgespannt ist.
8. Stecker nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktierungsvorrichtung
(20) eine Trennschneide (38) zum Durchtrennen des einliegenden Kabelabschnitts quer
zu dessen Längserstreckung zumindest im Aderbereich des Anschlußkabels (10) aufweist,
die bei auf das Kabelaufnahmeteil (21) wirkendem Klemmhebel (22) durch eine im Boden
des Kabelaufnahmeteils (21) ausgebildeten Schlitz hindurchtritt.
9. Stecker nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennschneide (38) in dem
Schacht (27) des Steckergehäuses (16) mit Abstand vom Schachtboden (271) angeordnet
ist.
10. Stecker nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß am Schachtgrund (271)
jeweils eine Kontaktspitze (17) umschließende Dichtungskonturen (39) angeordnet sind,
die eine flüssigkeitsdichte Verbindung zwischen Kontaktspitzen (17) und Ummantelung
(101) des Anschlußkabels (10) herstellen.
11. Stecker nach einem der Ansprüche 7 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabelaufnahmeteil
(21) in zwei jeweils auf einer Seite der Trennschneide (38) angeordnete Teilstücke
gleicher Ausgestaltung unterteilt ist.
12. Stecker nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabelaufnahmeteil
(21) zweiteilig mit einer Einlegewanne (24) und einem die Einlegewanne (24) abdeckenden,
von der Wannenöffnung abschwenkbaren Deckel (25) ausgebildet ist und vorzugsweise
daß Einlegewanne (24) und Deckel (25) als einstückiges Kunststoffteil hergestellt
sind.
13. Stecker nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentriernase (26) mittig
auf der dem Klemmhebel (22) zugekehrten Oberseite des Deckels (25) angeordnet ist.
14. Stecker nach einem der Ansprüche 1 - 13, dadurch gekennzeichnet, daß im Steckergehäuse
(16) mindestens eine Leuchtanzeige (34) zur Kenntlichmachung des Schaltzustands des
Wandlers vorgesehen ist, die vorzugsweise durch ein im Steckergehäuse (16) und/oder
Klemmhebel (22) ausgebildetes Fenster (35) sichtbar ist.