(19)
(11) EP 0 952 357 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.10.1999  Patentblatt  1999/43

(21) Anmeldenummer: 99104335.7

(22) Anmeldetag:  04.03.1999
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6F15B 13/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 22.04.1998 DE 19817695

(71) Anmelder: Asco Joucomatic GmbH & Co.
75248 Ölbronn-Dürrn (DE)

(72) Erfinder:
  • Ams, Felix
    75236 Kämpfelbach (DE)
  • Wegehingel, Stefan
    75180 Pforzheim (DE)

(74) Vertreter: Kratzsch, Volkhard, Dipl.-Ing. 
Patentanwalt, Mülbergerstrasse 65
73728 Esslingen
73728 Esslingen (DE)

   


(54) Stecker zum Anschliessen eines elektrofluidischen Wandlers


(57) Es wird ein Stecker zum Anschließen eines elektrofluidischen Wandlers angegeben, der an einem Wandlergehäuse (11) vorstehende, elektrische Steckkontakte (12) aufweist, wobei in einem Steckergehäuse (16) elektrische Gegenkontakte (13) zu den Wandler-Steckkontakten (12), ferner elektrische Anschlußmittel (14) für ein mehradriges, ummanteltes Anschlußkabel (10), ferner Verbindungsmittel (15) zum elektrischen und elektronischen Verknüpfen der Anschlußmittel (14) mit den Gegenkontakten (13) und ferner eine Kontaktierungsvorrichtung (20) zum Verbinden des Anschlußkabels (10) mit den Anschlußmitteln (14) angeordnet sind. Die Kontaktierungseinrichtung (20) weist ein bewegliches Kabelaufnahmeteil (21) zum Einlegen eines Kabelabschnitts sowie einen auf das Kabelaufnahmeteil (21) wirkenden Klemmhebel (22) zum kontaktherstellenden Aufpressen des Kabelabschnitts auf die Anschlußmittel (14) auf.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Stecker zum Anschließen eines elektrofluidischen Wandlers der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.

[0002] Elektrofluidische Wandler, wie elektropneumatische und elektrohydraulische Wandler, die eine elektrische Eingangsgröße in eine fluidische, z.B. pneumatische oder hydraulische Ausgangsgröße Umsetzen und hierzu von Elektromagneten oder Piezoventilen betätigte Fluidventile besitzen, finden eine weitverbreitete Anwendung in der industriellen Steuertechnik für Werkzeugmaschinen. Die Zahl der für eine Werkzeugmaschinensteuerung erforderlichen Wandler ist dabei sehr groß und entsprechend steigt der Installationsaufwand, da alle Wandler einzeln angeschlossen und somit alle Wandler manuell kontaktiert werden müssen, um sie über Steuerleitungen mit der zentralen Steuereinrichtrnng zu verbinden.

[0003] Eine bekannte Wandlervorrichtung mit zwei in einem Wandlergehäuse angeordneten, elektrofluidischen, z.B. elektrohydraulischen oder elektropneumatischen Wandlern (DE 196 32 691 A1) weist eine am Wandlergehäuse ausgebildete Kontaktierungsvorrichtung auf, bei der in einer Gehäuseöffnung ein Leitungsabschnitt eines zweiadrigen Anschlußkabels, das zur Stromversorgung und Übertragung von Steuersignalen dient, eingelegt wird und an einem klappbaren Gehäusedeckel eine Klemmvorrichtung ausgebildet ist. Beim Andrücken des Gehäusedeckels an das Wandlergehäuse durchtrennt eine Trennschneide der Klemmvorrichtung das Anschlußkabel und auf die elektrischen Leiter der beiden getrennten Kabelabschnitte sich aufpressende Andruckflächen stellen eine elektrische Verbindung zwischen den elektrischen Leitern und den Anschlußkontakten einer elektronischen Schaltung her. Mittels dieser Kontaktierungseinheit kann eine Vielzahl von Wandlern in kürzester Zeit an das Anschlußkabel angesetzt und kontaktiert werden.

[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stecker der eingangs genannten Art zum Anschluß von einzelnen Wandlern an ein zu einer Steuereinheit führendes Anschlußkabel so zu verbessern, daß sowohl der Installationsaufwand als auch die Installationszeit für die Einrichtung der Maschinensteuerung gesenkt werden kann.

[0005] Die Aufgabe ist bei einem Stecker der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung erfindungsgemäß durch die Merkmale im Anspruch 1 gelöst.

[0006] Der erfindungsgemäße Stecker zum Anschließen eines elektrofluidischen Wandlers hat den Vorteil, daß der Stecker innerhalb des Steckergehäuses voll verdrahtet ist und vor oder nach dem Aufstecken auf die Steckkontakte des Wandlers werkzeuglos und schnell die elektrische Verbindung zu dem Anschlußkabel hergestellt werden kann, wozu lediglich das Kabel in das bewegliche Kabelaufnahmeteil eingelegt und der Klemmhebel manuell geschlossen werden muß. Die Beweglichkeit des Aufnahmeteils sorgt dabei für eine exakte Ausrichtung des Kabels ohne Verkantungsgefahr beim Aufpressen des Klemmhebels und gewährleistet in jedem Fall eine zuverlässige Kontaktierung der Verbindungsmittel mit den Kabeladern. Mit Schließen des Klemmhebels ist der Stecker sowohl elektrisch an das Anschlußkabel angeschlossen als auch mechanisch und spritzwassergeschützt an dem Anschlußkabel festgelegt. Eine an dem Wandlergehäuse verschraubbare Befestigungsschraube, die durch eine Bohrung im Steckergehäuse hindurchgeführt ist, dient zur Sicherung und verhindert ein unbeabsichtigtes Abziehen oder Abfallen des Steckers vom Wandlergehäuse bei oder nach der Montage, z.B. bei Zugbelastung am Kabel.

[0007] Zweckmäßige Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Steckers mit vorteilhaften Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen angegeben.

[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist an dem Kabelaufnahmeteil eine mit dem Klemmhebel zusammenwirkende Zentriernase vorgesehen, auf der sich der Klemmhebel beim Aufschwenken auf das Kabelaufnahmeteil aufsetzt, so daß die vom Klemmhebel erzeugte Klemmkraft mittig und zentral auf das Aufnahmeteil übertragen wird.

[0009] Dabei ist gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung das Kabelaufnahmeteil in einem im Steckergehäuse ausgebildeten Schacht angeordnet, über dessen Schachtgrund die elektrischen Anschlußmittel mit Kontaktspitzen vorstehen, und im Abstand von dem Schachtboden sind in die Schachtwände Rastausnehmungen eingelassen, in die am Kabelaufnahmeteil ausgebildete Rastnasen eingreifen. Die aus Rastausnehmungen und Rastnasen bestehende Rastverbindung ist so ausgelegt, daß durch eine vom Klemmhebel aufgebrachte Druckkraft auf das Kabelaufnahmeteil die Rastnasen aus den Rastausnehmungen austreten und das Kabelführungsteil zum Verschieben zum Schachtboden hin freigeben, wo die Kontaktspitzen durch entsprechende Durchtrittsöffnungen im Boden des Kabelaufnahmeteils hindurchtreten und sich in das Kabel so einbohren, daß die im Kabel verlaufenden elektrischen Leiter kontaktiert werden.

[0010] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Kontaktierungseinrichtung eine Trennschneide zum Durchtrennen des Kabelabschnitts der zu dessen Erstreckung auf, die bei auf das Kabelaufnahmeteil wirkendem Klemmhebel durch einen im Boden des Kabelaufnahmeteils ausgebildeten Schlitz hindurchtritt. Diese konstruktive Gestaltung macht es möglich, mit einem Stecker zwei in einem Wandlergehäuse integrierte Wandler zu kontaktieren bzw. Dateneingang und Datenausgang zu trennen und den Stecker in einfacher und zeitsparender Weise an das Anschlußkabel anzuschließen. Im Schachtgrund jeweils eine Kontaktspitze umschließende Dichtungskonturen sorgen in Verbindung mit der flexiblen Kabelisolation für eine flüssigkeitsdichte Verbindung zwischen den Kontaktspitzen und der Ummantelung des Kabelabschnitts, so daß keine Feuchtigkeit in die Kontaktstellen eintreten kann.

[0011] Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1
einen Längsschnitt eines Steckers zum Anschließen eines elektrofluidischen Wandlers,
Fig. 2
eine Draufsicht des Steckers in Richtung Pfeil II in Fig. 1,
Fig. 3
eine gleiche Darstellung wie in Fig. 1 eines modifizierten Steckers,
Fig. 4
eine Draufsicht des Steckers in Richtung Pfeil IV in Fig. 3,
Fig. 5
eine Seitenansicht des Steckers in Fig. 1 zu vier verschiedenen Zeitpunkten der Montage.


[0012] Der in Fig. 1 im Längsschnitt und in Fig. 2 in Draufsicht dargestellte Stecker dient zum Anschließen eines elektrofluidischen Wandlers an eine zu einer Steuereinheit führende Steuerleitung, die als ummanteltes, zweiadriges Kabel 10 ausgeführt ist. Der fluidische Wandler, der ein elektrisches Eingangssignal in ein fluidisches Drucksignal umformt, weist einen elektrischen Eingangsteil und einen pneumatischen Ausgangsteil auf. Der pneumatische Eingangsteil ist in einem Wandlergehäuse 11 aufgenommen, das in Fig. 1 ausschnittweise dargestellt ist. Zum Anschluß des elektrischen Eingangsteils an eine zentrale Steuereinheit stehen am Wandlergehäuse 11 elektrische Steckkontakte 12 vor, auf die der Stecker aufgesteckt wird, um die Verbindung zur Steuereinheit herzustellen.

[0013] Der Stecker weist Gegenkontakte 13 zu den Wandler-Steckkontakten 12, Anschlußmittel 14 für das zweiadrige, ummantelte Anschlußkabel 10 und elektrische und elektronische Verbindungsmittel 15 zum Verknüpfen der Anschlußmittel 14 mit den Gegenkontakten 13 auf, die alle in einem Steckergehäuse 16 untergebracht sind. Die Gegenkontakte 13, die Kontaktspitzen 17 aufweisenden Anschlußmittel 10 sowie die Verbindungsmittel 15 sind auf einer Leiterkarte 18 angeordnet. Die Verbindungsmittel 15, die einerseits zur Stromversorgung des Wandlers und andererseits zur Übertragung von Steuersignalen an den Wandler dienen, umfaßen neben den auf der Leiterkarte 18 ausgebildeten Leiterbahnen auch elektronische Bauteile, wie Demodulator und Decoder, die vorzugsweise in einem Chip integriert sind. Ferner ist in dem Steckergehäuse 16 eine Kontaktierungsvorrichtung 20 vorgesehen, die zum Verbinden des Anschlußkabels 10 mit den Anschlußmitteln 14 im Steckergehäuse 16 dient.

[0014] Die werkzeuglos zu bedienende Kontaktierungsvorrichtung 20 weist ein bewegliches Aufnahmeteil 21 zum Einlegen eines Kabelabschnitts des Anschlußkabels 10, sowie einen auf das Kabelaufnahmeteil 21 wirkenden Klemmhebel 22 auf, der am Steckergehäuse 16 um eine Schwenkachse 23 schwenkbeweglich festgelegt ist. Das aus Kunststoff gespritzte Kabelaufnahmeteil 21 ist zweiteilig ausgeführt und weist eine Einlegewanne 24 zur formschlüssigen Aufnahme des ummantelten Anschlußkabels 10 sowie einen an der Einlegewanne 24 schwenkbeweglich ausgebildeten Deckel 25 auf, der die Öffnung der Einlegewanne 24 zu verschließen vermag. Auf der Oberseite des Deckels 25 steht eine Zentriernase 26 vor, die mit dem Klemmhebel 22 zusammenwirkt und eine mittels des Klemmhebels 22 erzeugte Druckkraft auf das Kabelaufnahmeteil 21 überträgt. Das Kabelaufnahmeteil 21 ist in einen im Steckergehäuse 16 ausgebildeten Schacht 27 eingesetzt, und zwar - wie Fig. 2 zeigt - mit zwei diametral angeordneten Rastnasen 28, die in der Schachtwand 27 ausgebildeten Rastausnehmungen 29 eingreifen. Dabei ist die aus Rastnasen 28 und Rastausnehmungen 29 gebildete Rastverbindung so ausgelegt, daß durch eine axiale Druckkraft auf die Zentriernase 26 am Kabelaufnahmeteil 21 die Rastnasen 28 nach unten aus den Rastausnehmungen 29 austreten und somit die Verschiebung des Kabelaufnahmeteils 21 im Schacht 27 in Richtung zum Schachtboden 271 ermöglichen. Aus dem Schachtboden 271 ragen die Kontaktspitzen 17 der Anschlußmittel 14 hervor. Fluchtend mit dem Kontaktspitzen 17 sind im Boden der Einlegewanne 24 des Kabelaufnahmeteils 21 Durchtrittsöffnungen 30 angeordnet, deren lichter Durchmesser größer ist als der Außendurchmesser der Kontaktspitzen 17.

[0015] Nach Aufstecken des Steckers mit seinen Gegenkontakten 13 auf die Wandler-Steckkontakte 12 wird das Steckergehäuse 16 mittels einer einzigen Befestigungsschraube 31, die durch eine Bohrung 32 im Steckergehäuse 16 hindurchgesteckt wird, in einem Gewindeloch im Wandlergehäuse 11 verschraubt. Dann wird der Anschluß des Steckers an das Anschlußkabel 10 mittels der Kontaktierungsvorrichtung 20 wie folgt durchgeführt, wobei auf die Darstellungen in Fig. 5 verwiesen wird.

[0016] Bei hochgeschwenktem Klemmhebel 22 ist das Kabelaufnahmeteil 21 zugänglich, wobei Deckel 25 und Einlegewanne 24 so miteinander verbunden sind, daß der Deckel 25 mit einer in Öffnungsrichtung wirkenden Rückstellkraft beaufschlagt ist. Bei hochgeklapptem Klemmhebel 22 liegt somit die Einlegewanne 24 frei (Fig. 5a), und das Anschlußkabel 10 kann in die Einlegewanne 24 eingelegt werden (Fig. 5b). Danach wird der Klemmhebel 22 in Richtung auf das Steckergehäuse 16 hin verschwenkt (Fig. 5c), wodurch die Unterseite des Klemmhebels 22 sich auf die Zentriernase 26 aufsetzt und bei weiterem Schwenken des Klemmhebels 22 eine axiale Druckkraft auf das Kabelaufnahmeteil 21 aufgebracht wird. Dadurch wird das Kabelaufnahmeteil 21 aus den Rastausnehmungen 29 im Schacht 27 herausgedrückt und in Richtung zum Schachtboden 271 verschoben. Die Kontaktspitzen 17 treten durch die Durchtrittsöffnungen 30 im Schachtboden 271 hindurch, Durchbohren die Ummantelung 101 des Anschlußkabels 10 und dringen in die Kabeladern 102 und 103 des Anschlußkabels 10 ein, um dort einen elektrischen Kontakt herzustellen. Damit sind die Anschlußmittel 14 elektrisch am Anschlußkabel 10 kontaktiert und über die Verbindungsmittel 15, den Gegenkontakten 13 und den Wandler-Steckkontakten 12 der Wandler an das Anschlußkabel 10 angeschlossen. Der Klemmhebel 22 wird schließlich mittels einer Rastverbindung 33 am Deckelgehäuse 16 verrastet, so daß er über die Zentriernase 26 das Kabelaufnahmeteil 21 am Schachtboden 271 kraftschlüssig festliegt. Das formschlüssig in die Einlegewanne 24 eingelegte Anschlußkabel 10 wird von dem Deckel 25 in der Einlegewanne 24 festgeklemmt, so daß das Anschlußkabel 10 auch mechanisch am Stecker festgelegt ist (Fig. 5d). Das Anschlußkabel 10 führt zu einer zentralen Steuereinheit, von welcher aus der Wandler mittels Steuersignale selektiv angesteuert wird. In dem Steckergehäuse 16 angeordnete Leuchtanzeigen, die z.B. als auf der Leiterkarte 18 angeordnete Dioden ausgebildet sind, signalisieren durch Aufleuchten den Schaltzustand des Wandlers. Die Leuchtanzeigen 34 sind durch ein im Steckergehäuse 16 ausgebildetes Fenster 35 hindurch sichtbar. Weitere Einzelheiten im Steckergehäuse 16, wie Erdungsschraube 36 und Eingangsstecker 37 für Sensoren, seien hier nur am Rande vermerkt.

[0017] Der in Fig. 3 im Längsschnitt dargestellte Stecker unterscheidet sich von dem vorstehend beschriebenen Stecker im wesentlichen durch eine Modifizierung der Kontaktierungsvorrichtung 20. Soweit Bauteile dieses Steckers mit Bauteilen des mit Fig. 1 und 2 beschriebenen Steckers übereinstimmen, sind sie mit gleichen Bezugszeichen versehen. In Fig. 3 ist dabei eine Draufsicht des modifizierten Steckers in Richtung Pfeil IV in Fig. 3 dargestellt, wobei der am Steckergehäuse 16 angelenkte Klemmhebel 22 aufgeklappt und das Kabelaufnahmeteil 21 aus seiner in Fig. 3 dargestellten Rastverbindung im Schacht 27 herausgenommen ist. Die Anschlußmittel 14 weisen insgesamt vier Kontaktspitzen 17 auf, die über die Verbindungsmittel 15 mit Gegenkontakten 13 für insgesamt zwei im Wandlergehäuse 11 angeordnete elektrische Eingangsteile zweier Wandler angeschlossen sind. Die vier Kontaktspitzen 17 ragen in gleicher Weise durch den Schachtboden 271 in den Schacht 27 hinein und stehen mit einem Abstandsmaß über den Schachtboden 271 vor. Im Boden der Einlegewanne 24 des Kabelaufnahmeteils 21 sind insgesamt vier Durchtrittsöffnungen 30 für jeweils eine Kontaktspitze 17, sowie ein Schlitz zum Durchtritt einer Trennschneide 38 vorgesehen, die zwischen zwei Paaren von Kontaktspitzen 17 quer zur Erstreckungsrichtung des Anschlußkabels 10 am Schachtboden 271 vertikal von diesem abstehend angeordnet ist. Die Trennschneide 38 ist so ausgebildet, daß sie bei dem zu Fig. 1 beschriebenen Vorgang des Aufschwenkens des Klemmhebels 22 auf das Steckergehäuse 16 und des dadurch bewirkten Nachuntendrückens des Kabelaufnahmeteils 21 in Richtung zum Schachtboden 271 das Anschlußkabel 10 zu durchtrennen vermag, so daß im Kabelaufnahmeteil 21 zwei voneinander getrennte Kabelabschnitte voneinander isoliert elektrisch kontaktiert und mechanisch festgeklemmt sind.

[0018] Wie in Fig. 4 dargestellt ist, ist an jeder aus dem Schachtboden 271 hervorstehende Kontaktspitze 17 ein Dichtungskontur 39 angeordnet, der die zugeordnete Kontaktspitze 17 umschließt und zusammen mit der flexiblen Kabelisolation für eine Abdichtung sorgt. Durch diese Dichtungsringe 39 wird beim Einpressen des Anschlußkabels 10 in die Kontaktierungsvorrichtung 20 mit Durchtrennen des Anschlußkabels 10 durch die Trennschneide 38 eine flüssigkeitsdichte Verbindung zwischen dem Steckergehäuse 16 und der Ummantelung der voneinander getrennten Kabelabschnitte hergestellt, so daß keine Feuchtigkeit oder kein Wasser an die Kontaktierungsstellen von Kontaktspitzen 17 und Kabeladern 102,103 gelangen kann.

[0019] In einer Modifizierung der Kontaktierungsvorrichtung 20 ist das Kabelaufnahmeteil 21 parallel zur Trennschneide 28 zweigeteilt ausgeführt, so daß im Schacht 27 zwei gleich ausgebildete Kabelführungsteilabschnitte rechts und links der Trennschneide 38 vorhanden sind. Jeder Teilabschnitt weist eine separate Einlegewanne 24 und einen separaten Deckel 25 mit aufgesetzter Zentriernase 26 auf. Diese Zweiteilung des Kabelaufnahmeteils 21 hat den Vorteil, daß sich die beiden durch die Trennschneide 38 beim Aufklemmvorgang getrennten Kabelabschnitte des Anschlußkabels 10 unabhängig voneinander aus der Kontaktierungsvorrichtung 20 lösen lassen.


Ansprüche

1. Stecker zum Anschließen eines elektrofluidischen Wandlers, der an einem Wandlergehäuse (11) zugängliche, insbesondere vorstehende, elektrische Steckkontakte (12) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Steckergehäuse (16) elektrische Gegenkontakte (13) zu den Wandler-Steckkontakten (12), elektrische Anschlußmittel (14) für ein mehradriges, ummanteltes Anschlußkabel (10), Verbindungsmittel (15) zum elektrischen und elektronischen Verknüpfen der Anschlußmittel (14) mit den Gegenkontakten (13) und eine Kontaktierungsvorrichtung (20) zum Verbinden des Anschlußkabels (10) mit den Anschlußmitteln (14) angeordnet sind und daß die Kontaktierungseinrichtung (20) ein bewegliches Kabelaufnahmeteil (21) zum Einlegen eines Kabelabschnitts sowie einen auf das Kabelaufnahmeteil (21) wirkenden Klemmhebel (22) zum kontaktherstellenden Aufpressen des Kabelabschnitts auf die Anschlußmittel (14) aufweist.
 
2. Stecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Anschlußmittel (14) die Kabelummantelung (101) durchstoßende Kontaktspitzen (17) aufweisen, die in dem Anschlußkabel (10) verlaufende Kabeladern (102,103) kontaktieren.
 
3. Stecker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabelaufnahmeteil (21) eine mit dem Klemmhebel (22) zusammenwirkende Zentriernase (26) aufweist, auf der sich der Klemmhebel (22) beim Aufschwenken auf das Kabelaufnahmeteil (21) aufsetzt.
 
4. Stecker nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Boden des Kabelaufnahmeteils (21) Durchtrittsöffnungen (30) für die Kontaktspitzen (17) vorgesehen sind.
 
5. Stecker nach einem der Ansprüche 2 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabelaufnahmeteil (21) in einem im Steckergehäuse (16) ausgebildeten Schacht (27) angeordnet ist, über dessen Schachtboden (271) die Kontaktspitzen (17) vorstehen, daß im Abstand von dem Schachtboden (271) in den Schachtwänden Rastausnehmungen (29) eingelassen sind, in die am Kabelaufnahmeteil (21) ausgebildeter Rastnasen (28) eingreifen, und daß die von den Rastausnehmungen (29) und Rastnasen (28) gebildeten Rastverbindung so ausgelegt ist, daß durch eine vom Klemmhebel (22) aufgebrachte axiale Druckkraft auf das Kabelaufnahmeteil (21) die Rastnasen (28) aus den Rastausnehmungen (29) austreten und das Kabelaufnahmeteil (21) zum Verschieben zum Schachtboden (271) hin freigeben.
 
6. Stecker nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmhebel (22) am Steckergehäuse (16) schwenkbar festgelegt und in seiner auf das Steckergehäuse (16) aufgeklappten Schwenkendstellung am Steckergehäuse (16) verrastbar ist.
 
7. Stecker nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabelaufnahmeteil (21) und die Tiefe des Schachts (27) so aufeinander abgestimmt sind, daß bei verrastetem Klemmhebel (22) das Kabelaufnahmeteil (21) auf dem Schachtboden (271) kraftschlüssig und flüssigkeitsdicht festgespannt ist.
 
8. Stecker nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktierungsvorrichtung (20) eine Trennschneide (38) zum Durchtrennen des einliegenden Kabelabschnitts quer zu dessen Längserstreckung zumindest im Aderbereich des Anschlußkabels (10) aufweist, die bei auf das Kabelaufnahmeteil (21) wirkendem Klemmhebel (22) durch eine im Boden des Kabelaufnahmeteils (21) ausgebildeten Schlitz hindurchtritt.
 
9. Stecker nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennschneide (38) in dem Schacht (27) des Steckergehäuses (16) mit Abstand vom Schachtboden (271) angeordnet ist.
 
10. Stecker nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß am Schachtgrund (271) jeweils eine Kontaktspitze (17) umschließende Dichtungskonturen (39) angeordnet sind, die eine flüssigkeitsdichte Verbindung zwischen Kontaktspitzen (17) und Ummantelung (101) des Anschlußkabels (10) herstellen.
 
11. Stecker nach einem der Ansprüche 7 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabelaufnahmeteil (21) in zwei jeweils auf einer Seite der Trennschneide (38) angeordnete Teilstücke gleicher Ausgestaltung unterteilt ist.
 
12. Stecker nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabelaufnahmeteil (21) zweiteilig mit einer Einlegewanne (24) und einem die Einlegewanne (24) abdeckenden, von der Wannenöffnung abschwenkbaren Deckel (25) ausgebildet ist und vorzugsweise daß Einlegewanne (24) und Deckel (25) als einstückiges Kunststoffteil hergestellt sind.
 
13. Stecker nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentriernase (26) mittig auf der dem Klemmhebel (22) zugekehrten Oberseite des Deckels (25) angeordnet ist.
 
14. Stecker nach einem der Ansprüche 1 - 13, dadurch gekennzeichnet, daß im Steckergehäuse (16) mindestens eine Leuchtanzeige (34) zur Kenntlichmachung des Schaltzustands des Wandlers vorgesehen ist, die vorzugsweise durch ein im Steckergehäuse (16) und/oder Klemmhebel (22) ausgebildetes Fenster (35) sichtbar ist.
 




Zeichnung













Recherchenbericht