[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Referenzspannung-Erzeugungsschaltung oder
Referenzspannungsquelle nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Die meisten integrierten Schaltungen, die aus einer nicht stabilisierten Versorgungsspannung
betrieben werden, d. h. nahezu alle Smart-Power-ICs, benötigen intern eine Referenzspannungsquelle.
Dies gilt insbesondere für Spannungsregler, deren Ausgangsspannung anderen integrierten
Schaltungen oder Schaltungsblöcken als Referenzspannung dient.
[0003] Bekannte Referenzspannungsquellen verwenden beispielsweise Zenerdioden, denen über
einen Vorwiderstand eine unstabilisierte Eingangsspannung zugeführt wird, wobei die
an der Zenerdiode abgegriffene Spannung als spannungsstabilisierte Referenzspannung
verwendet wird. Des weiteren kann im Prinzip allgemein die Durchlaß- oder Flußspannung
einer Diode oder die Basis-Emitter-Spannung eines Bipolartransistors als Referenzspannung
verwendet werden. Allerdings besitzt die Flußspannung eines pn-Übergangs einen negativen
Temperaturkoeffizienten und damit eine Temperaturabhängigkeit, die für viele Anwendungen
negativ ist. Sollen beispielsweise mit Hilfe eines Spannungsreglers, dessen Ausgangsspannung
als Referenzspannung dient, Sensoren, A/D-Wandler oder ähnliche Bauteile versorgt
werden, muß die Ausgangsspannung des Spannungsreglers hochgenau und insbesondere äußerst
temperaturstabil sein. Dabei stellen heutzutage Toleranzgrenzen bis maximal 1 % normale
Anforderungen dar.
[0004] Aus diesem Grund wurden die zuvor beschriebenen Referenzspannungsquellen in den letzten
Jahren durch Bandgap- oder Bandabstands-Referenzspannungsquellen abgelöst, die eine
temperaturstabilisierte Referenzspannung liefern. Diese bekannten Bandgap-Referenzspannungsquellen
basieren auf einer Addition einer Flußspannung eines stromdurchflossenen pn-Übergangs
und einer mit einem entsprechenden Faktor multiplizierten Differenzspannung, die aus
zwei Flußspannungen von zwei mit unterschiedlichen Stromdichten durchflossenen pn-Übergängen
gebildet wird. Allgemein hat die Flußspannung eines stromdurchflossenen pn-Übergangs
- wie bereits zuvor erläutert worden ist - einen negativen Temperaturkoeffizienten.
Hingegen steigt die Differenz zweier Flußspannungen proportional zur absoluten Temperatur
an und unterliegt daher einem positiven Temperaturkoeffizienten. Wird der Faktor,
mit dem die zuvor erläuterte Differenzspannung multipliziert wird, derart eingestellt,
daß der negative Temperaturkoeffizient der Flußspannung des pn-Übergangs den positiven
Temperaturkoeffizienten der Differenzspannung aufhebt, kann eine temperaturstabilisierte
Ausgangs- bzw. Referenzspannung erhalten werden, die nurmehr eine parabelförmige bzw.
quadratische Temperaturabhängigkeit aufweist. Insbesondere beträgt die Ausgangsspannung
der Bandgap-Referenzspannungsquelle, welche durch Addition der zuvor erläuterten Flußspannung
eines stromdurchflossenen pn-Übergangs mit der mit dem entsprechenden Faktor multiplizierten
Differenzspannung von zwei weiteren Flußspannungen gewonnen wird, ca. 1,25 V, was
in etwa dem Bandabstand (Bandgap) von Silizium entspricht. Der Betrag der Ausgangsspannung
dieser Referenzspannungsquelle hat daher der Bandgap-Referenzspannungsquelle ihren
Namen verliehen.
[0005] Fig. 2 zeigt ein verallgemeinertes Schaltbild einer bekannten Bandgap-Referenzspannungsquelle.
An einem positiven Versorgungsspannungsanschluß V
cc ist eine Stromspiegelschaltung S
1 angeschlossen, die die Kollektorströme I
1 und I
2 von zwei gemäß Fig. 2 verschalteten npn-Bipolartransistoren T
1 bzw. T
2 vergleicht. Die Stromstärken dieser Ströme I
1 und I
2 sind durch die Transistoren T
1 bzw. T
2 vorgegeben. Die Basisanschlüsse dieser Transistoren T
1 und T
2 sind miteinander verbunden, wobei die Basisspannung des Transistors T
1 über einen Spannungsteiler bestehend aus zwei Widerständen R
5 und R
6 hochmultipliziert wird, so daß am Widerstand R
6 eine gewünschte Ausgangs- bzw. Bezugsspannung V
ref abgegriffen werden kann. Gemäß Fig. 1 besitzt der Stromspiegel S
1 einen Ausgang, der das Ergebnis des Vergleichs der Ströme I
1 und I
2 wiedergibt und mit einem Stellglied ST, beispielsweise einem Operationsverstärker
oder einem Verstärkungstransistor, gekoppelt ist.
[0006] Mit Hilfe des in Fig. 2 gezeigten Regelkreises mit dem Stromspiegel S
1 und dem Stellglied ST wird das Verhältnis der durch die Transistoren T
1 bzw. T
2 fließenden Ströme I
1 bzw. I
2 eingestellt, wobei die Ströme I
1 und I
2 üblicherweise gleich groß sind. In BICMOS-Schaltungen wird jedoch der Strom I
1 häufig auch auf einen vielfachen Wert des Stroms I
2 eingestellt, so daß allgemein gilt:

[0007] Die Transistoren T
1 und T
2 besitzen unterschiedliche Emitterflächen, wobei die Emitterfläche des Transistors
T
2 einem Vielfachen der Emitterfläche des Transistors T
1 entspricht, so daß die Beziehung zwischen den Emitterflächen A
E1 und A
E2 der Transistoren T
1 und T
2 wie folgt dargestellt werden kann:

[0008] Aufgrund der oben angegebenen Beziehungen unterscheiden sich die Emitterstromdichten
der Transistoren T
1 und T
2 um den Faktor n·m, d. h. die Emitterstromdichte des Transistors T
1 ist (n·m)-mal so groß wie die Emitterstromdichte des Transistors T
2.
[0009] Am gemeinsamen Basisanschluß der Transistoren T
1 und T
2 wird die Summenspannung aus der Basis-Emitter-Spannung des Transistors T
1 sowie der am Knotenpunkt zwischen den Widerständen R
1 und R
2 anliegenden Spannung abgegriffen. Die erstgenannte Basis-Emitter-Spannung des Transistors
T
1 entspricht der Flußspannung eines stromdurchflossenen pn-Übergangs und weist daher
- wie zuvor erläutert worden ist - einen negativen Temperaturkoeffizienten auf. Die
an dem Widerstand R
1 abfallende Spannung ist abhängig von der Differenz zwischen der Basis-Emitter-Spannung
des Transistors T
1 und der Basis-Emitter-Spannung des Transistors T
2 und besitzt - wie ebenfalls zuvor erläutert worden ist - einen positiven Temperaturkoeffizienten.
Die Emitter-Basis-Spannung des Bipolartransistors T
1 nimmt temperaturabhängig um 2mV/K ab. Durch entsprechende Wahl der Widerstände R
1 und R
2 sowie des zuvor angegebenen Faktors n kann die in Fig. 2 gezeigte Bandgap-Referenzspannungsquelle
derart dimensioniert werden, daß die am Widerstand R
1 anliegende Differenzspannung aus den Flußspannungen der beiden Transistoren T
1 und T
2 einem den negativen Temperaturkoeffizienten kompensierenden positiven Temperaturkoeffizienten
von +2mV/K unterliegt. Am Widerstand R
1 fällt somit bei Raumtemperatur die Spannung 2mV/K x 300K = 600mV ab, so daß an dem
gemeinsamen Basisanschluß der Transistoren T
1 und T
2 aufgrund der typischen Emitter-Basis-Spannung von ca. 650mV die gewünschte temperaturstabilisierte
Bandgap-Referenzspannung von ca. 1,25V (=650mV+600mV) anliegt, die anschließend über
den Teiler mit den Widerständen R
5 und R
6 hochmultipliziert wird.
[0010] Für eine enge Toleranz der Ausgangsspannung V
ref sind insbesondere die Widerstandsverhältnisse R
5:R
6, R
1:R
2, das Stromspiegelübersetzungsverhältnis I
1:I
2 (m:1) und das Verhältnis der Emitterflächen der Transistoren T
1 und T
2 (1:n) kritisch. Weiterhin reagiert die in Fig. 2 gezeigte Schaltung sehr empfindlich
auf die in integrierten Leistungsschaltungen allgegenwärtigen Temperaturgradienten.
Bei üblichen Emitterflächenverhältnissen (z. B. n=8) und Raumtemperaturen beträgt
die Differenz der Emitter-Basis-Spannungen der beiden Transistoren T
1 und T
2 ca. 50mV. Unterscheiden sich die Temperaturen der Transistoren T
1 und T
2 um 1K, ändert sich die Differenz der Emitter-Basis-Spannungen um ca. 2mV, d. h. um
etwa 4 %. Daher ist es erforderlich, die Transistoren T
1 und T
2 in einem realisierten Schaltungslayout exakt auf Isothermen der größten Wärmequelle
der entsprechenden Schaltung anzuordnen. Modernes Layout mit wiederverwendbaren Schaltungs-
und Layoutblöcken verbietet jedoch eine Anpassung der Schaltung an die jeweilige Lage
der vorhandenen Wärmequellen. Zudem nimmt die Anzahl der Wärmequellen in Smart-Power-ICs
stetig zu, so daß der Verlauf der entsprechenden Isothermen dieser Wärmequellen nicht
eindeutig bestimmt werden kann. Weiterhin ist aufgrund der Vielzahl der bezüglich
Paarungseigenschaften kritischen Bauelemente der Bandgap-Referenzspannungsquelle in
der Regel ein individueller Abgleich der Schaltung erforderlich, was beispielsweise
mit Hilfe von sogenannten "Zapping"-Zenerdioden erfolgen kann, welche beim Anlegen
einer hohen äußeren Spannung in Sperrichtung durchbrechen und eine niederohmige Verbindung
erzeugen. Dadurch steigt jedoch der schaltungstechnische Aufwand.
[0011] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Referenzspannung-Erzeugungsschaltung
der eingangs beschriebenen Art anzugeben, welche weniger empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen
und Bauelementetoleranzen ist.
[0012] Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung durch eine Referenzspannung-Erzeugungsschaltung
mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Die Unteransprüche beschreiben jeweils
vorteilhafte und bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, die ihrerseits
zu einer möglichst einfach zu realisierenden Schaltung bzw. zu einer großtmöglichen
Temperaturstabilität beitragen.
[0013] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Referenzspannung weiterhin durch Addieren
eines Spannungsanteils mit einem negativen Temperaturkoeffizienten mit einem Spannungsanteil
mit einem positiven Temperaturkoeffizienten erzeugt. Der dem negativen Temperaturkoeffizienten
unterliegende Anteil umfaßt erfindungsgemäß jedoch mehrere Flußspannungen entsprechender
pn-Übergänge, und der Anteil mit dem positiven Temperaturkoeffizient umfaßt wiederum
eine Differenzspannung, wobei jede zur Differenzspannung beitragende Spannung einer
Summenspannung aus mehreren Flußspannungen entsprechender pn-Übergänge entspricht.
Insbesondere wird als Differenzspannung, welche den Anteil der gewünschten Referenzspannung
mit positivem Temperaturkoeffizienten darstellt, die Differenz zweier Summen aus mehreren
Flußspannungen mit unterschiedlicher Stromdichte durchflossener pn-Übergänge verwendet.
In diesem Fall liefert die Referenzspannungsquelle eine Ausgangsspannung, die ein
Vielfaches der gewöhnlichen Bandgap-Referenzspannung beträgt. Diese Spannung ist für
die meisten Anwendungen ausreichend hoch, so daß beispielsweise ein Spannungsteiler
zum Hochmultiplizieren der Referenzspannung entfallen kann.
[0014] Durch entsprechende Dimensionierung der erfindungsgemäßen Referenzspannungsquelle
kann erreicht werden, daß eine Abweichung der Temperatur um 1K eines der verwendeten
Transistoren lediglich zu 1,3 % in die Differenz der Summenspannungen eingeht. Des
weiteren ist es möglich, die Transistoren im Layout der erfindungsgemäßen Referenzspannungsquelle
derart überkreuz anzuordnen, daß lineare Temperaturgradienten aus beliebiger Richtung
die Ausgangsspannung der Referenzspannungsquelle nicht verfälschen können.
[0015] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel werden Schaltungsmittel eingesetzt, die
die noch verbleibende parabelförmige Temperaturabhängigkeit der erzeugten Referenzspannung
kompensieren, so daß die ausgegebene Referenzspannung im Idealfall innerhalb eines
0,03%-Fensters temperaturstabil erzeugt werden kann.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt ein vereinfachtes Schaltbild eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der
erfindungsgemäßen Referenzspannungsquelle,
Fig. 2 zeigt ein vereinfachtes Schaltbild einer bekannten Referenzspannungsquelle,
Fig. 3 zeigt ein verfeinertes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Referenzspannungsquelle,
und
Fig. 4 zeigt eine weiter verfeinerte und tatsächlich realisierte Ausgestaltung der
in Fig. 3 dargestellten Referenzspannungsquelle der vorliegenden Erfindung.
[0017] Bei der in Fig. 1 gezeigten vereinfachten Schaltung, die einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
einer Referenzspannungsquelle gemäß der vorliegenden Erfindung entspricht, wird wiederum
das zuvor beschriebene, an sich bekannte Prinzip verwendet, die Referenzspannung durch
Addieren eines Anteils mit negativem Temperaturkoeffizienten und eines Anteil mit
positivem Temperaturkoeffizienten zu erzeugen, wobei durch geeignete Schaltungsdimensionierung
der negative Temperaturkoeffizient durch den positiven Temperaturkoeffizienten kompensiert
werden kann. Gemäß dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel wird jedoch als
derjenige Anteil der erzeugten Referenzspannung, der einem positiven Temperaturkoeffizienten
unterliegt, die Differenz zweier Summenspannungen aus mehreren Flußspannungen von
mit unterschiedlichen Stromdichten durchflossenen pn-Übergängen verwendet. Des weiteren
umfaßt der Anteil, der dem negativen Temperaturkoeffizienten unterliegt, die Summe
von Flußspannungen mehrerer pn-Übergänge.
[0018] Die in Fig. 1 gezeigte Schaltung umfaßt wiederum npn-Transistoren T
1 und T
2, deren Emitterflächen A
E1 und A
E2 im Verhältnis 1:n
1 stehen. Die Transistoren T
1 und T
2 werden mit Kollektorströmen I
1 bzw. I
2 betrieben, die von einer Stromspiegelschaltung S
1 verglichen werden, wobei die Stromstärken dieser Ströme I
1 und I
2 durch die Transistoren T
1 und T
2 vorgegeben sind. Die Ströme I
1 und I
2 stehen zueinander im Verhältnis

. Die Basisanschlüsse der Transistoren T
1 und T
2 sind voneinander getrennt an die Emitter weiterer npn-Bipolartransistoren T
3 bzw. T
4 angeschlossen. Die Emitterflächen A
E3 und A
E4 der Transistoren T
3 bzw. T
4 stehen zueinander im Verhältnis 1:n
2. Die Transistoren T
3 und T
4 werden von unterschiedlichen Strömen I
3 und I
4 durchflossen, welche über Widerstände R
3 und R
4 eingestellt werden können. Die Kollektoren der Transistoren T
3 und T
4 sind gemäß Fig. 1 an ein positives Versorgungsspannungspotential V
cc angeschlossen. Die Basisanschlüsse der Transistoren T
3 und T
4 sind miteinander verbunden. Des weiteren sind die Widerstände R
1 und R
2 mit den Transistoren T
1 bzw. T
2 in Übereinstimmung mit der in Fig. 2 gezeigten bekannten Referenzspannungsquelle
verschaltet.
[0019] Mit dem Widerstand R
3 ist eine Diode D bzw. ein entsprechender pn-Übergang gekoppelt. Die Spannung am Widerstand
R
4 entspricht der Differenz aus den Emitter-Basis-Spannungen der Transistoren T
3 und T
4. Damit das Verhältnis der Emitterströme dieser Transistoren temperaturstabil ist,
muß auch die Spannung am Widerstand R
3 proportional zu Temperatur sein. Dies wird mit Hilfe der Diode D erreicht, da die
Spannung an R
1 proportional zur Temperatur ansteigt und sich die Flußspannungen des Bipolartransistors
T
1 und der Diode D nicht wesentlich unterscheiden, so daß die Spannung am Widerstand
R
3 wunschgemäß proportional zur Temperatur verläuft.
[0020] Bei der in Fig. 1 gezeigten Referenzspannungsquelle wird die gewünschte Referenz-
bzw. Ausgangsspannung am gemeinsamen Basisanschluß der Bipolartransistoren T
3 und T
4 abgegriffen. Diese Ausgangsspannung entspricht der Summenspannung aus den Basis-Emitter-Spannungen
der Transistoren T
3 und T
1 sowie der am Knotenpunkt zwischen den Widerständen R
1 und R
2 anliegenden Spannung. Die Basis-Emitter-Spannungen der Transistoren T
3 und T
1 besitzen bekanntermaßen einen negativen Temperaturkoeffizienten von ca. -2mV/K. Die
am Knotenpunkt zwischen den Widerständen R
1 und R
2 anliegende Spannung wird von den Basis-Emitter-Spannungen der Transistoren T
1-T
4 bestimmt und entspricht insbesondere der Differenz einer ersten Spannung, welche
von der Summe der Flußspannungen der mit einer hohen Stromdichte durchflossenen Transistoren
T
1 und T
3 abhängt, und einer zweiten Spannung, die von der Summe der Flußspannungen der mit
einer geringen Stromdichte durchflossenen Bipolartransistoren T
2 und T
4 abhängt. Das heißt die am Knotenpunkt zwischen den Widerständen R
1 und R
2 anliegende Spannung hängt von der Differenz zwischen der Summe der Basis-Emitter-Spannungen
der Transistoren T
1 und T
3 und der Summe der Basis-Emitter-Spannungen der Transistoren T
2 und T
4 ab. Durch geeignete Dimensionierung der in Fig. 1 gezeigten Bauelemente bzw. der
den einzelnen Bipolartransistoren zugeführten Ströme kann erreicht werden, daß die
am knotenpunkt zwischen den Widerstanden R
1 und R
2 anliegende Differenzspannung einen derartigen positiven Temperaturkoeffizienten aufweist,
welche den negativen Temperaturkoeffizienten der Basis-Emitter-Spannungen der Bipolartransistoren
T
3 und T
1 kompensiert. In diesem Fall muß der positive Temperaturkoeffizient der am Widerstand
R
1 abfallenden Differenzspannung so hoch wie der negative Temperaturkoeffizient der
Basis-Emitter-Spannungen der Transistoren T
3 und T
1 sein und demzufolge ca. +4mV/K betragen. Somit muß bei Raumtemperatur (300K) an R
1 ein Spannungsabfall von ca. 1,2V auftreten, so daß die schließlich am gemeinsamen
Basisanschluß der Bipolartransistoren T
3 und T
4 abgegriffene Ausgangsspannung in etwa 2,5V (=1,2V + 2x650mV) beträgt, was doppelt
so hoch wie bei der in Fig. 2 gezeigten bekannten Referenzspannungsquelle ist, so
daß es sich bei der in Fig. 1 gezeigten Referenzspannungsquelle im Prinzip um eine
Doppel-Bandgap-Referenzspannungsquelle handelt.
[0021] Die an der gemeinsamen Basis der Transistoren T
3 und T
4 anliegende Spannung von ca. 2,5 V ist für die meisten Anwendungen ausreichend hoch,
so daß im Prinzip der Einsatz eines Spannungsteilers mit Widerständen R
5 und R
6 zum Hochmultiplizieren der Referenzspannung entfallen kann. Daher ist bei der in
Fig. 1 gezeigten Schaltung der Spannungsteiler mit den Widerständen R
5 und R
6 lediglich gestrichelt dargestellt.
[0022] Selbstverständlich kann die in Fig. 1 gezeigte Schaltung auf einfache Weise dahingehend
abgewandelt werden, daß nicht nur die Differenz aus zwei Summenspannungen gebildet
wird, sondern daß durch den Einsatz einer entsprechend größeren Anzahl von Bipolartransistoren
die Differenz aus mehreren Summenspannungen gebildet wird, wobei jeder dieser Summenspannungen
einer Addition von sogar drei oder mehr Flußspannungen von mit unterschiedlichen Stromdichten
durchflossenen pn-Übergängen entspricht. Auf diese Weise kann die in Fig. 1 gezeigte
Schaltung derart abgewandelt werden, daß an dem Basisanschluß des Transistors T
3 allgemein eine Spannung abgegriffen wird, die einem Mehrfachen des Bandabstands von
Silizium entspricht.
[0023] Hinsichtlich der in Fig. 1 gezeigten Schaltung ist zu bemerken, daß der Emitterstrom
des Bipolartransistors T
4 sehr klein gewählt werden kann, da der in sperrschichtisolierten Bipolartechnologien
größte thermische Leckstrom vom Kollektor eines jeden npn-Transistors zum Substrat
im vorliegenden Fall nicht in den Emitterstrom des entsprechenden npn-Transistors
eingeht. Betragen beispielsweise die Emitterströme der Bipolartransistoren T
3 und T
4 10 µA bzw. 0,5 µA (Verhältnis 1:20), die Emitterflächenverhältnisse n
1 und n
2 jeweils 4 und sind die Kollektorströme I
1, I
2 der Bipolartransistoren T
1, T
2 gleich groß (d.h. m
1=1), beträgt die zuvor erläuterte Differenzspannung der Summen der einzelnen Flußspannungen
ca. 150 mV. Eine Abweichung der Temperatur eines der Bipolartransistoren T
1 - T
4 um 1K geht nur noch zu 1,3 % in dieser Differenzspannung ein, so daß die in Fig.
1 gezeigte Referenzspannungsschaltung weniger empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen
bzw. Temperaturgradienten ist. Zudem ist es einfacher, die in Fig. 1 gezeigten Transistoren
im Layout der tatsächlich realisierten Schaltung so überkreuz anzuordnen, daß lineare
Temperaturgradienten aus beliebiger Richtung die Ausgangsspannung am gemeinsamen Basisanschluß
der Bipolartransistoren T
3 und T
4 nicht verfälschen können.
[0024] Durch eine geschickte Wahl der einzelnen in Fig. 1 gezeigten Komponenten kann das
Widerstandsverhältnis R
1:R
2 auf 4:1 festgelegt werden. Dies ist ein Verhältnis, welches sich besonders genau
einstellen läßt. Der Stromspiegel S
1 kann besonders genau gefertigt werden, wenn das Stromverhältnis I
1:I
2 1:1 beträgt, d. h. m
1=1.
[0025] Wie bei der in Fig. 2 gezeigten bekannten Referenzspannungsquelle ist auch bei der
in Fig. 1 gezeigten Schaltung wieder ein Stellglied ST mit dem Ausgangsanschluß des
Stromspiegels S
1 gekoppelt, welches abhängig von dem Vergleichsergebnis des Stromspiegels S1 angesteuert
wird, um bei einer ungleichmäßigen Belastung dieses Ausgangsanschlusses eine Nachregelung
der Ausgangsspannung V
ref zu ermöglichen.
[0026] Anhand Fig. 1 wurde das der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende allgemeine Prinzip
erläutert. Hingegen zeigt Fig. 3 ein verfeinertes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Referenzspannungsquelle, wobei die sich entsprechenden Bauteile mit denselben Bezugszeichen
versehen sind und auf eine wiederholte Beschreibung dieser Bauteile verzichtet wird.
[0027] Gemäß Fig. 3 wird eine weitere Stromspiegelschaltung S
2 verwendet, die Kollektorströme I
7 bzw. I
8 von weiteren Transistoren T
7 und T
8 vergleicht und abhängig von dem Vergleichsergebnis das Stellglied ST ansteuert. Diese
Bipolartransistoren T
3 und T
4 bilden eine Verstärkerstufe, um die Stromaufnahme der in Fig. 3 gezeigten Referenzspannungsquelle
möglichst gering zu halten. Beim Stromspiegel S
1 entsprechen die Eingänge den Ausgängen und sind mit den Basisanschlüssen der Transistoren
T
7 und T
8 verbunden. Ein weiterer npn-Bipolartransistor T
5 dient zusammen mit einer weiteren Stromspiegelschaltung S
3 zum Kompensieren der durch den Basisstrom des Transistors T
2 entstehenden Fehler. Durch den Einsatz des in Fig. 3 gezeigten npn-Bipolartransistors
T
6 kann erreicht werden, daß sich die thermischen Leckströme der Bipolartransistoren
T
1 und T
5 von ihren Kollektoren zum Substrat gegenüber den thermischen Leckströmen der Bipolartransistoren
T
2 und T
6 aufheben, falls das Übersetzungsverhältnis des Stromspiegels S
1 1:1 beträgt. Der Bipolartransistor T
5 besitzt eine der Emitterfläche des Bipolartransistors T
2 entsprechende Emitterfläche, während der Bipolartransistor T
6 eine der Emitterfläche des Bipolartransistors T
1 entsprechende Emitterfläche aufweist, d.h. die Emitterfläche des Bipolartransistors
T
5 ist n
1-mal so groß wie die Emitterfläche des Bipolartransistors T
6.
[0028] Mit dem Widerstand R
3 ist eine Schaltungsanordnung gekoppelt, welche neben der bereits in Fig. 1 dargestellten
Diode D entsprechend Fig. 3 verschaltete Widerstände R
7 - R
9 sowie einen weiteren Bipolartransistor T
9 aufweist. Diese Schaltungsanordnung funktioniert folgendermaßen. Bei tiefen Temperaturen
ist der Stromfluß über den Widerstand R
3 am kleinsten und die Flußspannungen sämtlicher pn-Übergänge sind so hoch, daß im
wesentlichen die Widerstände R7 und R8 das Verhalten dieser Schaltungsanordnung bestimmen.
Bei mittleren Temperaturen dominiert der über die Diode D und den Widerstand R
9 führende Pfad, wobei in diesem Fall der Widerstand des Ersatzschaltbildes dieser
Schaltungsanordnung aufgrund der Parallelschaltung von R
8 und R
7 zu R
9 kleiner ist und die Diodenspannung um den Faktor (R
8+R
7)/(R
7+R
8+R
9) heruntergeteilt wird. Bei hohen Temperaturen dominiert hingegen der über den Transistor
T
9 führende Pfad, wobei das Ersatzschaltbild eine um den Faktor (R
7+R
8)/R
7 heraufgesetzte Diodenflußspannung ohne Serienwiderstand aufweist. Damit ergibt sich
am Kollektor des Bipolartransistors T
9 ein abschnittsweise linearer Temperaturgang, der näherungsweise gemäß einer Parabelfunktion
verläuft, so daß bei richtiger Dimensionierung dieser Schaltungsanordnung die trotz
der Temperaturstabilisierung in Folge der Differenzspannungsbildung noch verbleibende
parabelförmige Temperaturabhängigkeit der Referenzspannung ausgeglichen werden kann.
Die erzeugte Referenzspannung kann somit im Idealfall innerhalb eines 0,03%-Fensters
temperaturstabil erzeugt werden. Schließlich ist in Fig. 3 zudem ein Spannungsteiler
mit Widerständen R
5 und R
6 an den gemeinsamen Basisanschluß der Transistoren T
3 und T
4 angeschlossen, um die Basisspannung dieser Transistoren hochzumultiplizieren und
die gewünschte Referenzspannung V
ref zu erhalten.
[0029] Fig. 4 zeigt ein Beispiel einer auf einem Testchip realisierten Doppel-Bandgap-Referenzspannungsquelle
gemäß der vorliegenden Erfindung. Dabei sind wiederum diejenigen Bauteile, die den
in Fig. 3 gezeigten Bauteilen entsprechen, mit denselben Bezugszeichen versehen und
werden nicht erneut erläutert.
[0030] Gemäß Fig. 4 bilden zwei p-Kanal-MOS-Feldeffekttransistoren M
1 und M
2 den in Fig. 3 gezeigten Stromspiegel S
1, wobei der gemeinsame Gateanschluß dieser Transistoren M
1 und M
2 an den gemeinsamen Emitteranschluß der Transistoren T
7 und T
8 gelegt ist. Der in Fig. 3 gezeigte Stromspiegel S
3 umfaßt p-Kanal-MOS-Feldeffekttransistoren M
3 - M
6 sowie n-Kanal-MOS-Feldeffekttransistoren M
7 - M
10. Die Stromspiegelschaltung S
2 ist hingegen durch einen pnp-Bipolartransistor T
11 realisiert. Gemäß Fig. 4 entspricht das Bezugspotential der Stromspiegel S
1 und S
3 dem Eingangspotential des Stellglieds ST, welches durch einen Stelltransistor M
11 realisiert ist. Des weiteren ist das Bezugspotential des Stromspiegels S
2 mit dem Bezugspotential des Stelltransistors M
11 verbunden. Der zuvor beschriebene Zusammenhang der Bezugspotentiale ist jedoch nicht
zwingend erforderlich.
[0031] Der zusätzlich in Fig. 4 gezeigte Widerstand R
10 dient zur Kompensation des thermischen Leckstroms des Widerstands R
4. Die Bauelemente T
12, T
13, C
1 - C
3 und R
11 dienen zur Stabilisierung der Schaltung.
[0032] Schließlich ist die in Fig. 3 gezeigte Diode D durch den pn-Übergang eines weiteren
Bipolartransistors T
10 realisiert, dessen Basis-Kollektor-Strecke kurzgeschlossen ist. Ansonsten entspricht
die Funktionsweise der in Fig. 4 gezeigten Referenzspannungsquelle derjenigen der
in Fig. 1 und 3 gezeigten Schaltungen.
1. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung,
mit ersten Schaltungsmitteln (T1, T3) zum Erzeugen einer ersten Spannung, die einem negativen Temperaturkoeffizienten
unterliegt, und
mit zweiten Schaltungsmitteln (T1 - T4, R1 - R4) zum Erzeugen einer Differenzspannung aus einer zweiten Spannung und einer dritten
Spannung, wobei die zweite Spannung und die dritte Spannung jeweils von Flußspannungen
entsprechender pn-Übergänge abgeleitet sind und die Differenzspannung einem positiven
Temperaturkoeffizienten unterliegt,
wobei die Referenzspannung (Vref) als Summe aus der ersten Spannung der ersten Schaltungsmittel (T1, T3) und der Differenzspannung der zweiten Schaltungsmittel (T1 - T4, R1 - R4) abgreifbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die ersten Schaltungsmittel (T1, T3) derart ausgestaltet und angeordnet sind, daß sie die erste Spannung aus einer Summenspannung
von mindestens zwei Flußspannungen entsprechender pn-Übergänge ableiten, und daß die
zweiten Schaltungsmittel (T1 - T4, R1 - R4) derart ausgestaltet und angeordnet sind, daß sie die zweite Spannung bzw. die dritte
Spannung aus einer ersten bzw. zweiten Summenspannung von jeweils mindestens zwei
Flußspannungen entsprechender pn-Übergänge ableiten und daraus die Differenzspannung
erzeugen.
2. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zweiten Schaltungsmittel (T1 - T4, R1 - R4) derart ausgestaltet und angeordnet sind, daß sie die zweite Spannung bzw. die dritte
Spannung aus einer ersten Summenspannung bzw. einer zweiten Summenspannung von jeweils
mindestens zwei Flußspannungen von entsprechenden mit unterschiedlichen Stromdichten
durchflossenen pn-Übergängen ableiten.
3. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zweiten Schaltungsmittel erste, zweite, dritte bzw. vierte Bipolartransistoren
(T1 - T4) umfassen, welche mit einer ersten, zweiten, dritten bzw. vierten Stromdichte durchflossen
werden und derart verschaltet sind, daß die zweite Spannung aus der Summenspannung
der Flußspannungen des ersten und dritten Bipolartransistors (T1, T3) und die dritte Spannung aus der Summenspannung der Flußspannungen des zweiten und
vierten Bipolartransistors (T2, T4) abgeleitet ist, wobei der erste und dritte Bipolartransistor (T1, T3) mit einer höheren Stromdichte als der zweite und vierte Bipolartransistor (T2, T4) durchflossen wird, und daß der erste und dritte Bipolartransistor (T1, T3) zugleich Bestandteil der ersten Schaltungsmittel derart ist, daß die erste Spannung
aus der Summenspannung der Flußspannungen des ersten und dritten Bipolartransistors
(T1, T3) abgeleitet ist.
4. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Emitterfläche des zweiten Bipolartransistors (T2) einem Vielfachen der Emitterfläche des ersten Bipolartransistors (T1) und die Emitterfläche des vierten Bipolartransistors (T4) einem Vielfachen der Emitterfläche des dritten Bipolartransistors (T3) entspricht.
5. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Kollektor des ersten Bipolartransistors (T1) ein erster Strom, dem Kollektor des zweiten Bipolartransistors (T2) ein zweiter Strom, dem Kollektor des dritten Bipolartransistors (T3) ein dritter Strom und dem Kollektor des vierten Bipolartransistors (T4) ein vierter Strom zugeführt ist,
daß die Basis des ersten Bipolartransistors (T1) mit dem Emitter des dritten Bipolartransistors (T3) und der Emitter des ersten Bipolartransistors (T1) über einen ersten Widerstand (R1) mit einem negativen Versorgungsspannungsanschluß sowie über einen zweiten Widerstand
(R2) mit dem Emitter des zweiten Bipolartransistors (T2) verbunden ist,
daß die Basis des zweiten Bipolartransistors (T2) mit dem Emitter des vierten Bipolartransistors (T4) verbunden ist, wobei der Knotenpunkt zwischen der Basis des ersten Bipolartransistors
(T1) und dem Emitter des dritten Bipolartransistors (T3) über einen dritten Widerstand (R3) mit dem negativen Versorgungsspannungsanschluß sowie über einen vierten Widerstand
(R4) mit dem Knotenpunkt zwischen der Basis des zweiten Bipolartransistors (T2) und dem Emitter des vierten Bipolartransistors (T4) verbunden ist, und daß die Basis des dritten Bipolartransistors (T3) mit der Basis des vierten Bipolartransistors (T4) verbunden ist, so daß die Summenspannung aus den Basis-Emitter-Spannungen des dritten
Bipolartransistors (T3) und des ersten Bipolartransistors (T1) der ersten Spannung und die am ersten Widerstand
(R1) abfallende Spannung der Differenzspannung entspricht und an der Basis des dritten
Bipolartransistors (T3) die Referenzspannung (Vref) abgegriffen werden kann.
6. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Emitterfläche des zweiten Bipolartransistors (T2) in etwa viermal so groß wie die Emitterfläche des ersten Bipolartransistors (T1) und die Emitterfläche des vierten Bipolartransistors (T4) in etwa viermal so groß wie die Emitterfläche des dritten Bipolartransistors (T3) ist,
daß der dem ersten Bipolartransistor (T1) zugeführte erste Strom in etwa genauso groß wie der dem zweiten Bipolartransistor
(T2) zugeführte zweite Strom ist, und
daß der erste Widerstand (R1) in etwa viermal so groß wie der zweite Widerstand (R2) ist.
7. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der dem dritten bzw. vierten Bipolartransistor (T3, T4) zugeführte dritte bzw. vierte Strom sowie der dritte und vierte Widerstand (R3, R4) derart bemessen sind, daß der Emitterstrom des vierten Bipolartransistors (T4) deutlich kleiner als der Emitterstrom des dritten Bipolartransistors (T3) ist.
8. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
gekennzeichnet durch
eine Stromspiegelschaltung (S1), welche einerseits an einem positiven Versorgungsspannungsanschluß angeschlossen
ist und andererseits den dem ersten Bipolartransistor (T1) zugeführten ersten Strom und den dem zweiten Bipolartransistor (T2) zugeführten zweiten Strom liefert.
9. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein fünfter Bipolartransistor (T5) zwischen die Stromspiegelschaltung (S1) und den Kollektor des ersten Bipolartransistors (T1) geschaltet ist, und
daß zwischen die Basis des fünften Bipolartransistors (T5) und den Knotenpunkt zwischen der Basis des zweiten Bipolartransistors (T2) und dem Emitter des vierten Bipolartransistors (T4) eine weitere Stromspiegelschaltung (S3) geschaltet ist.
10. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen die Stromspiegelschaltung (S1) und den Kollektor des zweiten Bipolartransistors (T2) ein sechster Bipolartransistor (T6) mit kurzgeschlossener Basis-Kollektor-Strecke geschaltet ist.
11. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Emitterfläche des sechsten Bipolartransistors (T6) in etwa der Emitterfläche des ersten Bipolartransistors (T1) und die Emitterfläche des fünften Bipolartransistors (T5) in etwa der Emitterfläche des zweiten Bipolartransistors (T2) entspricht und das Übersetzungsverhältnis der Stromspiegelschaltung (S1) 1:1 ist.
12. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach einem der Ansprüche 5 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine weitere Stromspiegelschaltung (S2) vorgesehen ist, welche an einem positiven Versorgungsspannungsanschluß (Vcc) angeschlossen ist und den dem dritten Bipolartransistor (T3) zugeführten dritten Strom und den dem vierten Bipolartransistor (T4) zugeführten vierten Strom liefert, und
daß zwischen die weitere Stromspiegelschaltung (S2) und die Kollektoren des dritten bzw. vierten Bipolartransistors (T3, T4) eine Verstärkerschaltung (T7, T8) geschaltet ist.
13. Bezugsspannung-Referenzschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
dritte Schaltungsmittel (D, T9, R7 - R9) zum Kompensieren einer parabelförmigen Temperaturabhängigkeit der von den zweiten
Schaltungsmitteln (T3, R3) erzeugten Referenzspannung (Vref).
14. Bezugsspannung-Referenzschaltung nach Anspruch 13 und einem der Ansprüche 5 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dritten Schaltungsmittel (D, T9, R7 - R9) eine zwischen den dritten Widerstand (R3) und den negativen Versorgungsspannungsanschluß geschaltete Diode (D) umfassen.
15. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dritten Schaltungsmittel eine zwischen den dritten Widerstand (R3) und den negativen Versorgungsspannungsanschluß geschaltete Parallelschaltung aus
einer Serienschaltung eines Widerstands (R9) mit der Diode (D) und einer Serienschaltung zweier weiterer Widerstände (R7, R8) umfassen, wobei ein weiterer Bipolartransistor (T9) mit seinem Hauptstrompfad parallel zu den beiden weiteren Widerständen (R7, R8) und mit seiner Basis an den Knotenpunkt zwischen die beiden weiteren Widerständen
(R7, R8) angeschlossen ist.
16. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die ersten Schaltungsmittel Verstärkermittel (R5, R6) zum Verstärken der Referenzspannung (Vref) umfassen.
17. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach einem der Ansprüche 5 bis 12 und Anspruch
16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstärkermittel einen an der Basis des dritten Bipolartransistors (T3) angreifenden Spannungsteiler (R5, R6) umfassen.
18. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die ersten und zweiten Schaltungsmittel (T1 - T4, R1 -R4) derart ausgestaltet sind, daß die als Summe der ersten Spannung der ersten Schaltungsmittel
(T3, T1) und der Differenzspannung der zweiten Schaltungsmittel (T1-T4) erzeugte Referenzspannung (Vref) in etwa 2,5 V beträgt.
19. Referenzspannung-Erzeugungsschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Regelungsmittel (ST, M11) vorgesehen sind, um die von der Referenzspannung-Erzeugungsschaltung an einem Ausgangsanschluß
ausgegebene Referenzspannung (Vref) bei einer ungleichmäßigen Belastung des Ausgangsspannungsanschlusses konstant zu
halten.