[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Entnahmevorrichtung für Flüssigkeit in einer
flexiblen Verpackung sowie eine flexible Verpackung zur Aufnahme von Flüssigkeit.
[0002] Eine derartige Entnahmevorrichtung ist beispielsweise als Trinkhalm zur Entnahme
von Getränken aus einem Getränkebeutel bekannt.
[0003] Die einfachste Form eines vorbekannten Trinkhalmes besteht lediglich aus einem rohrförmigen
Halmelement, das aus einem lebensmittelrechtlich unbedenklichen Kunststoff hergestellt
ist, vorzugsweise durch Extrudieren. Der Einlaß des vorbekannten Trinkhalmes ist in
der Regel zur Bildung einer den Getränkebeutel durchdringenden Einsteckspitze schräg
zur Längsachse des Trinkhalmes abgeschnitten. Der Getränkebeutel, in den der Trinkhalm
einsteckbar ist, weist einen Einsteckbereich auf. Dieser Einsteckbereich ist derart
gestaltet, daß er ein leichtes Eindringen des Trinkhalmes ermöglicht. Hierzu wird
die flexible Verpackung in der Regel im Einsteckbereich mit einer kreisförmigen Ausnehmung
versehen, deren Durchmesser ungefähr dem Außendurchmesser des Trinkhalmes entspricht.
Vor dem ersten Einstecken eines Trinkhalmes in die Ausnehmung ist diese durch eine
die Ausnehmung abdeckende Innenfolie verschlossen.
[0004] Die Folie ist in der Regel als Innenfolie ausgebildet und dementsprechend an der
Innenseite der Hülle befestigt, beispielsweise durch eine Schweißverbindung oder eine
Klebeverbindung. Die Innenfolie ist beispielsweise eine Polyethylenfolie. Alternativ
kann die Innenfolie auch aus einer Verbundfolie gebildet sein. Die flexible Verpackung
kann aus einem beliebigen Hüllenmaterial gebildet sein.
[0005] So sind flexible Verpackungen bekannt, deren Hülle aus einer ein- oder mehrschichtigen
Folie gebildet sind. Alternativ kann die Hülle der flexiblen Verpackung auch Papieroder
Kartonmaterial umfassen, das - beispielsweise durch eine auf der Innenseite vorgesehene
wasserundurchlässige Folie oder Beschichtung - derart vorbereitet ist, daß ein Aufweichen
der Hülle vermieden und die sichere Aufbewahrung von Flüssigkeit in der flexibler
Verpackung sichergestellt wird.
[0006] Beim Einstecken des Trinkhalmes in den Getränkebeutel wird die Innenfolie durchdrungen,
so daß der Beutelinhalt mit dem Trinkhalm kommuniziert und Trinkflüssigkeit durch
den Trinkhalm aus dem Getränkebeutel herausgesogen werden kann. Der vorbekannte Trinkhalm
ist jedoch nicht vollständig gegenüber dem Getränkebeutel abgedichtet, so daß Schmutz
oder kleine Insekten in den Getränkebeutel eindringen können. Es besteht auch die
Gefahr, daß Mikroorganismen oder Sauerstoff über den Trinkhalm in das in der flexiblen
Verpackung aufgenommene Produkt gelangen können. Dadurch wird das Produkt verschmutzt
und beispielsweise die Haltbarkeit der Getränke verringert. Außerdem kann die Trinkflüssigkeit
durch den Trinkhalm austreten. Ein derartiges unerwünschtes Austreten von Trinkflüssigkeit
ergibt sich insbesondere dann, wenn über die flexible Hülle des Getränkebeutels unbeabsichtigt
der Innendruck der Trinkflüssigkeit in dem Getränkebeutel erhöht wird.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Entnahmevorrichtung für
Flüssigkeit in einer flexiblen Verpackung zu schaffen, mit der die obigen Nachteile
vermieden werden. Der vorliegenden Erfindung liegt insbesondere die Aufgabe zugrunde,
eine Entnahmevorrichtung für Flüssigkeit in einer flexiblen Verpackung zu schaffen,
die eine Abdichtung der flexiblen Verpackung derart ermöglicht, daß ein Eindringen
von Schmutz in das in der flexiblen Verpackung aufgenommene Produkt und ein unbeabsichtigtes
Austreten des Produkts vermieden werden kann, und die gleichzeitig eine einfache Entnahme
von Flüssigkeit aus der flexiblen Verpackung ermöglicht.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, eine flexible Verpackung
zur Aufnahme von Flüssigkeit anzugeben, mit der eine gute Abdichtung zu der Entnahmevorrichtung
bewirkt werden kann und die sich insbesondere für die erfindungsgemäße Entnahmevorrichtung
eignet.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der vorliegenden Erfindung eine Entnahmevorrichtung
für Flüssigkeit in einer flexiblen Verpackung vorgeschlagen, die ein den Einlaß der
Entnahmevorrichtung aufweisendes rohrförmiges Halmelement und ein dem Auslaß zugeordnetes
Verschlußelement aufweist.
[0010] Mit der erfindungsgemäßen Entnahmevorrichtung kann das in der flexiblen Verpackung
aufgenommene flüssige Produkt aus der Verpackung über das rohrförmige Halmelement
entnommen werden. Ein Eintritt von Verschmutzung und Mikroorganismen sowie Luft und
ein unbeabsichtigtes Austreten von Flüssigkeit kann durch das dem Auslaß zugeordnete
Verschlußelement auf einfache Weise vermieden werden. Die erfindungsgemäße Entnahmevorrichtung
eignet sich für eine Vielzahl von flexiblen Verpackungen, beispielsweise als Entnahmevorrichtung
für Kartonverpackungen, wie sie zur Verpackung kung von haltbarer Milch oder Fruchtsäften
heutzutage üblich sind, oder Tütenverpackungen, die in jüngster Zeit als leichte und
platzsparend zu entsorgende Verpackungen insbesondere für Körperpflegemittel und Reinigungsmittel
zunehmende Verbreitung finden.
[0011] Als Verschlußelement kann jedes beliebige Verschlußelement, das ein wiederholtes
Öffnen und Schließen des Halmelementes ermöglicht, verwendet werden. So kann beispielsweise
ein Schraubverschluß oder ein Schamierverschluß verwendet werden. Dem Fachmann sind
weitere Verschlüsse geläufig, insbesondere der zum Verschließen von Getränkeflaschen
übliche sogenannte Push-Pull-Verschluß.
[0012] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Verschlußelement einstückig
mit dem Halteelement hergestellt und an dessen einem Ende als abbrechbare Kappe angeformt.
Durch Abbrechen und Umdrehen kann diese Kappe auf das freie Ende des Halmelementes
aufgesteckt werden und dient dann als Verschlußelement.
[0013] Vorzugsweise weist das Halmelement am Einlaß eine Einsteckspitze auf. Es hat sich
überraschenderweise gezeigt, daß mit einer derartigen Entnahmevorrichtung die Entnahme
von Flüssigkeit aus einer aus Kunststoffolie hergestellten oder einen Einsteckbereich
aus Kunststoffolie aufweisenden flexiblen Verpackung ermöglicht werden kann, wobei
gleichzeitig sicher und dauerhaft das Eindringen von Schmutz, Mikroorganismen bzw.
Luft vermieden werden kann. Die Kunststoffolie der flexiblen Verpackung bzw. des Einsteckbereichs
der flexiblen Verpackung legt sich beim Einstecken des Halmelementes elastisch um
die Umfangsfläche des Halmelementes. Dadurch wird das Halmelement gegenüber der flexiblen
Verpackung sicher abgedichtet. Da die Entnahmevorrichtung gleichzeitig ein Verschlußelement
aufweist, mit dem das Eindringen von Verschmutzung, Mikroorganismen und Luft verhindert
werden kann, kann die Flüssigkeit ohne Verschlechterung der Produktqualität über einen
gewissen Zeitraum dauerhaft in der flexiblen Verpackung aufbewahrt werden, wobei gleichzeitig
eine Entnahme der Flüssigkeit möglich ist. Für diese Wirkung ist lediglich ein Halmelement
erforderlich, das am Einlaß eine Einsteckspitze aufweist und dessen Auslaß mit einem
Verschlußelement verschließbar ist.
[0014] Zur Materialeinsparung kann das Halmelement ein extrudierter Halm mit geringer Wandstärke
sein. Um eine möglichst gute Abdichtung auch bei einem derartigen Halmelement zu erzielen,
wird gemäß einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen,
daß zu dem Verschlußelement ein Gegenelement vorgesehen ist, das mit dem Halmelement
verbunden ist.
[0015] Eine dauerhafte Befestigung des Halmelementes an der flexiblen Verpackung wird dadurch
geschaffen, daß zwischen Einlaß und Auslaß ein Befestigungsmittel vorgesehen ist,
mit dem das Halmelement mit der flexiblen Verpackung verbindbar ist. Das Befestigungsmittel
kann durch eine Klebeschicht gebildet sein, die direkt auf dem Halmelement aufgebracht
ist. Diese Klebeschicht kann zur Schaffung einer Verbindung zwischen Entnahmevorrichtung
und flexibler Verpackung an die Hülle der flexiblen Verpackung bzw. an Anklebelaschen,
die an der Hülle der flexiblen Verpackung befestigt sind, vorgesehen sein. Alternativ
können zwischen dem Auslaß und dem Einlaß des Halmelementes Klebestreifen angeordnet
sein, die mit einem Ende an dem Halmelement befestigt sind und deren anderes Ende
eine Klebeschicht zur Befestigung an der flexiblen Verpackung aufweist. Weiterhin
ist es möglich, das Befestigungsmittel durch eine Klemmverbindung auszugestalten.
In einer derartigen Klemmverbindung kann beispielsweise das Hüllenmaterial der flexiblen
Verpackung bzw. an der Hülle der flexiblen Verpackung befestigte Klemmlaschen eingeklemmt
werden. Mit den genannten Befestigungsmitteln ist es möglich, die Entnahmevorrichtung
fest mit der flexiblen Verpackung zu verbinden.
[0016] Vorzugsweise wird das Befestigungsmittel durch ein gegenüber dem Halmelement abgedichtetes
Rastelement gebildet. Durch das Rastelement wird eine formschlüssige Verbindung zwischen
der flexiblen Verpackung und einer in dieser eingesteckten Entnahmevorrichtung geschaffen.
Diese formschlüssige Anlage führt zu einer sicheren Verbindung zwischen der flexiblen
Verpackung und der erfindungsgemäßen Entnahmevorrichtung, so daß vermieden kann, daß
die Entnahmevorrichtung unbeabsichtigt aus der flexiblen Verpackung herausgezogen
wird.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung wird vorgeschlagen, daß das Rastelement eine
Hülse aufweist, in die das Halmelement eingepaßt ist. Eine derartige Hülse kann einstückig
an der Entnahmevorrichtung ausgebildet sein. Es ist aber auch möglich, die Hülse separat
von dem Halmelement herzustellen, so daß sich die Vorteile der vorliegenden Erfindung
mit einem einfachen extrudierten Halmelement erzielen lassen, das in die Hülse eingeschoben
wird und dessen Auslaß mit einem beliebigen Verschlußelement verschlossen wird.
[0018] Zur fertigungstechnischen Vereinfachung wird die vorliegende Erfindung dadurch weitergebildet,
daß die Hülse einstückig mit dem Gegenelement verbunden ist. Bei einer weiteren bevorzugten
Ausgestaltung wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß sich in axialer Richtung der
Hülse Raststege erstrecken, an deren freien Enden sich zum Einlaß verjüngende Rastnasen
angeordnet sind. Die Rastnasen bilden Gleitflächen, an denen das Hüllenmaterial der
flexiblen Verpackung beim Einschieben der Entnahmevorrichtung in die flexible Verpackung
entlanggleitet. Dadurch werden die Raststege in radialer Richtung nach innen gedrückt.
Nachdem die Rastnasen die Hülle durchdrungen haben, federn diese aufgrund der Elastizität
der Raststege radial nach außen zurück, so daß sie formschlüssig an der Innenfläche
der Hülle anliegen. Die Raststege können nach Entleerung der flexiblen Verpackung
Getränkebeutels von außen mit den Fingern des Benutzers zusammengedrückt werden, so
daß die erfindungsgemäße Entnahmevorrichtung zusammen mit der Hülse auf einfache Weise
von der flexiblen Verpackung entfernt werden kann. Eine derartige Trennung von Aufbewahrungsbehälter
und Entnahmevorrichtung kann zur Verringerung des Müllvolumens oder aber zur sortenreinen
Trennung des Abfalles bzw. zur Wiederverwendung der Entnahmevorrichtung gewünscht
sein.
[0019] Bei einer alternativen Ausgestaltung, die ebenfalls zu einer wirkungsvollen Verbindung
zwischen Entnahmevorrichtung und flexibler Verpackung führt, weist das Rastelement
eine sich zum Einlaß verjüngende kegelstumpfförmige, vorzugsweise in Umfangsrichtung
durchbrochene Außenfläche auf. Beim Einschieben der Entnahmevorrichtung in die flexible
Verpackung wirkt auch hier die Außenfläche als Gleitfläche, die eine elastische Dehnung
des Hüllenmaterials der Verpackung bewirkt. Sofern die Außenfläche in Umfangsrichtung
durchbrochen ist, können die einzelnen Kreissegmente unabhängig voneinander in radialer
Richtung zur Verringerung der elastischen Dehnung des Hüllenmaterials nach innen gedrückt
werden, um nach Durchtritt des Rastelementes durch das Hüllenmaterial radial nach
außen zu federn und sich formschlüssig an die Innenseite der Hülle zu legen, um ein
unbeabsichtigtes Herausziehen der Entnahmevorrichtung zu verhindern.
[0020] Mit der Erfindung wird weiterhin vorgeschlagen, daß zwischen dem Rastelement und
dem Auslaß ein sich im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Halmelementes erstreckender
Anschlag vorgesehen ist. Dieser Anschlag verhindert ein unbeabsichtigt weites Eindringen
des Halmelementes in die flexible Verpackung. Der Anschlag kann zusammen mit dem Rastelement
als einstückiges Bauteil ausgebildet sein, so daß das Rastelement zusammen mit dem
Anschlag auf einfache Weise in einem Spritzgußverfahren hergestellt werden können.
[0021] Der Anschlag ist auf einfache Weise durch einen Ring gebildet. Dieser Ring kann formbzw.
kraftschlüssig an der Hülse oder aber auch an der Außenfläche des Halmelementes selbst
gehalten sein. Sofern der Anschlag an einem Ring ausgebildet ist, der kraft-schlüssig
an der Umfangsfläche von Hülse oder Halmelement gehalten ist, ist es möglich, diesen
nach Einstecken der Entnamevorrichtung axial in Richtung zu dem Einlaß hin zu verschieben,
um so die Hülle der flexiblen Verpackung zwischen dem Rastelement und dem Anschlag
an der Entnahmevorrichtung festzuklemmen. Sofern alternativ der Anschlag an einem
Ring ausgebildet ist, der formschlüssig, beispielsweise über ein einfaches Kunststoffgewinde,
an der Hülse oder der Außenfläche des Halmelementes gehalten ist, kann dieser Ring
nach Einstecken der Entnahmevorrichtung in Richtung auf den Einlaß der Entnahmevorrichtung
zugestellt werden. Auch dadurch kann die Hülle der flexiblen Verpackung zwischen dem
Rastelement und dem Anschlag eingeklemmt werden. Das Einklemmen der Hülle der flexiblen
Verpackung bewirkt, daß die erfindungsgemäße Entnahmevorrichtung verdrehfest an der
flexiblen Verpackung, z.b. an einem Getränkebeutel, gehalten ist. Dies kann insbesondere
dann wünschenswert sein, wenn bei dem Verschlußelement ein Schraubverschluß verwendet
wird.
[0022] Die Verdrehsicherung kann auch durch andere Ausgestaltungen erzielt werden. So kann
die Entnahmevorrichtung im Einsteckbereich eine andere, als eine rotationssymmetrische
Querschnittsform aufweisen. Diese Querschnittsform kann beispielsweise quadratisch
oder elliptisch sein. Weiterhin ist es möglich, ein fest mit der flexiblen Verpackung
verbundenes Bauteil vorzusehen, in das die in die flexible Verpackung eingeführte
Entnahmevorrichtung zur verdrehsicheren Halterung der Entnahmevorrichtung eingreift.
Dieses Bauteil kann beispielsweise ein Kunststoffring sein, der an der Hülle aufgeschweißt
ist und der auf der zur Beutelinnenseite hin gerichteten Seite Rastnasen aufweist,
in die entsprechende Gegenstücke einer einzuführenden Entnahmevorrichtung eingreifen,
so daß ein Verdrehen ebenfalls wirkungsvoll verhindert wird.
[0023] Eine fertigungstechnisch einfach herzustellende Entnahmevorrichtung ergibt sich,
wenn das Gegenelement sowie der Anschlag und das Rastelement einstückig ausgebildet
sind. Ein derartiges Bauteil kann separat zu einem glatten, extrudierten Halmelement
als Spritzgußteil hergestellt werden. Das Halmelement und das das Gegenelement, den
Anschlag und das Rastelement aufweisende Bauteil können in einem nachgeordneten Fertigungsschritt
miteinander verklebt oder verschweißt werden. Sofern der Anschlag und das Rastelement
an einer Hülse ausgebildet sind, ist es außerdem möglich, die erfindungsgemäße Entnahmevorrichtung
durch einfaches Einschieben oder Einpressen des extrudierten Halmelementes in die
Hülse fertigzustellen, sofern der Außendurchmesser des Halmelementes und der Innendurchmesser
der Hülse derart bemessen sind, daß beide Teile gegeneinander abgedichtet sind.
[0024] Das Verschlußelement ist gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden
Erfindung in Längsrichtung des Halmelementes zwischen einer ersten Lage, in der der
Auslaß durch das Verschlußelement verschlossen ist, und einer zweiten Lage, in der
der Auslaß geöffnet ist, bewegbar. Die Bewegbarkeit des Verschlußelementes in Längsrichtung
gewährleistet eine einfache Betätigung des Verschlußelementes, die u.U. auch durch
den Mund des Benutzers erfolgen kann. Eine derartige Betätigung des Verschlußelementes
insbesondere bei der Anwendung der erfindungsgemäßen Entnahmevorrichtung im Sportbereich,
beispielsweise beim Radfahren, denkbar.
[0025] Um das Verschlußelement zuverlässig entweder in der ersten, einen Verschluß bewirkenden
Lage oder einer zweiten, eine vollständige Öffnung bewirkenden Lage zu halten, weist
das Gegenelement vorzugsweise zwei die Bewegung des Verschlußelementes begrenzende
Anschläge auf. Um zu verhindern, daß sich das Verschlußelement unbeabsichtigt aus
seiner ersten, einen Verschluß bewirkenden Lage verschiebt, kann zumindest in dieser
ersten Lage das Verschlußelement mit dem Gegenelement im Gewindeeingriff stehen.
[0026] Zur Lösung der o.g. Aufgabe bezüglich der flexiblen Verpackung wird die gattungsgemäße
flexible Verpackung gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch weitergebildet, daß die
Folie derart ausgbildet ist, daß sie sich unter Ausbildung einer zeltdachförmigen
Gestalt dichtend an die eingebrachte Entnahmevorrichtung anlegt. In der Regel wird
ein dichtendes Anliegen der Folie an der Entnahmevorrichtung durch elastische Dehnungsanteile
in der Folie im Bereich des Einsteckbereiches bewirkt. Zur Ausbildung einer im wesentlichen
zeltdachförmigen Gestalt der von der Entnahmevorrichtung durchdrungenen Folie ist
die Folie mit ausreichendem Abstand zu dem Einstechbereich an der Hülle befestigt.
Da die Ausnehmung in der Hülle vorzugsweise einen dem Außendurchmesser der Entnahmevorrichtung
im Einsteckbereich entsprechenden Durchmesser aufweist, ist auch die Befestigung zwischen
Folie und Hülle von der Ausnehmung hinreichend beabstandet.
[0027] Vorzugsweise ist die Folie im Ausgangszustand, d.h. vor dem Einbringen der Entnahmevorrichtung
in die flexible Verpackung, in mindestens eine Falte gelegt. Durch diese Falte wird
bewirkt, daß die Folie im Ausgangszustand die Ausnehmung straff überdeckt und sich
zeltdachförmig um die in die flexible Verpackung eingebrachte Entnahmevorrichtung
selbst dann ausbildet, wenn die Folie nur eine geringe Dehnbarkeit aufweist.
[0028] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind zur straffen
Abdeckung der Ausnehmung im Ausgangszustand sich überlagernde Bahnen der Folie im
Bereich der Falte miteinander verbunden. Alternativ oder kumulativ ist die Folie hierzu
mit der Hülle verbunden. Die Verbindung stellt sicher, daß die Folie die Ausnehmung
im Ausgangszustand straff abdeckt, so daß keine Verschmutzung, Bakterien oder dergl.
in einen Zwischenbereich zwischen Folie und Hülle eindringen. Die Verbindung der Folie
mit der Hülle bzw. von Folienlagen miteinander ist derart lösbar ausgestaltet, daß
sie beim Einbringen der Entnahmevorrichtung gelöst wird, so daß sich die Folie in
der gewünschten zeltdachförmigen Gestalt um die Entnahmevorrichtung aufstellt.
[0029] Vorzugsweise weist die Folie eine längliche Form auf, wobei sich die Falten in Längsrichtung
der Folie erstrecken. Bei einer derartigen Ausgestaltung wird die zeltdachförmige
Aufstellung der Folie beim Einbringen der Entnahmevorrichtung in die flexible Verpackung
begünstigt.
[0030] Bei einem alternativen Vorschlag ist die Folie zur straffen Abdeckung der Ausnehmung
aus einem elastischen Material gebildet, wobei der Verlauf der Verbindung zwischen
Folie und Hülle im Hinblick auf die elastischen Eigenschaften der Folie derart gewählt
ist, daß sich die Folie unter Ausbildung einer zeltdachförmigen Gestalt dichtend an
die eingebrachte Entnahmevorrichtung anlegt. Sofern eine Folie ausgewählt wird, die
eine gute Dehnbarkeit aufweist, kann die Verbindung zwischen Folie und Hülle dementsprechend
mit geringem Abstand um die Ausnehmung angeordnet sein, wohingegen eine Folie mit
geringer Dehnbarkeit derart mit der Hülle verbunden ist, daß die Verbindungsstelle,
beispielsweise die Schweißnaht, relativ weit vom Einstichloch entfernt liegt. Allgemein
gilt, daß die Verbindung zwischen Folie und Hülle umso näher an der Ausnehmung angeordnet
sein kann, je besser die Dehnbarkeit der Folie ist.
[0031] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus der beigefügten Zeichnung von vier Ausführungsbeispielen. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine Längsschnittansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Entnahmevorrichtung.
- Fig. 2
- eine vergrößerte Schnittansicht eines Teiles eines zweiten Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Entnahmevorrichtung, die in einen Einsteckbereich einer Wand einer
flexiblen Verpackung, z.B einem Getränkebeutel eingesteckt ist
- Fig. 3
- eine Längsschnittansicht eines drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Entnahmevorrichtung, wobei die linke Hälfte ein Verschlußelement in Verschlußlage
und die rechte Hälfte das Verschlußelement in geöffneter Lage zeigt;
- Fig. 4
- eine Querschnittsansicht entlang der Linie IV-IV gemäß der Darstellung in Fig. 3;
- Fig. 5
- eine Längsschnittansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
flexiblen Verpackung und
- Fig. 6
- eine Längsschnittansicht eines drittenAusführungsbeispiels einer erfin dungsgemäßen
flexiblen Verpackung.
- Fig. 7
- eine weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Entnahmevorrichtung.
[0032] Das in Fig. 1 gezeigte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Entnahmevorrichtung
ist ein Trinkhalm. Dieser Trinkhalm weist als Halmelement ein zylindrisches Halmelement
2 auf, das einen als Mundende 4 bezeichneten Auslaß sowie einen dem Mundende 4 gegenüberliegenden
als Beutelende 6 bezeichneten Auslaß aufweist. Das Beutelende 6 des Halmelementes
2 ist schräg zur Längsachse des Halmelementes 2 abgeschnitten, wodurch eine Einsteckspitze
8 gebildet ist.
[0033] An dem Mundende 4 ist als Verschlußelement eine Verschlußkappe 10 vorgesehen. In
der gezeigten Darstellung ist das Halmelement 2 mit der Verschlußkappe10 verschlossen,
wobei die Innenfläche einer in der Verschlußkappe 10 ausgebildeten Ausnehmung 12 an
der Außenfläche des Halmelementes 2 anliegt.
[0034] Zwischen dem Mundende 4 und dem Beutelende 6 weist der gezeigte Trinkhalm ein Rastelement
14 auf, das durch einen konisch zum Beutelende zulaufenden Kegelstumpf gebildet ist.
Zwischen dem Mundende 4 und dem Rastelement 14 ist ein Ring 16 angeordnet, durch dessen
dem Beutelende 6 zugewandte Ringfläche ein Anschlag 18 gebildet ist.
[0035] Der Abstand zwischen dem Anschlag 18 und einer dem Mundende 4 zugewandten Ringfläche
20 des Rastelementes 14 ist derart bemessen, daß eine Hülle eines nicht dargestellten
Getränkebeutels zwischen dem Anschlag 18 und der Ringfläche 20 aufgenommen werden
kann.
[0036] Der in Fig. 1 dargestellte Trinkhalm ist ein Kunststoffteil, das einstückig in einem
Spritzgußverfahren hergestellt worden ist. Die Spritzgußform ist derart gestaltet,
daß die Verschlußkappe 10 über einen nicht dargestellten Steg mit dem Ring 16 verbunden
ist. Dieser nicht dargestellte Steg weist eine hinreichende Elastizität auf, so daß
die Verschlußkappe 10 ohne weiteres von dem Mundende 4 des Halmelementes 2 abgezogen
werden kann. Die Verschlußkappe kann bei der Herstellung auch einstückig mit dem Halmelement
an dessen Mundende angeformt sein, wie das schematisch in Fig 7 angedeuted ist. Mittels
einer Materialverjüngung wird eine Abbruchstelle 7 erzeugt, so daß die Verschlußkappe
10 abgebrochen und nach Umdrehen auf das Mundende aufgestülpt werden kann.
[0037] In Fig. 2 ist eine vergrößerte Schnittansicht eines Teiles eines zweiten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Entnahmevorrichtung für Flüssigkeit eingesteckt in eine flexible
Verpackung dargestellt. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen
Trinkhalm, der bei der Darstellung in Fig. 2 in einen Getränkebeutel eingesteckt ist.
Gegenüber der Darstellung in Fig. 1 sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen
gekennzeichnet.
[0038] Das Halmelement 2 ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel in einer Hülse 22 aufgenommen
die an ihrer dem Beutelende 6 zugewandten Stirnseite Raststege 24 aufweist. Die Raststege
24 erstrecken sich in axialer Richtung von einer dem Beutelende 6 zu-gewandten Stirnseite
der Hülse 22. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind mehrere voneinander getrennte
Raststege 24 auf der Stirnseite der Hülse 22 verteilt angeordnet. Die Wandstärke der
Raststege 24 ist geringer als die Wandstärke der Hülse 22, so daß sich zwischen den
Raststegen 24 und dem Halmelement 2 ein Ringspalt 26 ergibt. An seinem dem Beutelende
6 zugewandten Ende weist jeder Raststeg 24 eine Rastnase 28 auf. In der dargestellten
Schnittansicht ist die dreieckige Querschnittsfläche der sich zum Beutelende 6 hin
verjüngenden Rastnasen 28 deutlich zu erkennen.
[0039] Zwischen den Rastnasen 28 und dem nicht dargestellten Mundende des Halmelementes
2 ist außerdem ein Ring 16 an der Außenfläche der Hülse 22 befestigt. Dieser Ring
16 erstreckt sich rechtwinklig zur Achse des Halmelementes 2 und bildet an seiner
dem Beutelende 6 zugewandten Ringfläche den Anschlag 18.
[0040] Bei der Darstellung in Fig. 2 ist der Trinkhalm in einer Position dargestellt, nachdem
dieser in einen Getränkebeutel 30 eingesteckt worden ist. Der Getränkebeutel 30 besteht
im wesentlichen aus einer Hülle 32, die im Einsteckbereich eine Ausnehmung 34 aufweist.
Die Ausnehmung 34 ist vor dem Einstecken eines Trinkhalmes durch eine Innen-folie
36 verschlossen. Die Innenfolie 36 ist zumindest im Einsteckbereich des Getränkebeutels
vorgesehen und dort mit Abstand zu der Ausnehmung 34 an der Innenseite der Hülle 32
mit dieser über eine ringförmige Schweißnaht 38 verschweißt.
[0041] Beim Einstecken des in Fig. 2 dargestellten Trinkhalmes durchstößt die Einsteckspitze
8 zunächst die Innenfolie 36. Die z.B. aus Polyethylen hergestellte Innenfolie 36
ist derart beschaffen, daß sie sich beim Durchdringen des Beutelendes 6 des Halmelementes
2 dehnt und elastisch um die Umfangsfläche des Halmelementes 2 legt. Dadurch ergibt
sich eine wirkungsvolle Abdichtung zwischen der Innenfolie 36 und dem Halmelement
2. Aufgrund der Haltekräfte zwischen der Innenfolie 36 und dem Halmelement 2 stellt
sich die Innenfolie 36 beim Einschieben des Trinkhalmes in den Getränkebeutel 30 zur
Innenseite des Getränkebeutels 30 auf und gleitet beim Einschieben des Trinkhalmes
entlang der Umfangsfläche des Halmelementes 2. Dabei dehnt sich die Innenfolie 36
zur Ausbildung einer zeltdachförmigen Gestalt elastisch.
[0042] Bei zunehmenden Vortrieb des Trinkhalmes stoßen schließlich die Rastnasen 28 mit
ihrer konischen Außenfläche gegen die Außenkante der Ausnehmung 34 und gleiten an
dieser ab. Dadurch werden die Rastnasen 28 nach innen in den Ringspalt 26 gedrückt
und es ergibt sich eine elastische Dehnung der Raststege 24. Nachdem die Rastnasen
28 an der Innenfläche der Ausnehmung 34 vorbeigeglitten sind und die Hülle 32 durchdrungen
haben, stellen sich die Rastnasen 28 aufgrund der elastischen Dehnung der Raststege
24 zurück. Die dem Mundende zugewandten Flächen der Rastnasen 28 liegen dann über
eine Ringfläche 20 an der Innenfläche der Hülle 32 an. Durch diese formschlüssige
Anlage wird ein unbeabsichtigtes Herausziehen des Trinkhalmes aus dem Getränkebeutel
30 verhindert. Verbessert wird diese Verbindung zusätzlich dadurch, daß die äußere
Umfangsfläche der Raststege 24 an der Innenfläche der Ausnehmung 34 anliegt.
[0043] Ein übermäßiges Einschieben des Trinkhalmes in den Getränkebeutel 30 wird durch den
Ring 16 verhindert, der bei einem zunehmenden Eindringen des Trinkhalmes in den Getränkebeutel
30 mit seinem Anschlag 18 gegen die Außenfläche der Hülle 32 stößt. Sobald der Benutzer
diesen Widerstand spürt, kann er den eingeführten Trinkhalm in entgegengesetzter Richtung
aus dem Getränkebeutel herausziehen, um das bevorzugte flächige Anliegen der Rastnasen
28 an der Hülle 32 zu erzielen.
[0044] Es ergibt sich aus der obigen Beschreibung, daß bei in den Getränkebeutel 30 engeschobenem
Trinkhalm ein ungewolltes Herausziehen des Trinkhalmes aus dem Getränkebeutel 30 durch
das formschlüssige Anliegen der dem Mundende 4 zugewandten Flächen des Rastelementes
14 verhindert wird. Die Abdichtung gegenüber einem ungewollten Austreten von Flüssigkeit
aus dem Getränkebeutel wird einerseits durch die Innenfolie 36 verhindert, die dichtend
an dem Halmelement 2 anliegt. Es ergibt sich somit, daß der Getränkebeutel 30 sicher
gegenüber dem Trinkhalm abgedichtet ist. Da andererseits das Mundende des Trinkhalmes
mit einem beliebigen Verschlußelement verschließbar ist, kann der durch das Halmelement
2 geschaffene Durchlaß zu der in dem Getränkebeutel 30 aufgenommenen Trinkflüssigkeit
verschlossen werden. Mithin wird verhindert, daß Schmutz in den Getränkebeutel eindringt
und Trinkflüssigkeit unbeabsichtigt aus dem Getränkebeutel austreten kann. Der Anschlag
18 verhindert ein allzu tiefes Eindringen des Trinkhalmes in den Getränkebeutel 30.
Idealerweise wird der Abstand zwischen der dem Mundende zugewandten Ringfläche 20
des Rastelementes 14 und dem Anschlag 18 derart gewählt, daß sich beim Hin- und Herschieben
des Trinkhalmes zwischen diesen beiden Flächen die dichtend an dem Halmelement 2 anliegende
Innenfolie 36 nicht gegenüber dem Halmelement 2 verschiebt. Durch diese Maßnahme wird
eine sichere Abdichtung zwischen dem Halmelement 2 und der Innenfolie 36 bis zur vollständigen
Entleerung des Getränkebeutels erzielt.
[0045] Die in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäßen Trinkhalmen
lassen sich auf einfache Weise durch Herausziehen des Trinkhalmes aus dem Getränkebeutel
30 entfernen. Aufgrund der Elastizität des Materials der Hülle 32 ergibt sich zwar
ein ausreichender Widerstand bei flächig an der Hülle 32 anliegendem Rastelement 14,
so daß ein ungewolltes Herausziehen des Trinkhalmes aus dem Getränkebeutel 30 verhindert
wird. Es ist jedoch aufgrund der elastischen Eigenschaften des Materials der Hülle
32 möglich, den Trinkhalm nach Entleerung des Getränkebeutels aus diesem herauszuziehen.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Trinkhalm kann der Benutzer außerdem mit seinen Fingern
die Raststege 24 von außen umgreifen und radial nach innen in den Ringspalt 26 drücken,
so daß die formschlüssige Verbindung zwischen den Rastnasen 28 und der Hülle 32 aufgehoben
wird und der Trinkhalm sich auf einfache Weise aus dem Getränkebeutel 30 ziehen laßt.
Lediglich die Reibung zwischen dem Halmelement 2 und der Innenfolie 36 setzt dieser
Bewegung des Trinkhalmes aus dem Getränkebeutel 30 einen geringen Widerstand entgegen.
[0046] In Fig. 3 und 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Entnahmevorrichtung
dargestellt. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Trinkhalm.
Gegenüber den Fig. 1 und 2 sind dementsprechend auch gleiche Bauteile mit gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0047] Das in den Fig. 3 und 4 dargestellte Ausführungsbeispiel ist ein im wesentlichen
dreiteilig ausgebildeter Trinkhalm, der aus einem Halmelement 2, das einen als Beutelende
6 bezeichneten Einlaß aufweist, einem mit dem Halmelement 2 befestigten Gegenelement
40 sowie einem Verschlußelement 42 besteht. Das Halmelement 2 ist in eine Hülse 22
eingepaßt, die einstückig zusammen mit dem Gegenelement 40 als Spritzgußteil ausgebildet
ist. An ihrem, zum Beutelende 6 hin gerichteten Ende weist die Hülse 22 zwei Raststege
24 auf. Wie den Fig. 3 und 4 zu entnehmen ist, sind die Raststege 24 durch zwei in
Umfangsrichtung durchbrochene Segmente eines sich zum Einlaß 6 hin verjüngenden Kegelstumpfes
gebildet. Wie insbesondere der Darstellung aus Fig. 4 zu entnehmen ist, sind zwei
derartige Raststege 24 auf dem Umfang der Hülse 22 angeordnet.
[0048] Zwischen den Raststegen 24 und dem Gegenelement 40 ist zunächst ein Ring 16 ausgebildet,
der benachbart zu den Raststegen 24 angeordnet ist. Zwischen dem Ring 16 und dem Gegenelement
40 sind an dem Gegenelement in Umfangsrichtung verteilt sich in axialer Richtung erstreckende
Griffstege 46 angeordnet, die eine Durchmessererweiterung bewirken, so daß die Entnahmevorrichtung
auch dann gut zwischen den Fingern festgehalten werden kann, wenn das Halmelement
2 einen geringen Durchmesser, beispielsweise einen Durchmesser von weniger als 1 cm
aufweist.
[0049] An dem Gegenelement 40 sind zwei mit Abstand zueinander angeordnete Anschlagringe
58, 60 einstückig ausgebildet. Der dem Mundende 6 zugewandte Anschlagring 58 weist
an seiner Umfangsfläche ein Außengewinde 56 auf, das in der Verschlußstellung des
Verschlußelementes 42 mit einem an der Innenfläche des Verschlußelementes 42 ausgebildeten
Innengewinde 60 zusammenwirkt, um das Verschlußelement 42 an dem Gegenelement 40 festzulegen
und ein unbeabsichtigtes axiales Verschieben des Verschlußelementes 42 zu verhindern.
[0050] Zwischen den beiden Anschlagringen 58, 60 ist ein an der Innenseite des Verschlußelementes
42 ausgebildeter Ringwulst 80 angeordnet, wobei der Ringwulst 80 zur Festlegung der
auf der linken Hälfte von Fig. 9 gezeigten Verschlußstellung des Verschlußelementes
42 an dem dem Mundende 4 zugewandten Anschlagring 58 und in einer auf der rechten
Bildhälfte von Figur 3 gezeigten, geöffneten Lage an dem anderen An-schlagring 60
anliegt. Das Verschlußelement 42 neigt sich ausgehend von einer zylindrischen Form
in seinem dem Mundende 4 zugewandten Bereich unter Ausbildung eines Kegelstumpfes
82 dachförmig nach innen. In verschlossener Lage des Verschlußelementes 42 liegt die
innere Umfangsfläche des Kegelstumpfes 82 im Bereich des Mundendes 4 an an dem Gegenelement
40 ausgebildeten Auslässen 84 an. In der auf der rechten Hälfte von Figur 3 gezeigten
geöffneten Lage des Verschlußelementes 42 sind die an der Umfangsfläche des Gegenelementes
40 ausgebildeten Auslässe 84 frei.
[0051] In den Figuren 5 und 6 sind Längsschnittansichten eines Einsteckbereiches eines zweiten
und dritten Ausführungsbeispieles einer erfindungsgemäßen flexiblen Verpackung dargestellt.
Eine Hülle, die aus einem beschichteten oder mit Folie bezogenen Karton, einer Verbundfolie
oder einer einstoffigen Folie gebildet sein kann, weist eine Ausnehmung 34 auf. Auf
der Innenseite der Verpackung, d.h. auf der Innenseite der Hülle 32, ist eine Innenfolie
36 über eine Schweißnaht 38 mit der Hülle 32 verbunden. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
weist die Innenfolie 36 eine rechtwinklige, längliche Grundfläche auf.
[0052] Bei dem in Figur 5 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Innenfolie 36 auf einer
Seite der Ausnehmung 34 in eine Falte 39 gelegt. Demgegenüber weist das in Figur 6
gezeigte Ausführungsbeispiel beiderseits der Ausnehmung 34 jeweils eine Falte 39 auf.
[0053] Im Ausgangszustand, d.h. vor Einbringen der Entnahmevorrichtung in die flexible Verpackung,
ist die Innenfolie 36 in das Innere der flexiblen Verpackung eingesiegelt, d.h., die
Innenfolie 36 liegt straff über der Ausnehmung 34. Bei dem in Figur 5 dargestellten
Ausführungsbeispiel ist hierzu der von der Ausnehmung abgehende Teil der Innenfolie
36 im Bereich der Falte 39 mit der Hülle 32 verbunden, wobei diese Verbindung derart
ausgestaltet ist, daß sie sich beim Einstecken der Entnahmevorrichtung in den Einsteckbereich
löst, so daß sich die Innenfolie 36 zeltdachförmig um die eingebrachte Entnahmevorrichtung
unter Abdichtung der Außenfläche der Entnahmevorrichtung aufstellt.
[0054] Aus Symmetriegründen ist die in Figur 6 gezeigte Ausgestaltung mit jeweils einer
beiderseits der Ausnehmung 34 angeordneten Falten 39 zu bevorzugen. Bei dem in Figur
6 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der von der Ausnehmung 34 abgehende Abschnitt
der Innenfolie 36 im Bereich der jeweiligen Falte 39 jeweils mit dem Material der
Innenfolie 36 lösbar verbunden, um eine straffe Abdeckung der Ausnehmung 34 zu erzielen.
Es sollte beachtet werden, daß die Darstellung gemäß Figur 6 nicht den tatsächlichen
Gegebenheiten entspricht, da die einzelnen Faltensegmente aus Darstellungsgründen
voneinander beabstandet sind, so daß in der Darstellung die Ausnehmung 34 nicht straff
von der Innenfolie 36 abdeckt dargestellt ist.
[0055] Beim Einstechen der Entnahmevorrichtung durchdringt die Einstechspitze 8 die Innenfolie
36, wobei diese Innenfolie 36 aufgrund ihrer Materialeigenschaften nicht reißt, sondern
sich elastisch an die Umfangfläche des Halmelementes 2 anlegt. Beim weiterem Einschieben
der Entnahmevorrichtung wird die Innenfolie 36 in Einschubrichtung mitgenommen, so
daß sich die eingesiegelte(n) Falte(n) 39 entfaltet. Die Innenfolie 36 folgt der Einstechbewegung
der Entnahmevorrichtung und stellt sich zeltdachförmig beiderseits des Halmelementes
2 zwischen dem Haltelement 2 und den Schweißnähten 38 auf. Dadurch wird zwischen der
Innenfolie 36 und der Hülle 32 ein für die Aufnahme des oder der Rastelemente notwendiger
Freiraum geschaffen. In diesen Freiraum dringen die Rastelemente 20, 24 ein, um formschlüssig
an der Innenseite der Hülle 32 anzuliegen.
1. Entnahmevorrichtung für Flüssigkeit in einer flexiblen Verpackung, mit einem den Einlaß
der Entnahmevorrichtung aufweisenden rohrförmigen Halmelement (2) und mit einem dem
Auslaß (84) zugeordneten Verschlußelement (42).
2. Entnahmevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halmelement (2) am Einlaß eine Einsteckspitze (8) aufweist.
3. Entnahmevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß zu dem Verschlußelement (42) ein Gegenelement (40) vorgesehen ist, das mit dem
Halmelement (2) verbunden ist.
4. Entnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Einlaß und Auslaß (84) ein Befestigungsmittel (14; 24, 28) vorgesehen
ist, mit dem das Halmelement (2) mit der flexiblen Verpackung verbindbar ist.
5. Entnahmevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsmittel (14; 24, 28) durch ein gegenüber dem Halmelement (2)
abgedichtetes Rastelement (14:24,28) gebildet ist.
6. Entnahmevorrichtung nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet, daß das Rastelement (24, 28) eine Hülse (22) aufweist, in die das Halmelement (2)
eingepaßt ist.
7. Entnahmevorrichtung nach Anspruch 6, soweit von Anspruch 3 abhängig, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (22) einstückig mit dem Gegenelement (40) verbunden ist.
8. Entnahmevorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich in axialer Richtung der Hülse (22) Raststege (24) erstrecken, an deren
freien Ende sich zum Einlaß verjüngende Rastnasen (28) angeordnet sind.
9. Entnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastelement (24) eine sich zum Einlaß verjüngende kegelstumpfförmige, vorzugsweise
in Umfangsrichtung durchbrochene Außenfläche aufweist.
10. Entnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Rastelement (14; 24, 28) und dem Auslaß ein sich im wesentlichen
senkrecht zur Längsachse des Halmelementes (2) erstreckender Anschlag (18) vorgesehen
ist.
11. Entnahmevorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (18) einstückig mit dem Rastelement (14; 24, 28) ausgebildet ist.
12. Entnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußelement (42) in Längsrichtung des Halmelementes (2) zwischen einer
ersten Lage, in der der Auslaß (84) durch das Verschlußelement (42) verschlossen ist,
und einer zweiten Lage, in der der Auslaß (84) geöffnet ist, bewegbar ist.
13. Entnahmevorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegenelement (40) zwei die Bewegung des Verschlußelementes (42) begrenzende
Anschläge (58, 60) aufweist.
14. Entnahmevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußelement (42) zumindest in der ersten Lage mit dem Gegenelement
(40) in Gewindeeingriff steht.
15. Entnahmevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, daß das Verschlußelement einstückig mit dem Halteelement hergestellt und über eine
Abbrechstelle (7) verbunden ist.
16. Verwendung einer Entnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15 als Trinkhalm.
17. Flexible Verpackung zur Aufnahme von Flüssigkeit mit einem Einsteckbereich zum Einbringen
einer Entnahmevorrichtung (2), der durch eine in der Hülle (32) der flexiblen Verpackung
ausgebildete Ausnehmung (34), die im Ausgangszustand durch eine Folie (36) verschlossen
ist, gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (36) derart ausgebildet ist, daß sie sich unter Ausbildung einer zeltdachförmigen
Gestalt dichtend an die eingebrachte Entnahmevorrichtung anlegt.
18. Flexible Verpackung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (36) im Ausgangszustand in mindestens eine Falte (39) gelegt ist.
19. Flexible Verpackung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß zur straffen Abdeckung der Ausnehmung (34) im Ausgangszustand sich überlagernde
Bahnen der Folie (36) im Bereich der Falte (39) miteinander und/oder die Folie mit
der Hülle lösbar verbunden ist.
20. Flexible Verpackung nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (36) eine längliche Form aufweist, wobei sich die Falte (39) in Längsrichtung
der Folie (36) erstreckt.
21. Flexible Verpackung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (36) zur straffen Abdeckung der Ausnehmung (34) aus einem elastischen
Material gebildet ist und daß der Verlauf der Verbindung zwischen Folie (36) und Hülle
(32) im Hinblick auf die elastischen Eigenschaften der Folie (36) derart angeordnet
ist, daß sich die Folie (36) unter Ausbildung einer zeltdachförmigen Gestalt dichtend
an die eingebrachte Entnahmevorrichtung anlegt.