[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Sammelbehälter für Biomüll, bei dem im Bereich
des Behälterdeckels ein auswechselbares Biofiltermaterial angeordnet ist umfassend
Mikroorganismen für den Abbau geruchsbelästigender Gase.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Sammelbehälter für Biomüll der eingangs genannten
Art bekannt. Beispielsweise beschreibt die EP 0597282 B1 einen Sammelbehälter für
organische Abfälle, der allerdings für den Outdoor-Bereich vorgesehen ist. Diese Sammelbehälter
werden auch als sogenannte Biotonnen bezeichnet. In diesen Biotonnen werden die Abfallstoffe
entweder thermophil und aerob kompostiert und teilweise auch bei Luftausschluß unter
anaeroben Verhältnissen fermentativ vergoren. Die entsprechenden Enzyme können in
dem Behälterdeckel untergebracht werden. Um die enzymatische Aktivität dieses Biofiltermaterials
aufrecht zu erhalten bedarf es in der Regel eines bestimmten Feuchtigkeitsgehalts.
Dies ist jedoch bei den genannten Biotonnen für den Outdoor-Bereich kein Problem,
da aufgrund der Tag/Nachttemperaturschwankungen sich regelmäßig Kondenswasser niederschlägt,
das das Biofiltermaterial anfeuchtet. Jedoch haben die Mikroorganismen nur eine beschränkte
Lebensdauer, so daß es nach einiger Zeit erforderlich ist, das Biofiltermaterial auszuwechseln.
[0003] In dem vorgenannten Stand der Technik liegt das Biofiltermaterial im äußeren Bereich
teilweise auf Stützvorrichtungen auf, die abgeklappt werden können, wenn das Biofiltermaterial
ausgewechselt, das heißt aus dem Deckel herausgenommen werden soll. Dies bedeutet
jedoch, daß der Benutzer das Biofiltermaterial beim Auswechselvorgang in der Regel
mit der Hand erfaßt und herausnimmt. Dies ist unter hygienischen Gesichtspunkten bedenklich.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Sammelbehälter für Biomüll
der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei dem die Entnahme des Biofiltermaterials
für den Austausch in der Handhabung vereinfacht wird, insbesondere möglich ist ohne
mit dem verbrauchten Biofiltermaterial selbst in Berührung zu kommen.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe liefert ein erfindungsgemäßer Sammelbehälter für Biomüll
der eingangs genannten Gattung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß das Biofiltermaterial in einem in dem Deckel des
Sammelbehälters auswechselbar angeordneten Substratbehälter untergebracht ist. Zum
Auswechseln des Biofiltermaterials kann die Bedienungsperson daher einfach den Substratbehälter
aus dem Deckel des Sammelbehälters herausnehmen, entsorgen und durch einen neuen Substratbehälter,
der frisches Biofiltermaterial enthält, ersetzen.
[0006] Gemäß einer bevorzugten weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß dieser auswechselbare
Substratbehälter aus einem biologisch abbaubaren Kunststoff besteht, beispielsweise
einem Polylactid, einem Biopolymer-Material auf Stärke, Mais, Sojabasis oder dergleichen.
Dadurch wird das Auswechseln des Biofiltermaterials besonders vereinfacht, da der
Substratbehälter nicht entleert werden muß, sondern mit samt seinem Inhalt der Kompostierung
zugeführt werden kann, da der Substratbehälter selbst biologisch abbaubar ist.
[0007] Wie bereits oben erwähnt wurde, muß in der Regel zur Erhaltung der Funktionen der
Mikroorganismen in dem Biofiltermaterial eine Anfeuchtung erfolgen. Soweit es sich
um Outdoor-Behälter handelt, ist dies unproblematisch. Die vorliegende Erfindung bezieht
sich jedoch auch auf Sammelbehälter für Biomüll für den Innenbereich, das heißt solche,
die im Haushalt beispielsweise in einer Küche unter der Spüle oder an dergleichen
Orten untergebracht werden und zum Sammeln des Biomülls dienen. Wegen der im Innenbereich
gegebenen weitgehend konstanten Temperatur ist eine selbsttätige Befeuchtung durch
Tauwasser nicht gegeben und auch eine Befeuchtung durch Niederschlagswasser entfällt.
Es ist daher im allgemeinen notwendig, von Zeit zu Zeit das Biofiltermaterial anzufeuchten.
Dabei ist es sinnvoll, der Bedienungsperson in geeigneter Form anzuzeigen, wann ein
solches Anfeuchten erfolgen muß. Hierzu ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung nach
einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, daß der Substratbehälter entweder aus
einem weitgehend transparenten Material besteht oder mindestens ein transparentes
Schauglas aufweist.
[0008] Weiterhin kann man dann vorzugsweise in oder an dem Substratbehälter einen Indikator
vorsehen, der eine Abnahme des Feuchtigkeitsgehalts des Biofiltermaterials unter einen
vorgegebenen Grenzwert anzeigt. Dabei kann über das transparente Schauglas oder das
transparente Material des Substratbehälters der Blick auf den Indikator freigegeben
werden. Beispielsweise kann ein solcher Indikator einen Farbumschlag oder dergleichen
anzeigen.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung kann der erfindungsgemäße Substratbehälter
zusätzlich oder alternativ zu dem genannten Indikator für den Feuchtigkeitsgehalt
noch einen Indikator enthalten, der eine zu geringe Aktivität der Mikroorganismen
und/oder das Ende der Lebensdauer der Mikroorganismen anzeigt. Durch einen solchen
Indikator wird der Bedienungsperson angezeigt, daß nun das Biofiltermaterial gegen
frisches auszuwechseln ist, das heißt die Bedienungsperson nimmt den Substratbehälter
heraus und tauscht diesen gegen einen neuen aus.
[0010] Eine bevorzugte Variante der Erfindung sieht vor, daß der Substratbehälter einen
Rand aufweist und mit diesem Rand in eine Nut oder Schiene an der Unterseite des Deckels
des Sammelbehälters einschiebbar ist.
[0011] Gemäß einer anderen alternativen Variante kann man auch den Substratbehälter von
oben her in eine entsprechend dimensionierte Ausnehmung in dem Deckel des Sammelbehälters
einsetzen. Weiterhin ist vorzugsweise diese Ausnehmung und der Substratbehälter selbst
mit normierten Abmessungen ausgebildet, die möglichst von der Form und Größe des Deckels
und des Sammelbehälters selbst unabhängig sind. Dies bedeutet für alle Typen und Größen
vorhandener Sammelbehälter können einheitliche Substratbehälter verwendet werden,
die in jedem Fall in den Deckel hineinpassen, so daß Händler nur eine Type eines größennormierten
Substratbehälters für alle Sammelbehältertypen vorhalten müssen. Dabei kann der gleiche
Substratbehälter im Prinzip im Rahmen der Erfindung außer für den Indoor-Bereich auch
für den Outdoor-Bereich, das heißt die sogenannte Biotonne verwendet werden. Die Anwendung
für den Indoor-Bereich, das heißt den in der Regel kleineren Haushalts-Biomüll-Sammelbehälter
ist lediglich bevorzugt.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung kann man den Substratbehälter
oberseitig im Außenbereich mit einem erhöhten umlaufenden Rand ausstatten, der als
Wasserrand dient und/oder es ist eine muldenförmige Vertiefung in einem Deckel des
Substratbehälter vorgesehen. Bei einer solchen konstruktiven Ausbildung des Substratbehälters
kann man Wasser zur Befeuchtung des Biofiltermaterials auf den Deckel des Substratbehälters
gießen, wobei verhindert wird, das dieses nach außen abläuft und über entsprechende
Öffnungen, Perforationen oder dergleichen in den Deckel gelangt dann das Wasser in
den Substratbehälter.
[0013] Man kann auch gemäß einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung den Substratbehälter
mit einem über ein Filmscharnier oder dergleichen angeformten Deckel versehen, so
daß man den Deckel aufklappen kann, wenn man sich Zugang zu dem Biofiltermaterial
verschaffen will, zum Beispiel um dieses anzufeuchten, oder einen Beutel, in dem sich
frisches Trockensubstrat befindet, in den Substratbehälter zu geben.
[0014] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Detailbeschreibung.
Die in den Unteransprüchen genannten Merkmale betreffen bevorzugte weiterbildungen
der Erfindung.
[0015] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die beiliegenden zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen
- Fig. 1
- eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Sammelbehälters für Biomüll als Gesamtansicht;
- Fig. 2
- eine perspektivische Explosionsdarstellung eines Deckels für den Sammelbehälter mit
Substratbehälter;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines Deckels für einen Sammelbehälter mit Substratbehälter
gemäß einer Variante der Erfindung;
- Fig. 4
- eine entsprechende Ansicht mit in den Deckel eingesetztem Substratbehälter von oben;
- Fig. 5
- eine Ansicht des Deckels eines Sammelbehälters mit eingeschobenem Substratbehälter
von unten;
- Fig. 6
- eine schnittdarstellung durch den Deckel eines Sammelbehälters mit eingesetztem Substratbehälter
gemäß einer Variante der Erfindung;
- Fig. 7
- eine Schnittdarstellung eines Deckels eines Sammelbehälters mit eingesetztem Substratbehälter
gemäß einer weiteren Variante der Erfindung.
[0016] Zunächst wird auf Fig. 1 Bezug genommen.
Die Darstellung zeigt einen sammelbehälter 9 für Biomüll mit einem Deckel 11, in den
ein Substratbehälter 13 einsetzbar ist, der ein Biofiltermaterial enthält, das Geruchsemissionen
aus dem Biomüll resorbiert.
[0017] Nachfolgend wird auf Fig. 2 Bezug genommen.
Dort ist ein Ausführungsbeispiel eines Deckels 11 für einen erfindungsgemäßen Sammelbehälter
dargestellt. Wie man sieht hat der Deckel 11 in diesem Fall eine etwa mittige rechteckige
Ausnehmung 11b, die in ihrem Abmessungen normiert sein kann. Die Ausnehmung 11b nimmt
einen Substratbehälter 13 auf, der dort herausnehmbar eingesetzt wird. Dieser Substratbehälter
13 enthält die Mikroorganismen, die die Aufgabe haben, den aus dem Sammelbehälter
(nicht dargestellt) durch die Vergärung beziehungsweise Kompostierung des Biomülls
austretenden Geruch zu eliminieren, indem die geruchsbelästigenden Gase von den Mikroorganismen
abgebaut beziehungsweise resorbiert werden. Dieses Biofiltermaterial, das die Mikroorganismen
bilden, befindet sich also in dem Substratbehälter 13. Ist die Lebensdauer der Mikroorganismen
abgelaufen und somit das Biofiltermaterial verbraucht, dann kann die Bedienungsperson
den Substratbehälter 13 aus dem Deckel 11 herausnehmen und diesen insgesamt mit Inhalt
entsorgen, das heißt in der Regel einer Kompostierung zuführen. Vorzugsweise besteht
nämlich der Substratbehälter 13 aus einem Biopolymeren, zum Beispiel einem Polylactid
oder einem Biopolymeren auf Basis von zum Beispiel Stärke, Mais, Soja etc., so daß
der Substratbehälter 13 selbst biologisch abbaubar ist. Es entfällt also das bisher
übliche Herausnehmen des Biofiltermaterials von Hand. Der verbraucher kann dann im
Handel einen neuen Substratbehälter 13 erwerben, der frisches Biofiltermaterial enthält
und diesen dann wiederum in die Ausnehmung 11b des Deckels 11 des Sammelbehälters
einsetzen, so daß der gesamte Austauschvorgang hygienisch abläuft.
[0018] Fig. 3 zeigt in perspektivischer Explosionsdarstellung ein weiteres alternatives
Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Behälterdeckels 11 für einen Sammelbehälter,
wobei letzterer auch hier nicht dargestellt ist. Bei dieser Ausführungsvariante ist
der Substratbehälter 13, der mit einem abnehmbaren Deckel 13d ausgestattet ist von
der Unterseite her in eine Art Schiene 11a des Deckels 11 des Sammelbehälters einschiebbar.
Durch die Ausnehmung 11b im Deckel 11 ist der Deckel 13d des Substratbehälters 13
teilweise von oben her sichtbar. Wie man weiterhin erkennt, hat der Deckel 11 des
Sammelbehälters außerdem eine kleinere runde Ausnehmung 11c durch die der Blick frei
wird von oben her auf einen Indikator 16, der beispielsweise an dem Deckel 13d des
Substratbehälters angebracht sein kann und mittels dessen zum Beispiel der Feuchtigkeitsgehalt
des Biofiltermaterials angezeigt werden kann. Wird zum Beispiel durch einen Farbumschlag
angezeigt, daß der Feuchtigkeitsgehalt zu niedrig ist, kann der Benutzer dies erkennen
und das Biofiltermaterial im Substratbehälter 13 anfeuchten, zum Beispiel indem etwas
Wasser durch die Öffnungen 20 in den Deckel 13d des Substratbehälters 13 in diesen
Substratbehälter gegossen wird.
[0019] In Fig. 4 ist noch einmal der Deckel 11 mit von der Unterseite her eingeschobenem
Substratbehälter 13 dargestellt, wobei man erkennt, daß die runde Aussparung 11c den
Blick auf den Indikator 16 zuläßt und daß sich in der vorzugsweise in den Abmessungen
normierten Ausnehmung 11b des Deckels 11 der Deckel 13d des Substratbehälters 13 mit
seinen Öffnungen 20 befindet.
[0020] Fig. 5 zeigt die entsprechende Ansicht des Deckels gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 3 und 4 von unten. Man erkennt hier, wie der Rand des Deckels 13d in
eine Schiene 11a des Deckels 11 eingeschoben ist, so daß man in einer Längsrichtung,
in der die Schiene 11a offen ist, den Substratbehälter 13 herausziehen kann, wenn
man zum Beispiel das Biofiltermaterial 10 (Substrat) oder auch den gesamten Substratbehälter
13 auswechseln will. In Fig. 5 erkennt man weiterhin, daß an dem Substratbehälter
13 an der Unterseite in an sich bekannter Weise Abtropfnasen 21 gebildet sind.
[0021] Nachfolgend wird auf Fig. 6 Bezug genommen. Die Darstellung zeigt einen Ausschnitt
aus einem Deckel 11 eines erfindungsgemäßen Sammelbehälters, wobei in die Ausnehmung
11b wiederum ein erfindungsgemäßer Substratbehälter 13 gemäß einer Variante der Erfindung
eingesetzt ist. An der Unterseite weist der Substratbehälter 13 wiederum eine Reihe
von Abtropfnasen 21 auf. Der Substratbehälter 13 gemäß Fig. 6 wird von oben her in
die Ausnehmung 11 b eingesetzt ähnlich wie bei dem in Fig. 2 dargestellten Beispiel.
Bei dem Substratbehälter 13 gemäß Fig. 6 handelt es sich um einen solchen, der einen
perforierten Deckel 13d aufweist, wobei dieser Deckel 13d über ein Filmscharnier 13e
gelenkig an dem Korpus des Substratbehälters 13 angeformt ist. Der Deckel 13e hat
wie man aus Fig. 6 erkennt verglichen mit dem äußeren Rand des Substratbehälters 13
eine muldenförmige Vertiefung 13c, die als Wassermulde dient. Dies bedeutet, daß man
zum Anfeuchten des Biofiltermaterials 10 Wasser auf den Deckel 13d gießen kann, so
daß dieses auf dessen muldenförmiger Vertiefung 13c stehenbleibt und durch den äußeren
Wasserrand 13b (Schwallrand) verhindert wird, daß das Wasser vorzeitig nach außen
abläuft. Das in der muldenförmigen Vertiefung 13c stehende Wasser kann also durch
die Löcher 20 in das Innere des Behälters gelangen und das Biofiltermaterial 10 anfeuchten.
Durch das Filmscharnier 13e kann der Deckel 13d an der gegenüberliegenden Seite geöffnet
und nach oben geschwenkt werden. Bei dem Substratbehälter 13 kann es sich beispielsweise
um einen solchen handeln, der aus einem dünnen plattenförmigen Kunststoffmaterial
oder einer Folie tiefgezogen wird.
[0022] Nachfolgend wird auf Fig. 7 Bezug genommen. Die Darstellung zeigt ein ähnliches Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Substratbehälters 13, wobei dieser jedoch etwas anders als
in dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 nicht von oben her in
den Deckel 11 einsetzbar ist sondern ähnlich wie in dem Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 3 in eine Schiene 11a an der Unterseite des Deckels 11 einschiebbar ist. Wie
man in Fig. 7 erkennt, wird dabei der Rand des Substratbehälters 13 in der Schiene
11a geführt. Im übrigen handelt es sich bei dem Substratbehälter 13 gemäß Fig. 7 ähnlich
wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 um einen aus einer Folie tiefziehbaren
Kunststoffbehälter, wobei dieser wiederum aus einem biologisch abbaubaren Material
bestehen kann. Auch gemäß Fig. 7 ist eine muldenförmige Vertiefung 13c vorgesehen,
die das Wasser für die Befeuchtung des Biofiltermaterials 10 aufnimmt. Auch hier ist
der Deckel 13d perforiert und über ein Filmscharnier 13e aufklappbar.
1. Sammelbehälter für Biomüll, bei dem im Bereich des Behälterdeckeis ein auswechselbares
Biofiltermaterial angeordnet ist umfassend Mikroorganismen für den Abbau geruchsbelästigender
Gase,
dadurch gekennzeichnet, daß das Biofiltermaterial (10) in einem in dem Deckel (11)
des Sammelbehälters (12) auswechselbar angeordneten Substratbehälter (13) untergebracht
ist.
2. Sammelbehälter für Biomüll nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der auswechselbare
Substratbehälter (13) aus einem biologisch abbaubaren Kunststoff besteht.
3. Sammelbehälter für Biomüll nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
auswechselbare Substratbehälter (13) aus einem Polylactid oder einer ähnlichen Verbindung
besteht.
4. Sammelbehälter für Biomüll nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der auswechselbare Substratbehälter (13) aus einem weitgehend transparenten Material
besteht oder mindestens ein transparentes Schauglas (14) aufweist.
5. Sammelbehälter für Biomüll nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der auswechselbare Substratbehälter (13) aus einer wenigstens teilweise transparenten
Tiefziehfolie herstellbar ist.
6. Sammelbehälter für Biomüll nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Biofiltermaterial (10) wenigstens einen Indikator (16) enthält, der eine Abnahme
des Feuchtigkeitsgehalts des Biofiltermaterials (10) unter einen vorgegebenen Grenzwert
anzeigt.
7. Sammelbehälter für Biomüll nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Biofiltermaterial (10) wenigstens einen Indikator (17) enthält, der eine zu
geringe Aktivität der Mikroorganismen und/oder das Ende der Lebensdauer der Mikroorganismen
anzeigt.
8. Sammelbehälter für Biomüll nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Substratbehälter einen Rand (13a) aufweist und mit diesem Rand in eine Nut
oder Schiene (11a) an der Unterseite des Deckels (11) des Sammelbehälters einschiebbar
ist.
9. Sammelbehälter für Biomüll nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Substratbehälter (13) oberseitig im Außenbereich einen erhöhten umlaufenden
Rand aufweist, der als Wasserrand (13b) dient und/oder eine muldenförmige Vertiefung
(13c) in einem Deckel (13d) des Substratbehälters (13) vorgesehen ist.
10. Sammelbehälter für Biomüll nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Substratbehälter (13) einen über ein Filmscharnier (13e) oder dergleichen
angeformten Deckel (13d) aufweist.
11. Sammelbehälter für Biomüll nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Substratbehälter (13) in eine entsprechend dimensionierte Ausnehmung (11b)
in dem Deckel (11) des Sammelbehälters (12) einsetzbar ist, wobei die Ausnehmung (11b)
und der Substratbehälter (13) vorzugsweise normierte Abmessungen unabhängig von der
Form und Größe des Deckels (11) und des Sammelbehälters (12) aufweisen.