(19)
(11) EP 0 628 386 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
09.02.2000  Patentblatt  2000/06

(21) Anmeldenummer: 94810323.9

(22) Anmeldetag:  01.06.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B26B 3/03

(54)

Gemüsehobel

Vegetable slicer

Râpe à légumes


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB IT LI LU NL

(30) Priorität: 07.06.1993 CH 169593

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.12.1994  Patentblatt  1994/50

(73) Patentinhaber: MOHA MODERNE HAUSHALTWAREN AG
CH-3052 Zollikofen (CH)

(72) Erfinder:
  • Michel, Walter
    CH-3052 Zollikofen (CH)

(74) Vertreter: Feldmann, Clarence Paul 
Patentanwaltsbüro FELDMANN AG, Kanalstrasse 17
8152 Glattbrugg
8152 Glattbrugg (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 3 604 477
GB-A- 2 192 531
US-A- 4 212 431
DE-U- 8 500 705
US-A- 1 984 216
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Gemüsehobel gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1, der Art der GB-A-2192531.

    [0002] Gemüsehobel nehmen einen wichtigen Platz in der Küchenarbeit ein, da die meisten Gemüse im Laufe der Verarbeitung in Scheiben, Streifen etc. geschnitten werden müssen. Sind unterschiedliche Formen des Schnittgutes erwünscht, so ist es aber bis jetzt erforderlich, mehrere unterschiedliche Geräte zu benutzen. Es wäre ein Vorteil, wenn ein Universalgerät zur Verfügung stünde, mit dem Gemüse zu Schnittgut mit verschiedenen Formen und Abmessungen verarbeitet werden könnte.

    [0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Gemüsehobel bereitzustellen, mit dem unterschiedliche Formen und Grössen der Abschnitte hergestellt werden können.

    [0004] Erfindungsgemäss wird dies erreicht durch einen Gemüsehobel mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

    [0005] Vorzugsweise hat die Gleitfläche des auswechselbaren Teils die Form eines Parallelogrammes, dessen Winkel der Schrägstellung des Messers entsprechen.

    [0006] Auch sind vorzugsweise verschiedene auswechselbare Teile mit unterschiedlichen Schrägstellungen ihrer Gleitfläche vorhanden, durch die unterschiedlich breite Schnittfugen zur Herstellung verschieden dicker Abschnitte gebildet werden.

    [0007] Gemäss einer besonderen Ausführungsform gibt es auswechselbare Teile mit einer Reihe von senkrecht zur Gleitfläche angeordneten Schneiden, mit denen das Schnittgut vor dem Schnitt mit der Messerschneide in einer zu ihr senkrechten Richtung eingeschnitten wird.

    [0008] Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht das Gehäuse aus einem eigentlichen Hobelteil und einer über ein trennbares Gelenk mit ihm verbundenen Stütze zum Aufstellen des Hobels in einer schrägen Stellung. Vorzugsweise ist die Stütze als Behälter für das Schnittgut ausgebildet.

    [0009] Im Folgenden wird anhand der beiliegenden Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Es zeigen
    Fig. 1
    einen Gemüsehobel in Aufsicht,
    Fig. 2
    eine Seitenansicht desselben Gemüsehobels,
    Fig. 3
    eine Frontansicht des Gemüsehobels von der aufklappbaren Seite her,
    Fig. 4
    eine Frontansicht des Gemüsehobels von der Gelenkseite her,
    Fig. 5
    eine Seitenansicht des Hobels im aufgeklappten Zustand,
    Fig. 6
    den Gelenkteil des Hobels, teilweise im Schnitt.


    [0010] Wie in Fig. 1 gezeigt besitzt der Hobel ein schräg in einer rechteckigen, geriffelten Gleitfläche angeordnetes Messer (1). Die geriffelte Gleitfläche besteht aus drei Teilen: Einem gehäusefesten Teil (2), der im wesentlichen in der Ebene des Messers (1) liegt; einem ebenfalls gehäusefesten, hinter dem Messer angeordneten Teil (3); einem die Form eines Parallelogramms mit Winkeln, die der Schrägstellung des Messers entsprechen, bildenden, eingesetzten Teil (4). Die geriffelte Oberfläche des Teils (4) ist zur Ebene des Messers (1) schräg gestellt und führt gleichmässig von der gemeinsamen Kante (5) mit dem Teil (2) zu einer unterhalb des Messers liegenden Kante (6). Die Kante (6) verläuft parallel zum Messer und hat von diesem einen Abstand nach unten, der mit der Schneide (7) des Messers die Schnittfuge definiert, welche die Dicke der Abschnitte des zu schneidenden Gemüseteils bestimmt.

    [0011] Die gesamte Gleitfläche aus den geriffelten Teilen (2, 3, 4) und dem Messer (1) befindet sich in einem Gehäuse aus zwei seitlichen Längsholmen (8, 9) und stirnseitigen Querverbindungen (10, 11), wobei letztere unterhalb der Schneidfläche liegen.

    [0012] Der eingesetzte Teil (4) besitzt ebenfalls zwei seitliche Holme (12, 13,) die in entsprechende Ausnehmungen der Seitenholme (8, 9) des Rahmens passen.

    [0013] Wie aus Fig. 2 ersichtlich besitzt der Rahmen eine über die Querverbindung (10) hinausgehende Verlängerung (14), die nach unten abgebogen ist. Die Verlängerung (14) endet in einer weiteren Querverbindung (15), die einen Griff bildet.

    [0014] Weiter ist aus Fig. 2 ersichtlich, dass das Gehäuse einen Unterteil (16) besitzt, das als wannenförmiger Behälter ausgebildet ist. Dieser Unterteil (16) des Gehäuses ist im Bereich der Verlängerung (14) durch ein Drehgelenk (17) mit dem oberen Teil verbunden. Das Drehgelenk (17) besteht aus einem in Fig. 1 sichtbaren Nocken (18) an jeder Seite des Gehäuseunterteils (16) und entsprechenden Ausnehmungen in den Rahmenseitenteilen (8 und 9) des Oberteils. Der Nocken (18) ist auch in der teilweise geschnittenen Ansicht in Fig. 6 gut sichtbar.

    [0015] An den Gehäuseseitenteilen (8 und 9) sind in der Nähe der Querverbindung (11) jeweils zwei federnde Stifte (19) angebracht, die mit stufenförmigen Vorsprüngen versehen sind und in entsprechende Ausnehmungen des Unterteils eingreifen, so dass sich die beiden Gehäuseteile nicht ohne weiteres von selbst voneinander lösen können.

    [0016] Der Gehäuseunterteil (16) hat zwei Funktionen. Im zusammengeklappten Zustand, der in Fig. 2 am besten sichtbar ist, dient der Gehäuseunterteil zur Aufnahme von abgehobelten Gemüsescheiben. Dafür ist er besonders geeignet, wenn eine kleinere Menge Gemüse gehobelt werden soll. Zum Herausnehmen des Schnittguts eignet sich die schräggestellte Stirnwand (20) des Behälters besonders gut.

    [0017] In seiner zweiten Funktion dient der Gehäuseunterteil als Stütze für den schräg aufgestellten Gemüsehobel, wie es in Fig. 5 gezeigt ist. Dabei werden die beiden Teile soweit auseinandergeklappt, bis die Unterkante der Verlängerung (14) an einem dafür vorgesehenen Absatz (21) des Gehäuseunterteils aufliegt.

    [0018] Zum Reinigen des Gemüsehobels und vor allem des Gehäuseunterteils sind die beiden Teile ohne weiteres voneinander trennbar. Der Nocken (18) ist zu diesem Zweck keilförmig angeschrägt, so dass im halbgeöffneten Zustand der Oberteil vom Gehäuseunterteil abgeschoben werden kann.

    [0019] Zur Herstellung unterschiedlich dicker Scheiben und anderer Formen sind verschieden ausgebildete Einsätze (4) vorgesehen, die bei Bedarf ausgewechselt werden können. So gibt es verschiedene Einsätze mit unterschiedlicher Schrägstellung der Gleitfläche und demzufolge verschieden breiter Schnittfuge. Mit diesen Einsätzen können dünnere oder dickere Scheiben gehobelt werden.

    [0020] Ausserdem gibt es Einsätze, die vor der Messerschneide (7) eine Vielzahl von senkrecht zur Gleitfläche (4) angeordneten Schneiden (22) aufweisen, deren Höhe der Schnittfuge entspricht. Diese Schneiden erzeugen parallele Einschnitte im Gemüseteil derart, dass nach dem Abschneiden einer Scheibe mit dem Messer (1) diese Scheibe in eine Vielzahl von Streifen zerteilt ist.


    Ansprüche

    1. Gemüsehobel mit einer Gleitfläche für die Führung des zu schneidenden Gemüses, einem in der Gleitfläche schräg zur Gleitrichtung angeordneten und die Gleitfläche in zwei Teile trennenden Messer, einer aus der Messerschneide und dem tiefer als das Messer liegenden Teil der Gleitfläche gebildeten Schnittfuge, wobei der vor dem Messer (1) befindliche Teil der Gleitfläche auswechselbar ist und eine zur Schnittfügeführende, schräge Fläche definiert, dadurch gekennzeichnet, dass der vor dem Messer (1) befindliche Teil (4) der Gleitfläche aus einem in der Messerebene liegenden gehäusefesten Teil (2) und einem zwischen diesem festen Teil (2) und dem Messer (1) eingesetzten auswechselbaren Teil (4) besteht, und dass die Gleitfläche des auswechselbaren Teils eine vom festen Teil (2) gleichmässig zur Schnittfuge führende, schräge Ebene definiert, und dass das Gehäuse des Hobels zum Ständer aufklappbar ist.
     
    2. Gemüsehobel nach Anspruch (1) dadurch gekennzeichnet, dass der auswechselbare Teil (4) die Form eines Parallelogramms hat, dessen Winkel der Schrägstellung des Messers (1) entsprechen.
     
    3. Gemüsehobel nach Anspruch (1) dadurch gekennzeichnet, dass verschiedene auswechselbare Teile (4) mit unterschiedlichen Schrägstellungen ihrer Gleitfläche vorhanden sind, durch die unterschiedlich breite Schnittfugen zur Herstellung verschieden dicker Abschnitte gebildet werden.
     
    4. Gemüsehobel nach Anspruch (1) dadurch gekennzeichnet, dass der auswechselbare Teil eine Reihe von senkrecht zur Gleitfläche angeordneten Schneiden (22) besitzt, mit denen das Schnittgut vor dem Schnitt mit der Messerschneide (7) in einer zu ihr senkrechten Richtung eingeschnitten wird.
     
    5. Gemüsehobel nach Anspruch (1) dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse aus einem Hobelteil und einer über ein trennbares Gelenk (18) mit ihm verbundenen Stütze (16) zum Aufstellen des Hobels in einer schrägen Stellung besteht.
     
    6. Gemüsehobel nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze als Behälter (16) für das Schnittgut ausgebildet ist.
     


    Claims

    1. A universal cutter for vegetables and the like having a sliding surface for guiding the produce to be cut, a knife disposed in the sliding surface diagonal to the direction of sliding that separates the sliding surface into two parts, a cutting groove formed of the knife-edge and the part of the sliding surface lying lower than the knife, whereby the part of the sliding surface disposed in front of the knife (1) is interchangable and defines an inclined plane leading towards the the cutting groove, characterised in that the part (4) of the sliding surface disposed in front of the knife (1) consists of a part (2) solid with the housing lying in the plane of the knife and an interchangeable part (4) interposed between this solid part (2) and the knife (1), and that the sliding surface of the interchangeable part defines an inclined plane leading evenly from the solid part (2) to the cutting groove, and a housing that folds out to form a stand.
     
    2. A universal cutter according to claim 1, characterised in that the interchangeable part (4) has the shape of a parallelogram, the angles of which correspond to the diagonal position of the knife (1).
     
    3. A universal cutter according to claim 1, characterised in that it has various interchangeable parts (4) with differently inclined sliding surfaces which form cutting grooves of different widths for producing sections of different thickness.
     
    4. A universal cutter according to claim 1, characterised in that the interchangeable part has a series of knife-edges (22) disposed vertical to the sliding surface with which an incision is made in the produce to be cut before it is cut by the knife-edge (7) in a direction vertical thereto.
     
    5. A universal cutter according to claim 1, characterised in that the housing consists of a cutting part and a support, (16) associated therewith by means of a separable hinge (18) for supporting the cutter in an inclined position.
     
    6. A universal cutter according to claim 5, characterised in that the support is adapted as a container (16) for the cut produce.
     


    Revendications

    1. Râpe à légumes comprenant une surface de frottement pour le guidage des légumes à couper, un couteau, qui est disposé dans la surface de frottement en oblique par rapport au sens de frottement et qui sépare la surface de frottement en deux parties, une fente de coupe formée entre le tranchant du couteau et la partie de la surface de frottement située plus bas que le couteau, la partie de la surface de frottement située devant le couteau (1) étant une partie amovible et définissant une surface inclinée orientée vers la fente de coupe, caractérisée en ce que la partie (4) de la surface de frottement située devant le couteau (1) est formée par une partie (2), fixée de manière non démontable contre le corps de râpe et située dans le plan du couteau, et par une partie amovible (4), montée entre ladite partie fixe (2) et le couteau (1), et en ce que la surface de frottement de la partie amovible définit un plan incliné qui s'étend régulièrement depuis la partie fixe (2) jusqu'à la fente de coupe, et en ce que le corps de râpe peut être relevé par rapport au support.
     
    2. Râpe à légumes selon la revendication 1, caractérisée en ce que la partie amovible (4) est conçue en forme de parallélogramme dont les angles correspondent à la position inclinée du couteau (1).
     
    3. Râpe à légumes selon la revendication 1, caractérisée en ce que différentes parties amovibles (4) avec différentes positions inclinées de leur surface de frottement sont disponibles, lesquelles permettent de réaliser des fentes de coupe de différentes largeurs pour obtenir des coupes de différente épaisseur.
     
    4. Râpe à légumes selon la revendication 1, caractérisée en ce que la partie amovible (4) comporte une série de lames de coupe (22) disposées perpendiculairement à la surface de frottement, par lesquelles les légumes à couper sont incisés dans le sens perpendiculaire avant d'être coupés par le tranchant du couteau (7).
     
    5. Râpe à légumes selon la revendication 1, caractérisée en ce que le corps de la râpe est formé par une partie de la râpe et un support (16) assemblé avec celle-ci par une articulation (18) détachable, afin de pouvoir poser la râpe en position inclinée.
     
    6. Râpe à légumes selon la revendication 5, caractérisée en ce que le support est conçu en forme de récipient (16) destiné à recevoir les légumes coupés.
     




    Zeichnung