(19)
(11) EP 0 704 770 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
09.02.2000  Patentblatt  2000/06

(21) Anmeldenummer: 95114848.5

(22) Anmeldetag:  21.09.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7G03G 13/056, G03G 15/056

(54)

Verfahren zum Unterstützen der Bebilderung einer Druckform und Druckform zur Verwendung in einem der Verfahren

Process for supporting the production of images on a printing plate and printing plate used in such process

Procédé de support de fabrication d'images sur une plaque d'impression et plaque d'impression utilisée dans tel procédé


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 29.09.1994 DE 4434766

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.04.1996  Patentblatt  1996/14

(73) Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG
63012 Offenbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Weiss, Robert
    D-86368 Gersthofen (DE)
  • Hirt, Alfred, Dr.
    D-81477 München (DE)

(74) Vertreter: Schober, Stefan, Dipl.-Ing. 
MAN Roland Druckmaschinen AG, Postfach 10 00 96
86135 Augsburg
86135 Augsburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 1 957 991
   
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 013, no. 012 (P-812), 12.Januar 1989 & JP 63 220178 A (MINOLTA CAMERA CO LTD), 13.September 1988,
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 007, no. 255 (E-210), 12.November 1983 & JP 58 139561 A (CANON), 18.August 1983,
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 016, no. 139 (P-1334), 8.April 1992 & JP 03 296769 A (RICOH CO LTD), 27.Dezember 1991,
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zum Unterstützen der Bebilderung einer Druckform mit mindestens einer ersten Schicht, die ein den Photoeffekt, d. h. den photoferroelektrischen Effekt, zeigendes Ferroelektrikum enthält, wobei durch Bestrahlen mit Licht oberhalb der Photoeffekt-Grenzfrequenz des Ferroelektrikums in dem Ferroelektrikum freie Ladungsträger erzeugt werden. Ebenso bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren, bei dem die freien Ladungsträger durch den Photoeffekt in einer nicht-ferroelektrischen Schicht erzeugt werden, die an eine zu bebildernde ferroelektrische Schicht angrenzt, wobei diese Schicht nur die ladungserzeugende Schicht eines aus mehreren Schichten aufgebauten Photoleiters ist und daher keinen Photoleiter gemäß der üblichen Definition darstellt. Außerdem bezieht sich die Erfindung auf eine Druckform, deren ferroelektrische Schicht zur Verstärkung des photoferroelektrischen Effekts besonders ausgebildet ist.

[0002] Aus der DT 25 30 290 A1 ist bereits eine Druckform bekannt, die als dünne Scheibe oder Platte mit einem ferroelektrischen Werkstoff und einem photoleitenden Überzug auf einer ihrer Oberflächen ausgebildet ist. Unterhalb der ferroelektrischen Schicht ist flächenmäßig eine erste Elektrode angeordnet, auf dem photoleitenden Überzug ist eine zweite Elektrode aufgebracht. Die photoelektrische Schicht wirkt als Schalter. Mindestens eine der beiden Elektroden ist abnehmbar. Mindestens die Elektrode auf dem photoleitenden Überzug ist lichtdurchlässig. Wenn auf die photoleitende Oberfläche der Druckform ein optisches Bild fokussiert wird und gleichzeitig eine elektrische Spannung an die beiden Elektroden angelegt wird, so kann das Ferroelektrikum bildmäßig polarisiert werden. Statt das Bild mit einer Vorlage und durch Fokussierung von Licht auf die Oberfläche der Druckform aufzustrahlen, kann deren Oberfläche auch durch einen gebündelten Lichtstrahl, beispielsweise einen Laserstrahl, abgetastet werden. Wenn gleichzeitig an die beiden Elektroden eine Gleichspannung angelegt wird, wird in den hellen Bereichen auf der photoleitenden Oberfläche, d. h. den bildmäßig belichteten Bereichen, der spezifische elektrische Widerstand des photoleitenden Überzuges gering. Daher wirkt die Gleichspannung hauptsächlich auf jene Bereiche des Ferroelektrikums ein, die unter den hellen Bildbereichen des photoleitenden Überzuges liegen. Der spezifische elektrische Widerstand des photoleitenden Überzuges bleibt dabei in den dunklen Bildbereichen hoch. Dadurch wird in dem Ferroelektrikum eine ferroelektrische Polarisation nur in jenen Bereichen induziert, die den hellen Bildbereichen entsprechen.

[0003] Aus der US 3 899 969 ist ein Druckverfahren unter Verwendung eines pyroelektrischen Films bekannt. Für den pyroelektrischen Film werden dort auch ferroelektrische Materialien, z. B. Blei-Zirkonat-Titanat oder Polyvinylidenfluorid, verwendet. Ein derartiges Ferroelektrikum wird beispielsweise zwischen zwei flächenmäßige Elektroden gebracht, von denen eine lichtdurchlässig ist. Zwischen den beiden Elektroden wird eine Spannung angelegt, der ferroelektrische Film wird entsprechend einem in ihm zu erzeugenden Bildmuster selektiv durch elektromagnetische Strahlung erwärmt. Durch das flächenmäßige Anlegen des elektrischen Feldes und das selektive Erwärmen wird das Ferroelektrikum bildmäßig permanent polarisiert. Dabei wird der aufwendige, nicht immer leicht steuerbare photothermische Effekt ausgenutzt.

[0004] Weitere einschlägige Verfahren bzw Druckformen mit einer ferroelektrischen Schicht und einer weiteren photoleitenden Schicht sind aus JP-A-63 220 178 und JP-A-58 139 561 bekannt.

[0005] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Verfahren zu schaffen, mit denen sich ferroelektrische Druckformen mit einer optischen Ansteuerung und einer dabei erzeugten Verringerung der Koerzitivfeldstärke bebildern lassen.

[0006] Dieser Aufgabe wird, wie in Patentanspruch 1 und 5 angegeben, gelöst. Bei der Erfindung wird der Photoeffekt in einer ferroelektrischen Schicht, d. h. der photoferroelektrische Effekt ausgenutzt. Anstelle des photoferroelektrischen Effekts kann auch der Photoeffekt in einer an ein Ferroelektrikum angrenzenden Schicht ausgenutzt werden, die ihrerseits jedoch im Unterschied zu den aus der DT 25 30 290 A1 bekannten photoleitfähigen Schichten nur aus einer Funktionskomponente einer solchen photoleitenden Schicht besteht, die allein keinen funktionsfähigen Photoleiter darstellt.

[0007] Während der Photoeffekt, d. h. insbesondere der photoferroelektrische Effekt, erst dann auftritt, wenn das einstrahlende Licht eine ausreichende Energie hat, also eine bestimmte Grenzfrequenz überschreitet, bewirkt jede Art von elektromagnetischer Bestrahlung des Ferroelektrikums, auch wenn deren Energie zur Erzeugung des photoferroelektrischen Effekts nicht ausreicht, den aus der US 3 899 969 bereits bekannten Effekt einer Erwärmung des Ferroelektrikums durch Absorption dieser Strahlung. Somit läßt sich ein Ferroelektrikum zur Bebilderung außer durch Licht, das die Grenzfrequenz überschreitet, zusätzlich noch mit Licht anderer, auch niedrigerer Frequenzen bestrahlen, um durch Temperaturerhöhung des ferroelektrischen Materials, d. h. durch den photothermischen Effekt, die Polarisation des Ferroelektrikums zu unterstützen.

[0008] Außerdem werden durch die Erfindung (Patentanspruch 9) Druckformen geschaffen, die besonders geeignet sind, um bei Ihnen den photoferroelektrischen Effekt auszunutzen.

[0009] Nachstehend wird die Erfindung in Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
eine Druckform mit einer ferroelektrischen Schicht, die beidseitig ganzflächig von Elektroden bedeckt ist,
Fig. 2
eine Druckform gemäß Fig. 1 mit einer weiteren ferroelektrischen Schicht,
Fig. 3
eine Druckform, die anstelle einer der beiden Elektroden eine Schicht zur Erzeugung des Photoeffekts aufweist,
Fig. 4
eine Druckform mit einer nur einseitig ganzflächig von einer Elektrode bedeckten ferroelektrischen Schicht und einer Bebilderungs-Elektrode auf der anderen Seite und
Fig. 5
eine Druckform mit einer ferroelektrischen Schicht, die nur einseitig von einer Elektrode bedeckt ist.


[0010] Eine Druckform (Fig. 1) weist eine ferroelektrische Schicht 1 auf. Die Schicht 1 besteht beispielsweise aus Blei-Zirkonat-Titanat (PZT) oder aus Blei-Lanthan-Zirkonat-Titanat (PLZT) oder aus einer ein Ferroelektrikum enthaltenden Keramik. Die Schicht 1 wird auf ihrer Unterseite ganzflächig von einer Elektrode 2 bedeckt. Auf Ihrer Oberseite wird die Schicht 1 ebenfalls von einer ganzflächigen Elektrode 3 bedeckt. Die Elektrode 3 ist lichtdurchlässig und abnehmbar, sie besteht beispielsweise aus einer mit Indiumoxid (In2O3) oder Zinnoxid (SnO2) beschichteten durchsichtigen Folie. Zwischen den Elektroden 2 und 3 liegt eine von einer Spannungsquelle 4 erzeugte äußere Spannung Uext an. Nach dem Bestrahlen wird die Elektrode 3 wieder entfernt. Durch eine Lichtquelle 5 wird die Schicht 1 durch die lichtdurchlässige Elektrode 3 hindurch mit Licht, z. B. nahem UV-Licht, bestrahlt. Dieses Licht hat eine ausreichende Energie, d. h. seine Frequenz liegt oberhalb einer materialspezifischen Grenzfrequenz, um in dem Ferroelektrikum der Schicht 1 den Photoeffekt (photoferroelektrischen Effekt) hervorzurufen. Der photoferroelektrische Effekt beruht auf dem gleichen physikalischen Prinzip wie beispielsweise der Photoeffekt in pn-Übergängen von Halbleitern. Bei diesen Halbleitern entsteht im pn-Übergang durch Diffusion der Überschuß-Ladungsträger ein elektrisches Feld, das eine ladungsträgerfreie Zone, die sog. Sperrschicht, erzeugt. Werden in dieser Zone durch Photoeffekt neue Ladungsträger erzeugt, so entsteht Photoleitung.

[0011] Bei einem gepolten Ferroelektrikum entsteht eine vergleichbare Sperrschicht an beiden Oberflächen durch ein elektrisches Feld zwischen den orientierten Domänen und der zur Abschirmung dieses Feldes notwendigen Polarisationsladung. Wird in dieser Oberflächenschicht Licht absorbiert, so werden freie Ladungsträger erzeugt.

[0012] Wenn gleichzeitig durch die Spannungsquelle 4 ein äußeres elektrisches Feld Uext zwischen den Elektroden 2 und 3 angelegt ist, wandern die Ladungsträger entsprechend der Wirkung des Feldes und produzieren ein stabiles, bleibendes Raumladungsfeld. Dessen Stärke ist abhängig von der Anzahl der durch Photoeffekt erzeugten Ladungsträger und daher von der Dauer und der Intensität der Bestrahlung, vorausgesetzt, die Grenzfrequenz für den Photoeffekt wird überschritten. Das Raumladungsfeld ist dem angelegten Feld überlagert und unterstützt die Polarisation des Ferroelektrikums, d. h. die zur Umorientierung der ferroelektrischen Domänen notwendige Koerzitivfeldstärke wird um das Raumladungsfeld verringert.

[0013] Zwischen den Elektroden 2 und 3 wird nun über die Spannungsquelle 4 ein elektrisches Feld angelegt, dessen Feldstärke unterhalb der Koerzitivfeldstärke (EC) der Schicht 1 liegt. Das bedeutet, daß diese Feldstärke allein nicht ausreicht, um das Ferroelektrikum in der Schicht 1 zu polarisieren. Erst durch das bildmäßige Bestrahlen der Schicht 2 durch die Lichtquelle 5 verringert sich die Koerzitivfeldstärke auf einen Wert EC', der unterhalb der Feldstärke des zwischen den Elektroden 2 und 3 anliegenden Feldes liegt. Die Stärke des zwischen den Elektroden 2 und 3 angelegten elektrischen Feldes E ist daher kleiner als die Koerzitivfeldstärke EC der unbestrahlten Schicht 1, aber größer als die Koerzitivfeldstärek EC' der bestrahlten Schicht 1. Die Elektrode 3 wird nach der Bebilderung entfernt. Jetzt ist die Druckform fertig, um mit ihr mittels geladener Tonerpartikel, die von den bildmäßig polarisierten Stellen angezogen werden, eine beliebige Zahl von Druckexemplaren zu drucken.

[0014] Bei einer anderen Druckform (Fig. 2) ist eine weitere, ein Ferroelektrikum enthaltende Schicht 6 vorhanden. Das Ferroelektrikum für die Schicht 6 wird so gewählt, daß deren Koerzitivfeldstärke oberhalb der Koerzitivfeldstärke der Schicht 1 liegt. Wenn daher zwischen den Elektroden 2 und 3 durch die Spannungsquelle 4 ein elektrisches Feld angelegt wird, dessen Stärke zwar oberhalb der Koerzititvfeldstärke der Schicht 1, aber unterhalb der Koerzitivfeldstärke der Schicht 6 liegt, wirkt diese, solange die Druckform nicht mit Licht bestrahlt wird, als Isolator und verhindert die Polarisierung. Erst dann, wenn die Schicht 6 mit Licht bestrahlt wird, dessen Frequenz oberhalb der Photoeffekt-Grenzfrequenz des Ferroelektrikums der Schicht 6 liegt, wird diese gemäß dem in Fig. 1 gezeigten Prozeß elektrisch leitfähig oder polarisierbar und läßt auch die Polarisierung der Schicht 1 zu. Die Druckform läßt sich dann mit der Lichtquelle 5 bildmäßig belichten. Voraussetzung hierfür ist, daß die Schicht 1 durchlässig für Licht dieser Frequenz ist.

[0015] In einem weiteren Ausführungsbeispiel (Fig. 3) ist die ferroelektrische Schicht 1 auf ihrer Unterseite statt von der Elektrode 2 von einer Schicht 7 bedeckt, die als Ladungsträger-Erzeugungsschicht (charge-generator-layer) dient. Solche Schichten sind bekannt aus organischen Vielschicht-Photoleitern (multilayer OPC), die in der Regel aus einer sehr dünnen Ladungsträgererzeugerschicht (charge generator layer) und einer relativ dicken Ladungstransportschicht (charge transport layer) aufgebaut sind. Dadurch wird erreicht, daß möglichst viele durch Photoeffekt erzeugte Ladungsträger vor der Rekombination in die für Rekombination unempfindliche Transportschicht gezogen werden. Im Ferroelektrikum ist diese "Ladungstransportschicht" die unmittelbar an die Oberfläche anschließende ladungsträgerfreie Zone. Wenn die Schicht 7 bildmäßig von der Lichtquelle 5 mit Licht einer Frequenz bestrahlt wird, die ausreicht, um in der Schicht 7 den Photoeffekt hervorzurufen, werden dort Ladungsträger erzeugt, vorausgesetzt, die Schicht 1 ist für dieses Licht durchlässig. Wenn die Elektrode 3 auf einem bestimmten Potential gegenüber der Elektrode 2 liegt, wandern die in der Schicht 7 entstehenden freien Ladungsträger aufgrund des elektrischen Feldes in Richtung zu der Elektrode 3 in die Schicht 1 hinein. Zwischen der Elektrode 2 und der Schicht 7 liegt eine Trägerschicht 10. Die Feldstärke ist dabei abhängig von der Anzahl der erzeugten Ladungsträger und dem Potential zwischen der Elektrode 3 und der Elektrode 2. Überschreitet die dadurch entstehende Feldstärke die Koerzitivfeldstärke der Schicht 1, so wird diese bildmäßig polarisiert. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die für den Photoeffekt in der Schicht 7 erforderliche Frequenz noch oberhalb der für den photoferroelektrischen Effekt in der Schicht 1 erforderlichen Grenzfrequenz liegt, weil auf diese Weise der Photo-Effekt in der Schicht 7 noch durch den photoferroelektrischen Effekt in der Schicht 1 unterstützt wird. Wenn die Druckform statt von oben durch die Elektrode 3 und die Schicht 1 hindurch von unten unmittelbar auf der Schicht 7 bestrahlt wird, kann die ferroelektrische Schicht 1 ebenfalls polarisiert werden, wobei in diesem Fall die Schicht 1 und die Elektrode 3 nicht lichtdurchlässig sein müssen.

[0016] In den Ausführungsbeispielen (Fig. 1 bis 3) lassen sich statt einer einzigen Schicht 1 mehrere, den photoferroelektrischen Effekt zeigende ferroelektrische Schichten vorsehen. Zusätzlich zu diesen können weitere ferroelektrische Schichten vorhanden sein, die - wenigstens bei der Frequenz des eingestrahlten Lichts - den photoferroelektrischen Effekt nicht zeigen. Die ferroelektrischen Schichten haben beispielsweise einen Multi-layer-Aufbau, wie er bei Photoelementen an sich bekannt ist. Dabei können die Schichten so ausgewählt sein, daß eine erste von ihnen einen starken photoferroelektrischen Effekt für das eingestrahlte Licht hat und eine andere eine hohe Leitfähigkeit für die aus der ersten Schicht erzeugten Elektronen oder eine gute Polarisierbarkeit zeigt.

[0017] Die Schicht 1 ist nicht notwendigerweise lichtdurchlässig. Es reicht auch aus, wenn die Photonen bereits im unmittelbar unter der Elektrode 3 liegenden Bereich bzw. oberhalb der Elektrode 2 liegenden Bereich, falls die Schicht von unten bestrahlt wird und die Elektrode 2 lichtdurchlässig ist, absorbiert werden, um freie Elektronen zu erzeugen.

[0018] In einem anderen Ausführungsbeispiel (Fig. 4) wird eine Druckform mit der ferroelektrischen Schicht 1 und der diese ganzflächig bedeckenden Elektrode 2 vollflächig durch eine Lichtquelle 8 bestrahlt. Während der Bestrahlung durch die Lichtquelle 8 liegt auf der Oberseite der Schicht 1 eine durchsichtige Bebilderungs-Elektrode 9 auf. Zwischen der Elektrode 2 und der Bebilderungs-Elektrode 9 liegt durch die Spannungsquelle 4 eine Spannung Uext an. Durch die ganzflächige Bestrahlung der Schicht 1 wird aufgrund des photoferroelektrischen Effekts die Koerzitivfeldstärke in der Schicht 1 verringert, wodurch auch die zur Polarisation notwendige Feldstärke und somit die von der Spannungsquelle 4 zu erzeugende Spannung Uext herabgesetzt wird. Bei einer Bebilderungsvorrichtung, die eine Vielzahl nebeneinanderliegender Bebilderungs-Elektroden 9 aufweist, um eine entsprechende Auflösung bei der Bebilderung zu erreichen, wird wegen der geringeren Spannung die Gefahr von elektrischen Überschlägen zwischen den einzelnen Bebilderungs-Elektroden 9 verringert. Oder es läßt sich eine höhere Bild-Auflösung erzielen, indem die Bebilderungs-Elektroden 9 bei geringerer Spannung auf eine kleinere Fläche zusammengefaßt werden können.

[0019] Eine weitere Druckform (Fig. 5) wird zunächst durch Anlegen einer Spannung Uext zwischen der Elektrode 2 und der abnehmbaren Elektrode 3 (hier nicht mehr dargestellt) vollflächig polarisiert. Nach Entfernen der Elektrode 3 wird die Druckform bildmäßig so bestrahlt, daß über die gesamte Dicke der polarisierten Schicht 1 eine ausreichend hohe Leitfähigkeit entsteht, d. h. es wird der photoferroelektrische Effekt ausgenutzt, indem die Schicht 1 mit Licht oberhalb der für diesen Effekt erforderlichen Grenzfrequenz bestrahlt wird. Voraussetzung dafür ist, daß die Schicht 1 so dünn ist, daß die im Inneren erzeugten Ladungsträger von der oberen Grenzschicht zur unteren wandern können, bevor eine Rekombination stattfindet. Dadurch wird die Schicht 1 ausreichend leitfähig, so daß die auf ihrer Oberfläche 10 vorhandenen freien Ladungen, die beim Polarisieren erzeugt worden waren, durch die Schicht 1 auf die Elektrode 2 abfließen. Entsprechend wird die Druckform an den durch die Strahlungsquelle 5 bestrahlten Stellen bildmäßig depolarisiert. Es entsteht im Unterschied zu den in Fig. 1 - 4 dargestellten Ausführungsbeispielen ein Negativ-Bild.

[0020] Bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 1, 2, 4 und 5 kann die Erzeugung des Bildes durch den an sich bekannten photothermischen Effekt unterstützt werden, indem die Strahlungsquelle 5, 8 neben dem für den photoferroelektrischen Effekt erforderlichen Licht ausreichender Energie auch energieärmeres Licht emittiert, durch das die Schicht 1 erwärmt wird.

[0021] Die für den photoferroelektrischen Effekt erforderliche Grenzenergie der Strahlung läßt sich durch Implantation von Fremdatomen in die Grenzschicht herabsetzen. Beispielsweise kann die Photoempfindlichkeit weit in den sichtbaren Raum verschoben werden, wenn die Schicht 1 vorher wenigstens auf der Seite, von der das Licht in sie eindringt, mit Edelgas-Ionen (Ne-, He- oder Ar-Ionen) in Verbindung mit Al- oder Cr-Ionen implantiert wurde.

[0022] Durch die Erfindung wird eine Druckform mit einer ferroelektrischen Schicht 1 geschaffen, bei der unter Ausnutzung des photoferroelektrischen Effekts in der Schicht 1 oder des Photo-Effekts in einer an die Schicht 1 angrenzenden Schicht 7, die weder ferroelektrisch ist, noch die Funktion eines Photoleiters hat, die Bebilderung der Schicht 1 durch Polarisation oder Depolarisation unterstützt wird.


Ansprüche

1. Verfahren zur Bebilderung einer Druckform mit mindestens einer ersten Schicht (1) aus einem Ferroelektrikum, dadurch gekennzeichnet, daß vor und/oder während der Polarisation durch Bestrahlung der mindestens ersten Schicht (1) und/oder einer weiteren Schicht (6, 7) Ladungsträger für die erste Schicht (1) zur Verfügung gestellt werden, die durch den photoelektrischen Effekt freigesetzt werden oder wurden, in der Weise, daß die erste Schicht und/oder die weitere Schicht (6, 7) mit einer Strahlung mit einer materialspezifischen Grenzfrequenz oder einer darüberliegenden Frequenz bestrahlt werden, durch die der photoelektrische Effekt ausgelöst wird.
 
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Schicht (1) mit elektromagnetischer Strahlung mit Frequenzen auch unterhalb der Grenzfrequenz bestrahlt wird, wodurch die Temperatur in der Schicht (1) erhöht wird.
 
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Schicht (1) zwischen eine erste (2) und eine zweite, die erste Schicht (1) jeweils ganzflächig bedeckende Elektrode (3) gebracht wird, wobei mindestens die zweite Elektrode (3) lichtdurchlässig ist, und daß bildmäßig Licht auf die erste Schicht (1) eingestrahlt wird, während gleichzeitig ein elektrisches Feld angelegt wird, dessen Feldstärke unterhalb der Koerzitivfeldstärke (EC) der ersten Schicht (1) im unbestrahlten Zustand liegt.
 
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Schicht (1) zwischen eine sie ganzflächig bedeckende und lichtdurchlässige erste Elektrode (3) und eine zweite ferroelektrische Schicht (6) gebracht wird, auf die ihrerseits eine zweite, diese ganzflächig bedeckende Elektrode (2) gebracht wird, daß die zweite Schicht (6) eine höhere Koerzitivfeldstärke als die erste Schicht hat und daß die zweite Schicht (6) beim Bestrahlen mit Licht oberhalb von deren Grenzfrequenz freie Ladungsträger erzeugt, so daß sie leitfähig wird, daß gleichzeitig ein elektrisches Feld zwischen den Elektroden (2, 3) angelegt wird, deren Feldstärke oberhalb der Koerzitivfeldstärke der ersten Schicht (1) im unbestrahlten Zustand, aber unterhalb der Koerzitivfeldstärke der zweiten Schicht (6) liegt, so daß, wenn die zweite Schicht (6) leitfähig wird, die erste Schicht (1) polarisiert wird.
 
5. Verfahren, insbesondere nach Anspruch 1, zum Unterstützen der Bebilderung einer Druckform mit mindestens einer ersten ferroelektrischen Schicht (1), die zwischen eine durchsichtige Elektrode (3) und eine den Photo-Effekt aufweisende nicht-ferroelektrische zweite Schicht (7) gebracht wird, deren Grenzfrequenz zur Erzeugung des Photo-Effekts unterhalb der Grenzfrequenz zur Erzeugung des photoferroelektrischen Effekts der ersten Schicht (1) liegt, wobei durch bildmäßiges Bestrahlen mit Licht, dessen Frequenz oberhalb der Grenzfrequenz der zweiten Schicht (7) und unterhalb der Grenzfrequenz der ersten Schicht (1) liegt, Ladungsträger in der zweiten Schicht (7) erzeugt werden, die in die erste Schicht (1) wandern und diese bildmäßig polarisieren.
 
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Schicht (1) zwischen eine erste, sie ganzflächig bedeckende Elektrode (2) und eine zweite Bebilderungs-Elektrode (9) oder eine Mehrzahl von Bebilderungs-Elektroden (9) gebracht wird, daß zwischen der ersten Elektrode (2) und der Bebilderungs-Elektrode (9) oder den Bebilderungs-Elektroden (9) eine Feldstärke in der ersten Schicht (1) erzeugt wird, die unterhalb der Koerzitiv-Feldstärke der ersten Schicht (1) im unbestrahlten Zustand liegt und daß diese durch ganzflächiges Bestrahlen der ersten Schicht (1) bildmäßig überschritten wird.
 
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Schicht (1) zwischen zwei sie vollflächig bedeckende Elektroden (2, 3) gebracht wird und in einem ersten Schritt als ganze polarisiert wird, daß anschließend eine der Elektroden (2, 3) von der Oberfläche der ersten Schicht (1) entfernt wird und daß die erste Schicht (1) von dieser Oberfläche bildmäßig mit Licht bestrahlt wird, dessen Frequenz oberhalb der für den photoferroelektrischen Effekt erforderlichen Grenzfrequenz liegt, wodurch die erste Schicht (1) bildmäßig depolarisiert wird.
 
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3, 4, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß anstelle der zweiten Elektrode (3) ein dielektrisches Plättchen mit Ladungsträgern oder vorher, insbesondere durch Corona-Entladung, aufgebrachte Ladungsträger verwendet werden.
 
9. Druckform zur Verwendung in einem der Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, mit mindestens einer ersten Schicht (1) aus einem Ferroelektrikum und/oder einer weiteren Schicht (6, 7), die bei Bestrahlung mit einer materialspezifischen Grenzfrequenz oder einer darüberliegenden Frequenz den photoferroelektrischen Effekt auslöst und Ladungsträger für die erste Schicht (1) zur Verfügung stellt, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Schicht (1) wenigstens an der Oberfläche durch Implantation chemisch aktiver Ionen und chemisch-inerter Ionen angereichert ist, die bei der Bestrahlung der Lichtquelle (5, 8) zugewandt ist.
 


Claims

1. Method for producing images on a printing forme having at least one first layer (1) made of a ferroelectric, characterised in that before and/or during the polarisation by irradiation of the at least one first layer (1) and/or a further layer (6, 7), charge carriers for the first layer (1) are made available which are or were released by the photoelectric effect, in a manner such that the first layer and/or the further layer (6, 7) is/are irradiated with a radiation having a material-specific limit frequency or a frequency above the latter, by which the photoelectric effect is triggered.
 
2. Method according to claim 1, characterised in that the first layer (1) is irradiated with electromagnetic radiation having frequencies also below the limit frequency, as a result of which the temperature in the layer (1) is increased.
 
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the first layer (1) is placed between a first (2) and a second (3) electrode, each covering the entire surface of the first layer (1), wherein at least the second electrode (3) is light-transmissive, and in that light is radiated onto the first layer (1) in accordance with the image whilst simultaneously an electric field is applied, the field strength of which lies below the coercive field strength (Ec) of the first layer (1) in the unirradiated state.
 
4. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the first layer (1) is placed between a light-transmissive first electrode (3) covering the entire surface thereof and a second ferroelectric layer (6), on which is placed in turn a second electrode (2) covering the entire surface thereof, in that the second layer (6) has a greater coercive field strength than the first layer, and in that the second layer (6), during the irradiation with light above the limit frequency thereof, generates free charge carriers so that it becomes conductive, in that simultaneously an electric field is applied between the electrodes (2, 3), the field strength of which lies above the coercive field strength of the first layer (1) in the unirradiated state but below the coercive field strength of the second layer (6), so that when the second layer (6) becomes conductive, the first layer (1) is polarised.
 
5. Method, in particular according to claim 1, for supporting the production of images on a printing forme having at least one first ferroelectric layer (1), which is placed between a transparent electrode (3) and a non-ferroelectric second layer (7) having the photo-effect, the limit frequency for generating the photo-effect of which second layer lies below the limit frequency for generating the photo-ferroelectric effect of the first layer (1), wherein by irradiation with light in accordance with the image, the frequency of which light lies above the limit frequency of the second layer (7) and below the limit frequency of the first layer (1), charge carriers are generated in the second layer (7) which travel into the first layer (1) and polarise it in accordance with the image.
 
6. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the first layer (1) is placed between a first electrode (2) covering the entire surface thereof and a second image-producing electrode (9) or a plurality of image-producing electrodes (9), in that between the first electrode (2) and the image-producing electrode (9) or image-producing electrodes (9) there is generated in the first layer (1) a field strength which lies below the coercive field strength of the first layer (1) in the unirradiated state, and in that this is exceeded in accordance with the image by irradiation of the first layer (1) over the entire surface.
 
7. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the first layer (1) is placed between two electrodes (2, 3) covering the entire surface thereof and in a first step is polarised as a whole, in that subsequently one of the electrodes (2, 3) is removed from the surface of the first layer (1), and in that the first layer (1) is irradiated with light from this surface in accordance with the image, the frequency of which light lies above the limit frequency required for the photo-ferroelectric effect, as a result of which the first layer (1) is depolarised in accordance with the image.
 
8. Method according to one of claims 3, 4, 6 and 7, characterised in that instead of the second electrode (3), a dielectric lamina with charge carriers or charge carriers deposited beforehand, in particular by corona discharge, are used.
 
9. Printing forme for use in one of the methods according to one of claims 1 to 8, having at least one first layer (1) made of a ferroelectric and/or a further layer (6, 7) which, upon irradiation with a material-specific limit frequency or a frequency above the latter, triggers the photo-ferroelectric effect and makes available charge carriers for the first layer (1), characterised in that the first layer (1) is enriched by implantation of chemically active ions and chemically inert ions at least on the surface which faces the light source (5, 8) during the irradiation.
 


Revendications

1. Procédé pour la représentation d'une image sur une plaque d'impression avec au moins une première couche (1) composée d'un corps ferroélectrique, caractérisé en ce qu'avant et/ou pendant la polarisation par l'irradiation au moins de la première couche (1) et/ou d'une couche supplémentaire (6, 7) des porteurs de charge sont mis à la disposition de la première couche (1), ces porteurs étant ou ayant été libérés par l'effet photoélectrique de sorte que la première couche et/ou la couche supplémentaire (6, 7) est irradiée par un rayonnement à une fréquence limite spécifique au matériau, ou à une fréquence supérieure à celle-ci, qui déclenche l'effet photoélectrique.
 
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première couche (1) est irradiée par un rayonnement électromagnétique à des fréquences même au-dessous de la fréquence limite, ce qui augmente la température dans la couche (1).
 
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la première couche (1) est amenée entre une première (2) et une deuxième électrode (3) qui recouvre la première couche (1) respectivement sur toute la surface, au moins la deuxième électrode (3) étant translucide, et en ce que de la lumière est irradiée sous forme d'image sur la première couche (1) tandis qu'en même temps un champ électrique est appliqué dont l'intensité de champ se trouve au-dessous de l'intensité de champ coercitif (Ec) de la première couche (1) à l'état non irradié.
 
4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la première couche (1) est amenée entre une première électrode (3) qui la recouvre sur toute la surface et qui est translucide et une deuxième couche ferroélectrique (6) sur laquelle est disposée à son tour une deuxième électrode (2) la recouvrant sur toute la surface, en ce que la deuxième couche (6) présente une intensité de champ coercitif supérieure à la première couche et en ce que la deuxième couche (6), lors de l'irradiation avec de la lumière au-dessus de sa fréquence limite, génère des porteurs de charge libres de sorte qu'elle devient conductrice, en ce qu'en même temps, un champ électrique est appliqué entre les électrodes (2, 3) dont l'intensité de champ se trouve au-dessus de l'intensité de champ coercitif de la première couche (1) à l'état non irradié, mais au-dessous de l'intensité de champ coercitif de la deuxième couche (6) de sorte que la première couche (1) est polarisée lorsque la deuxième couche (6) devient conductrice.
 
5. Procédé, en particulier selon la revendication 1, pour favoriser la représentation d'une image sur une plaque d'impression avec au moins une première couche ferroélectrique (1) qui est disposée entre une électrode transparente (3) et une deuxième couche non ferroélectrique (7) présentant l'effet photoélectrique, dont la fréquence limite pour la génération de l'effet photoélectrique se trouve au-dessous de la fréquence limite pour la génération de l'effet photoferro-électrique de la première couche (1), dans lequel par une irradiation sous forme d'image avec de la lumière dont la fréquence se trouve au-dessus de la fréquence limite de la deuxième couche (7) et au-dessous de la fréquence limite de la première couche (1), des porteurs de charge sont générés dans la deuxième couche (7) qui migrent vers la première couche (1) et la polarisent sous forme d'image.
 
6. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la première couche (1) est amenée entre une première électrode (2) qui la recouvre sur toute la surface et une deuxième électrode d'imagerie (9) ou une pluralité d'électrodes d'imagerie (9), en ce qu'entre la première électrode (2) et l'électrode d'imagerie (9) ou les électrodes d'imagerie (9) une intensité de champ est générée dans la première couche (1) qui se trouve au-dessous de l'intensité de champ coercitif de la première couche (1) à l'état non irradié et en ce que celle-ci est dépassée sous forme d'image par l'irradiation de la première couche (1) sur toute la surface.
 
7. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la première couche (1) est amenée entre deux électrodes (2, 3) qui la recouvrent sur toute la surface et est polarisée en entier dans une première étape, en ce qu'ensuite l'une des électrodes (2, 3) est retirée de la surface de la première couche (1) et en ce que la première couche (1) est irradiée sous forme d'image à partir de cette surface avec de la lumière dont la fréquence se trouve au-dessus de la fréquence limite nécessaire à l'effet photoferro-électrique, ce qui dépolarise la première couche (1) sous forme d'image.
 
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 3, 4, 6 et 7, caractérisé en ce que l'on utilise au lieu de la deuxième électrode (3) une plaquette diélectrique avec des porteurs de charge ou des porteurs de charge appliqués auparavant, en particulier par effet corona.
 
9. Plaque d'impression pour utilisation dans l'un des procédés selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, avec au moins une première couche (1) composée d'un corps ferroélectrique et/ou d'une couche supplémentaire (6, 7), qui déclenche lors de l'irradiation à une fréquence limite spécifique au matériau ou à une fréquence supérieure à celle-ci l'effet photoferro-électrique et met des porteurs de charge à la disposition de la première couche (1), caractérisée en ce que la première couche (1) est enrichie, au moins à la surface, par implantation d'ions chimiquement actifs et d'ions chimiquement inertes qui sont orientés vers la source de lumière (5, 8) lors de l'irradiation.
 




Zeichnung