(19)
(11) EP 0 786 546 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
10.05.2000  Patentblatt  2000/19

(21) Anmeldenummer: 96118494.2

(22) Anmeldetag:  19.11.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7D03D 47/30

(54)

Verfahren zum Überwachen der Funktionstüchtigkeit elektrisch ansteuerbarer Magnetventile in Webmaschinen

Process to control the operation of electrically controlled magnetic valves in looms

Procédé pour contrôler le fonctionnement de soupapes magnétiques à contrôle électrique dans les métiers à tisser


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 25.01.1996 DE 19602513

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.07.1997  Patentblatt  1997/31

(73) Patentinhaber: LINDAUER DORNIER GESELLSCHAFT M.B.H
88129 Lindau (DE)

(72) Erfinder:
  • Teufel, Dieter, Dipl.-Ing. (FH)
    88085 Langenargen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 415 875
EP-A- 0 554 221
DE-C- 19 602 513
EP-A- 0 494 050
DE-A- 4 226 693
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überwachen der Funktionstüchtigkeit elektrisch ansteuerbarer Magnetventile in Webmaschinen.

    [0002] In Luftdüsenwebmaschinen zum Beispiel, mit einem oder mehreren Schußfadenzuführsystemen, werden die Schußfäden mit Haupteintragsdüsen in das jeweilige Webfach mit Unterstützung durch sogenannte Stafettendüsen eingetragen.
    In aller Regel wird der Beginn und das Ende eines Schußfadeneintrages durch Schußwächter detektiert.
    Bekannt ist auch, zwischen dem Beginn und Ende eines Schußfadeneintrages weitere Schußwächter zur Detektion des Schußfadenfluges vorzusehen.
    Zur Ansteuerung der Haupteintragsdüsen und der Stafettendüsen ist jeweils eine Druck- und Zeitregelung mit Steuer- und Regelventilen als Bestandteil der Webmaschinensteuerung vorhanden.
    Zur Überwachung und Korrektur der Fadenflugzeit finden an sich bekannte Meß- und Regeleinrichtungen Verwendung, mit denen die Ist-Fadenflugzeit erfaßt und im Rahmen eines Soll-Istwert-Vergleichs, falls erforderlich, eine Korrektur der Eintragsparameter Blasdruck und Blaszeit automatisch erfolgt.

    [0003] Aus der EP 0 415 875 B1 ist ein Verfahren zum Einstellen der Schußfadenausstreckung in einem Webfach und ein Verfahren zum Einstellen des Luftverbrauchs von Stafettendüsen in Luftdüsenwebmaschinen bekannt.
    Dabei ist es Aufgabe des bekannten Verfahrens, den Druckluftverbrauch der Stafettendüsen ohne dem Risiko von zusätzlichen Unterbrechungen des Webprozesses möglichst gering zu halten.
    Gelöst soll die Aufgabe dadurch werden, daß beim Weben ein Regelkriterium für das Ansteuern der Stafettendüsen geschaffen wird, durch welches immer nur so viel Druckluft abgerufen wird, wie unbedingt notwendig ist, indem beim Eintragen eines Schußfadens die Zeitdifferenz Δt1 zwischen dem Schußfaden-Ankunftssignal eines Schußwächters am Ende des Webfaches und dem Stoppschlag oder einem gleichwertigen Signal für das Auslaufen eines vorher abgemessenen Schußfadens, das mit einem vor dem Eintritt des Schußfadens in das Webfach positionierten Stoppwächters erfaßt wird, gemessen wird und als Kenngröße für die Ausstreckung des Schußfadens im Webfach und als Kenngröße für die Wirkung von Stafettendüsen in der Steuerung der Webmaschine verwendet wird.

    [0004] Nun ist allgemein bekannt, daß nicht nur der Blasdruck, sondern auch die Dauer der Stafettendüsen-Blaszeit ein wichtiger Parameter für den ordnungsgemäßen Schußfadeneintrag ist.
    Die Blaszeit der Stafettendüsen wird durch die Dauer der Ansteuerung des jeder Stafettendüse oder des jeder Gruppe von Stafettendüsen zugeordneten elektrisch ansteuerbaren Magnetventils (Steuerventil) bestimmt.
    Der Ausfall eines Magnetventils während des Webens ist nicht immer gleich zu erkennen. Als sekundärer Effekt kann sich die gemessene Eintragszeit des Schußfadens vergrößern.

    [0005] Allgemein bekannt ist ferner, daß alle elektro-magnetischen Systeme, so auch die Magnetventile, einen charakteristischen Kurvenverlauf des Steuerstromes I über die Zeit t aufweisen.
    Die besondere Charakteristik im Kurvenverlauf des Steuerstromes I über die Zeit t stellt sich im aufsteigenden Teil einer Kurve als kurzer Stromeinbruch dar.
    Dieser Stromeinbruch ergibt sich regelmäßig, wenn der Magnetkreis bei einem Elektromagnetsystem geschlossen wird. Das kann z.B. durch die mechanische Verlagerung des Ankers, wie er auch in Magnetventilen zum Steuern der Luftwege zu den Stafettendüsen verwendet wird, aus einer ersten Endlage in eine zweite Endlage, die der Arbeitsstellung entspricht, geschehen.

    [0006] In der vorstehend genannten EP 0 415 875 B1 wird die Zeitdifferenz Δt1, die beim Eintragen eines Schußfadens zwischen dem Ankunftssignal eines Schußwächters am Ende des Webfaches und dem Stoppschlag oder einem gleichwertigen Signal für das Auslaufen eines vorher abgemessenen Schußfadens, das vor dem Eintritt in das Webfach ermittelt wird, als Kenngröße für die Wirkung der Stafettendüsen in der Steuerung der Webmaschine verwendet.
    Die Ursachen, die z.B. einen Zeit-Differenzwert Δt1 hervorrufen, und deren Beseitigung werden in der vorbekannten europäischen Patentschrift nicht offenbart.

    [0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Funktionssicherheit, insbesondere des Schußeintragsystems und anderer mit Magnetventilen ausgerüsteter Hilfsaggregate einer Webmaschine, z.B. pneumatisch betriebene Einlegeeinrichtungen, weiter zu erhöhen.

    [0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Patentansprüche gelöst.
    Erfindungswesentlich ist danach, das charakteristische Merkmal, hier der Stromeinbruch, beim Ansteuern jedes der Magnetventile, wie dieser im Kurvenverlauf des Steuerstromes über die Zeit in einem Diagramm darstellbar und meßtechnisch erfaßbar ist, dafür zu verwenden, um festzustellen, ob ein Magnetventil mechanisch arbeitet oder nicht.
    Beim Ausbleiben des charakteristischen Merkmals kann ein Signal von der Webmaschinensteuerung ausgegeben und/oder der Webprozeß der Webmaschine unterbrochen werden.
    Mit der Erfassung des charakteristischen Signals kann aber auch nach der Ansteuerung der Magnetventile ein genau definierter Zeitpunkt für das Zustandekommen des Luftstromes zu den Stafettendüsen ermittelt werden. D.h., die Schaltzeiten der Magnetventile werden gemessen.
    Damit ist es möglich, ihre Toleranzen in der elektromechanischen Schaltzeit zu bestimmen, eventuelle nicht gewollte Änderungen, die z.B. durch Verschleiß oder durch Fertigungs- und andere Streuungen auftreten, zu erfassen und nachfolgend die Ansteuerung (Signalgabe) der Ventile so zu korrigieren, daß eine gewünschte optimale Luftzuteilung an die Stafettendüsen bewirkt werden kann.

    [0009] Mit der erfindungsgemäßen Lösung wird eine Früherkennung eines bevorstehenden Ventilausfalls möglich; es wird eine Optimierung der Luftzuteilung erreicht, was gleichzeitig eine Minimierung des Luftverbrauchs bedeutet. Ferner wird die Funktionssicherheit des Schußeintragsystems bei Aufrechterhaltung optimaler Schußeintragsparameter gewährleistet.

    [0010] Darüber hinaus gestattet die erfindungsgemäße Verwendung des charakteristischen Merkmals die Webmaschine diagnostisch zu betreiben, um im Vorfeld eines Webprozesses diesbezügliche Schwachstellen in der Webmaschinensteuerung zu erkennen.

    [0011] An Hand eines Ausführungsbeispiels soll auf die erfindungsgemäße Lösung näher eingegangen werden.

    [0012] In den Zeichnungen zeigen:
    Figur 1
    ein Diagramm mit dem Verlauf des Steuerstromes I eines Magnetventils über die Ansteuerzeit t,
    Figur 2
    ein Blockschaltbild, nach welchem Meßwerte und/oder der Steuerstromverlauf erfaßt und verglichen wird,
    Figur 3
    ein Zeitdiagramm mit Darstellung der auf den Zeit-Sollwert bezogenen variablen Zeiten.


    [0013] Im Diagramm gemäß Figur 1 ist auf der Ordinate der Steuerstrom I und auf der Abszisse die Zeit t des wirksamen Steuerstroms eines an eine Gleichstromquelle (VDC) angeschlossenen Magnetventils 1 aufgetragen.
    Der Steuerstromverlauf eines Magnetventils 1 ist bekannt.
    Demnach ist auch bekannt, daß sich im aufsteigenden Teil 2a der Kurve 2 ein kurzer Stromeinbruch bei Δt1 als charakteristisches Merkmal 3 einer solchen Kurve ergibt.
    Dieses charakteristische Merkmal stellt sich ein, wenn sich der Magnetkreis des Ventils 1 schließt.

    [0014] Bei Magnetventilen, die in Webmaschinen Anwendung finden und hier insbesondere in Luftdüsenwebmaschinen zur Steuerung der wirksamen Ansteuerdauer jeder Stafettendüse (nicht dargestellt) oder jeder Stafettendüsengruppe (nicht dargestellt) dienen, ist das Auftreten des charakteristischen Merkmals, dessen zeitliche Abweichung gegenüber dem vorangegangenen charakteristischen Merkmal eines angesteuerten Magnetventils oder das Ausbleiben des charakteristischen Merkmals ein Indikator für die Funktionstüchtigkeit der Magnetventile 1 und gleichzeitig ein Indikator für das fehlerhafte Arbeiten des Schußeintragsystems einer Luftdüsenwebmaschine.

    [0015] Das charakteristische Merkmal 3 bei Δt1 der Kurve 2 gemäß Figur 1 wird z.B. durch eine Spitzenwertdetektion überwacht. Das Detektionssignal wird an eine an sich bekannte Meßschaltung 4 weitergeleitet, siehe auch Figur 2.
    Das charakteristische Merkmal 3 bei Δt1 stellt sich beim Ansteuern (Einschalten) jedes Magnetventils 1 durch hier nicht näher dargestellte Mittel einer Webmaschinensteuerung dar.
    Bleibt das charakteristische Merkmal 3 während des Ansteuerns im Webprozeß aus oder wird über die Meßwertschaltung 4, Meßwertaufnehmer 5 und Referenzaufnehmer 6 durch den Vergleicher 9 eine Zeitverschiebung des Merkmals 3 festgestellt, die außerhalb eines Toleranzbereiches 7 gemäß Figur 3 liegt, erhält die Webmaschinensteuerung ein der Auswertung dienendes Signal, das entweder das Ausbleiben des charakteristischen Merkmals 3 anzeigt und/oder ein Unterbrechen des Webprozesses auslöst.

    [0016] In Figur 3 ist die Zeitdauer Δt1 dargestellt, die zwischen dem Abgeben des Steuersignals (Einschaltsignal) an das Magnetventil 1 und dem Auftreten des charakteristischen Merkmals 3 in der Kurve 2 gemäß Figur 1, hier mit Sollwert bezeichnet, verstreicht.
    Diese Zeit Δt1 und/oder der charakteristische Stromverlauf gemäß Figur 1 oder ein jedem Magnetventil 1 zugeordneter Referenzwert wird in einem Datenspeicher 8 als Sollwert abgelegt.
    Der Datenspeicher 8 wird von dem Meßwert- und Referenzwertaufnehmer 5,6 und einem Vergleicher 9 gebildet.

    [0017] Die im Webprozeß ermittelte Ist-Zeitdauer Δt1' und/oder der erfaßte charakteristische Ist-Stromverlauf wird als Meßwert erfaßt.
    Diese Meßwerte Δt1' werden mit den Werten Δt1 oder mit den Referenzwerten verglichen und/oder die charakteristischen Stromverläufe 2 werden miteinander in dem Vergleicher 9 gemäß Figur 2 verglichen.

    [0018] In Abhängigkeit einer aus den Zeiten Δt1 und Δt1' ermittelten Differenz und/oder eine sich jeweils aus zwei miteinander verglichenen Kurvenverläufen 2 ergebende Verschiebung (Zeitverschiebung) des charakteristischen Merkmals 3 wird der Zeitpunkt tEinschalten (Ansteuerzeitpunkt des betreffenden Magnetventils) unter Berücksichtigung der Zykluszeit des Schußeintrages korrigiert.
    Dabei ist wichtig, daß die Zeitdifferenz zwischen Δt1 und Δt1' und/oder die Zeitverschiebung des charakteristischen Merkmals 3 der verglichenen Stromverlaufskurven 2 einen vorgegebenen Toleranzbereich 7 des Sollwertes, siehe auch Figur 3, nicht überschreitet.
    Wird schließlich im Verlaufe der Betriebszeit eine Überschreitung des Toleranzbereiches 7 an einem Ventil 1 festgestellt, erfolgt ein diesbezügliches Signal, z.B. wird ein optisches Signal erzeugt oder der Webprozeß wird unterbunden.

    Zeichnungs-Legende



    [0019] 
    01
    Ventil
    02
    Kurve
    02a
    aufsteigender Teil
    03
    charakteristisches Merkmal
    04
    Meßschaltung
    05
    Meßwertaufnehmer
    06
    Referenzwertaufnehmer
    07
    Toleranzbereich
    08
    Datenspeicher
    09
    Vergleicher
    Δt1
    Soll-Zeitdauer
    Δt1'
    Ist-Zeitdauer



    Ansprüche

    1. Verfahren zum Überwachen der Funktionstüchtigkeit elektrisch ansteuerbarer Magnetventile, insbesondere solcher, die zur Steuerung der Luftmenge durch Stafettendüsen zum Eintragen eines Schußfadens in ein Webfach einer Luftdüsenwebmaschine dienen und jeder Stafettendüse oder mehreren zu einer Stafettendüsengruppe zusammengefaßten Stafettendüsen ein Magnetventil (1) zugeordnet ist, wobei der Verlauf (2) des Steuerstromes I über der Zeit t bei jedem Magnetventil (1) ein charakteristisches Merkmal (3) aufweist, das zumindest beim Ansteuern des Magnetventils (1) durch Mittel einer Webmaschinensteuerung in Verlauf und Größe, z.B. durch eine Spitzenwertdetektion, überwacht wird und wobei das Ausbleiben des Merkmals (3) oder eine erkannte Zeitverschiebung des charakteristischen Merkmals (3) signalisiert und/oder der Webprozeß unterbrochen wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zeit Δt1, die zwischen dem Abgeben des Steuersignals an das Magnetventil (1) und dem Auftreten des charakteristischen Merkmals (3) gemessen wird, als Zeit Δt1 und/oder der charakteristische Stromverlauf (2) in einem Datenspeicher (8) abgelegt wird und daraufhin die jeweilige gespeicherte Zeit Δt1 und/oder der charakteristische Steuerstromverlauf oder ein in einem Referenzwertaufnehmer (6) voreingegebener geeigneter Referenzwert von jedem der Magnetventile (1) mit einer im Webprozeß gemessenen Zeit Δt1' und/oder dem charakteristischen Steuerstrom (2) verglichen wird und schließlich in Abhängigkeit einer aus den Zeiten Δt1 und Δt1' ermittelten Differenz und/oder in Abhängigkeit von der Zykluszeit des Schußeintrags ein korrigierter Zeitpunkt tEinschalten zum Auslösen des Steuersignals an das betreffende Ventil abgegeben wird.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Funktionstüchtigkeit signalisiert und/oder der Webprozeß unterbunden wird, wenn die Zeitverschiebung des charakteristischen Merkmales (3) wenigstens eines der Magnetventile (1) außerhalb eines Toleranzbereiches (7) liegt.
     
    4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei jedem Magnetventil (1) im Webprozeß die Zeit Δt1' bis zum Auftreten des charakteristischen Merkmals (3) gemessen wird und mit dem abgelegten Referenzwert verglichen wird und bei einer Abweichung, die größer als die Herstellungstoleranz oder ein anderer vorgegebener Wert ist, ein bevorstehender Ausfall eines Ventils (1) im Sinne einer Früherkennung oder eines Totalausfalls signalisiert wird.
     
    5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß unter Berücksichtigung der gemessenen Zeiten Δt1' und des Zeitverlaufs für den Druckaufbau der Luft der Druckluftverbrauch der Maschine optimiert wird.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß aus einer Losgröße eine Selektion für den Einbau in eine einzelne Maschine getroffen wird.
     


    Claims

    1. A process for control of the operational efficiency of electrically activatable magnetic valves, in particular of those that are used for controlling the amount of air through relay jets for insertion of a weft thread into a shed of an air-jet loom and in which process a magnetic valve (1) is associated with each relay jet or several relay jets combined to form a group of relay jets, wherein the course (2) of the control current / over time t for each magnetic valve (1) has a characteristic feature (3), the course and magnitude of which at least during activation of the magnetic valve (1) is monitored by means contained in a loom control system, for example, by peak value detection, and wherein the absence of the feature (3) or a recognised time displacement of the characteristic feature (3) is signalled and/or the weaving process is interrupted.
     
    2. A process according to claim 1, characterised in that a time Δt1, which is measured between the release of the control signal to the magnetic valve (1) and the appearance of the characteristic feature (3), is saved as time Δt1 and/or the characteristic current course (2) is saved in a data memory (8) and then the relevant stored time Δt1, and/or the characteristic control current course (2), or a suitable reference value previously entered in a reference value sensor (6), of each of the magnetic valves (1) is compared with a time Δt1, measured in the weaving process and/or with the characteristic control current (2), and finally, in dependence on a difference determined from the times Δt1 and Δt1' and/or in dependence on the cycle time of the weft insertion, a corrected time tON is released to initiate the control signal to the relevant valve.
     
    3. A process according to claim 1, characterised in that the operational efficiency is signalled and/or the weaving process is stopped when the time displacement of the characteristic feature (3) of at least one of the magnetic valves (1) lies outside the tolerance range (7).
     
    4. A process according to claim 2, characterised in that, during the weaving process, for each magnetic valve (1) the time Δt1' to the appearance of the characteristic feature (3) is measured and is compared with the saved reference value and in the event of a variation that is greater than the manufacturing tolerance or another pre-set value, imminent failure of a valve (1) is signalled as an early recognition or a total failure.
     
    5. A process according to claim 2, characterised in that the compressed air consumption of the loom is optimised taking into account the measured times Δt1' and the time characteristic for pressure build-up of the air.
     
    6. A process according claim 2, characterised in that a selection for incorporation into an individual loom is made from a batch size.
     


    Revendications

    1. Procédé de surveillance de la capacité de fonctionnement d'électro-vannes, à commande électrique, en particulier de celles qui servent à commander le débit d'air passant par des buses relais pour introduire un fil de trame dans une foule d'un métier à tisser à buses pneumatiques et dans lequel à chaque buse relais ou à plusieurs buses relais regroupées en un groupe de buses relais correspond une électro-vanne (1), dans lequel l'allure (2) de l'intensité de commande I en fonction du temps t présente pour chaque électro-vanne (1) une zone caractéristique (3) qui, au moins lors de l'activation de l'électro-vanne (1), est surveillée, en allure et en valeur, par des moyens d'un circuit de commande du métier à tisser, par exemple par une détection de valeur de pic, et dans lequel l'absence de la zone caractéristique (3) ou un décalage, dans le temps, reconnu, de la zone caractéristique (3) est signalé et/ou le processus de tissage est interrompu.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'on mesure, sous le nom de temps Δt1, le temps qui s'écoule entre l'émission du signal d'activation envoyé à l'électro-vannne (1) et l'apparition de la zone caractéristique (3) et/ou que l'on écrit l'allure caractéristique (2) de l'intensité dans une mémoire de données (8) et/ou que l'on compare l'allure caractéristique de l'intensité d'activation ou une valeurs de référence appropriée préalablement entrée dans un récepteur de valeurs de référence (6), en provenance de chacune des électro-vannes (1) avec un temps Δt1', mesuré au cours du processus de tissage, et/ou avec l'intensité d'activation caractéristique (2) et enfin, en fonction d'une différence déterminée à partir des temps Δt1 et Δt1', et/ou en fonction du temps de cycle de l'introduction du fil de trame, on émet un instant corrigé tactivation pour déclencher le signal d'activation à l'électrovanne en question.
     
    3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la capacité de fonctionnement est signalée et/ou le processus de tissage s'interrompt si le décalage temporel de la zone caractéristique (3) d'au moins de l'électro-vanne (1) se situe à l'extérieur d'une plage de tolérance (7).
     
    4. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par le fait que pour chaque électrovanne (1) du processus de tissage on mesure le temps Δt1' qui s'écoule jusqu'à l'apparition de la zone caractéristique (3) et que l'on compare avec la valeur de référence mémorisée et qu'en présence d'un écart supérieur à la tolérance de fabrication ou à une autre valeur prescrite, c'est une défaillance imminente d'une électro-vanne (1) au sens d'une connaissance précoce d'une situation ou au sens d'une défaillance totale qui est signalée.
     
    5. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par le fait qu'on optimise la consommation d'air comprimé du métier à tisser en tenant compte des temps mesurés Δt1' et de l'allure en fonction du temps pour la montée en pression de l'air.
     
    6. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par le fait qu'à partir d'une série de valeurs on obtient une sélection pour incorporation dans un métier individuel.
     




    Zeichnung