[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiete der Druckereitechnik und der Weiterverarbeitung
von bedruckten Erzeugnissen zu Druckprodukten. Sie betrifft ein Verfahren nach dem
Oberbegriff des ersten, unabhängigen Patentanspruches zur Herstellung von Zeitungen
und Zeitschriften
[0002] Gemäss dem Stande der Technik werden Druckprodukte, insbesondere Druckprodukte mit
grossen Auflagen, hergestellt, indem in einem ersten Verfahrensschritt mindestens
eine beispielsweise platten- oder zylinderförmige Druckform erstellt wird, indem in
einem zweiten Schritt Papier in Form von Bogen oder einer quasi endlosen Papierbahn
mit der Druckform bedruckt wird und indem in einem dritten Schritt in verschiedenen
Weiterverarbeitungsschritten wie beispielsweise Falten, Schneiden, Zusammentragen,
Heften, Binden und/oder Leimen fertige, mehrseitige Druckprodukte (gegebenenfalls
auch einseitige Druckprodukte), beispielsweise Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren,
Bücher etc. hergestellt werden. Für die Verteilung der fertigen Druckprodukte werden
diese zusätzlich meist auch noch einzeln oder in Gruppen gleicher oder verschiedener
Produkte verpackt und mit Adressen, Lieferscheinen und ähnlichem versehen.
[0003] Beim Drucken mit Druckformen wird diese meist in aufeinanderfolgenden Druckvorgängen
immer wieder auf das Papier gebracht oder auf dem Papier abgerollt, wobei durch die
Grösse der Druckform die Grösse des sich durch den Druckvorgang immer wiederholenden
Druckmusters gegeben ist. Für eine zylinderförmige Druckform, die auf einer quasi
endlosen Papierbahn abrollt, ist das Druckmuster, das sich auf der Papierbahn wiederholt
maximal so breit wie die Breite der Druckform oder der Papierbahn und so lang wie
der Umfang der Druckform. Im Buchdruck werden üblicherweise Druckformen benutzt, die
acht Buchseiten entsprechen, derart, dass ein beidseitig mit je einer Druckform bedruckter
Bogen sechzehn Buchseiten (acht Blätter) entspricht.
[0004] Da für das Drucken eines weiteren Druckmusters nicht nur eine weitere Druckform hergestellt
werden muss sondern die Druckformen auf der Druckmaschine auch ausgewechselt werden
müssen, ist das Druckverfahren mit Druckformen um so effizienter, je höher die Anzahl
der mit der gleichen Druckform zu druckenden Exemplare ist, und es ist am effizientesten,
wenn alle diese Exemplare unmittelbar nacheinander gedruckt werden.
[0005] Soll nun nach einem Druckverfahren mit Druckformen in sehr hoher Auflage ein Druckprodukt
hergestellt werden, dessen Umfang derart ist, dass es nur mit einer Mehrzahl verschiedener
Druckformen gedruckt werden kann, bedingt dies, dass entweder eine der Mehrzahl der
notwendigen Druckformen entsprechende Anzahl von Druckvorrichtungen parallel eingesetzt
und deren Ausstoss parallel weiterverarbeitet wird, oder aber es bedingt, dass nacheinander
mit je einer Druckform gedruckt, der Ausstoss bis im wesentlichen zum Abschluss der
Druckvorgänge zwischengelagert und dann erst aus den verschiedenen, gedruckten Erzeugnissen
die fertigen Druckprodukte hergestellt werden. Offensichtlich ist die erstere Methode
kapitalintensiv, die letztere zeitintensiv. Natürlich sind auch Zwischenformen der
beiden oben beschriebenen Methoden im Einsatz.
[0006] In der jüngeren Vergangenheit wurden nun, insbesondere auf dem Gebiete der Zeitungen
und Zeitschriften, immer mehr Wünsche laut, die die effektive Auflage, das heisst
die Anzahl herzustellender, absolut identischer Druckprodukte immer kleiner werden
lassen. Diese Wünsche reichen von Regions- oder Interessen-abhängigen bis zu völlig
individualisierten Ausgaben und von Exemplaren bestehend aus einer Auswahl von verschiedenen
Teilen (beispielsweise gleicher Inhalt mit verschiedenen Titelseiten oder mit verschiedenen
Beilagen) bis zu Exemplaren mit verschieden gestalteten Inhalten (beispielsweise individuelle
Artikelauswahl oder individuell abgefasste Werbeteile). Derartige Wünsche lassen sich
mit den oben beschriebenen Methoden zwar beschränkt erfüllen, wobei aber offensichtlich
eine nicht zu unterschätzende Effizienzverringerung in Kauf genommen werden muss.
[0007] Um bei einem noch vertretbaren Effizienzverlust mit den oben beschriebenen Methoden
die gewünschten kleineren Auflagen und die vermehrte Exemplar-Individualisierung realisieren
zu können, ist momentan eine Entwicklung im Gange, mit der versucht wird, die Weiterverarbeitung
der Druckerzeugnisse entsprechend zu organisieren und insbesondere die Weiterverarbeitungsvorrichtungen
entsprechend auszugestalten, zu steuern und zu verkoppeln, wodurch die Flexibilität
erhöht und in einem höheren Grad individualisierte Produkte herstellbar werden, ohne
dass das Druckverfahren an sich verändert wird. Diese Entwicklung führt zu Systemen,
wie sie beispielsweise in der Publikation EP-0511159 oder US-5280895 und der Schweizer
Anmeldung Nr. 02527/94-8 derselben Anmelderin beschrieben sind.
[0008] Beispielsweise können Zeitungen oder Zeitschriften, die an sich als uniforme Auflage
gedruckt worden sind, durch die folgenden Weiterverarbeitungsschritte versandfertig
gemacht werden: Einbringen von je nach Adressat zusammengestellten Beilagen, welche
Beilagen mindestens zum Teil auch durch einen eigens dafür vorgesehenen Drucker adressatenspezifisch
bedruckt sein können (z.B. mit individueller Absenderadresse versehene Antwortkarten),
zusätzliche individuelle Bedruckung auf Innen- oder Aussenseiten (z.B. individuelle
Adressierung), Verpackung je nach Adressen einzeln oder in Sammelpaketen, für welche
Sammelpakete mit einem weiteren Drucker beispielsweise Adressblätter und Lieferscheine
hergestellt werden. Individualisierte Zeitschriften können auch in postroutengerechter
Sequenz zusammengestellt und zu Sammelpaketen verpackt werden. Der softwaremässige
und der steuertechnische Aufwand für derartige Verfahren ist aber offensichtlich beträchtlich.
[0009] Es ist auch bereits abzusehen, dass derartige Systeme in bezug auf den erreichbaren
Grad an Flexibilität und Exemplar-Individualisierung an Grenzen stossen werden, an
denen die weiter oben beschriebenen Wünsche nicht halt machen werden.
[0010] Es ist auch bekannt, dass mit digitalen Druckmethoden die Individualisierung der
zu druckenden Produkte fast unbegrenzt ist, ohne dass dabei die Effizienz des Druckverfahrens
eingeschränkt würde. Es besteht also hier ein Potential, das ausnutzbar ist, wenn
geeignete Verfahren zur Weiterverarbeitung der gedruckten Erzeugnisse gefunden werden
können, deren Effizienz genügend ist und insbesondere bei steigender Flexibilität
im wesentlichen konstant bleibt. Ein derartiges Verfahren wird beispielsweise in der
Publikation US-4900001 beschrieben, in dem mit einem digitalen Druckverfahren Seiten
nebeneinander oder untereinander auf eine Papierbahn gedruckt werden, die Papierbahn
als Faltstapel abgelegt wird und zur Herstellung eines buchförmigen Produktes eine
Seitenfläche (Kanten- oder Falzfläche) des Faltstapels verleimt und die andern Flächen
entsprechend beschnitten werden.
[0011] Die Erfindung macht es sich aus diesem Grunde zur Aufgabe, ein Verfahren zur Herstellung
ein vorgegebenen Sequenz von Exemplaren von Zeitungen und Zeitschriften, aufzuzeigen,
welches Verfahren in bezug auf Flexibilität und Möglichkeiten der Exemplar-Individualisierung
weit über die absehbaren Grenzen der bekannten Systeme anwendbar ist, mit dem also
im wesentlichen ohne Einbusse an Effizienz eine beinahe beliebige, vorgebbare Sequenz
von beinahe beliebig verschiedenen und individualisierten Zeitungs- und Zeitschriftenexemplaren
mit beliebigen Seitenzahlen herstellbar ist.
[0012] Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren, wie es in den Patentansprüchen definiert
ist.
[0013] Die Grundidee des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, die durch das digitale
Drucken möglich gewordene Flexibilität konsequent auszunutzen. Da bei den digitalen
Druckverfahren "Druckformen" eigentlich dauernd neu erstellt werden, ist die Flexibilität
derartiger Verfahren um Grössenordnungen höher als die Flexibilität von Druckverfahren,
die wirkliche Druckformen benutzen. Im erfindungsgemässen Verfahren wird das Material,
auf das gedruckt wird, und die Weiterverarbeitung des bedruckten Materials zu fertigen
Druckprodukten konsequent auf diese hohe Flexibilität abgestimmt.
[0014] Der Begriff "digitales Drucken" steht für alle Druckverfahren, bei denen keine stabilen
Druckformen auf das Papier gedrückt werden, sondern bei denen ein "schreibendes Mittel"
digital derart angesteuert wird, dass es, sich fortlaufend entsprechend verändernd,
die vorgegebenen Muster aufs Papier schreibt. Die bekanntesten dieser Verfahren sind
das bereits überholte Nadeldruckverfahren, das Laser- und Tintenstrahlverfahren und
verschiedene thermische Verfahren.
[0015] Das erfindungsgemässe Verfahren, mit dem eine beliebige Sequenz von Druckprodukten
herstellbar ist, läuft prinzipiell folgendermassen ab: Mit einer digitalen Druckmethode
werden die Druckseiten eines Druckproduktes der zu erstellenden Sequenz von Druckprodukten
in Form von je mindestens einer Reihe von nebeneinanderliegenden Druckseiten auf die
Vorder- und Rückseite einer quasi endlosen Papierbahn gedruckt. Das Nebeneinander
der Druckseiten heisst für normale Textseiten, dass die Schriftzeilen im wesentlichen
parallel zur Länge der Papierbahn verlaufen. Für das Bedrucken wird die Papierbahn
im wesentlichen kontinuierlich durch eine entsprechende Druckvorrichtung geführt.
Darauffolgend werden die Druckseiten des in der Sequenz nachfolgenden Druckproduktes,
wiederum in Form von beidseitig je mindestens einer Reihe von nebeneinanderliegenden
Druckseiten auf die Papierbahn gedruckt. Die Papierbahn wird vor oder nach dem Bedrucken
zwischen den Seiten der zu druckenden oder bereits gedruckten Reihen von Druckseiten
abwechslungsweise in der einen und in der anderen Richtung quer zu ihrer Längsrichtung
zu einem Faltstapel gefaltet. Zwischen den Druckseitengruppen, die je ein Druckprodukt
der zu erstellenden Sequenz darstellen, wird die Papierbahn quer zu ihrer Längsrichtung
zertrennt oder mindestens in einen einfach zu trennenden Zustand gebracht (z.B. Perforation
oder teilweise Zertrennung). Auf diese Weise entsteht eine Sequenz von Leporello-(Faltstapel-)förmigen
Druckprodukten, deren jeweils erste und letzte Seiten gegebenenfalls noch miteinander
verbunden, aber einfach trennbar sind. Derartige Druckprodukte können direkt in der
Leporello-Form an den Leser verteilt werden oder aber sie können, wie noch zu zeigen
sein wird, in einfachster Weise zu verschiedensten, an sich bekannten Formen von Druckprodukten
weiterverarbeitet werden.
[0016] Da in den digitalen Druckverfahren die "Druckform" dauernd neu erstellt wird, ist
es nicht relevant, ob nacheinander gedruckte Seiten oder Seitengruppen gleich sind
oder nicht, und es ist ebenfalls irrelevant, ob gleiche Seiten oder Seitengruppen
immer wieder, aber nicht unmittelbar nacheinander gedruckt werden. Das bedeutet, dass
nicht nur jeder Grad von Individualisierung möglich ist, sondern dass auch für Druckprodukte,
die sehr viele Seiten umfassen, die Seiten eines Produktes nacheinander und in einer
für die Weiterverarbeitung günstigen Reihenfolge gedruckt werden, derart, dass die
Weiterverarbeitung on-line an das Drucken anschliessen kann.
[0017] Neben den effektiven Inhaltsseiten der Druckprodukte können im erfindungsgemässen
Verfahren integriert, das heisst an weiterverarbeitungstechnisch richtigen Stellen
in die zu erstellende Sequenz von Druckprodukten eingeschoben auch Adressseiten (Exemplar-spezifische
Information), Paketadressen und Lieferscheine (Stapel-spezifische Information) oder
andere bedruckte oder unbedruckte Zusatzblätter eingefügt werden, sodass sekundäre
Druckvorrichtungen, wie sie gemäss dem Stande der Technik für derartige Zusätze üblich
sind, entfallen.
[0018] Wird beispielsweise von einer Papierbahn in Form eines gefalteten und perforierten
"Endlos"-Papiers ausgegangen, ist für die Herstellung einer Sequenz von Leporello-förmigen
Druckprodukten neben dem Druckvorgang nur noch ein Abtrennen je zwischen der zuletzt
gedruckten Seite eines Produktes und der zuerst gedruckten Seite des Folgeproduktes
notwendig, welches Abtrennen, da es derart einfach ist, aber auch dem Endverbraucher
überlassen werden kann. Bei einem derartigen Verfahren ist aber die Seitengrösse aller
erstellbaren Druckprodukte durch das Ausgangsmaterial vorgegeben.
[0019] Eine Zeitung, Zeitschrift oder Broschüre in Leporello-Form mit quer zu den gedruckten
Zeilen ausgerichteten Faltkanten (nebeneinanderliegenden Druckseiten), die in geschlossenem
Zustand beispielsweise zirka ein aufrechtes A4-Format aufweist, stellt ein bequem
handhabbares Leseprodukt dar und eignet sich für die Reproduktion eigentlich aller
verschiedenartiger Inhalte, wie sie in Zeitungen und Zeitschriften üblich sind.
[0020] Das äusserst einfache Herstellungsverfahren derartiger Leporello-förmiger Produkte
eignet sich sehr gut für eine dezentralisierte Produktion, bei der die digitalen Druckdaten
von verschiedensten Quellen an die verschiedensten Produktionsorte auf Abruf beispielsweise
über das Telephonnetz geliefert werden können. Diese mögliche Dezentralisierung stellt
einen weiteren Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens dar.
[0021] Anhand der folgenden Figuren sollen das erfindungsgemässe Verfahren und nach diesem
Verfahren hergestellte Druckprodukte im Detail beschrieben werden. Dabei zeigen:
- Figuren 1 und 2
- Verfahrensschemata für zwei Varianten des erfindungsgemässen Verfahrens;
- Figur 3
- ein einfaches Leporello-förmiges Druckprodukt mit fünf Blättern (zehn Druckseiten);
- Figur 4
- ein nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestelltes Druckprodukt mit Verpackungsblättern;
- Figuren 5 bis 7
- verschiedene Organisationsschemata für die Herstellung und Verteilung von nach dem
erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Druckprodukten.
[0022] Figur 1 zeigt als Schema die einfachste Variante des erfindungsgemässen Verfahrens zur Herstellung
einer Sequenz von Druckprodukten. Das Ausgangsmaterial ist eine quasi endlose, abwechslungsweise
in der einen und der anderen Richtung quer zu ihrer Länge gefaltete Papierbahn P in
Form eines Faltstapels 1. An den Faltkanten kann die Papierbahn P zusätzlich perforiert
sein. Die Papierbahn P wird in Richtung der Pfeile, die die Bewegungsrichtung des
Papiers beim Bedrucken angeben, im wesentlichen kontinuierlich zum beidseitigen Bedrucken
in eine Druckvorrichtung 2 geführt und zum Trennen der Papierbahn zwischen einzelnen
Druckprodukten in eine Abtrennvorrichtung 3. Die Druckvorrichtung 2 und die Abtrennvorrichtung
3 sind, wie mit gestrichelten Linien dargestellt, durch Daten- bzw. Steuerleitungen
mit einem Druckdaten und Steuerdaten erzeugenden Rechner 4 verbunden. Dieser Rechner
4 liefert der Druckvorrichtung 2 die Druckdaten für die zu drukkenden Reihen von Druckseiten
und der Abtrennvorrichtung 3 Steuerdaten zur Zertrennung der Papierbahn P zwischen
einzelnen Druckprodukten.
[0023] Die im beschriebenen Verfahren anfallenden Druckprodukte stellen eine vorgebbare
Sequenz von Leporellos 5 mit beliebigem Inhalt und beliebigen Seitenzahlen in Form
eines Faltstapels dar. Das Seitenformat ist durch das Ausgangsmaterial im wesentlichen
vorgegeben. Ein derartiger Faltstapel hat den Vorteil, dass er wegen seiner einander
gegenüberliegenden Faltkanten, an denen je immer nur eine Papierlage gefaltet ist,
äusserst stabil ist und deshalb ohne weitere Massnahmen verpackt werden kann. Die
Leporello-förmigen Produkte können auch unmittelbar an den Druck- und Abtrennvorgang
beispielsweise U- oder S-förmig gebogen und in dieser Form einzeln verpackt werden.
[0024] Die Druckvorrichtung 2 weist im wesentlichen mindestens zwei vom Prinzip her bekannte,
digitale Drucker auf, die die durchlaufende Papierbahn P je auf einer Seite mit je
mindestens einer Reihe von nebeneinanderliegenden Druckseiten bedrucken. Dabei sind
die Drucker je auf einer Seite der Papierbahn und in Richtung der Papierbewegung vorteilhafterweise
nacheinander angeordnet, sodass sie eine bestimmte Papierstelle kurz nacheinander
bedrucken.
[0025] Die Drucker arbeiten beispielsweise nach einem der bekannten digitalen Druckverfahren,
wie Tintenstrahlverfahren, Laserdruckverfahren oder einem thermischen Verfahren. Gemäss
dem Stande der Technik ist es bereits möglich, mit einem derartigen Verfahren bis
zu fünf Meter Papierbahn P pro Sekunde zu bedrucken, das heisst mit anderen Worten,
es ist nach dem erfindungsgemässen Verfahren in einer Sekunde ein fast fünfzigseitiger
A4-Leporello druckbar, eine Leistung, die bestimmt in der kommenden Zeit noch gesteigert
werden kann. Es sind auch digitale Verfahren für Mehrfarbendruck bekannt, die selbstverständlich
ebenfalls im erfindungsgemässen Verfahren anwendbar sind.
[0026] Auch der Druck- und Steuerdaten erzeugende Rechner 4 entspricht im wesentlichen dem
Stande der Technik und braucht aus diesem Grunde an dieser Stelle nicht detailliert
beschrieben zu werden. Schon heute ist die Vorstufe des Druckens, das heisst die Redaktion
der Inhalte, die graphische Gestaltung und das Layouten vielerorts voll digitalisiert,
wobei die digitalen Daten dann aber zur Herstellung von Druckformen weiterverwendet
werden, während sie beim erfindungsgemässen Verfahren zur Steuerung der Drucker verwendet
werden sollen.
[0027] Der Druckdaten und Steuerdaten erzeugende Rechner 4 nimmt im wesentlichen die folgenden
Funktionen wahr, die auch in veränderter Reihenfolge ausgeführt werden können: Text-
und Bildverarbeitung zur Erzeugung von digitalen Text- und Bilddaten; Layouten und
Seitenumbrechen zur Erzeugung von digitalen, Druckprodukte-spezifischen Daten, wobei
die Seiten in Lesereihenfolge aufeinanderfolgen; Umordnen der Druckprodukte-spezifischen
Daten zur Erzeugung von Seitenreihen für Leporello-förmige Druckprodukte oder Vorprodukte;
Erzeugen der digitalen Daten für eine zu druckende Sequenz von Leporello-förmigen
Druckprodukten mit Mischen der Druckprodukte-spezifischen Daten für die zu druckenden
Druckprodukte mit Exemplar-spezifischen (z.B. Adressaten-spezifischen) Daten; Einfügen
von Daten für Zusatzblätter; Erzeugen der Druckerdaten (z.B. als Postscript-file oder
Pixel-file) für die Seitenreihen; Erzeugung der Steuerdaten für Abtrennbefehle und
gegebenenfalls für Faltbefehle für Seiten verschiedenen Formates.
[0028] Es ist ebenfalls denkbar, dass die Individualisierung früher als oben beschrieben
in den Datenerzeugungsprozess eingreift. Beispielsweise könnten in den Schritten der
Text- und Bildverarbeitung und des Layoutens und Seitenumbrechens Daten für einzelne
Beiträge (Druckprodukteteil-spezifische Daten) anstelle von Daten für ganze Druckprodukte
(Druckprodukte-spezifische Daten) erstellt werden. Diese könnten dann auf Abruf individuell
zusammengestellt, das heisst in Daten für Seitenreihen für ein individuelles Leporello-förmiges
Druckprodukt verarbeitet werden.
[0029] Der Druckdaten und Steuerdaten erzeugende Rechner 4 kann aus verschiedensten Einheiten
bestehen, die örtlich auch getrennt voneinander angeordnet sein können. Dabei werden
beispielsweise in einem Teil der Einheiten Druckprodukte-spezifische oder Druckprodukteteil-spezifische
Daten für verschiedene Druckprodukte (Zeitungen, Zeitschriften) oder Druckprodukteteile
(Beiträge, Artikel, Werbungseinheiten), in anderen Exemplar-spezifische Daten für
individuelle Zusatzblätter und Inhaltsteile (z.B. Adressen), in noch anderen Paket-
oder Stapel-spezifische Daten für Zusatzblätter wie Paketadressen, Lieferscheine und
Ähnliches erzeugt. Weitere Einheiten sind dann auch vorgesehen, für die Speicherung
der Druckdaten aus verschiedenen Quellen und für deren Mischen und Zusammenstellen
zu Druckschlangen, wenn sie für das Drucken einer bestimmten Produktesequenz abgerufen
werden.
[0030] Für die Funktion der Datenleitungen, die insbesondere bei dezentralisierten Verfahren
(siehe auch Figuren 5 bis 7) gegebenenfalls lang und vernetzt sein können, kann auch
das Telephonnetz eingesetzt werden.
[0031] Figur 2 zeigt eine weitere Variante des erfindungsgemässen Verfahrens. Im Unterschied zur
Variante gemäss Figur 1 wird die Papierbahn P nicht von einem Faltstapel 1, sondern
von einer Rolle 6 bezogen, das heisst, die Papierbahn P ist beim Bedrucken noch nicht
gefaltet. Die Papierbahn P wird erst nach dem Bedrucken in einer Falt- und Abtrennstation
7 zwischen je zwei Druckseiten gefaltet und gegebenenfalls perforiert und gegebenenfalls
zwischen je zwei Druckprodukten zertrennt. Mit dieser Verfahrensvariante ist es möglich,
die Formate der erstellten Leporello-förmigen Produkte 8 zu varieren, mindestens in
Richtung der Papierbahnlänge. Es ist aber ebenfalls möglich, in einem zu erstellenden
Produkt Seiten verschiedener Breite vorzusehen. So kann es zum Beispiel vorteilhaft
sein, an Produkten, die nicht vollständig voneinander getrennt werden sollen, breitere
erste und letzte Seiten vorzusehen, die dann leicht identifiziert und voneinander
getrennt werden können. Breitere Seiten können in einem Produkt auch als Indexseiten
vorgesehen und entsprechend bedruckt werden.
[0032] Als Verfahrensvariante ist es auch denkbar, die Papierbahn P der Figur 2 nach dem
Bedrucken wiederum aufzurollen, in gerollter Form zu transportieren und/oder zwischenzulagern
und nach erneutem Abrollen zu einem Faltstapel zu falten und in einzelne Produkte
zu zertrennen.
[0033] Eine Vorrichtung zum Falten einer Papierbahn zu einem Faltstapel ist beispielsweise
in der Publikation DE-3108551 beschrieben. Diese Vorrichtung ist als Teil der Falt-
und Abtrennstation zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens anwendbar, wenn
das Seitenformat konstant sein soll. Das in der gleichen Publikation beschriebene
Verfahren bedient sich eines Faltstapels als Zwischenprodukt bei der Herstellung einer
Auflage identischer Druckprodukte mit einer gleichbleibenden Seitenzahl, ist also
mit dem erfindungsgemässen Verfahren nicht vergleichbar.
[0034] Figur 3 zeigt ein beispielhaftes Leporello-förmiges Druckprodukt, das fünf über gefaltete
und gegebenenfalls perforierte Kanten miteinander verbundene Blätter, also zehn Druckseiten
aufweist. Wie aus der Figur ersichtlich ist, sind für die beiden Seiten die folgenden
zwei Reihen von Druckseiten zu drucken: Vorderseite: S.1(Titelseite)-S.10-S.9-S.8-S.7
und Rückseite: S.2-S.3-S.4-S.5-S.6. Ein derartiges Produkt kann vom Leser in sehr
bequemer Weise geöffnet und gelesen werden, indem zuerst das Titelblatt mit der Titelseite
S.1 und dann immer je ein Doppelblatt umgewendet werden und indem dies nach dem Lesen
der einen Leporelloseite auf der anderen Seite fortgesetzt wird. Dabei kann die gedruckte
Information mindestens zwischen Seiten, die bei geöffnetem Produkt nebeneinander liegen,
ohne weiteres unterbruchslos von der einen Seite in die andere laufen, da der Leporello
wirklich vollständig geöffnet werden kann.
[0035] Figur 4 zeigt ein weiteres Druckprodukt, das mit dem erfindungsgemässen Verfahren einfach
herstellbar ist. Es handelt sich dabei um ein Leporello-förmiges Produkt, das beispielsweise
sieben Blätter mit vierzehn Druckseiten (S.1 bis S.14) Inhalt aufweist und an dessen
erstem oder letztem Blatt drei weitere Blätter, die als Verpackungsblätter (V.1 bis
V.3) ebenfalls in Faltstapelart gefaltet sein können oder auch nicht, anschliessen.
Das Verpackungsblatt V.2 trägt zum Beispiel die individuelle (Exemplar-spezifische)
Adresse A für den Leporello. Die drei Verpackungsblätter V.1 bis V.2 werden in der
rechts in der Figur 4 dargestellten Weise um den eigentlichen Leporello geschlungen
und mit sich selbst verklebt oder anders verbunden (Klebestelle 30).
[0036] In derselben Art können für einzelne Leporello-förmige Druckprodukte oder für Stapel
von nacheinander erzeugten, Leporello-förmigen Druckprodukten auch Lieferscheine,
Blätter mit Paketadressen und ähnliche Zusatzblätter mit oder ohne aufgedruckte Exemplar-
oder Stapel-spezifische Information, die nicht eigentlich zum Inhalt des Druckproduktes
oder der Druckprodukte des Stapels gehört, im gleichen Druckverfahren hergestellt
werden, wobei diese dann wenigstens in einem anfänglichen Zustand mit einem der äussersten
Blätter eines der Produkte über eine gegebenenfalls perforierte Faltkante verbunden
sind.
[0037] Figuren 5 bis 7 zeigen noch sehr schematisch verschieden dezentralisierte Organisationen, mit denen
nach dem erfindungsgemässen Verfahren Druckprodukte in vorgebbarer Sequenz herstellbar
und verteilbar sind.
[0038] Figur 5 zeigt drei Verlage 40, in denen Druckprodukte in Leporello-Form oder einzelne Beiträge
zu derartigen Druckprodukten in rein digitaler Form (gegebenenfalls mit Drucken einzelner
Versuchsdrucke) hergestellt werden.
[0039] Von den Verlagen 40 werden die Druckprodukte oder Teile davon in digitaler Form auf
Abruf an einen Grossisten 41 geliefert, der die Druckdaten der Druckprodukte oder
der Druckprodukteteile in einer von ihm bestimmten Sequenz abruft, gegebenenfalls
mit eigenen Daten (Exemplar- oder Stapelspezifisch) mischt und zu Druckerdaten verarbeitet,
mit denen er seine eigene Druckvorrichtung steuert. Die Verlage 40 können selbstverständlich
verschiedenste Grossisten 41 mit digitalen Daten beliefern. Der Grossist 41 liefert
die Druckprodukte in Leporello-Form oder in einer aus einem Leporello-förmigen Vorprodukt
hergestellten Form an Verkaufsstellen 42 und nimmt auf den gleichen Wegen nicht verkaufte
Produkte zurück. Die Leser 43 kaufen die Produkte an den Verkaufsstellen 42 und tragen
sie beispielsweise heim, um sie dort zu lesen.
[0040] Figur 6 zeigt eine weitere, dezentralisierte Organisation zur Herstellung und Verteilung
von Druckprodukten. Diese oder Teile davon werden wiederum in digitaler Form von Verlagen
40 hergestellt, dann aber direkt an Verkaufsstellen 42.1, die mit Druckvorrichtungen
ausgerüstet sind, geliefert. Da die Verkaufsstellen 42.1 nicht vorab bestellen müssen,
sondern gemäss Nachfrage anfordern und ausdrucken können, müssen keine nicht verkauften
Produkte an einen Grossisten zurücktransportiert werden. Die Verkaufsstellen 42.1
sind auch als unbemannte Automaten denkbar, an denen der Leser direkt das von ihm
gewünschte Produkt oder eine von ihm gewünschte Sequenz von Beiträgen anfordert und
direkt ausgedruckt bekommt. In dieser Organisation sind auch Leser 43.1 denkbar, die
selbst mit einer Druckvorrichtung ausgerüstet sind, und von ihrem Heim oder Büro aus
die gewünschten Produkte anfordern und selbst ausdrucken können.
[0041] Figur 7 zeigt noch eine weitere Organisation zur Herstellung und Verteilung von Druckprodukten.
Die Produkte werden wiederum in digitaler Form von einem Verlag 40 hergestellt und
in einem Fahrzeug 44, das Verkaufsstellen 42 beliefert, ausgedruckt, wobei die Druckdaten
und die Bestellungen der Verkaufsstellen 42 wenigstens teilweise über Funk an das
Fahrzeug 44 übermittelt werden.
[0042] Die in den Figuren 5 bis 7 dargestellten Organisationen zur Herstellung und Verteilung
von Druckprodukten, die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellt werden,
lassen sich beliebig kombinieren und weiter entwickeln. Ihr Vorteil gegenüber bekannten
Organisationen, die demselben Zwecke dienen, besteht darin, dass Transportwege verkürzt
und Transportgewichte vermindert werden, und darin, dass Produkte im wesentlichen
dauernd aktualisiert werden können und dass die Produktion einfacher und genauer auf
die Abnahme abgestimmt werden kann.
1. Verfahren zur Herstellung einer vorgegebenen Sequenz lesefertiger, bequem handhabbarer
und beliebig individualisierter Exemplare von Zeitungen und Zeitschriften, welche
Exemplare beliebig verschiedene Zahlen n von Druckseiten aufweisen, wobei mit einem
digitalen Druckverfahren die Druckseiten jedes Exemplars der Sequenz nebeneinander
auf beiden Seiten einer quasi endlosen Papierbahn gedruckt werden und die Papierbahn
zwischen den Seiten abwechslungsweise in entgegengesetzter Richtung gefaltet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Drucken für jedes herzustellende Exemplar Zeitungs- oder Zeitschriften-spezifische
Daten, die den Inhalt von Zeitungen und Zeitschriften oder von Teilen davon darstellen,
mit Exemplarspezifischen Daten gemischt und zu Daten für eine Gruppe von Druckseiten
1 bis n verarbeitet werden, welche Gruppe von Druckseiten aus einer Seitenfolge 2,
3, 4.....n/2+1 für die eine Seite der Papierbahn und einer Seitenfolge 1, n, n-1....n/2+2
für die andere Seite der Papierbahn besteht, dass die beiden Seitenfolgen auf die
beiden Seiten der Papierbahn gedruckt werden, dass die Papierbahn vor bzw. nach dem
Bedrucken zwischen den zu druckenden bzw. den gedruckten Seiten quer zu ihrer Längsrichtung
abwechslungsweise in der einen und in der anderen Richtung gefaltet wird, dass die
Papierbahn als Faltstapel ausgelegt wird und dass die Papierbahn zwischen den Seitengruppen
von je zwei aufeinanderfolgenden Exemplaren der Sequenz zertrennt oder in einen einfach
zertrennbaren Zustand gebracht wird, wodurch eine Sequenz von Leporello-förmigen Zeitungen
oder Zeitschriften entsteht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Papierbahn zwischen den Seitengruppen von je zwei aufeinanderfolgenden
Exemplaren perforiert wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Papierbahn (P) ab Papierrolle in eine Druckvorrichtung geführt wird, dass
Seiten unterschiedlicher Breite aufgedruckt werden und dass die Papierbahn in den
gedruckten Seiten entsprechenden sich voneinander unterscheidenden Abständen gefaltet
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Papierbahn eine Mehrzahl von Reihen von Druckseiten gedruckt wird und
dass die Papierbahn zwischen den Reihen von Druckseiten längs zertrennt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenfolgen mindestens eines Teils der Exemplare an ihrem Anfang oder an
ihrem Ende zusätzlich mindestens eine unbedruckte oder eine mit nur Exemplar-spezifischer
Information bedruckte Seite aufweisen.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die unbedruckten oder mit nur Exemplar-spezifischer Information bedruckten Seiten
als Verpackung um das Leporello-förmige Exemplar geschlungen werden.
7. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in Druckseitengruppen mindestens eine breitere Indexseite gedruckt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und letzten Seiten der Druckseitenfolgen der Exemplare breiter sind
als die anderen Seiten und dass die Exemplare bzw. deren breitere erste und letzte
Seiten über perforierte oder teilweise zertrennte Faltkanten miteinander verbunden
sind.
9. Sequenz von beliebig individualisierten Exemplaren von Zeitungen oder Zeitschriften
hergestellt nach dem Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Exemplare
der Sequenz die Form eines Leporello haben, der aus einer zu einem Faltstapel gefalteten,
beidseitig mit Druckseiten bedruckten Papierbahn besteht, und die Seitenfolge auf
der einen Seite der Papierbahn die Druckseiten 2, 3, 4.....n/2+1, auf der anderen
Seite der Papierbahn die Druckseiten 1, n, n-1....n/2+2 aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenzahlen n der Exemplare der Sequenz beliebig voneinander verschieden
sind.
10. Sequenz nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Exemplare Seiten verschiedener Breite aufweisen.
11. Sequenz nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die breiteren Seiten als Indexseiten ausgestaltet sind.
12. Sequenz nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass erste und letzte Exemplarseiten breiter sind als dazwischenliegende Seiten.
13. Sequenz nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Exemplare der Sequenz an die erste oder letzte Seite
der Seitenfolge anschliessend Zusatzblätter aufweisen, die als Verpackung um das Exemplar
schlingbar sind.
14. Sequenz nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Exemplare Druckmuster aufweisen, die sich unterbruchslos
über mindestens zwei Seiten erstrecken.
1. A method for producing a predetermined sequence of copies of newspapers and magazines
which are ready for reading, which are comfortably handlable and which are individualized
to a freely selectable degree and comprise varying numbers n of printed pages, whereby
the printed pages of each copy of the sequence are printed side by side onto both
sides of a quasi endless paper web and the paper web is folded in alternating directions
between the printed pages, characterized in that before printing for each copy to be produced data specific to the contents
of a newspaper or magazine or of parts thereof is mixed with data specific to the
individual copy and the mixed data is processed to form data representing a group
of printed pages 1 to n which group of printed pages consists of a sequence of pages
2, 3, 4.....n/2+1 for one side of the paper web and a sequence of pages 1, n, n-1.....n/2+2
for the other side of the paper web, that the two sequences of pages are printed onto
the two sides of the paper web, that the paper web, before or after printing respectively,
is folded at a right angle to the longitudinal direction of the pages in alternating
directions between the pages to be printed and the printed pages, that the web is
laid out as a folded stack and that the paper web is separated between each two successive
copies of the sequence or is brought into an easily separable state by which a sequence
of Leporello-shaped newspapers or magazines is formed.
2. Method according to claim 1, characterized in that the paper web is perforated between each two groups of pages representing
two successive copies.
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the paper web (P) is fed into a printing device from a paper roll, that pages
of different width are printed onto it and that the paper web is folded in varying
intervals corresponding to the width of the printed pages.
4. Method according to claim 1 or 2, characterized in that a plurality of sequences of printed pages are printed in parallel onto the
paper web and that the paper web is separated in longitudinal direction between the
sequences.
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterized in that the sequences of pages of at least a part of the copies additionally comprise
at least one unprinted page or one page containing information specific to the individual
copy only.
6. Method according to claim 5, characterized in that the unprinted pages or pages with information specific to the individual
copy only are wrapped around the folded stack as packing.
7. Method according to claim 3, characterized in that within groups of printed pages at least one wider index page is printed.
8. Method according to claim 3 to 6, characterized in that the first and last pages of the sequences of printed pages of a copy are
wider than the other pages and that the copies or their wider first and last pages
respectively are connected to each other via perforated or partly separated folded
edges.
9. Sequence of copies of a newspaper or magazine individualized to a freely selectable
degree, produced according the method according to one of claims 1 to 8, whereby the
copies of the sequence are Leporello-shaped and consist of a folded stack of paper
web with juxtaposed pages printed on both sides and the succession of pages is 2,
3, 4....n/2+1 on the one side of the paper web and 1, n, n-1....n/2+2 on the other
side of the paper web, characterized in that the numbers n of the copies differ from each other in a freely selectable
degree.
10. Sequence according to claim 9, characterized in that at least a part of the copies contains pages of different width.
11. Sequence according to claim 10, characterized in that wider pages are designed as index pages.
12. Sequence according to claim 10, characterized in that the first and last pages are wider than the intermediate pages.
13. Sequence according to one of claims 9 to 12, characterized in that it comprises additional pages joined onto the first or last page of the page
sequences, which additional pages are slingable round the newspaper or magazine serving
as packing.
14. Sequence according to one of claims 9 to 12, characterized in that at least part of the copies comprise printed patterns extending without interruption
over at least two successive pages.
1. Procédé de réalisation d'une séquence prédéfinie d'exemplaires de journaux ou revues
prêts à être lus, confortablement manipulables et individualisés à volonté, lesquels
exemplaires contiennent des feuillets imprimés en nombres n quelconques, dans lequel
les feuillets imprimés de chaque exemplaire de la séquence sont imprimés par un procédé
d'impression numérique, l'un à côté de l'autre sur les deux faces d'une bande de papier
quasiment continue et la bande de papier est pliée entre chaque page alternativement
dans le sens opposé, caractérisé en ce que, avant le processus d'impression, des données
spécifiques au journal ou à la revue pour chaque exemplaire à réaliser, qui représentent
le contenu des journaux ou revues ou de parties de ceux-ci, sont combinées avec des
données spécifiques à chaque exemplaire et sont traitées pour former des données destinées
à un groupe de feuillets imprimés 1 à n, lequel groupe de feuillets imprimés est formé
par une suite de feuillets 2, 3, 4 ... n/2+1 pour l'une des faces de la bande de papier
et par une suite de feuillets 1, n, n-1 ... n/2+2 pour l'autre face de la bande de
papier, en ce que les deux suites de feuillets sont imprimées sur les deux faces de
la bande de papier, en ce que la bande de papier, avant et après le processus d'impression,
est pliée entre les feuillets à imprimer ou les feuillets imprimés transversalement
par rapport à son sens long, alternativement dans l'un ou l'autre sens, en ce que
la bande de papier est déposée en formant une pile de feuillets pliés et en ce que
la bande de papier est sectionnée entre les groupes de feuillets de deux exemplaires
successifs de la séquence ou est amenée dans un état permettant de la sectionner facilement,
à la suite de quoi il se forme une séquence de journaux ou revues pliée en accordéon.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bande de papier est munie
de perforations situées entre les groupes de feuillets de deux exemplaires successifs.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la bande de papier (P)
est guidée à partir d'une bobine de papier dans un dispositif d'impression, en ce
que les feuillets de largeur différente sont imprimés et en ce que la bande de papier
est pliée à des intervalles différents les uns des autres, correspondants aux feuillets
imprimés.
4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que plusieurs rangées de
feuillets sont imprimées sur la bande de papier et en ce que la bande de papier est
sectionnée en sens long entre les rangées de feuillets.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les
suites de feuillets d'au moins une partie des exemplaires comportent, en plus, au
début ou à la fin des suites de feuillets, au moins un feuillet non imprimé ou un
feuillet sur lequel est imprimé seulement une information spécifique à l'exemplaire.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que les feuillets non imprimés
ou imprimés seulement avec une information spécifique à l'exemplaire sont posés autour
de l'exemplaire plié en accordéon pour former un emballage.
7. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'au moins un feuillet d'indexation
plus large est imprimé dans les groupes de feuillets.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que le
premier et le dernier feuillet de la suite de feuillets des exemplaires sont plus
larges que les autres feuillets et en ce que les exemplaires ou leurs premier et dernier
feuillets plus larges sont assemblés les uns avec les autres par les bords de pliage
perforés ou partiellement sectionnés.
9. Séquence formée par des exemplaires de journaux ou revues individualisés à volonté,
réalisée conformément au procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
dans laquelle les exemplaires de la séquence forment un ensemble plié en accordéon,
qui est formé par une bande de papier, imprimée sur les deux faces avec des feuillets
imprimés et pliée en formant une pile de papier pliée, et la suite de feuillets comporte
les feuillets imprimés 2, 3, 4 ... n/2+1 sur l'une des faces de la bande de papier
et les feuillets imprimés 1, n, n-1 ... n/2+2 sur l'autre face de la bande de papier,
caractérisée en ce que les nombres de feuillets n des exemplaires de la séquence sont
à volonté différents les uns des autres.
10. Séquence selon la revendication 9, caractérisée en ce qu'au moins une partie des exemplaires
comporte des feuillets de largeur différente.
11. Séquence selon la revendication 10, caractérisée en ce que les feuillets les plus
larges sont conçus en forme de feuillets d'indexation.
12. Séquence selon la revendication 10, caractérisée en ce que le premier et le dernier
feuillet des exemplaires sont plus larges que les feuillets intermédiaires.
13. Séquence selon l'une quelconque des revendications 9 à 12, caractérisée en ce qu'au
moins une partie des exemplaires de la séquence comporte des feuillets supplémentaires,
qui sont juxtaposés au premier ou au dernier feuillet de la suite de feuillets et
qui peuvent être posés autour de l'exemplaire pour former un emballage.
14. Séquence selon l'une quelconque des revendications 9 à 12, caractérisée en ce qu'au
moins une partie des exemplaires comporte des modèles d'impression qui couvrent sans
interruption au moins deux feuillets.