[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Anlegen von Furchen,
Gräben, Rinnen und Schlitzen in Böden im weiteren genannt Bodeneinschnitte, gemäß
Ansprüchen 1 und 4 und deren baukonstruktive Verfüllung gemäß Anspruch 7.
[0002] Bodeneinschnitte in gewachsenen oder geschütteten Böden werden gemäß Stand der Technik
durch Aushub mit Bodenbearbeitungsmaschinen angelegt.
[0003] Die Bodenmassen werden aufgenommen, mittels Werkzeugen die aufwerfen, fräsen, kratzen,
schaufeln, bohren, löffeln, schrämmen, schrauben, mit Luft und Wasser saugen, zwischenlagern
oder an anderer Stelle wieder verfüllen.
[0004] Die entstehenden, erdoberflächig angelegten Grabenwände sind aufgelockert. Die Bodenstruktur
wurde zerstört und muß je nach Tiefe, Breite, Wandneigung und Bodenart zusätzlich
verbaut werden.
[0005] Die Arbeitsmittel sind im Regelfall Zusatzgeräte von Fahrzeugen und werden in einer
kinematischen Kette geführt. Ihre Leistungsfähigkeit bestimmt sich aus der Dimensionierung
der Antriebe, Uebertragungs- und Stellglieder.
[0006] Es sind ferner Maschinen dokumentiert, welche im Erdboden oberflächennah und in geringer
Tiefe durch Verziehen messerförmig gestalteter, als Massivkörper ausgebildeter, vibrierende
Arbeitsmittel aushubfrei Rohrquerschnitte für Drainagen und Leitungen anlegen.
[0007] Sie sind dokumentiert in den internationalen Patenten US-A-3746100, US-A-4685832,
US-A-3914948 und WO-A-93/05242.
[0008] US-A-3746100 offenbart folgende Merkmale des Anspruchs 1:
Verfahren zum Anlegen von horizontalen, vertikalen, geneigten und einschwenkenden
Bodeneinschnitten mittels eines messerförmig als Massivbauteilgestalteten Arbeitsmittels
wobei ein allein arbeitendes drehgelenkig gelagertes, kinematisch translatorisch stechend
und einschwenkend geführtes Bodenmesser (16) zur Erlangung des Vortriebes im Boden
und dessen Stabilisierung mit einer steuerbaren in Messerebene wirkenden Stoß- und
Schlagschwingungen (siehe Vibrator 15) beaufschlagt wird, zusätzlich unterstützt durch
die Fahrbewegung der Baumaschine (Fig. 1) einschließlich der das Bodenmesser führenden,
maschinell wirkenden Stellkräfte, und die hierbei vom Bodenmesser (17) geschaffen
und freigelegten Wandflächen des Bodeneinschnittes (47) stabilisierend verdichtet
(siehe Spalte 4, Zeilen 48-51; Fig. 2, 3).
Ebenfalls offenbart US-A-3746100 diejenigen Vorrichtungs-und Anwendungsmerkmale der
Ansprüche 4, 7, welche den obengenannten Verfahrensmerkmalen entsprechen.
[0009] Die Aufbruchschneiden oder -kanten als Elemente des Bodenbearbeitungsgerätes arbeiten
- passiv als starre Werkzeuge,
z.B. Pflug
- aktiv als bewegtes Werkzeug über kinematische Antriebssysteme,
z.B. Schneiden, Sägen, Löffel-, Kettenbagger, Ketten-, Scheibenfräse.
[0010] Die Erdaushub-Arbeitsmittel erhalten ihre erforderlichen Reißkräfte extern zugeführt.
Sie besitzen keine technischen Voraussetzungen, selbsttätig z.B. durch Eigenerregung,
in den Boden durch dessen aushubfreie Verdrängung, das Erdreich im Einschnittbereich
verfestigend einzudringen.
[0011] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren darzustellen, mit dem aushubfrei
und bodenverdichtend, sehr tiefe Bodeneinschnitte in gewachsenen und aufgeschütteten
Böden angelegt werden können, die
- schmale Schnittbreiten aufweisen,
- je nach Bodenart selbsttragend sind, d.h. keinen Verbau benötigen und
- keinen Aushub verursachen oder erdoberflächige Aufwerfungen zur Folge haben.
[0012] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit den in den Ansprüchen genannten und in den Ausführungsbeispielen
näher erläuterten Mitteln gelöst.
[0013] Durch die Beaufschlagung eines an einem kinematisch geführten, drehgelenkig gelagerten,
messer- oder sichelartig ausgebildeten Arbeitsmittels unterschiedlicher Querschnittsformen
mit geringer Bautiefe, größerer Baubreite und großer Baulänge, im weiteren genannt
"Bodenmesser", mit einer um einen Gelenkdrehpunkt erzeugten, fremderregten Schlagschwingung,
augebildet als Massiv- oder Hohlkörper, dringt das Bodenmesser schlag stoss- und druckpulsierend
senkrecht, horizontal oder einschwenkend in den Boden ein, verdrängt diesen und führt
gleichzeitig eine erdstabilisierende Verdichtung der angelegten Wandflächen des Bodeneinschnittes
durch.
[0014] Eine Hohlkörpervariante ist das "pulsierende Bodenmesser", bei welchem der geschlossene
Hohlkörper als Druckbehälter ausgebildet ist.
[0015] Hierbei wird der mit festen, flüssigen oder gasförmigem Körpern ausgefüllte Innenraum
intern oder extern mit einem pulsierend wirkendem Innendruck beaufschlagt. Die auftretenden
Gestaltsänderungen des bauflachen Bodenmesser-Hohlkörpers bewirken vor allem in der
Bautiefe eine quer zur Messerebene gerichtete Bewegung der Mantelflächen.
[0016] Das hat zur Folge, daß durch Erzeugung einer druckpulsierenden Schwingung im Hohlkörper
des Bodenmessers die hieraus resultierende Innendruckerhöhung in diesem, die orbitale
Expansion der Mantelflächen zur Folge hat, das außen anliegende Erdreich zusätzlich
zu der bereits anstehenden Schlag- und Stoß- schwingung verdrängt, somit zusätzlich
verdichtet wird und bei Innendruckabsenkung zwischen Wandfläche-Erdreich und Mantelfläche-Bodenmesser
ein schmaler Luftspalt entsteht.
[0017] Das "pulsierende Bodenmesser" ist in Verbindung mit den Stellkräften der Arbeitsmaschine
und/oder der gravimetrischen Wirkung aus dessen drehgelenkiger Aufhängung auch ohne
die fremderregte Schlagstoßschwingung für das Anlegen von Bodeneinschnitten wirksam.
[0018] Die bodenverdrängenden Stoß- und Schlagschwingungen des Bodenmessers kann durch die
Steuerbarkeit des Schwingungserregers je nach Bodenbeschaffenheit auf energieminimierten
Resonanzbetrieb eingestellt werden. Damit ist auch die Zerstörung erdverdeckter Findlinge
möglich.
[0019] Durch die steuerbaren Schwingungserregungen - mechanische Fremderregung und Innendruckveränderungen
gleitet es orbital stoß-, schlag- und druckschwingend, zusätzlich unterstützt durch
kinematisch eingebrachten Stellkräfte, translatorische Fahrbewegungen einer Arbeitsmaschine
und gravimetrisch wirkender Zusatzlasten, mit und ohne Magazinfunktion für die baukonstruktive
Verfüllung, im Boden vorwärts und hinterläßt einen Bodeneinschnitt.
[0020] Die Schnitteffizienz kann durch den Messerquerschnitt, dem Schnittkantenwinkel, die
Meridiankurve der Schnittkante und den zusätzlich am Sohlgrund wirkenden Schnittplatten
erhöht werden.
[0021] Die Gleitwirkung des Arbeitsmittels im Boden wird vorteilhaft durch zusätzlich bodenstabilisierende,
beispielweise aus dem Bodenmesser austretende Dispersionen erhöht.
[0022] Bei entsprechender Mengendosierung der austretenden Dispersion kann diese als Stützflüssigkeit,
insbesondere für angelegte Bodenschlitzungen genutzt werden.
[0023] Je nach Ausführungsform des Bodenmessers - Massivbauteil oder innendruckfester Hohlkörper,
können
- Stoß-, Schlag- und Druckschwingungen erzeugende Antriebssysteme,
- Magazinsysteme für die kontinuierliche Aufnahme und Abgabe gleitfördender und wandverfestigender,
pastöser und/oder fließfähiger und/oder Baustoffe und/oder Bauelemente und
- drehgelenkige Lagerungen für die kinematische Bodenmesserführung im/am Bodenmesser
intern eingebaut oder/und extern angebaut sein und damit der geschaffene Hohlraum
gleichzeitig oder anschließend mit pastösen und/oder festen Baustoffen und/oder Bauelementen
baukonstruktiv verfüllt werden.
[0024] Das Bodenmesser ist ein einzeln oder mehrfach in Reihe oder im Parallelbetrieb arbeitendes
Arbeitsmittel und damit in den Zielparametern des Bodeneinschnittes erweiterbar, z.B.
bei
- Reihenbetrieb zur Vertiefung und Verbreiterung der angelegten Bodenschlitzung oder
- Parallelbetrieb zum gleichzeitigen oder anschließenden Bodenaushub bei Gräben mit
großer Breite und Tiefe.
[0025] Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Lösung kann eine solche funktionsgebundene Verfüllung
des Bodeneinschnittes z.B. das Anlegen eines Fundamentes oder die aushubfreie Verlegung
wandflächiger Drainagesysteme sein.
[0026] Solchermaßen angelegte Drainagesysteme sind nicht unmittelbar an ein Bauobjekt gebunden,
sondern können in Distanz gegenüber dem Baukörper so angelegt sein, daß mit einer
zusätzlichen, flächendeckenden, erdoberflächennahen Feuchtesperre, Oberflächenwasser
dem Drainagesystem zugeführt wird, damit das Eindringen von Sickerwasser in Böden
unterbleibt und diese, bei gleichzeitiger Verfestigung, gemeinsam mit den in dieses
System eingebundenen Erdbauwerken austrocknet.
[0027] Die Bodentrockenlegung kann gemäß dem Stand der Technik durch Sammeln und Ableiten
vorhandenen Schichtenwassers oder als neues Verfahren, durch teilweise oder vollständige
Verdunstung des im Erdreich zugeführten Wassers im Erdboden erfolgen.
[0028] Hierzu werden durchlüftbare, in den Bodeneinschnitt eingelassene Kanalplatten oder
deren funktionsanaloge Einzelteile verwendet, die in je nach Menge anfallenden Bodenwassers
erforderlichen Abständen, luftzu- bzw. luftabführende und wassersammelnde Schachtelemente
besitzen und gemeinsam mit den Kanalplatten wandflächig gereiht sind.
[0029] Die Wasseraufnahme des Drainsystems erfolgt durch die gelochten oder baustoffporösen
Wandflächen.
[0030] Die Schachtelemente können zur Erhöhung des Luftdurchsatzes im so angelegten Drainsystem
mit druck- oder sogwirksamen Windrädern ausgerüstet sein. Das im Drainsystem gesammelte
Bodenwasser verdunstet durch die Luftzirkulation. Bei starkem Wasseranfall kann das
Bodenwasser durch zusätzlich eingebaute Drainrohre nach herkömmlicher Art in den Schachtelementen
gesammelt und abgeleitet werden.
[0031] Die Baugeometrie des Bodenmessers (Bautiefe << Baubreite < Baulänge) begünstigt das
kurvenförmige Anlegen von Furchen, Gräben und Schlitzungen in Böden mit kleinen Trassierungsradien.
[0032] Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß beim aushublosen
Anlegen der Furchen, Gräben und Schlitze durch Verdrängung die Bodenstruktur erhalten
bleibt und die Verdichtungsfähigkeit der Erd- und Bodenstoffe zur Stabilisierung der
hierbei freigelegten Wände genutzt wird.
[0033] Nachstehend wird die erfindungsgemäße Lösung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
[0034] Die Darstellungen zeigen auf Blatt 1-3:
Figur 1:
Kinematisch von einem Fahrzeug aus geführtes Bodenmesser beim Anlegen eines Bodeneinschnittes
Figur 2
Draufsicht in Reihe betriebener Bodenmesser unterschiedlicher Schnittbreite beim Anlegen
eines Bodeneinschnittes, das folgende Bodenmesser den Bodeneinschnitt mit Stützflüssigkeit
füllend.
Figur 2.1
Draufsicht der als Druckbehälter ausgebildeteten Hohlkörpervariante eines die Mantelflächen
quer zur Messerebene bewegenden "pulsierenden Bodenmessers" bei gleichzeitiger Ausfüllung
des Bodeneinschnittes, z.B. mit Stützflüssigkeit.
Figur 3
Stirnansicht parallel betriebener Bodenmesser mit geformten Quermesser für das Anlegen
eines Grabens mit ausgerundetem Sohlgrund
Figur 4:
Stirnansicht eines geneigt betreibbaren Bodenmessers
[0035] Die Darstellungen zeigen in Blatt 2-3:
Figur 5:
Kinematisch von einem Fahrzeug aus geführtes Bodenmesser beim Anlegen eines Bodeneinschnittes
Figur 6:
Bodenmesser mit drehgelenkiger Lagerung und Schnittstelle für Montage einer Verlängerung
oder Schnittplatte für unterschiedliche Sohlgrundgeometrien nach Fig. 7.2 bis 7.4
Figur 6.1:
Bodenmesser als Hohlkörperkonstruktion mit drehgelenkiger Lagerung und Schnittstellen
für
- Montage einer Verlängerung oder Schnittplatte für unterschiedliche Sohlgrundgeometrien
nach Fig. 7.2 bis 7.4
- integrierte, rotatorische oder oszillierend translatorische Erreger für die Erzeugung
der Schlagschwingungen und/oder/mit pulsierendem Innendruck des Bodenmessers ohne
Darstellung der Medienzuführung für die baukonstruktive Verfüllung des Bodeneinschnitts
mit pastösen und/oder festen Baustoffen und Bauelementen
Figur 6.2
Bodenmesser mit sichelartiger Geometrie und Schnittplatte für Sohlgrund mit Dorn
Figur 6.3:
Bodenmesser-Stirnansicht mit parallelen Mantelflächen
Figur 6.4, 6.5, 6.7, 6.8:
Bodenmesser-Stirnansicht mit unterschiedlichen keilförmigen, ebenen Mantelflächen
und Schnittstelle für Montage von Stellhebel für die Seitenneigung des Bodenmessers
nach Fig. 10
Figur 6.6:
Bodenmesser-Stirnansicht mit balligen und ebenen Mantelflächen
Figur 7:
Bodenmesser-Verlängerung mit Schnittstelle für Montage einer Verlängerung gemäß Darstellung
oder Schnittplatte für unterschiedliche Sohlgrundgeometrien nach Fig. 7.2 bis 7.4
Figur 7.1:
Bodenmesser-Verlängerung als Hohlkörperkonstruktion mit drehgelenkiger Lagerung und
Schnittstellen für
- Montage einer Verlängerung oder Schnittplatte für unterschiedliche Sohlgrundgeometrien
nach Fig. 7.2 bis 7.4
- integrierte, rotatorische oder oszillierend translatorische Erreger für die Erzeugung
der Schlagschwingungen und/oder/mit pulsierendem Innendruck des Bodenmessers
ohne Darstellung der möglichen Medienzuführung für die baukonstruktive Verfüllung
des Bodeneinschnitts mit pastösen und/oder festen Baustoffen und Bauelementen
Figur 7.2:
Sohlgrund-Schnittplatte horizontal
Figur 7.3:
Sohlgrund-Schnittplatte keilförmig
Figur 7.4:
Sohlgrund-Schnittplatte mit Dorn
Figur 8:
Stellhebel für Bodenmesserbewegung in Schnittrichtung mit möglicher drehgelenkigen
Lagerungen für Bodenmesser, oder da selbst, sowie Schnittstellen für die mögliche
externe Montage von
- Bodenführungen durch Kufe nach Fig. 11 oder Rad nach Fig. 12,
- rotatorische oder oszillierend translatorische Erreger für die Erzeugung der Schlagschwingungen
und/oder/mit pulsierendem Innendruck des Bodenmessers
- Ballastgewichten zur gravimetrischen Unterstützung des Bodenmesservortriebs
Figur 9, Figur 9.1:
Translatorisch oszillierender Erreger
- zur Erzeugung der Schlagschwingungen und/oder
- als Innendruckerzeuger
Figur 10, Figur 10.1:
Rotatorisch arbeitender Erreger
- zur Erzeugung der Schlagschwingungen und/oder
- als Innendruckerzeuger
Figur 11:
Drehgelenkig gelagerte Kufen-Bodenführung
Figur 12:
Drehgelenkig gelagerte Rad-Bodenführung
Figur 13:
Ballastgewicht zur gravimetrischen Unterstützung des Bodenmesservortriebs, mit oder
ohne Magazinfunktion für die baukonstruktive Verfüllung des angelegten Bodeneinschnittes.
Figur 14:
Stellhebel für Seitenneigung des Bodenmessers mit drehgelenkiger Lagerung für dessen
Stelleinrichtung
Figur 15:
Bodenmesser als Hohlkörperkonstruktion mit
- Verteilungskanal für die Zuführung gleitmindernder und/oder den Bodeneinschnitt stabilisierender
Stützmedien,
- Darstellung der intern eingebauten Erreger für die Erzeugung von Schlagschwingungen
und/oder mit pulsierendem Innendruck,
- dargestellter baukonstruktiver Verfüllung des angelegten Bodeneinschnitts mit aushärtenden,
pastösen Stoffen bei gleichzeitiger Verdichtung durch das schlagschwingende Bodenmesser.
Figur 15.1
Bodenmesser als Hohlkörperkonstruktion mit Darstellung der orbital pulsierenden Mantelflächen
des Bodenmessers
Figur 16:
Bodenmesser als Massivkörperkonstruktion mit
- Verteilungskanal für die Zuführung gleitmindernder und/oder den Bodeneinschnitt stabilisierender
Stützmedien
Figur 17:
Prinzipdarstellung zwei in Reihe arbeitender Bodenmesser mit unterschiedlicher Bautiefe,
damit vergrößerter Einschnittbreite des Bodeneinschnittes bei gleichzeitig höherer
Bodenverdichtung
Figur 18:
Stirnansicht parallel betriebener Bodenmesser mit Quermesser für das Anlegen eines
Grabens mit Rechteckquerschnitt
Figur 19.
Stirnansicht parallel betriebener Bodenmesser mit geformten Quermesser für das Anlegen
eines Grabens mit ausgerundetem Sohlgrund
Figur 20:
Stirnansicht eines geneigt betriebenen Bodenmessers
[0036] Die Darstellungen zeigen in Blatt 3-3:
Figur 21:
Kanalplattenelement, hier mit zwei, die unter- und oberläufige Luftführung mitbestimmende
Stege und zwei Wandflächen;
Lüftungsöffnungen in den Stegen und wasserdurchlässiger Bereiche der Wandflächen sind
nicht dargestellt
Figur 22:
Stirnansicht des Kanalplattenelementes mit gelochten Stegen und baufstoffporösen und/oder
gelochten Wandflächen. Desweiteren mögliche Zusatzbauelemente zur Erhöhung der ober-
und unterläufigen Windkanalwirkung sowie unterläufiges Drainrohr
Figur 23:
Seitenansicht wandflächig gereihter Kanalelemente und luftzu-/luftabführenden Schachtelemente
mit unterseitig in die Schachtelemente geführten Drainrohren; Schachtelemente hier
mit Windrädern dargestellt
Figur 24:
Draufsicht der zu einem bewindbaren Drainsystem wandflächig gereihten Kanalelemente
Figur 25:
Draufsicht eines bebauten, trockenzulegenden Grundstückes mit bauwerksferner, optimal
maschinenbefahrbarer Anordnung des Drainsystems
Figur 26:
Schnittdarstellung einer trockenzulegenden Bauwerksgründung mit einem bauwerksfern,
wandflächig angelegten, baukonstruktiv mit einem belüfteten Drainsystem ausgefüllten
Bodeneinschnitt
(a) Sperre gegen Oberflächenwasser
(b) verrottungsfester, wasserdurchlässiger Flächenfilter
(c) Sammelschacht mit luftzu-/luftabführenden Windrad
(d) Drainrohr
Figur 27:
Schnittdarstellung eines bauwerksfern angelegten, baukonstruktiv mit einer wassersammelnden,
wandflächig angelegten Drainplatten und wasserabführendem Drainrohr
1. Verfahren zum Anlegen von horizontalen, vertikalen, geneigten und einschwenkenden,
auch sehr tiefen Bodeneinschnitten, frei wählbarem Trassierungsverlaufes, z.B. Furchen,
Gräben, Rinnen und Schlitze, mittels eines messerförmig gestalteten, durch modulare
Reihung verlängerbaren Arbeitsmittels (1), welches drehgelenkig an einer fahrbaren
Maschine (2) gelagert ist, kinematisch in Ebene, translatorisch stechend, schwenkend
und einschneidend geführt wird und zur Erlangung des Vortriebes im Boden mit einer
steuerbaren, das Arbeitsmittel (1) in orbital wirkende Stoß- und Schlagschwingungen
versetzt wird, wobei
- das Arbeitsmittel (1) in innendruckfester Hohlkörperausführung, gefüllt mit festen,
flüssigen oder gasförmigen Körpern, dessen Mantelflächen (3) während des Betriebes
des Fahrzeuges (2) durch, auf den Innendruck des Hohlkörpers direkt oder mittelbar
wirkende, druckpulsierende Schwingungen, diese (3) orbital in Bewegungen versetzen,
damit zwischen Bodenmesser-Mantelflächen sowie Bodenmesser-Schnittkante und den Bodeneinschnitt-Wandflächen
pulsierend schmale Luftspalte entstehen und auf diese Weise, zusätzlich unterstützt
durch die Schlag- und Stoßschwingungen des Bodenmessers und die Fahrbewegung des Fahrzeuges
(2), einschließlich der kinematischen Führung des Bodenmessers (1), bei den gleichzeitig
vorhandenen maschinell und/oder gravimetrisch wirkenden Stellkräften der Maschine
(2) und des Arbeitsmittels (1), so den Vortrieb und die Tiefe zum Anlegen der aushubfreien
Bodeneinschnitte (5) ermöglichen und die vom Arbeitsmittel (1) freigelegten Wandflächen
(4) der geschaffenen Bodeneinschnitte (5) weiter stabilisierend verdichten,
- allein, oder mehrfach in Reihe, oder mehrfach parallel arbeitend und bei
* Reihenanordnung einschnittig eine veränderte Schnittiefe und -breite bei zunehmender
Bodenverdichtung erreichen
oder
* Parallelanordnung mehrschnittig die Voraussetzungen für einen gleichzeitigen oder
in Folge zu erreichenden Bodenaushub schaffen.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß nach der Erzeugung des Bodeneinschnittes
durch kontinuierlich und/oder diskontinuierliche Zuführung und Abgabe pastöser und/oder
fester Baustoffe und Bauelemente unter Zuhilfenahme des Arbeitsmittels eine baukonstruktive
Verfüllung des geschaffenen Bodeneinschnitts erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelflächen des Arbeitsmittels
beim Anlegen der Bodeneinschnitte mit bodenstabiliserenden, die Gleitfähigkeit des
Bodenmessers erhöhenden Dispersionen benetzt werden können.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bestehend
aus fahrbarer Maschine (2), dem Arbeitsmittel (1) als innendruckfester, verlängerbarer
Hohlkörper (1), gefüllt mit festen, und/oder flüssigen, und/oder gasförmigen Körpern,
an diesem intern oder extern arbeitendem/-n Schwingungserzeuger/-n (Fig.9 und 10,
Fig. 9.1 und 10.1), welche im Arbeitsmittel (1) durch pulsierenden Innendruck orbitale
Stoß- und Schlagschwingungen erzeugen, wobei zusätzliche Einrichtungen ein- oder/und
angebaut sind, welche auch als zusätzliche gravimetrische Belastung Magazinfunktion
mit kontinuierlicher oder diskontinuierlicher Zuführung und Abgabe von fließfähigen
und/oder pastösen und/oder festen Baustoffen und Bauelementen besitzen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß neben der kinematischen Führung
eine auf der Erdoberfläche, die Einschnittiefe selbständig einhaltende horizontale
Roll- oder Gleitführung vorhanden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Bauform des Bodenmessers
- Bautiefe << Baubreite < Baulänge - das kurvenförmige Anlegen von Furchen, Gräben
und Schlitzungen in Böden mit kleinen Trassierungsradien ermöglicht werden.
7. Anwendung des Verfahrens zur baukonstruktiven Verfüllung nach einen der Ansprüche
1 bis 3, mit einer Verfüllung bestehend aus kanalförmigen oder wandförmig gereihten
Verbauplatten (Fig. 21), wobei durch ihre Ausführung und Anordnung im Bodeneinschnitt
(5) eine durchgängige Bewindung des so baukonstruktiv verfüllten Bodeneinschittes
erfolgt, die Bewindung zusätzlich durch lüfterradbetriebene Schächte (6) mit Sog-
und Druckwirkung gefördert wird, die z.B. kanalförmigen Platten (Fig. 21) stark baustoffporös
oder gelocht wasserdurchlässig sind und ein so verbauter Bodeneinschnitt eine wandflächige
Drainagefunktion aufweist, welche die Bodenfeuchte in flüssiger Form sammelt und ableitet
oder durch die Bewindung im verbauten Bodeneinschnitt (5) verdunsten läßt, zur Außenluft
abführt und je nach anfallender Bodenwassermenge nicht verdunstbares Wasser in Drainrohren
zu den Sammelschächten, hier auch Lüftungsschächten, ableitet.
8. Anwendung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Drainagesystem nicht nur
die Bodenentwässerung unterläufiger Wasserführungen in Böden erfaßt, sondern durch
erdoberflächennahe, geneigt verlegte feuchtesperrende Bahnen (7) Oberflächenwasser
der Drainage zuführt, damit darunter befindliche Böden austrocknen, dadurch verfestigt
werden und, sofern Erdbauwerke eingebunden sind, diese in den Trockenlegungsprozeß
ohne unmittelbare Freilegung des Grundmauerwerkes mit einbezogen sind.
9. Anwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Trassierungsverlauf in
Distanz von Bauwerken maschinenbefahrbar angelegt wird.
1. Process for making horizontal, vertical, sloping and/or swivelling in, also very deep
soil cuttings of a free to choose routing, e.g. furrows, grooves, ditches, trenches,
or slots, by means of a knife-shaped tool (1) extendable by modular sequencing, which
is pivotally supported by a mobile machine (2), kinematically guided in a plane, translatorily
plunging, swivelling and cutting in, and, to produce feed in the soil, set into controlled
orbital shock and impact vibrations
whereby
- the tool (1) is made as a hollow body resistant against internal pressure filled
with solid, liquid or gaseous bodies and its outer surfaces (3) during the operation
of the vehicle (2) are set into orbital motions by vibrations with pulsating pressure
directly or indirctly acting on the internal pressure of the hollow body so that narrow
pulsating air gaps are generated between the outer surfaces of the soil knife as well
as the cutting edge of the soil knife and the walls of the soil cutting, thus, additionally
supported by shock and impact vibrations of the soil knife and the running motion
of the vehicle (2), inclusive of the kinematic guiding of the soil knife (1), enabling
in combination with the simultaneously existing powered and/or gravimetrically acting
operational forces of the vehicle (2), the feed and depth to make spoil-free soil
cuttings (5) and further compacting the wall surfaces (4) of the created soil cuttings
(5) making them stabler,
- with the tool working alone, or several tools in-line, or several tools in parallel,
- for in-line arrangement, changed cutting depth and width are reached with increasing
soil compaction by one cut or
- for parallel arrangement, the conditions for concurrent or subsequent soil excavation
are created by multiple cuts.
2. Process to Claim 1
whereby, after creation of the soil cutting by continuous and/or discontinuous supply and
delivery of pasty and/or solid building materials and building elements supported
by the tool, the created soil cutting is structurally filled in.
3. Process to Claim 1
whereby the outer surfaces of the tool during making the soil cutting, can be wetted with
dispersions stabilizing the soil and enhancing the sliding properties of the soil
knife.
4. Device to any of the Claims 1 to 3 consisting of the mobile machine (2), tool (1)
as extendable hollow body (1) resistant against internal pressure, filled with solid
and/or liquid and/or gaseous bodies, vibration generator(s) (Figs. 9 and 10, Figs.
9.1 and 10.1) internally or externally acting on said tool generating in said tool
(1) orbital shock and impact vibrations by pulsating internal pressure
whereby additional arrangements are built in and/or attached which, also as an additional
gravimetrical loading, have a store function with continuous and/or discontinuous
supply and delivery of flowable and/or pasty and/or solid building materials and building
elements.
5. Device to Claim 4
whereby apart from kinematic guiding horizontal rolling or sliding guiding is performed based
on the earth surface, which automatically maintains the cutting depth.
6. Device to Claim 4
whereby due to the construction shape of the soil knife, namely construction depth << construction
width < construction length, curved lay out of furrows, ditches and slittings in soils
having small routing radii is made possible.
7. Application of the process for structural filling to any of the Claims 1 to 3 with
a backfill consisting of canal-shaped or wall-like sequenced lining plates (Fig. 21)
whereby owing to their design and arrangement in the soil cutting (5) a continuous ventilation
of the soil cutting in this way structurally filled in performs, the ventilation is
promoted by fan-equipped ducts (6) with suction and pressurizing action, the, e.g.,
canal-shaped plates (Fig. 21) are highly porous due to their material or water-permeable
due to perforation, and a soil cutting lined in said way possesses a draining function
that through the wall surfaces collects and derives the soil humidity in liquid form
or makes it evaporate by ventilation in the lined soil cutting (5), derives it into
the atmosphere and derives, dependent upon the soil water volumes, water not evaporating
in drain pipes to the collecting ducts, in this case also ventilation ducts.
8. Application to Claim 7
whereby the draining system not only covers the drainage of underground watercourses but
also puts surface water to the drainage by means of moisture stopping sloping continuous
webs (7) laid out near to the surface of the earth, so that the soil below them dries
out thus being consolidated and if earth structures are involved, these are included
in the dewatering process without laying bare the foundation masonry.
9. Application to Claim 8
whereby the route near buildings is made passable for mobile machines.
1. Procédé visant à l'application d'encoches au sol horizontales, verticales, inclinées
et pivotantes mais aussi assez profondes d'un tracé librement choisi comme par exemple
des sillons, des fossés, des rigoles et des entailles, au moyen d'un instrument de
travail modelé à la façon d'un couteau et prolongeable au moyen d'une rangée modulable
(1), et qui est articulé de manière pivotante à une machine mobile (2), ainsi que
conduit cinétiquement en plans, piquant translatéralement, pivotant et entaillant.
Pour obtenir la propulsion dans le sol, l'instrument de travail (1) est déplacé de
manière orbitale au moyen de vibrations sous forme de pulsion et de pression et à
cet effet
◆ l'instrument de travail (1) sous la forme d'un corps creux réalisé de manière à
résister à la pression interne, est rempli de corps solides, liquides et gazeux, dont
les parois extérieures (3) mettent en mouvement ces dernières (3) de manière orbitale
lors du fonctionnement du véhicule (2) au moyen de vibrations agissant directement
ou indirectement sur la pression interne du corps creux, de manière à ce que se forment,
entre les parois extérieures - couteau du fond ainsi que couteau du fond - arête de
coupe et encoche au sol - surfaces murales, de petites fentes d'air sous forme de
pulsations et, renforcées en plus par les vibrations de pulsion et de pression du
couteau et la translation du véhicule (2) y compris par celle de la conduite cinématique
du couteau (1) auprès des forces de réglage existantes de la machine (2) et de l'instrument
de travail (1) agissant en même temps de manière mécanique et/ou gravimétrique, de
manière à rendre possibles la propulsion et la profondeur d'application des encoches
libres de déblais (5) et le tassement des encoches (5) produites au sol par l'instrument
de travail (1) ainsi que leur stabilisation ultérieure par les parois murales (4)
- seul ou plusieurs fois en rang, ou plusieurs fois travaillant en parallèle
- en cas d'ordonnancement en ligne d'une seule encoche : arriver à une profondeur
et une largeur d'encoche modifiée en cas de compression grandissante du sol
ou
- en cas d'ordonnancement en parallèle de plusieurs encoches : créer les conditions
pour arriver à une déblayage du sol simultané ou à la suite
2. Procédé selon la spécification 1 caractérisé par le fait qu'après la production de
l'encoche au sol, un remplissage de terrassement de l'encoche produite a lieu au moyen
d'un apport et d'un débit continus ou discontinus de matériaux et d'éléments de construction
pouvant être fluides et/ou pâteux et/ou solides avec le recours de l'instrument de
travail.
3. Procédé selon la spécification 1 caractérisé par le fait que les surfaces d'enveloppe
de l'instrument de travail peuvent être humidifiées lors de l'application des encoches
au sol grâce à des dispersions qui stabilisent le sol et augmentent la capacité du
couteau du fond à coulisser.
4. Le montage en vue de l'application du procédé en vertu de l'une des spécificités 1
à 3 se compose d'une machine mobile (2), de l'instrument de travail (1) en tant que
corps creux résistant à la pression interne et prolongeable (1), rempli de corps solides
et/ou liquides et/ou gazeux, sur lesquelles agissent de façon interne ou externe un
ou plusieurs producteurs de vibrations (Fig. 9 et 10, Fig. 9.1 et 10.1), qui produisent
des vibrations de type percussion et battage de manière orbitale au moyen d'une pression
interne de type pulsation, et où en outre des dispostifs supplémentaires sont insérés
et/ou adossés, qui possèdent comme charge supplémentaire gravimétrique une fonction
d'emmagasinage avec un transport et un débit continus ou discontinus de matériaux
et d'éléments de construction pouvant être fluides et/ou pâteux et/ou solides.
5. Montage en fonction de la spécificité 4, caractérisé par le fait qu'une conduite de
coulissement et de roulement horizontale, qui maintient de manière autonome la profondeur
des encoches, est présente côté de la conduite cinématique à la surface du sol.
6. Dispositif en vertu de la spécification 4 caractérisé par le fait que par la forme
du couteau au sol - profondeur « largeur< longueur est rendue possible la disposition
dans des sols de sillons, de fossés et d'entailles en forme de courbes avec rayons
de tracé réduits.
7. Utilisation du procédé à des fins de remplissage de construction en vertu de l'une
des spécifications 1 à 3, au moyen d'un remplissage constitué de plaques de construction
en rangée en forme de canaux ou de cloison (Fig. 21), caractérisée par le fait que,
de par son remplissage et sa disposition dans l'encoche au sol (5), une sinuosité
se produit sur toute la longueur de l'encoche, et que la sinuosité est creusée au
moyen de conduites (6) mues par des roues de ventilation à action de pression et d'aspiration,
qui sont par exemple des plaques qui ont la forme d'un canal (Fig. 21) et sont en
matériaux soit poreux soit percés et perméables à l'eau Une encoche présente une fonction
de drainage sur la surface murale, qui collecte l'humidité du sol sous la forme liquide
et la dérive ou la fait évaporer par la sinuosité dans l'encoche au sol (5), évacue
vers l'air extérieur et dérive, en fonction de la quantité d'eau du sol obtenue, l'eau
non évaporable dans des canaux de drainage en direction des conduites de collecte,
ici également conduites d'air.
8. Utilisation en vertu de la spécification 7 caractérisée par le fait que le système
de drainage n'atteint pas seulement les couches aqueuses inférieures dans les sols,
mais encore conduit les eaux de surface au drainage au moyen de parcours inclinés
situé près de la surface de la terre et destinés à bloquer l'humidité (7), afin que
les sols sensibles situés en dessous s'assèchent, et par là même se durcissent et,
dans la mesure où les travaux de terrassement sont liés, ces derniers sont intégrés
dans le processus de drainage sans que le dégagement de l'ouvrage de soubassement
soit intégré.
9. Utilisation en vertu de la spécification 8 caractérisée par le fait que le tracé est
établi à distance de bâtiments et praticable pour des machines.