[0001] Die Erfindung betrifft eine Einbauleuchte, insbesondere für Halogenlampen, gemäss
dem Oberbegriff von Anspruch 1. Derartige Einbauleuchten werden als Deckenlampen insbesondere
in Hohldecken eingebaut. Das Lampengestell trägt dabei die Lampenfassung, den Reflektor
und Haltemittel zum Befestigen der Einbauleuchte an einem Wandabschnitt.
[0002] Ein Problem bei bekannten Einbauleuchten entsteht durch die relativ hohe Temperatur,
welche spezielle Einbaumassnahmen erfordert. So muss beispielsweise bei isolierten
Hohldecken das Isolationsmaterial rund um die Einbauleuchte einen bestimmten Sicherheitsabstand
einhalten, sodass hinter der Einbauleuchte ein Luftraum entsteht. Dies erfordert einerseits
einen grossen Arbeitsaufwand bei der Montage und andererseits wird dadurch die Isolationswirkung
der Hohldecke bezüglich Wärme- und Schalldämmung beeinträchtigt. Trotzdem ist keine
ausreichende Sicherheit bezüglich Brandgefahr gewährleistet. Aber auch für den Einbau
in Massivholz eignen sich bekannte Einbauleuchten wegen den bekannten Temperaturproblemen
nicht. Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, eine Einbauleuchte der Eingangs
genannten Art zu schaffen, bei welcher der eingebaute rückwärtige Teil der Leuchte
nur geringen Temperaturbelastungen ausgesetzt ist und die sich insbesondere auch für
den Einbau in isolierte Hohldecken eignet. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit
einer Einbauleuchte gelöst, welche die Merkmale im Anspruch 1 aufweist.
[0003] Das Lampengestell ist dabei in einem Einbautopf befestigt, der den versenkten Teil
der Leuchte vor Wärmeabstrahlung schützt. Zwar sind Einbautöpfe an Leuchten beispielsweise
bereits durch die US-A-4 821 161 oder durch die CH-A-687 564 bekannt geworden. Diese
Einbautöpfe verfügen aber über keine Aussparungen für Haltemittel, an denen das Lampengestell
befestigt werden kann. Ausserdem ist bei bekannten Einbauleuchten das Lampengestell
nicht konsequent vom heissen Teil der Lampe bzw. des Reflektors getrennt. Diese Trennung
wird bei der erfindungsgemässen Einbauleuchte durch ein Verbindungsstück erzielt,
das eine schlechte Wärmeleitfähigkeit aufweist und über das der Reflektor mit dem
Lampengestell verbunden ist. Das Verbindungsstück kann beispielsweise aus einem keramischen
Werkstoff oder aus einem Hitzeresistenten Kunststoffmaterial bestehen. Durch diese
Befestigung des Reflektors bzw. der Lampe, kann sich das aus der Regel aus Metall
bestehende Lampengestell nicht wesentlich erwärmen. Besonders gute Resultate werden
zudem erzielt, wenn der Reflektor so beschaffen ist, dass er nach Möglichkeit sämtliche
Wärmestrahlen von der Lampe reflektiert.
[0004] Das Verbindungsstück ist vorzugsweise unmittelbar eine Keramikfassung für die Lampe.
Derartige Fassungen sind beispielsweise für Halogenlampen als Steckfassungen gebräuchlich.
Die Fassung wird dabei so montiert, dass auf einer Seite der Reflektor und auf der
anderen Seite das Lampengestell befestigt ist.
[0005] Die Haltemittel weisen vorteilhaft wenigstens zwei federnde Klemmbügel auf, welche
derart vorgespannt sind, dass sie federnd gegen die Rückseite eines Wandabschnitts
gepresst werden. Der Einbautopf hat dabei für jeden Klemmbügel einen gegen den Rand
des Einbautopfs offenen Schlitz. Auf diese Weise kann das Lampengestell einfach im
Einbautopf montiert werden und die Klemmbügel haben eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit.
[0006] Der Einbautopf ist vorzugsweise zylindrisch ausgebildet, sodass er durch eine Öffnung
in einen Wandabschnitt eingeschoben werden kann, welche nur geringfügig grösser ist
als der Aussendurchmesser des Einbautopfs. Das Lampengestell weist dabei einen Tragbügel
auf, der über den Aussparungen für die Haltemittel mit dem Einbautopf verschraubt
ist. Der Haltebügel trägt dabei ersichtlicherweise auch noch die Haltemittel selbst.
Eine andere Befestigung des Lampengestells, beispielsweise am geschlossenen Ende des
Einbautopf wäre aber ohne weiteres denkbar.
[0007] Der Einbautopf weist im Bereich der Verbindung mit dem Lampengestell vorteilhaft
im wesentlichen plane Wandabschnitte auf. Damit ist für die Montage eine verdrehsichere
Anlage des Lampengestells gewährleistet.
[0008] Das Lampengestell hat vorteilhaft eine kreisringförmige Blende zum Abdecken der Einbauöffnung,
die aber gleichzeitig auch als Widerlager zum Einspannen des Lampengestells am Wandabschnitt
dient. Der Reflektor ist vorzugsweise derart in der Blende gehalten, dass zwischen
dem Innenrand der Blende und dem Aussenrand des Reflektors ein umlaufender Luftspalt
verbleibt. Dadurch wird einerseits ein Wärmeübergang vom Reflektor auf die Blende
und damit auch auf den Wandabschnitt vermieden. Andererseits sorgt der Luftspalt aber
auch für einen Luftaustausch im Einbautopf.
[0009] Der Einbautopf lässt sich besonders preiswert aus Kunststoffmaterial herstellen.
Für spezielle Anwendungszwecke könnte aber auch keramisches Material verwendet werden.
[0010] Besondere Vorteile können in einer Hohldecke mit den beschriebenen Einbauleuchten
erzielt werden, wenn diese mit Isolationsmaterial gefüllt ist, das die Aussenseite
des Einbautopfs unmittelbar und ohne Luftzwischenraum umgibt. Für die Plazierung der
Leuchten wird im Isolationsmaterial der notwendige Raum ausgespart, wobei aber keinerlei
Sicherheitsabstand zu berücksichtigen ist.
[0011] Wenn die Einbauleuchten mit Niedervolthalogenlampen bestückt sind, ist auf an sich
bekannte Weise ein vorzugsweise elektronischer Transformator erforderlich der die
Netzspannung reduziert. Ein derartiger Transformator kann in der Hohldecke unmittelbar
neben dem Einbautopf angeordnet sein, wobei die Aussenseite des Transformators ebenfalls
ohne Luftzwischenraum von Isolationsmaterial umgeben ist. Auch der Transformator gibt
dabei eine bestimmte Wärme ab. Diese addiert sich jedoch zusammen mit der von der
Einbauleuchte abgegebenen Wärme nicht zu einem unzulässigen Wert. Bei bekannten Einbauleuchten
musste wegen dieses Additionseffekts auch der Transformator von einem relativ grossen
umlaufenden Luftraum umgeben sein.
[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
nachstehend genauer beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Querschnitt durch eine Einbauleuchte mit den Merkmalen der Erfindung,
- Figur 2
- eine seitliche Draufsicht auf das Lampengestell gemäss Figur 1,
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung des Einbautopfs gemäss Figur 1 und
- Figur 4
- einen Querschnitt durch eine Hohldecke mit Einbauleuchte und Transformator.
[0013] Die in Figur 1 dargestellte Einbauleuchte 1 besteht im wesentlichen aus einem Lampengestell
2 (Figur 2) und aus einem Einbautopf 5. Das Lampengestell verfügt über einen etwa
U-förmigen Tragbügel 8 dessen U-Schenkel mit einer kreisringförmigen Blende 9 verbunden
sind. Der von aussen sichtbare Teil der Blende hat einen etwas hochgezogenen Aussenrand
14 und einen Innnenrand 10. Die Blende 9 verdeckt auf diese Weise die Einbauöffnung
31, berührt einen Wandabschnitt 24 aber nur gerade linienförmig im Bereich des Aussenrands
14.
[0014] Im Bereich des Innenrandes 10 geht die Blende 9 in eine zylindrische Innenwand 13
über. Diese Innenwand ist mit dem Tragbügel 8 verschweisst. Die Distanz zwischen den
beiden U-Schenkeln des Tragbügels 8 ist etwas grösser als der Aussendurchmesser der
Innenwand 13. Die Innenwand wird dadurch auf Distanz zu dem sie umgebenden Einbautopf
5 gehalten.
[0015] In den beiden U-Schenkeln des Tragbügels 8 ist auch je eine Aussparung 23 angeordnet,
in welcher je eine Drehfeder 22 gehalten ist. Jede Feder ist mit einem Federbügel
3, 3' verbunden, der um die Achse der Feder 22 schwenkbar ist und der gegen die Blende
9 hin vorgespannt ist. Zum Einbauen der Leuchte werden die beiden Federbügel ganz
hochgeschwenkt, sodass sie durch die Einbauöffnung 31 hindurchgeschoben werden können.
Anschliessend verspannen sich die Federbügel gegen die Rückseite des Wandabschnitts
24 und pressen auf diese Weise die Blende 9 gegen die Aussenseite des Wandabschnitts
24.
[0016] Am parallel zum Wandabschnitt verlaufenden Abschnitt des Tragbügels 8 ist eine Lampenfassung
aus Keramik angeschraubt. In diese Lampenfassung kann beispielsweise eine Halogenglühlampe
12 gesteckt werden. Auf der Unterseite der als Verbindungsstück dienenden Lampenfassung
6 ist ein Reflektor 4 befestigt, der auch Infrarotstrahlung weitgehend nach unten
reflektiert. Der Reflektor 4 ist dabei derart im Zentrum der Blendenöffnung gehalten,
dass zwischen dem Innenrand 10 der Blende und dem Aussenrand 11 des Reflektors ein
Luftspalt 21 verbleibt. Dadurch ist praktisch kein unmittelbarer Wärmedurchgang vom
Reflektor auf das Lampengestell möglich.
[0017] Einzelheiten des Einbautopfs 5 sind aus Figur 3 ersichtlich. Der Einbautopf ist becherförmig
und im wesentlichen zylindrisch ausgebildet, wobei seine Seitenwände aus fabrikationstechnischen
Gründen jedoch einen geringen Entformungsanzug von ca. 1° aufweisen. Im Bereich der
Verbindung des Einbautopfs mit dem Lampengestell bzw. mit dem Tragbügel 8 sind im
wesentlichen plane bzw. planparallele Wandabschnitte 18 vorgesehen. In diesem Bereich
liegen auch die Aussparungen oder Schlitze 7, welche sich gegen den unteren Rand 32
des Einbautopfs hin öffnen. Unmittelbar über den Aussparungen ist je eine Bohrung
27 angeordnet, durch welche mittels einer Halteschraube 15 der Haltetopf mit dem Lampengestell
verschraubt werden kann.
[0018] An der Rückwand 33 des Einbautopfs 5 sind drei Abstandshalter 16 angeordnet. Diese
dienen dazu, eine scheibenförmige Abdeckung 17 (Figur 1) aufzunehmen, welche das Transformatorenkabel
30 fixiert. Die Befestigung der Abdeckung 17 erfolgt mittels einer Schraube, die in
eine Schraubenbüchse 20 eingeschraubt werden kann. Das Kabel 30 wird durch eine Kabelöffnung
19 ins Innere des Einbautopfs geführt. In der Rückwand 31 sind auch noch mehrere Schlitze
angeordnet, welche die Durchlüftung verbessern.
[0019] Figur 4 zeigt eine Hohldecke 28, mit einer am Wandabschnitt 24 befestigten Einbauleuchte
1. Unmittelbar daneben ist ein Transformator 29 angeordnet. Das Isolationsmaterial
25 ist ohne Luftzwischenraum dicht um die Einbauleuchte 1 und um den Transformator
29 gepackt. Damit ist eine optimale Isolationswirkung auch im Bereich der Einbauleuchte
gewährleistet. Selbstverständlich könnte analog zu einer derartigen Hohldeke die gleiche
Anordnung auch in einer isolierten Hohlwand montiert sein.
1. Einbauleuchte (1), insbesondere für Halogenlampen, mit einem Lampengestell (2), das
Haltemittel (3, 3') zum Befestigen an einem Wandabschnitt (24) aufweist und das einen
Reflektor (4) für die Lampe (12) trägt, dadurch gekennzeichnet, dass das Lampengestell
(2) in einem Einbautopf (5) befestigt ist, der Aussparungen (7, 7') für die Haltemittel
(3, 3') aufweist und dass der Reflektor (4) über ein Verbindungsstück (6) mit schlechter
Wärmeleitfähigkeit mit dem Lampengestell (2) verbunden ist.
2. Einbauleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (6)
eine Keramikfassung für die Lampe (12) ist.
3. Einbauleuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel
(3, 3') wenigstens zwei federnde Klemmbügel aufweisen und dass am Einbautopf (5) für
jeden Klemmbügel ein gegen den Rand des Einbautopfs offener Schlitz (7, 7') vorgesehen
ist.
4. Einbauleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Einbautopf
(5) im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist und dass das Lampengestell (2) einen
Tragbügel (8) aufweist, der über den Aussparungen (7, 7') für die Haltemittel mit
dem Einbautopf (5) verschraubt ist.
5. Einbauleuchte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Einbautopf (5) im
Bereich der Verbindung mit dem Lampengestell (2) im wesentlichen plane Wandabschnitte
aufweist.
6. Einbauleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Lampengestell
(2) eine kreisringförmige Blende (9) zum Abdecken der Einbauöffnung aufweist und dass
der Reflektor (4) derart in der Blende gehalten ist, dass zwischen dem Innenrand (10)
der Blende und dem Aussenrand (11) des Reflektors ein Luftspalt (21) verbleibt.
7. Einbauleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Einbautopf
(5) aus Kunststoffmaterial besteht.
8. Hohldecke (28) mit wenigstens einer eingebauten Einbauleuchte (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 7, wobei die Hohldecke mit einem Isolationsmaterial (25) gefüllt ist, das die
Aussenseite des Einbautopfs (5) umgibt.
9. Hohldecke nach Anspruch 8, bei der die Einbauleuchte (1) eine Niedervolt-Halogenlampe
trägt, die über einen Transformator (2) gespeist wird, dadurch gekennzeichnet, dass
der Transformator in der Hohldecke neben dem Einbautopf (5) angeordnet ist und dass
dessen Aussenseite ebenfalls von Isolationsmaterial umgeben ist.