(19)
(11) EP 1 016 819 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
05.07.2000  Patentblatt  2000/27

(21) Anmeldenummer: 99811079.5

(22) Anmeldetag:  23.11.1999
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F21V 21/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 29.12.1998 CH 258198

(71) Anmelder: Störi Einbau-Licht AG
8762 Schwanden (CH)

(72) Erfinder:
  • Störi, Adolf
    8762 Schwanden (CH)

(74) Vertreter: Wenger, René et al
Hepp, Wenger & Ryffel AG Friedtalweg 5
9500 Wil
9500 Wil (CH)

   


(54) Einbauleuchte und Hohldecke mit einer Einbauleuchte


(57) Die Einbauleuchte (1) besteht aus einem Lampengestell (2), das in einem Einbautopf (5) befestigt ist. Das Lampengestell ist mit Haltemitteln (3, 3') zum Befestigen an einem Wandabschnitt (24) versehen. Im Bereich dieser Haltemittel ist der Einbautopf mit Aussparungen (7, 7') versehen. Das Lampengestell trägt die eigentliche Lampe (12) und einen die Lampe umgebenden Reflektor (4). Lampe und Reflektor sind über ein Verbindungsstück (6) mit schlechter Wärmeleitfähigkeit mit dem Lampengestell verbunden. Eine derartige Einbauleuchte kann auch unmittelbar in Isoliermaterial (25) eingebaut werden, weil sich diejenigen Teile des Lampengestells, die den Wandabschnitt (24) berühren, nur geringfügig erwärmen und weil der Einbautopf (5) die Restwärme abschirmt.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Einbauleuchte, insbesondere für Halogenlampen, gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1. Derartige Einbauleuchten werden als Deckenlampen insbesondere in Hohldecken eingebaut. Das Lampengestell trägt dabei die Lampenfassung, den Reflektor und Haltemittel zum Befestigen der Einbauleuchte an einem Wandabschnitt.

[0002] Ein Problem bei bekannten Einbauleuchten entsteht durch die relativ hohe Temperatur, welche spezielle Einbaumassnahmen erfordert. So muss beispielsweise bei isolierten Hohldecken das Isolationsmaterial rund um die Einbauleuchte einen bestimmten Sicherheitsabstand einhalten, sodass hinter der Einbauleuchte ein Luftraum entsteht. Dies erfordert einerseits einen grossen Arbeitsaufwand bei der Montage und andererseits wird dadurch die Isolationswirkung der Hohldecke bezüglich Wärme- und Schalldämmung beeinträchtigt. Trotzdem ist keine ausreichende Sicherheit bezüglich Brandgefahr gewährleistet. Aber auch für den Einbau in Massivholz eignen sich bekannte Einbauleuchten wegen den bekannten Temperaturproblemen nicht. Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, eine Einbauleuchte der Eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher der eingebaute rückwärtige Teil der Leuchte nur geringen Temperaturbelastungen ausgesetzt ist und die sich insbesondere auch für den Einbau in isolierte Hohldecken eignet. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einer Einbauleuchte gelöst, welche die Merkmale im Anspruch 1 aufweist.

[0003] Das Lampengestell ist dabei in einem Einbautopf befestigt, der den versenkten Teil der Leuchte vor Wärmeabstrahlung schützt. Zwar sind Einbautöpfe an Leuchten beispielsweise bereits durch die US-A-4 821 161 oder durch die CH-A-687 564 bekannt geworden. Diese Einbautöpfe verfügen aber über keine Aussparungen für Haltemittel, an denen das Lampengestell befestigt werden kann. Ausserdem ist bei bekannten Einbauleuchten das Lampengestell nicht konsequent vom heissen Teil der Lampe bzw. des Reflektors getrennt. Diese Trennung wird bei der erfindungsgemässen Einbauleuchte durch ein Verbindungsstück erzielt, das eine schlechte Wärmeleitfähigkeit aufweist und über das der Reflektor mit dem Lampengestell verbunden ist. Das Verbindungsstück kann beispielsweise aus einem keramischen Werkstoff oder aus einem Hitzeresistenten Kunststoffmaterial bestehen. Durch diese Befestigung des Reflektors bzw. der Lampe, kann sich das aus der Regel aus Metall bestehende Lampengestell nicht wesentlich erwärmen. Besonders gute Resultate werden zudem erzielt, wenn der Reflektor so beschaffen ist, dass er nach Möglichkeit sämtliche Wärmestrahlen von der Lampe reflektiert.

[0004] Das Verbindungsstück ist vorzugsweise unmittelbar eine Keramikfassung für die Lampe. Derartige Fassungen sind beispielsweise für Halogenlampen als Steckfassungen gebräuchlich. Die Fassung wird dabei so montiert, dass auf einer Seite der Reflektor und auf der anderen Seite das Lampengestell befestigt ist.

[0005] Die Haltemittel weisen vorteilhaft wenigstens zwei federnde Klemmbügel auf, welche derart vorgespannt sind, dass sie federnd gegen die Rückseite eines Wandabschnitts gepresst werden. Der Einbautopf hat dabei für jeden Klemmbügel einen gegen den Rand des Einbautopfs offenen Schlitz. Auf diese Weise kann das Lampengestell einfach im Einbautopf montiert werden und die Klemmbügel haben eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit.

[0006] Der Einbautopf ist vorzugsweise zylindrisch ausgebildet, sodass er durch eine Öffnung in einen Wandabschnitt eingeschoben werden kann, welche nur geringfügig grösser ist als der Aussendurchmesser des Einbautopfs. Das Lampengestell weist dabei einen Tragbügel auf, der über den Aussparungen für die Haltemittel mit dem Einbautopf verschraubt ist. Der Haltebügel trägt dabei ersichtlicherweise auch noch die Haltemittel selbst. Eine andere Befestigung des Lampengestells, beispielsweise am geschlossenen Ende des Einbautopf wäre aber ohne weiteres denkbar.

[0007] Der Einbautopf weist im Bereich der Verbindung mit dem Lampengestell vorteilhaft im wesentlichen plane Wandabschnitte auf. Damit ist für die Montage eine verdrehsichere Anlage des Lampengestells gewährleistet.

[0008] Das Lampengestell hat vorteilhaft eine kreisringförmige Blende zum Abdecken der Einbauöffnung, die aber gleichzeitig auch als Widerlager zum Einspannen des Lampengestells am Wandabschnitt dient. Der Reflektor ist vorzugsweise derart in der Blende gehalten, dass zwischen dem Innenrand der Blende und dem Aussenrand des Reflektors ein umlaufender Luftspalt verbleibt. Dadurch wird einerseits ein Wärmeübergang vom Reflektor auf die Blende und damit auch auf den Wandabschnitt vermieden. Andererseits sorgt der Luftspalt aber auch für einen Luftaustausch im Einbautopf.

[0009] Der Einbautopf lässt sich besonders preiswert aus Kunststoffmaterial herstellen. Für spezielle Anwendungszwecke könnte aber auch keramisches Material verwendet werden.

[0010] Besondere Vorteile können in einer Hohldecke mit den beschriebenen Einbauleuchten erzielt werden, wenn diese mit Isolationsmaterial gefüllt ist, das die Aussenseite des Einbautopfs unmittelbar und ohne Luftzwischenraum umgibt. Für die Plazierung der Leuchten wird im Isolationsmaterial der notwendige Raum ausgespart, wobei aber keinerlei Sicherheitsabstand zu berücksichtigen ist.

[0011] Wenn die Einbauleuchten mit Niedervolthalogenlampen bestückt sind, ist auf an sich bekannte Weise ein vorzugsweise elektronischer Transformator erforderlich der die Netzspannung reduziert. Ein derartiger Transformator kann in der Hohldecke unmittelbar neben dem Einbautopf angeordnet sein, wobei die Aussenseite des Transformators ebenfalls ohne Luftzwischenraum von Isolationsmaterial umgeben ist. Auch der Transformator gibt dabei eine bestimmte Wärme ab. Diese addiert sich jedoch zusammen mit der von der Einbauleuchte abgegebenen Wärme nicht zu einem unzulässigen Wert. Bei bekannten Einbauleuchten musste wegen dieses Additionseffekts auch der Transformator von einem relativ grossen umlaufenden Luftraum umgeben sein.

[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird nachstehend genauer beschrieben. Es zeigen:
Figur 1
einen Querschnitt durch eine Einbauleuchte mit den Merkmalen der Erfindung,
Figur 2
eine seitliche Draufsicht auf das Lampengestell gemäss Figur 1,
Figur 3
eine perspektivische Darstellung des Einbautopfs gemäss Figur 1 und
Figur 4
einen Querschnitt durch eine Hohldecke mit Einbauleuchte und Transformator.


[0013] Die in Figur 1 dargestellte Einbauleuchte 1 besteht im wesentlichen aus einem Lampengestell 2 (Figur 2) und aus einem Einbautopf 5. Das Lampengestell verfügt über einen etwa U-förmigen Tragbügel 8 dessen U-Schenkel mit einer kreisringförmigen Blende 9 verbunden sind. Der von aussen sichtbare Teil der Blende hat einen etwas hochgezogenen Aussenrand 14 und einen Innnenrand 10. Die Blende 9 verdeckt auf diese Weise die Einbauöffnung 31, berührt einen Wandabschnitt 24 aber nur gerade linienförmig im Bereich des Aussenrands 14.

[0014] Im Bereich des Innenrandes 10 geht die Blende 9 in eine zylindrische Innenwand 13 über. Diese Innenwand ist mit dem Tragbügel 8 verschweisst. Die Distanz zwischen den beiden U-Schenkeln des Tragbügels 8 ist etwas grösser als der Aussendurchmesser der Innenwand 13. Die Innenwand wird dadurch auf Distanz zu dem sie umgebenden Einbautopf 5 gehalten.

[0015] In den beiden U-Schenkeln des Tragbügels 8 ist auch je eine Aussparung 23 angeordnet, in welcher je eine Drehfeder 22 gehalten ist. Jede Feder ist mit einem Federbügel 3, 3' verbunden, der um die Achse der Feder 22 schwenkbar ist und der gegen die Blende 9 hin vorgespannt ist. Zum Einbauen der Leuchte werden die beiden Federbügel ganz hochgeschwenkt, sodass sie durch die Einbauöffnung 31 hindurchgeschoben werden können. Anschliessend verspannen sich die Federbügel gegen die Rückseite des Wandabschnitts 24 und pressen auf diese Weise die Blende 9 gegen die Aussenseite des Wandabschnitts 24.

[0016] Am parallel zum Wandabschnitt verlaufenden Abschnitt des Tragbügels 8 ist eine Lampenfassung aus Keramik angeschraubt. In diese Lampenfassung kann beispielsweise eine Halogenglühlampe 12 gesteckt werden. Auf der Unterseite der als Verbindungsstück dienenden Lampenfassung 6 ist ein Reflektor 4 befestigt, der auch Infrarotstrahlung weitgehend nach unten reflektiert. Der Reflektor 4 ist dabei derart im Zentrum der Blendenöffnung gehalten, dass zwischen dem Innenrand 10 der Blende und dem Aussenrand 11 des Reflektors ein Luftspalt 21 verbleibt. Dadurch ist praktisch kein unmittelbarer Wärmedurchgang vom Reflektor auf das Lampengestell möglich.

[0017] Einzelheiten des Einbautopfs 5 sind aus Figur 3 ersichtlich. Der Einbautopf ist becherförmig und im wesentlichen zylindrisch ausgebildet, wobei seine Seitenwände aus fabrikationstechnischen Gründen jedoch einen geringen Entformungsanzug von ca. 1° aufweisen. Im Bereich der Verbindung des Einbautopfs mit dem Lampengestell bzw. mit dem Tragbügel 8 sind im wesentlichen plane bzw. planparallele Wandabschnitte 18 vorgesehen. In diesem Bereich liegen auch die Aussparungen oder Schlitze 7, welche sich gegen den unteren Rand 32 des Einbautopfs hin öffnen. Unmittelbar über den Aussparungen ist je eine Bohrung 27 angeordnet, durch welche mittels einer Halteschraube 15 der Haltetopf mit dem Lampengestell verschraubt werden kann.

[0018] An der Rückwand 33 des Einbautopfs 5 sind drei Abstandshalter 16 angeordnet. Diese dienen dazu, eine scheibenförmige Abdeckung 17 (Figur 1) aufzunehmen, welche das Transformatorenkabel 30 fixiert. Die Befestigung der Abdeckung 17 erfolgt mittels einer Schraube, die in eine Schraubenbüchse 20 eingeschraubt werden kann. Das Kabel 30 wird durch eine Kabelöffnung 19 ins Innere des Einbautopfs geführt. In der Rückwand 31 sind auch noch mehrere Schlitze angeordnet, welche die Durchlüftung verbessern.

[0019] Figur 4 zeigt eine Hohldecke 28, mit einer am Wandabschnitt 24 befestigten Einbauleuchte 1. Unmittelbar daneben ist ein Transformator 29 angeordnet. Das Isolationsmaterial 25 ist ohne Luftzwischenraum dicht um die Einbauleuchte 1 und um den Transformator 29 gepackt. Damit ist eine optimale Isolationswirkung auch im Bereich der Einbauleuchte gewährleistet. Selbstverständlich könnte analog zu einer derartigen Hohldeke die gleiche Anordnung auch in einer isolierten Hohlwand montiert sein.


Ansprüche

1. Einbauleuchte (1), insbesondere für Halogenlampen, mit einem Lampengestell (2), das Haltemittel (3, 3') zum Befestigen an einem Wandabschnitt (24) aufweist und das einen Reflektor (4) für die Lampe (12) trägt, dadurch gekennzeichnet, dass das Lampengestell (2) in einem Einbautopf (5) befestigt ist, der Aussparungen (7, 7') für die Haltemittel (3, 3') aufweist und dass der Reflektor (4) über ein Verbindungsstück (6) mit schlechter Wärmeleitfähigkeit mit dem Lampengestell (2) verbunden ist.
 
2. Einbauleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (6) eine Keramikfassung für die Lampe (12) ist.
 
3. Einbauleuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel (3, 3') wenigstens zwei federnde Klemmbügel aufweisen und dass am Einbautopf (5) für jeden Klemmbügel ein gegen den Rand des Einbautopfs offener Schlitz (7, 7') vorgesehen ist.
 
4. Einbauleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Einbautopf (5) im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist und dass das Lampengestell (2) einen Tragbügel (8) aufweist, der über den Aussparungen (7, 7') für die Haltemittel mit dem Einbautopf (5) verschraubt ist.
 
5. Einbauleuchte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Einbautopf (5) im Bereich der Verbindung mit dem Lampengestell (2) im wesentlichen plane Wandabschnitte aufweist.
 
6. Einbauleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Lampengestell (2) eine kreisringförmige Blende (9) zum Abdecken der Einbauöffnung aufweist und dass der Reflektor (4) derart in der Blende gehalten ist, dass zwischen dem Innenrand (10) der Blende und dem Aussenrand (11) des Reflektors ein Luftspalt (21) verbleibt.
 
7. Einbauleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Einbautopf (5) aus Kunststoffmaterial besteht.
 
8. Hohldecke (28) mit wenigstens einer eingebauten Einbauleuchte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Hohldecke mit einem Isolationsmaterial (25) gefüllt ist, das die Aussenseite des Einbautopfs (5) umgibt.
 
9. Hohldecke nach Anspruch 8, bei der die Einbauleuchte (1) eine Niedervolt-Halogenlampe trägt, die über einen Transformator (2) gespeist wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Transformator in der Hohldecke neben dem Einbautopf (5) angeordnet ist und dass dessen Aussenseite ebenfalls von Isolationsmaterial umgeben ist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht