[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontinuierlichen Umschmelzen von Metallen
-- insbesondere von Stählen sowie Ni- und Co-Basislegierungen -- zu einem Strang durch
Abschmelzen zumindest einer selbstverzehrenden Elektrode in einem elektrisch leitenden
Schlackenbad, das in einer kurzen, nach unten offenen Kokille vorgesehen ist. Zudem
erfaßt die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Bei der Herstellung von beispielsweise hochlegierten Werkzeugstählen -- wie etwa
Schnellarbeitsstählen, ledeburitischen Chromstählen oder anderen stark seigernden
Stählen und Legierungen -- ist das Erzeugen kontinuierlich gegossener Stränge kleiner
bis mittlerer Querschnitte mit Problemen verbunden.
[0003] Der DE 1 932 763 A ist eine Einrichtung zur Durchführung des Elektroschlackenraffinierverfahrens
mit einer wassergekühlten, vertikal angeordneten Kokille für Rohblöcke insbesondere
aus hochlegiertem Stahl zu entnehmen; diese Kokille ist doppelwandig und bietet einen
die Außenabmessungen des zu erzeugenden Rohblockes bestimmenden unteren Bereich an,
dessen innerer Querschnitt höchstens gleich dem Querschnitt einer in einem warmen
Schlackenbad zu erschmelzenden verbrauchbaren Elektrode ist, wobei der untere Kokillenbereich
in einen sich nach oben vorzugsweise konisch erweiternden Zwischenbereich übergeht
und dieser wiederum in einen erweiterten oberen Kokillenbereich. Hier nimmt der Strom
den Weg zum Rohblock über das Schlackenbad.
[0004] Die GB 1 413 508 A offenbart eine Kokille, in deren Kokillenwand ein nichtverzehrbares
stromleitendes Element eingebaut sowie über einen Gleichrichter so mit der Stromversorgung
verbunden ist, dass sowohl die Elektrode als auch der Gießquerschnitt -- -- in Bezug
auf das nichtverzehrbare Element -- ständig elektrisch negativ gepolt sind.
[0005] Aus DE 1 483 646 A und AT 320 884 B sind ebenfalls Varianten des Elektroschlacke-Umschmelzverfahrens
bekannt. Die dort beschriebenen Verfahren mit selbstverzehrenden Elektroden ermöglichen
das Herstellen von Umschmelzblöcken mit guter Oberfläche bei langsamer Blockaufbaugeschwindigkeit.
Die dabei auftretenden geringen Sumpftiefen führen zu einer gleichmäßigen Erstarrung
zwischen Rand und Kern und damit zu einer guten Innenqualität der umgeschmolzenen
Blöcke. Die Anwendung kurzer Kokillen mit absenkbaren Bodenplatten und Elektrodenwechsel
erlaubt auch hier das Bilden relativ langer Stränge. Bei der Herstellung kleiner Abmessungen
wird jedoch die Erzeugung der erforderlichen Abschmelzelektroden schwierig, und die
Verfahrenskosten aufgrund der dann geringen Umschmelzraten werden hoch.
[0006] Um das Problem der Herstellbarkeit von Elektroden mit kleinen Querschnitten zu umgehen,
wurde der Einsatz sog. Trichter- oder T-Kokillen vorgeschlagen; die Kokille nimmt
in einem nach oben trichterförmig erweiterten Teil das Schlackenbad auf und ermöglicht
so ein Abschmelzen von Elektroden, deren Querschnitt der des herzustellenden Umschmelzblockes
ist.
[0007] Während beim Stranggießen von Formaten zwischen 100 und 200 mm -- rund oder quadrat
-- selbst bei langsamem Gießen Gießleistungen von mindestens 5 bis 10 t je Stunde
und Strang erforderlich sind, betragen die Abschmelzraten beim ESU-Verfahren maximal
100 - 200 kg je Stunde bei denselben Formaten. Beim Stranggießen ergeben sich damit
Sumpftiefen zwischen 4 m und 8 m. Die Sumpftiefen beim ESU-Verfahren messen dagegen
100 bis 300 mm.
[0008] Bei einer anderen Verfahrensweise wird nach AT-PS 399.463 vorgeschlagen, Stränge
aus hochlegierten Stählen mit wesentlich geringeren Gießgeschwindigkeiten -- als sie
beim Stranggießen üblich sind -- zu gießen, um eine verbesserte Kernzone zu erreichen
bei gleichzeitiger Abdeckung des Gießspiegels durch ein elektrisch beheiztes Schlackenbad,
um keine Nachteile hinsichtlich der Ausbildung der Oberfläche aufgrund zu starker
Abkühlung in Kauf nehmen zu müssen. Dabei wird vorausgesetzt, daß das flüssige Metall
über längere Zeit mit konstanter Temperatur aus einer beheizbaren Pfanne verfügbar
gemacht werden kann.
[0009] Bei diesem Verfahren stellt sich vielfach wieder das Problem des Warmhaltens größerer
Flüssigmetallmengen über einen längeren Zeitraum. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung,
wenn nur mit einem Strang gearbeitet wird. So ergeben sich beispielsweise beim Vergießen
von Schmelzen mit 25 t Gesamtgewicht zu einem Strang mit z.B. 150 mm Durchmesser mit
einer Gießrate von beispielsweise 2000 kg/h Gießzeiten von 12,5 Stunden. Während dieser
Zeit muß die Schmelze in einem Zwischengefäß oder einer Pfanne warmgehalten werden,
was wiederum entsprechende Energieverluste und einen Verbrauch an feuerfester Ausmauerung
zur Folge hat.
[0010] Andererseits besteht auch das Problem der Kontrolle der Gießgeschwindigkeit im Bereich
von 2000 kg/h, da die hier zum Einsatz kommenden Ausgüsse mit etwa 8 mm Ausgußöffnung
bei niedrigen Gießtemperaturen zum Einfrieren oder Zuschmieren neigen.
[0011] In Kenntnis dieses Standes der Technik hat sich der Erfinder das Ziel gesetzt, die
erkannten Mängel zu beseitigen und ein verbessertes Verfahren zum Elektroschlacke-Strangschmelzen
von Metallen anzubieten.
[0012] Zur Lösung dieser Aufgabe führt die Lehre der unabhängigen Patentansprüche; die Unteransprüche
geben günstige Wieterbildungen an.
[0013] Erfindungsgemäß soll die Abschmelzrate in kg/h dem 1,5 bis 30-fachen des Strangdurchmessers
-- vor allem des aus dem Umfang (U) des Gießquerschnitts errechneten äquivalenten
Strangdurchmessers gemäß der Beziehung D
äq = U/π -- entsprechen, wobei das Verhältnis der Querschnittsfläche einer oder mehrerer
Abschmelzelektroden zur Querschnittsfläche des Gießquerschnitts größer als 0,5 gewählt
wird.
[0014] Versuche haben nämlich gezeigt, daß die eingangs geschilderten Nachteile der einzelnen
bekannt gewordenen Verfahren in überraschend einfacher Weise vermieden bzw. umgangen
werden können, wenn beim an sich bekannten Elektroschlacke-Umschmelzverfahren mit
erheblich höheren Abschmelzraten gearbeitet wird als bisher, wenn gleichzeitig Abschmelzelektroden
mit einem im Vergleich zum Gießquerschnitt großen Querschnitt verwendet werden. Gute
Ergebnisse werden bereits erzielt, wenn die Querschnittsfläche der Abschmelzelektrode/n
mindestens 50 % der Querschnittsfläche des herzustellenden Stranges beträgt. Die erfindungsgemäßen
Werte der erwähnten Abschmelzraten in kg/h sollen bei Rundquerschnitten mindestens
das 1,5-fache -- aber nicht mehr als das 30-fache -- des Durchmessers in mm betragen.
Bei vom Rundquerschnitt abweichenden Strangformen kann ohne weiteres mit jenem Wert
für den äquivalenten Durchmesser D
äq gearbeitet werden.
[0015] Besonders gute Ergebnisse hinsichtlich Energieverbrauch und Qualität der Oberfläche
bei gleichzeitig guter Zentrumsstruktur werden erzielt, wenn die Abschmelzrate in
kg/h dem 5-15-fachen des äquivalenten Durchmessers D
äq in mm entspricht und das Verhältnis der Querschnittsfläche der Abschmelzelektrode/n
zur Querschnittsfläche des herzustellenden Gießquerschnitts gleich oder größer ist
als 1,0. In diesem Fall muß in einer an sich bekannten Trichter- oder T-Kokille umgeschmolzen
werden, wobei der neu gebildete Strang im unteren, engeren Teil der Kokille gebildet
wird und das über dem Gießspiegel befindliche Schlackenbad bis in den trichterförmig
erweiterten Teil reicht, wo dann die Spitze der Abschmelzelektrode in diese eintaucht.
[0016] Dieses hier vom Prinzip her geschilderte vorteilhafte erfindungsgemäße Verfahren
kann in vielfacher Weise an die Erfordernisse des Betreibers angepaßt werden.
[0017] So kann beispielsweise die Kokille fest in einer Arbeitsbühne eingebaut sein und
der Strang nach unten abgezogen werden. Der Strang mag aber auch auf einer feststehenden
Bodenplatte aufgebaut und die Kokille in der Weise angehoben werden, wie der Strang
anwächst. Das Abziehen des Stranges bzw. Anheben der Kokille können kontinuierlich
oder schrittweise erfolgen.
[0018] Ferner besteht die Möglichkeit, die Kokille oszillieren zu lassen, was insbesondere
bei einem kontinuierlichen Strangabzug von Interesse sein wird.
[0019] Im Falle einer schrittweisen Strangabzugs- oder Kokillenhubbewegung kann zusätzlich
an jeden Hubschritt unmittelbar ein Gegenhubschritt anschließen, wobei die Schrittlänge
des Gegenhubschritts bis zu 60 % der Schrittlänge des Abzugs-Hubschritts betragen
kann.
[0020] Beim konventionellen Elektroschlacke-Umschmelzverfahren fließt der Schmelzstrom durch
die Schlacke zwischen Elektrodenspitze und Schmelzsumpf oder bei biphilaren oder dreiphasig
angespeisten Anlagen zwischen den Elektroden. Eine derartige Stromführung ist auch
beim erfindungsgemäßen Verfahren möglich.
[0021] Wenn mit trichterförmigen Kokillen gearbeitet wird, werden auch gute Ergebnisse mit
einer Stromführung zwischen Elektrode und Kokillenwand erzielt.
[0022] Zu besonders guten Ergebnissen hinsichtlich der Wärmeverteilung im Schlackenbad führt
eine Anordnung, bei welcher die Elektrode mit dem einen Pol des Transformators verbunden
ist, während der zweite Pol des Transformators gleichzeitig sowohl mit dem Strang
als auch mit zumindest einem in die Kokillenwand eingebauten stromleitenden Element
verbunden ist; dieses stromleitende Element ist in einem erweiterten oberen Kokillenteil
vorgesehen, in welchen das Schlackenbad hineinreicht und an den nach unten hin ein
den Strangquerschnitt bestimmender Auslaufteil anschließt.
[0023] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung; diese
zeigt in ihrer einzigen Figur einen skizzenhaften Längsschnitt durch eine Vorrichtung
zum Elektroschlacke-Strangschmelzen von Metallen mit einer seitlichen Elektrode in
Wartestellung.
[0024] Der eine Pol einer -- entweder Wechselstrom oder Gleichstrom abgebenden -- Stromquelle
10 ist über eine Zuleitung 12 mit einer Aufhängeeinrichtung 14 einer Abschmelzelektrode
16 verbunden. Die Elekrode 16 wird durch eine in der Zeichnung nicht im einzelnen
wiedergegebene Einrichtung so bewegt, daß das freie Elektrodenende 17 stets in ein
Schlackenbad 18 eintaucht.
[0025] Das Schlackenbad 18 ist in einer Kokille 20 vorgesehen, die in ihrem querschnittlich
trichterartigen Kokillenboden 22 ein rohrartiges Auslaufteil 24 für einen darin entstehenden
Umschmelzstrang 26 eines Durchmessers D aufweist. Am oberen Rand ihrer Wand 28 weist
die Kokille 20 einen radial auskragenden Flansch 30 auf, der als Auflager für einen
Gegenflansch 32 einer gasdicht aufsetzbaren, die Elektrode 16 umgebenden Haube 34
dient.
[0026] Die Stromzuführung zum anderen Pol der Stromquelle 10 erfolgt entweder am Strang
26 über als Stromabnehmer ausgebildete Treibrollen 36 und eine -- einen Hochstromtrenner
38 enthaltende -- Hochstromrückleitung 40 oder aber über in die Kokillenwand 28 eingebaute
Stromabnehmer 42 und eine andere, daran anschließende Hochstromrückleitung 40
a mit Hochstromtrenner 38
a. Möglich ist auch eine Stromführung über Strang 26 und Stromabnehmer 42 gemeinsam;
dabei wird die Rückleitung durch Betätigen der erwähnten Hochstromtrenner 38 bzw.
38
a gewählt.
[0027] Der Anteil der über die Stromabnehmer 42 und die Treibrollen 36 als Kontakte fließenden
Ströme -- wenn beide in den jeweiligen Hochstromrückleitungen 40, 40
a vorgesehenen Hochstromtrenner 38, 38
a so geschaltet sind, daß ein Stromdurchgang ermöglicht wird -- hängt vom Verhältnis
der Widerstände im Schlackenbad 18 ab. Diese werden von der Höhe des Schlackenbades
18 in Bezug auf die Stromabnehmer 42 bzw. den Abstand des freien Endes 17 der Elektrode
16 vom Metallspiegel 44 in der Kokille 20 für den in deren Auslaufteil 24 erstarrenden
Umschmelzstrang 26 bestimmt.
[0028] Der Umschmelzstrang 26 wird durch die Treibrollen 36 entsprechend dem Abschmelzen
der Abschmelzelektrode 16 abgesenkt und der Spiegel 44 des flüssigen Metalls im engeren
Auslaufteil 24 der Kokille 20 durch eine Kontrolleinrichtung, insbesondere eine radioaktive
Strahlenquelle 46, überwacht. Gleichzeitig dienen -- wie schon beschrieben --die Treibrollen
36 auch als Kontakt für die Stromrückleitung 40 vom Strang 26 zur Stromquelle 10.
[0029] Ein Ablängen der gewünschten Erzeugnisabschnitte vom Umschmelzstrang 26 ist beispielsweise
durch eine bei 48 angedeutete Brennschneideanlage möglich.
[0030] Ist die erste Abschmelzelektrode 16 verzehrt, kann diese durch -- hier nicht gezeigte
-- Einrichtungen aus dem Schmelzbereich entfernt und durch eine neue Elektrode 16
a ersetzt werden, die aus einer rechts skizzierte Wartestellung in Schmelzposition
gelangt, so daß der Schmelzvorgang fortgesetzt zu werden vermag; durch das Abschmelzen
mehrerer Elektroden 16 hintereinander wird ein kontinuierlicher Betrieb ermöglicht.
[0031] Die Elektrode 16,16
a und das Schlackenbad 18 sind durch jene -- wie gesagt, mittels ihres Gegenflansches
32 gegen den Kokillenflansch 30 abgedichtete -- Haube 34,34
a gegen Luftzutritt geschützt.
[0032] In der beschriebenen Vorrichtung kann das Umschmelzen unter kontrollierter Atmosphäre
sowie unter Ausschluß des Luftsauerstoffes stattfinden, womit auch die Erzeugung höchstreiner
Umschmelzstränge 26 ermöglicht und ein Abbrand sauerstoffaffiner Elemente verhindert
wird. Dabei sollen Abschmelzelektroden 16 eingesetzt werden, deren Querschnittsfläche
im Verhältnis zum Gießquerschnitt als groß bezeichnet werden kann.
[0033] Bei Strangformen, die vom Rundquerschnitt abweichen, sei ein äquivalenter Durchmesser
D
äq für den Umschmelzstrang 26 angenommen, der aus dem Umfang U abgeleitet werden kann
mit

Beispiel:
[0034] Zur Erprobung der erfindungsgemäßen Technologie wurde an einer ESU-Anlage mit Hebekokille
ein Versuch gefahren.
| Kokille: |
Trichterkokille, Durchmesser unten 160 mm, Durchmesser oben 350 mm |
| Abschmelzelektrode: |
220 mm Durchmesser |
| Stahl: |
S 6-5-2 |
[0035] Nach dem Aufschmelzen von 55 kg Schlacke der Zusammensetzung 30 % CaO, 30 % Al
2O
3, 40 % CaF
2 wurde der Kokillenhub so eingestellt, daß der Stahlspiegel etwa 20 bis 30 mm unterhalb
des Trichteransatzes im unteren Kokillenteil mit 160 mm Durchmesser gehalten wurde.
[0036] Die elektrische Leistung wurde auf 750 kW bei 10 KA und 75 Volt im Schlackenbad 18
eingestellt, wobei die Energie über die Elektrode 16 in das Schlackenbad 18 eingebracht
und sowohl über den Strang 26 als auch über die Kokillenwand 28 des trichterförmig
erweiterten oberen Teils abgeleitet wurde.
[0037] Bei diesen Bedingungen stellte sich eine Abschmelzrate zwischen 820 und 900 kg/h
ein. Dementsprechend wurde die Kokille 20 mit einer mitteleren Geschwindigkeit von
87 bis 95 mm/min. angehoben, wobei das Heben schrittweise mit etwa 10 mm Schrittlänge
erfolgte. Die Hubfrequenz wurde über eine radioaktive Gießspiegelmessung kontrolliert
und gesteuert.
[0038] Es wurde ein Strang 26 mit etwa 3,0 m Länge erzeugt. Die Oberflächengüte war gut,
so daß vor der Warmverformung keine Oberflächenbehandlung erforderlich war. Der Strang
26 wurde ohne Schwierigkeiten zu einem Knüppel mit 100 mm quadrat auf einem Schmiedehammer
vorgeschmiedet.
[0039] Die metallographische Erprobung ergab eine gleichmäßig feinkörnige Karbidverteilung.
Zentrumsseigerungen wurden nicht festgestellt.
1. Verfahren zum Umschmelzen von Metallen, insbesondere von Stählen sowie Ni- und Co-Basislegierungen,
zu einem Strang durch Abschmelzen zumindest einer selbstverzehrenden Elektrode in
einem elektrisch leitenden Schlackenbad, das in einer kurzen, nach unten offenen Kokille,
vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Abschmelzrate in kg/h eingestellt wird, die dem 1,5-fachen bis 30-fachen
des Strangdurchmessers (D, Däq) in mm entspricht, wobei das Verhältnis der Querschnittsfläche einer oder mehrerer
Abschmelzelektroden zur Querschnittsfläche des Gießquerschnitts oder des herzustellenden
Stranges größer als 0,5 gewählt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen aus dem Umfang (U) des Gießquerschnitts
errechneten, vom Rundquerschnitt abweichenden äquivalenten Strangdurchmesser (Däq) gemäß der Bezeichnung Däq = U/π.
3. Verfahren zum Umschmelzen von Metallen in einer Trichterkokille nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschmelzrate in kg/h dem 5 bis 15-fachen des aus
dem Umfang (U) des Gießquerschnitts errechneten äquivalenten Strangdurchmessers (Däq) entspricht und das Verhältnis der Querschnittsfläche/n der Abschmelzelektrode/n
zur Querschnittsfläche des Gießquerschnitts gleich oder größer ist als 1,0, wobei
der Strang im unteren, engen Teil der Trichterkokille geformt wird sowie das Schlackenbad
bis in deren erweiterten oberen Teil reicht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der gebildete
Strang kontinuierlich aus der Kokille abgezogen wird, wobei gegebenenfalls der gebildete
Strang feststeht und die Kokille kontinuierlich angehoben wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der gebildete
Strang schrittweise aus der Kokille abgezogen wird, wobei gegebenenfalls der gebildete
Strang feststeht und die Kokille schrittweise angehoben wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kokille oszillierend bewegt
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß nach jedem Hubschritt unmittelbar
ein Gegenhubschritt in entgegengesetzter Richtung durchgeführt sowie die Hublänge
des Gegenhubschritts mit höchstens 60 % der Hublänge des vorangegangenen Hubschritts
gewählt wird.
8. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen
zwischen Elektrode und Strang fließenden Schmelzstrom oder durch einen zwischen Elektrode
und Kokille fließenden Schmelzstrom.
9. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen
zwischen einerseits Elektrode und andererseits gleichzeitig sowohl Strang als auch
Kokille fließenden Schmelzstrom.
10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach wenigstens einem der voraufgehenden
Ansprüche mit zumindest einer Elektrode (16) sowie einer einer Stromquelle (10) zugeordneten
Kokille (20) für ein in ein oberes erweitertes Kokillenteil (22) reichendes Schlackenbad
(18), wenigstens einem stromleitenden Element (42) im erweiterten Kokillenteil (22)
der Kokillenwand (28) sowie einem an das Kokillenteil nach unten hin anschließenden,
den Strangquerschnitt bestimmenden Auslaufteil (24), wobei die Elektrode (16) an einen
Pol der Stromquelle (10) angeschlossen und deren anderer Pole sowohl mit dem Strang
(24) als auch mit dem/den stromleitenden Element/en (42) in der Kokillenwand (28)
verbunden ist.
1. Method for remelting metals, in particular steels as well as Ni-based and Co-based
alloys, into a billet by melting off at least one consumable electrode in an electrically
conductive slag bath which is provided in a short, open-bottomed chill mould, characterised
in that a melt-off rate is set in kg/h, corresponding to 1.5 to 30 times the billet
diameter (D, Daq) in mm, wherein the ratio of the cross-sectional area of one or more consumable electrodes
to the cross-sectional area of the casting cross-section or of the billet to be produced
is selected at greater than 0.5.
2. Method according to claim 1, characterised by an equivalent billet diameter (Daq) calculated from the circumference (U) of the casting cross-section and differing
from the round cross-section, according to the expression Daq - U/π.
3. Method for remelting metals in a funnel chill mould according to claim 1 or 2, characterised
in that the melt-off race in kg/h corresponds to 5 to 15 times the equivalent billet
diameter (Daq) calculated from the circumference (U) of the casting cross-section, and the ratio
of the cross-seccional area(s) of the consumable electrode(s) to the cross-sectional
area of the casting cross-section is equal to or greater than 1.0, wherein the billet
is formed in the lower narrow portion of the funnel chill mould, and the slag bath
extends as far as the wider upper portion thereof.
4. Method according to any of claims 1 to 3, characterised in that the formed billet
is drawn off continuously from the chill mould, wherein if occasion arises the formed
billet is stationary and the chill mould is lifted continuously.
5. Method according co any of claims 1 to 3, characterised in that the formed billet
is drawn off stepwise from the chill mould, wherein if occasion arises the formed
billet is stationary and the chill mould is lifted stepwise.
6. Method according to claim 4, characterised in that the chill mould is moved in oscillating
fashion.
7. Method according to claim 5, characterised in that immediately after each lifting
step a counterlifting step is performed in the opposite direction, and the stroke
length of the counterlifting step is selected at not more than 60% of the stroke length
of the preceding lifting step.
8. Mechod according to one or more of claims 1 to 7, characterised by a fusing current
flowing between electrode and billet or by a fusing current flowing between electrode
and chill mould.
9. Method according to one or more of claims 1 to 7, characterised by a fusing current
flowing between on the one hand electrode and on the other hand simultaneously both
billet and chill mould.
10. Apparatus for carrying out the method according to one or more of the preceding claims
with at least one electrode (16) as well as a chill mould (20) associated with a current
source (10) for a slag bath (18) extending into a wider upper portion (22) of the
chill mould, at least one electrically conductive element (42) in the wider chill
mould portion (22) of the chill mould wall (28), and also an outlet portion (24) which
adjoins the chill mould portion at the bottom and defines the billet cross-section,
wherein the electrode (16) is connected to one terminal of the current source (10)
and its other terminal is connected both to the billet (24) and to the electrically
conductive element(s) (42) in the chill mould wall (28).
1. Procédé de refusion de métaux, en particulier d'aciers tels que les alliages à base
Ni et Co, en une barre par fusion d'au moins une électrode consommable dans un bain
de laitier électriquement conducteur, se trouvant dans un moule métallique ou lingotière
courte, ouverte vers le bas,
caractérisé en ce que
on impose un débit de fusion en kg/h qui correspond à 1.5 à 30 fois le diamètre
(D. Déq) de la barre en mm, le rapport entre la surface de la section transversale
d'une ou plusieurs électrode(s) du bain et la surface de section transversale de la
section transversale de coulée ou de la barre en cours de fabrication étant choisi
supérieur à 0,5.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le diamètre équivalent (Déq)
de la barre présentant une section transversale différente de la section ronde, est
calculé par la formule Déq = U/π, à partir du périmètre (U) de la section transversale
de coulée.
3. Procédé de refusion de métaux dans une lingotière en forme d'entonnoir selon la revendication
1 ou 2, caractérisé en ce le débit de fusion en kg/h correspond à 5 à 15 fois le diamètre
de barre équivalent (Déq) calculé à partir du périmètre (U) de la section transversale
de coulée et en ce que le rapport entre la ou les surface(s) de la ou les électrode(s)
de fusion et la surface de section transversale de la section transversale de coulée
est égal ou supérieur à 1, la barre se formant à la partie inférieure, rétrécie, de
la lingotière en entonnoir, alors que le bain de laitier s'étend dans la partie supérieure
évasée de la lingotière.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la barre formée
est extraite en continu de la lingotière, le cas échéant la barre formée étant fixe
et la lingotière étant levée en continu.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la barre formée
est extraite par étapes de la lingotière, le cas échéant la barre formée étant fixe
et la lingotière étant levée par étapes.
6. Procédé selon la revendications 4, caractérisé en ce que la lingotière est déplacée
de façon oscillante.
7. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que, après chaque étape de course,
on effectue directement une étape de contre-course dans la direction opposée, la longueur
de course de l'étape de contre-course étant choisie au plus égale à 60% de la longueur
de course de l'étape de course précédente.
8. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par un courant
de fusion s'écoulant entre l'électrode et la barre ou par un courant de fusion s'écoulant
entre l'électrode et la lingotière.
9. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par un courant
de fusion s'écoulant entre d'une part l'électrode, et d'autre part, simultanément
aussi bien la barre qu'également la lingotière.
10. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon au moins l'une des revendications
précédentes, avec au moins une électrode (16) ainsi qu'une lingotière (20) associée
à une source de courant électrique (10) pour un bain de laitier (18) s'étendant dans
une partie (22) de la lingotière évasée vers le haut, au moins un élément (42) conducteur
du courant électrique dans la partie de lingotière évasée (22) de la paroi de lingotière
(28), ainsi qu'une partie de sortie (24) se raccordant vers le bas à la partie de
lingotière et déterminant la section transversale de barre, l'électrode (16) étant
raccordée à un pôle de la source de courant (10) et son autre pôle étant relié aussi
bien à la barre (26) qu'également au(x) élément(s) (42) conducteur(s) du courant électrique
dans la paroi (28) de la lingotière.