[0001] Die Erfindung betrifft ein Baumrostsystem zum Abdecken von Baumscheiben nach dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Durch die DE 30 29 590 C2 ist bereits ein Baumrostsystem bekannt, bei dem mehrere
Rostabschnitte durch Kupplungen zu einem zusammenhängenden selbsttragenden, nur am
äußeren Rand auf einem Stützlager aufliegenden Baumrost verbunden sind. Die Kupplungen
weisen je zwei an zwei aneinandergrenzenden Rostabschnitten ausgebildete feste Kupplungsteile
auf, an deren Unterseite je eine rampenartige Klemmfläche ausgeformt ist. Die Kupplungen
enthalten ferner ein bewegbares Kupplungsteil, das aus einem scheibenförmigen Kopf,
einem bolzenförmigen Mittelteil und einem zweiarmigen Querriegel besteht. Das bewegbare
Kupplungsteil ist zwischen die festen Kupplungsteile steckbar und anschließend in
eine Verriegelungsstellung drehbar, wobei die Querriegelarme mit den beiden rampenartige
Klemmflächen in Wirkverbindung bringbar sind.
[0003] Dieses bekannte Baumrostsystem hat gegenüber anderen bekannten Baumrostsystemen den
entscheidenden Vorteil, daß der aus einzelnen Abschnitten zusammengesetzte Baumrost
mit Ausnahme des sich auf dem Stützlager abstützenden äußeren Randbereiches sich freitragend
mit Abstand über dem Erdreich der Baumscheibe erstreckt und dabei so stabil ist, daß
er das Gewicht von Kraftfahrzeugen zu tragen vermag. Hierfür ist es aber von entscheidender
Bedeutung, daß die bewegbaren Kupplungsteile unter allen Umständen in ihrer Verriegelungsstellung
verbleiben.
[0004] Aufgrund der schrägen rampenartigen Gestalt der Klemmflächen und der reibschlüssigen
Verklemmung der Querriegelarme ergibt sich bei dem bekannten Baumrostsystem an der
Berührungsstelle der Querriegelarme mit den Klemmflächen eine parallel zur Ebene der
Klemmflächen gerichtete Kraftkomponente. Obwohl diese Kraftkomponente im Vergleich
zu der senkrecht zur Klemmflächenebene gerichteten Kraftkomponente sehr klein ist,
könnte es dennoch infolge von auf den Baumrost einwirkenden Vibrationen und stoßartigen
Erschütterungen vorkommen, daß sich die bewegbaren Kupplungsteile allmählich aus der
Verriegelungsstellung lösen.
[0005] Eine andere Problematik kann sich beim Zusammensetzen der Rostabschnitte ergeben.
Die bewegbaren Kupplungsteile können nämlich nur dann in ihre Verriegelungsstellung
gedreht werden, wenn die Klemmflächen der festen Kupplungsteile ohne vertikalen oder
horizontalen Versatz in der Bewegungsbahn der mit ihnen zusammenwirkenden Querriegelarme
liegen. Mit Hilfe der an den Seitenwänden der Rostabschnitte ausgebildeten Nut/Feder-Anordnungen
werden die Rostabschnitte und damit die Klemmflächen wirksam in einer gemeinsamen
horizontalen Ebene gehalten, so daß kein vertikaler Versatz zwischen den beiden Klemmflächen
und den Querriegelarmen auftreten kann. Durch die Nut/Feder-Anordnungen wird ferner
ein parallel zu den in gegenseitigen Kontakt tretenden Seitenwänden der Rostabschnitte
gerichteter horizontaler Versatz vermieden. Dagegen gibt es keine Abhilfe gegen einen
in Fügerichtung der Nut/Feder-Anordnungen und somit senkrecht zu den besagten Seitenwänden
auftretenden horizontalen Versatz, der dadurch zustandekommt, daß die miteinander
zu verbindenden Rostabschnitte beim Zusammenfügen einen zu großen gegenseitigen Abstand
haben. Daher müssen die Rostabschnitte beim Zusammenfügen so lange in gegenseitiger
Berührung gehalten werden, bis die bewegbaren Kupplungsteile wenigstens so weit in
Richtung ihrer Verriegelungsstellung gedreht worden sind, daß sich die Rostabschnitte
nicht mehr voneinander entfernen können. Im Hinblick auf die z. T. großflächigen,
schweren und damit unhandlichen Rostabschnitte ist dies mitunter nur sehr schwierig
und umständlich zu bewerkstelligen, zumal die beiden durchzuführenden Tätigkeiten,
nämlich das In- gegenseitige - Berührung-Halten der Rostabschnitte und das Drehen
der Kupplungsteile gleichzeitig erfolgen müssen.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, in zweifacher Hinsicht eine verbesserte
und sicherere Haltewirkung zu erzielen, nämlich zum einen beim Zusammensetzen der
Rostabschnitte und zum anderen nach der fertigen Montage eines Baumrostes. Die Aufgabe
wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Beim Einstecken eines bewegbaren Kupplungsteiles zwischen die beiden festen Kupplungsteile
greift die Rippe bereits zu einem frühen Zeitpunkt in die Nut ein und schafft auf
diese Weise eine in horizontaler Ebene wirkende formschlüssige Verbindung zwischen
den zusammenzufügenden Rostabschnitten, wodurch sich diese jetzt nicht mehr voneinander
entfernen können. Dadurch ist gewährleistet, daß das bewegbare Kupplungsteil stets
problemlos aus der Einsteckstellung in Richtung seiner Verriegelungsstellung gedreht
werden kann. Da hierbei die Rostabschnitte nicht mehr unmittelbar vor und zu Beginn
des Verdrehens des bewegbaren Kupplungsteiles durch manuelle Krafteinwirkung in gegenseitiger
Berührung gehalten werden müssen, lassen sich die Rostabschnitte somit jetzt sehr
viel einfacher zu einem Baumrost zusammensetzen als es beim vorstehend beschriebenen
vorbekannten Baumrostsystem möglich war.
[0008] Das bewegbare Kupplungsteil wird mit einem Werkzeug unter Aufbringung eines vorgegebenen
Solldrehmoments in die Verriegelungsstellung gedreht. Dabei rutschen die Zähne des
Querriegels unter zunehmender Krafteinwirkung und damit zunehmendem Reibwiderstand
auf den rampenartigen Klemmflächen entlang, wobei sie abwechselnd von den Vertiefungen
der Riffelung auf deren Erhöhungen gelangen und dann wieder in die Vertiefungen eintreten.
Wenn der Reibwiderstand im wesentlichen dem vorgegebenen Solldrehmoment entspricht,
wird das bewegbare Kupplungsteil gerade noch so lange weitergedreht, bis die Zähne
in die jeweils nächste Vertiefung eingreifen. In der somit erreichten Verriegelungsstellung
liegen nunmehr die rückwärtigen Flanken der Zähne an den rückwärtigen Flanken der
Riffelung an und bewirken somit, daß das bewegbare Kupplungsteil nicht nur reibschlüssig,
sondern zusätzlich auch formschlüssig mit den festen Kupplungsteilen arretiert ist.
Da die formschlüssige Haltewirkung auf jeden Fall größer ist als die eingangs erwähnte
parallel zur Ebene der Klemmflächen gerichtete Kraftkomponente, können beim erfindungsgemäßen
Baumrostsystem auf den Baumrost einwirkende Vibrationen und stoßartige Erschütterungen
nicht mehr dazu führen, daß sich die bewegbaren Kupplungsteile selbsttätig aus der
Verriegelungsstellung lösen.
[0009] Durch die in Anspruch 2 angegebene Abschrägung der äußeren Wand der Rippe und der
Nut wird eine Zentrierwirkung erzielt, wodurch die bewegbaren Kupplungsteile leichter
zwischen die festen Kupplungsteile eingeführt werden können. Falls aber nach dem Einstecken
der bewegbaren Kupplungsteile und vor deren Verdrehen auf die Rostabschnitte große,
parallel zu ihrer Fügerichtung gerichtete Kräfte einwirken, könnte es aufgrund der
Abschrägungen vorkommen, daß die bewegbaren Kupplungsteile nach aufwärts geschoben
werden, worauf sie dann nicht mehr in die Verriegelungsstellung gedreht werden können.
[0010] Dieser Nachteil wird bei der alternativen Weiterentwicklung gemäß Anspruch 3 dadurch
vermieden, daß die die Zentrierwirkung hervorrufenden Abschrägungen in senkrecht verlaufende
Wandabschnitte übergehen. Sobald nämlich die senkrecht verlaufenden Wandabschnitte
von Rippe und Nut aufeinandertreffen, können parallel zur Fügerichtung der Rostabschnitte
verlaufende Kräfte auf die bewegbaren Kupplungsteile keine nach aufwärts gerichtete
Kraftkomponente mehr ausüben.
[0011] Die Weiterbildungen nach den Ansprüchen 4 und 5 bewirken eine in horizontaler Richtung
wirkende formschlüssige Verzahnung zwischen dem bewegbaren und den beiden festen Kupplungsteilen.
Auf diese Weise wird die Haltewirkung der Kupplungen und damit die gewichtsmäßige
Belastbarkeit des Baumrostes deutlich verbessert.
[0012] Eine weitere Steigerung der Belastbarkeit wird durch die im Anspruch 6 beanspruchte
Maßnahme erzielt, wonach die innere Umfangsseite der an der Unterseite jedes festen
Kupplungsteiles befindlichen Nut einen zunehmend größer werdenden Abstand zur Drehachse
des bewegbaren Kupplungsteiles aufweist. Somit bilden die inneren Umfangsseiten gewissermaßen
zweite Rampen, die senkrecht zu den von den rampenartigen Klemmflächen gebildeten
ersten Rampen verlaufen. Diese zweiten Rampen bewirken, daß beim Drehen der bewegbaren
Kupplungsteile in die Verriegelungsstellung die Rostabschnitte in horizontaler Richtung
fest gegeneinander verspannt werden, wodurch sie ein zusammenhängendes biegesteifes
und damit stärker belastbares Gebilde ergeben.
[0013] Eine zusätzliche, noch weitergehende Erhöhung der Belastbarkeit wird durch die im
Anspruch 7 angegebene Maßnahme erzielt, nämlich die Seitenwände der Rostabschnitte
um ein geringes Maß schräg auszubilden, so daß sich beim Drehen der bewegbaren Kupplungsteile
in die Verriegelungsstellung die Rostabschnitte satteldachähnlich aufwölben. Bei großer
gewichtsmäßiger Belastung durch z. B. auf dem Baumrost abgestellte Fahrzeuge wird
sich das Baumrost nunmehr allenfalls in eine plane Ebene verformen und nicht nach
abwärts durchwölben, wie es bei einer ebenflächigen Ausgangslage der Fall wäre.
[0014] Beim Montieren eines großen, aus vielen Rostabschnitten bestehenden Baumrostes werden
einzelne Felder des Baumrostes der Einfachheit halber auf dem Boden aufliegend zusammengesetzt,
durch Drehen der bewegbaren Kupplungsteile miteinander verbunden und erst danach mit
den bereits auf dem Stützlager aufliegenden und deshalb mit Abstand über dem Boden
der Baumscheibe schwebenden Rostabschnitten zusammengefügt. Durch die im Anspruch
8 angegebene Maßnahme, wonach der Mittenbereich der Querriegel in der Verriegelungsstellung
bis maximal zur unteren Ebene von die festen Kupplungsteile umgebenden Ansätzen hinabreicht
und die Querriegelarme nach aufwärts verjüngt sind, wird erreicht, daß bei der Bodenmontage
die Endbereiche der Querriegelarme einen Abstand zum Boden behalten und deshalb beim
Drehen in die Verriegelungsstellung keinen Sand und Schmutz aufnehmen. Anderenfalls
bestünde nämlich die Gefahr, daß Sand und Schmutz zwischen die an den Querriegelarmen
ausgebildeten Zähne und die geriffelten Klemmflächen der festen Kupplungsteile gelangt
und das Drehen der bewegbaren Kupplungsteile behindert.
[0015] Durch die Weiterbildung nach Anspruch 9 wird das Entfernen der bewegbaren Kupplungsteile
ganz wesentlich vereinfacht, indem durch entsprechende Ausbildung des zum Drehen der
Kupplungsteile benutzten Werkzeuges und der diesen zugeordneten Ausnehmungen im Kopf
der bewegbaren Kupplungsteile das besagte Werkzeug zusätzlich auch zum Herausheben
der Kupplungsteile verwendbar ist.
[0016] Die im Anspruch 10 angegebene Maßnahme ermöglicht es, bei den freiliegenden Randbereichen
von am Rand des Baumrostes befindlichen Rostabschnitten die durch die festen Kupplungsteile
gebildeten Ausnehmungen nach oben und seitlich zu verschließen. Auf diese Weise können
die verschiedenen Rostabschnitte an beliebigen Stellen eines Baumrostes verwendet
werden. Da somit spezielle, nur für den Randbereich von Baumrosten vorgesehene Rostabschnitte
mit geschlossenen Seitenwänden eingespart werden, wird die ansonst notwendige große
Variationsvielfalt unterschiedlich gestalteter Rostabschnitte deutlich vermindert.
[0017] Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine Draufsicht auf die Unterseite von zwei teilweise dargestellten Rostabschnitten,
die einen geringen gegenseitigen Abstand aufweisen;
- Fig. 2:
- eine Ansicht eines Teils eines Rostabschnittes mit einem festen Kupplungsteil, einen
Teilschnitt eines drehbaren Kupplungsteils und eine Ansicht eines Spannschlüssels;
- Fig. 3:
- eine Schnittdarstellung der festen Kupplungsteile zweier einen gegenseitigen Abstand
aufweisender Rostabschnitte und eines drehbaren Kupplungsteils;
- Fig. 4:
- eine Schnittdarstellung der in Fig. 3 dargestellten Kupplungsteile bei zusammengesetzter
Kupplung;
- Fig. 5:
- eine Draufsicht auf ein drehbares Kupplungsteil und
- Fig. 6:
- eine Draufsicht auf den Randbereich eines teilweise dargestellten Rostabschnittes
und mehrere Randverschlußteile.
[0018] Das Baumrostsystem weist in an sich bekannter Weise eine von der Größe und der Form
der abzudeckenden Fläche abhängige Anzahl von Rostabschnitten 1 auf, die zur Bildung
unterschiedlich ausgebildeter Baumroste von quadratischer, rechteckiger oder kreissegmentförmiger
Gestalt sein können.
Die Rostabschnitte 1 weisen eine Vielzahl von sich nach abwärts verjüngenden Rippen
2 auf und sind mit ringsum verlaufenden Randleisten 3 versehen, die über die Unterseite
der Rippen 2 hinaus nach abwärts ragen und dadurch die Biegesteifigkeit der Rostabschnitte
1 erhöhen. Gemäß Fig. 1 sind an den Randleisten 3 in gleichmäßigen Abständen abwechselnd
rechteckförmige als Federn bezeichnete Vorsprünge 4 sowie entsprechend geformte Nuten
5 ausgebildet. Beim Aneinandersetzen zweier Rostabschnitte 1 gleiten die Vorsprünge
4 in die Nuten 5 und ermöglichen auf diese Weise eine genaue Ausrichtung der Rostabschnitte
1 sowie eine Versteifung des zusammengesetzten Baumrostes. Die äußeren Seitenwände
6 der Randleisten 3 sind, wie aus Fig. 3 ersichtlich, von der Oberseite der Rostabschnitte
1 ausgehend um ein geringes Maß nach innen verlaufend abgeschrägt.
[0019] Die Rostabschnitte 1 können durch Kupplungen 7 zu einem zusammenhängenden Baumrost
lösbar verbunden werden. Die Kupplungen 7 bestehen aus zwei festen Kupplungsteilen
8, die im Randbereich der Rostabschnitte 1 ausgebildet sind und nach dem Zusammensetzen
zweier Rostabschnitte 1 mit geringem Abstand einander gegenüberstehen, sowie aus einem
drehbaren Kupplungsteil 9, das zwischen die beiden festen Kupplungsteile 8 einsteckbar
und danach in eine Verriegelungsstellung drehbar ist.
[0020] Jedes feste Kupplungsteil 8 ist von einem Segmentstück 10 gebildet, das im Mittenbereich
eines halbkreisförmigen Ansatzes 11 des Rostabschnittes 1 angeordnet und ein fester
Bestandteil dieses Ansatzes 11 ist. Der Ansatz 11 ragt wie die Randleisten 3 von der
Unterseite des Rostabschnittes 1 nach abwärts, wobei die Unterseite des Ansatzes 11
mit der Unterseite der Randleisten 3 fluchtet.
[0021] An der Oberseite jedes Segmentstückes 10 ist von außen nach innen gesehen eine Ringnut
12, eine ringförmige Rippe 13 und eine halbkreisförmige Vertiefung 14 ausgebildet.
In Fig. 2 ist die äußere Wand 15 der ringförmigen Rippe 13 geringfügig abgeschrägt.
Bei einer alternativen Ausführung gemäß Fig. 3 und 4 ist die äußere Wand der Rippe
13 in einen zylindrischen unteren Abschnitt 16 und einen kegelstumpfförmigen oberen
Abschnitt 17 unterteilt.
An der Unterseite jedes Segmentstückes 10 ist von außen nach innen gesehen eine erste
Ringnut 18, eine erste ringförmige Rippe 19, eine zweite Ringnut 20 und eine zweite
ringförmige Rippe 21 ausgebildet. Die Ringnuten 18, 20 erstrecken sich von der Begrenzungsfläche
22 des Segmentes 10, wo sie eine Eintrittsöffnung 23 bzw. 24 bilden, über einen Winkel
von ca. 1600. Die Bodenfläche 25 der äußeren Ringnut 18 und die Bodenfläche 26 der
inneren Ringnut 20 verlaufen von der in Fig. 2 links liegenden Eintrittsöffnung 23
bzw. 24 ausgehend in einem flachen Winkel schraubenlinienartig nach abwärts, wodurch
sie eine rampenartige Gestalt haben. Die Bodenfläche 25 der äußeren Ringnut 18 weist
in gleichmäßigem engem Abstand radial verlaufende Vertiefungen 27 auf, wodurch eine
flache zahnförmige Riffelung 28 geschaffen ist.
[0022] Die innere Umfangsseite 29 der äußeren Ringnut 18 und die innere Umfangsseite 30
der inneren Ringnut 20 haben von der Eintrittsöffnung 23 bzw. 24 ausgehend in horizontaler
Ebene einen zunehmend größer werdenden Abstand zur Mittellinie 31 des halbkreisförmigen
Ansatzes 11. In der Mitte jedes Segmentstückes 10 ist eine halbe zylindrische Bohrung
32 enthalten.
[0023] Das drehbare Kupplungsteil 9 besteht aus einem scheibenförmigen Kopf 33, einem bolzenförmigen
Mittelteil 34 und einem von zwei kurzen seitlich abstehenden Armen 35 gebildeten Querriegel
36.
[0024] An der Unterseite des Kopfes 33 ist eine Ringnut 37 ausgebildet, die in Lage, Form
und Größe der ringförmigen Rippe 13 der festen Kupplungsteile 8 entspricht. Demgemäß
ist in Fig. 2 die äußere Wand 38 der Ringnut 37 ebenfalls geringfügig abgeschrägt.
Bei der in Fig. 3 und 4 dargestellten alternativen Ausführung ist die äußere Wand
der Ringnut 37 dementsprechend in einen zylindrischen oberen Abschnitt 39 und einen
kegelstumpfförmigen unteren Abschnitt 40 unterteilt. Die Höhe des Kopfes 33 ist so
gewählt, daß die obere Kante bei in Kupplungsstellung eingesetztem Kupplungsteil 9
mit der Oberseite der Rostabschnitte 1 fluchtet. Die Oberseite des Kopfes 33 ist ballig
geformt, wodurch sich der Mittenbereich des Kopfes 33 geringfügig über die Oberseite
der Rostabschnitte 1 erhebt. Die dadurch bedingte Querschnittsverdickung des Kopfes
33 im Mittenbereich erhöht dessen Biegesteifigkeit.
[0025] Auf der Oberseite der Querriegelarme 35 ist von außen nach innen gesehen ein nach
aufwärts gerichteter erster Ansatz 41, eine Aussparung 42, ein zweiter Ansatz 43 und
eine zweite Aussparung 44 ausgebildet. Die Lage, Form und Größe der Ansätze 41, 43
und Aussparungen 42, 44 entspricht der Lage, Form und Größe der Ringnuten 18, 20 und
ringförmigen Rippen 19, 21 der festen Kupplungsteile 8. Das obere Ende der beiden
äußeren Ansätze 41 ist als ein flacher Zahn 45 ausgebildet (Fig. 3), der mit den Vertiefungen
27 der Riffelung 28 korrespondiert. Die Unterseite des Querriegels 36 ist ballig geformt,
wodurch sich die Arme 35 nach aufwärts verjüngen. Dabei ragt der Mittenbereich der
Unterseite des Querriegels 36 bis in die Ebene des unteren Endes der halbkreisförmigen
Ansätze 11.
[0026] In den Köpfen 33 der drehbaren Kupplungsteile 9 sind zwei einen gegenseitigen Abstand
aufweisende Aufnahmelöcher 46 für entsprechende Steckbolzen 47 eines in Fig. 2 dargestellten
Spannschlüssels 48 ausgebildet. Die Aufnahmelöcher 46 enthalten seitliche Hinterschneidungen
49 für seitlich vorspringende Ansätze 50 der Steckbolzen 47. Hierbei sind die Ansätze
50 an den in Öffnungsdrehrichtung vorne liegenden Seiten der Steckbolzen 47 angeordnet.
[0027] Für das Verschließen von am Rand des fertig montierten Baumrostes befindlichen ungenutzten
festen Kupplungsteilen 8 dienen Verschlußteile 51 (Fig. 6) in Form von halbierten
drehbaren Kupplungteilen 9, die dementsprechend nur einen Querriegelarm 35 aufweisen.
[0028] Bei der Montage eines Baumrostes werden die miteinander zu verbindenden Rostabschnitte
1 so zusammengefügt, daß die Vorsprünge 4 in die Nuten 5 eingreifen. Auf diese Weise
sind die beiden zusammengefügten Rostabschnitte 1 in vertikaler sowie in horizontaler,
parallel zu den in gegenseitigen Kontakt tretenden Seitenwänden 6 verlaufender Richtung
versatzfrei ausgerichtet. Danach wird in den Zwischenraum zwischen zwei festen Kupplungsteilen
8 je ein drehbares Kupplungsteil 9 eingesetzt. Wenn sich dabei die beiden Rostabschnitte
1 mit ihren Seitenwänden 6 berühren, gelangt das drehbare Kupplungsteil 9 unmittelbar
in seine Einsteckstellung, die die Ausgangsstellung für das Drehen in die Verriegelungsstellung
bildet. Falls jedoch die beiden Rostabschnitte 1 wie in Fig. 3 dargestellt, in Fügerichtung
einen gegenseitigen Abstand aufweisen, wird sich das drehbare Kupplungsteil 9 zunächst
mit der Unterseite des Kopfes 33 auf die Oberseite der ringförmigen Rippe 13 aufsetzen.
Wenn nun die beiden Rostabschnitte 1 enger aufeinanderzu bewegt werden, wird bei der
Ausführungsvariante gemäß Fig. 2 zunächst der untere Teil der schrägen Wand 38 der
Ringnut 37 des drehbaren Kupplungsteils 9 mit dem oberen Teil der schrägen Wand 15
der ringförmigen Rippe 13 der beiden festen Kupplungsteile 8 in Kontakt treten. Schließlich
wird beim Aneinanderstoßen der beiden Rostabschnitte 1 das drehbare Kupplungsteil
9 ebenfalls in die Einsteckstellung hinabrutschen.
[0029] In ähnlicher Weise wird bei der zweiten Ausführungsvariante gemäß Fig. 3 und 4 zunächst
der kegelstumpfförmige Abschnitt 40 des Kopfes 33 mit dem kegelstumpfförmigen Abschnitt
17 der beiden festen Kupplungsteile 8 in Kontakt treten. Schließlich wird beim Aneinanderstoßen
der beiden Rostabschnitte 1 das drehbare Kupplungsteil 9 in seine Einsteckstellung
hinabrutschen, wobei nunmehr die zylindrischen Abschnitte 16 und 39 in gegenseitigen
Kontakt treten.
[0030] Schon beim ersten In-Kontakt-Treten der schrägen Wände 38 und 15 bzw. der kegelstumpfförmigen
Abschnitte 40 und 17 bewirkt das erst teilweise eingesetzte drehbare Kupplungsteil
9 bereits eine in horizontaler Ebene wirkende formschlüssige Verbindung mit den festen
Kupplungsteilen 8 und damit der beiden zusammenzufügenden Rostabschnitte 1, wodurch
sich diese nicht mehr ohne weiteres voneinander entfernen können. Sobald das drehbare
Kupplungsteil 9 vollends seine Einsteckstellung erreicht hat, ist die horizontale
Haltewirkung am größten. Hierbei ist die Haltewirkung der Ausführungsvariante gemäß
Fig. 3 und 4 am sichersten, weil die jetzt miteinander in Kontakt tretenden zylindrischen
Abschnitte 39 und 16 keinerlei aufwärts gerichtete Kraftkomponente zulassen, die bei
schrägen Flächen beim Auftreten großer in Fügerichtung gerichteter Kräfte ggf. zu
einem Anheben des drehbaren Kupplungsteils 9 führen könnten.
Durch die zwar provisorische aber dennoch sichere Haltewirkung der ineinandergreifenden
Ringnut 37 und ringförmigen Rippe 13 brauchen die miteinander zu verbindenden Rostabschnitte
1 nicht mehr unmittelbar vor und zu Beginn des Verdrehens des drehbaren Kupplungsteils
9 durch manuelle Kraftaufbringung in gegenseitiger Berührung gehalten zu werden. Auf
diese Weise ist die Montage der Rostabschnitte 1 sehr vereinfacht.
[0031] Danach wird der Spannschlüssel 48 mit seinen Steckbolzen 47 in die Aufnahmelöcher
46 des Kopfes 33 gesteckt und das drehbare Kupplungsteil unter Aufbringung eines vorgegebenen
Solldrehmoments in die in Fig. 4 dargestellte Verriegelungsstellung gedreht. Zu Beginn
treten die äußeren und inneren Ansätze 41 und 43 des Querriegels 36 durch die Eintrittsöffnungen
23, 24 in die äußere und innere Ringnut 18 und 20 ein und es rutschen daraufhin die
beiden Zähne 45 unter zunehmender Krafteinwirkung und damit zunehmendem Reibwiderstand
auf den rampenartigen Bodenflächen 25 der äußeren Ringnuten 18 der beiden festen Kupplungsteile
8 entlang, wodurch die Bodenflächen 25 als Klemmflächen wirken. Dabei gelangen sie
abwechselnd von den Vertiefungen 27 der Riffelung 28 zurück auf die Bodenfläche 25
und treten sodann wieder in die nächsten Vertiefungen 27 ein. Wenn der Reibwiderstand
dem vorgegebenen Solldrehmoment entspricht, wird das drehbare Kupplungsteil 9 noch
so lange weitergedreht, bis die Zähne 45 in die jeweils nächsten Vertiefungen 27 eingreifen.
In der jetzt erreichten Verriegelungsstellung, in der der Querriegel 36 im wesentlichen
quer zu den Begrenzungsflächen 22 der festen Kupplungsteile 8 stehen, liegen die rückwärtigen
Flanken der Zähne 45 an den rückwärtigen Flanken der entsprechenden Vertiefungen 27
an und bewirken somit, daß das drehbare Kupplungsteil 9 sowohl reibschlüssig als auch
formschlüssig mit den festen Kupplungsteilen 8 arretiert ist. Dadurch ist gewährleistet,
daß das drehbare Kupplungsteil 9 sich nicht selbsttätig aus der Verriegelungsstellung
lösen kann.
[0032] Während des Drehens des Kupplungsteils 9 in die Verriegelungsstellung legen sich
die inneren Seitenflächen der äußeren und inneren Ansätze 41, 43 an die rampenartig
verlaufenden inneren Umfangsseiten 29, 30 der Ringnuten 18, 20 an und bewirken beim
Weiterdrehen des Kupplungsteils 9, daß die festen Kupplungsteile 8 aufeinanderzu bewegt
und damit die Rostabschnitte 1 in horizontaler Richtung fest gegeneinander verspannt
werden. Hierbei werden die in der Ausgangsstellung gemäß Fig. 3 leicht schräg stehenden
Seitenwände 6 der Rostabschnitte 1 in eine zueinander parallele, sich vollflächig
berührende Lage gemäß Fig. 4 gebracht, wodurch sich die Rostabschnitte 1 wie bei einem
sehr flachen Satteldach aufwölben.
[0033] Durch die beiden vorstehend geschilderten Maßnahmen werden die Rostabschnitte 1 zu
einem zusammenhängenden biegesteifen Gebilde verbunden, wodurch eine hohe gewichtsmäßige
Belastbarkeit des fertigen Baumrostes erzielt wird.
[0034] Zum Entriegeln der Kupplungen 7 wird wieder der Spannschlüssel 48 benutzt. Da in
der Entriegelungsdrehrichtung die Ansätze 50 der Steckbolzen 47 in die Hinterschneidungen
49 eingreifen, kann nach dem Entriegeln das drehbare Kupplungsteil 9 unmittelbar herausgehoben
werden.
[0035] Zum Verriegeln der als halbe drehbare Kupplungsteile ausgebildeten Verschlußteile
51 kann im Hinblick darauf, daß diese nur ein Aufnahmeloch 46 aufweisen, ein speziell
angepaßter Spannschlüssel 48 verwendet werden. Dieser zeichnerisch nicht dargestellte
Spannschlüssel weist nur einen Steckbolzen auf und enthält anstelle des zweiten Steckbolzens
eine ebenfalls nach abwärts ragende Schulter, die sich beim Einstecken des Spannschlüssels
an die ebenflächige Außenseite der Verschlußteile 51 anlegt und es dadurch zusammen
mit dem einen Steckbolzen ermöglicht, daß auf die Verschlußteile 51 ein Drehmoment
zum Ver- und Entriegeln ausgeübt werden kann.
1. Baumrostsystem zum Abdecken von Baumscheiben mit folgenden Merkmalen:
a) mehrere Rostabschnitte (1) sind durch Kupplungen (7) zu einem zusammenhängenden,
selbsttragenden, nur am äußeren Rand auf einem Stützlager aufliegenden Baumrost verbunden,
b) die Kupplungen (7) bestehen aus je zwei an zwei aneinandergrenzenden Rostabschnitten
(1) ausgebildeten, einen gegenseitigen Abstand aufweisenden festen Kupplungsteilen
(8) und einem zwischen diese einsteckbaren und danach in eine Verriegelungsstellung
drehbaren Kupplungsteil (9),
c) die festen Kupplungsteile (8) sind von Segmentstücken (10) gebildet, die an der
Unterseite eine rampenartige Klemmfläche (25) aufweisen,
d) die bewegbaren Kupplungsteile (9) weisen einen scheibenförmigen Kopf (33), ein
bolzenförmiges Mittelteil (34) und einen zweiarmigen Querriegel (36) auf, dessen beide
nach aufwärts weisenden Endbereiche (41) mit den rampenartigen Klemmflächen (25) in
Wirkverbindung bringbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
e) an der Oberseite der Segmentstücke (10) oder der Unterseite des scheibenförmigen
Kopfes (33) eine ringförmige Rippe (13) und an der Unterseite des Kopfes (33) oder
der Oberseite der Segmentstücke (10) eine mit der Rippe (13) korrespondierende Nut
(37) ausgebildet ist und daß
f) wenigstens ein Teil der rampenartigen Klemmfläche (25) mit einer flachen wellen
- oder zahnförmigen Riffelung (28) versehen ist und die nach aufwärts weisenden Endbereiche
(41) der Querriegel (36) jeweils als ein flacher, in die Vertiefungen (27) der Riffelung
(28) einrastbarer Zahn (45) ausgebildet sind.
2. Baumrostsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die jeweils äußere Wand (15; 38) der Rippe (13) und der Nut (37) geringfügig abgeschrägt
sind.
3. Baumrostsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die jeweils äußere Wand der Rippe (13) und der Nut (37) einen senkrecht verlaufenden
Abschnitt (16; 39) und zu ihrem freien Ende hin eine Abschrägung (17; 40) aufweisen.
4. Baumrostsystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
an der Oberseite jedes Querriegelarmes (35) wenigstens ein nach aufwärts ragender
Ansatz (41) und an der Unterseite der Segmentstücke (10) eine den entsprechenden Ansatz
(41) aufnehmende ringförmige Nut (18) ausgebildet ist, wobei die Oberseite jedes Ansatzes
(41) als Zahn (45) geformt und die Bodenseite (25) der zugeordneten Nut (18) mit der
entsprechenden Riffelung (28) versehen ist.
5. Baumrostsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
bei mehr als einem Ansatz (41; 43) pro Querriegelarm (35) und entsprechend mehr als
einer Nut (18; 20) pro Segmentstück (10) die Zähne (45) an den äußeren Ansätzen (41)
und die Riffelungen (28) in entsprechender Weise in den jeweils äußeren Nuten (18)
ausgebildet sind.
6. Baumrostsystem nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die innere Umfangsseite (29; 30) der an der Unterseite jedes Segmentstückes (10) befindlichen
Nut bzw. Nuten (18; 20) von der Einsteckstellung des drehbaren Kupplungsteils (9)
ausgehend in horizontaler Ebene einen zunehmend größer werdenden Abstand zur Drehachse
(31) des bewegbaren Kupplungsteiles (9) einnimmt.
7. Baumrostsystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Seitenwände (6) der Rostabschnitte (1) von deren Oberseite aus um ein geringes
Maß schräg nach innen verlaufend ausgebildet sind und daß je zwei sich gegenseitig
berührende Seitenwände (6) durch das Drehen der bewegbaren Kupplungsteile (9) in ihre
Verriegelungsstellung in vollflächige Berührung bringbar sind, wobei sich die miteinander
verbundenen Rostabschnitte (1) satteldachähnlich aufwölben.
8. Baumrostsystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Rostabschnitte
(1) nach unten ragende, die Segmentstücke (10) halbkreisförmig umgebende Ansätze (11)
sowie Randleisten (3) aufweisen, deren Unterseite im wesentlichen mit dem unteren
Ende der Ansätze (11) fluchtet, dadurch gekennzeichnet, daß
der Mittenbereich der Querriegel (36) in deren Verriegelungsstellung bis maximal zur
unteren Ebene der Ansätze (11) hinabreicht und die Querriegelarme (35) nach aufwärts
verjüngt sind.
9. Baumrostsystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
in den scheibenförmigen Köpfen (33) zwei einen gegenseitigen Abstand aufweisende Aufnahmelöcher
(46) für entsprechende Steckbolzen (47) eines Spannschlüssels (48) enthalten sind
und daß die Aufnahmelöcher (46) Hinterschneidungen (49) für seitlich vorspringende
Ansätze (50) an den Steckbolzen (47) aufweisen, wobei diese Ansätze (50) an den in
Öffnungsdrehrichtung vorne liegenden Seiten der Steckbolzen (47) angeordnet sind.
10. Baumrostsystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
für das außenseitige Verschließen von am Rand des Baumrostes befindlichen festen Kupplungsteilen
(8) halbierte bewegbare Kupplungsteile (9) verwendbar sind, die nur einen Querriegelarm
(35) aufweisen.