(19)
(11) EP 1 080 944 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.03.2001  Patentblatt  2001/10

(21) Anmeldenummer: 99810777.5

(22) Anmeldetag:  30.08.1999
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B42C 19/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(71) Anmelder: GRAPHA-HOLDING AG
6052 Hergiswil (CH)

(72) Erfinder:
  • von Büren Christoph
    4310 Rheinfelden (CH)
  • Dillmann, Jürgen Dr.
    70180 Stuttgart (DE)

   


(54) Verfahren und Vorrichtung zum Bilden mehrblättriger Druckprodukte


(57) Bei einem Verfahren zum Bilden mehrblättriger Druckprodukte, bei dem ein rechteckiger Druckbogen längs die Blätter begrenzenden Falzen gefalzt wird, wird eine Weiterbildung vorgeschlagen, bei der zuerst der Druckbogen (10) längs eines sich vorzugsweise aussermittig parallel zu einer seiner Seitenkanten (6,8) erstreckenden ersten Längsfalzes (12), danach längs eines sich senkrecht zu dem ersten Längsfalz erstreckenden Querfalzes (16) und anschliessend längs eines sich parallel zu dem ersten Längsfalz erstreckenden zweiten Längsfalzes (14) gefalzt wird, dessen Abstand von dem ersten Längsfalz vorzugsweise grösser ist als der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bilden mehrblättriger Druckprodukte, bei dem ein rechteckiger Druckbogen längs die Blätter begrenzenden Falzen gefalzt wird, eine zur Ausführung derartiger Verfahren betreibbare Vorrichtung sowie ein damit hergestelltes Druckprodukt.

[0002] Zur Herstellung von mehrblättrigen Druckprodukten werden üblicherweise aus einer Mehrzahl von längs einer ihrer Seitenkanten hintereinander angeordneten und miteinander verbundenen Druckbogen bestehende Druckbogenbahnen eingesetzt. Im Verlauf des Herstellungsvorganges werden die einzelnen zusammenhängenden Druckbogen der Druckbogenbahn üblicherweise zunächst im allgemeinen beidseitig bedruckt und erst danach längs den die Blätter begrenzenden Falzen gefalzt und von der Druckbogenbahn abgetrennt. Dabei kann der Falzvorgang auch nach Abtrennung der einzelnen Druckbogen von der Druckbogenbahn erfolgen. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass während des Druckvorganges eine Vielzahl von später durch die Falze voneinander getrennten Blättern der Druckprodukte gleichzeitig und aufeinanderfolgende Druckprodukte kontinuierlich nacheinander bedruckt werden können.

[0003] Einige der bekannten Verfahren dieser Art sowie die damit hergestellten Druckprodukte werden nachstehend anhand der Fig. 8 bis 13 erläutert.

[0004] Das in Fig. 8 schematisch dargestellte Verfahren dient zur Herstellung von aus zwei über einen Falz miteinander verbundenen Blättern bestehenden Druckprodukten. Dazu wird eine aus einer Mehrzahl von hintereinander angeordneten und längs Verbindungslinien 102 miteinander verbundenen Druckbogen 110 bestehende Druckbogenbahn 100 längs einer vorgegebenen Bearbeitungsstrecke gefördert, wie in Fig. 8 durch den Pfeil 104 angedeutet. Im Verlauf dieser Bearbeitungsstrecke werden die einzelnen Druckbogen 110 zunächst längs eines parallel zu den Seitenkanten der Druckbogenbahn 100 verlaufenden und mittig zwischen diesen Seitenkanten angeordneten Längsfalzes 112 auf sich selbst zurückgefalzt. Danach werden jeweils zwei zusammenhängende Druckbogen 110 von der Druckbogenbahn 100 getrennt, wie in Fig. 8 schematisch durch die strichlierte Linie 120 dargestellt. Dann werden diese beiden zusammenhängenden Druckbogen 110 längs der Verbindungslinie 102 gefalzt. Im Anschluss an diesen Falzvorgang wird ein die Verbindungslinie 102 enthaltender Randstreifen von den Druckbogen abgeschnitten, wie in Fig. 8 durch die strichlierte Linie 122 angedeutet. Auf diese Weise werden zwei einzelne Druckprodukte 110 erhalten, von denen jedes zwei über den Falz 112 miteinander verbunden bzw. durch den Falz 112 begrenzte Blätter aufweist.

[0005] Bei dem in Fig. 9 schematisch dargestellten Verfahren wird die aus einer Vielzahl von hintereinander angeordneten und längs Verbindungslinien 102 miteinander verbundenen Druckbogen 110 bestehende Druckbogenbahn 100 im Verlauf der durch den Pfeil 104 angedeuteten Bearbeitungsstrecke zunächst längs eines aussermittig parallel zu den Seitenkanten der Druckbogenbahn 100 verlaufenden ersten Längsfalzes 112 gefalzt. Dann werden die einzelnen Druckbogen 110 von der Druckbogenbahn 100 getrennt, wie in Fig. 9 durch die strichlierte Linie 120 dargestellt. Im Anschluss daran werden die Druckbogen 110 längs eines zweiten, parallel zu dem ersten Längsfalz 112 verlaufenden Längsfalzes gefalzt, wobei der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz 112 und dem zweiten Längsfalz 114 grösser ist als der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz 112 und der diesen nächstgelegenen parallelen Seitenkanten des Druckbogens 110. Auf diese Weise wird ein dreiblättriges Druckprodukt erhalten, bei dem ein zentrales Blatt über die parallel zueinander verlaufenden Falze 112 und 114 mit zwei Seitenblättern verbunden ist.

[0006] Fig. 10 zeigt ein Verfahren zum Herstellen eines dreiblättrigen bzw. sechsseitigen Falzprodukt. Auch bei diesem Verfahren werden die einzelnen Druckbogen 110 einer aus einer Mehrzahl von hintereinander angeordneten und längs Verbindungslinien 102 miteinander verbundenen Druckbogen bestehenden Druckbogenbahn im Verlauf der durch den Pfeil 104 angedeuteten Bearbeitungsstrecke längs eines aussermittigen und parallel zu den Seitenkanten der Druckbogenbahn 100 verlaufenden ersten Längsfalzes 112 auf sich selbst zurückgefalzt. Zuvor wird jedoch eine in Fig. 10 mit dem Bezugszeichen 130 bezeichnete Haftmittelspur auf die auf sich selbst zurückgefalzte Seite der Druckbogen im Bereich der dem Längsfalz 112 nächstgelegenen parallelen Seitenkante der Druckbogen 110 aufgetragen. Nach der Falzung längs des ersten Längsfalzes 112 werden die einzelnen Druckbogen 110 im Bereich der Verbindungslinien 102 von der Druckbogenbahn 100 getrennt, wie in Fig. 10 durch die strichlierte Linie 120 schematisch dargestellt. Im Anschluss daran werden die Druckbogen 100 längs eines zweiten, parallel zum ersten Längsfalz 112 verlaufenden Längsfalzes 114 gefalzt, wobei der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz 112 und dem zweiten Längsfalz 114 etwa ebenso gross ist wie der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz und der diesen nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens, während der Abstand zwischen dem zweiten Längsfalz 114 und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens 110 etwas geringer ist als der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz und dem zweiten Längsfalz. Im Anschluss daran wird ein sich parallel zum zweiten Längsfalz 114 erstreckender und den ersten Längsfalz 112 enthaltender Randstreifen von dem Druckbogen abgeschnitten, wie in Fig. 10 schematisch durch die strichlierte Linie 124 angedeutet. Auf diese Weise wird ein dreiblättriger bzw. sechsseitiger Falzbogen erhalten.

[0007] Fig. 11 zeigt schematisch ein Verfahren zum Herstellen eines vierblättrigen bzw. achtseitigen Falzbogens. Bei diesem Verfahren werden die einzelnen Druckbogen 110 einer aus einer Mehrzahl von hintereinander angeordneten und längs Verbindungslinien 102 miteinander verbunden Druckbogen bestehenden Druckbogenbahn 100 im Verlauf der durch den Pfeil 104 angedeuteten Bearbeitungsstrecke zunächst einzeln längs der Verbindungslinien 102 von der Druckbogenbahn 100 getrennt, wie in Fig. 11 schematisch durch die strichlierte Linie 120 angedeutet. Dann werden die Druckbogen längs eines parallel zu den Verbindungslinien 100 verlaufenden und mittig dazwischen angeordneten Querfalzes 116 auf sich selbst zurückgefalzt. In einem nächsten Schritt werden die bereits längs des Querfalzes 116 auf sich selbst zurückgefalzten Druckbogen längs eines senkrecht zu dem Querfalz 116 verlaufenden und mittig zwischen den dazu parallelen Seitenkanten des Druckbogens 110 angeordneten Längsfalzes 112 auf sich selbst zurückgefalzt. Auf diese Weise wird ein vierblättriges bzw. achtseitiges Druckprodukt erhalten, dessen einzelne Blätter noch längs des Querfalzes 116 und des Längsfalzes 112 miteinander verbunden sind. Dieses Druckprodukte stellt ein Zwischenprodukt dar, dass durch Abschneiden eines parallel zum Querfalz 116 verlaufenden und diesem enthaltenden Randstreifens weiterverarbeitet werden kann. Diese Weiterverarbeitung kann jedoch auch nach Zusammenfügen des Zwischenproduktes mit weiteren Druckprodukten erfolgen.

[0008] Das in Fig. 12 schematisch dargestellte Verfahren entspricht im wesentlichen dem anhand der Fig. 11 bereits erläuterten Verfahren zum Herstellen vierblättriger Druckprodukte. Allerdings wird bei dem in Fig. 12 dargestellten Verfahren vor der Falzung der Druckbogen längs des Querfalzes 116 eine Leimspur auf die auf sich selbst zurückgefalzte Seite der Druckbogen 110 im Bereich des danach zu bildenden Längsfalzes 112 aufgetragen, um so die einzelnen Blätter des durch die Falzung längs des Längsfalzes 112 und die Entfernung des den Querfalz 116 erhaltenden Randstreifens längs der in Fig. 12 strichliert dargestellten Schnittlinie 122 fest miteinander zu verbinden.

[0009] Auch das in Fig. 13 schematisch dargestellte Verfahren zum Herstellen mehrblättriger Druckprodukte entspricht im wesentlichen den anhand der Fig. 11 und 12 dargestellten Verfahren zum Herstellen vierblättriger Druckprodukte. Allerdings werden bei dem in Fig. 13 dargestellten Verfahren die einzelnen Blätter der Druckprodukte nicht mit Hilfe eines Haftmittels, sondern durch einen Heftvorgang im Bereich des Längsfalzes 112 miteinander verbunden, wie in Fig. 13 durch den Pfeil 140 angedeutet. Wie vorstehend anhand der Fig. 8 bis 13 im einzelnen erläutert, können eine Vielzahl unterschiedlicher Druckprodukte mit den bekannten Verfahren der eingangs erläuterten Art hergestellt werden.

[0010] Es hat sich jedoch gezeigt, dass dem Gestaltungsspielraum bei der Herstellung von Druckprodukten unter Einsatz der bekannten Verfahren noch vergleichsweise enge Grenzen gesetzt sind.

[0011] Angesichts dieses Problems im Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Weiterbildung der bekannten Verfahren anzugeben, die die Herstellung einer Vielzahl unterschiedlicher Druckprodukte unter Verwendung einfacher rechtekkiger Druckbogen ermöglicht, eine Vorrichtung zur Ausführung dieser Verfahren bereitzustellen sowie ein damit erzeugtes Druckprodukt zur Verfügung zu stellen.

[0012] In verfahrensmässiger Hinsicht wird diese Aufgabe durch eine Weiterbildung der bekannten Verfahren gelöst, die im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dass zuerst der Druckbogen längs eines sich vorzugsweise aussermittig parallel zu einer seiner Seitenkanten erstrecken ersten Längsfalzes, danach längs eines sich senkrecht zu dem ersten Längsfalz erstreckenden Querfalzes und anschliessend längs eines sich parallel zu dem ersten Längsfalz erstreckenden zweiten Längsfalzes gefalzt wird, dessen Abstand von dem ersten Längsfalz vorzugsweise grösser ist als der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens.

[0013] Dieses Verfahren ermöglicht die Herstellung einer Vielzahl unterschiedlicher sechs- und achtblättriger Druckprodukte, bei denen die einzelnen Blätter längs des ersten Längsfalzes unter Bildung von Doppelblättern miteinander verbunden sind, die wiederum längs des zweiten Längsfalzes mit einem Einzelblatt verbunden sind. Dabei wird durch das bislang beschriebene erfindungsgemässe Verfahren allerdings nur ein Zwischenprodukt erhalten, das durch einen Beschnitt im Bereich des Querfalzes zu einem Endprodukt weiterverarbeitet werden kann. Zweckmässigerweise erfolgt der Beschnitt dabei, indem ein den Querfalz enthaltender und parallel dazu verlaufender Randstreifen von dem Zwischenprodukt abgeschnitten wird. Dieser Beschnitt kann bereits vor der Falzung längs des zweiten Längsfalzes erfolgen. Zweckmässigerweise wird der Beschnitt jedoch erst nach der Falzung längs des zweiten Längsfalzes durchgeführt, weil dann auch diese letzte Falzung noch an einem zusammenhängenden Druckbogen erfolgen kann.

[0014] Wie vorstehend bereits erläutert, ist es erfindungsgemäss besonders bevorzugt, wenn der erste Längsfalz sich aussermittig parallel zu einer der Seitenkanten des Druckbogens erstreckt, während der Abstand des zweiten Längsfalzes von dem ersten Längsfalz grösser ist als der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkanten des Druckbogens. Auf diese Weise wird ein erfindungsgemässes sechsblättriges resp. zwölfseitiges Falzprodukt mit zwei Einzelblättern erhalten, von denen jedes längs des zweiten Längsfalzes mit einem Doppelblatt verbunden ist, von denen jedes aus zwei längs des ersten Längsfalzes miteinander verbundenen Blättern besteht, wobei die Einzelblätter und die Doppelblätter durch Umblättern des Druckproduktes nacheinander aufgeblättert werden können und die äusseren Blätter der Doppelblätter nach Aufblättern dieser Doppelblätter nach aussen gefalzt werden. Dadurch wird ein sog. Panoramafalz erhalten, der eine zusammenhängende Darstellung über insgesamt vier Blattbreiten erlaubt.

[0015] Wie vorstehend bereits anhand eines achtblättrigen Druckproduktes erläutert, bildet das erfindungsgemässe sechsblättriges Druckprodukt nach Ausführung der bislang erläuterten Verarbeitungsschritte lediglich ein Zwischenprodukt, bei dem die Einzelblätter und die Doppelblätter noch längs des Querfalzes miteinander verbunden sind. Auch bei diesem erfindunsgemässen Druckprodukt kann ein Fertigprodukt dadurch erhalten werden, dass ein Beschnitt längs des Querfalzes erfolgt, vorzugsweise indem ein den Querfalz enthaltender Randstreifen des Druckbogens abgeschnitten wird.

[0016] Mit Hilfe des erfindungsgemässen Verfahrens kann ein erfindungsgemässes sechsblättriges resp. zwölfseitiges Falzprodukt mit im wesentlichen gleichen Abmessungen der einzelnen Blätter erhalten werden, wenn der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens kleiner oder gleich einem Drittel der durch die beiden zu dem ersten Längsfalz parallelen Seitenkanten begrenzten Breite des Druckbogens ist. Dabei entsteht ein Druckprodukt mit Blättern gleicher Höhe in der durch die Längsfalze bestimmten Richtung, wenn der Querfalz mittig zwischen den beiden dazu parallelen Seitenkante des Druckbogens angeordnet wird.

[0017] Ein besonders ansprechendes Format der einzelnen Blätter des so hergestellten Druckproduktes, bei dem das Verhältnis der Breite der einzelnen Blätter zu deren Höhe etwa dem "goldenen Schnitt" entspricht, ist erreichbar, wenn der Querfalz parallel zu den längeren Seitenkanten des Druckbogens verläuft.

[0018] Für die Weiterverarbeitung der mit dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltenen Druckprodukte mit einem Panoramafalz hat es sich als besonders günstig erwiesen, wenn der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz und dem zweiten Längsfalz kleiner ist als der Abstand zwischen dem zweiten Längsfalz und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens, weil dann die dem zweiten Längsfalz nächstgelegene parallele Seitenkante nach der Falzung um den zweiten Längsfalz über den ersten Längsfalz hinausragt und dadurch einen sog. "Ueberfalz" bildet, an dem die Druckprodukte zum Zweck der Weiterverarbeitung erfasst werden können. Nach Abschluss der Weiterverarbeitung kann der Ueberfalz dann von dem Druckprodukt abgeschnitten werden.

[0019] Die Handhabung der erfindungsgemässen Druckprodukte mit dem eine zusammenhängende Darstellung über vier Seiten erlaubenden Panoramafalz wird erleichtert, wenn ein zwischen dem ersten Längsfalz und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante gebildeter Seitenbereich des Druckbogens durch die Falzung längs des Querfalzes unmittelbar auf sich selbst zurückgefalzt wird, weil dadurch ein Druckprodukt verwirklicht wird, bei dem die auf der dem zweiten Längsfalz abgewandten Seite des ersten Längsfalzes angeordneten äusseren Blätter der Doppelblätter beim Zusammenfalzen des fertiggestellten Druckproduktes längs des zweiten Längsfalzes in unmittelbare Anlage aneinander gelangen, so dass sie beim Aufblättern gleichzeitig erfasst und nach aussen geklappt werden können, um so die über eine Breite von vier Blattbreiten zusammenhängende Darstellung sichtbar zu machen.

[0020] Andererseits erlaubt das erfindungsgemässe Verfahren die Herstellung erfindungsgemässer Druckprodukte, die einen besonders einfachen Zugriff auf zwei sich jeweils über drei Blattbreiten erstreckende Darstellungen ermöglichen, wenn ein zwischen dem ersten Längsfalz und dem zweiten Längsfalz gebildeter zentraler Bereich des Druckbogens durch die Falzung längs des Querfalzes unmittelbar auf sich selbst zurückgefalzt wird, weil so ein erfindungsgemässes Druckprodukt entsteht, bei dem die an den zweiten Längsfalz angrenzenden inneren Blätter der Doppelblätter durch die Falzung längs des zweiten Längsfalzes in unmittelbare Anlage aneinander gelangen, so dass das äussere Blatt des einen Doppelblattes in einer ersten Stellung des fertiggestellten Druckproduktes ergriffen werden kann und das äussere Blatt des zweiten Doppelblattes in einer durch Umblättern von der ersten Stellung erhaltenen zweiten Stellung des fertiggestellten Druckproduktes erfassbar ist.

[0021] Zum Erhalt eines auch nach dem Beschnitt längs des Querfalzes noch zusammenhängenden Druckproduktes hat es sich als besonders günstig erwiesen, wenn die durch die Falzung längs des Querfalzes auf sich selbst zurückgefalzten Bereiche des Druckbogens im Bereich des zweiten Längsfalzes miteinander verbunden werden, so dass die beiden Einzelblätter und die beiden Doppelblätter des fertiggestellten Druckproduktes längs des zweiten Längsfalzes miteinander verbunden sind.

[0022] Die Verbindung der längs des Querfalzes auf sich selbst zurückgefalzten Bereiche des Druckbogens kann verfahrenstechnisch besonders einfach verwirklicht werden, indem vor der Falzung des Druckbogens längs des Querfalzes im Bereich des danach zu bildenden zweiten Längsfalzes ein Haftmittel auf die Seite des Druckbogens aufgebracht wird, die durch die Falzung längs des Längsfalzes auf sich selbst zurückgefalzt wird. Dabei reicht es auch, wenn das Haftmittel ausgehend von einer zu dem Querfalz parallelen Seitenkante des Druckbogens nur über die halbe Länge des zweiten Längsfalzes aufgetragen wird.

[0023] Andererseits kann eine besonders zuverlässige Verbindung der längs des Querfalzes auf sich selbst zurückgefalzten Bereiche des Druckbogens erhalten werden, wenn diese Bereiche im Bereich des zweiten Längsfalzes mit Hilfe von entsprechenden Heftklammern zusammengeheftet werden. Dabei kann eine Beeinträchtigung der Falzung längs des zweiten Längsfalzes vermieden werden, wenn der dazu erforderliche Heftvorgang erst nach der Falzung des Druckbogens längs des zweiten Längsfalzes erfolgt.

[0024] Neben dem vorstehend erläuterten Panoramafalz kann unter Verwendung erfindungsgemässer Druckprodukte ein sechsblättriges Falzprodukt erhalten werden, wenn die durch die Falzung längs des ersten Längsfalzes auf sich selbst zurückgefalzten Bereiche des Druckbogens im Bereich der dem ersten Längsfalz nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens miteinander verbunden, vorzugsweise verklebt werden. Ein so erstelltes Zwischenprodukt kann zu einem sechsblättrigen resp. zwölfseitigen Falzprodukt weiterverarbeitet werden, wenn der Druckbogen nach der Falzung längs des ersten Längsfalzes im Bereich des ersten Längsfalzes beschnitten wird, wobei vorzugsweise ein den ersten Längsfalz enthaltender Randstreifen des Druckbogens abgeschnitten wird. Dabei kann die Falzung längs des Querfalzes und längs des zweiten Längsfalzes an einem noch zusammenhängenden Druckbogen ausgeführt werden, wenn der Beschnitt längs des ersten Längsfalzes erst nach der Falzung längs des zweiten Längsfalzes erfolgt. Im übrigen ist dann auch nur ein verhältnismässig kurzer Schnitt erforderlich, weil auch der erste Längsfalz durch die Falzung längs des Querfalzes auf sich selbst zurückgefalzt wird.

[0025] Zum Abschneiden des den ersten Längsfalz enthaltenden Randstreifens des Druckbogens nach der Falzung des Druckbogens längs des zweiten Längsfalzes hat es sich herstellungstechnisch als besonders günstig erwiesen, wenn der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz und dem zweiten Längsfalz grösser ist als der Abstand zwischen den zweiten Längsfalz und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens, weil dann der den ersten Längsfalz enthaltende Randstreifen des Druckbogens auch nach der Falzung längs des zweiten Längsfalzes noch über die den zweiten Längsfalz nächstgelegene parallele Seitenkante des Druckbogens hinausragt.

[0026] Ebenso wie bei den eingangs erläuterten bekannten Verfahren zum Herstellen mehrblättriger Druckbogen hat es sich auch bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens als besonders günstig erwiesen, wenn die Druckbogen zur Herstellung der Druckprodukte in Form einer aus einer Mehrzahl von in Richtung des ersten Längsfalzes hintereinander angeordneten und miteinander verbundenen Druckbogen bestehenden Druckbogenbahn zugeführt werden und die Trennung der einzelnen Druckbogen von der Druckbogenbahn erst nach der Falzung längs des ersten Längsfalzes und vorzugsweise noch vor der Falzung längs des Querfalzes voneinander getrennt werden.

[0027] Wie der vorstehenden Erläuterung des erfindungsgemässen Verfahrens zu entnehmen ist, zeichnet sich eine erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens mit einer zum Falzen rechteckiger Druckbogen längs die Blätter mehrblättriger Druckprodukte begrenzenden Falzen ausgelegten Falzeinrichtung im wesentlichen dadurch aus, dass die Falzeinrichtung ein erstes Falzwerkzeug zum Falzen des Druckbogens längs eines sich vorzugsweise ausssermittig parallel zu einer seiner Seitenkanten erstreckenden ersten Längsfalzes, ein zweites Falzwerkzeug zum Falzen des Druckbogens längs eines sich senkrecht zu dem ersten Längsfalz erstreckenden Querfalzes und ein drittes Falzwerkzeug zum Falzen des Druckbogens längs eines sich parallel zu dem ersten Längsfalz erstreckenden zweiten Längsfalzes aufweist, wobei das erste Falzwerkzeug und das dritte Falzwerkzeug vorzugsweise so ausgelegt sind, dass der Abstand zwischen dem von dem zweiten Falzwerkzeug erzeugten zweiten Längsfalz und dem von dem ersten Falzwerkzeug erzeugten ersten Längsfalz grösser ist als der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens.

[0028] Zum Falzen der in Form einer aus einer Mehrzahl von in Richtung des ersten Längsfalzes hintereinander angeordneten und miteinander verbundenen Druckbogen bestehenden Druckbogenbahn längs des ersten Längsfalzes hat es sich als besonders günstig erwiesen, wenn mindestens eine, vorzugsweise mindestens das erste Falzwerkzeug ein trichterförmiges Element mit zwei in Richtung auf eine Trichtermündung trichterförmig aufeinander zulaufenden Ablenkflächen aufweist, mit denen ein das trichterförmige Element durchlaufender Druckbogen längs eines parallel zu der Durchlaufrichtung verlaufenden Falzes auf sich selbst zurückgefalzt wird, wobei den Ablenkflächen zweckmässigerweise eine sich quer dazu erstreckende und die Ablenkflächen vorzugsweise miteinander verbindende Leitfläche für den Druckbogen während des Durchlaufens des trichterförmigen Elementes zugeordnet ist.

[0029] Die mit dem trichterförmigen Element eingeleitete Falzung kann verstärkt werden, wenn diesem im Bereich der Trichtermündung eine Walzenanordnung mit zwei parallel zueinander sowie parallel zu dem mit dem trichterförmigen Element auf sich selbst zurückgefalzten Druckbogen und quer zur Durchlaufrichtung verlaufende Walzenachsen aufweisen und einen Walzenspalt bildenden Walzen zugeordnet ist, wobei der Druckbogen nach Durchlaufen des trichterförmigen Elementes in den Walzenspalt einführbar ist.

[0030] Alternativ oder zusätzlich kann mindestens eines der Falzwerkzeuge ein eine Umlaufachse umlaufendes und eine sich parallel zu der Umlaufachse erstreckende Falzkante aufweisendes Falzelement aufweisen. Mit einem derartigen Falzelement können dem entsprechenden Falzwerkzeug nacheinander zugeführte Druckbogen gefalzt werden und wobei die Zuführung und der Abtransport der Druckbogen nach erfolgter Falzung ohne Beeinträchtigung durch das Falzelement erfolgen kann, weil dieses im Verlauf der Umlaufbewegung erst nach Zuführung des Druckbogens in Anlage an denselben gelangt und unmittelbar nach Druchführung der gewünschten Falzung wieder von diesem entfernt wird. Auch bei Verwendung dieses Falzelementes kann die damit bewirkte Falzung verstärkt werden, wenn ihm eine Walzenanordnung mit zwei parallel zu der Umlaufachse verlaufende Walzenachsen aufweisenden und einen Walzenspalt bildenden Walzen zugeordnet ist, wobei der Druckbogen durch die umlaufende Falzkante in den Walzenspalt einführbar ist.

[0031] Zur kontinuierlichen Herstellung von Druckprodukten mit Hilfe des erfindungsgemässen Verfahrens hat es sich als besonders günstig erwiesen, wenn die Falzwerkzeuge der erfindungsgemässen Vorrichtung längs einer zur Herstellung der Druckprodukte von den Druckbogen durchlaufenden Bearbeitungsstrecke hintereinander angeordnet sind, die Falzeinrichtung zum Bearbeiten von in Form einer aus einer Mehrzahl von längs des ersten Längsfalzes hintereinander angeordneten und miteinander verbundenen Druckbogen bestehenden Druckbogenbahn ausgelegt ist und längs der Bearbeitungsstrecke in Durchlaufrichtung hinter dem ersten Falzwerkzeug eine Trenneinrichtung zum Trennen der einzelnen Druckbogen von der Druckbogenbahn längs einer parallel zu dem Querfalz verlaufenden Seitenkante der Druckbogen angeordnet ist. Dabei ist die Trenneinrichtung zweckmässigerweise zwischen dem ersten und dem zweiten Falzwerkzeug angeordnet.

[0032] Aus den vorstehend bereits im Zusammenhang mit dem umlaufenden Falzelement erläuterten Gründen hat es sich als besonders günstig erwiesen, wenn die Trenneinrichtung eine um eine senkrecht zu der Bearbeitungsstrecke und parallel zu den Druckbogen verlaufende Umlaufachse umlaufende und parallel zu der Umlaufachse verlaufende Schneidkante aufweist. Dabei weist die Trenneinrichtung zweckmässigerweise ein parallel zu der Schneidkante verlaufendes Gegenwerkzeug auf, wobei die Druckbogen zum Trennen von der Druckbogenbahn in einen zwischen der Schneidkante und dem Gegenwerkzeug gebildeten Spalt einführbar sind.

[0033] Wie der vorstehenden Erläuterung erfindungsgemässer Verfahren zum Herstellen sechsblättriger resp. zwölfseitiger Falzprodukte zu entnehmen ist, weist die erfindungsgemässe Vorrichtung vorzugsweise eine längs der Bearbeitungsstrecke in der Durchlaufrichtung vor dem zweiten Falzwerkzeug angeordnete Einrichtung zum Auftragen eines Haftmittels auf die mit dem zweiten Falzwerkzeug auf sich selbst zurückzufalzende Seite des Druckbogens im Bereich des danach zu bildenden zweiten Längsfalzes auf. Alternativ oder zusätzlich kann die erfindungsgemässe Vorrichtung auch noch einen zum Verbinden der einzelnen Blätter des Druckproduktes im Bereich des zweiten Längsfalzes betreibbaren Heftapparat umfassen.

[0034] Im übrigen hat es sich bei der Herstellung sechsblättriger resp. zwölfseitiger Falzprodukte mit dem erfindungsgemässen Verfahren auch noch als zweckmässig erweisen, wenn die erfindungsgemässe Vorrichtung eine längs der Bearbeitungsstrecke in Durchlaufrichtung vor dem ersten Falzwerkzeug angeordnete weitere Auftrageinrichtung zum Auftragen eines Haftmittels auf die mit dem ersten Falzwerkzeug auf sich selbst zurückzufalzende Seite des Druckbogens im Bereich der dem ersten Längsfalz nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens und/oder des Bereichs, auf dem diese Seitenkante nach der Falzung längs des ersten Längsfalzes zu liegen kommt, aufweist. Alternativ oder zusätzlich kann die erfindungsgemässe Vorrichtung auch noch ein zum Verbinden der einzelnen Blätter des Druckproduktes im Bereich der dem ersten Längsfalz nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens betreibbaren Heftapparat aufweisen. Zur Fertigstellung von Druckprodukten mit dem erfindungsgemässen Verfahren weist die erfindungsgemässe Vorrichtung zweckmässigerweise auch noch einen längs der Bearbeitungsstrecke in der Durchlaufrichtung hinter dem zweiten Falzwerkzeug, vorzugsweise hinter dem dritten Falzwerkzeug, angeordneten Schneidapparat zum Beschneiden des Druckbogens im Bereich des Querfalzes (Kopf- und Fussbeschnitt) auf.

[0035] Die erfindungsgemässe Vorrichtung ermöglicht die Herstellung sechsblättriger resp. zwölfseitiger Falzprodukte unter Verwendung des erfindungsgemässen Verfahrens, wenn sie auch noch einen längs der Bearbeitungsstrecke in der Durchlaufrichtung hinter dem ersten Falzwerkzeug, vorzugsweise hinter dem zweiten Falzwerkzeug, besonders bevorzugt hinter dem dritten Falzwerkzeug, angeordneten weiteren Schneidapparat zum Beschneiden des Druckbogens im Bereich des ersten Längsfalzes umfasst.

[0036] Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die hinsichtlich aller erfindungswesentlichen und in der Beschreibung nicht näher herausgestellten Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird, erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 bis 6
schematische Darstellungen unterschiedlicher Ausführungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens,
Fig. 7
eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Vorrichtung, und
Fig. 8 bis 13
schematische Darstellungen von Verfahren zum Herstellen mehrblättriger Druckprodukte nach dem Stand der Technik.


[0037] In der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung werden für einander entsprechende Teile gleiche Bezugszeichen verwendet.

[0038] Bei dem in Fig. 1 schematisch dargestellten Verfahren durchläuft eine aus einer Mehrzahl von hintereinander angeordneten und längs Verbindungslinien 2 miteinander verbundenen Druckbogen 10 bestehende Druckbogenbahn 1 eine durch den Pfeil 4 angedeutete Bearbeitungsstrecke. Im Verlauf dieser Bearbeitungsstrecke werden die einzelnen Druckbogen 10 der noch zusammenhängenden Druckbogenbahn 1 längs eines sich senkrecht zu der Verbindungslinie 2 und parallel zu den Seitenkanten 6 und 8 der Druckbogenbahn erstreckenden ersten Längsfalzes 12 gefalzt. Dabei ist der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz 12 und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante 6 der einzelnen Druckbogen etwas geringer als ein Drittel der durch die beiden zu dem ersten Längsfalz parallelen Seitenkanten 6 und 8 begrenzten Breite der Druckbogen 10. Nach diesem Falzvorgang längs des ersten Längsfalzes werden die einzelnen Druckbogen 10 durch einen Schnitt längs der Verbindungslinien 2 von der Druckbogenbahn 1 getrennt, wie in Fig. 1 durch die strichlierte Trennlinie 20 angedeutet. Im Anschluss daran wird eine sich parallel zu dem ersten Längsfalz 12 erstreckende Haftmittelspur 30 auf die Seite der Druckbogen 10 aufgetragen, die durch eine darauf folgende Falzung um einen sich senkrecht zu dem ersten Längsfalz 12 erstreckenden Querfalz 16 auf sich selbst zurückgefalzt wird. Wie in Fig. 1 dargestellt, ist der Abstand zwischen der Haftmittelspur 30 und dem ersten Längsfalz 12 grösser als der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz 12 und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante 6 des Druckbogens 10. Mit diesem Haftmittel wird bewirkt, dass die durch die Falzung um den Querfalz 16 auf sich selbst zurückgefalzten Seiten des Druckbogens 10 miteinander verbunden werden. Der Querfalz 16 wird so gebildet, dass er etwa mittig zwischen den beiden dazu parallelen und zuvor die Verbindungslinien mit den anderen Druckbogen der Druckbogenbahn 1 bildenden Seitenkanten 2 des Druckbogens 10 angeordnet ist. Diese Anordnung des Querfalzes 16 wird in Fig. 1 und den folgenden Figuren durch die perspektivische Darstellung etwas verdeckt. Nach der Falzung längs dem Querfalz 16 wird der Druckbogen längs eines zweiten, etwa mit der zuvor aufgetragenen Haftmittelspur 30 zusammenfallenden, also sich parallel zu dem ersten Längsfalz erstreckenden Längsfalz 14 gefalzt. Das bedeutet, dass der Abstand zwischen dem zweiten Längsfalz 14 und dem ersten Längsfalz 12 etwas grösser ist als der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz 12 und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante 6 des Druckbogens 10.

[0039] Nach der Falzung längs des zweiten Längsfalzes 14 wird ein sich parallel zum Querfalz 16 erstreckender und den Querfalz 16 enthaltender Randstreifen von dem Druckbogen 10 abgeschnitten, wie in Fig. 1 durch die strichlierte Linie 22 angedeutet. Auf diese Weise wird das in Fig. 1 unten dargestellte, erfindungsgemässe Druckprodukt erhalten, das zwei Einzelblätter aufweist, die jeweils im Bereich des zweiten Längsfalzes 14 mit einem Doppelblatt verbunden sind, wobei die Doppelblätter aus zwei jeweils im Bereich des ersten Längsfalzes 12 miteinander verbunden Blättern bestehen.

[0040] Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der Erfindung wird ein zwischen dem ersten Längsfalz 12 und der dieser nächstgelegenen parallelen Seitenkante 6 gebildeter Seitenbereich 13 des Druckbogens 10 durch die Falzung längs des Querfalzes 16 unmittelbar auf sich selbst zurückgefalzt. Auf diese Weise wird der in Fig. 1 unten dargestellte Panoramafalz erhalten, bei dem die auf der dem zweiten Längsfalz 14 abgewandten Seite des ersten Längsfalzes 12 angeordneten äusseren Blätter der Doppelblätter durch die Falzung längs des zweiten Längsfalzes in unmittelbarer Anlage aneinander gelangen und nach entsprechendem Aufblättern gleichzeitig erfasst und nach aussen geklappt werden können, wie in Fig. 1 unten dargestellt.

[0041] Bei der anhand der Fig. 1 erläuterten Ausführungsform der Erfindung wird die Haftmittelspur 30 erst nach Trennen der einzelnen Druckbogen 10 von der Druckbogenbahn 1 aufgetragen. Alternativ kann die Haftmittelspur 30 aber auch bereits vor dem Trennen längs der Trennlinie 20 auf die noch zusammenhängende Druckbogenbahn aufgetragen werden.

[0042] Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform der Erfindung unterscheidet sich nur dadurch von der anhand der Fig. 1 erläuterten Ausführungsform, dass die durch die Falzung längs des Querfalzes 16 auf sich selbst zurückgefalzten Bereiche des Druckbogens 10 nicht durch eine Haftmittelspur, sondern mit Heftklammern miteinander verbunden werden, wie in Fig. 2 durch den Pfeil 30' angedeutet. Dabei erfolgt der Heftvorgang erst nach der Falzung längs des zweiten Querfalzes 14, jedoch vor Abschneiden des den Querfalz 16 enthaltenden Randstreifens längs der Schnittlinie 22.

[0043] Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform der Erfindung unterscheidet sich von der anhand der Fig. 1 erläuterten Ausführungsform dadurch, dass durch die Falzung längs des Querfalzes 16' ein zwischen dem ersten Längsfalz und der Haftmittelspur 30 bzw. dem danach zu bildenden zweiten Längsfalz 14 gebildeter zentraler Bereich 15 des Druckbogens unmittelbar auf sich selbst zurückgefalzt wird, so dass der zentrale Bereich 15 durch die Falzung längs des Querfalzes 16' zwischen den durch den Querfalz 16' voneinander getrennten Hälften des zwischen dem ersten Längsfalz 12 und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante 6 gebildeten Seitenbereichs 13 des Druckbogens 10 zu liegen kommt. Auf diese Weise wird der in Fig. 3 unten dargestellte Panoramafalz erhalten, bei dem die an den zweiten Längsfalz angrenzenden inneren Seiten der Doppelblätter durch die Falzung längs des zweiten Längsfalzes 14 in unmittelbare Anlage aneinander gelangen. Wie vorstehend bereits erläutert, erlaubt dieser Panoramafalz eine einfache Handhabung eines zwei sich jeweils über drei Blattbreiten erstreckende Darstellungen enthaltenden Druckproduktes.

[0044] Die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform der Erfindung unterscheidet sich lediglich dadurch von der anhand der Fig. 3 erläuterten Ausführungsform, dass zur Verbindung der durch die Falzung längs des Querfalzes 16' aufeinander zurückgefalzten Bereiche des Druckbogens zusätzlich zu der Haftmittelspur 30 auch noch Heftklammern längs des zweiten Längsfalzes 14 eingesetzt werden, wie in Fig. 4 durch den Pfeil 30' angedeutet. Auch bei dieser Ausführungsform der Erfindung wird der entsprechende Heftvorgang ähnlich wie bei der anhand der Fig. 2 erläuterten Ausführungsform erst nach der Falzung längs des zweiten Längsfalzes 14, jedoch vor Abschneiden des den Querfalz 16' enthaltenden Randstreifens ausgeführt.

[0045] Mit den bislang erläuterten Ausführungsformen der Erfindung werden Druckprodukte mit zwei Einzelblättern und zwei jeweils mit einem der Einzelblätter verbundenen Doppelblättern erhalten. Zur Bearbeitung dieser Druckprodukte hat es sich als günstig erwiesen, wenn der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz 12 und dem zweiten Längsfalz 14 kleiner ist als der Abstand zwischen dem zweiten Längsfalz 14 und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante 8 des Druckbogens, weil so ein Ueberfalz gebildet wird, der nach der Falzung längs des zweiten Längsfalzes 14 über den ersten Längsfalz 12 hinausragt und zum Ergreifen der Druckprodukte eingesetzt werden kann. Zur Fertigstellung der Druckprodukte kann dieser Ueberfalz abgeschnitten werden.

[0046] In Fig. 5 ist ein erfindungsgemässes Verfahren zum Herstellen von sechsblättrigen Falzprodukt dargestellt. Dieses Verfahren entspricht im wesentlichen dem anhand der Fig. 1 erläuterten Verfahren, umfasst jedoch noch die folgenden zusätzlichen Verfahrensschritte:

[0047] Zur Verbindung der durch die Falzung längs des ersten Längsfalzes 12 auf sich selbst zurückgefalzten Bereiche des Druckbogens wird eine weitere Haftmittelspur 32 auf die durch die Falzung längs des ersten Längsfalzes auf sich selbst zurückgefalzte Seite des Druckbogens 10 aufgetragen. Diese weitere Haftmittelspur 32 wird im Bereich der dem ersten Längsfalz 12 nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens und/oder des Bereichs, auf dem diese Seitenkante nach der Falzung längs des ersten Längsfalzes zu liegen kommt, aufgetragen, dadurch wird der Seitenbereich 13 der Druckbogen 10 im Bereich der weiteren Haftmittelspur 32 mit dem zentralen Bereich 15 der Druckbogen 10 verbunden. Zur Herstellung eines sechsblättrigen Falzprodukt aus dem so erstellten Zwischenprodukt muss nach der Falzung längs des ersten Längsfalzes 12, vorzugsweise nach der Falzung längs des Querfalzes 16, besonders bevorzugt nach der Falzung längs des zweiten Längsfalzes 14 nur noch ein sich parallel zu dem ersten Längsfalz 12 erstreckender und diesen enthaltender Randstreifen von dem Druckbogen abgeschnitten werden, wie in Fig. 5 durch die strichlierte Linie 24 angedeutet. Auf diese Weise wird das in Fig. 5 unten dargestellte sechsblättrige Falzprodukt erhalten.

[0048] In Fig. 6 ist ein erfindungsgemässes Verfahren zum Herstellen achtblättriger bzw. sechzehnseitiger Falzprodukte dargestellt. Dieses Verfahren entspricht im wesentlichen dem anhand der Fig. 2 erläuterten Verfahren. Jedoch ist der erste Längsfalz 12' bei dem in Fig. 6 dargestellten Verfahren etwa mittig zwischen den dazu verlaufenden Seitenkanten der Druckbogen 10 angeordnet.

[0049] Weiter unterscheidet sich das in Fig. 6 dargestellte Verfahren von dem anhand der Fig. 2 erläuterten Verfahren dadurch, dass der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz 12' und dem zweiten Längsfalz 14' geringer ist als der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz 12' und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens 10. Schliesslich wird bei dem in Fig. 6 dargestellten Verfahren zusätzlich zu dem den Querfalz 16 enthaltenden Randstreifen auch noch ein den ersten Längsfalz 12' enthaltender Randstreifen von dem Druckprodukt abgeschnitten, wie in Fig. 6 durch die strichlierte Linie 24 angedeutet. Auf diese Weise wird ein achtblättriges Druckprodukt erhalten. Zur Erleichterung des Beschnitts längs des ersten Längsfalzes 12' ist der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz 12' und dem zweiten Längsfalz 14' zweckmässigerweise etwas grösser als der Abstand zwischen dem zweiten Längsfalz 14' und der diesem nächstgelegenen Seitenkante des Druckbogens 10.

[0050] Die in Fig. 7 dargestellte erfindungsgemässe Vorrichtung zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens umfasst im wesentlichen eine Umlenkrollen 210, 212, 214 und 216 umfassende Fördereinrichtung zum Fördern einer aus einer Mehrzahl von hintereinander angeordneten und miteinander verbundenen Druckbogen bestehenden Druckbogenbahn längs einer vorgegebenen Bearbeitungsstrecke, wie in Fig. 7 durch den Pfeil 4 angedeutet, ein erstes Falzwerkzeug 220 zum Falzen der einzelnen Druckbogen längs eines sich parallel zu den Seitenkanten 6 und 8 der Druckbogenbahn 1 erstreckenden ersten Längsfalzes, einer Trenneinrichtung 230 zum Trennen der einzelnen Druckbogen 10 von der Druckbogenbahn 1, ein zweites Falzwerkzeug 240 zum Falzen der von der Druckbogenbahn 1 getrennten Druckbogen längs eines sich senkrecht zum ersten Längsfalz erstreckenden Querfalzes 16, ein drittes Falzwerkzeug 250 zum Falzen der Druckbogen längs eines sich parallel zum ersten Längsfalz erstreckenden zweiten Längsfalzes 14, ein die mit dem dritten Falzwerkzeug 250 gefalzten Druckbogen aufnehmendes Zellenwand 260 und ein Förderband 270, auf dem die Druckbogen 10 mit dem Zellenrad 260 abgelegt und zur Weiterverarbeitung abtransportiert werden. Dabei sind das erste Falzwerkzeug 220, die Trenneinrichtung 230, das zweite Falzwerkzeug 240, das dritte Falzwerkzeug 250, das Zellenrad 260 und die Fördereinrichtung 270 in dieser Reihenfolge in Druchlaufrichtung der Druckbogenbahn bzw. Druckbogen längs der Bearbeitungsstrecke angeordnet.

[0051] Mit der Umlenkrolle 210 wird die zugeführte Druckbogenbahn 1 im wesentlichen innerhalb der Druckbogenbahnebene um 90° umgelenkt. Dazu erstreckt sich die Längsachse der Umlenkrolle 210 parallel zur zugeführten Druckbogenbahn 1 und schliesst einen Winkel von 45° mit der Längsachse der zugeführten Druckbogenbahn 1 ein. Die zweite Umlenkrolle 212 dient zum Einführen der umgelenkten Druckbogenbahn in das erste Falzwerkzeug 220, wobei die Druckbogenbahn 1 mit der zweiten Umlenkrolle 212 aus der Druckbogenbahnebene heraus nach oben abgelenkt wird. Dazu erstreckt sich die Längsachse der Umlenkrolle 212 parallel zu der Hauptebene der mit der Umlenkrolle 210 umgelenkten Druckbogenbahn und schliesst einen Winkel von 90° mit der Längsachse der so umgelenkten Druckbogenbahn ein.

[0052] Das erste Falzwerkzeug 221 umfasst ein trichterförmiges Element 221 mit zwei in Richtung auf eine von der zweiten Umlenkrolle 212 abgewandte Trichtermündung trichterförmig aufeinander zulaufenden Ablenkflächen 222, mit denen die einzelnen Druckbogen der das trichterförmige Element durchlaufenden Druckbogenbahn längs eines parallel zu der Durchlaufrichtung verlaufenden ersten Längsfalzes auf sich selbst zurückgefalzt werden. Mit dem trichterförmigen Element 221 werden die aus der Trichtermündung austretenden Druckbogen in einen zwischen zwei Walzen 226 des ersten Falzwerkzeugs 220 gebildeten Walzenspalt eingeführt. In diesem Walzenspalt wird der erste Längsfalz 12 gefertigt. Dazu erstrecken sich die näherungsweise parallel zueinander verlaufenden Walzenachsen der Walzen 226 parallel zu den mit dem trichterförmigen Element auf sich selbst zurückgefalzten Druckbogen und quer zu deren Durchlaufrichtung durch das trichterförmige Element 221. Zur Führung der Druckbogenbahn weist das trichterförmige Element 221 neben den Ablenkflächen auch noch eine sich quer dazu erstreckende und die Ablenkflächen miteinander verbindende Leitfläche 224 auf. Die aus dem zwischen den Walzen 226 gebildeten Walzenspalt austretende Druckbogenbahn wird mit der dritten Umlenkrolle 214, deren Längsachse sich parallel zu den Längsachsen der Walzen 226 erstreckt, um 90° abgelenkt und anschliessend mit der dritten Umlenkrolle 216, deren Rollenachse sich ebenfalls parallel zu den Längsachsen der Walzen 226 erstreckt, nach unten abgelenkt. Zwischen der Umlenkrolle 214 und der Umlenkrolle 216 kann eine Einrichtung zum Auftragen einer sich parallel zum ersten Längsfalz im Bereich eines danach zu bildenden zweiten Längsfalzes erstreckenden Haftmittelspur auf die Druckbogenbahn angeordnet sein.

[0053] Mit der Umlenkrolle 216 wird die Druckbogenbahn in die zum Trennen der einzelnen Druckbogen 10 von der Druckbogenbahn 1 dienenden Trenneinrichtung 230 eingeführt. Diese Trenneinrichtung 230 besteht im wesentlichen aus einem sich parallel zu der mit der Umlenkrolle 216 umgelenkten Druckbogenbahn und senkrecht zu deren Längsachse bzw. senkrecht zum ersten Längsfalz 12 erstreckenden und um eine parallel dazu verlaufende Umlaufachse umlaufend antreibbaren Schneidmesser 232 und einem sich parallel zum Schneidmesser 232 erstreckenden Gegenwerkzeug 234.

[0054] Mit der Umlenkrolle 216 wird die Druckbogenbahn 1 in den zwischen dem Schneidmesser 232 und dem Gegenwerkzeug 234 gebildeten Schneidspalt eingeführt, in dem dann die Trennung der einzelnen Druckbogen durch die Umlaufbewegung des Schneidmessers 232 erfolgen kann.

[0055] Nach Durchlaufen der Schneideinrichtung werden die von der Druckbogenbahn 1 getrennten Druckbogen 10 in das zweite Falzwerkzeug 240 eingeführt. Dieses umfasst im wesentlichen ein sich parallel zum Schneidmesser 232 bzw. senkrecht zum ersten Längsfalz 12 der eingeführten Druckbogen 10 erstreckendes Falzschwert 242 und zwei einen Walzenspalt bestimmenden und sich parallel zum Falzschwert 242 erstreckenden Walzen 248. Das Falzschwert 242 ist, wie durch den Pfeil 244 angedeutet, um eine sich parallel dazu erstreckende Achse drehbar an einem Träger 246 angebracht, der wiederum um eine sich parallel zum Falzschwert 242 erstreckende Umlaufachse umlaufend antreibbar ist, wie in Fig. 7 durch den Pfeil 245 angedeutet. Durch die Drehbewegung des Falzschwertes 243 und die Umlaufbewegung des Trägers 246 wird erreicht, dass die Druckbogen 10 zunächst ungestört in die zweite Falzeinrichtung 240 eingeführt werden und erst dann von einer Falzkante 243 des Falzschwertes 242 erfasst, längs des sich senkrecht zum ersten Längsfalz erstrekkenden Querfalzes 16 gefalzt und in den zwischen den Walzen 248 gebildeten Walzenspalt eingeführt werden, in dem der Querfalz verstärkt wird.

[0056] Die das zweite Falzwerkzeug 240 verlassenden Druckbogen gelangen in den Bereich des dritten Falzwerkzeuges 250, das ähnlich aufgebaut ist wie das zweite Falzwerkzeug 240. Jedoch erstreckt sich das Falzschwert 252 des dritten Falzwerkzeuges ebenso wie die Längsachsen der Walzen 256 des dritten Falzwerkzeuges 250 senkrecht zu der Längsachse 242 des Falzschwertes 242 bzw. der Walzen 248. Jedoch ist das Falzschwert 252 ebenso wie das Falzschwert 242 um eine sich parallel dazu erstreckende Drehachse drehbar an einem Träger 256 angebracht, wie durch den Pfeil 254 angedeutet. Ferner ist auch der Träger 256 um eine sich parallel zur Drehachse erstreckende Umlaufachse umlaufend antreibbar, wie durch den Pfeil 255 angedeutet. Im Verlauf der Dreh- bzw. Umlaufbewegung des Falzschwertes 252 erfasst dessen Falzkante 253 den Druckbogen 10, falzt denselben um einen sich parallel zum ersten Längsfalz 12 erstreckenden zweiten Längsfalz 14 und führt den so vorbereiteten Druckbogen 10 in den zwischen den Walzen 256 gebildeten Walzenspalt ein, um den zweiten Längsfalz zu bilden.

[0057] Die das dritte Falzwerkzeug 250 verlassenden Druckbogen 10 gelangen in einzelne Zellen eines um eine sich parallel zum Falzschwert 252 erstreckende Umlaufachse umlaufenden Zellenrades 260 und werden mit diesem auf ein Förderband 270 abgelegt, mit dem sie in der durch den Pfeil 272 angedeuteten Richtung zur weiteren Verarbeitung abtransportiert werden. Die einzelnen Zellen des Zellenrades 260 werden von entgegen der durch den Pfeil 262 angedeuteten Umlaufrichtung des Zellenrades 260 nach hinten abgebogenen Zellenwänden begrenzt. Dadurch wird ein störungsfreies Ablegen der gefalzten Druckprodukte auf dem Förderband 270 sichergestellt, weil die der Umlaufachse des Zellenrades 260 abgewandten und parallel zur Umlaufachse verlaufenden Ränder der Zellenwände 264 auf dies Weise im Bereich des Förderbandes 270 etwa tangential zum Förderband 270 verlaufen.

[0058] Die Erfindung ist nicht auf die anhand der Zeichnung erläuterten Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr kann die in Fig. 7 dargestellte Vorrichtung auch noch eine zwischen der Umlenkrolle 214 und der Umlenkrolle 216 angeordnete Einrichtung zum Auftragen einer ersten Haftmittelspur und/oder eine vor dem ersten Falzwerkzeug 220 angeordnete weitere Auftrageinrichtung zum Auftragen einer weiteren Haftmittelspur längs der dem ersten Längsfalz 12 nächstgelegenen Seitenkante 6 der Druckbogenbahn aufweisen. Im übrigen kann der in Fig. 7 dargestellten Vorrichtung auch noch ein Heftapparat zugeordnet sein, mit dem die längs des Querfalzes 16 auf sich zurückgefalzten Bereiche der Druckbogen 10 längs des zweiten Längsfalzes 14 miteinander verbunden werden. Ferner kann die in Fig. 7 dargestellte Vorrichtung auch noch einen Schneidapparat zum Entfernen der den Querfalz 16 enthaltenden Ränder und/oder der den ersten Längsfalz 12 enthaltenden Ränder der Druckbogen 10 umfassen. Darüber hinaus ist auch daran gedacht, die mit dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltenen Druckprodukte weiteren Falzvorgängen zu unterziehen und/oder diese Druckprodukte mit weiteren Druckprodukten zu verbinden.


Ansprüche

1. Verfahren zum Bilden mehrblättriger Druckprodukte, bei dem ein rechteckiger Druckbogen längs die Blätter begrenzenden Falzen gefalzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst der Druckbogen längs eines sich vorzugsweise aussermittig parallel zu einer seiner Seitenkanten erstreckenden ersten Längsfalzes, danach längs eines sich senkrecht zu dem ersten Längsfalz erstreckenden Querfalzes und anschliessend längs eines sich parallel zu dem ersten Längsfalz erstreckenden zweiten Längsfalzes gefalzt wird, dessen Abstand von dem ersten Längsfalz vorzugsweise grösser ist als der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens.
 
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens kleiner oder gleich einem Drittel der durch die beiden zu dem ersten Längsfalz parallelen Seitenkante begrenzten Breite des Druckbogens ist.
 
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Querfalz etwa mittig zwischen den beiden dazu parallelen Seitenkanten des Druckbogens angeordnet wird.
 
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querfalz parallel zu den längeren Seitenkanten des Druckbogens verläuft.
 
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz und dem zweiten Längsfalz kleiner ist als der Abstand zwischen dem zweiten Längsfalz und der ihm nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens.
 
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Falzung längs des Querfalzes auf sich selbst zurückgefalzten Bereiche des Druckbogens im Bereich des zweiten Längsfalzes miteinander verbunden werden.
 
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Falzung des Druckbogens längs des Querfalzes im Bereich des danach zu bildenden zweiten Längsfalzes ein Haftmittel auf wenigstens eine Seite des Druckbogens aufgebracht wird, die durch die Falzung längs des Querfalzes auf sich selbst zurückgefalzt wird.
 
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die längs des Querfalzes auf sich selbst zurückgefalzten Bereiche des Druckbogens im Bereich des zweiten Längsfalzes geheftet werden.
 
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Druckbogen nach der Falzung längs des Querfalzes im Bereich des Querfalzes ein Randstreifen abgeschnitten wird.
 
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckbogen erst nach der Falzung längs des zweiten Längsfalzes im Bereich des Querfalzes beschnitten wird.
 
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Falzung längs des ersten Längsfalzes auf sich selbst zurückgefalzten Bereiche des Druckbogens im Bereich der dem ersten Längsfalz nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens miteinander verbunden, vorzugsweise verklebt oder geheftet werden.
 
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz und dem zweiten Längsfalz grösser ist als der Abstand zwischen dem zweiten Längsfalz und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens.
 
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbogen zur Herstellung der Druckprodukte in Form einer aus einer Mehrzahl von in Richtung des ersten Längsfalzes hintereinander angeordneten und miteinander verbundenen Druckbogen bestehenden Druckbogenbahn zugeführt werden.
 
14. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennung der einzelnen Druckbogen von der Druckbogenbahn erst nach der Falzung längs des ersten Längsfalzes erfolgt.
 
15. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorherigen Ansprüche, mit einer zum Falzen rechteckiger Druckbogen (10) längs die Blätter mehrblättriger Druckprodukte begrenzenden Falzen (12, 14, 16) ausgelegten Falzeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Falzeinrichtung ein erstes Falzwerkzeug (220) zum Falzen des Druckbogens längs eines sich vorzugsweise aussermittig parallel zu einer seiner Seitenkanten (6, 8) erstreckenden ersten Längsfalzes (12) ein zweites Falzwerkzeug (240) zum Falzen des Druckbogens (10) längs eines sich senkrecht zu dem ersten Längsfalz (12) erstreckenden Querfalzes (16) und ein drittes Falzwerkzeug (250) zum Falzen des Druckbogens (10) längs eines sich parallel zu dem ersten Längsfalz (12) erstreckenden zweiten Längsfalzes (14) aufweist, wobei das erste Falzwerkzeug (220) und das dritte Falzwerkzeug (250) vorzugsweise so ausgelegt sind, dass der Abstand zwischen dem von dem dritten Falzwerkzeug (250) erzeugten zweiten Längsfalz (14) und dem von dem ersten Falzwerkzeug (220) erzeugten ersten Längsfalz (12) grösser ist als der Abstand zwischen dem ersten Längsfalz (12) und der diesem nächstgelegenen parallelen Seitenkante (6) des Druckbogens (10).
 
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Falzwerkzeuge (220, 240, 250) längs einer zur Herstellung der Druckprodukte von den Druckbogen (10) durchlaufenen Bearbeitungsstrecke hintereinander angeordnet sind, die Falzeinrichtung zum Bearbeiten von in Form einer aus einer Mehrzahl von längs des ersten Längsfalzes (12) hintereinander angeordneten und miteinander verbundenen Druckbogen (10) bestehenden Druckbogenbahn (1) ausgelegt ist, und dass längs der Bearbeitungsstrecke in Durchlaufrichtung (4) hinter dem ersten Falzwerkzeug (220) eine Trenneinrichtung (230) zum Trennen der einzelnen Druckbogen (10) von der Druckbogenbahn (1) längs einer parallel zu dem Querfalz (14) verlaufenden Seitenkante (2) der Druckbogen (10) angeordnet ist.
 
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinrichtung (230) zwischen dem ersten Falzwerkzeug (220) und dem zweiten Falzwerkzeug (240) angeordnet ist.
 
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, gekennzeichnet durch eine längs der Bearbeitungsstrecke in der Durchlaufrichtung vom dem zweiten Falzwerkzeug angeordnete Einrichtung zum Auftragen eines Haftmittels auf die mit dem zweiten Falzwerkzeug auf sich selbst zurückzufalzende Seite des Druckbogens im Bereich des danach zu bildenden zweiten Längsfalzes.
 
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, gekennzeichnet durch eine längs der Bearbeitungsstrecke in Durchlaufrichtung vor dem ersten Falzwerkzeug angeordnete weitere Auftrageinrichtung zum Auftragen eines Haftmittels auf die mit dem ersten Falzwerkzeug auf sich selbst zurückzufalzende Seite des Druckbogens im Bereich der dem ersten Längsfalz nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens und/oder den Bereich, auf den diese Seitenkante nach der Falzung längs des ersten Längsfalzes zu liegen kommt.
 
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 19, gekennzeichnet durch einen zum Verbinden der einzelnen Blätter des Druckproduktes im Bereich der dem ersten Längsfalz nächstgelegenen parallelen Seitenkante des Druckbogens betreibbaren Heftapparat.
 
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 20, gekennzeichnet durch einen längs der Bearbeitungsstrecke in der Durchlaufrichtung hinter dem zweiten Falzwerkzeug angeordneten Schneidapparat zum Beschneiden des Druckbogens im Bereich des Querfalzes.
 
22. Mehrblättriges Druckprodukt, hergestellt mit einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21, mit zwei Einzelblättern, von denen jedes längs des zweiten Längsfalzes (14) mit einem Doppelblatt verbunden ist, wobei jedes der Doppelblätter aus zwei längs des ersten Längsfalzes (12) miteinander verbundenen Blättern besteht.
 
23. Druckprodukte nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelblätter und/oder die einzelnen Blätter der Doppelblätter längs des Querfalzes (14) miteinander verbunden sind.
 
24. Druckprodukte nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der dem zweiten Längsfalz (14) abgewandten Seite des ersten Längsfalzes (12) angeordneten äusseren Blätter der Doppelblätter durch die Falzung längs des zweiten Längsfalzes (14) in unmittelbare Anlage aneinander gelangen.
 
25. Druckprodukt nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die an den zweiten Längsfalz angrenzenden inneren Blätter der Doppelblätter durch die Falzung längs des zweiten Längsfalzes (14) in unmittelbare Anlage aneinander gelangen.
 
26. Druckprodukt nach einem der Ansprüche 22 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Blätter des Druckproduktes längs des zweiten Längsfalzes (14) miteinander verbunden sind.
 




Zeichnung











































Recherchenbericht