[0001] Die Erfindung betrifft einen Rohrheizkörper gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Rohrheizkörper werden beispielsweise bei Waschmaschinen verwendet und dienen
dort dazu, das Waschwasser bzw. die Waschlauge zu erhitzen. Zu diesem Zweck sind sie
über eine Durchbrechung in der Wand des Waschbottichs in dessen Innerem angeordnet.
[0003] Neben den Rohrheizkörpern ist bei modernen Waschmaschinen eine Überwachungseinrichtung
notwendig, welche in der Lage ist, die Temperatur des Waschwassers zu erfassen, so
daß eine Temperatursteuerung bzw. -regelung des Wassers möglich ist. Hierzu weist
die Bottichwand weitere Durchbrechungen oder der Montageflansch der Heizung eine Durchbrechung
auf, in die Einrichtungen zum Erfassen der Temperatur der Waschlauge eingesetzt sind.
Darüber hinaus bedarf der Rohrheizkörper selbst noch einer Überwachung für den Fall
eines fehlerhaften Betriebes, insbesondere für den Fall, daß der Rohrheizkörper erhitzt
wird, obwohl sich kein Waschwasser im Bottich befindet (= Trockengang des Rohrheizkörpers).
[0004] Durch die Notwendigkeit, sowohl den Rohrheizkörper als auch verschiedene Temperaturüberwachungselemente
im Inneren des Bottichs der Waschmaschine vorsehen zu müssen, weist der Bottich eine
Reihe von Durchbrechungen auf. Abgesehen von dem damit verbundenen erhöhten Herstellungsaufwand
müssen diese Durchbrechungen gut abgedichtet werden, was wiederum die Gestehungskosten
der Waschmaschine erhöht. Darüber hinaus ist durch die Anbringung der Temperaturüberwachungselemente
ein zusätzlicher Montageaufwand notwendig.
[0005] Aus der europäischen Patentanmeldung 0 086 465 geht ein Rohrheizkörper der eingangs
genannten Art hervor, bei dem im Mantelrohrende ein Sicherungselement in Form einer
Schmelzsicherung, eines PTC-Elementes, eines Fühlers für eine elektronische Schaltung
oder eines Thermostaten als Überlastungssicherung für den Rohrheizkörper angeordnet
ist. Die Überlastungssicherung dient dazu, im Falle eines Trockenganges die Stromzufuhr
zu dem Rohrheizkörper abzuschalten. Hierzu ist das Sicherungselement über einen Anschlußbolzen
und einem Rohrstück elektrisch in Reihe mit der Heizdrahtwendel verbunden. Das Sicherungselement
ist also Bestandteil des Heizstromkreises und wird von diesem mit Strom beaufschlagt.
Diese bekannte Lösung stellt einen zuverlässigen Katastrophenschutz für den Fall eines
Fehlbetriebes, insbesondere für den Fall eines Trockenganges bereit. Darüber hinaus
ist aber nach wie vor eine gesonderte Anordnung für ein oder mehrere Temperaturerfassungselemente
für das zu erhitzende Medium mit den vorstehend geschilderten Einschränkungen notwendig.
[0006] Weiterhin geht aus der europäischen Patentanmeldung 0 660 644 ein Rohrheizkörper
hervor, bei dem ein Temperaturfühler im Mantelrohrende des Rohrheizkörpers in der
Nähe dessen Innenwand angeordnet ist. Diese Lösung erfordert infolge der Anordnung
des Temperaturfühlers in der Nähe der Mantelrohrinnenwand einen vergrößerten Durchmesser,
was wiederum die Durchbrechung in dem Bottich vergrößert und damit ebenfalls die Dichtprobleme
erhöht. Darüber hinaus wird heute für für Rohrheizkörper eine immer kompaktere Bauweise
angestrebt, die diese Lösung nicht ermöglicht.
[0007] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Rohrheizkörper der eingangs genannten
Art zu schaffen, der bei einem kompakten Aufbau und einem zuverlässig arbeitenden
Katastrophenschutz trotz vorhandener Laugentemperaturüberwachung eine Verringerung
der Zahl der Durchbrechungen im Bottich ermöglicht.
[0008] Die vorstehende Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In den sich
daran anschließenden Ansprüchen 2 bis 15 finden sich vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung.
[0009] Durch die Verwendung eines Sicherungselements, welches in Abhängigkeit der Temperatur
seinen Widerstandswert ändert und welches im Mantelrohrende des Rohrheizkörpers untergebracht
ist, kann mit ein und demselben Bauteil neben dem Katastrophenschutz auch eine Regelung
bzw. Steuerung der Temperatur des zu erhitzenden Mediums bzw. der Lauge erzielt werden.
Da das Sicherungselement in dem unbeheizten Ende des Mantelrohres angeordnet ist und
daher während des normalen Betriebes die von dem Heizelement an das Sicherungselement
gelangende Wärme von dem zu überwachenden Fluid abgeführt wird, wird das Sicherungselement
durch das Fluid gekühlt und nimmt somit die Temperatur des Fluids an. Mit jeder Temperaturänderung
ändert sich auch der Widerstandswert des Sicherungselements, was durch den von dem
Heizstromkreis getrennten Meßstromkreis erfaßt wird. Von dieser Änderung des Widerstandswertes
kann auf die Temperatur des zu überwachenden Fluids geschlossen werden.
[0010] Darüber hinaus steht aber das Sicherungselement in Wärmeleitungskontakt mit dem Heizelement.
Hierdurch wird im Katastrophenfall, d.h. also bei Wegfall des das Sicherungselement
kühlenden Fluids bzw. Mediums, das Sicherungselement unmittelbar mit der von dem Heizelement
erzeugten Wärme beaufschlagt. Hierdurch verändert sich der Widerstandswert schneller
als im Falls des normalen Betriebes, woraus wiederum der Katastrophenfall geschlossen
und eine Abschaltung des Rohrheizkörpers vorgenommen werden kann.
[0011] Das die beiden Funktionen - Sicherung im Katastrophenfall und Überwachung der Laugentemperatur
- auf sich vereinigende Sicherungselement ist im Mantelrohrende des Rohrheizkörpers
untergebracht. Hierdurch werden neben der Durchbrechung für den Rohrheizkörper keine
weiteren Durchbrechungen in der Wand des Waschbottichs oder im Flansch der Heizung
notwendig, wodurch sich die Gestehungskosten der Waschmaschine verringern.
[0012] Schließlich läßt die vorgeschlagene Lösung eine Anordnung des Sicherungselements
in zumindest annähernd konzentrischer Weise zur Mantelrohrachse zu, wodurch ein besonders
kompakter Aufbau des Rohrheizkörpers erzielt wird. Insbesondere kann der Durchmesser
im Gegensatz zu dem aus der europäischen Patentanmeldung 0 660 644 bekannten Rohrheizkörper
verringert werden.
[0013] Als sein Widerstandswert in Abhängigkeit der Temperatur veränderndes Element können
ein oder mehrere NTC- bzw. ein oder mehrere PTC-Elemente vorgesehen sein. Zwei derartige
Elemente können beispielsweise bei einem Rohrheizkörper angeordnet sein, an dessen
beiden Mantelrohrenden derartige Sicherungselemente eingebaut sind.
[0014] Zur Erzielung eines kompakten Aufbaus kann weiterhin vorgesehen sein, daß das Sicherungselement
über ein Rohrstück oder eine geschlitzte Hülse mit dem Anschlußelement in wärmeleitender,
aber elektrisch isolierter Verbindung steht. Das Sicherungselement kann dann in dem
Inneren des Rohrstückes koaxial zu dem Anschlußelement angeordnet sein. Hierbei kann
das Anschlußelement ein Anschlußbolzen sein, an dessen zu dem Mantelrohrende weisenden
Ende das Rohrstück aufgeschoben ist, in dessen ebenfalls zu dem Mantelrohrende weisenden
Ende wiederum das Sicherungselement eingeschoben ist. Hierdurch läßt sich, wie bereits
festgestellt, der Durchmesser des Rohrheizkörpers bei einem guten Ansprechverhalten
des Sicherungselementes im Katastrohpenfall verringern.
[0015] Damit das Sicherungselement elektrisch isoliert von dem Rohrstück, welches als Anschluß
des Heizelementes anden Heizstromkreis dient, angeordnet werden kann, hat es sich
als vorteilhaft erwiesen, wenn das Sicherungselement im Inneren einer Hülse elektrisch
isoliert zu dem Mantel der Hülse aufgenommen ist. Hierbei kann es genügen, daß das
Sicherungselement lediglich durch die es umgebende Luft isoliert wird. Da jedoch hierbei
geringe Lageveränderungen bereits zu einem elektrischen Kontakt zu der Innenumfangswand
der Hülse führen kann, ist es vorteilhafter, wenn das Sicherungselement in dem Inneren
der Hülse in einem elektrisch isolierenden Material eingebettet ist.
[0016] Grundsätzlich kann das Rohrstück so ausgebildet sein, daß es unmittelbar als elektrischer
Anschluß an den Heizstromkreis dient. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, daß die Hülse
aus einem gut elektrisch leitenden Material hergestellt ist und die Funktion als Anschluß
an den Heizstromkreis übernimmt. Da, wie dies bereits eingangs festgestellt worden
ist, das Sicherungselement auch die Katastrophenabschaltung durchführen soll, ist
es weiterhin vorteilhaft, wenn der Mantel der Hülse aus ausreichend, vorzugsweise
gut wärmeleitenden Material hergestellt ist.
[0017] Um die Montage des Sicherungselements zu erleichtern, ist es von Vorteil, wenn das
Anschlußelement in dem zu dem stirnseitigen Ende des Mantelrohres weisenden Ende einen
nach außen hin offenen Hohlraum aufweist, in dem das Sicherungselement elektrisch
isoliert zu dem Anschlußelement untergebracht ist. Um auch hier wiederum das Sicherungselement
elektrisch von dem Anschlußelement zu isolieren, kann weiterhin vorgesehen sein, daß
das Sicherungselement mittels elektrisch isolierendem, aber ausreichend wärmeleitendem
Harzverguß in dem Hohlraum des Anschlußelements untergebracht ist. Alternativ kann
das Sicherungselement mittels einer elektrisch isolierenden, aber ausreichend bzw.
gut wärmeleitenden Hülse in dem Hohlraum des Anschlußelementes untergebracht sein.
[0018] Der Meßstromkreis kann einmal als ein Widerstandsmeßkreis ausgestaltet sein, der
die Veränderung des Widerstandes an dem Sicherungselement mittels eines Ohmmeters
direkt mißt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, daß der Meßstromkreis ein Meßkreis
ist, der Strom- und/oder Spannungsänderungen am Sicherungselement infolge seiner Widerstandsänderung
erfaßt.
[0019] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sowie zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung
werden nachstehend anhand der beiliegenden Zeichnungsfiguren erläutert. Hierbei ist:
- Fig. 1
- ein Teillängsschnitt im vergrößerten Maßstab durch ein Ende eines erfindungsgemäßen
Rohrheizkörpers gemäß einer ersten Ausführungsform; und
- Fig. 2
- ein Teillängsschnitt im vergrößerten Maßstab durch ein Ende des erfindungsgemäßen
Rohrheizkörpers gemäß einer zweiten Ausführungsform.
[0020] Der in Fig. 1 nur teilweise dargestellte Rohrheizkörper 10 besitzt ein Mantelrohr
12, welches einen kreisförmigen Querschnitt aufweist. Die beide stirnseitigen Enden
12a des Mantelrohres 12 sind nach außen hin offen, wobei zu bemerken ist, daß in Fig.
1 nur eines der beiden stirnseitigen Enden 12a gezeigt ist.
[0021] Das Mantelrohr 1 2 des Rohrheizkörpers 10 kann in jede gewünschte Form gebogen werden,
beispielsweise in eine Hufeisenform, W-Form usw. Als Werkstoff für das Mantelrohr
12 wird ein ausreichend oder gut wärmeleitendes Material verwendet, beispielsweise
Edelstahl oder Aluminium.
[0022] Wie aus Fig. 1 weiterhin hervorgeht, ist im Inneren des Mantelrohres 12 ein Heizelement
in Form einer Heizdrahtwendel 14 angeordnet, die aus einem bei Stromfluß sich erwärmenden
Widerstandsdrahtmaterial gefertigt ist. Die Heizdrahtwendel 14 ist in ein elektrisch
isolierendes, aber wärmeleitendes Material 16 eingebettet, wie zum Beispiel Magnesiumoxid.
Dieses Isoliermaterial 16 wird vorzugsweise vor dem vollständigen Zusammenbau des
Rohrheizkörpers 10 verdichtet.
[0023] Die Heizdrahtwendel 14 ist an beiden Enden 14a mit einem Anschlußelement in Form
eines Anschlußbolzens 18 elektrisch- und wärmeleitend verbunden. Der Anschlußbolzen
18 besitzt einen ersten Abschnitt 18a, der zu der Heizdrahtwendel 14 weist und der
als sich in Richtung der Heizdrahtwendel 14 konisch verjüngende Spitze ausgebildet
ist. Der größte Durchmesser dieses ersten Abschnitts 18a entspricht im wesentlichen
dem Innendurchmesser der Heizdrahtwendel 14.
[0024] Mehrere Windungen der Heizdrahtwendel 14, die sich unmittelbar an das freie Drahtende
des Heizwendeldrahtes anschließen, sind so dicht aufeinander geschoben, daß sie sich
berühren. Diese Windungen sind auf dem Anschlußbolzen 18 durch ein geeignetes Verfahren,
wie zum Beispiel Schweißen und dgl. befestigt.
[0025] Der Anschlußbolzen 14 besitzt weiterhin einen zweiten Abschnitt 18b, der eine im
wesentlichen zylindrische Form aufweist. Der Zylinder des zweiten Abschnitts 18b kann
einen Außendurchmesser aufweisen, der größer als der Innendurchmesser der Heizdrahtwendel
14, aber kleiner als deren Außendurchmesser ist. Durch den gegenüber dem Innendurchmesser
der Heizdrahtwendel 14 größeren Außendurchmesser des zweiten Abschnitts 18b des Anschlußbolzens
18 zusammen mit dem dem Innendurchmesser der Heizdrahtwendel 18 entsprechenden größten
Außendurchmesser des ersten Abschnitts 18a des Anschlußbolzens 18 wird ein Positionieranschlag
für die Heizdrahtwendel 14 gebildet.
[0026] Da sich die Heizdrahtwendel 14 lediglich bis zu dem Anschlußbolzen 18 und nicht über
die volle Länge des Mantelrohres 12 erstreckt, wird ein unbeheiztes Ende des Rohrheizkörpers
10 ausgebildet. Die Funktion dieses unbeheizten Endes wird nachstehend im Zusammenhang
mit der Funktionsweise des erfindungsgemäßen Rohrheizkörpers 10 erläutert.
[0027] Der Anschlußbolzen 18 ist aus ausreichend oder gut wärmeleitenden Material hergestellt,
wie beispielsweise Kupfer. Grundsätzlich kann er aber auch aus einem weniger gut wärmeleitenden
Material, wie zum Beispiel Stahl, gefertigt sein, solange eine ausreichende Stromleitfähigkeit
sichergestellt ist.
[0028] Der erste Abschnitt 18a sowie größtenteils der zweite Abschnitt 18b des Anschlußbolzens
18 sind nahezu vollständig von dem Isoliermaterial 16 umgeben. Um das Eindringen von
Feuchtigkeit in das Innere des Mantelrohres 12 zur Vermeidung der Gefahr, daß das
Isoliermaterial 16 seine elektrisch isolierende Eigenschaft verliert, zu verhindern,
ist im Bereich des nach außen bzw. von der Heizdrahtwendel 14 wegweisenden Ende des
zweiten Abschnitts 18a des Anschlußbolzens 18 eine Isolierscheibe 20 aus einem Harz
angeordnet. Diese Isolierscheibe 20 schließt das Isoliermaterial 16 feuchtigkeitsdicht
nach außen ab. Die Isolierscheibe 20 kann vorgefertigt auf den Anschlußbolzen 18 aufgeschoben
oder bei dem Zusammenbau des Rohrheizkörpers 10, vorzugsweise nach dem Verdichten
in flüssiger Form eingegossen werden, wobei sie dann am nach außen weisenden Ende
des Isoliermaterials 16 aushärtet.
[0029] Wie aus Fig. 1 hervorgeht, steht ein Teil des zweiten Abschnitts 18b des Anschlußbolzens
18 über die Isolierscheibe 20 in Richtung des offenen Endes des Rohrheizkörpers 10
über. Auf diesen überstehenden Teil ist ein Rohrstück 22 oder eine geschlitzte Hülse
aus einem ausreichend oder gut wärmeleitenden Material, beispielsweise Kupfer aufgeschoben.
Das in Richtung der Heizdrahtwendel 14 weisende Ende des Rohrstückes 22 kann dabei
in Anlage zu der Isolierscheibe 20 gelangen. Das Rohrstück 22 ist soweit auf den Anschlußbolzen
18 aufgeschoben, daß eine ausreichende Strom- und Wärmeübergangsfläche vorhanden ist.
[0030] Das Rohrstück 22 dient als Anschluß der Heizdrahtwendel 14 an den Heizstromkreis,
der in der Fig. 1 nicht weiter dargestellt ist. Das Rohrstück 22 ist hierzu elektrisch
leitenden mit einer Anschlußfahne 24 verbunden, die im rechten Winkel zu der Mantelrohrachse
an dem freien Ende des Mantelrohres 12 außerhalb dieses Endes 12a angeordnet. Ebenso
kann die Anschlußfahne 24 axial zur Mantelrohrachse ausgerichtet sein.
[0031] Die elektrische Verbindung zwischen dem Rohrstück 22 und der Anschlußfahne 24 verläuft
durch ein in das Mantelrohrende 12a eingeschobenes Verschlußelement 26 in einer hinter
der dargestellten Zeichenebene liegenden Ebene und ist daher nicht erkennbar. Das
Verschlußelement 26 ist aus wärmebeständigen Kunststoff, Keramik oder Porzellan und
dgl. hergestellt und besitzt einen ersten Abschnitt 26a, der in Richtung der Heizdrahtwendel
14 weist und dessen Außendurchmesser dem Innendurchmesser des Mantelrohres 12 entspricht.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist der erste Abschnitt 26a vollständig in das Mantelrohrende
12a eingeschoben.
[0032] Das Verschlußelement 26 besitzt einen zweiten, im wesentlichen zylindrischen Abschnitt
26b, der in Richtung entgegen der Heizdrahtwendel 14 weist und der einen Außendurchmesser
aufweisen kann, der größer als der Außendurchmesser des Mantelrohres 12 ist. Durch
den Übergang von dem ersten zu dem zweiten Abschnitt 26a, 26b des Verschlußelements
26 wird ein Anschlag ausgebildet, der zum Positionieren des Verschlußelements 26 dient.
Ebenso kann auch das in Richtung der Heizdrahtwendel 14 weisende Ende des ersten Abschnitts
26a des Verschlußelements 26 als Positionieranschlag gegenüber der Isolierscheibe
20 dienen. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, daß die beiden Abschnitte 26a,
26b getrennt voneinander sind, so daß das Verschlußelement 26 aus zwei Teilen besteht.
[0033] Das Verschlußelement 26 besitzt weiterhin eine durchgehende Innenbohrung 26c, deren
Bohrungsachse im wesentlichen koaxial zu der Mantelrohrachse ist. In dieser Bohrung
26c ist das Rohrstück 22 angeordnet.
[0034] Es ist noch zu bemerken, daß das Verschlußelement 26 nicht nur als vorgefertigtes
Element, wie es vorstehend beschrieben worden ist, ausgebildet sein kann, sondern
auch nach dem Zusammenbau der übrigen Teile des Rohrheizkörpers 10 in das Mantelrohrende
12a in flüssiger Form eingegossen werden kann, wobei es dann dort aushärtet.
[0035] Wie aus Fig. 1 ebenfalls hervorgeht, steht das Rohrstück 22 über das freie Ende des
zweiten Abschnitts 18b des Anschlußbolzens 18 über. In dieses freie Ende ist ein Sicherungs-
und Überwachungselement 28 eingeschoben. Das Sicherungs- und Überwachungselement 28
besteht aus einer zylindrischen Hülse 28a, die aus ausreichend oder gut wärmeleitenden
Material, beispielsweise Kupfer, Eisen, Stahl hergestellt ist und deren in Richtung
der Heizdrahtwendel 14 weisendes Ende verschlossen ist. Die Hülse 28a des Sicherungs-
und Überwachungselement 28 besitzt einen Außendurchmesser, der dem Innendurchmesser
des Rohrstückes 22 und dem Innendurchmesser der Bohrung 26c des Verschlußelements
26 entspricht.
[0036] Das Sicherungs- und Überwachungselement 28 ist so weit in das Rohrstück 22 eingeschoben,
daß einerseits eine ausreichend große Wärmekontaktfläche zwischen dem Außenumfang
des Sicherungs- und Überwachungselement 28 und dem Innenumfang des Rohrstückes 22
besteht, aber andererseits das Sicherungs- und Überwachungselement 28 nicht in Kontakt
mit dem freien Ende des zweiten Abschnitts 18b des Anschlußbolzens 18 gelangt. In
diesem Zusammenhang ist zu bemerken, daß durch die Wahl der Einschubtiefe des Sicherungs-
und Überwachungselements 28 die Empfindlichkeit gegenüber der Heizdrahtwendeltemperatur
bzw. der Mediumstemperatur exakt geregelt werden kann.
[0037] Damit zwischen dem Rohrstück 22 und der Hülse 28a des Sicherungs- und Überwachungselement
28 ein gut wärmeleitender Kontakt besteht, kann das Rohrstück 22 mit nicht weiter
dargestellten Federzungen versehen sein, Im Falle einer geschlitzten Hülse als Rohrstück
22 kann diese Hülse einen Innendurchmesser aufweisen, der geringfügig kleiner als
der Außendurchmesser der Hülse 28a des Sicherungs- und Überwachungselement 28 ist,
so daß sich die geschlitzte Hülse federnd an die Hülse 28a des Sicherungs- und Überwachungselement
28 anlegt.
[0038] Im Inneren des Sicherungs- und Überwachungselement 28 ist ein NTC-Element 28b angeordnet,
das auch ein PTC-Element sein kann. Das NTC-Element 28b ist in einer elektrisch isolierenden,
aber ausreichend wärmeleitenden Masse 28c, beispielsweise einem Harz, eingebettet.
Hierdurch steht das NTC-Element 28b über die wärmeleitende Masse 28c, die wärmeleitende
Hülse 28a, das Rohrstück 22 und den Anschlußbolzen 18 in Wärmeleitungskontakt mit
der Heizdrahtwendel 14, ist jedoch elektrisch gegenüber dem Heizstromkreis isoliert.
[0039] Das NTC-Element 28b, das in Kugel- oder Pillenform ausgebildet und ggf. bereits mit
einer elektrischen Isolationsschicht überzogen sein kann, ist über zwei getrennte
Anschlußleitungen 28d mit einem nicht weiter dargestellten Sicherungs- und Überwachungs-
bzw. Meßstromkreis verbunden. Die beiden Anschlußleitungen 28d sind aus dem entgegen
der Heizdrahtwendel 14 weisenden Ende aus der Hülse 28a herausgeführt und mit entsprechenden
weiteren Elementen des Sicherungs- und Überwachungsstromkreis verbunden. Der Sicherungs-
und Überwachungsstromkreis ist getrennt von dem Heizstromkreis ausgebildet. Er kann
als Widerstandsmeßkreis oder als ein Meßkreis ausgebildet sein, der den Stromabfall
bzw. die Spannungsänderung an dem NTC-Element 28b infolge seiner Widerstandsänderung
mißt.
[0040] Wie aus Fig. 1 hervorgeht, steht die Hülse 28a etwas über das Verschlußelement 26
über und ist dabei im Durchmesser aufgeweitet. Hierdurch wird wiederum ein Positionieranschlag
geschaffen, der beim Einschieben der Hülse 28a in das Rohrstück 22 deren Lage positioniert.
Grundsätzlich besteht aber auch die Möglichkeit, daß die Hülse 28a innerhalb des Verschlußelementes
26 endet und lediglich die Anschlußleitungen 28d herausgeführt sind. Die Bohrung 26c
kann dann auf geeignete Weise verschlossen werden.
[0041] Die Arbeitsweise des Sicherungs- und Überwachungselement ist wie folgt:
[0042] Im normalen Betrieb des Rohrheizkörpers 10 wird der Heizdrahtwendel 14 über den Heizstromkreis
Strom zugeführt, so daß diese zu glühen beginnt. Die von der Heizdrahtwendel 14 hierbei
erzeugte Wärme wird über das Isoliermaterial 16 an das Mantelrohr 12 und von dort
an das zu erhitzende Fluid, meist Wasser abgeben. Da das Sicherungs- und Überwachungselement
28 über den Anschlußbolzen 18 und dem Rohrstück 22 mit der Heizdrahtwendel 14 wärmeleitend
verbunden ist, wird hierdurch das NTC-Element 28b ebenfalls erwärmt. Auf Grund seiner
Materialeigenschaften verändert es hierdurch seinen Widerstandswert. Dies wird von
dem Sicherungs- und Überwachungsstromkreis erfaßt.
[0043] Während dieses normalen Betriebes wird das unbeheizte Mantelrohrende 12a von dem
zu erhitzenden Fluid umgeben und von diesem gekühlt. Da das Fluid das unbeheizte Ende
12a kühlt, nimmt das Sicherungs- und Überwachungselement 28 zumindest annähernd die
Temperatur des zu erhitzenden Fluids an. Die durch die Wärmeleitung von der Heizdrahtwendel
14 an das Sicherungs- und Überwachungselement 28 geführte Wärme wird durch das kühlende
Fluid abgeführt, so daß das Sicherungs- und Überwachungselement 28 zumindest annähernd
die Temperatur des Fluids aufweist und damit diese erfaßt. Da sich der Widerstandswert
des NTC-Elements 28b in Abhängigkeit der Temperatur definiert ändert (meist proportional),
kann also somit der Sicherungs- und Überwachungsstromkreis die Temperatur des Fluids
über das ganze Betriebsspektrum erfassen. Durch eine entsprechende Programmierung
einer nicht weiter dargestellten Steuereinrichtung kann dann darauf geschlossen werden,
daß ein fehlerfreier Betrieb vorliegt. Darüber hinaus läßt sich hierdurch die Fluidtemperatur
steuern bzw. regeln. Ggf. kann dies auch durch eine entsprechende Anzeigeeinrichtung
für das Wartungs- und/oder Bedienpersonal angezeigt werden.
[0044] Darüber hinaus läßt sich durch die erfindungsgemäße Lösung die Verkalkung des Rohrheizkörpers
10 an der ggf. vorhandenen Anzeigeeinrichtung anzeigen. Im Falle einer Verkalkung
des Rohrheizkörpers 10 führt dies zu seiner verminderten Kühlung durch das ihn umgebende
Fluid und verändert damit die Temperatur, die durch das Sicherung- und Überwachungselement
28 erfaßt wird. Diese Veränderung äußert sich im wesentlichen durch eine Veränderung
des Ausgangs- bzw. Basiswertes, wobei aber der Anstieg der Temperatur und damit die
Veränderung des Widerstandswertes des NTC-Elementes 28b gegenüber dem unverkalkten
Zustand gleich bleibt. Wird diese Veränderung des Basiswertes durch die bereits vorstehend
erwähnte Steuereinrichtung erfaßt, so kann mittels der ebenfalls bereits vorstehend
erwähnten Steuereinrichtung dies dem Benutzer angezeigt werden, so daß dieser entsprechende
Maßnahmen, wie beispielsweise die Entkalkung veranlassen kann.
[0045] Im Falle eines Fehlers, beispielsweise im Falle eines Trockenganges (d.h. der Rohrheizkörper
10 ist in Betrieb, obwohl kein zu erhitzendes Fluid vorhanden ist) steigt die Temperatur
im Inneren des Mantelrohres 12 schnell stark an, da kein kühlendes, die erzeugte Wärme
abtransportierendes Fluid vorhanden ist. Diesen schnellen und starken Temperaturanstieg
folgt der Widerstandswert des NTC-Elements 28b ebenfalls und kann dadurch durch den
Sicherungs- und Überwachungsstromkreis ebenfalls erfaßt werden. Hierdurch kann dann
eine Abschaltung des Heizstromkreises erfolgen.
[0046] In Fig. 2 ist ein zweites Ausführungsbeipiel des erfindungsgemäßen Rohrheizkörpers
10' gezeigt. Dieser unterscheidet sich von dem ersten im Zusammenhang mit der Fig.
1 erläuterten Ausführungsbeispiel dadurch, daß anstelle des Rohrstücks 22 und der
Hülse 28a der Anschlußbolzen 18' verlängert ist und in seinem zweiten Abschnitt 18b'
einen Hohlraum 18c aufweist, der in Richtung entgegen der Heizdrahtwendel 14 nach
außen hin offen ist. Im Inneren des Hohlraumes 18c ist das Sicherungs- und Überwachungselement
28 in Form des NTC-Elementes 28b und der wärmeleitenden Masse 28c angeordnet. Das
NTC-Element 28b ist wiederum über Anschlußleitungen 28d mit dem Sicherungs- und Überwachungsstromkreis
verbunden. Der übrige Aufbau dieses Rohrheizkörpers 10' und seine Betriebsweise entsprechen
dem im Zusammenhang mit der Fig. 1 geschilderten ersten Ausführungsbeispiel.
1. Rohrheizkörper zum Erhitzen von Fluiden, mit wenigstens einem Mantelrohr (12), mindestens
einem Heizelement (14), das in einem elektrischen Isoliermaterial (16) eingebettet,
im Inneren des Mantelrohres (12) angeordnet ist, Anschlußelemente (18), die in dem
Ende (12a) des Mantelrohres (12) angeordnet sind und über die das Heizelement (14)
mit einer Stromquelle verbunden ist, und mit mindestens einem Sicherungselement (28),
das in dem Mantelrohrende (12a) angeordnet ist und in Wärmeleitungskontakt mit dem
Heizelement (14) steht,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (28) ein in Abhängigkeit der Temperatur des Heizelements
(14) seinen Widerstand änderndes Element ist, das Bestandteil eines von dem Heizstromkreis
unabhängigen Meßstromkreises ist, mittels dem die Widerstandsänderung des Sicherungselementes
(28) erfaßbar ist.
2. Rohrheizkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement ein PTC-Element ist.
3. Rohrheizkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement ein NTC-Element (28) ist.
4. Rohrheizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (28) über ein Rohrstück (22) mit dem Anschlußelement (18)
in wärmeleitender, aber elektrisch isolierter Verbindung steht.
5. Rohrheizkörper nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußelement ein Anschlußbolzen (18) ist, an dessen zu dem Mantelrohrende
(12a) weisenden Ende (18b) das Rohrstück (22) aufgeschoben ist, in dessen ebenfalls
zu dem Mantelrohrende (12a) weisenden Ende das Sicherungselement (28) eingeschoben
ist.
6. Rohrheizkörper nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (28) im Inneren einer Hülse (28a) elektrisch isoliert
zu dem Mantel der Hülse (28a) aufgenommen ist.
7. Rohrheizkörper nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (28) in dem Inneren der Hülse (28a) in ein elektrisch
isolierendes Material (28c) eingebettet ist.
8. Rohrheizkörper nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel der Hülse (28a) aus ausreichend wärmeleitenden Material ist.
9. Rohrheizkörper nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel der Hülse (28a) Teil des Anschlusses des Heizelements an die Heizstromquelle
ist.
10. Rohrheizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußelement (18) in dem zu dem stirnseitigen Ende (12a) des Mantelrohres
(12) weisenden Ende einen nach außen hin offenen Hohlraum (18c) aufweist, in dem das
Sicherungselement (28) elektrisch isoliert zu dem Anschlußelement (18) untergebracht
ist.
11. Rohrheizkörper nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (28) mittels elektrisch isolierenden, aber wärmeleitenden
Harzverguß (28c) in dem Hohlraum (18c) des Anschlußelementes (18) untergebracht ist.
12. Rohrheizkörper nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (28) mittels einer elektrisch isolierenden, aber wärmeleitenden
Hülse in dem Hohlraum (18c) des Anschlußelementes (18) untergebracht ist.
13. Rohrheizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußelement ein Anschlußbolzen (18) ist.
14. Rohrheizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Meßstromkreis ein Widerstandsmeßkreis ist.
15. Rohrheizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Meßstromkreis ein Meßkreis zum Messen des Stromabfalles ist.
16. Rohrheizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Meßstromkreis ein Meßkreis zum Messen der Spannungsänderung
ist.