Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Überwachung eines Kraftstoffzumeßsystems
gemäß den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche.
[0002] Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung ist aus der US-A5 241 933 bekannt.
Dort wird ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Überwachung des Hochdruckkreises
bei einem Common-Rail-System beschrieben. Bei der dort beschriebenen Vorrichtung wird
der Druck im Rail geregelt. Liegt die Stellgröße des Druckregelkreises außerhalb eines
vorgebbaren Bereichs, erkennt die Vorrichtung auf Fehler.
[0003] Das Dokument
JP,A,57 020553 (HITACHI ZOSEN CORP), offenbart eine Überwachung eines Kraftstoffzumesssystems einer
Dieselbrennkraftmaschine, wobei ein Defekt des Zumesssystems erkannt wird, wenn ein
Ausgangssignal eines Körperschallsensors und/oder eines Beschleunigungssensors von
einem vorgebbaren Wert abweicht.
[0004] Desweiteren sind Vorrichtungen bekannt, bei denen ausgehend vom Druck im Rail auf
das Vorliegen eines Fehlers geschlossen wird. Dabei wird der Druck mit unteren und
oberen Grenzwerten verglichen, und auf Fehler erkannt, wenn der Druck außerhalb des
vorgegebenen Wertebereichs liegt.
[0005] Nachteilig an diesen Anordnungen ist es, daß ein Fehler erst bei einem starken Druckabfall
erkannt wird.
Aufgabe der Erfindung
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Vorrichtung und einem Verfahren
zur Überwachung eines Kratstoffzumeßsystems der eingangs genannten Art möglichst sicher
und einfach auf Fehler erkennen zu können. Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen
Ansprüchen gekennzeichneten Merkmalen gelöst.
Vorteile der Erfindung
[0007] Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung können
Fehler im Zumeßsystem sicher und einfach erkannt werden. Insbesondere können defekte
Injektoren bei Common-Rail-Systemen sicher nachgewiesen werden.
[0008] Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind
in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Zeichnung
[0009] Die Erfindung wird nachstehend anhand der, in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen
erläutert.
[0010] Es zeigen Figur 1 ein Blockdiagramm der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Figur 2 die
Ausgangssignale eines Klopf-Sensors über der Zeit aufgetragen, Figur 3 ein Flußdiagramm
zur Erläuterung der erfindungsgemäßen Vorgehensweise, Figur 4 eine schematische Darstellung
einer Brennkraftmaschine, Figur 5 ein Blockdiagramm der Signalauswertung und Figur
6 verschiedene über der Zeit aufgetragene Signale.
[0011] Im folgenden wird die erfindungsgemäße Vorrichtung am Beispiel einer selbstzündenden
Brennkraftmaschine dargestellt, bei der die Kraftstoffzumessung mittels eines Magnetventils
gesteuert wird. Die in Figur 1 dargestellte Ausführungsform betrifft ein sogenanntes
Common-Rail-System. Die erfindungsgemäße Vorgehensweise ist aber nicht auf diese Systeme
beschränkt. Sie kann bei allen Systemen eingesetzt werden, bei denen eine entsprechende
Kraftstoffzumessung möglich ist.
[0012] Mit 100 ist eine Brennkraftmaschine bezeichnet, die über einen Ansaugleitung 105
Frischluft zugeführt bekommt und über eine Abgasleitung 110 Abgase abgibt.
[0013] Bei der dargestellten Brennkraftmaschine handelt es sich um eine Vierzylinderbrennkraftmaschine.
Jedem Zylinder der Brennkraftmaschine ist ein Injektor 120, 121, 122 und 123 zugeordnet.
Den Injektoren wird über Magnetventile 130, 131, 132 und 133 Kraftstoff zugemessen.
Der Kraftstoff gelangt von einem sogenannten Rail 135 über die Injektoren 120, 121,
122 und 123 in die Zylinder der Brennkraftmaschine 100.
[0014] Der Kraftstoff in dem Rail 135 wird von einer Hochdruckpumpe 145 auf einen einstellbaren
Druck gebracht. Die Hochdruckpumpe 145 ist über ein Magnetventil 150 mit einer Kraftstofförderpumpe
155 verbunden. Die Kraftstofförderpumpe steht mit einem Kraftstoffvorratsbehälter
160 in Verbindung.
[0015] Als Kraftstofförderpumpe können Elektrokraftstoffpumpen oder mechanische Kraftstoffpumpen
eingesetzt werden. Bei der Verwendung einer Elektrokraftstoffpumpe ist ein Vorfilter
notwendig. Bedingt durch hohe Kraftstofftemperaturen wird die Elektrokraftstoffpumpe
vorzugsweise in der Nähe des Tanks angeordnet. Daraus ergeben sich große Volumen zwischen
Elektrokraftstoffpumpe und Hochdruckpumpe große und damit lange Abschaltzeiten. Ein
schneller Druckabbau, insbesondere im Fehlerfall ist nur mit erhöhtem Aufwand möglich.
[0016] Eine in der Nähe der Brennkraftmaschine angeordnete mechanische Vorförderpumpe weist
diese Nachteile nicht auf. Bei der mechanischen Vorförderpumpe ist zusätzlich das
Magnetventil 150 notwendig, das im Fehlerfall die Kraftstoffzufuhr zur Hochdruckpumpe
145 unterbindet. Das Absperrventil 150 kann wahlweise als separate bauliche Einheit
ausgeführt werden. Sie kann aber auch saugseitig in die Hochdruckpumpe 145 bzw. druckseitig
in die Vorförderpumpe 155 integriert werden.
[0017] Das Ventil 150 umfaßt eine Spule 152. Die Magnetventile 130, 131, 132 und 133 enthalten
Spulen 140, 141, 142 und 143, die jeweils mittels einer Endstufe 175 mit Strom beaufschlagt
werden können. Die Endstufe 175 ist vorzugsweise in einem Steuergerät 170 angeordnet,
das die Spule 152 entsprechend ansteuert.
[0018] Desweiteren ist ein Sensor 177 vorgesehen, der den Druck im Rail 135 erfaßt und ein
entsprechendes Signal an das Steuergerät 170 leitet. Mit 180 ist ein sogenannter Körperschallsensor
bezeichnet, der an akustisch gut leitender Stelle am Motor angeordnet ist. Dieser
Körperschallsensor beaufschlagt das Steuergerät mit einem entsprechenden Signal. An
Stelle des Körperschallsensor kann auch ein Beschleunigungssensors bzw. ein Klopfsensor
eingesetzt werden.
[0019] Diese Einrichtung arbeitet nun wie folgt. Die Kraftstofförderpumpe 155 fördert den
Kraftstoff aus dem Vorratsbehälter über das Ventil 150 zur Hochdruckpumpe 145. Die
Hochdruckpumpe 145 baut in dem Rail 135 einen vorgebbaren Druck auf. Üblicherweise
werden Druckwerte größer als 800 bar im Rail 135 erzielt.
[0020] Durch Bestromen der Spulen 140 bis 143 werden die entsprechenden Magnetventile 130
bis 133 angesteuert. Die Ansteuersignale für die Spulen legen dabei den Einspritzbeginn
und das Einspritzende des Kraftstoffs durch die Injektoren 120 bis 123 fest. Die Ansteuersignale
werden von dem Steuergerät abhängig von verschiedenen Betriebsbedingungen, wie beispielsweise
dem Fahrerwunsch, der Drehzahl und weiteren Größen festgelegt.
[0021] Bei einem Common-Rail-System, kann eine solche Dauereinspritzung eines Injektors
bei ausgeglichener Massenbilanz im Rail nicht ohne weiteres sicher erkannt werden.
Diese kann zum Beispiel auftreten, wenn das Magnetventil dauerhaft bestromt wird oder
der Injektor klemmt bzw. eine Undichtigkeit aufweist.. Dies kann zu einer ungewollten
Drehmomenterhöhung an einem Zylinder führen und bis zur Motorzerstörung reichen, wenn
die Zylinderspitzendrücke bzw. die zulässigen Temperaturen überschritten werden.
[0022] Mit Hilfe des Körperschallsensors bzw. mittels eines Beschleunigungssensors werden
erfindungsgemäß, die vom Brennraum ausgehenden Schwingungen erfaßt und mittels einer
Auswerteschaltung aufbereitet. Weicht die erfaßte Schwingung eines einzelnen Zylinders
signifikant von den übrigen oder dem erwarteten Wert ab, so wird auf einen Fehler
im entsprechenden Injektor geschlossen.
[0023] In Figur 2 ist das Ausgangssignal des Körperschallsensors über die Winkelstellung
der Kurbelwelle aufgetragen. In Figur 2a ist das Ausgangssignal des Körperschallsensors
bei fehlerfreiem Betrieb aller Injektoren über die Winkelstellung der Kurbelwelle
aufgezeichnet. Im Bereich des oberen Totpunktes, das heißt bei 0° Kurbelwelle, des
ersten Zylinders erfolgt die Zumessung in der ersten Zylinder. Dies führt während
der Zumessung bzw. während der Verbrennung zu einem signifikanten Signal des Körperschallsensors.
Ein entsprechendes Signal tritt bei der Verbrennung im zweiten Zylinder bei 180° Kurbelwelle,
bei der Verbrennung im dritten Zylinder bei 360° und bei der Verbrennung im vierten
Zylinder bei 540° Kurbelwelle auf.
[0024] In Figur 2b ist das entsprechende Signal bei einem fehlerhafte Injektor des zweiten
Zylinders dargestellt. Die Schallemmision bei der Verbrennung im zweiten Zylinder
ist deutlich verlängert. Dies zeigt an, daß der Injektor des zweiten Zylinders nicht
ordnungsgemäß arbeitet. Dieser Injektor ist länger als vorgesehen in seinem geöffneten
Zustand.
[0025] In Figur 2c wird in den zweiten Zylinder kein Kraftstoff eingespritzt, dies bedeutet,
der dem zweiten Zylinder zugeordnete Injektor ermöglicht keine Kraftstoffzumessung.
[0026] In Figur 3 ist beispielhaft das Auswerteverfahren zur Erkennung des Fehlers dargestellt.
In Schritt 301 wird das Ausgangssignal des Körperschallsensors bei der Kraftstoffzumessung
in den ersten Zylinder Z1 erfaßt. Entsprechend wird im Schritt 300 das Körperschallsensorsignal
bei der Verbrennung in den zweiten Zylinder Z2 erfaßt. In Schritt 302 und 303 wird
das Körperschallsensorsignal für die Zylinder Z3 und Z4 erfaßt. Im Schritt 310 werden
die Amplituden der vier Signale aufsummiert und durch 4 dividiert. Somit ergibt sich
der Mittelwert M der vier Körperschallsensorsignale.
[0027] Im Schritt 320 wird ein Zähler i auf 0 gesetzt und im anschließenden Schritt 330
um 1 erhöht. Die Abfrage 340 überprüft, ob die Differenz zwischen der Amplitude Zi
des i-ten Zylinders und dem Mittelwert M größer als ein Schwellwert S ist. Ist dies
nicht der Fall, so überprüft die Abfrage 350 ob i größer gleich 4 ist. Ist dies nicht
der Fall, so erfolgt erneut Schritt 330 bzw. wenn i größer gleich 4 ist folgt Schritt
300.
[0028] Erkennt die Abfrage 340, daß der Betrag der Differenz zwischen der Amplitude des
i-ten Zylinders Zi und dem Mittelwert M größere als der Schwellwert S ist, so wird
in Schritt 360 auf Fehler erkannt und eine entsprechende Maßnahmen eingeleitet.
[0029] Das dargestellte Verfahren wurde am Beispiel einer Vierzylinder Brennkraftmaschine
beschrieben. Durch entsprechende Wahl der Parameter insbesondere von i kann das Verfahren
auch auf Brennkraftmaschinen mit anderer Zylinderzahl ausgedehnt werden.
[0030] Alternativ kann auch vorgesehen sein, daß nicht die Amplitude des Signals, sondern
die Zeitdauer des Signals zur Fehlererkennung ausgewertet wird.
[0031] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist in den folgenden Figuren dargestellt.
In Figur 4 ist schematisch eine 4-Zylinder Dieselbrennkraftmaschine mit zwei am Motor
akustisch leitend angebrachten Körperschallsensoren 410 und 411 dargestellt. Mit 415
ist ein Nadelbewegungsfühler und mit 420 ist ein Zylinderdrucksensor bezeichnet. Mit
105 sind die Frischluftleitungen und mit 110 die Abgasleitungen bezeichnet.
[0032] In Figur 5 ist die Signalauswertung für die beiden Klopfsensoren 410 und 411 als
Blockdiagramm dargestellt. Das Ausgangssignal des ersten Klopfsensors 410 gelangt
über eine Laufzeitkorrektur 201 zu einer Zylinderauswahl 220. Entsprechend gelangt
das Ausgangssignal des zweiten Klopfsensors 411 über eine zweite Laufzeitkorrektur
202 zur Zylinderauswahl 220.
[0033] Von der Zylinderauswahl 220 gelangt das Signal zu einem ersten Bandpaß 210 und zu
einem zweiten Bandpaß 215. Die Ausgangssignale der Bandpässe gelangen zu einer Signalverarbeitung
230 die wiederum ein Motorsteuergerät 240 mit Signalen beaufschlagt. Ferner gelangen
Ausgangssignale der Bandpässe 210 und 215 unmittelbar zur Motorsteuerung 240. Die
Signalverarbeitung 230 verarbeitet ferner Signale verschiedener Sensoren 235.
[0034] Diese Einrichtung arbeitet nun wie folgt: Die Laufzeit der verschiedenen Signale
von einer Signalquelle zu den unterschiedlichen Klopfsensoren 410 und 411 ist unterschiedlich.
Diese Laufzeit wird durch die Laufzeitkorrekturen 201 und 202 kompensiert. Die Zylindererkennung
ordnet ausgehend von der Signalhöhe, die wiederum von der Entfernung zwischen der
Signalquelle und dem Sensor abhängt, das Signal einem bestimmten Sensor zu. Damit
läßt sich eine Zuordnung zwischen dem erfaßten Signal und dem zugehörigen Zylinder
durchführen.
[0035] Prinzipiell ist die im folgenden beschriebene Vorgehensweise auch mit einem Körperschallsensor
durchführbar. Durch die Verwendung von Zweien oder mehreren Körperschallsensoren kann
die Signalgüte wesentlich verbessert werden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die
Körperschallsensoren an räumlich unterschiedlichen Anbauorten am Motor angeordnet
sind. Durch die Addition der laufzeitkorrigierten Signale kann das Nutzsignal im Vergleich
zu Störsignalen wesentlich erhöht werden.
[0036] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der erste Bandpaß Eckfrequenzen von 10 kHz und
30 kHz aufweist. Der zweite Bandpaß 215 weist Eckfrequenzen von 500 Hz und 4 kHz auf.
Diese Frequenzwerte stellen nur Richtwerte dar und können je nach Typ von Brennkraftmaschine
variieren.
[0037] Die Bandpässe filtern die Ausgangssignale der Klopfsensoren 410 bzw. 411. Ausgehend
von den gefilterten Signalen bestimmt die Signalverarbeitung verschiedene Größen,
die die Einspritzung bzw. die Verbrennung charakterisieren. Die so gewonnen Signale
werden von der Motorsteuerung zu Steuerung und Regelung der Brennkraftmaschine verwendet.
[0038] In Figur 6a ist der Zylinderdruck, in Figur 6b das Ausgangssignal des Nadelbewegungsfühlers,
in Figur 6c das Ausgangssignal eines der Klopfsensoren, in Figur 6d das Ausgangssignal
des ersten und in Figur 6e das Ausgangssignal des zweiten Bandpasses über der Zeit
aufgetragen. Bei den kleinen Mengen für die Voreinspritzung öffnet sich die Ventilnadel
im allgemeinen nicht bis zum oberen Anschlag.
[0039] Bei der Voreinspritzung ist lediglich das Aufschlagen der Nadel am unteren Anschlag
beim Ende des Einspritzvorgangs erkennbar. Zu diesem Zeitpunkt, steigt die Amplitude
des Ausgangssignals des Klopfsensors an. Zu diesem Zeitpunkt nehmen die hochfrequenten
Anteile des Ausgangssignals des Klopfsensors zu. Dieser Zeitpunkt ist mit VE bezeichnet.
[0040] Beim Beginn und dem Ende der Haupteinspritzung bewegt sich die Nadel des Nadelbewegungsfühlers
bis zum unteren bzw. bis zum oberen Anschlag. Zu diesen Zeitpunkten steigt die Amplitude
des Ausgangssignals des Klopfsensors und dabei insbesondere die hochfrequenten Anteile
an. Dieser Zeitpunkt ist mit HE bezeichnet.
[0041] Der Spritzbeginn und das Spritzende der Haupteinspritzung wird erkannt, wenn sich
die Nadel des Injektors 120 bis 123 bei Öffnen bis zum oberen Anschlag und beim Schließen
bis zum unteren Anschlag bewegt. Diese Zeitpunkte werden anhand des Anstiegs des Ausgangssignal
des ersten Bandpasses über einen ersten Schwellwert erkannt. Wird das Anschlagen der
Nadel des Injektors nicht erkannt, bzw. wird das Anschlagen beim Schließen des Injektors
nicht erkannt, so wird auf Dauereinspritzung erkannt.
[0042] Anhand dieser Signale wird bei jeder Einspritzung entschieden, ob eine Dauereinspritzung
vorliegt oder nicht. Die Überwachung erfolgt vorzugsweise individuell für jeden Zylinder.
Nach Erkennen von einer vorgebbaren Zahl von Dauereinspritzungen bei einem Zylinder
wird auf Defekt erkannt.
[0043] Ist die Kraftstofförderpumpe als mechanische Vorförderpumpe, beispielsweise als Zahnradpumpe,
ausgebildet, so besteht keine unmittelbare Möglichkeit, die Förderung von Kraftstoff
mittels der Vorförderpumpe zu unterbrechen, da diese unmittelbar vom Motor angetrieben
wird. Erfindungsgemäß ist deshalb vorgesehen, daß mittels des elektrischen Abschaltventil
150 zwischen der Vorförderpumpe 155 und der Hochdruckpumpe 145 die Kraftstofförderung
von der Vorförderpumpe 155 zur Hochdruckpumpe 145 unterbrochen wird.
[0044] Bei erkanntem Fehler unterbricht das Ventil 150 die Kraftstoffzufuhr zur Hochdruckpumpe
145. Ein Fehler kann dabei beispielsweise mit der beschriebenen Vorgehensweise erkannt
werden. Es sind aber auch andere Verfahren zur Erkennung von Fehlern möglich.
[0045] Ist das Ventil 150 als 2/2-Ventil ausgeführt, das heißt es sperrt den Durchfluß zwischen
der Vorförderpumpe 155 und der Hochdruckpumpe 145, so baut sich bei geschlossenem
Ventil ein Druck vor dem Ventil auf. Um diesen Druckaufbau zu vermeiden, sind geeignete
Maßnahmen vorzusehen. Beispielsweise kann in der Vorförderpumpe ein Druckbegrenzungsventil
integriert werden. Alternativ kann das Absperrventil als 3/2-Ventil ausgeführt werden.
In diesem Fall gelangt der Kraftstoff bei angesteuertem Ventil 150 über eine gestrichelt
eingezeichnete Leitung von der Vorförderpumpe 155 unmittelbar zurück in den Kraftstoffvorratsbehälter
160. In dieser Ausgestaltung kann auf das Druckbegrenzungsventil in der Vorförderpumpe
155 verzichtet werden.
1. Verfahren zur Überwachung eines Kraftstoffzumeßsystems, insbesondere eines Common-Rail-Systems
einer Dieselbrennkraftmaschine, wobei der Kraftstoff von wenigstens einer Pumpe von
einem Niederdruckbereich in einen Hochdruckbereich gefördert wird, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Defekt des Zumeßsystems erkannt wird, wenn die Amplitude und/oder die Zeitdauer
eines Ausgangssignals eines Körperschallsensors und/oder eines Beschleunigungssensors
von dem Mittelwert aller Zylinder abweicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Defekt eines Magnetventils
und/oder eines Injektors des Kraftstoffzumeßsystems erkannt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kraftstoff von wenigstens einer Vorförderpumpe von einem Niederdruckbereich in einen
Hochdruckbereich gefördert wird, und daß bei einem erkannten Defekt der Kraftstofffluß
zwischen der Vorförderpumpe und einer Hochdruckpumpe unterbunden wird.
4. Vorrichtung zur Überwachung eines Kraftstoffzumeßsystems, insbesondere eines Common-Rail-Systems
für eine Dieselbrennkraftmaschine, wobei der Kraftstoff von wenigstens einer Pumpe
von einem Niederdruckbereich in einen Hochdruckbereich gefördert wird, dadurch gekennzeichnet,
daß Mittel vorgesehen sind, die einen Defekt des Zumeßsystems erkennen, wenn die Amplitude
und/oder die Zeitdauer eines Ausgangssignals eines Körperschallsensors und/oder eines
Beschleunigungssensors von dem Mittelwert aller Zylinder abweicht.
1. Method for monitoring a fuel metering system, in particular a common-rail system for
a diesel engine, in which case the fuel is fed by at least one pump from a low-pressure
area to a high-pressure area, characterized in that a defect in the metering system
is identified if the amplitude and/or the time duration of an output signal from a
structure-borne sound sensor and/or from an acceleration sensor differs from the mean
value for all the cylinders.
2. Method according to Claim 1, characterized in that a defect of a solenoid valve and/or
of an injector in the fuel metering system is identified.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the fuel is
fed by at least one low-pressure pump from a low-pressure area to a high-pressure
area, and in that, when a defect is identified, fuel is prevented from flowing between
the low-pressure pump and a high-pressure pump.
4. Apparatus for monitoring a fuel metering system, in particular a common-rail system
for a diesel engine, in which case the fuel is fed by at least one pump from a low-pressure
area to a high-pressure area, characterized in that means are provided which identify
a defect in the metering system if the amplitude and/or the time duration of an output
signal from a structure-borne sound sensor and/or from an acceleration sensor differs
from the mean value for all the cylinders.
1. Procédé de contrôle d'un système de dosage de carburant notamment d'un système à rampe
commune d'un moteur à combustion interne Diesel selon lequel le carburant est fourni
par au moins une pompe de la plage basse pression à la plage haute pression,
caractérisé en ce qu'
on reconnaît un défaut du système de dosage si l'amplitude et/ou la durée d'un signal
de sortie d'un capteur de son et/ou d'un capteur d'accélération, s'écartent de la
valeur moyenne correspondant à tous les cylindres.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on reconnaît un défaut d'une électrovanne et/ou d'un injecteur du système de dosage
de carburant.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
• le carburant est transféré par au moins une pompe de préalimentation d'une zone
basse pression dans une zone haute pression et,
• lorsqu'un défaut est reconnu, on coupe le débit de carburant entre la pompe de préalimentation
et la pompe à haute pression.
4. Dispositif de contrôle d'un système de dosage de carburant notamment d'un système
à rampe commune alimentant un moteur à combustion interne Diesel, selon lequel le
carburant est fourni par au moins une pompe d'une plage basse pression à une plage
haute pression,
caractérisé par
des moyens reconnaissant un défaut du système de dosage, si l'amplitude et/ou la durée
d'un signal de sortie d'un capteur de son et/ou d'un capteur d'accélération, s'écartent
de la valeur moyenne de tous les cylindres.