[0001] Die Erfindung betrifft einen Rinnenkörper mit einer vorzugsweise etwa U-förmigen
bis V-förmigen Rinnengestalt und mit wenigstens einem ebenen Bodenplattenabschnitt
zur planen Auflage des Rinnenkörpers auf einer Abstützunterlage.
[0002] Rinnenkörper, die insbesondere aus Polymerbeton hergestellt sind, werden in vielfältige
Weise eingesetzt, um bei einer Bebauung Wasserablaufrinnen in einem Gelände oder in
einem Straßenbereich auszubilden oder um einen Drainageablauf für irgendwelche Bodenbereiche
oder Kanalisationen herzustellen.
[0003] Derartige Rinnenkörper müssen je nach Anwendungszweck sehr unterschiedliche mechanische
Belastungen aushalten können und sollten eine möglichst hohe Seitenstabilität besitzen.
Beim Einbau derartiger Rinnenkörper müssen daher die Einbauvorschriften genau beachtet
werden, da es bei Nichtberücksichtigung der Einbauhinweise zu Problemen bis hin zum
Bruch der Rinnenkörper kommen kann.
[0004] Die Rinnenkörper werden mit sehr unterschiedlichen Bauhöhen benötigt, was von dem
jeweiligen Anwendungsfall abhängig ist, wobei die Probleme hinsichtlich der mechanischen
Stabilität und Haltbarkeit der Rinnenkörper jedoch mit zunehmender Bauhöhe schwerwiegender
werden.
[0005] Um die erwünschte hohe mechanische Festigkeit der Rinnenkörper auch bei sehr hoher
Bauhöhe beibehalten zu können, wurden Rinnenkörper mit zunehmender Bauhöhe auch in
ihrer Breite größer und massiver ausgeführt, was aber nicht immer erwünscht ist und
auch mit dem Nachteil behaftet ist, daß mit zunehmender Bauhöhe und zunehmender Baubreite
der Materialaufwand beträchtlich ansteigt.
[0006] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, einen Rinnenkörper der
eingangs definierten Art zu schaffen, der bei im wesentlichen gleichbleibender hoher
mechanischer Festigkeit und Seitenwandstabilität eine optimierte Ableitung und Verteilung
der vom Rinnenkörper aufzunehmenden vertikalen Kräfte ermöglicht und bei dem auch
bei großer Bauhöhe ein optimierter Materialeinsatz möglich ist.
[0007] Diese Aufgabe wird, ausgehend von dem Rinnenkörper der eingangs genannten Art, erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Außengestalt des Rinnenkörpers ebenfalls vorzugsweise etwa
U-förmig bis V-förmig gestaltet und so die Außengestalt des Rinnenkörpers der inneren
Kontur zumindest abschnittsweise angepaßt ist, und daß im Bereich von vorzugsweise
bis zu zwei Drittel der Bauhöhe des Rinnenkörpers im Außenbereich des Rinnenkörpers
vertikale Verstärkungsrippen ausgebildet sind.
[0008] Es hat sich herausgestellt, daß bei Realisierung der genannten Maßnahmen ein Rinnenkörper
realisiert werden kann, der bei gleichbleibender Baubreite in sehr verschiedenen Bauhöhen
hergestellt werden kann und der bei minimiertem Materialeinsatz dennoch eine optimale
Verteilung und Ableitung der vom Rinnenkörper auf zunehmenden vertikalen Kräfte ermöglicht.
[0009] Im einzelnen kann die Erfindung dadurch eine vorteilhafte Ausgestaltung erfahren,
daß am longitudinalen Anfang und am longitudinalen Ende des Rinnenkörpers jeweils
eine Verstärkungsrippe ausgebildet ist. Diese letztere Ausführungsform der Erfindung
ist besonders für relativ kurze Rinnenkörper geeignet.
[0010] Bei einer größeren Baulänge des Rinnenkörpers sind jedoch mehrere Verstärkungsrippen
erforderlich, die über die Länge des Rinnenkörpers gleichmäßig verteilt ausgebildet
sein sollten. Mit anderen Worten haben die Verstärkungsrippen in Längsrichtung des
Rinnenkörpers jeweils einen gleichmäßigen bzw. gleichbleibenden Abstand zueinander.
[0011] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform mit einer stabilen Bodenauflage besteht
ferner darin, daß wenigstens einige der Verstärkungsrippen eine Bodenfläche bilden,
die in der Ebene des wenigstens einen Bodenflächenabschnitts liegt. Durch diese Ausgestaltung
der vorliegenden Erfindung tragen die Verstärkungsrippen selbst nicht nur zur mechanischen
Verstärkung des gesamten Rinnenkörpers bei, sondern sie dienen auch gleichzeitig zur
Erhöhung der Auflagefläche und Stabilisierung der Auflage des Rinnenkörpers auf einer
ebenen Abstütz- oder Auflagefläche.
[0012] Eine weitere Erhöhung der mechanischen Festigkeit und Biegesteifigkeit läßt sich
dadurch erzielen, daß wenigstens zwei benachbarte Verstärkungsrippen mit einem gemeinsamen
Bodenplattenabschnitt einstückig verbunden sind. Bei dieser letzteren Ausgestaltung
der Erfindung stützen sich die Verstärkungsrippen zusätzlich gegeneinander in Längsrichtung
des Rinnenkörpers ab, wodurch eine noch besserte Verteilung der vom Rinnenkörper aufzunehmenden
vertikalen Kräfte erreicht wird.
[0013] Der Rinnenkörper besitzt zweckmäßigerweise auf beiden seinen Außenseiten vertikale
Verstärkungsrippen, die zu einer senkrecht durch die Längsmittellinie des Rinnenkörpers
verlaufende Ebene spiegelbildlich angeordnet sind. Dadurch sind die mechanischen Eigenschaften
und Festigkeitseigenschaften des Rinnenkörpers homogen über den Querschnitt des Rinnenkörpers
verteilt ausgebildet.
[0014] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Außenflächen
des oberen Abschnitts des Rinnenkörpers eben ausgebildet und verlaufen im wesentlichen
vertikal. Dabei können die Verstärkungsrippen ebenfalls seitliche Außenflächen besitzen,
die mit den oberen Außenflächen des Rinnenkörpers fluchtend verlaufen, so daß z.B.
die Querschnittsgestalt einer senkrecht zur Längsmittellinie des Rinnenkörpers verlaufenden
und zwei sich seitlich gegenüberliegende Verstärkungsrippen schneidenden Schnittebene
eine im wesentlichen rechteckige Gestalt hat.
[0015] Eine Möglichkeit, auch bei großen Bauhöhen Material einzusparen, besteht ferner auch
darin, daß der Rinnenkörper wenigstens einen streifenförmigen, in Längsrichtung des
Rinnenkörpers verlaufenden Bodenplattenabschnitt aufweist, mit dem wenigstens zwei
sich seitlich gegenüberliegende Verstärkungsrippen an ihrem Bodenbereich einstückig
verbunden sind. Diese letztere Variante des Rinnenkörpers nach der Erfindung führt
zu einer besonders gleichmäßigen Kräfteverteilung und Kräfteübertragung auf die Auflagefläche
bei geringstmöglichem Materialeinsatz.
[0016] Der wenigstens eine streifenförmige Bodenplattenabschnitt kann ferner zur weiteren
Erhöhung der Festigkeit und Steifigkeit an seinen sich gegenüberliegenden Längsenden
in breitere Bodenabschnitte übergehen. Diese breiteren Bodenplattenabschnitte können
seitliche Ausnehmungen aufweisen. Es kann schließlich ein breiterer Bodenplattenabschnitt
in einen weiteren einzelnen breiteren Bodenplattenabschnitt übergehen, in welchem
dann zweckmäßigerweise auch eine Ablauföffnung ausgeformt sein kann, ohne daß dadurch
der Querschnitt an dieser Stelle des Rinnenkörpers wesentlich geschwächt wird.
[0017] Eine besonders günstige Kräfteverteilung wird ferner auch dann erreicht, wenn wenigstens
zwei sich seitlich gegenüberliegende Verstärkungsrippen eine von der Rechteckgestalt
abweichende Außenkontur aufweisen, die dem Querschnitt der Rinne auch angepaßt sein
kann. Die Verstärkungsrippen können ferner sich keilförmig von oben nach unten erweiternd
ausgebildet sein, so daß sie über die Ebene der jeweiligen Seitenfläche des Rinnenkörpers
vorstehen. Dadurch werden die Seitenstabilität des Rinnenkörpers und seine Verankerung
im Boden noch weiter verbessert.
[0018] Eine besonders einfach herstellbare Ausführungsform des Rinnenkörpers besteht darin,
daß die Verstärkungsrippen eine einheitliche, im wesentlichen gleichbleibende Wanddicke
aufweisen.
[0019] Alternativ besteht jedoch auch die Möglichkeit zur Anpassung an ganz spezifische
Kräfteverhältnisse, die Wanddicke der Verstärkungsrippen von oben nach unten zunächst
zunehmen zu lassen und dann wieder abnehmen zu lassen.
[0020] Eine extrem stabile und insbesondere seitenstabile Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet,
daß die Wanddicke der Verstärkungsrippen von oben nach unten kontinuierlich zunimmt.
Damit hat die Wanddicke der jeweiligen Verstärkungsrippen an ihrem untersten Ende
die größte Breite. Es wird dadurch eine vergleichsweise große Auflagefläche realisiert,
die durch die Verstärkungsrippen selbst mit geformt wird. Eine Materialeinsparung
wird ferner auch dadurch erzielt, daß gemäß einer weiteren Ausführungsform am oberen
Anfangsbereich der Verstärkungsrippen die Wandstärke des Rinnenkörpers vorzugsweise
stufenförmig reduziert ist. Alle die vorgenannten Maßnahmen verbessern die Verankerung
im Boden.
[0021] Eine von der jeweiligen Bauhöhe nahezu unabhängige mechanische Stabilität und Festigkeit
wird ferner erfindungsgemäß dadurch realisiert, daß die Höhe des seitlichen Bereiches,
in welchem die vertikalen Verstärkungsrippen ausgebildet sind, der Herstellungshöhe
bzw. Bauhöhe des jeweiligen Rinnenkörpers angepaßt ist. Bei besonders großer Bauhöhe
kann der Beginn der Verstärkungsrippen bei etwa einem Drittel (oberes Drittel) der
Gesamthöhe des Rinnenkörpers beginnen, während jedoch bei vergleichsweise geringer
Bauhöhe der Verstärkungsrippenbereich lediglich in dem unteren Drittel der Höhe des
Rinnenkörpers ausgebildet sein kann.
[0022] Bei allen Ausführungsformen ist der Rinnenkörper mit all seinen Verstärkungsrippen
vorzugsweise aus Polymerbeton hergestellt.
[0023] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Hinweis auf
die Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1A
- eine kombinierte Frontansicht und Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines
Rinnenkörpers mit Merkmalen nach der Erfindung;
- Fig. 1B
- eine perspektivische Ansicht des Rinnenkörpers nach Fig. 1A;
- Fig. 2A
- eine kombinierte Front- und Seitenansicht eines Rinnenkörpers gemäß einer weiteren
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2B
- eine perspektivische Ansicht des Rinnenkörpers nach Fig. 2A;
- Fig. 3A
- eine kombinierte Front- und Seitenansicht einer noch weiteren Ausführungsform eines
Rinnenkörpers mit vergleichsweise großer Bauhöhe;
- Fig. 3B
- eine perspektivische Ansicht des Rinnenkörpers nach Fig. 3A;
- Fig. 4A
- eine kombinierte Front- und Seitenansicht einer noch weiteren Ausführungsform eines
Rinnenkörpers mit Merkmalen nach der Erfindung;
- Fig. 4B
- eine perspektivische Ansicht des Rinnenkörpers nach Fig. 4A;
- Fig. 5A
- eine kombinierte Front- und Seitenansicht eines Rinnenkörpers gemäß einer noch weiteren
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit einer relativ kleinen Bauhöhe; und
- Fig. 5B
- eine perspektivische Ansicht des Rinnenkörpers nach Fig. 5A.
[0024] Fig. 1 zeigt eine Front- und Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines Rinnenkörpers
mit Merkmalen nach der Erfindung. Der Rinnenkörper ist allgemein mit 1 bezeichnet
und hat bei der dargestellten Ausführungsform eine Rinne 2 mit einer etwa V-förmigen
Rinnengestalt bzw. mit einem entsprechenden Querschnitt. Es sei an dieser Stelle darauf
hingewiesen, daß die vorliegende Erfindung nicht auf die gezeigte Rinnengestalt beschränkt
ist und daß auch andere Rinnengestalten möglich sind, insbesondere eine U-förmige.
Gemäß Fig. 1A besitzt der Rinnenkörper äußere Seitenflächen 3a und 3b, die in ihrem
unteren Bereich bei etwa einem Drittel der Gesamtbauhöhe des Rinnenkörpers in einen
Verstärkungsrippenbereich übergehen, wobei der Übergangsbereich mit 12 angezeigt ist.
Der untere Abschnitt des Rinnenkörpers ist zumindest abschnittsweise der V-Gestalt
der Rinne 2 angepaßt, wobei die Abschnitte in Fig. 1A mit 4a und 4b bezeichnet sind.
[0025] Wie am besten aus Fig. 1B zu erkennen ist, sind bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
vertikale Verstärkungsrippen 5 (auf beiden Seiten) am Vorderende des Rinnenkörpers
ausgebildet und ferner vertikale Verstärkungsrippen 6 (auf beiden Seiten) an dem hinteren
Ende des Rinnenkörpers, soweit dazwischen liegende Verstärkungsrippen 15, 16.
[0026] Die untere Bodenfläche des Rinnenkörpers umfaßt mehrere streifenförmige Bodenplattenabschnitte
8, 9, die in breitere Bodenplattenabschnitte 7a und 7b im Bereich der Verstärkungsrippen
15, 16 übergehen bzw. mit diesen einstückig verbunden sind. Die breiteren Bodenplattenabschnitte
7a und 7b können seitliche Aussparungen 10a und 10b aufweisen. Darüber hinaus kann
der gezeigte Rinnenkörper 1 auch mit einer Ablauföffnung 11 ausgestattet sein.
[0027] Fig. 2A zeigt eine ähnliche Konstruktion wie Fig. 1A und 1B, wobei jedoch die Bauhöhe
bei der Ausführungsform nach Fig. 2A und Fig. 2B sehr viel größer ist. In Fig. 2A
ist der Rinnenkörper allgemein mit 20 bezeichnet und besitzt vertikal verlaufende
Seitenflächen 23a und 23b, die zwischen sich eine wiederum etwa V-förmig gestaltete
Rinne 21 festlegen. Der Rinnenkörper 20 besitzt mehrere Bodenplattenabschnitte 28,
29, 27a und 27b, die, wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1A bzw. Fig. 1B, eine
durchgehende Fläche bilden. Die breiteren Bodenplattenabschnitte 27a und 27b besitzen
seitliche Einschnitte 30a und 30b.
[0028] Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 2A bzw. Fig. 2B ist der untere Bereich des
Rinnenkörpers wannenförmig gestaltet, entsprechend den seitlichen Aussparungen 24a
und 24b. Der Rinnenkörper ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel wiederum mit zwei
Verstärkungsrippen 25 und 26 ausgestattet, die am vorderen Ende und hinteren Ende
des Rinnenkörpers ausgeformt sind. In Fig. 2B ist ferner noch eine Befestigungsöffnung
oder Ablauföffnung 31 zu erkennen.
[0029] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 2A und 2B ist der Beginn des Verstärkungsrippenbereiches
der größeren Bauhöhe angepaßt und beginnt bei 22, und zwar nahezu bei der Hälfte der
Bauhöhe.
[0030] Die Ausführungsform nach den Fig. 3A und 3B zeigt einen Rinnenkörper 31' mit einer
relativ großen Bauhöhe, die eine besonders hohe mechanische Festigkeit und Stabilität
besitzt. Bei der Ausführungsform nach Fig. 3A besitzt der Rinnenkörper 31' etwa vertikal
verlaufende obere Seitenflächen 33a, 33b, zwischen denen eine zentrale, etwa V-förmig
gestaltete Rinne 32 ausgebildet ist. Der Verstärkungsrippenabschnitt beginnt aufgrund
der großen Bauhöhe auch bei dieser Ausführungsform etwa bei der halben Höhe des Rinnenkörpers
(bei 34). Der Rinnenkörper besitzt eine Vielzahl von Verstärkungsrippen 35a, 35b,
35c, 35d, 35e, 35f und 36, die über die Gesamtlänge des Rinnenkörpers gleichmäßig
verteilt angeordnet sind. Die meisten Verstärkungsrippen 35a, 35b, 35c, 35d, 35e,
35f und 36 besitzen eine im wesentlichen rechteckförmige Querschnittsgestalt, wobei
die Außenflächen dieser Verstärkungsrippen mit den Seitenflächen des oberen Abschnitts
des Rinnenkörpers fluchtend verlaufen, so daß die Querschnittsgestalt einer senkrecht
zur Längsmittellinie des Rinnenkörpers verlaufenden und zwei sich seitlich gegenüberliegende
vertikale Verstärkungsrippen schneidende Schnittebene eine im wesentlichen rechteckförmige
Außenkontur hat. Die mittlere Verstärkungsrippe 35d besitzt eine abweichende Außenkontur,
die der wannenförmigen Gestalt des Rinnenkörpers in etwa angepaßt ist.
[0031] Wie am besten aus Fig. 3B zu ersehen ist, sind mehrere Verstärkungsrippen 35b, 35c
und 35e, 35f über einen breiten Bodenplattenabschnitt 37a bzw. 37b miteinander verbunden,
wodurch eine erhöhte Festigkeit und auch eine günstige Verteilung der vom Rinnenkörper
auf zunehmenden vertikalen Kräfte erreicht werden. Die breiteren Bodenplattenabschnitte
37a und 37b gehen jeweils in streifenförmige schmale Bodenplattenabschnitte 39b und
39a über.
[0032] Durch die über die Länge des Rinnenkörpers verteilt angeordneten Verstärkungsrippen
ergeben sich mehrere seitliche Ausnehmungsbereiche, von denen in Fig. 3B einer mit
41 bezeichnet ist.
[0033] Bei der Ausführungsform nach Fig. 3A und 3B ist wiederum ein breiter Bodenplattenabschnitt
mit einer Öffnung 38 vorhanden, der über einen breiten Bodenplattenabschnitt 40 in
den breiten Bodenplattenabschnitt 37b übergeht. Dadurch wird bei dieser Ausführungsform
eine vergleichsweise großflächige Auflage des Rinnenkörpers auf einer ebenen Abstützfläche
erzielt.
[0034] Bei der Ausführungsform nach Fig. 4A und 4B hat der allgemein mit 50 bezeichnete
Rinnenkörper wiederum eine relativ große Bauhöhe. Der Rinnenkörper 50 besitzt, ähnlich
wie die vorhergehenden Ausführungsformen, im wesentlichen vertikal verlaufende Seitenflächen
53a, 53b, die zwischen sich eine tiefe, etwa V-förmig gestaltete Rinne 42 aufweisen.
Aufgrund der relativ großen Bauhöhe des Rinnenkörpers beginnt der Bereich der Verstärkungsrippen,
von oben her gesehen, bei etwa einem Drittel bis ein Halb der Gesamthöhe des Rinnenkörpers
(bei 51). Der Rinnenkörper besitzt äußere Wandabschnitte 54a, 54b, die im unteren
Bereich des Rinnenkörpers ausgebildet sind und an die Gestalt der V-förmigen Rinne
angepaßt sind. Bei der gezeigten Ausführungsform sind auf den sich gegenüberliegenden
Seitenflächen jeweils weitere Wandabschnitte 54c, 54d, 54e und 54f ausgebildet, die
durch vertikale Verstärkungsrippen 55a, 55b, 55c, 55d, 55e, 55f und 56 festgelegt
sind. Der Rinnenkörper 50 ist ferner spiegelbildlich zu einer Ebene ausgebildet, die
durch die Längsmittellinie senkrecht verläuft bzw. durch den tiefsten Punkt der Rinne
42 verläuft. Bei dieser gezeigten Ausführungsform besitzen die Verstärkungsrippen
55b, 55c, 55d, 55e und 55f eine variierende Wandstärke, die von oben nach unten zunächst
zunimmt und etwa auf halber Höhe der Verstärkungsrippen dann wieder bis zu ihrem unteren
Endbereich abnimmt. Die mittlere Verstärkungsrippe 55d ist ferner in ihrer Außenkontur
der wannenförmigen Gestalt des Rinnenkörpers 50 angepaßt.
[0035] Wie am besten aus Fig. 4B zu ersehen ist, besitzt der Rinnenkörper 50 an seinem unteren
Bereich streifenförmige Plattenabschnitte 59a und 59b, die in breitere Plattenabschnitte
57a und 57b übergehen. Die breiteren Bodenplattenabschnitte 57a und 57b sind jeweils
einstückig mit zwei benachbarten Verstärkungsrippen verbunden, wodurch bei dieser
Ausführungsform eine besonders hohe Festigkeit und Stabilität realisiert wird. An
dem einen Ende besitzt der Rinnenkörper 50 eine ausbrechbare Ablauföffnung 58, die
über einen breiten Bodenplattenabschnitt 60 in den breiten Plattenabschnitt 57b übergeht.
[0036] Fig. 5A zeigt eine kombinierte Front- und Seitenansicht einer noch weiteren Ausführungsform
eines Rinnenkörpers, der allgemein mit 70 bezeichnet ist. Dieser Rinnenkörper besitzt
eine besonders hohe Seitenwandstabilität und kann sehr hohe vertikale Kräfte aufnehmen
und gleichmäßig auf eine Auflagefläche verteilen. Die erhöhte Seitenstabilität wird
mit Hilfe von vertikalen Verstärkungsrippen 72 erzielt, die im Gegensatz zu den vorhergehenden
Ausführungsformen seitlich über die Seitenflächen des Rinnenkörpers 70 hinausragen
und die von oben nach unten keilförmig verlaufen, so daß die größte Breite des Keiles
an der Bodenfläche des Rinnenkörpers erreicht wird.
[0037] Der Rinnenkörper 70 besitzt eine V-gestaltete Rinne 74 mit vergleichsweise geringer
Tiefe. Aufgrund der vergleichsweise geringen Bauhöhe beginnt der Verstärkungsrippenbereich
etwa an dem unteren Drittel der gesamten Bauhöhe (bei 71).
[0038] Die Ausführungsform nach den Fig. 5A und 5B besitzt eine Vielzahl von seitlich angeordneten
vertikalen Verstärkungsrippen 72, die nicht nur nach außen hin keilförmig verlaufen,
sondern deren Wandstärke auch keilförmig von oben nach unten zunimmt, wie dies am
besten aus der Seitenansicht der Fig. 5A hervorgeht.
[0039] Wie am besten aus Fig. 5B zu ersehen ist, besitzt diese Ausführungsform eine nahezu
durchgehende streifenförmige Bodenplatte, die einstückig mit den seitlichen Verstärkungsrippen
72 verbunden ist. Die streifenförmige Bodenplatte 73 endet im Bereich einer Öffnung
75.
[0040] Bei allen Ausführungsformen ist die Höhe des seitlichen Bereiches, in welchem die
vertikalen Verstärkungsrippen ausgebildet sind, der jeweiligen Herstellungs- oder
Bauhöhe des Rinnenkörpers angepaßt. Diese Maßnahme trägt wesentlich dazu bei, daß
eine optimierte Ableitung und Verteilung der vom Rinnenkörper aufzunehmenden vertikalen
Kräfte auf eine Auflagefläche unabhängig von der Bauhöhe erreicht wird, und zwar bei
minimalem Materialeinsatz.
[0041] Bei allen Ausführungsformen kann der Rinnenkörper mit den daran ausgebildeten Verstärkungsrippen,
Bodenplattenabschnitten usw. in bevorzugter Weise aus Polymerbeton hergestellt sein.
[0042] Für einen Fachmann sind eine Reihe von Änderungen bei den gezeigten Ausführungsformen
möglich, ohne jedoch dadurch den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
[0043] So kann die Zahl der einzelnen Rippen bei allen gezeigten Ausführungsformen abhängig
von den jeweils anstehenden Anforderungen (Bauhöhe) variieren. Es kann auch insbesondere
die Form und die Dicke der Verstärkungsrippen zur Anpassung an einen jeweiligen Anwendungsfall
variiert werden.
[0044] Auch ist die vorliegende Erfindung nicht auf die gezeigte V-förmige oder U-förmige
Gestalt der Rinne beschränkt.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Rinnenkörper
- 2
- Rinne
- 3a
- Seitenfläche
- 3b
- Seitenfläche
- 4a
- Abschnitt
- 4b
- Abschnitt
- 5
- Verstärkungsrippen
- 6
- Verstärkungsrippen
- 7a
- Bodenplattenabschnitt
- 7b
- Bodenplattenabschnitt
- 8
- Bodenplattenabschnitt
- 9
- Bodenplattenabschnitt
- 10a
- Aussparung
- 10b
- Aussparung
- 11
- Ablauföffnung (Öffnung)
- 12
- Übergangsbereich
- 15
- Verstärkungsrippe
- 16
- Verstärkungsrippe
- 20
- Rinnenkörper
- 21
- Rinne
- 22
- Beginn
- 23a
- Seitenflächen
- 23b
- Seitenflächen
- 24a
- Aussparungen
- 24b
- Aussparungen
- 25
- Verstärkungsrippen
- 26
- Verstärkungsrippen
- 27a
- Bodenplattenabschnitt
- 27b
- Bodenplattenabschnitt
- 28
- Bodenplattenabschnitt
- 29
- Bodenplattenabschnitt
- 30a
- Einschnitte
- 30b
- Einschnitte
- 31
- Ablauföffnung
- 31'
- Rinnenkörper
- 32
- Rinne
- 33a
- Seitenflächen
- 33b
- Seitenflächen
- 34
- Höhe
- 35a
- Verstärkungsrippen
- 35b
- Verstärkungsrippen
- 35c
- Verstärkungsrippen
- 35d
- Verstärkungsrippen
- 35e
- Verstärkungsrippen
- 35f
- Verstärkungsrippen
- 36
- Verstärkungsrippen
- 37a
- Bodenplattenabschnitt
- 37b
- Bodenplattenabschnitt
- 38
- Öffnung
- 39a
- Bodenplattenabschnitt
- 39b
- Bodenplattenabschnitt
- 40
- Bodenplattenabschnitt
- 41
- Ausnehmungsbereiche
- 42
- Rinne
- 50
- Rinnenkörper
- 51
- Beginn
- 53a
- Seitenfläche
- 53b
- Seitenfläche
- 54a
- Wandabschnitt
- 54b
- Wandabschnitt
- 54c
- Wandabschnitt
- 54d
- Wandabschnitt
- 54e
- Wandabschnitt
- 54f
- Wandabschnitt
- 55a
- Verstärkungsrippen
- 55b
- Verstärkungsrippen
- 55c
- Verstärkungsrippen
- 55d
- Verstärkungsrippen
- 55e
- Verstärkungsrippen
- 55f
- Verstärkungsrippen
- 56
- Verstärkungsrippen
- 57a
- Plattenabschnitt
- 57b
- Plattenabschnitt
- 58
- Öffnung
- 59a
- Plattenabschnitt
- 59b
- Plattenabschnitt
- 60
- Bodenplattenabschnitt
- 70
- Rinnenkörper
- 71
- Beginn
- 72
- Verstärkungsrippen
- 73
- Streifenförmige Bodenplatte
- 74
- Rinne
- 75
- Öffnung
1. Rinnenkörper, mit einem vorzugsweise etwa U-förmigen bis V-förmigen Rinnenquerschnitt
(2; 21; 32; 42; 74) und mit wenigstens einem ebenen Bodenflächenabschnitt (8, 9; 28,
29; 37a, 37b, 39a, 39b, 59a, 59b, 57a, 57b; 73) zur planen Auflage des Rinnenkörpers
auf einer Abstützunterlagen,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Außengestalt des Rinnenkörpers (1; 20; 31; 50; 70) ebenfalls vorzugsweise etwa
U-förmig bis V-förmig gestaltet und so dem inneren Rinnenquerschnitt zumindest abschnittsweise
angepaßt ist, und daß im Bereich von bis zu im wesentlichen zwei Drittel der Bauhöhe
des Rinnenkörpers am Außenbereich des Rinnenkörpers vertikale Verstärkungsrippen (5,
6; 15, 16, 25, 26, 35, 36, 55, 56; 72) ausgebildet sind.
2. Rinnenkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß am longitudinalen Anfang und am longitudinalen Ende des Rinnenkörpers jeweils
eine vertikale Verstärkungsrippe (5, 6; 25, 26; 35a, 36; 55a, 56) auf beiden Seiten
des Rinnenkörpers ausgebildet ist.
3. Rinnenkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß mehrere vertikale Verstärkungsrippen (15, 16, 35a-35f, 36; 55a-55f, 56) über
die Länge des Rinnenkörpers verteilt ausgebildet sind.
4. Rinnenkörper nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsrippen (15, 16, 35a-35f, 36; 55a-55f, 56) in regelmäßigen Abständen
ausgebildet sind.
5. Rinnenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einige der Verstärkungsrippen (5, 6; 15, 16, 25, 26; 35a, 36; 55a,
56) eine Bodenfläche bilden, die in der Ebene des Bodenflächenabschnitts des Rinnenkörpers
liegt.
6. Rinnenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei benachbarte Verstärkungsrippen (35b, 35c, 35e, 35f, 36; 55f,
55e, 55c, 55b) mit einem gemeinsamen Bodenplattenabschnitt (37a, 37b; 57a, 57b) einstückig
verbunden sind.
7. Rinnenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rinnenkörper (1; 20; 31; 50; 70) auf beiden Außenseiten Verstärkungsrippen
aufweist, die zu einer senkrecht durch die Längsmittellinie des Rinnenkörpers verlaufenden
Ebene spiegelbildlich und symmetrisch angeordnet sind.
8. Rinnenkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Außenflächen (3a, 3b; 23a, 23b; 33a, 33b; 53a, 53b) eines oberen Abschnitts
des Rinnenkörpers (1; 20; 31; 50) eben ausgebildet sind und im wesentlichen vertikal
verlaufen.
9. Rinnenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einige der Verstärkungsrippen (5, 6; 25, 26; 35a, 35b, 35c, 35d,
35e, 35f, 36; 55a, 55b, 55c, 55d, 55e, 55f, 56) seitliche Außenflächen besitzen, die
mit den oberen Außenflächen (3a, 3b; 23a, 23b; 33a, 33b; 53a, 53b) des Rinnenkörpers
fluchtend verlaufen.
10. Rinnenkörper nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsgestalt einer senkrecht zur Längsmittellinie des Rinnenkörpers
verlaufenden und zwei sich seitlich gegenüberliegende Verstärkungsrippen schneidenden
Schnittebene eine im wesentlichen rechteckige Gestalt hat.
11. Rinnenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch wenigstens einen schmaler als der Rinnenkörper ausgebildeten, streifenförmigen
und in Längsrichtung des Rinnenkörpers verlaufenden Bodenplattenabschnitt (8, 9; 28,
29; 39a, 39b; 59a, 59b), mit dem wenigstens zwei sich seitlich gegenüberliegende Verstärkungsrippen
(5; 25; 35a; 55a) an ihrem Bodenbereich einstückig verbunden sind.
12. Rinnenkörper nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine streifenförmige Bodenplattenabschnitt (8, 9; 28, 29; 39a,
39b; 59a, 59b) an seinen sich gegenüberliegenden Längsenden in breitere Bodenplattenabschnitte
(7a, 7b; 27a, 27b; 37a, 37b; 57a, 57b) übergeht.
13. Rinnenkörper nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die breiteren Bodenplattenabschnitte seitliche Aussparungen (10a, 10b; 30a,
30b) aufweisen.
14. Rinnenkörper nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer Bodenplattenabschnitt (37b) in einen einzelnen breiteren Bodenplattenabschnitt
(40) übergeht, in welchem eine Ablauföffnung (38) ausgebildet ist.
15. Rinnenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei sich gegenüberliegende vertikale Verstärkungsrippen (35d; 55d)
eine von einer Rechteckgestalt abweichende Außenkontur aufweisen, die dein Rinnenquerschnitt
des Rinnenkörpers angepaßt ist.
16. Rinnenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sich die Verstärkungsrippen (55, 72) keilförmig von oben nach unten erweitern,
so daß sie über die Ebene der jeweiligen Seitenflächen des Rinnenkörpers (70) vorragen.
17. Rinnenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsrippen (5, 6; 25, 26; 35, 36) eine einheitliche, im wesentlichen
gleichbleibende Wanddicke aufweisen.
18. Rinnenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wanddicke in Längsrichtung des Rinnenkörpers der vertikalen Verstärkungsrippen
(55b, 55c, 55d, 55e, 55f) von oben nach unten zunächst zunimmt und dann abnimmt.
19. Rinnenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wanddicke der vertikalen Verstärkungsrippen (72) in Längsrichtung des Rinnenkörpers
von oben nach unten kontinuierlich zunimmt.
20. Rinnenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an einem oberen Anfangsbereich der Verstärkungsrippen die Wandstärke des Rinnenkörpers
(1; 20; 31; 50; 70) vorzugsweise stufenförmig reduziert ist.
21. Rinnenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des seitlichen Bereiches, in welchem die Verstärkungsrippen ausgebildet
sind, der Herstellungshöhe des Rinnenkörpers angepaßt ist, derart, daß die Höhe des
Verstärkungsrippenbereiches mit zunehmender Bauhöhe zunimmt.
22. Rinnenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rinnenkörper (1; 20; 31; 50; 70) mit seinen Verstärkungsrippen aus Polymerbeton
besteht.