(19)
(11) EP 0 954 660 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
27.06.2001  Patentblatt  2001/26

(21) Anmeldenummer: 98907958.7

(22) Anmeldetag:  20.01.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E04G 23/02, E04C 5/07
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9800/270
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9832/933 (30.07.1998 Gazette  1998/30)

(54)

FLACHBAND-LAMELLE ZUR VERSTÄRKUNG VON BAUTEILEN SOWIE VERFAHREN ZU DEREN HERSTELLUNG

FLAT STRIP LAMELLA FOR REINFORCING BUILDING COMPONENTS AND METHOD FOR THEIR PRODUCTION

BANDE PLATE LAMELLAIRE POUR RENFORCER DES ELEMENTS DE CONSTRUCTION ET SON PROCEDE DE FABRICATION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GB LI

(30) Priorität: 23.01.1997 DE 19702249
31.07.1997 DE 19733065

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
10.11.1999  Patentblatt  1999/45

(73) Patentinhaber: Sika AG, vorm. Kaspar Winkler & Co.
CH-8048 Zürich (CH)

(72) Erfinder:
  • BLEIBLER, Alexander
    CH-8406 Winterthur (CH)
  • SCHÜMPERLI, Ernesto
    CH-8832 Wollerau (CH)
  • STEINER, Werner
    CH-8405 Winterthur (CH)

(74) Vertreter: Wolf, Eckhard, Dr.-Ing. et al
Patentanwälte Wolf & Lutz Hauptmannsreute 93
70193 Stuttgart
70193 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 774 552
WO-A-97/01686
WO-A-95/23898
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Flachband-Lamelle zur Verstärkung von lastaufnehmenden oder lastübertragenden Bauteilen, die eine Verbundstruktur aus einer Vielzahl von parallel zueinander ausgerichteten biegsamen oder biegeschlaffen Tragfasern und einer die Tragfasern schubfest miteinander verbindenden Bindemittelmatrix aufweist, und die mittels eines Klebers breitseitig an der Oberfläche des zu verstärkenden Bauteils befestigbar ist. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung derartiger Flachband-Lamellen.

    [0002] Verstärkungslamellen dieser Art sind beispielsweise bekannt aus der WO 96/21785. Die Verstärkungslamellen werden dort an langgestreckten und/oder flächigen Bauwerkteilen eingesetzt. Die aus einem steifelastischen Duroplast, beispielsweise aus Epoxidharz bestehende Bindemittelmatrix läßt keine Biegungen mit kleinen Biegungsradien zu, so daß über eine Bauteilkante hinweg geführte, bügelartige Verstärkungen hiermit bisher nicht möglich waren. Bügelförmige Bewehrungen werden beispielsweise benötigt, um bei Stahlbetonbalken und Stahlbetonplattenbalken den Zusammenhang zwischen der Druck- und Zugzone zu sichern und Schub- und Querrisse zu vermeiden.

    [0003] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Flachband-Lamelle zu entwickeln, die eine kantenübergreifende Verstärkung von Bauteilen ermöglicht. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Entwicklung von Verfahren zur Herstellung derartiger Flachband-Lamellen.

    [0004] Zur Lösung dieser Aufgabe werden die in den Patentansprüchen 1, 8, 9, 11 angegebenen Merkmalskombinationen vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

    [0005] Gemäß der Erfindung wird eine vorgefertigte Winkellamelle vorgeschlagen, die zwei im Bereich einer quer zur Längserstreckung der Tragfasern verlaufenden Querkante einstückig miteinander verbundene, einen definierten Winkel von 30° bis 150° miteinander einschließende Lamellenschenkel aufweist. Da die zu verstärkenden Bauteilkanten überwiegend rechtwinklig ausgebildet sind, schließen die Lamellenschenkel einen Winkel von 90° miteinander ein. Um über die Querkante hinweg Zugkräfte ohne Bruchgefahr übertragen zu können, wird die Querkante zwischen den Lamellenschenkeln, zweckmäßig mit einem Krümmungsradius von 5 bis 50 mm, vorzugsweise 15 bis 30 mm, gekrümmt ausgebildet.

    [0006] Für die Herstellung derartiger Winkellamellen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die eine durchgehende Bindemittelmatrix aufweisende, zunächst langgestreckte Flachband-Lamelle zumindest in einem Zwischenbereich bei einer oberhalb des Glasumwandlungspunkts liegenden Temperatur, beispielsweise bei einer Temperatur von 300 °C bis 650 °C, unter Bildung zweier über eine Querkante miteinander verbundener, einen Winkel miteinander einschließender Lamellenschenkel einer Biegepressung ausgesetzt und anschließend unter zeitweiliger Aufrechterhaltung der Preßkraft auf die niedrigere Gebrauchstemperatur abgekühlt wird.

    [0007] Eine weitere erfindungsgemäße Verfahrensweise zur Herstellung der Winkellamellen besteht darin, daß ein aus Tragfasern bestehender Faserstrang auf einen Stützkörper mit vorzugsweise quadratischem oder rechteckigem Umriß spiralig aufgewickelt und an diesem im aufgewickelten Zustand fixiert wird, daß der aufgewickelte Faserstrang unter Bildung der Bindemittelmatrix mit einem flüssigen Kunstharz getränkt wird, daß das Kunstharz unter Bildung einer vorzugsweise als Vierkantrohr ausgebildeten Verbundmaterialrohres ausgehärtet wird, und daß das Verbundmaterialrohr gegebenenfalls nach Entfernen des Stützkörpers unter Bildung der Winkellamellen mit über Eck in Richtung ihrer Längserstreckung verlaufenden Tragfasern mehrfach quer und längs aufgetrennt wird.

    [0008] Eine dritte erfindungsgemäße Verfahrensvariante zur Herstellung der Winkellamellen besteht darin, daß ein Strang oder ein Gewebe aus Tragfasern in eine Gießform mit im Querschnitt winkelförmiger Kavität über Eck eingelegt wird, daß in die Kavität flüssiges Bindemittelharz unter Tränken der Tragfasern eingespritzt oder eingegossen wird, daß das Bindemittelharz vorzugsweise unter Einwirkung von Druck und Wärme ausgehärtet wird und daß anschließend die dabei gebildeten fertigen Winkellamellen aus der Gießform entnommen werden.

    [0009] Die erfindungsgemäßen Winkellamellen können zur Schubverstärkung, Zugverstärkung oder Knicksicherung von Stahlbetonträgern, -stützen oder -balken verwendet werden, wobei die beiden gegeneinander abgewinkelten Schenkel über eine Bauteilkante hinweg an zwei, einen entsprechenden Winkel miteinander einschließenden Bauteilflächen mittels einer Klebstoffschicht aufgeklebt werden. Zur Verlängerung der Verstärkungslamelle kann an mindestens einem der beiden Lamellenschenkel eine zweite, mit der betreffenden Bauteilfläche zu verbindende Flachband-Lamelle mittels einer Kleberschicht überlappend angeklebt werden. Damit können auch mehrere Flachband-Lamellen an ihren freien Schenkelenden unter Bildung eines das Bauteil umfassenden geschlossenen Lamellenrings überlappend miteinander und mit den Bauteilflächen verklebt werden.

    [0010] Im folgenden wird die Erfindung anhand der in der Zeichnung in schematischer Weise dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen
    Fig. 1
    eine als Winkellamelle ausgebildete Flachband-Lamelle in schaubildlicher Darstellung;
    Fig. 2a bis c
    ein Schema zur Erläuterung eines Verfahrens für die Herstellung von Winkellamellen gemäß Fig. 1;
    Fig. 3a bis c
    drei Schnittdarstellungen von Stahlbeton-Bauteilen mit Verstärkungslamellen unter Verwendung der Winkellamellen gemäß Fig. 1.


    [0011] Die in Fig. 1 dargestellte Flachband-Lamelle ist als vorgefertigte Winkellamelle 110 ausgebildet, die zur Verstärkung von lastaufnehmenden oder lastübertragenden Bauteilen 112 bestimmt ist. Die Winkellamelle 110 weist zwei im Bereich einer quer zur Längserstreckung der Tragfasern 126 verlaufenden, abgerundeten Querkante 130 einstückig miteinander verbundene, einen Winkel von 90° miteinander einschließende Lamellenschenkel 134 auf. Der Krümmungsradius im Bereich der Querkante beträgt beispielsweise 5 bis 50 mm. Für die Herstellung der Winkellamellen 110 gibt es verschiedene Möglichkeiten:

    [0012] Wie aus den Fig. 3a bis c zu ersehen ist, können die Winkellamellen 110 zur Verstärkung von lastaufnehmenden oder lastübertragenden Bauteilen 112 verwendet werden, wobei die beiden gegeneinander abgewinkelten Schenkel 134 an zwei einen entsprechenden Winkel miteinander einschließenden Oberflächen des Bauteils 112 über deren Eckkanten 124 hinweg mittels einer nicht dargestellten Klebstoffschicht angeklebt werden. Zur Verlängerung der Verstärkungsstrecke können die Schenkelenden miteinander oder mit den Enden langgestreckter Flachbandlamellen 111 verklebt werden. Wie aus Fig. 3c zu ersehen ist, kann auf diese Weise auch ein das Bauteil 112 umschließender geschlossener Verstärkungsring erzeugt werden.

    [0013] Eine erste Verfahrensvariante zur Herstellung einer Winkellamelle besteht darin, daß eine langgestreckte Flachbandlamelle mit durchgehender Bindemittelmatrix in dem die Querkante 130 bildenden Zwischenraum bei einer oberhalb des Glasumwandlungspunktes der Bindemittelmatrix liegenden Temperatur (300 bis 600 °C bei Epoxidharz) unter Bildung der über die Querkante 130 miteinander verbundenen, einen Winkel miteinander einschließenden Lamellenschenkel 134 einer Biegepressung ausgesetzt und anschließend unter zeitweiliger Aufrechterhaltung der Preßkraft auf Gebrauchstemperatur abgekühlt wird.

    [0014] Eine weitere Herstellungsvariante wird anhand der Fig. 2a bis 2c erläutert: Ein Strang aus einer Vielzahl von parallel zueinander ausgerichteten Kohlenstoffasern 126 wird auf einen Stützkörper 136 mit quadratischem Querschnitt aufgewickelt und im aufgewickelten Zustand am Stützkörper 136 fixiert (Fig. 2a). Sodann wird der aufgewickelte Faserstrang unter Bildung einer Bindemittelmatrix mit flüssigem Kunstharz getränkt. Nach dem Aushärten des Kunstharzes entsteht ein als Vierkantrohr ausgebildetes Verbundmaterialrohr 140, das vom Stützkörper 136 abgenommen werden kann (Fig. 2b). Das Vierkantrohr kann sodann entlang den Schnittlinien 142 und 144 so aufgetrennt werden, daß Winkellamellen 110 entstehen (Fig. 2c), bei denen die Tragfasern 126 im Sinne der Fig. 1 über die Kante 130 hinweg in Richtung ihrer Längserstreckung verlaufen.

    [0015] Zusammenfassend ist folgendes festzustellen: Die Erfindung betrifft eine Flachband-Lamelle zur Verstärkung von lastaufnehmenden oder lastübertragenden Bauteilen. Sie weist eine Verbundstruktur aus einer Vielzahl von parallel zueinander ausgenchteten, biegsamen oder biegeschlaffen Tragfasern 126 und einer die Tragfasern schubfest miteinander verbindenden Bindemittelmatrix auf und ist mittels eines Klebers breitseitig an der Oberfläche des zu verstärkenden Bauteils befestigbar. Um mit der Flachband-Lamelle eine kantenübergreifende Verstärkung von Bauteilen zu ermöglichen, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß eine vorgefertigte Winkellamelle 110 verwendet wird, die zwei im Bereich einer quer zur Längserstreckung der Tragfasern 126 verlaufenden Querkante einstückig miteinander verbundene, einen definierten Winkel von 30° bis 150° miteinander einschließende Lamellenschenkel 134 aufweist.


    Ansprüche

    1. Flachband-Lamelle zur Verstärkung von lastaufnehmenden oder lastübertragenden Bauteilen, die eine Verbundstruktur aus einer Vielzahl von parallel zueinander ausgerichteten, biegsamen oder biegeschlaffen Tragfasern (126) und einer die Tragfasern schubfest miteinander verbindenden Bindemittelmatrix aufweist, und die mittels eines Klebers breitseitig an der Oberfläche des zu verstärkenden Bauteils (112) befestigbar ist, gekennzeichnet durch eine vorgefertigte Winkellamelle (110), die zwei im Bereich einer quer zur Längserstreckung der Tragfasern (126) verlaufenden Querkante (130) einstückig miteinander verbundene, einen definierten Winkel von 30° bis 150° miteinander einschließende Lamellenschenkel (134) aufweist.
     
    2. Flachband-Lamelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellenschenkel einen Winkel von 90° miteinander einschließen.
     
    3. Flachband-Lamelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querkante (130) zwischen den Lamellenschenkeln (134) einen Krümmungsradius von 5 bis 50 mm, vorzugsweise von 15 bis 30 mm aufweist.
     
    4. Flachband-Lamelle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragfasern Kohlenstoffasem enthalten oder als solche ausgebildet sind.
     
    5. Flachband-Lamelle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragfasern Aramidfasem, Glasfasern oder Polypropylenfasern enthalten oder als solche ausgebildet sind.
     
    6. Flachband-Lamelle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindemittelmatrix, der Kleber und der aushärtbare Kunststoff aus einem Reaktionsharz bestehen.
     
    7. Flachband-Lamelle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindemittelmatrix, der Kleber und der aushärtbare Kunststoff aus Epoxidharz, Polyurethan, Acrylharz oder Polyesterharz bestehen.
     
    8. Verfahren zur Herstellung von Winkellamellen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine langgestreckte Flachbandlamelle mit durchgehender Bindemittelmatrix zumindest in einem Zwischenbereich bei einer Temperatur von 300 bis 650 °C unter Bildung zweier über eine Querkante (130) miteinander verbundener, einen Winkel miteinander einschließender Lamellenschenkel (134) einer Biegepressung ausgesetzt und anschließend unter zeitweiliger Aufrechterhaltung der Preßkraft auf Gebrauchstemperatur abgekühlt wird.
     
    9. Verfahren zur Herstellung von Winkellamellen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus Tragfasern (126) bestehender Faserstrang auf einen Stützkörper (136) mit vorzugsweise quadratischem oder rechteckigem, gegebenenfalls abgerundete Eckkanten aufweisenden Umriß spiralig aufgewickelt und an diesem im aufgewickelten Zustand fixiert wird, daß der aufgewickelte Faserstrang unter Bildung der Bindemittelmatrix mit einem flüssigen Kunstharz getränkt wird, daß das Kunstharz unter Bildung eines vorzugsweise als Vierkantrohr ausgebildeten Verbundmaterialrohrs (140) ausgehärtet wird, und daß das Verbundmaterialrohr (140) unter Bildung von Winkellamellen (110) mit über Eck in Richtung ihrer Längserstreckung verlaufenden Tragfasern (126) vorzugsweise mehrfach quer und längs aufgetrennt wird.
     
    10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbundmaterialrohr (140) vor dem Auftrennen vom Stützkörper (136) abgenommen wird.
     
    11. Verfahren zur Herstellung von Winkellamellen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Strang oder ein Gewebe aus Tragfasern in eine Gießform mit im Querschnitt winkelförmiger Kavität über Eck eingelegt wird, daß in die Kavität flüssiges Bindemittelharz unter Tränken der Tragfasern eingespritzt oder eingegossen wird, daß das Bindemittelharz vorzugsweise unter Einwirkung von Druck und Wärme ausgehärtet wird und daß anschließend die dabei gebildeten fertigen Winkellamellen aus der Gießform entnommen werden.
     
    12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das vorzugsweise aus Epoxidharz bestehende Bindemittelharz bei 100 °C bis 200 °C ausgehärtet wird.
     
    13. Verwendung der Winkellamelle nach einem der Ansprüche 1 bis 7 zur Schubverstärkung, Zugverstärkung oder Knicksicherung von Stahlbetonträgern, -stützen oder -balken, wobei die beiden gegeneinander abgewinkelten Schenkel (134) über eine Kante (124) des betreffenden Bauteils hinweg an zwei einen entsprechenden Winkel miteinander anschließenden Bauteilflächen mittels einer Kleberschicht (116) angeklebt werden.
     
    14. Verwendung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß an mindestens einem der beiden Lamellenschenkel (134) eine zweite, mit der betreffenden Bauteilfläche zu verbindende Flachbandlamelle (110, 111) mittels einer Kleberschicht (116) überlappend angeklebt wird.
     
    15. Verwendung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Winkellamellen (110) und/ oder Flachbandlamellen (111) an ihren freien Enden unter Bildung eines das Bauteil (112) umfassenden geschlossenen Verstärkungsring überlappend miteinander und mit den Bauteilflächen verklebt werden.
     


    Claims

    1. Flat strip lamella for reinforcing load-bearing or loadtransmitting construction components, which is comprised of a composite structure of a plurality of flexible or limp reinforcing fibers (126) oriented parallel to each other and a binder matrix which binds the reinforcing fibers to each other in a shear-resistant manner, and which is adapted to be secured with its broad side to the outer surface of the construction component (112) to be reinforced by means of an adhesive, characterized by a preformed comer lamella (110), which comprises two lamella side pieces (134) joined in the area of a rounded-off corner edge (130) perpendicular to the longitudinally running direction of the reinforcing fibers (126) and including a defined angle of 30° to 150°.
     
    2. Flat strip lamella according to claim 1, characterized in that the lamella side pieces include an angle of 90°.
     
    3. Flat strip lamella according to claim 1 or 2, characterized in that the corner edge (130) has a radius of curvature of 5 to 50 mm, preferably of 15 to 30 mm.
     
    4. Flat strip lamella according to one of claims 1 through 3, characterized in that the reinforcing fibers contain or are comprised of carbon fibers.
     
    5. Flat strip lamella according to one of claims 1 through 4, characterized in that the reinforcing fibers contain or are comprised of aramid fibers, glass fibers or polypropylene fibers.
     
    6. Flat strip lamella according to one of claims 1 through 5, characterized in that the binder matrix, the adhesive and the hardenable plastic are comprised of a reactive resin.
     
    7. Flat strip lamella according to one of claims 1 through 6, characterized in that the binder matrix, the adhesive and the hardenable plastic consist of epoxy resin, polyurethane, acrylic resin or polyester resin.
     
    8. Method for the manufacture of corner lamellas according to one of claims 1 through 7, characterized in that a longitudinally extending flat strip lamella having a continuous binder matrix is subjected, at least in an intermediate region, to a bending pressure at a temperature of 300 to 650 °C, thereby forming two lamella side pieces (134) joined at a corner (130) and including an angle, and is subsequently cooled to a lower working temperature while temporarily maintaining the pressing force.
     
    9. Method for the manufacture of comer lamellas according to one of claims 1 through 7, characterized in that a fiber cord comprised of reinforcing fibers (126) is wrapped in a spiral manner about a support body (136) preferably having a quadrilateral or square circumference and possibly rounded-off corners, and is fixed thereto in the wound state, that the wound fiber cord is impregnated with a fluid plastic resin forming a binder matrix, that the plastic resin is hardened to form a composite material tube (140) preferably shaped as a four comer tube, and that the composite material tube (140) is cut open crosswise and longitudinally multiple times to form the corner lamella (110) with reinforcing fibers (126) extending over the comer edge in their longitudinal direction of extension.
     
    10. Method according to claim 9, characterized in that the composite material tube (140) is removed from the support body (136) before being cut open.
     
    11. Method for the manufacture of corner lamellas according to one of claims 1 through 7, characterized in that a cord or web of reinforcing fibers is introduced crosswise into a casting mold comprising a cavity having an angled cross section, that fluid binder resin is injected or poured into the cavity for impregnation of the reinforcing fibers, that the binder resin is hardened, preferably under the action of pressure and heat, and that the finished angle lamella formed in this manner are subsequently removed from the casting mould.
     
    12. Method according to claim 13, characterized in that the binder resin, which is preferably comprised of epoxy resin, is hardened or set at 100 °C to 200 °C.
     
    13. Use of the flat strip lamella according to one of claims 1 to 7 for thrust reinforcement, tensile reinforcement or buckle reinforcement of steel reinforced concrete supporting beams, studs or girders, wherein the two side pieces (134) having an included angle are adhered over an edge (124) of the building component, two surfaces of which are joined at a corresponding angle, by means of an adhesive layer (116).
     
    14. Use according to claim 13, characterized in that a second flat strip lamella (110, 111), which is to be connected to a corresponding component surface, is adhered in an overlapping manner to at least one of the two lamella side pieces (134) by means of an adhesive layer (116).
     
    15. Use according to claim 13 or 14, characterized in that a plurality of angular lamellas (110) and/or flat strip lamellas (111) are adhered to each other at their free ends under formation of a closed reinforcement ring surrounding the construction component (112), and are adhered to the construction component surfaces.
     


    Revendications

    1. Bande plate lamellaire pour renforcer des éléments de construction soutenant ou transmettant la charge, qui présente une structure composite composée d'une pluralité de fibres de support souples ou relâchées, orientées parallèlement les unes aux autres (126) et d'une matrice de liant reliant les fibres de support entre elles de façon à ce qu'elles résistent au cisaillement, et qui peut être fixée par une colle à la surface côté large de l'élément de construction à consolider (112), caractérisée en ce que l'on utilise une lamelle d'angle préfabriquée (110), qui comporte deux branches de lamelle (134) formant conjointement un angle défini compris entre 30° et 150° et reliées réciproquement d'un seul tenant dans la zone d'une arête transversale (130) s'étendant transversalement à l'extension longitudinale des fibres de support (126).
     
    2. Bande plate lamellaire selon la revendication 1, caractérisée en ce que les branches de lamelle forment conjointement un angle de 90°.
     
    3. Bande plate lamellaire selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'arête transversale (130) entre les branches de lamelle (134) présente un rayon de courbure compris entre 5 et 50 mm, de préférence entre 15 et 30 mm.
     
    4. Bande plate lamellaire selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les fibres de support comprennent des fibres de carbone ou sont conçues en tant que telles.
     
    5. Bande plate lamellaire selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les fibres de support comprennent des fibres d'aramide, des fibres de verre ou des fibres de polypropylène, ou qu'elles sont conçues en tant que telles.
     
    6. Bande plate lamellaire selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la matrice de liant, la colle et le matériau synthétique thermodurcissable se composent d'une résine de réaction.
     
    7. Bande plate lamellaire selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la matrice de liant, la colle et le matériau synthétique thermodurcissable se composent de résine époxyde, de polyuréthane, de résine acrylique ou de résine polyester.
     
    8. Procédé de fabrication de lamelles d'angle selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'on soumet à une pression de pliage une bande plate lamellaire étirée longitudinalement et comportant une matrice de liant de bout en bout, au moins dans une zone intermédiaire, à une température comprise entre 300 °C et 600 °C, en formant deux branches de lamelle (134) formant conjointement un angle et reliées entre elles par l'intermédiaire d'une arête transversale (130), et qu'enfin, en maintenant un certain temps la force de compression, on la refroidit à la température d'utilisation.
     
    9. Procédé de fabrication de lamelles d'angle selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'une corde en fibre composée de fibres de support (126) est enroulée en spirales sur un corps d'appui (136) de contour de préférence quadratique ou rectangulaire comportant éventuellement des arêtes d'angles arrondies, et en ce qu'elle est fixée sur celui-ci à l'état enroulé, en ce que l'on imprègne d'une résine synthétique liquide la corde en fibre enroulée en formant la matrice de liant, en ce que la résine synthétique est durcie en formant un tube de matériau composite (140) conçu de préférence sous forme d'un tuyau carré, et en ce que le tube de matériau composite (140) est de préférence multiplement découpé transversalement et longitudinalement, formant ce faisant des lamelles d'angle (110) avec des fibres de support (126) s'étendant en angle en direction de leur extension longitudinale.
     
    10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le tube de matériau composite (140) est séparé avant l'enlèvement du corps d'appui (136).
     
    11. Procédé de fabrication de lamelles d'angle selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'une corde ou un tissu composé(e) de fibres de support est posé(e) en angle dans un moule à fondre avec une cavité de section transversale angulaire, en ce que l'on injecte ou l'on coule dans la cavité un liant de résine liquide en imprégnant les fibres de support, en ce que le liant de résine est durci, de préférence sous l'action de pression et de chaleur, et qu'enfin les lamelles d'angle finies ainsi conçues sont extraites du moule à fondre.
     
    12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le liant de résine composé de préférence de résine époxyde est durci à une température comprise entre 100 °C et 200 °C.
     
    13. Utilisation de la lamelle d'angle selon l'une des revendications 1 à 7 pour renforcer la résistance au cisaillement, la résistance à la traction ou au flambage de poutres, de barres ou de traverses en béton armé, les deux branches réciproquement coudées (134) étant ce faisant collées au moyen d'une couche de colle (116) sur le dessus d'une arête (124) de l'élément de construction concerné, au niveau de deux surfaces d'élément de construction formant conjointement un angle approprié.
     
    14. Utilisation selon la revendication 13, caractérisée en ce que l'on colle au moyen d'une couche de colle (116) au niveau d'au moins l'une des deux branches de lamelle (134), une seconde bande plate lamellaire (110, 111) à relier à la surface de l'élément de construction concernée de façon à ce qu'elles se chevauchent l'une l'autre.
     
    15. Utilisation selon la revendication 13 ou 14, caractérisée en ce que l'on colle entres elles et avec les surfaces des éléments de construction de façon à créer un chevauchement réciproque, plusieurs lamelles d'angle (110) et/ou plusieurs bandes plates lamellaires (111) au niveau de leurs extrémités libres, en formant un anneau de renfort fermé de façon à enserrer l'élément de construction (112).
     




    Zeichnung