(19)
(11) EP 1 110 492 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.06.2001  Patentblatt  2001/26

(21) Anmeldenummer: 00127522.1

(22) Anmeldetag:  15.12.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A47K 3/00, E04B 1/68
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 23.12.1999 DE 29922620 U

(71) Anmelder: Illbruck GmbH
51381 Leverkusen (DE)

(72) Erfinder:
  • Hensen, Reinhard
    42799 Leichlingen (DE)

(74) Vertreter: Müller, Enno, Dipl.-Ing. et al
Rieder & Partner Anwaltskanzlei Corneliusstrasse 45
42329 Wuppertal
42329 Wuppertal (DE)

   


(54) Fugen-Abdeckleiste


(57) Die Erfindung bezieht sich auf eine Fugen-Abdeckleiste (1), insbesondere für Fugen (2) zwischen winklig, bspw. rechtwinklig, aufeinandertreffenden Elementen (3, 4), mit jeweils auf einem der Elemente (3, 4) aufliegender Abstützung (a, b) und dazwischen ausgeformter Uberbrükkung (8) der Fuge (2), und schlägt zur Erzielung einer baulich einfachen, zuordnungsgünstigen Lösung vor, daß die Abstützung (a, b) in Gestalt durchbrochener Schenkelflächen (9, 10) geformt ist zur Durchtrittsaufnahme (13, 14) eines Verhaftungsmittels (15).




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Fugen-Abdeckleiste, insbesondere für Fugen zwischen winklig, bspw. rechtwinklig, aufeinandertreffenden Elementen, mit jeweils auf einem der Elemente aufliegender Abstützung und dazwischen ausgeformter Überbrückung der Fuge.

[0002] Eine Fugenleiste dieser Art ist durch die DE-PS 862 360 bekannt (Abb. 1 und 2). Diese Fugen-Abdeckleiste ist in Form einer Fußleiste gestaltet mit quer konkaver Auskehlung im Bereich der Fuge. Zur Fixierung der Abdeckleiste ist eine Verschraubung angewandt.

[0003] Aus dem DE-GM 90 14 311 existiert der Vorschlag, eine Fugen-Abdeckleiste durch Klebung mit einem Fensterrahmen als dem einen Elemente zu verbinden, wobei eine vom Körper der Abdeckleiste ausgehende Dichtlippe die Fuge zur Fensterlaibung als dem anderen Element überbrückt.

[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine baulich einfache, zuordnungsgünstige Fugen-Abdeckleiste zu schaffen.

[0005] Diese Aufgabe ist zunächst und im wesentlichen bei einer Fugen-Abdeckleiste mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, daß die Abstützung in Gestalt durchbrochener Schenkelflächen geformt ist zur Durchtrittsaufnahme eines Verhaftungsmittels. Das durchtrittsfähige Verhaftungsmittel erbringt die stabile Festlegung der Fugen-Abdeckleiste. Der Nutzen einer definierten Abstützung ist dabei uneingeschränkt gegeben. Trotz temperaturbedingten Wanderns der Elemente unter Fugenveränderung kann die Abstützung auf jedem der Elemente so fixiert sein, da gemäß Weiterbildung die Überbrückung im Querschnitt nach außen gewölbt ist. So wird hier aus der Formgebung allein schon eine Nachgiebigkeit erreicht, dies vor allem als Dehnvorrat. Weiter erweist es sich als vorteilhaft, daß eine Schenkelfläche durch eine äußere, durchgehende Randleiste begrenzt ist. Das ergibt exakte Abschlüsse und bietet überdies ein willkommenes Führungslineal. Günstig ist, wenn die Durchtrittsaufnahme durch ein die Randleisten mit der Überbrückung verbindendes Gitterwerk gebildet ist. Letzteres wirkt sich nicht nur materialsparend aus, sondern auch stabilisierend für die die Abstützung stellenden Bereiche der Fugen-Abdeckleiste, trotz maximal möglicher Minimierung des geschlossenen Flächenanteils. Die Stege des Gitterwerks können ca. 2 mm im Quadrat aufweisen. Bezüglich der Randleisten wird dagegen eine größere Dicke bevorzugt. Das führt zu dem vorteilhaften Effekt, daß das Gitterwerk sich mit Abstand zu einer Anlagefläche der Leiste zu den Elementen hin erstreckt. Das zweckmäßig zugleich als Dichtstoff fungierende Verhaftungsmittel kann so bestens die Stege unterlaufen, also den Untergrund im ganzen Bereich des Gitterwerks großflächig bzw. sogar ganzflächig erreichen. Weiter ist vorgesehen, daß die Überbrückung jeweils in durchgehende Anlageleisten ausläuft. Über die hierbei entstehenden Anlageflächen läßt sich ein rückwärtig der Überbrückung liegender Hohlraum verhaftungsmittelfrei halten. In diesem Hohlraum können abgebundener Mörtel oder Baustoffreste verbleiben, hieraus resultierende Unebenheiten werden einfach überbrückt. Die Überbrückung selbst ist geschlossen gestaltet, d. h. nicht gegittert oder überhaupt perforiert. Um etwaige Spannungen abzutragen, wird über die bereits erörterte Formgebung der Überbrükkung hinaus auch noch eine Maßnahme vorgeschlagen, die darin besteht, daß die Überbrückung aus einem Weichkunststoff besteht. Es kann sich z. B. um Weich-PVC oder TPE handeln. Bezüglich der Abstützung ist dagegen vorgesehen, daß die durchbrochene Schenkelfläche aus Hartkunststoff besteht, bspw. aus Hart-PVC oder PE. Eine bevorzugte Ausgestaltung besteht weiter darin, daß eine Randleiste im Querschnitt schneidenförmig ausgebildet ist mit einer zu dem Element hin weisenden Schneide. Eine solche keilartige Auslippung vermittelt eine hochgradige Dichtanlage einer solchen Randleiste. Sie ist gleichfalls durchgehend geformt. Sodann ist es vorteilhaft, wenn die Fugen-Abdeckleiste im Kunststoff-Spritzverfahren hergestellt ist. Eine vorteilhafte Herstellungsweise besteht auch in der Anwendung eines Ko-Extrusionsverfahrens.

[0006] Weiter wird vorgeschlagen eine in Überbrückung zweier winklig, bspw. rechtwinklig aufeinandertreffender Elemente angeordnete Fugen-Abdeckleiste mit jeweils auf einem der Elemente aufliegender Abstützung und dazwischen ausgeformter Überbrückung der Fuge, welche Fugen-Abdeckleiste gekennzeichnet ist durch eine Fixierung der Fugen-Abdeckleiste an den Elementen mittels eines Durchbrüche in den Schenkelflächen durchsetzenden, an den Elementen anhaftenden Verhaftungsmittels. Das Verhaftungsmittel als Klebebrücke zum Untergrund hin kann, wie schon angedeutet, im Sinne einer Dichtstoffzuordnung so eingesetzt werden, daß es außenseitig die Leiste einschließlich des Bereichs der Überbrückung abdeckt. So kann bei entsprechender Einfärbung ein bezüglich der Armierung sichtentzogener Strang erreicht werden. Weiter ist es nützlich, daß eine Konturfläche des Verhaftungsmittels im Bereich der Überbrückung gegensinnig gekrümmt zur Wölbung der Überbrückung verläuft. Die Konturfläche fällt so quer konkav aus, bildend eine Kehle, wobei eine Belastung im Sinne des Streckens der gewölbten Überbrückung nicht zu einem Abstemmen des aufgetragenen Verhaftungsmittels führt, sondern eher zu einem kehlenvertiefenden Einziehen. Schließlich wird vorgeschlagen, daß das Verhaftungsmittel bezüglich der Konturfläche an den Randleisten ausläuft. Als Verhaftungsmittel kann ein Fugensilikon Verwendung finden, sogar ein solches üblicher Art.

[0007] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines zeichnerisch veranschaulichten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1
die Fugen-Abdeckleiste in perspektivischer Darstellung mit in strichpunktierter Linienart angedeuteten Elementen einer Baulichkeit oder Installation,
Fig. 2
die Fugen-Abdeckleiste in Seitenansicht,
Fig. 3
die Draufsicht auf die Fugen-Abdeckleiste,
Fig. 4
dieselbe in Stirnansicht, unverfüllt,
Fig. 5
dieselbe im Querschnitt, verfüllt,
Fig. 6
die Herausvergrößerung VI-VI in Fig. 2,
Fig. 7
eine Variante der Fugen-Abdeckleiste in Stirnansicht, unverfüllt,
Fig. 8
dieselbe im Querschnitt, verfüllt,
Fig. 9
in perspektivischer Darstellung ein Anwendungsbeispiel im Sanitärbereich, hier die Zuordnung der Fugen-Abdeckleiste im Übergang zwischen dem Rand einer Badewanne und der Wand einer sie aufnehmenden Baulichkeit.


[0008] Die Fugen-Abdeckleiste 1 weist im Grunde L-förmigen Querschnitt auf, wobei aber die Scheitelzone in den L-Winkelraum gehend eingewölbt ist.

[0009] Die mit der Fugen-Abdeckleiste 1 zu überfangende Fuge 2 ist im Treffpunkt zweier rechtwinklig aufeinandertreffender Elemente 3, 4 gebildet.

[0010] Das Element 3 verläuft im wesentlichen vertikal, das mit 4 bezeichnete im wesentlichen horizontal. Letzteres kann von einem Wannenrand 5 gestellt sein; ersteres hingegen bildet bspw. eine Kachelung 6 einer Baulichkeit, hier eines Badezimmers 7 (vgl. Fig. 9).

[0011] Die Fugen-Abdeckleiste 1 weist lagedefinierend zum Objekt hin eine Abstützung a und eine Abstützung b auf, erstere gestellt vom längeren, vertikalen L-Schenkel, letztere vom kürzeren, horizontalen L-Schenkel.

[0012] Zwischen beiden Abstützungen a, b erstreckt sich die die Fuge 2 überfangende Überbrückung 8. Es handelt sich um das Wandungsmaterial der eingewölbten L-Winkelscheitelzone.

[0013] Das Wandungsmaterial der Überbrückung 8 ist geschlossen.

[0014] Das Wandungsmaterial der L-Schenkel ist dagegen durchbrochen. Die durchbrochenen Schenkelflächen 9, 10 nehmen breitenmäßig etwa die Hälfte der jeweiligen L-Schenkel ein. Der längere L-Schenkel beträgt ca. 25 mm; der kürzere weist ca. 18 mm auf. Die Überbrückung 8 fällt profilmäßig wie eine Tunnelhälfte aus.

[0015] Die Schenkelflächen 9, 10 sind durch eine durchgehende Randleiste 11 bzw. 12 außenbegrenzt. Die schließen das Feld der reich durchbrochenen Schenkelflächen 9, 10 bezüglich der geschaffenen Durchtrittsaufnahmen 13, 14 ab. Letztere dienen zum Durchtritt eines Verhaftungsmittels 15, zugleich bildend einen Abdichtungsstrang. Es kann sich um ein Fugensilikon handeln, wie es im Installationsbereich zur Verfügung steht.

[0016] Flächenanteilig dominiert der der Durchtrittsaufnahmen 13 bzw. 14. Besagte Durchtrittsaufnahmen 13, 14 sind zufolge eines Gitterwerks G erzielt. Das wurzelt innenbegrenzt, der Scheitelzone des L-förmigen Querschnitts der Fugen-Abdeckleiste 1 zugewandt, im Randbereich der Überbrückung 8. Dort weist die Überbrückung 8 jeweils durchgehende Stege 16, 17 auf. Die ragen freistehend vom Rücken der Überbrückung 8 ab.

[0017] In Fortsetzung der Wandung der Überbrückung 8, nur etwas verbreiternd, ragen, über die Stege 16, 17 hinausgehend, elementenzugewandt Anlageleisten 18, 19 vor. Auch die sind durchgehend realisiert und schließen mit den Stegen 16, 17 einen elementseitig öffnenden Winkel von ca. 90° ein.

[0018] Wie der Zeichnung entnehmbar, springt das Gitterwerk G dickenmäßig gegenüber Anlageflächen der Randleisten 11, 12 bzw. Anlageleisten 18, 19 zurück. Die den Elementen 3, 4 zugewandten Anlageflächen setzen satt auf, wohingegen zufolge des erzielten Abstandes x das Verhaftungsmittel, das Gitterwerk G unterströmend, überall den dargebotenen Untergrund erreichen kann. Ein gleicher Abstand besteht bezüglich der Randleisten 11, 12 auch sichtseitig.

[0019] Das Gitterwerk G ist in Form einer Zick-Zackstruktur ausgebildet. Das führt zu gegenläufig quer ausspitzenden Durchtrittsaufnahmen 13, 14. Die relativ querschnittskleinen Stäbe 20, 21 laufen in die Außenkanten der Stege 16, 17 ein. Wie aus Fig. 2 bzw. der zugehörigen Vergrößerung, Fig. 6, hervorgeht, kann bezüglich der Stäbe 20, 21 eine Y-förmige Anbindungsstruktur angewendet werden, so daß ein im Querschnittsmaß eines Stabes liegender Verbindungssteg 22 vorliegt, der in die Innenseite der Randleiste 11 bzw. 12 einläuft.

[0020] Das Gitterwerk G ist trotz des relativ geringen Materialeinsatzes genügend standstabil. Hierzu wird die durchbrochene Schenkelflächen 9 bzw. 10 aus Hartkunststoff gefertigt. Es handelt sich um Hart-PVC oder PE.

[0021] Die Überbrückung 8 besteht dagegen aus einem Weichkunststoff, bspw. Weich-PVC oder TPE.

[0022] Die Fugen-Abdeckleiste 1 läßt sich im Kunststoff-Spritzverfahren erzeugen. Jedoch ist auch die Fertigung im Ko-Extrusionsverfahren denkbar. Dieses Verfahren wird bevorzugt.

[0023] Während gemäß Grundversion (Fig. 1 bis 6) bezüglich der Randleisten 11, 12 querschnittsmäßig auf ein rechteckiges Profil gesetzt ist, wobei die längere Seite die besagte Anlagefläche bildet, sieht die Variante (Fig. 7, 8) eine andere, nämlich schneidenförmige Querschnittsform vor. Die Bezugsziffern sind sinngemäß angewandt. Die zu dem jeweiligen Element 3 bzw. 4 hin sich verjüngende Schneide der Randleisten 11, 12 steht im wesentlichen rechtwinklig von der Vertikal- bzw. Horizontalfläche der Elemente 3, 4 ab bzw. dagegen gerichtet. Andererseits besteht aber auch die Möglichkeit, die Schneide so schräg auszurichten, daß ein begünstigter Tropfenablauf erzielt ist. Das gilt vor allem bezüglich der durchbrochenen Schenkelflächen 9, der vertikal ausgerichteten also.

[0024] Die Zuordnung ist dergestalt: Zur abdeckenden Überbrükkung der Fuge 2 wird die Fugen-Abdeckleiste 1 in den Winkelraum der Elemente 3, 4 eingesetzt. Das geschieht gleichsam selbstausrichtend und abgestützt. Die korrekte Ausrichtung ergibt sich dabei zweigleisig über die Abstützungen a, b, gebildet durch die Anlageflächen der Randleisten 11, 12 bzw. Anlageleisten 18, 19 und/oder die Schneiden. Die reichen Durchbrüche in Form der Durchtrittsaufnahmen 13, 14 erlauben das rasche Auftragen des sich gut verteilenden Verhaftungsmittels 15, welches durch das Gitterwerk G hindurchtretend die Verhaftung an den Elementen 3, 4 erbringt.

[0025] Wie den Fig. 5 und 8 jedoch entnehmbar, ist über den eigentlichen Fesselungsbereich hinaus aber das Verhaftungsmittel 15 weiter so eingesetzt, daß es zu einem Abdichtungsstrang aufgestockt wird. Das Verhaftungsmittel 15 deckt nämlich auch außenseitig die Fugen-Abdeckleiste 1 ab, also einschließlich des zwischen den Abstützungen a, b liegenden Bereichs der Überbrückung 8.

[0026] Der Auftrag ist dabei querschnittsbezogen so gewählt, daß eine Konturfläche 23 entsteht, welche gegensinnig gekrümmt verläuft zur nach außen gerichteten Wölbung der Überbrückung 8. Das führt zu einer großzügig ausgekehlten quer konkaven Sichtseite der Fugenabdichtung. Die quer konkave Auskehlung läßt sich über eine entsprechende Düsenbreite der Verfugungsspritze 24 erreichen oder aber auch durch eine den Strang verformende Ziehschablone (Rakel). Die Breite ist dabei exakt begrenzt, da das Verhaftungsmittel 15 bezüglich der Konturfläche 23 an den Randleisten 11, 12 auskeilend ausläuft. Es liegt ein sauberer Abschluß vor.

[0027] Temperaturbedingtes "Arbeiten" oder auch Setzungsrisse in der Baulichkeit werden nicht an der in sich elastischen Fugen-Abdeckleiste 1 wirksam. Diese reagiert vielmehr auf entsprechende Vertikal- oder auch Horizontalbewegungen. Der Wölbungsgrad der Überbrückung 8 ist nämlich so bemessen, daß vor allem fugenvergrößernde Bewegungen zu einem Übertritt der Wölbung in eine mehr sehnenartige Lage führen, wodurch es aber nicht zu einem Ausstülpen des aufgetragenen Anteils des Verhaftungsmittels 15 kommt. Die Elastizität der gleichsam eine Armierung bildenden Fugen-Abdeckleiste 1 nimmt entsprechende Bewegungen schadfrei auf, obwohl über die Abstützungen a, b eine feste Verbindung dieser Partien zu den jeweiligen Elementen 3, 4 hin gegeben ist. Die Abstützungen a, b reißen nicht ab.

[0028] Wie Fig. 7, 8 entnehmbar, stehen die dortigen Schenkelflächen 9, 10 in zu den Enden hin sich kontinuierlich vergrößerndem Abstand zur Fläche der Elemente 3, 4. Der diesbezügliche Öffnungswinkel der L-förmigen Fugen-Abdeckleiste 1 liegt bei 75°. Das bringt eine peripher zunehmende Materialanhäufung an Verhaftungsmittel 15 und somit auch ein über den Abstand x deutlich hinausgehenden Unterflurbereich hinter dem Gitterwerk G für den Dichtstoff. Die schneidenförmigen Randleisten 11, 12 sind bezüglich ihrer untereinander gleichen Freistandshöhe entsprechend angepaßt. Die gemäß genanntem Öffnungswinkel divergierenden L-Winkel laufen auf den Scheitelpunkt des L-förmigen Körpers der Abdeckleiste 1 zu. Sie schneiden sich dort.

[0029] Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.


Ansprüche

1. Fugen-Abdeckleiste (1), insbesondere für Fugen (2) zwischen winklig, bspw. rechtwinklig, aufeinandertreffenden Elementen (3, 4), mit jeweils auf einem der Elemente (3, 4) aufliegender Abstützung (a, b) und dazwischen ausgeformter Überbrückung (8) der Fuge (2), dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung (a, b) in Gestalt durchbrochener Schenkelflächen (9, 10) geformt ist zur Durchtrittsaufnahme (13, 14) eines Verhaftungsmittels (15).
 
2. Fugen-Abdeckleiste nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Überbrückung (8) im Querschnitt nach außen gewölbt ist.
 
3. Fugen-Abdeckleiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schenkelfläche (9, 10) durch eine äußere, durchgehende Randleiste (11, 12) begrenzt ist.
 
4. Fugen-Abdeckleiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsaufnahme (13, 14) durch ein die Randleisten (11, 12) mit der Überbrückung (8) verbindendes Gitterwerk (G) gebildet ist.
 
5. Fugen-Abdeckleiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitterwerk (G) sich mit Abstand (x) zu einer Anlagefläche der Leiste (11, 12 bzw. 18, 19) zu den Elementen (3, 4) hin erstreckt.
 
6. Fugen-Abdeckleiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Überbrückung (8) jeweils in durchgehende Anlageleisten (18, 19) ausläuft.
 
7. Fugen-Abdeckleiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Überbrückung (8) geschlossen ausgebildet ist.
 
8. Fugen-Abdeckleiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Überbrückung (8) aus einem Weichkunststoff besteht.
 
9. Fugen-Abdeckleiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die durchbrochene Schenkelfläche (9 bzw. 10) aus Hartkunststoff besteht.
 
10. Fugen-Abdeckleiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß eine Randleiste (11, 12) im Querschnitt schneidenförmig ausgebildet ist mit einer zu dem Element (3, 4) hin weisenden Schneide.
 
11. Fugen-Abdeckleiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Fugen-Abdeckleiste (1) im Kunststoff-Spritzverfahren hergestellt ist.
 
12. Fugen-Abdeckleiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Fugen-Abdeckleiste (1) im Ko-Extrusionsverfahren hergestellt ist.
 
13. In Überbrückung zweier winklig, bspw. rechtwinklig, aufeinandertreffender Elemente (3, 4) angeordnete Fugen-Abdeckleiste (1) mit jeweils auf einem der Elemente (3, 4) aufliegender Abstützung (a, b) und dazwischen ausgeformter Überbrückung (8) der Fuge (2), gekennzeichnet durch eine Fixierung der Fugen-Abdeckleiste (1) an den Elementen (3, 4) mittels eines Durchbrüche (Durchtrittsaufnahmen 13, 14) in den Schenkelflächen (9, 10) durchsetzenden, an den Elementen (3, 4) anhaftenden Verhaftungsmittels (15).
 
14. Fugen-Abdeckleiste (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhaftungsmittel (15) außenseitig die Fugen-Abdeckleiste (1) einschließlich des Bereichs der Überbrückung (8) abdeckt.
 
15. Fugen-Abdeckleiste (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß eine Konturfläche (23) des Verhaftungsmittels (15) im Bereich der Überbrückung (8) gegensinnig gekrümmt zur Wölbung der Überbrückung (8) verläuft.
 
16. Fugen-Abdeckleiste (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhaftungsmittel (15) bezüglich der Konturfläche (23) an den Randleisten (11, 12) ausläuft.
 
17. Fugen-Abdeckleiste (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhaftungsmittel (15) ein Fugensilikon ist.
 




Zeichnung