[0001] Die Erfindung betrifft eine Pressenanordnung einer Maschine zur Herstellung einer
Tissuebahn mit wenigstens einem zwischen einer Schuhpreßeinheit und einer Gegenwalze
gebildeten Preßspalt, wobei die Schuhpreßeinheit wenigstens einen der Gegenwalze gegenüberliegenden
Preßschuh und ein über diesen geführtes flexibles, flüssigkeitsdichtes Preßband umfaßt,
die Gegenwalze eine glatte Oberfläche besitzt und die Tissuebahn zusammen mit dem
Preßband sowie wenigstens einem Filz durch den Preßspalt geführt ist und im Anschluß
daran vom Filz getrennt und durch die glatte Oberfläche der Gegenwalze mitgenommen
wird. Eine solche Pressenanordnung kann einen Teil oder zumindest im wesentlichen
die gesamte Pressenanordnung der betreffenden Tissuemaschine bilden.
[0002] Bei einer aus der DE 196 54 198 A1 bekannten Pressenanordnung der eingangs genannten
Art mit einem die Gegenwalze bildenden Trockenzylinder läuft die Tissuebahn etwa in
der zur Trockenzylinderoberfläche tangentialen Richtung aus dem Preßspalt.
[0003] Ziel der Erfindung ist, eine Pressenanordnung der eingangs genannten Art zu schaffen,
mit der ein höherer Trockengehalt der den Preßspalt verlassenden Tissuebahn erzielbar
und entsprechend eine wirtschaftlichere Tissueherstellung gewährleistet ist.
[0004] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der Winkel zwischen der
am Ende des Preßspaltes an die Gegenwalze angelegten Tangente und wenigstens einem
aus dem Preßspalt auslaufenden Filz ≥ 10°, insbesondere ≥ 15°, insbesondere ≥ 18°
und vorzugsweise ≥ 20° ist.
[0005] Aufgrund dieser Ausbildung wird auf wirtschaftliche Weise ein höherer Trockengehalt
der Tissuebahn nach der Presse erreicht.
[0006] Als Schuhpreßeinheit kann insbesondere eine Schuhpreßwalze mit einem das Preßband
bildenden Preßmantel vorgesehen sein.
[0007] Als Gegenwalze ist vorzugsweise ein Trockenzylinder und insbesondere ein sogenannter
Yankee-Zylinder vorgesehen.
[0008] Die Oberfläche des Preßbandes kann blindgebohrt und/oder gerillt sein.
[0009] Vorteilhafterweise besitzt das Preßband eine offene Fläche "f" von f ≥ 25 %.
[0010] Für eine offene Fläche von beispielsweise f = 36 % eines gerillten Preßbandes bzw.
Preßmantels konnte bei einem Ablaufwinkel des Filzes von a = 20° eine Trockengehaltssteigerung
von 4,5 % gegenüber dem Trockengehalt erzielt werden, der, anstelle einer Schuhpreßwalze,
mit einer konventionellen Saugpreßwalze erreicht wird.
[0011] Die erfindungsgemäße Pressenanordnung ist vorteilhafterweise in Tissuemaschinen wie
insbesondere einem Saugbrustwalzenformer, Doppelsiebformer, Crescent-Former, Langsiebformer
und/oder dergleichen und/oder in Kombination mit "Through-Air-Drying"-Konzepten verwendbar.
[0012] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert:
In dieser zeigt die einzige Figur eine schematische Teildarstellung einer Pressenanordnung
10 einer Maschine zur Herstellung einer Tissuebahn 12.
Die Pressenanordnung 10 umfaßt einen in Bahnlaufrichtung L verlängerten Preßspalt
14, der zwischen einer als Schuhpreßwalze 16 vorgesehenen Schuhpreßeinheit und einer
als Trockenzylinder 18, beispielsweise Yankee-Zylinder, vorgesehenen Gegenwalze gebildet
ist.
Die Schuhpreßwalze 16 umfaßt einen dem Trockenzylinder 18 gegenüberliegenden Preßschuh
20 und einen über diesen geführten, durch ein flexibles, flüssigkeitsdichtes Preßband
gebildeten Preßmantel 22.
Die Tissuebahn 12 ist zusammen mit dem Preßmantel 22 sowie einem Filz 24 durch den
Preßspalt 14 geführt. Im Anschluß an den Preßspalt 14 wird die Tissuebahn 12 vom Filz
24 getrennt und durch die glatte Oberfläche des Trockenzylinders 18 mitgenommen.
[0013] Der Winkel a zwischen der am Ende des Preßspaltes 14 an den Trockenzylinder 18 angelegten
Tangente 26 und dem aus den Preßspalt 14 auslaufenden Filz 24 ist ≥ 20°.
[0014] Die Oberfläche des Preßmantels 22 kann blindgebohrt und/oder gerillt sein.
[0015] Der Preßmantel 22 kann insbesondere eine offene Fläche "f" von f ≥ 25 % besitzen.
Bezugszeichenliste
[0016]
- 10
- Pressenanordnung
- 12
- Tissuebahn
- 14
- Preßspalt
- 16
- Schuhpreßwalze
- 18
- Trockenzylinder
- 20
- Preßschuh
- 22
- Preßmantel
- 24
- Filz
- 26
- Tangente
- L
- Bahnlaufrichtung
1. Pressenanordnung (10) einer Maschine zur Herstellung einer Tissuebahn (12) mit wenigstens
einem zwischen einer Schuhpreßeinheit (16) und einer Gegenwalze (18) gebildeten Preßspalt
(14), wobei die Schuhpreßeinheit (16) wenigstens einen der Gegenwalze (18) gegenüberliegenden
Preßschuh (20) und ein über diesen geführtes flexibles, flüssigkeitsdichtes Preßband
(22) umfaßt, die Gegenwalze (18) eine glatte Oberfläche besitzt und die Tissuebahn
(12) zusammen mit dem Preßband (22) sowie wenigstens einem Filz (24) durch den Preßspalt
(14) geführt ist und im Anschluß daran vom Filz (24) getrennt und durch die glatte
Oberfläche der Gegenwalze (18) mitgenommen wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Winkel (α) zwischen der am Ende des Preßspaltes (14) an die Gegenwalze (18)
angelegten Tangente und wenigstens einem aus dem Preßspalt (14) auslaufenden Filz
(24) ≥ 10°, insbesondere ≥ 15°, insbesondere ≥ 18° und vorzugsweise ≥ 20° ist.
2. Pressenanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Schuhpreßeinheit eine Schuhpreßwalze (16) mit einem das Preßband bildenden
Preßmantel (22) vorgesehen.
3. Pressenanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Gegenwalze ein Trockenzylinder (18) und insbesondere ein sogenannter Yankee-Zylinder
vorgesehen ist.
4. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche des Preßbandes (22) blindgebohrt und/oder gerillt ist.
5. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Preßband eine offene Fläche "f" von f ≥ 25% besitzt.
6. Verwendung einer Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Tissuemaschinen
wie insbesondere einem Saugbrustwalzenformer, Doppelsiebformer, Crescent-Former, Langsiebformer
und/oder dergleichen und/oder in Kombination mit "Through-Air-Drying"-Konzepten.