[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennflächenperforation nach dem Oberbegriff Patentanspruch
1.
[0002] In Brennstäben von atmosphärischen Gasbrennern wird ein Brenngas-Luft-Gemisch erzeugt,
das durch eine Perforierung an der Oberfläche austritt und dort verbrennt. Über den
Durchbrechungen entstehen einzelne Flammen, die sich mehr oder weniger von der Brennoberfläche
abheben. Im Falle einer geschlitzten Oberfläche bilden sich W- oder V-förmige Flammen,
deren äußere Flügel sich auf und ab bewegen. Das führt zu einer Geräuschbildung, wobei
sich die Geräusche der gleichfrequentierten Flammen zu einem relativ hohen Geräuschpegel
summieren können.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brennflächenperforation zu schaffen,
die ein hervorragendes Brennverhalten mit einer äußerst starken Geräuschminderung
kombiniert.
[0004] Die erfindungsgemäße Brennflächenperforation besitzt die im Patentanspruch 1 genannten
Merkmale.
[0005] Brennstäbe mit parallelen Kolonnen von Schlitzen sind allgemein bekannt. Dabei werden
dann 2 oder auch 3 Kolonnen längs der Brennstabachse nebeneinander angeordnet. Sie
Schlitzreihen bestehen aus einer Vielzahl von langen, schmalen Schlitzen, deren Breite
aus sicherheitstechnischen Gründen geringer als 1 mm sein muß. Üblich sind 0,6 - 0,8
mm.
[0006] Bei Versuchen wurde festgestellt, daß gerade diese langen, schmalen Schlitze zu der
starken Flammenbewegung und damit zu dem hohen Geräuschpegel beitragen. Gemäß der
Erfindung wurde hier bewußt eine Änderung vorgenommen, indem die Schlitzlänge und
die Breite der Zwischenstege zwischen den Kolonnen auf ein Mindestmaß reduziert wurde.
[0007] Das führt einerseits dazu, daß auf der Brennfläche vier Kolonnen nebeneinander angeordnet
werden können und damit ein möglichst großer Ausströmquerschnitt erzielt wird. Das
führt aber andererseits auch dazu, daß die jetzt kürzeren Einzelflammen weniger auf
und ab schlagen. Die Flammen sind infolge der größeren Zahl an längs verlaufenden
Zwischenstegen zudem flacher. Die flacheren, weniger schwingenden Flammen erzeugen
geringere Geräusche, so daß auch der gesamte Geräuschpegel deutlich verringert wird.
[0008] Als geeignete Schlitzlänge hat sich das höchstens 10-fache der Schlitzbreite herausgestellt.
Setzt man die Schlitzbreite mit 0,7 bis 0,8 mm an, dann wäre das eine Länge von weniger
als 8 mm. Speziell der mittlere Zwischensteg zwischen den Kolonnen sollte möglichst
schmal sein. Ein günstiges Maß ist eine Breite von etwa der Stegbreite zwischen den
Schlitzen, wobei diese etwa dem 7-fachen der Schlitzbreite entsprechen sollte. Bei
einer Schlitzbreite von 0,7 bis 0,8 mm wären das dann etwa 0,5 bis 0,6mm.
[0009] Auch die Breite der beiden äußeren Zwischenstege zwischen den Kolonnen hat einen
Einfluß auf das Brennverhalten und den Geräuschpegel, aber zusätzlich auch auf die
Stabilität des Brennstabes. Es empfiehlt sich, daß die Breite dieser beiden äußeren
Zwischenstege etwa das 2- bis 4-fache, vorzugsweise das 2,5- bis 3-fache, der Breite
des mittleren Zwischensteges beträgt.
[0010] Für einen Spannungsabbau sind an den Enden der Kolonnen und in den Zwischenabständen
durchlaufende, die Zwischenstege übergreifende Schlitze angebracht, welche das seitliche
Begrenzungsmaß der Kolonnen übersteigen.
[0011] Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar. Es zeigt:
Fig. 1: Die Draufsicht auf die Brennfläche eines Brennstabes und
Fig. 2: Die vergrößerte Einzelsicht A aus Fig. 1.
[0012] Auf der Brennfläche sind längs der Brennstabachse 1 vier parallele Kolonnen 2 von
Schlitzreihen aus schmalen, sich quer zur Brennstabachse 1 erstreckenden Schlitzen
3 angeordnet. Dabei verlaufen Stege 4 zwischen den Schlitzen 3 und ein mittlerer Zwischensteg
5 sowie äußere Zwischenstege 6 zwischen den Kolonnen 2. An den Enden der Kolonnen
2 und in Zwischenständen sind durchlaufende, die Zwischenstege 5, 6 übergreifende
Schlitze 7 vorgesehen, welche das seitliche Begrenzungsmaß der Kolonnen 2 überschreiten.
[0013] Die Schlitzbreite a ist aus sicherheitstechnischen Gründen vorgegeben. Sie muß geringer
als 1 mm, vorzugsweise zwischen 0,6 und 0,8 mm, liegen. Die Schlitzlänge b ist mit
höchstens dem 10-fachen der Schlitzbreite a angesetzt. Die Stegbreite c zwischen den
Schlitzen 3 und auch die Breite der mittlere Zwischensteg 5 zwischen den Kolonnen
2 beträgt das etwa 0,7-fache der Schlitzbreite a. Die Breite der äußeren Zwischenstege
6 zwischen den Kolonnen 2 liegt vorzugsweise bei dem 2,5- bis 3-fachen der Breite
des mittleren Zwischensteges 5. Die durchlaufenden Schlitze 7 besitzen die Schlitzbreite
a und eine das seitliche Begrenzungsmaß der Kolonnen 2 beiderseits um mehr als 1 mm
überschreitende Länge.
1. Brennflächenperforation von Brennstäben für atmosphärische Gasbrenner, bestehend aus
längs der Brennstabachse (1) in parallelen Kolonnen (2) angeordneten Schlitzreihen
aus schmalen, sich quer zur Brennstabachse (1) erstreckenden Schlitzen (3), dadurch
gekennzeichnet, daß auf der Brennfläche vier Kolonnen (2) von Schlitzreihen nebeneinander
angeordnet sind, wobei sowohl die Schlitzlänge (b) als auch die Breite der Zwischenstege
(5, 6) zwischen den Kolonnen (2) auf ein Mindestmaß reduziert sind.
2. Brennflächenperforation nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einer aus sicherheitstechnischen Gründen vorgegebenen
Schlitzbreite (a) um 0,6 bis 0,8 mm die Schlitzlänge (b) höchstens dem 10-fachen der
Schlitzbreite (a) und die Breite des mittleren Zwischenstegs (5) zwischen den Kolonnen
(2) etwa dem 0,7-fachen der Schlitzbreite (a), das ist etwa die Stegbreite (c) zwischen
den Schlitzen (3),entspricht.
3. Brennflächenperforation nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der beiden äußeren Zwischenstege (6) zwischen
den Kolonnen (2) dem 2- bis 4-fachen, vorzugsweise dem 2,5- bis 3-fachen der Breite
des mittleren Zwischenstegs (5) entspricht.
4. Brennflächenperforation nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß an den Enden der Kolonnen (2) und in Zwischenabständen
durchlaufende, die Zwischenstege (5, 6) übergreifende und das seitliche Begrenzungsmaß
der Kolonnen (2) überschreitende Schlitze (7) angeordnet sind.